Zimmerwände streichen

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    Wand streichen mit Rand – so gelingt es sauber

    Streifen auf der Wand oder farblich abgesetzte Sockel erhalten nur dann eine saubere Trennlinie, wenn richtig vorgegangen wird. Worauf es ankommt, wird hier erklärt.

    Wichtig beim Streichen von Rändern

    • Klebeband richtig befestigen
    • Hinterlaufen verhindern
    • Klebeband rechtzeitig entfernen

    Klebeband richtig befestigen

    Das Klebeband muss gut haften und plan an der Wand anliegen. Hochwertige Abklebebänder halten meist besser als Universalklebebänder.

    Nach dem Ausrichten des Klebebands auf der ganzen Länge fest andrücken. In Unebenheiten sollte das Klebeband möglichst ganz hineingedrückt werden.

    Hinterlaufen verhindern

    Unsaubere Kanten entstehen, wenn die Überstreichfarbe hinter das Klebeband läuft. Das lässt sich verhindern, indem man den Bereich des Klebebands zuvor mit dem Untergrundfarbton kräftig vorstreicht.

    Die leichten Unebenheiten, die das Hinterlaufen verhindern, werden so schon mit Farbe gefüllt und die Überstreichfarbe kann nicht mehr hinter das Klebeband laufen.

    Klebeband rechtzeitig entfernen

    Das Klebeband muss sofort nach dem Streichen entfernt werden, während die Farbe noch feucht ist. Danach werden Wandfarben schnell filmbildend. Durch das Abziehen des Klebebands würde dann die Kante unsauber.

    Wandeinfassungen

    Eine Wandeinfassung stellt einen entweder 5 oder 10 cm breiten weißen Rand an farbigen Wänden dar. Diese Einfassung wird am besten ebenfalls mithilfe von Klebeband hergestellt.

    Die 10 cm breiten Randstreifen lassen sich leichter streichen als die schmalere Variante. Am besten eignet sich dafür eine sehr kleine Rolle, Pinsel sind weniger gut geeignet.

    Da auch eine Einfassung von der Deckenseite her nötig ist, muss immer mit dem Streichen der Decke begonnen werden.

    Für die großen Wandbereich eignen sich auch Rollen mit automatischer Farbzuführung. Damit wird insgesamt weniger Farbe verbraucht und der Farbauftrag wird gleichmäßiger als durch Eintauchen und Abstreifen.

    Die Wand ohne Tapete streichen spart Arbeit

    Wer sich in seinen Räumen farbige Wände wünscht, kann auf ein aufwändiges Tapezieren verzichten. Fast alle verputzten Wände können direkt gestrichen werden. Eine gründliche Vorbehandlung ist notwendig, um das Saugverhalten der nackten Wand zu minimieren.

    Örtliche Gegebenheiten

    In einem Neubau sind die frischen Putzoberflächen der untapezierten Wände problemlos grundierbar. Meist reicht schon ein Anstrich für einen gleichmäßig deckenden Anstrich.

    Wenn die Wände von Tapeten befreit wurden, muss der Zustand der Oberfläche genau geprüft werden. Alle Tapetenreste müssen vollständig entfernt sein. Manche Tapeten reißen kleine Löcher in den Putz oder es bleiben Putzbrocken an den alten Tapetenstücken hängen. In diesem Fall muss vor dem Streichen nachverputzt werden.

    Im Falle eines kalkhaltigen Putzes muss eine Reinigung vor dem Grundieren erfolgen. Ob eine Wand Kalk enthält, ist mit dem Daumentest feststellbar. Wenn nach mehrmaligem festen Reiben und Drücken der Oberfläche die Haut des Daumens weiß bleibt, ist Kalk vorhanden.

    Immer grundieren

    Je nach Vorbedingung umfasst das Streichen einer Wand ohne Tapete mehrere Arbeitsschritte. In keinem Fall kann auf die Makulatur, die auch als Grundierung bezeichnet wird, verzichtet werden. Die starke Saugfähigkeit von Putz erlaubt sonst keine gleichmäßige Farbverteilung.

    • Bei kalkhaltigem Putz müssen die Wände mit einer Wurzelbürste intensiv abgewaschen und geschrubbt werden, bis keine Abfärbung am Daumen mehr sichtbar wird.
    • Das vollständige Austrocknen einer gewaschenen Wand dauert mindestens 24 Stunden.
    • Ausbesserungsarbeiten wie das Schließen von Löchern, Rissen oder das Ausgleichen von Unebenheiten wird mit Spachtelmasse durchgeführt.
    • Die Grundierung oder Makulatur wird häufig als Tiefengrund bezeichnet. Sie muss großzügig nach Herstellerangabe aufgetragen werden. Bei manchen Verputzarten ist ein Grundierungsanstrich vor und nach dem Spachteln empfehlenswert.
    • Die Dispersionsfarbe für das Streichen der Wand ohne Tapete sollte für mindestens zwei komplette Streichgänge ausreichen.

    Wohnrechtliche Situation

    Wenn die Wände in einer Mietwohnung oder einem gemieteten Haus ohne Tapete gestrichen werden sollen, ist eine Rücksprache mit dem Vermieter empfehlenswert. Der Übernahme- und Übergabezustand sollten im Mietvertrag schriftlich fixiert werden.

    Zimmerwände streichen

    So machen es Profis

    Die besten Tipps: Wände richtig streichen

    10.07.2017, 08:54 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

    Mit den richtigen Tricks ist Streichen nur halb so mühsam. (Quelle: Westend61/imago)

    Es muss nicht immer klinisches Weiß sein: Farben machen die Wohnung gemütlich und individuell. Ob blutrot, schokobraun oder grau: Besonders schick sieht eine farbige Fläche in Kombination mit weißen Wänden aus. Streichen lässt sich sowohl auf Putz als auch auf Tapeten. Wände richtig streichen: Die besten Tipps haben wir hier zusammengefasst.

    Will man Wände ohne Tapete streichen, muss der Untergrund sorgfältig geprüft werden. Ist noch alte Farbe auf der Wand, muss diese fest sitzen. Ob sie abblättert, lässt sich leicht testen, indem man ruckartig einen Streifen Klebeband von der Wand abzieht. „Bleiben Teile der Farbe am Klebeband hängen, muss die Fläche komplett abgewaschen und dann mit Tiefengrund vorbehandelt werden“, erklärt Hans-Jürgen Reinbold, der einen Ratgeber zum Thema für die Stiftung Warentest geschrieben hat.

    Wände vor dem Streichen mit Tiefengrund vorbehandeln

    Tiefengrund ist im Malerbedarf erhältlich und verhindert, dass bestimmte Stellen der Wand mehr Farbe aufnehmen als andere oder Farbpigmente sich lösen. Dies erläutert Annekatrin Reichelt, Malermeisterin und Trainerin an der Heimwerkerschule DIY Academy in Köln. Problematisch ist auch alte Kalkfarbe. Sie lässt sich nicht mit Dispersionsfarbe überstreichen. Einen Kalk-Anstrich erkennt der Heimwerker, indem er mit dem Daumen fest an der Oberfläche reibt. Wird die Haut weiß, muss er den Putz vor dem Streichen mit einer Wurzelbürste abwaschen und anschließend ebenfalls mit Tiefengrund behandeln.

    Tapete überstreichen

    Viele Tapeten lassen sich gut streichen. Schwierig kann es mit Foto- oder Strukturtapeten werden. Auch wenn die Tapete stellenweise beschädigt ist, entsteht beim Streichen keine einheitliche Fläche. Dann muss die Tapete abgelöst werden. Besonders leicht geht dies mit Dampf-Tapetenlösern. Die Geräte kann man in gut sortierten Baumärkten leihen. Haben Sie sich jedoch schon für einen Farbton entschieden, wir erklären auf was Sie bei der Auswahl der richten Dispersionsfarbe, Latexfarbe oder Kalkfarbe achten sollten.

    Wandfarbe gut umrühren

    Gerade bei dunkler Farbe ist es wichtig, die Mischung gut mit einem Rührstab aus Holz oder dem Rührquirl an der Bohrmaschine umzurühren. „Denn dunkle Töne besitzen viele Farbpigmente, die sich am Boden des Eimers absetzen können“, erklärt Reichelt. Durch Verrühren verteilen sie sich gleichmäßig im Eimer.

    Wände im Nass-in-Nass-Verfahren streichen

    Die Malermeisterin empfiehlt, dunkle Töne mit einer Rollwalze mit längerem, weichen Flor aufzutragen. Diese sollte immer mit ausreichend Farbe belegt sein. Man setzt die Walze an der Wand so an, dass man in die Streifen der noch nicht getrockneten Farbe hineinmalt. Diese Technik bezeichnet der Profi als „Nass-in-Nass“. Damit vermeidet der Heimwerker Kanten, die besonders bei schrägem Lichteinfall sichtbar sind.

    Da die Hand mit der Rolle in der Bewegung an verschiedenen Höhen der Wand unterschiedlichen Druck ausübt, rät Ludger Küper, Direktor des Paint Quality Institute in Schwalbach im Taunus, eine Teleskopstange zu benutzen. Die Bewegungen sind dann gleichmäßiger. Damit keine sichtbaren Ansätze an der Wand entstehen, sollte eine Fläche ohne Pause fertig gestrichen werden.

    Pinsel oder Farbrolle?

    Ob zum Streichen eher der Pinsel oder die Rolle verwendet werden sollte, hängt von der zu streichenden Fläche ab. Farbroller eignen sich wegen ihrer Breite besser zum gleichmäßigen Streichen großer Wandflächen. Pinsel kommen hingegen gut in Ecken und Ritzen hinein. Auch zum Ausmalen kleinerer Flächen oder zum Ziehen von feinen Strichen sind Pinsel das Streichwerkzeug der Wahl.

    Die richtige Farbrolle finden

    Sofern der Hersteller der Farbe nicht ausdrücklich eine andere Empfehlung gibt, sollten Farbrollen aus Lammfell sein, rät die Stiftung Warentest in Berlin. Diese nehmen die Farbe am besten auf. Besonders für strukturierte Wände ist eine Lammfellrolle ideal. Für Lasuren sind allerdings dünne Schaumrollen geeignet. Bei pastösen Putz- und Spachtelmassen sollten Sie lieber einen Strukturroller verwenden.

    Bei der Anwendung sei wichtig, die mit Farbe getränkte Walze immer auf einem Abstreifgitter abzurollen und auf diese Weise von überschüssiger Farbe zu befreien. Sonst bilden sich an der Wand Farbtropfen, die getrocknet nicht schön aussehen.

    Vor dem zweiten Anstrich Wände erst trocknen lassen

    Ein zweiter Anstrich ist bei dunklen Farben meist notwendig. Aber: „Auch wenn der frische Anstrich fleckig zu sein scheint, sollte er erst einmal gut durchtrocknen“, erläutert Küper. Auf keinen Fall sollte eine Ecke noch feucht nachgestrichen werden. Denn der Maler erkennt noch nicht, wie viel Farbe tatsächlich schon auf der Wand ist und ob die Flecken auch im Trockenen noch sichtbar sind.

    Weiße Wände nur einmal streichen

    Gut deckende weiße Wandfarben sehen in der Regel nach dem ersten Anstrich am besten aus. Durch einen zweiten Anstrich könnte zu viel Farbe aufgetragen werden, wodurch die Farbe leicht Schlieren bilden kann und die Struktur gröber wird.

    Kreppband mit weißer Farbe streichen

    „Meist streicht man mit dunkler Farbe nur eine Wand“, sagt Küper. Die Farbe wirkt besser, wenn an den Seiten und zur Decke ein Streifen weiß bleibt. Dafür markiert man den Rand am besten mit Klebeband. Doch die Farbe kann schon mal unter das Malerkrepp laufen, und der Rand von der weißen zur farbigen Fläche wird so nicht sauber. Reichelt empfiehlt, das Kreppband zunächst weiß zu überstreichen.

    Ist diese Schicht Farbe getrocknet, kann der Rand mit dunkler Farbe bestrichen werden – und die weiße Schicht hält die dunkle Farbe davon ab, unter des Kreppband zu laufen. Dieses wird abgezogen, wenn die dunkle Farbe noch nicht ganz getrocknet ist. „Dann entsteht eine besonders scharfe Kante ohne Schmiererei“, sagt Reichelt.

    Bunte Farbe besser fertig kaufen

    Wer seine Wohnung bunt möchte, kann sich den gewünschten Farbton selbst zusammenstellen oder zu Fertigprodukten greifen. Küper empfiehlt Heimwerkern die fertig angemischten Farbeimer oder Produkte, die von einer Maschine im Baumarkt gebrauchsfertig gemacht werden. „Denn es ist recht schwierig, mit Abtönfarben den jeweils gewünschten Farbton selber hinzubekommen“, erläutert der Experte. „Selbst wenn die Farbe im Eimer richtig abgetönt zu sein scheint, ist sie dann getrocknet an der Wand meist dunkler.“

    Heimwerker sollten vor dem Gang in den Baumarkt wissen, wie viel Farbe sie benötigen. „Und falls sie mehrere Eimer der gleichen Farbnummer brauchen, diese mischen“, rät die Heimwerkertrainerin Annekatrin Reichelt. Denn selbst bei der gleichen Farbe könne es in den verschiedenen Eimern leichte Unterschiede geben.

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    Источники: http://www.hausjournal.net/wand-streichen-mit-rand, http://www.hausjournal.net/wand-streichen-ohne-tapete, http://www.t-online.de/heim-garten/bauen/id_64142620/waende-richtig-streichen-mit-diesen-tipps-kein-problem.html

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