Wo fängt man an zu tapezieren

    0
    36

    Tapezieren

    Anleitungen und Beratung zum Tapezieren

    Tapezieren ist doch ganz einfach, denken Sie. Stimmt auch, wenn Sie einige Dinge beachten, die wir hier für Sie zusammengestellt haben. So bereiten Sie ihre Wände perfekt vor, finden die richtige Tapete, den richtigen Kleister und verschönern das Ergebnis anschließend im eigenen Stil.

    Inhaltsübersicht zum Thema Tapezieren

    Zehn wichtige Tipps vor dem Tapezieren

    Wer vor dem Kauf einige Fragen klärt, erleichtert sich die Qual der Wahl und vermeidet Fehlentscheidungen. Folgende Punkte sollte man beachten:

    1. Flur, Küche, Bad und Kinderzimmer brauchen abwaschbare, robuste Tapeten.
    2. Kleine Räume wirken größer durch helle Wände und Decken. Große Räume werden intimer durch dunkle Tapeten.
    3. Ebenso können zu hohe oder zu niedrige Zimmer korrigiert werden. Die Proportionen des Raumes sind beeinflussbar, das gewählte Muster kann eine enorme Wirkung haben: So wirkt ein Raum höher durch senkrechte und niedriger durch waagerechte Streifen, größer durch eine Dekor-Wand mit großem Muster und tiefer, wenn eine Wand durch den gewählten Farbton optisch "zurücktritt".
    4. Schattige Räume werden durch die richtigen Farben "sonnig" und umgekehrt.
    5. Helle Möbel heben sich vor dunklen Wänden besser ab und umgekehrt.
    6. Die Auswahl der Muster wird vom eigenen Geschmack bestimmt. Eine Faustregel sollte man aber beherzigen: Große, glatte Wandflächen verdienen große Rapporte, während verwinkelte Zimmerchen eher kleine Muster vertragen. Man kann aber ruhig einmal gegen "goldene Regeln" verstoßen. Nicht immer ist die passende, stilgemäße und harmonische Lösung auch die interessanteste. Kreative Experimente nach dem Motto "Gegensätze ziehen sich an" machen einfach Spaß. Wer sich nicht traut kann den Tapeten-Fachmann um Rat fragen.
    7. Ähnliches gilt für Bilderwände. Hier liegt man mit ruhigen Struktur- oder Textiltapeten als Hintergrund immer richtig. Aber besonders flott können einzelne Bilder (mit breiten Passepartouts) auf einer Mustertapete aussehen, wenn die Farben stimmen.
    8. Die Decke, als fünfte Wand, sollte grundsätzlich in die Tapezierung mit einbezogen oder passend gestrichen oder verkleidet werden.
    9. Es ist nützlich, Farbmuster von Hölzern und Textilien aus der Wohnung mit in das Tapeten-Fachgeschäft zu nehmen und die Tapeten-Farben darauf abzustimmen.
    10. Da die Musterbücher zwangsläufig nur einen kleinen Ausschnitt zeigen, sollte man die Muster auch aus größerer Entfernung und bei unterschiedlichem Licht beurteilen. Manche Fachgeschäfte verfügen über sogenannte Tapetenspiegel, die einen guten Gesamteindruck geben.

    Jetzt muss nur noch der Bedarf an Tapetenrollen ermittelt werden, die auf der Rückseite der Tapete oder auf einem Beipackzettel aufgedruckten Symbole geben Ihnen wichtige Hinweise über Qualität, Eigenschaften und Verarbeitung.

    Das sollten Sie beim Tapezieren beachten

    Sind alte Tapeten entfernt, Wandflächen gespachtelt, mit Tapetengrund gestrichen und der Kleister angerührt, können die Tapetenbahnen zugeschnitten werden. Anschließend geht’s an das eigentliche Tapezieren. Bei Beachtung der nachfolgenden zehn Schritte steht einem optimalen Resultat nichts mehr im Wege.

    Die besten Tapezier- und Malerwerkzeuge

    Nur die richtigen Maler- und Tapezierwerkzeuge führen zu einem entsprechend hochwertigen Arbeitsergebnis. Welche verschiedenen Werkzeuge die Verarbeitung von Farben und Tapeten erheblich erleichtern erklären wir auf unserer Seite über Malerwerkzeuge.

    Schritt für Schritt zur neuen Tapete

    Die Höhe des Raumes plus 5 bis 10 cm für Verschnitt ergibt die richtige Bahnlänge. Muster beachten! Rapportangaben stehen auf den Etiketten der Tapetenrollen.

    Nur so viele Bahnen gleichmäßig mit Kleister einstreichen (Kanten nicht vergessen), wie in ca. 10 bis 15 Minuten verarbeitet werden können. Die Bahnen werden nach der Zweidrittel- (oben) / Eindrittel- (unten) Methode zusammengelegt. Alle Bahnen müssen die gleiche Weichzeit erhalten (Angaben des Tapetenherstellers beachten).

    Die erste Bahn an der Wand senkrecht ausloten, damit alle Bahnen gerade verlaufen. Stets mit dem Licht tapezieren, also von der Fensterseite kommend.

    Die erste Bahn wird mit leichtem Überstand zur Decke angebracht, um evtl. Unebenheiten auszugleichen. Zur Senkrechten ausrichten und von der Mitte aus blasenfrei andrücken.

    Sicherungen ausschalten! Abdeckungen entfernen, übertapezieren und danach mit einem scharfen Allzweckmesser (Cuttermesser) frei schneiden. Abdeckungen wieder einsetzen.

    Bei Bedarf die Nähte mit einem konischen, glatten Nahtroller andrücken (Bei Präge- oder Strukturtapeten nicht zu fest drücken!).

    An der Wand ausgerichtete Tapetenbahn in den Fußleistenwinkel drücken, mit einem Bleistift markieren und einer Tapezierschere abschneiden oder eine Schneidehilfe (Lineal) anlegen und mit einem Cuttermesser Tapetenüberstand abtrennen.

    Die Tapetenbahn in der Länge zuschneiden, sodass nur 1 bis 2 cm um die Ecke zu kleben sind. Überstehenden Teil mehrmals einschneiden und um die Ecke verkleben.

    Die Bahn vom Fenstersturz und von der Fensterbank waagerecht einschneiden und einige Zentimeter um die Ecke kleben. Tapetenstücke für die Fensterlaibung zuschneiden und an der Außenecke ansetzen. Ebenso am Fenstersturz verfahren.

    Zu große Wärme und vor allem Zugluft vermeiden. Optimal ist eine Raumtemperatur zwischen 15 und 20°C.

    Das richtige Werkzeug

    Beim Tapezieren wird das Ergebnis auch vom verwendeten Handwerkszeug beeinflusst. Eine stumpfe Schere oder unscharfes Messer können die Tapetenkanten ausreißen, ein günstiger tonnenförmiger Nahtroller drückt eventuell den Leim an den Kanten weg und die Bahnen können sich wieder lösen. Alte, ungenügend gereinigte Bürsten können Schmutzschatten hinterlassen usw. Mit gutem Werkzeug geht die Arbeit besser von der Hand und man erspart sich nicht nur Ärger, sondern unter Umständen auch Zeit und Geld.

    So sollte die Komplettausstattung aussehen:

    • Allzweckmesser (Cuttermesser)
    • Bleistift (keinen Filzstift oder Kugelschreiber verwenden!)
    • Kleistergerät (optional)
    • Kunststoffandrück- und Beschneidespachtel
    • Kunststoffeimer (für Kleister und Wasser)
    • Maßstab (z.B. Zollstock)
    • Moosgummiwalze
    • Nahtroller (konisch)
    • Senklot
    • Tapezierbürste
    • Tapezierschere
    • Tapezierschiene / Abreißlineal
    • Tapeziertisch

    Ein zusammenklappbarer, stabiler Tapeziertisch ist beim Tapezieren eine unentbehrliche Arbeitsfläche. Soll eine Vliestapete oder Stabilit-Tapete im Rolltapezierverfahren verarbeitet werden, wird eigentlich kein Tapeziertisch mehr benötigt, denn der Kleister wird einfach auf die Wand aufgetragen und die Tapete direkt von der Rolle ins Kleisterbett eingelegt.

    Decke tapezieren

    Die Decke zu tapezieren ist schwieriger als das Tapezieren der Wände, weshalb man die Arbeit zu zweit durchführen sollte. Während einer die Bahn ansetzt, hält der andere die restliche Tapete hoch, bis die Bahn vollständig angedrückt ist. Sollte das aufgrund von Leiter- oder Platzmangel nicht funktionieren, kann ein Besen zur Hilfe genommen werden.

    Zu Beginn wird die erste Bahn in Bahnbreite mit einem Schnurschlag markiert, so erhält man eine gerade Lotlinie, an der man sich orientieren kann. Dann tapeziert die Decke Bahn für Bahn zu Ende, wie man es auch an der Wand machen würde, auch die Vorbereitung ist im Prinzip die selbe.

    Die Tapetenbahnen werden in benötigter Länge zugeschnitten oder für einen weichen Übergang über eine Tapezierschiene gerissen. Dabei einen Verschnitt von fünf Zentimetern (bzw. den angegebenen Rapport) einplanen. Beim Tapezieren der Decke muss darauf geachtet werden, dass die Bahnen in Fensterrichtung verlaufen, damit das Licht an den Kanten keinen Schatten wirft. Wichtig ist die auch Beachtung von Sicherheitsmaßnahmen: beim Tapezieren über Kopf ist ein sicherer Stand sehr wichtig.

    Hilfreich können Gerüste sein, die sich leicht und sicher mit geeigneten Auflagen oder kleinen Treppenleitern und Gerüstbohlen aufstellen lassen. So vermeidet man das ständige Auf und Ab, schont den Rücken sowie die Nerven und sorgt für sicheren Stand. Bei besonders langen Deckenbahnen können auch sogenannte "Stumme Diener" hilfreich sein.

    Decke immer zuerst!

    Wird ein Raum z. B. mit Raufaser unter der Decke und Mustertapeten an den Wänden tapeziert, sollte zuerst die Raufaser angebracht und gestrichen werden und erst dann werden die Wände tapeziert.

    Ecken richtig tapezieren

    Auf großen Wandflächen kommt man beim Tapezieren meist zügig und mühelos voran. Mühsam und zeitraubend wird die Sache oft erst dann, wenn Nischen und Vorsprünge, Laibungen und Ecken tapeziert werden sollen.

    Dabei muss man sich deswegen eigentlich keine Sorgen machen, denn mit den richtigen Handgriffen sind auch diese Problemstellen zu bewältigen. Wie Sie Ecken ohne Schwierigkeiten tapezieren können, erklären wir hier. Die geschilderten Methoden funktionieren übrigens beim Wandklebeverfahren ebenso wie beim Arbeiten mit gekleisterten und geweichten Tapeten.

    Was man nicht tun sollte

    Vermeiden sollte man in jedem Fall, Tapetenbahnen überlappen zu lassen. Wenn man zum Beispiel eine Bahn wenige Zentimeter um eine Ecke herumklebt und die nächste Bahn genau in der Ecke ansetzt, dann ist der Wandbelag zwar schön geschlossen, später aber wird bei dünnen Tapeten die untere Bahn als Kontur sichtbar sein, bei dickeren Tapeten neigt die Doppelung dazu, sich zu öffnen oder zu lösen. Ein Grundsatz auch bei Ecken lautet also: Tapeten werden immer auf Stoß geklebt und nicht überlappt.

    Innenecken tapezieren

    Innenecken sind im Grunde sehr leicht zu tapezieren: Hier stoßen zwei Bahnen genau in der Ecke zusammen. Allerdings kommt man nur selten mit einer ganzen Bahn in der Ecke an, also ist hier besonderes Augenmerk auf den korrekten Zuschnitt zu legen.

    Der richtige Zeitpunkt dafür ist gekommen, wenn Sie die vorletzte Bahn vor der Ecke geklebt haben: Bis in die Ecke hinein ist dann noch mehr oder weniger viel Platz, aber eben nicht für eine ganze Bahnbreite. Messen Sie zunächst den verbleibenden Platz aus. Befindet sich der größte Teil der zu verklebenden Rollenbreite auf der bereits tapezierten Wand, dann schneiden Sie die Bahn in der Breite entsprechend zu.

    Achtung: Messen Sie den Abstand an mehreren Stellen! Wände und Ecken sind selten ganz gerade, sodass sich über die Höhe der Wand verschiedene Maße ergeben können. Für den Zuschnitt gilt dann das größte Maß.

    Die zugeschnittene Tapete kleben Sie nun auf Stoß an die vorhandene Bahn und bis in die Ecke hinein. Stehen bei ungleichmäßigen Wänden stellenweise einige Millimeter auf die angrenzende Wand über, dann werden sie mithilfe einer Schiene und eines Messers sauber abgeschnitten.

    Auf der angrenzenden Wand wird nun der Rest der Bahn verklebt. Damit Ihnen auch dabei krumme Ecken keinen Streich spielen können, legen Sie dort mithilfe eines Lots oder der Wasserwaage eine Bezugslinie an, die wenige Millimeter näher an der Ecke liegt, als die Breite des Reststücks misst. An dieser Bezugslinie orientieren Sie sich beim Ankleben der Restbahn. Wenn nötig, werden auch hier wieder kleine Überstände abgeschnitten.

    In der umgekehrten Situation, wenn auf der zuvor tapezierten Wand nur noch ein schmaler Streifen von weniger als 20 cm Breite frei ist, beginnen Sie nicht dort, sondern auf der angrenzenden Wand mit dem Kleben. Schneiden Sie von der Bahn einen Streifen ab, der für den freien Rest der ersten Wand ausreicht. Dann setzen Sie das größere Stück an einer lotrechten Linie auf der angrenzenden Wand an und kleben alles wie gehabt. Achten Sie auch hier auf eine kleine Reserve wegen krummer Wände und Ecken.

    Außenecken tapezieren

    An Außenecken ist man schnell versucht, die Tapete einfach um die Ecke herumzukleben. Das kann bei geraden Ecken auch problemlos funktionieren, man erreicht dadurch in manchen Fällen aber, dass der nächste Stoß nicht mehr senkrecht verläuft. Was also tun?

    Recht problemlos funktioniert die Sache bei Fensterlaibungen. Dort klebt man tatsächlich um die Ecke herum und schneidet die Bahn am Fensterrahmen entlang einfach ab. Vor allem dünne Tapeten lassen sich auf diese Weise problemlos verarbeiten. Auch bei Wandvorsprüngen können Sie so vorgehen, wenn die Ecke gerade ist.

    In beiden Fällen sollten Sie dickere oder steifere Tapeten dann mit einem Reparaturkleber anbringen, oder Sie mischen dem verwendeten Kleister einen Anteil Dispersionstapetenkleber bei.

    Um eine sehr ungerade Ecke können Sie die Tapete nicht einfach herumkleben. Die Kante der herumgelegten Bahn würde dann entweder nicht gerade oder nicht senkrecht verlaufen, und Sie könnten die nächste Bahn nicht exakt ansetzen. In diesem Fall kleben Sie die Tapete bis an die Ecke heran und lassen sie dort überstehen. Mit einem scharfen Messer schneiden Sie den Überstand dann genau an der Ecke entlang ab. Die nächste Bahn setzen Sie dann an einer ausgeloteten Linie entlang auf der anderen Seite der Ecke so an, dass auch sie ein wenig übersteht. Der Überstand wird wieder abgeschnitten und der nun auf der Ecke verlaufende Stoß bei Bedarf mit den Fingern vorsichtig ein wenig zusammengedrückt. Auch hier empfiehlt sich Reparaturkleber, damit die Naht nicht aufgeht.

    Bei Tapeten, die später überstrichen werden oder Belägen wie Raufaser und Vliesraufaser können Sie grundsätzlich so vorgehen. Die später aufgetragene Wandfarbe macht den Stoß unsichtbar.

    Tapetenbedarfsermittlung

    Wer Zeit, Geld und Nerven sparen möchte, sollte schon beim Ausmessen des Raumes genau vorgehen. Wandhöhe und -länge bestimmen die Anzahl von Tapeten- oder Raufaserrollen. Eine normale Tapetenrolle ist 0,53 m breit und 10,05 m lang, reicht also für rund 5 m² Wandfläche.

    Raumumfang mal Raumhöhe

    Mit folgender Formel geht’s genauso schnell: Raumumfang mal Raumhöhe (in m) geteilt durch 5 ergibt die benötigte Rollenzahl. Fenster- und Türaussparungen sind als Wandfläche gerechnet. Dadurch hat man genügend Verschnitt mit einkalkuliert, der sich bei großen Mustern ergeben kann. Hat der Heimwerker zu wenig Tapete, sind eventuell keine Rollen aus seiner Charge mehr verfügbar, dann ist Ärger vorprogrammiert. Außerdem sollte man immer einen Tapetenrest aufbewahren, falls später einmal eine Beschädigung ausgebessert werden muss.

    Komplizierte Raumformen sollte man vom Fachmann vorab kalkulieren lassen.

    Tapeten mit Rapport

    Für bemusterte Tapeten reichen diese Berechnungen allein nicht aus, um die tatsächlich benötigte Menge zu ermitteln. Deshalb wird auch noch die Rapportlänge angegeben. Diese Informationen sind wichtig, weil davon die unvermeidliche Verschnittmenge beeinflusst wird. Ein großer Rapport erfordert wesentlich mehr Verschnitt als ein Muster mit kleinem Rapport oder rapportlosem Dessin.

    Alles zum Thema Tapezieren

    Tapeten, Bordüren und Wandtattoos

    Welche Tapetensorten, Designs, Materialien und Einsatzmöglichkeites es gibt und wie Tapeten, Bordüren und Wandtattoos tapeziert werden, wird auf den folgenden Seiten über Tapeten, Bordüren und Wandtattoos ausführlich erklärt.

    Tapete entfernen und Wände vorbereiten

    Eine der unliebsamsten Arbeiten beim Renovieren: Alte Tapeten ablösen. Wenn der Vormieter keinen Tapetengrund aufgetragen hatte, ist das oft schwieriger als erwartet. Mit ein paar Tricks sind geht das Tapeten entfernen und Wände vorbereiten aber schneller von der Hand.

    Tapeziertechniken

    Ob man auf die herkömmliche Art – d.h. mit Tapeziertisch und Einweichzeit – die Bahnen an die Wand klebt, oder im Wandklebeverfahren arbeiten, bei dem die Wand statt der Tapete eingekleistert wird, hängt von den verwendeten Materialien ab und davon was einem persönlich lieber ist. Hier erklären wir beide Tapeziertechniken.

    Symbole und Kennzeichen auf Tapetenrollen

    Auf Tapetenrollen sind die Verarbeitungshinweise häufig nur als kleine, kryptische Symbole ausgewiesen. Bei einigen kann man sich denken, was sie bedeuten, bei anderen bräuchte man dafür schon hellseherische Fähigkeiten. Hier werden die Symbole und Kennzeichen auf Tapetenrollen erklärt.

    Weiterführende Informationen

    Weiter zum nächsten Thema: Wände streichen

    Hilfe benötigt? Dringende Fragen?

    Jetzt im Heimwerker-Forum beraten lassen!

    Bewertung: 3.8 von 5. 6 Bewertung(en). Zur Bewertung auf die Sterne klicken.

    Am meisten gelesen

    • Wasserhahn tropft
    • Holz-Fensterläden bauen
    • Heizkörperentlüftung
    • Parkett verlegen
    • Tapete entfernen
    • Heizkörper tauschen
    • Fliesenlegen
    • Wandgestaltung
    • Heizkörperberechnung
    • Parkett abschleifen
    • Vinylfußboden verlegen
    • Kachelfarbe
    • Heizung berechnen
    • Tapezieren
    • Vliestapete tapezieren
    • Dachdämmung
    • Fassadenfarbe
    • Fenster einbauen
    • Maskiertechnik
    • Schwerlastdübel
    • Zementschleier entfernen
    • Wandfliesen legen
    • Wände streichen
    • Laminat
    • Linoleum verlegen

    Neue Diskussionen im Forum

    Arbeiten im Haus
    Garten und Außenanlagen
    Basteln und Kreativität
    Mediadaten heimwerker.de

    Seit 1996 eines der größten und reichweitenstärksten DIY-Portale in deutscher Sprache. Das passende Umfeld für Werbung aus dem Bereich Haus und Garten. Gerne informieren wir Sie per Mail über unsere Buchungsmöglichkeiten.

    Unsere aktuellen Online-Nutzungszahlen können Sie bei der ivw abrufen.

    Tapezieren für Anfänger – Schritt für Schritt

    Postertapete mit Frau – an solche Tapeten sollten sich Anfänger erst nach einigen Übungsrunden wagen

    Nach den Vorarbeiten und der Auswahl der Tapeten kommen wir nun zum eigentlichen Tapezieren. Wo soll ich mit dem Tapezieren anfangen? Wie geht es dann weiter? Was ist der Doppelschnitt? Darf ich beim Tapezieren zwischendurch lüften usw. Wir klären Sie auf! Vorab ein Video von Youtube zum Tapezieren, welches das Grundvorgehen auch für Anfänger veranschaulicht:

    Video: Tapezieren für Anfänger

    Weiter geht es mit der Schritt für Schritt-Anleitung:

    Vorab: Damit Tapeten optimal trocknen können, sollte beim Tapezieren eine Raumtemperatur zwischen 18 und 20 °C eingehalten werden. Bei zu hohen Temperaturen trocknen die Tapeten zu schnell und die Nähte platzen auf. Auch Zugluft, durch offene Fenster sollte vermieden werden, da die Gefahr besteht, dass sich die Tapeten vom Untergrund lösen.

    Fenster sind deshalb während des Tapezierens geschlossen zu halten!

    Schritt 1: Tapetenlänge messen

    Zuerst messen Sie die Höhe des Raumes. Zu dem ermittelten Maß addieren Sie 5 bis 10 cm Verschnitt, um später einen sauberen Abschluss an der Decke und dem Fußboden gewährleisten zu können.

    Verarbeitungshinweise auf der Tapetenrolle

    Um eine einwandfreie Verarbeitung der ausgewählten Tapeten zu gewährleisten, sollten Sie zunächst einmal die Verarbeitungshinweise des Herstellers berücksichtigen. Hinweise des Herstellers finden Sie in der Regel auf den Produktverpackungen.

    Wenn Sie sich für farbige Tapeten entschieden haben, dann sollten Sie ärgerliche Farbdifferenzen ausschließen, indem Sie schon beim Kauf auf identische Fertigungsnummern auf der Rolle achten. Zusätzlich können Sie alle Rollen aufgefächert nebeneinanderlegen und auf Farbunterschied achten.

    Tapezier-Richtung – Wo mit dem tapezieren anfangen?

    Fangen Sie das Tapezieren immer am Fenster an und arbeiten sie davon weg. So können Sie unschöne Schatteneffekte vermeiden.

    Es gilt die Faustregel: Immer vom Licht weg tapezieren!

    Die letzte Bahn kommt also in die dunkelste Zimmerecke.

    Ausnahme: Wegen der Symmetrie sollte Sie bei bestimmten, auffälligen Mustertapeten in der Mitte der Wand beginnen. Dies kann auch bei Wandvorsprüngen gelten, da sie den Blickfang des Zimmers bilden können.

    Keine Ecke ist 100 prozentig verputzt worden, deshalb ist es sinnvoll bei jeder neuen Wand mit dem Lot eine vertikale Anlegelinie für die erste Bahn auf die Wand zu zeichnen.

    Der Abstand zur Ecke sollte die Tapetenbreite minus 1-2 cm betragen, denn die Tapete sollte ein bisschen um die Ecke geklebt werden, um einen einwandfreien Übergang zwischen den Ecktapeten garantieren zu können.

    Schritt 2: Zuschneiden der Tapeten

    Zum schnellen Zuschneiden der Tapetenbahnen empfehlen wir eine Markierung mit einem Klebestreifen auf dem Tapeziertisch. Alle Bahnen werden dann an der markierten Stelle Kante auf Kante geknickt und dann mit dem Tapetenmesser oder der Schere abgeschnitten.

    Schritt 3: Einkleistern der Tapeten

    Den bereits früher angesetzten Kleister tragen Sie üblicherweise auf der Rückseite der zugeschnittenen Tapetenbahnen satt, gleichmäßig und von der Mitte kommend zum Tapetenrand verteilend auf. Wichtig ist, dass auch der Rand genügend Kleister abbekommt, da sonst der Stoß nicht richtig klebt und deshalb immer zu sehen ist.

    Nur in wenigen Ausnahmefällen wird der Kleister auf die zutapezierende Wand aufgetragen.

    Achten Sie auf Verarbeitungshinweise auf dem Beipackzettel!

    Video: So gelingt das Einkleistern

    Schritt 4: Zusammenlegen der Tapetenbahnen zum Einweichen

    Jetzt legen Sie die Bahnen zum Weichen zusammen. An dem einen Ende der Tapete schlägt 1/3 der Bahn ein und am anderen Ende 2/3, sodass eine lange und eine kurze Einschlagseite entstehen.

    Wichtig ist, dass die Ränder exakt übereinander liegen, damit die Kanten nicht austrocknen.

    Weichen Sie nur so viele Bahnen ein, wie Sie innerhalb der empfohlenen Weichzeit verarbeiten können. Die üblichen Weichzeiten betragen 10 bis 15 Minuten.

    Achten Sie auch hier auf genaue Angaben auf dem Beipackzettel!

    Schritt 5: Das Tapetenkleben

    Nach der vorgeschriebenen Weichzeit nehmen Sie das kürzere Ende der zusammengelegten Tapetenbahn und falten es oben auf der Leiter auf. Daraufhin richten Sie die Bahn mit etwa 3 cm Überstand zur Decke an der Anlegelinie oder dem Tapetenrand der letzten Tapete aus.

    Sitzt die Bahn richtig, dann streichen Sie mit einer weichen Bürste von oben nach unten und von der Mitte zu den Seiten die Tapete glatt.

    Das untere Ende der Bahn auseinanderfalten und ebenso verfahren.

    Entstehen Blasen oder entfernt sich die Tapetenkante von der Lotlinie, dann lösen Sie die Bahn noch einmal und richten sie neu aus.

    Andrücken der Tapetenkanten

    Damit die Tapetenränder richtig kleben und optisch nicht auffallen, müssen die Ränder mit einem konischen Nahtroller zusätzlich gut angedrückt werden. Um das empfindliche Reliefmuster bei Prägetapeten nicht zu schädigen, benutzen Sie in diesem Fall eine weiche Tapezierbürste oder eine Lammfellrolle.

    Tipp: Wischen Sie den herausquellenden Kleister sofort ab!

    Schritt 6: Decke und Fußboden beschneiden

    Um an den Fußleisten und Decken einen sauberen Abschluss zu erhalten, gibt es verschiedene Methoden:

    1. Den Tapeten-Überstand gegen die scharfe Kante eines Tapezierlineals abreißen.

    2. Der saubere Schnitt mit Hilfe eines Lineals und eines Cutter-Messsers.

    3. Markieren der Schnittlinie mit Hilfe eines Scherenrückens oder eines Bleistiftes, die Tapete abziehen und entlang der Markierung mit der Schere beschneiden.

    Schritt 7: Ecken tapezieren

    Die nächsten Bahnen auf Stoß an die vorherige anlegen, bis die nächste Ecke erreicht wird. Die letzte Bahn überlappt die nur um Ecke 1-2 cm, damit sich keine Falten bilden.

    Auf der nächsten Wand beginne Sie wieder mit einer ausgeloteten Bahn, die bis in die Ecke hineinreicht.

    Dünnere Tapeten können sich im Eckbereich ruhig überlappen. Falls sich Falten bilden, muss der nicht sichtbare Tapetenüberstand mehrmals eingeschnitten werden.

    Doppelnahtschnitt

    Bei dicken Tapeten müssen auch die Ecken aus optischen Gründen auf Stoß geklebt werden. Hierzu müssen beide Tapetenbahnen die Ecke einige Zentimeter überlappen, damit durch den sogenannten Doppelnahtschnitt beide Bahnen sauber auf Stoß kleben.

    Mithilfe eines an einer Schiene geführten Cutter-Messers werden beide Bahnen im Überlappungsbereich gleichzeitig durchtrennt. Der Doppelnahtschnitt heißt also so, weil er mit einem Schnitt zwei übereinanderliegende Tapeten durchschneidet.

    Wenn Sie nach dem Schnitt die Verschnittstreifen entfernen und die Tapetenränder mithilfe eines Nahtrollers andrücken, dann haben Sie eine saubere Stoß-auf-Stoß Verklebung.

    Nochmal der Tipp: Fenster schließen

    Mehr Tapetentipps und -tricks

    Teilen macht Freude:

    Der Beitrag ist eingeordnet unter:

    Auch interessant

    Unsere Anleitungen, Tipps und Ratgeber auch im bequemen Druck-Format:

    Unsere Themenwelt

    Planst du, ein Haus zu bauen, zu renovieren, willst du deinen Garten auf Vordermann bringen oder dir grundlegendes Heimwerkerwissen aneignen? Dann bist du hier richtig. Rat und Hilfe findest du auch im Heimwerker-Forum. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

    Expertentipps: Tapezieren für Anfänger

    Wählen Sie, welchen Ressorts, Themen und Autoren dieses Artikels Sie folgen möchten. Entsprechende Artikel finden Sie dann auf „Mein RP ONLINE“

    Expertentipps

    Düsseldorf (Rp). Aller Anfang ist bekanntlich schwer, aber das Projekt „Jetzt renovieren wir selbst“ kann gelingen, wenn man ein paar Grundregeln konsequent beherzigt. Fachfrau Gerti Leben rät:

    Wie löst man die alte Tapete am leichtesten ab?

    Wie entsorgt man alte Tapete?

    Muss die alte Tapete immer entfernt werden oder kann auch darüber geklebt werden?

    Kann nach dem Entfernen der alten Tapete sofort mit dem Kleben der neuen begonnen werden?

    Wie oft kann denn über eine feine Raufaser-Körnung gestrichen werden, damit man überhaupt noch Struktur sieht?

    Ist Raufaser etwas für Anfänger?

    Welcher Kleister für welche Tapete?

    Wo fängt man im Raum mit der ersten Bahn an?

    Wie lassen sich Blasen unter der Tapete entfernen?

    Bevor es mit dem Streichen losgeht, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen: Sprühen Sie Wasser auf und testen Sie, wie schnell es einzieht. Ist das Wasser schon nach kurzer Zeit weg, ist der Untergrund zu trocken, eine Grundierung muss her.

    Источники: http://www.heimwerker.de/haus/wandgestaltung/tapezieren.html, http://www.bauen-und-heimwerken.de/tapezieren/tapezieren-fuer-anfaenger.htm, http://m.rp-online.de/leben/ratgeber/tapezieren-fuer-anfaenger-aid-1.2334427

    TEILEN
    Vorheriger ArtikelDachpappe abdichten
    Nächster ArtikelWand ohne tapete

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here