Wintergarten bauen kosten

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    Was kostet der Bau eines Wintergartens?

    Die Kosten im Überblick

    Die Beispielkalkulation bezieht sich auf einen Wohnwintergarten von 3×4 Metern.

    Durch einen Wintergarten lässt sich nicht nur bestehender Wohnraum effektiv erweitern, sondern es wird auch ein lichtdurchfluteter Ort zum Wohlfühlen geschaffen. Selbst an Wintertagen kann hier das Gefühl vom Draußen sein genossen werden. Regnet es, kann man es sich bei angenehmen Prasseln auf das Glasdach im Trockenen gemütlich machen und bei Nacht hat mein einen Blick direkt in den Sternenhimmel.

    Bei der Gestaltung eines Wintergartens gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Ein Balkon kann als Wintergarten umfunktioniert werden, ein Erkerzimmer kann zu einem integrierten Wintergarten umgebaut werden und natürlich kann auch ein Anbau zu einem tollen Wintergarten werden.

    Soll ein Wintergarten gebaut werden oder vielleicht schon beim Hausbau eine Erweiterung des Wohnraums mit eingeplant werden, ist es sinnvoll, zunächst die Kosten zu überschlagen und ein Budget festzulegen. Auf Grund der vielen verschiedenen Ausführungen und unterschiedlichen Designs ist der Gesamtpreis nur schwer pauschal zu schätzen.

    Die Kosten im Detail

    Die Kosten eines Wintergartens sind abhängig von den Materialien. Beim Bau eines Wintergartens kann man zwischen Holz, Metall, einer Kombination aus Holz und Metall, Aluminium und Kunststoff wählen.

    Auch bei der Verglasung gibt es mehrere Möglichkeiten. Baut man einen Kaltwintergarten, der nur im Sommer nutzbar ist, kann mit einer Einfachverglasung gearbeitet werden. Möchte man den Wintergarten allerdings als zusätzlichen Wohnraum das ganze Jahr über nutzen, sollte eine Dreifachverglasung gewählt verwendet, die den Raum effektiv isoliert.

    In Anbetracht der Kosten ist hier der wichtigste Unterschied. Kaltwintergärten sind von der Konstruktion her einfacher und brauchen keine aufwändige Technik. Ab circa 5.000 Euro kann ein Kaltwintergarten gebaut werden. Ein Wohnwintergarten, samt Planung, Isolierung und Technik hingegen, fängt bei ca. 15.000 Euro an.

    Ein Wohnwintergarten

    Ein Wohnwintergarten benötigt im Gegensatz zu einem Kaltwintergarten ein Fundament aus Beton und Stahl, das die Lasten trägt und vor aufsteigender Feuchtigkeit schützt. Hier kann mit Kosten zwischen 3.000 und 4.000 Euro gerechnet werden.

    Außerdem gibt es Gläser, die vor Sonneneinstrahlung schützen, die Verschmutzung für einige Zeit verhindern oder besonders einbruchssicher sind. Auch die Be- und Entlüftung oder ein Heizsystem für den Wintergarten müssen in der Kalkulation berücksichtigt werden, soll ein Wohnwintergarten gebaut werden.

    Materialkosten für den Wintergarten

    Aluminium:Ein Wintergarten aus Aluminium ist die beliebteste Variante. Sie ist gleichzeitig leicht, stabil und sehr robust. Zudem lassen sich, um Kosten zu sparen, Türen und Fenster aus Kunststoff einsetzen.

    Holz:Konstruktionen aus Holz werden nur noch selten für den Bau von Wintergärten verwendet, da sie eine sehr sorgfältige und aufwändige Pflege benötigen. Auf Grund der verschiedenen Holzqualitäten ist der Preis eines Holzgerüst ist sehr variabel.

    Holz-Aluminium:Die Kombination aus Holz und Aluminium ist eine sehr beliebte Variante. Sie hat eine sehr gute Wärmedämmung und ist besonders stabil. Allerdings handelt es sich bei der Holz-Aluminium-Kombination um das wohl kostspieligste Material für den Bau eines Wintergartens.

    Kunststoff:Die Kombination aus Holz und Aluminium ist eine sehr beliebte Variante. Sie hat eine sehr gute Wärmedämmung und ist besonders stabil. Allerdings handelt es sich bei der Holz-Aluminium-Kombination um das wohl kostspieligste Material für den Bau eines Wintergartens.

    Neben den Kosten für das Material, müssen noch weitere Baukosten eingeplant werden. Für das Fundament sollten zusätzliche 4.000 bis 6.000 Euro kalkuliert werden.

    Arbeitskosten für den Wintergarten

    Bezüglich der Lieferung und Montage des Wintergartens kommt es in den häufigsten Fällen nicht zu extra Kosten. Bei den meisten Anbietern handelt es sich um Mischkalkulationen, in denen der Aufbau schon enthalten ist.

    Weitere Nebenkosten entstehen durch die Genehmigung und die Planung. Hier kann man mit circa 2.000 bis 3.600 Euro rechnen.

    Beachtenswertes beim Wintergartenbau

    Rechtliche Rahmenbedingungen

    Es ist leider nicht überall erlaubt einen Wintergarten zu bauen. Daher ist es unbedingt notwendig, sich zu aller erst bei der für das Grundstück zuständigen Baubehörde zu informieren.

    Der zweite Schritt ist der Antrag auf Baugenehmigung. Dieser muss in der Regel von einem vorlageberechtigtem Architekten, Ingenieur oder Fachplaner erstellt werden und an die zuständige Behörde weitergereicht werden. Erst mit der offiziellen Genehmigung des Bauvorhabens darf mit dem Bau begonnen werden.

    Klimaregulierung im Wohnintergarten

    Auf Grund der großen Glasflächen in einem Wintergarten, hat das Außenklima starken Einfluss auf das Raumklima. Besonders die Temperaturen können ohne ein richtiges Beschattungs-, Belüftung-, Klimatisierungs- oder Heizsystem extrem schwanken.

    Beschattungssystem- Schutz vor Hitze

    Während in den kalten Wintermonaten die Sonne immer willkommen ist, kann sie im Sommer schnell zum Problem werden. Hier ist das richtige Beschattungssystem nicht nur zum Wohlfühlen ein wichtiger Faktor, sondern sogar aus Energiespargründen verpflichtend. Gardinen und Rollläden sowie Pflanzen oder eine hochwertige Sonnenschutzverglasung können dafür sorgen, dass nicht zu viel Hitze entsteht.

    Ein gutes Belüftungssystem

    Auch ein gutes Belüftungssystem ist für den Wintergarten Gold wert. Besonders eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, die wegen des Kondenswasser-Niederschlags schnell entsteht, kann durch eine gute Lüftung vermieden werden.

    Sollte sowohl die Beschattung als auch die Belüftung den hohen Temperaturen nicht mehr entgegenwirken können, kann auch mit einer Klimaanlage reguliert werden. Allerdings darf diese, laut der Energiesparverordnung, nur eine Ergänzung sein und keinen Ersatz für Beschattung und Lüftung darstellen.

    Einrichtung des Wintergartens

    Auch beim Einrichten des Wintergartens gibt es einige Dinge, die beachtete werden sollten. Für einen kalten Wintergarten zum Beispiel eignen sich nur Gartenmöbel, da das Klima für Holz- oder Polster zu kalt und feucht ist. Wohnwintergärten sind, was die Art der Möblierung angeht, sehr unkompliziert. Nur wer sehr viele Pflanzen im Wintergarten hat, sollte bedenken, dass diese für eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit sorgen können. Dadurch könnte es zum Beispiel passieren, dass Polstermöbel schimmeln.

    Zudem kommt es in einem Wintergarten öfter vor, dass es hallt. Dem kann man mit ein paar kleinen Tricks entgegenwirken. Ein Teppich auf dem Boden, Gardinen an den Fenstern oder einige Pflanzen im Raum verteilt brechen den Schall und lassen die Akustik sofort besser werden.

    Checkbox zum Bau eines Wintergartens

    Vorbereitung des Wintergartenbaus:

    • Über die Art des Wintergartens entscheiden (Kaltwintergarten/Wohnwintergarten).
    • Einen geeigneten Ort auswählen.
    • Einen Statiker und einen Architekt für die Planung engagieren.
    • Die Größe des Wintergartens festlegen.
    • Eine Baugenehmigung einholen.
    • Die Kosten kalkulieren..

    Auswahl des Materials:

    • Ggf. Fundament für den Wintergarten planen.
    • Das Material für die tragende Konstruktion auswählen.
    • Die richtige Verglasung auswählen.
    • Wie soll beschattet, belüftet und geheizt werden?.

    Nach Fertigstellung des Wintergartens:

    • Ggf. Anbringen von Fliegengittern, um Insekten fernzuhalten.
    • Bekleben einiger Fenster, zum Beispiel mit Silhouetten von Greifvögeln um Kollisionen mit dem Glas zu verhindern
    • Überlegungen zur Begrünung des Wintergartens machen.
    • Einrichtung des neuen Wohnraums.
    • Die Akustik im Wintergarten durch kleine Tricks verbessern.

    Wintergarten bauen kosten

    Immer mehr Hauseigentümer erweitern ihr Haus und möchten einen Wintergarten bauen. Dabei steht nicht nur die optische Verschönerung im Vordergrund. Es gibt auch energietechnische Gründe, die für das Wintergarten bauen sprechen: Ein Wintergarten lockert die Fassade auf und wirkt sich dabei als Klimapuffer positiv auf die Energiebilanz des Hauses aus.

    Die falsche Planung und Konstruktion eines Wintergartens kann aber auch zur Energieverschwendung führen. Deshalb sollte ein Wintergarten unter energetischen Gesichtspunkten grundsätzlich nicht beheizt werden. Die Wände eines Wintergartens sind aus Glas und haben somit nur eine sehr geringe Isolierwirkung. Verglichen mit dem Energiebedarf gewöhnlicher Räume liegt der Energieverbrauch beim Beheizen eines Wintergartens um ein Vielfaches höher. Um Energie und damit Kosten zu sparen, haben wir Ihnen hier zunächst einige grundsätzliche Tipps für das Wintergarten bauen zusammengestellt.

    Tipps zum Energiesparen

    • Wählen Sie beim Wintergarten bauen immer die südliche Richtung aus, um ein Maximum an Licht und Wärme einzufangen
    • Verzichten Sie auf die Installation einer Heizung
    • Setzen Sie auf Senkrechtverglasung, denn diese leitet das Sonnenlicht besser
    • Schrägverglasung sollte, wenn möglich, vermieden werden
    • Sparen Sie nicht am falschen Ende und verwenden Sie eine hochwertige Verglasung
    • Gehen Sie auch bei der Pflanzenwahl sorgfältig vor. Kälteempfindliche Tropfenpflanzen gehören nicht in den Wintergarten. Experten empfehlen Gewächse wie Lorbeer, Fuchsien oder Agaven
    • Halten Sie Fenster und Türen zum Garten hin geschlossen, damit die Hitze nicht entweichen kann
    • Wählen Sie schon bei der Planung nachhaltige Energielieferanten

    Die Verglasung beim Wintergarten bauen

    Die Verglasung gehört zu den wichtigsten Energiespar-Aspekten beim Wintergarten bauen und sollte schon bei der Planung in die Bau- und Kostenrechnung mit einbezogen werden. Schrägverglasungen sind nicht energieeffizient. Sie sorgen im Sommer für Überhitzungen und bringen im Winter wegen der flach stehenden Sonne keinen Energiegewinn. Grundsätzlich sollten Sie beim Bau Ihres Wintergartens nur Qualitätsglas verwenden. Dieses ist nicht nur lange haltbar und robuster, sondern reduziert darüber hinaus ganz erheblich die Bildung von Kondenswasser. Dadurch bleibt der Wintergarten auch in der kälteren Jahreszeit frostfrei. Experten empfehlen eine Wärmeschutzverglasung mit einem U-Wert bis 1,1 W/m²K. Noch energiesparender wirken sich Dreifachverglasungen aus, denn sie isolieren besser und verringern den Wärmeverlust. Optimal sind Verglasungen von 0,6 W/m²K: Der Energieverlust ist dadurch sehr gering. Im Dachbereich empfiehlt sich eine Verglasung von 0,7 W/m²K.

    Die Befestigung des Glases kann auf verschiedene Arten erfolgen. Eine thermische Trennung unterstützt die Energiegewinnung, daher eignen sich besonders Aluminium-, Stahl- und Kunststoff-Konstruktionen. Holzwintergärten sollten Auflageprofile aus Aluminium oder Kunststoff haben. Dadurch werden gerade Holzsysteme optimal vor Witterungsschädigungen geschützt. Die Verglasungsprofile erhalten Sie in der Regel im Fachgeschäft oder Baumarkt als Komplettsysteme. Die Verarbeitung ist einfach: Sie setzen die Glashalterungen einfach auf die Holzkonstruktionen. Mittlerweile erhalten Sie auch thermisch getrennte Systeme, mit denen Sie noch mehr Energie einsparen können. Die Trennungssysteme separieren die kalte Außenseite thermisch von der warmen Innenseite. Greifen Sie bei der Verglasung der Seitenwände auf bereits fertig verglaste Fenster, Türen oder Schiebe- und Faltsystemen zurück. Eine Alternative sind Pfostenkonstruktionen mit eingesetzter Glashalterung.

    Die Ausrichtung des Wintergartens

    Die Ausrichtung des Wintergartens hängt natürlich von den örtlichen Begebenheiten ab. In einigen Fällen lohnt es sich, frühzeitig bei der Planung noch den Standort zu wechseln.

    Ausrichtung nach Süden

    Ein Wintergarten mit Ausrichtung nach Süden gilt energietechnisch als beste Lage. Er fängt die meisten Sonnenstrahlen ein und wird somit zu einem echten Energiesparer. Allerdings ist die Gefahr des Treibhauseffektes sehr groß, daher sollten Sie Ihren Wintergarten mit einem gut funktionierenden Belüftungs- und Beschattungssystem ausstatten. Verwenden Sie dafür grundsätzlich nur hochwertige Isoliergläser.

    Ausrichtung nach Norden

    Einen nach Norden ausgerichteten Wintergarten können Sie vielfältig nutzen, zum Beispiel als Büro oder Ruheraum. Er liefert das ganze Jahr über ein diffuses Streulicht. Die Energieeinsparung hält sich bei einer Nordausrichtung allerdings in Grenzen, denn gerade im Winter kommen Sie nicht ohne ein effizientes Heizungssystem aus. Eine Nordausrichtung ist nur dann empfehlenswert, wenn Sie den Wintergarten als eine Art Übergangszone zum Haus nutzen möchten.

    Ausrichtung nach Osten

    Ein nach Osten ausgerichteter Wintergarten ist in den Morgenstunden ein sehr guter Energielieferant. Deshalb nennt sich diese Art Wintergarten auch „Frühstücksseite“. Die am Morgen getankte Energie kann ab Mittag voll genutzt werden, denn dann ist der Wintergarten keiner direkten Sonneneinstrahlung mehr ausgesetzt. Ein Ost-Wintergarten eignet sich ideal für Grünpflanzen aller Art.

    Ausrichtung nach Westen

    Im West-Wintergarten genießen Sie überwiegend in den Abendstunden eine intensive Sonneneinstrahlung. Das bringt gerade im Frühjahr und Herbst Vorteile: Die gespeicherte Energie wärmt den Wintergarten in den Abendstunden auf.

    Bedenken Sie bei der Planung des Projekts »Wintergarten bauen«, dass es in unseren Breitengraden zu hohen Temperaturschwankungen kommen kann. Dadurch gibt es auch Unterschiede in der Energiegewinnung. In kälteren Gebieten lassen viele Wintergartenbesitzer, unabhängig vom Energieaspekt, ihren Wintergarten zusätzlich mit einer Heizung ausstatten. In wärmeren Gefilden kommen Wintergärten ohne ein gut funktionierendes Beschattungs- und Belüftungssystem überhaupt nicht aus.

    Für welchen Wintergarten Sie sich auch entscheiden, planen Sie immer ein Beschattungssystem mit ein. Es gibt eine ganze Reihe energiefreundliche Aspekte, die für ein Beschattungssystem sprechen:

    • Im Sommer kann die Luft schnell Temperaturen von über 40° C erreichen. Selbst ein nach Norden ausgerichteter Wintergarten kann Temperaturen von mindestens 35 °C erreichen.
    • Ohne ein funktionierendes Beschattungssystem leiden Ihre Pflanzen
    • Eine Beschattung dient als Blend- und Blickschutz

    Welche Gründe, auch hinsichtlich der Energiegewinnung, für eine Außen- oder eine Innenbeschattung Ihres Wintergartens sprechen, erfahren Sie hier:

    Die Außenbeschattung des Wintergartens

    Wie der Name schon sagt, wird eine Außenbeschattung außerhalb des Wintergartens angebracht. Der größte Teil der Wärme kann somit gar nicht erst in den Wintergarten eindringen. Dies sollte beim Wintergarten bauen unbedingt beachtet werden. Bei einer guten Außenbeschattung werden zwischen 60 und 80 Prozent der Wärme bereits außerhalb der Scheibe abgeblockt, wodurch eine Überhitzung des Wintergartens vermieden wird. Als nachteilig für die Optik könnte sich bei dieser Beschattung das Ausbleichen der verwendeten Textilstoffe erweisen, zudem können nicht alle Außenbeschattungssysteme bei Regen oder Wind eingesetzt werden. Dafür lassen sie sich aber leicht montieren. Sie können die Energiegewinnung regulieren, indem Sie sich für ein Außenbeschattungssystem mit automatischer Steuerung entscheiden.

    Die Innenbeschattung des Wintergartens

    Energietechnisch gesehen sind Innenbeschattungen weniger effizient. Das liegt daran, dass sie die Sonnenenergie erst dann blocken, wenn Sie bereits durch das Glas gedrungen ist. Abhilfe schaffen hier Folien mit einer speziellen Metallbeschichtung – diese können direkt beim Wintergarten bauen mit eingeplant werden. Halten Sie bei der Verwendung dieser Folien einen ausreichenden Abstand zum Glas ein, damit kein Hitzestau entsteht. Ansonsten kann es zu einem gefürchteten Glasbruch kommen. Innenbeschattungssysteme sind länger haltbar, da sie nicht Wind und Regen ausgesetzt sind.

    Auch unter dem Aspekt des Energiesparens entwickelt sich der Bau von Wintergärten stetig fort. Inzwischen können Sie auch auf Beschattungssysteme zwischen den Scheiben zurückgreifen. Dabei handelt es sich um Jalousien oder Folienrollos, die geschützt in mehrschichtigem Isolierglas angebracht sind. Diese Systeme sind zwar effizient, aber auch sehr kostspielig. Daher sollten Sie individuell entscheiden, ob sich die Anschaffung dieser teuren Systeme lohnt.

    Weniger kostspielig sind natürliche Beschattungssysteme. Statten Sie die Umgebung des Wintergartens mit Schatten spendenden Bäumen und Sträuchern aus. Diese Art der Beschattung hat einen Mehrwert, denn Sie halten die Zuluft, die beim Öffnen des Wintergartens entsteht, kühl und verhindern eine Überhitzung auf natürliche Weise.

    Die Belüftung des Wintergartens

    Wintergartenbesitzer kämpfen häufig mit folgenden Problemen:

    • Die Luft ist stickig
    • Die Scheiben beschlagen
    • Es tropft von der Decke
    • Der Wintergarten ähnelt eher einem Gewächshaus

    Vermeiden Sie mit einem energiefreundlichen Belüftungssystem von vorneherein solche Schwierigkeiten, denn eine gute Belüftung ist für den Wintergarten unerlässlich und muss schon vor dem Wintergarten bauen geplant werden. Fehlt die Belüftung, kann sich die Temperatur schnell immens aufheizen. Pflanzen gehen ein und auf Dauer wird auch der Konstruktion, oftmals sogar dem angrenzenden Haus, Schaden zugefügt. Damit ein Wintergarten ein Energiegewinner wird, müssen Sie in jedem Fall Kondenswasser verhindern. Hier gilt folgende Regel: Je höher die Raumtemperatur, desto mehr Feuchtigkeit kann die Luft aufnehmen. Beachten Sie, dass die Feuchtigkeit sich an kalten Scheiben niederschlägt und diese beschlagen. Die Feuchtigkeit setzt sich auch an der Hauswand ab und kann auf Dauer zu Schäden führen, im schlimmsten Fall geht die Beschädigung über die Fassade hinaus bis ins Innere des Gebäudes. Neben der schlechten Energiegewinnung kann eine unzureichende Belüftung auch den Befall von Schimmelpilz begünstigen. Eine ernst zu nehmende Bedrohung für die Bausubstanz.

    Für die Belüftung des Wintergartens können Sie verschiedene Belüftungsvarianten auswählen. Mischen Sie die Raumluft im Wintergarten mit Zuluft, denn Raumluft ist leichter und wärmer. Dadurch steigt diese nach oben, wo sie beispielsweise durch Abluftöffnungen entweichen kann. Im unteren Bereich strömt kältere Luft nach. Eine Strahllüftung entsteht.

    Sie können auch die Variante der Verdrängungslüftung wählen. Durch große Öffnungen führen Sie äußere Luft in den Wintergarten und die frische Luft drängt die verbrauchte Luft durch Abluftöffnungen nach außen.

    Die energiefreundlichste Belüftung ist die natürliche Belüftung des Wintergartens, welche Sie schon in der Planung des Wintergartens berücksichtigen sollten. Die Luftbewegung entsteht schon bei einer ausreichenden Fensterbelüftung, auch eine Fugenbelüftung ist zusätzlich möglich. Sie können sich auch alternativ für eine Lüftung via Dachaufsatz entscheiden. Bei dieser Schachtbelüftung müssen Sie die thermischen Effekte berücksichtigen, denn diese sind für die Temperaturunterschiede zwischen der Außen- und Innenluft entscheidend. Schon kleine Lüftungsöffnungen tragen ganz entscheidend zu guten Lüftungsergebnissen bei. Experten empfehlen eine Lüftungsöffnung, die diagonal gegenüberliegt. Nutzen Sie für die Zuluft Lamellenfenster oder so genannte Schiebelüfter, für die Abluft reicht ein aufklappbares Fenster völlig aus.

    Energieeffizient ist auch die mechanische Belüftung des Wintergartens, denn sie arbeitet unabhängig vom Wetter. Die mechanische Belüftung saugt verbrauchte Raumluft einfach ab und funktioniert auch bei fehlendem Druck durch Wind. Viele Wintergartenbesitzer schätzen die mechanischen Belüftungssysteme, fühlen sich aber durch Ihre Geräusche gestört. Eine mechanische Belüftungsanlage verursacht zudem laufende Kosten, da sie regelmäßig gereinigt werden muss. Ein mechanisches Belüftungssystem kann aus einer Abluft- oder Zuluft-Anlage bestehen. Eine Abluftanlage senkt den Luftdruck im Raum und lässt frische Luft nachströmen. Ein System mit Zuluft presst frische Luft in den Wintergarten hinein, wodurch ein Überdruck entsteht. Die verbrauchte Raumluft entweicht nach außen. Mechanische Belüftungssysteme mit einer 12-Volt-Solarzelle sind besonders energiesparend und umweltfreundlich.

    Die Bepflanzung des Wintergartens

    Auch die Wintergartenbepflanzung kann die Energiebilanz beeinflussen. Wählen Sie daher die Pflanzen für Ihren Wintergarten nach den thermischen Bedingungen aus. Grundsätzlich gilt folgende Empfehlung bei der Bepflanzung von Wintergärten:

    • Wählen sie ein bis drei Bäume oder Leitpflanzen, die für ausreichend Schatten sorgen
    • Kletterpflanzen sollten grundsätzlich nur die innere Hauswand beranken. Schneiden Sie die Ranken zurück, sobald diese die Scheiben erreichen. Das kommt der Energie zugute, denn die Pflanzen können das Belüftungssystem beeinträchtigen.
    • Verwenden Sie keine hochwachsenden Sträucher. Diese beeinträchtigen nicht nur die Sicht, sondern wirken sich negativ auf den Energiehaushalt aus, da Sie die Energiedurchlässigkeit beeinträchtigen.

    Selbst ein unbeheizter Wintergarten ist ein Pflanzenparadies für Energiebewusste. Das gilt aber nur, wenn Sie für den unbeheizten Wintergarten die richtige Bepflanzung auswählen. Für unbeheizte Wintergärten gelten folgende Regeln:

    • Im Herbst müssen die Pflanzen langsam an das Abhärten gewöhnt werden
    • Im Winter muss die Frosthärte erhalten bleiben
    • Im Frühjahr muss ein langsames und stetiges Erwachen der Pflanzen aus dem Winterschlaf erfolgen

    Daher gilt: Lüften Sie, wann immer es möglich ist! Sie erhalten die Frosthärte, wenn Sie schon bei Temperaturen ab 5° C ausreichend lüften. Durch offene Beete schützen Sie Ihre Pflanzen. Besonders eignen sich Pflanzen aus den südlichen USA, aus Ostasien und einzelnen Mittelmeergebieten zur Bepflanzung von unbeheizten Wintergärten. Ideal sind beispielsweise Feigen, Oliven, Kamelien oder Bambus.

    Eine gute Energielösung ist ein frostfreier Wintergarten, da er auch in kalten Winternächten noch Temperaturen von knapp über 0° C aufweist. Gerade an sonnigen Wintertagen kann die Sonnenenergie bei geschlossener Lüftung voll genutzt werden. Sie sparen Energie, denn nur für die Bepflanzung benötigen Sie keine zusätzliche Heizung. Allerdings sollten Sie auch hier die Pflanzen mit großer Sorgfalt auswählen. Neben den Pflanzenarten, die auch für einen ungeheizten Wintergarten geeignet sind, kommen für einen frostfreien Wintergarten auch Pflanzen aus Australien und Neuseeland in Frage. Empfehlenswert sind auch Gewächse aus den kälteren Gebieten des südlichen Afrikas. Unter energiesparenden und ökologischen Gesichtspunkten eignet sich der frostfreie Wintergarten hervorragend zur Optimierung von Kosten und Nutzen.

    Die Energiealternative: Der lauwarme Wintergarten

    Damit der Wintergarten nicht zum Energiefresser wird, bietet sich als Kompromisslösung der lauwarme Wintergarten an. Er eignet sich besonders für Bauherren, die unentschlossen sind. Ein lauwarmer Wintergarten bringt genügend Kühle, um klassische Kübelpflanzen zu beheimaten. Es gibt viele Pflanzen, die sich einem lauwarmen Wintergarten anpassen und auch mit warmen Temperaturen gut zurechtkommen. Dazu zählen zum Beispiel viele Zimmerpflanzen, aber in der Regel reicht die Wärme aus, um auch exotische Pflanzen zu beherbergen. Die optimale Temperatur liegt nachts zwischen 10 und 12° C. Bei diesen Temperaturen fühlen sich immergrüne Pflanzen aus Gebieten rund ums Mittelmeer, Südafrika, Südamerika oder den kühleren Gegenden Australiens und Neuseelands sehr wohl. Selbst subtropische Pflanzen wie Bougainvillea-Hybriden, Guaven, Hibisken oder Papayas gedeihen in lauwarmen Wintergärten gut.

    Energiebilanz schon bei der Planung einbeziehen!

    Vor dem Wintergarten bauen steht die Planung. Ein Wintergarten wird nur dann zum Energiesparer, wenn Sie Planungsfehler vermeiden. Folgende Kriterien sollten in die Planung mit einfließen:

    • Verringern Sie Überhitzungsprobleme, indem Sie den Wintergarten möglichst hoch bauen. Zweigeschossige Höhen sind ideal.
    • Zuluftöffnungen sollten Sie immer möglichst weit unten anbringen
    • Abluftöffnungen gehören so weit wie möglich nach oben, um den Kamineffekt auszunutzen
    • Dämmen Sie die Trennwand zum Wintergarten, so gut es geht. Die Trennwand sollte speicherfähig sein und viel Licht absorbieren. Empfehlenswert sind Wände mit Kerndämmung.
    • Der Boden muss eine große speicherfähige Masse aufweisen

    Auch unter Berücksichtigung energiesparender Maßnahmen ist der Wintergarten das ganze Jahr über nutzbar. Den Sommer über können Sie den Wintergarten als Wohnstube nutzen, bei gutem Wetter und guter Sonneneinstrahlung ist dies aber auch in der Übergangszeit, im Herbst oder Frühling, möglich.

    Sie können die Pflanzen und die Atmosphäre Ihres Wintergartens jedoch auch im Winter genießen, indem Sie bei der Planung auch den Umbau der angrenzenden Räume berücksichtigen. Die Trennwand zwischen Haus und Wintergarten darf ruhig ein großes Fenster haben. Machen Sie den angrenzenden Raum zum Esszimmer oder richten Sie dort ihr Büro ein. Das Licht des Wintergartens fällt auch in dieses Zimmer hinein und dank eines Fensters können Sie sich auch an der winterlichen Pflanzenpracht erfreuen. Sie verlieren keine Energie, da Ihr Wohnraum sowieso beheizt ist.

    Bianca Brieden ist Online Media Verantwortliche bei der PrizeWize Deutschland GmbH, dem neuen Vergleichsportal für Energietarife. Sie hat Ihr privates Interesse zum Beruf gemacht und referiert seither über die sinnvolle Umsetzung von Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

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    Durch einen Wintergarten schaffen Sie mehr Wohnraum, einen verbesserten Lichteinfall und eine Möglichkeit, um Ihre Pflanzen geschützt überwintern zu lassen. Im folgenden Artikel erhalten Sie Informationen rund um die Kosten, Vorteile, Nachteile und Förderung für Wintergärten.

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    Allgemeines zum Wintergarten

    Ein Wintergarten ist ein Anbau an ein bestehendes Gebäude oder ein selbstständiges Bauwerk, dessen Dach und Seitenwände größtenteils aus Glas bestehen. In Deutschland empfiehlt sich die Ausrichtung gen Süden, um die Sonneneinstrahlung optimal zu nutzen. Der Wintergarten wirkt als Wärmepuffer zwischen Wohnhaus und kalter Außenluft, wenn er mit dem Wohnhaus verbunden wird. Es ist aber zu berücksichtigen, dass durch die große Glasfläche auch viel Wärme verloren geht. Deshalb ist es essentiell, den Wintergarten fachmännisch zu planen und zu bauen, um Energieverluste zu minimieren.

    Ein richtig konstruierter Wintergarten nutzt zudem den sogenannten Glashauseffekt und ermöglicht damit das Überwintern vieler Pflanzen, die ohne diesen Schutz eingehen würden. Beim Glashauseffekt wird die Sonnenenergie anstelle von konventionellen Heiztechniken zum Aufheizen der Innenluft genutzt. Ein Wintergarten ist abzugrenzen von Gewächshäusern, die für die professionelle Pflanzenzucht vorgesehen sind und auch von überdachten Terrassen mit seitlichem Windschutz.

    Verschiedene Bauarten des Wintergartens

    Es ist wichtig zu bestimmen, welche Bauart eines Wintergarten die eigenen Bedürfnisse am besten erfüllt. Hierbei gilt es herauszufinden, ob ein Kaltwintergarten oder ein warmer Wintergarten besser geeignet ist.

    Ein Kaltwintergarten wird nicht beheizt. Er ist günstiger als ein warmer Wintergarten und kann für Pflanzen als Überwinterungsquartier genutzt werden. Allerdings ist er auch nicht so stabil und neigt zu Kondenswasser und Schimmelbildung. Sie haben einen weiteren Aufenthaltsbereich im Frühling und Herbst, aber keine zusätzliche Wohnfläche im Winter gewonnen.

    Der warme Wintergarten wird auch Wohnwintergarten genannt, da er ganzjährig auf über 19 Grad Celsius geheizt wird und somit zu jeder Jahreszeit bewohnbar ist. Dieser Wohnwintergarten ist notwendigerweise besser isoliert, beispielsweise durch Mehrfachverglasung. Er muss höhere Anforderungen hinsichtlich Energieeinsparung und Baugenehmigung erfüllen. Wenn man sich nicht entscheiden kann, ist ein temperierter Wintergarten anzudenken, dieser wird in der Heizperiode etwas beheizt (aber nicht auf Wohntemperatur), damit die Pflanzen überleben.

    Material für den Bau von Wintergärten

    Die gängigen Verbindungselemente zwischen dem Glas sind Aluminium, Holz und Kunststoff. Selbstverständlich sind auch Mischungen denkbar, beispielsweise aus Holz mit Aluminiumumschichtung. Jede Bauart hat ihre Vor- und Nachteile, z. B. ist Holz edel mit hohem Wohlfühlfaktor, Kunststoff günstig und Aluminium pflegeleicht.

    Es gilt, sich bereits bei der Planung seine Ansprüche klarzumachen und das richtige Material auszuwählen, da sich dies im weiteren Planungsprozess und Preis stark niederschlägt.

    Fenster für den Wintergarten

    Ein Wintergarten besteht zu größten Teilen aus Glas, deshalb ist die Wahl der Fenster essentiell für die Eigenschaften des Wintergartens. In den Bereichen Energieeffizienz, Schallschutz, Preis und Sicherheit unterscheiden sich Fenster sehr stark. Der Preis steigt mit der Komplexität: Wenn Sie eine einbruchsichere, schallschützende und selbstreinigende 3-fach Verglasung wollen, müssen Sie auch bereit sein, deutlich mehr zu bezahlen als für eine 2-fach Verglasung ohne diese Eigenschaften.

    Durch die Verwendung von Isolierglas kann eine deutlich höhere Energieeffizienz Ihres Wintergartens erzielt werden. Isolierglas besteht aus einer Verbindung von zwei oder drei Glasscheiben, welche durch Abstandhalter und Dichtstoff zusammengefügt sind. Die Räume zwischen den Scheiben werden mit einem Edelgas-Luft Gemisch gefüllt und somit zum Dämmen genutzt, auch spezielle isolierende Beschichtungen werden angewendet. Bei der Sicherheit gilt es zwei Aspekte zu berücksichtigen: Das Glas sollte wetterfest sein und auch einbruchsicher. Es muss deshalb bei einer Glasverdachung Verbundsicherheitsglas verwendet werden, um die Gefahr von Glasbruch zu vermeiden. Auch für Seitenwände könnte bei Wohnwintergärten zum Schutz gegen Einbrüche Verbundsicherheitsglas verwendet werden.

    Wenn Ihr Wintergarten in der Nähe zu sehr lauten Geräuschquellen gebaut wird, bietet es sich an, auf spezielle Fenster zu setzen, die einen besonders hohen Schalldämmwert haben. Generell wirkt sich ein vor dem Haus gelagerter Wintergarten schallschützend gegenüber den dahinter liegenden Räumen aus.

    Wintergarten – Vorteile und Nachteile

    Um Ihnen eine Übersicht über die wichtigsten Vorteile und Nachteile zu verschaffen, haben wir im Folgenden eine Tabelle für Sie angelegt:

    Preisvergleich: Übliche Kosten für einen Wintergarten

    Die Kosten für einen Wintergarten sind so breit gefächert wie seine Ausführungsmöglichkeiten in der Praxis. Entscheidende Kostenfaktoren sind die Größe, das verwendete Material und etwaige Zusatzbauteile wie die Wintergartenbeschattung. Die Preisspanne liegt in der Regel zwischen 5.000 Euro und 40.000 Euro. Im Schnitt zahlen Sie zwischen 15.000 und 20.000 Euro. Nach oben hin sind den Kosten keine Grenzen gesetzt, da es viele luxuriöse Extras gibt, die in einem Wintergarten verbaut werden können.

    Staatliche Förderung für Ihren Wintergarten

    In der Regel ist ein Wintergarten nicht staatlich gefördert, nur unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, eine KfW-Förderung zu bekommen. KfW ist die Kurzform der Kreditanstalt für Wiederaufbau, die unter anderem energiebewusstes Bauen und Sanieren fördert. Hierbei stehen Ihnen grundsätzlich die folgenden Förderprogramme zur Verfügung:

    1. Bei einem energieeffizienten Neubau ist es möglich, einen Wintergarten in die Förderung einzubeziehen. Hierbei wird der Wintergarten nicht direkt, sondern im Rahmen eines insgesamt energetischen Neubaus gefördert. Über das Förderprodukt 153 vergibt die KfW einen günstigen, langfristigen Kredit für Häuser, die weniger als 70 Prozent Energie eines normalen Neubaus verbrauchen.

    2. Außerdem ist für einen altersgerechten Umbau eine Förderung durch zinsgünstige Kredite (Programm 159) möglich. Der Kreditbetrag der KfW beträgt höchstens 50.000 Euro. Gefördert wird hier der Abbau von Barrieren, die Schaffung von Bewegungsflächen und Maßnahmen zum Wetterschutz im Eingangsbereich. Dies ist beispielsweise durch einen Wintergarten zu realisieren.

    3. Bei einem vorhandenen Wintergarten werden energetische Sanierungen gefördert in Form von neuen energiesparenden Fenstern. Der Zinsgünstige KfW-Kredit (Programm 151) ist bei Einzelmaßnahmen für einen Betrag von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit möglich. Statt dem Kredit können Wintergartenbesitzer auch einen Zuschuss (Programm 430) beantragen. Bei Einzelmaßnahmen beträgt der Zuschuss 10,0 Prozent und höchstens 5.000 Euro. Die Chancen auf eine Förderung beim altersgerechten Umbau sind höher als die beim energetischen Sanieren.

    Selber bauen mit dem Wintergarten-Bausatz

    Bei den Kosten für einen Wintergarten überlegt der ein oder andere vielleicht, das Bauvorhaben in Eigenregie zu realisieren. Dabei besteht die Besonderheit darin, dass ein Wintergarten von oben nach unten aufgebaut wird. Begonnen wird damit, das Fundament auszuheben und einen schweren Hauswandträger zu montieren. Anschließend wird der Dachrahmen mit den Seitenkonstruktionen befestigt. Desweiteren wird das Fundament gemauert und Glas in den Rahmen gesetzt. Wichtig ist hierbei, dass die Dichtungen zwischen Glas und Rahmen gut versiegelt sind. Im Anschluss werden die Lüftung und Heizung eingebaut und abschließend der Boden verlegt und eventuell eine Beschattung eingebaut.

    Eine professionelle Beratung und Planung sind wichtig. Hierbei ist es förderlich, wenn man weiß, was man will, damit der Wintergarten entsprechend dem gewünschten Ziel geplant werden kann. Beim Bau eines Wintergartens müssen komplexe Details berücksichtigt werden, diese betreffen z. B. Beschattung, Belüftung und Statik. Kleine Fehler können zu hohen Folgekosten führen und die Qualität des Wintergartens massiv einschränken. Beispielsweise können Fehler bei der Belüftung zu Schimmelbildung führen. Deshalb ist es sinnvoll, bei der Planung und Umsetzung die Fachkompetenz von externen Experten zu nutzen, beispielsweise kann ein Fachmann die Statik berechnen.

    Abgesehen von diesen vielen organisatorischen Schritten ist auch die eigentliche fehlerfreie Errichtung des Wintergartens durchaus komplex. Erfahrene Fachbetriebe vollziehen diese Arbeit jedoch äußerst routiniert und garantieren ein qualitativ hochwertiges Ergebnis. Unangenehme Mehrkosten und einen erhöhten Stresspegel können Sie sich somit sparen.

    Wintergarten mit oder ohne Baugenehmigung?

    Ob eine Genehmigung für den Bau eines Wintergartens benötigt wird, ist vom Bundesland abhängig. In den meisten Fällen ist für Glasanbauten jedoch eine Baugenehmigung erforderlich, insbesondere wenn eine direkte Verbindung zum Wohnhaus besteht, der Anbau beheizt ist oder in der Nähe zum Nachbargrundstück gebaut werden soll. Es ist wichtig, sich vor dem Bau über Baugenehmigungen zu informieren, nachträgliche Änderungen können sehr kompliziert werden.

    Da eine genaue Auskunft von vielen Faktoren abhängig ist, ist es zu empfehlen, in schwierigen Fällen Fachleute hinzuzuziehen. Die örtlichen Bauämter sind dazu verpflichtet, Bauinteressenten bereits im Vorstadium gebührenfrei zu beraten. Das Gespräch mit Bauamt und Nachbarn sollte deshalb früh gesucht werden. Der Bauantrag wird schriftlich bei der zuständigen Verwaltungsstelle gestellt (Rathaus oder Bürgermeisteramt). Kaltwintergärten mit genug Abstand zu den Nachbarn und ohne Verbindung zum Außenbereich können Baugenehmigungsfrei sein. Es ist trotzdem besser, sich mit dem zuständigen Amt kurzzuschließen.

    Wintergartenbeschattung

    Die Wintergartenbeschattung ist ein relevantes Thema, da Wintergärten besonders viele lichtdurchlässige Glasflächen haben. Der gewünschte Sonneneinfall kann auch schnell zum Problem werden, z. B. wenn sich im Sommer der Wintergarten zu stark aufheizt. Um sich davor zu schützen, sollte bereits beim Bau eines Wintergartens berücksichtigt werden, wie dieser beschattet werden kann und die Kosten dafür miteinkalkuliert werden.

    Hierbei gibt es neben der natürlichen Beschattung durch Bäume noch viele andere Möglichkeiten: von außen mit Markisen und Sonnensegeln oder von innen mit Rollos, Plissees, Faltwänden oder Jalousien. Hierbei gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten, bei der Wintergartenbeschattung individuelle Lösungen für sehr unterschiedliche Wintergärten und Preisgruppen zu entwickeln.

    Wintergarten gebraucht kaufen?

    Diverse Internetbörsen bieten verschiedenste Angebote für einen gebrauchten Wintergarten an. Hierbei gibt es einige kritische Aspekte zu berücksichtigen: Es ist nicht gesichert, dass der Wintergarten problemlos auch bei Ihnen im Garten aufgebaut werden kann. Probleme können sich in den Bereichen Belüftung, Beschattung und Statik auftun. Auch können bei gebrauchten Wintergärten Mängel vorliegen, die nicht sofort ersichtlich sind.

    Im Vergleich zu neuen Wintergärten liegt bei einem gebrauchten Wintergarten oft eine geringere Energieeffizienz vor. Auch die Frage nach der Garantie auf den gebrauchten Wintergarten ist zu klären. Diese Ungewissheiten können hohe Folgekosten nach sich ziehen. Insgesamt sollte ein Wintergarten für individuelle Bedürfnisse angepasst werden und im Voraus mit Fachmännern geplant werden. Zu berücksichtigen ist, dass ein Wintergarten kein Zelt ist, welches überall auf- und abbaubar ist.

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    Источники: http://www.my-hammer.de/preisradar/was-kostet-wintergarten-bauen/, http://www.bau-welt.de/bauteile/anbau/wintergarten/wintergarten-bauen.html, http://www.energieheld.de/fenster/wintergarten

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