Wie oft parkett schleifen

    0
    19

    Parkett abschleifen: Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

    Parkett war vor vielen Jahren der wohl beliebteste Bodenbelag in vielen Ländern, darunter auch Deutschland. Später kamen neue Bodenbeläge hinzu, mit dem Parkett konkurrieren musste. Inzwischen feiert der natürliche Bodenbelag aus Holz sein Comeback – und das hat einen guten Grund. Da er aus Holz besteht, kann er immer wieder abgeschliffen werden. Durch den Abschliff und die anschließende Behandlung mit Öl oder einem anderen Produkt erhält das Parkett einen neuen Glanz, sodass es wie am ersten Tag aussieht. Diese Prozedur können Besitzer dieses Bodenbelags mehrere Male wiederholen, sodass Parkett eine besonders lange Lebensdauer hat.

    Parkett selbst abschleifen oder abschleifen lassen?

    Heimwerker möchten immer wissen, wie viel Geld sie eine Leistung kostet. Die meisten Heimwerker sind Fans der Eigenleistung, jedoch darf die Qualität nicht darunter leiden. Bestimmte Leistungen überlassen sie deshalb den Profis. Ist das auch beim Abschleifen nötig? Das kommt drauf an.

    Um die Frage zu beantworten, wer sich um das Abschleifen kümmern sollte, müssen zunächst mehrere Fragen geklärt werden:

    1. Hat der Heimwerker jemals Parkett abgeschliffen oder kennt er zumindest die Abläufe?
    2. Besitzt der Heimwerker ausreichend Zeit und das benötigte Werkzeug zum Abschleifen von Parkett?
    3. Ist der Heimwerker bereit, Investitionen in das Werkzeug zu tätigen (kaufen oder mieten)?

    Heimwerker sind grundsätzlich Menschen, die Eigenleistung bevorzugen. Diese sollte aber nicht automatisch die Regel sein, denn im Vordergrund stehen immer Qualität und Kostenaufwand. Ziel ist es, ein Projekt zu Hause möglichst effizient durchzuführen.

    Zum Abschleifen von Parkett benötigen Heimwerker zunächst eine Schleifmaschine. Diese können Heimwerker kaufen, müssen sie aber nicht. In praktisch jedem Fachgeschäft oder Baumarkt kann sie gemietet werden. Die Kosten sind von Anbieter zu Anbieter verschieden. Einige Baumärkte berechnen rund 32 Euro für vier Stunden, der Stundenpreis liegt also bei acht Euro. Bei anderen Anbietern ist eine kleine Parkettschleifmaschine ab 40 Euro und ein größeres Gerät ab 74 Euro pro Tag erhältlich. Je nachdem, welche Fläche abgeschliffen werden soll, ist zu prüfen, ob das Mieten pro Stunde oder pro Tag rentabler ist. Auch die Preise zwischen den Anbietern sowie die Leistungen der Geräte sollten vergleichen werden.

    Wer sich dafür entscheidet, einem Handwerksbetrieb die Arbeit zu überlassen, der zahlt für den gesamten Service. Auch hier gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Anbietern. Einige schleifen das Parkett ab, bieten aber keine Versiegelung an.

    Die meisten Betriebe rechnen pro Quadratmeter ab. Günstige Kosten deuten darauf hin, dass im Preis keine Endreinigung inbegriffen ist. Jede Zusatzleistung kostet extra und wird mit Sicherheit pro Stunde abgerechnet.

    Seriöse Fachbetriebe haben höhere Preise, bieten für ihre Leistung aber auch eine Gewährleistung an. Das ist durchaus wichtig, denn einen beschädigten Parkettboden reparieren kann für Heimwerker teuer werden.

    Rechenbeispiel zum Abschleifen des Parketts durch einen Dienstleister

    Die Kosten zum Abschleifen des Parketts hängen maßgeblich davon ab, ob und welche Arbeiten der Heimwerker selbst übernimmt. Angenommen wer möchte das Abschleifen von einem Fachbetrieb vornehmen lassen und versiegelt selbst. In diesem Fall sollte er dennoch alle Vorbereitungen treffen, damit der Betrieb tatsächlich nur abschleifen muss.

    Folgende Arbeiten fallen an:

    • Zimmer komplett ausräumen
    • das Zimmer besenrein säubern
    • Sockelleisten abschrauben und entfernen

    Für das Abschleifen des Parkettbodens durch einen Handwerker ist von einem Preis von 15 bis 20 Euro auszugehen. Soll die Versiegelung hinzukommen, sind die Kosten etwa doppelt so hoch.

    Die nachfolgende Tabelle zeigt, welche Kosten für das Abschleifen sowie das Abschleifen inklusive Versiegelung anfallen könnten:

    Heimwerker können sparen, indem sie die Endreinigung sowie Montage der Sockelleisten selbst übernehmen. Angenommen die Endreinigung kostet 40 Euro, dann würde der Gesamtpreis auf 470 beziehungsweise 770 Euro senken – eine Einsparung von immerhin 100 Euro. Wenn man das Parkett in mehreren Zimmern abschleifen lässt, macht die Einsparung in Höhe von 100 Euro je Raum einen großen Unterschied.

    Kostenberechnung für das Abschleifen in Eigenregie

    Nachfolgend möchten wir zeigen, was es Heimwerker kostet, das Parkett in Eigenregie abzuschleifen. Wir gehen davon aus, dass der Heimwerker keine Schleifmaschine besitzt und diese ausleihen muss.

    Die Kosten sehen wie folgt aus:

    Im Preis nicht inbegriffen ist der Zeitaufwand, der nur schwer in Kosten beschrieben werden kann. Heimwerker sollten aber damit rechnen, einen gesamten Tag am Wochenende für die Arbeiten zu investieren. Das Abschleifen des Parketts in Eigenregie ist durchaus günstiger, jedoch auch mit viel Arbeit verbunden.

    Wie oft sollte man das Parkett abschleifen?

    Wie oft der Parkettboden abgeschliffen werden muss, kann pauschal nicht beantwortet werden. Entscheidend ist, auf welche Weise, wie stark und wie oft der Boden belastet wird. Ein Parkettboden in einem Großfamilienhaushalt mit Kindern und Tieren wird stärker belastet als jener in einem Zweipersonenhaushalt, in dem ein berufstätiges Paar wohnt, welches spät abends nach Hause kommt.

    Generell ist darauf zu achten, den Parkettboden nicht unnötig zu belasten, beispielsweise durch das Schuhwerk oder Möbelstücke. Im gesamten Haushalt sollten die Bewohner Hausschuhe tragen, deren Sohle weich ist. Durch die tägliche Reinigung des Bodenbelags wird vermieden, dass kleine Staubkörnchen herumgetragen werden und den Boden zerkratzen. Zusätzlich ist es sinnvoll, die Möbelstücke mit Dämpfern auszustatten, damit sie nicht das Parkett zerkratzen.

    Zusammenfassung

    Das Abschleifen von Parkett ist eine notwendige Maßnahme, um die Lebensdauer des Bodenbelags zu verlängern. Die Höhe der anfallenden Kosten hängt davon ab, wie viel Eigenleistung Heimwerker ausführen. Je größer die Eigenleistung, desto geringer die Kosten.

    1. Preise betragen 20 (abschleifen) beziehungsweise 35 € (abschleifen + versiegeln)
    2. 20 lfdm Sockelleisten × 3 €
    3. Pauschale pro Kilometer liegt bei 5 €
    4. Zeitaufwand: 4 Std.; Preis: 8 € je Std.
    5. 1-Liter-Eimer
    6. Verbrauch: 100 ml je Quadratmeter; 1 l = 26 €

    Artikelbild: © vvoe / Shutterstock

    2 Kommentare

    1. Oliver H. 10.10.2017 04:11 Uhr

    als Selbstständiger Parkettleger möchte ich gerne noch jedem Leser dieses Beitrages einen kleinen Gedankenanstoß geben. Wer sich dafür entscheiden sollte das Abschleifen und Versiegeln auf eigene Fast durchzuführen, sollte sich vorher schon einmal drauf einstellen, dass das eine Heidenarbeit ist. Das mag zwar mit einem Handschleifer gehen, aber ab einer gewissen Raumgröße sollte man dann doch lieber einen Dienstleister kontaktieren. Immerhin hält das aufgearbeitete Parkett dann auch wieder viele Jahre. Mit unserer Schleifmaschine ist die Arbeit deutlich schneller absolviert als mit einem Handschleifer.

    Ich als Parkettleger kann nur empfehlen wirklich ein Fachmann an die Sache zu lassen, es betrifft in der Regel wie es geschliffen werden muss, und auch die zwischen Abläufe, Natürlich kann es ein Heimwerker machen aber da besteht die Voraussetzung das es nähr schlimmer aussieht wie vorher!

    Um Zeit und Geld zu sparen ist mein Moto lieber ein Profi ans Werk zu lassen.

    Wie oft parkett schleifen

    Parkett abschleifen – Das sollten Sie beachten

    29.01.2014, 12:28 Uhr | sa (IP)

    Parkett sorgt für eine angenehme Wohnatmosphäre und ist langlebig. Dennoch kann eine Neuversieglung mit vorhergehendem Abschleifen notwendig werden. Sind Sie handwerklich begabt und haben bereits Erfahrung in diesem Bereich, schaffen Sie dies mit den richtigen Tipps, alle anderen sollten dagegen die Hilfe von Fachleuten in Anspruch nehmen.

    Wann und warum ist ein Abschleifen notwendig?

    Auch bei guter Pflege des Parketts ist ein Abschleifen früher oder später notwendig. Zehn bis 15 Jahre sind hierfür ein normaler Zeitrahmen. Nehmen Flecken und Kratzer in dem Maße überhand, dass sie die Ästhetik einschränken, ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Wie oft Sie Ihr Parkett abschleifen müssen, hängt auch davon ab, wie dick das Holz ist. Bei älteren Massivholzdielen ist das häufiger der Fall, bei modernem und dünnerem Schichtparkett wesentlich seltener.

    Mieter sind nach Aussagen des Mieterschutzbundes übrigens nicht dazu verpflichtet, Abschleifen, Versiegeln oder gar einen neuen Bodenbelag zu zahlen. Sie können nur dann haftbar gemacht werden, wenn das Parkett tatsächlich Schäden genommen hat. Klauseln, bei denen diese Arbeiten unter Schönheitsreparaturen fallen, sind somit hinfällig, wie das „Mietrechtslexikon“ in seiner Online-Ausgabe verrät.

    Parkett selbst abschleifen

    Schleifen Sie Parkett nur selbst ab, wenn Sie über das notwendige Fachwissen und handwerkliche Fähigkeiten verfügen. Bei altem Parkett oder Holzdielen beurteilt im Zweifelsfall am besten ein Fachmann, ob sie noch einmal abgeschliffen werden können. Ist dies der Fall, sollten Sie eine professionelle Schleifmaschine ausleihen, wobei Teller- oder Walzschleifmaschinen am besten geeignet sind.

    Außerdem von Vorteil ist, wenn Sie mit einem Staubrückhaltesystem ausgestattet sind, um das erhebliche Staubaufkommen zu reduzieren.

    Achten Sie beim Abschleifen schließlich darauf, dass die Maschine in einem konstanten Tempo bewegt wird, ohne dass die Richtung sich ändert. Vertiefungen, die sich nicht leicht wieder beseitigen lassen, sind andernfalls die Folge. Wiederholen Sie den Abschleifvorgang mehrere Male mit unterschiedlicher Körnung und saugen Sie jedes Mal den Boden gründlich ab. Nachdem Sie das Parkett abgeschliffen haben, folgt die Versiegelung oder ein Ölen des Bodens.

    Vom Profi das Parkett abschleifen lassen

    Das Abschleifen ist für Laien kaum fachgerecht durchführbar und vor allem sehr anstrengend. Gerade der dabei entstehende Staub kann belastend sein. Parkett ist jedoch wertvoll und kann bei mangelnder Fachkenntnis schnell dauerhaft beschädigt werden. Sind Sie handwerklich weniger begabt, sollten Sie Ihr Parkett daher lieber von einem Experten abschleifen lassen.

    Gleiches gilt für Hartholzparkett, da der Staub im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Die Preise variieren dabei erheblich, sodass es sich in jedem Fall lohnt, Angebote von unterschiedlichen Firmen einzuholen.

    Grundsätzlich sollten Sie jedoch mit zwanzig bis dreißig Euro pro Quadratmeter rechnen. Eine anschließende Versiegelung sollte ebenfalls von Fachkräften durchgeführt werden. Viele Firmen bieten Ihnen hierfür Komplettpreise an, die Ersparnisse ermöglichen. Wer auszieht, muss übrigens nicht zwangsläufig das ganze Parkett abschleifen lassen. Häufig genügt bereits das Ausbessern einzelner Stellen.

    KOMMENTARE (0)

    Mehr zum Thema
    Shopping
    Funktionswäsche – für die kalten Wintertage
    jetzt bei Lidl.de
    Festliche Looks für strahlend schöne Feiertage
    gefunden auf otto.de

    Newsletter bestellen

    Tagesanbruch:

    Jeden morgen wissen, was wichtig ist

    Abonnieren Sie den Newsletter unserer Chefredaktion und wir schicken Ihnen jeden Morgen einen Überblick über die Top-Themen des Tages.

    Parkettboden abschleifen: Typische Fehler vermeiden

    Holz-Parkett zeigt nach einigen Jahren Abnutzungserscheinungen: Dellen durch Absätze, Kratzer oder Laufwege zeichnen sich durch das ständige Ablagern feiner Schmutzpartikel von Schuhsohlen ab. Heimwerker können diese hässlichen Gebrauchsspuren aber selbst entfernen und das Parkett wieder auf Hochglanz bringen. Dafür müssen nur der Lack und eine Schicht Holz ab.

    Zuerst wird der alte Boden bis auf das rohe Holz abgeschliffen. «Wie oft dies möglich ist, hängt von der Art des Parketts und der Dicke der Echtholz-Laufschicht ab», erklärt Michael Pommer von der DIY-Academy in Köln. Mehrschichtparkett, auch Fertigparkett genannt, gebe es mit einer Schicht von 2,5 bis 6 Millimetern. Massivparkett besteht aus bis zu 22 Millimeter dickem massiven Holz. Bis zu einem Millimeter werde beim Renovieren abgetragen- daher sei besonders beim Abschleifen eines Mehrschichtparketts Vorsicht geboten.

    Walz- oder Tellerschleifmaschinen für die Flächen

    Die alte Lackschicht sollte mit professionellen Schleifmaschinen entfernt werden. «Walz- oder Tellerschleifer sind hierfür gut geeignet», erklärt Pommer. Maschinen zum Mieten gibt es im Baumarkt. Der Randbereich in Räumen und die Flächen unter Heizkörpern lässt sich aber nicht damit abschleifen. Hier sollte ein Seitenschleifer zum Einsatz kommen, der ebenfalls ausgeliehen werden kann.

    Holzstaub mit Staubrückhaltesystem einfangen

    Ein Problem beim Parkettabschleifen ist der feine Holzstaub, der im Zimmer aufgewirbelt wird. «Das Boden-Schleifgerät sollte immer mit einem Staubrückhaltesystem ausgestattet sein», rät Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut in München. Denn der Staub sei nicht nur unangenehm: Die Feinstäube von Harthölzern wie Eiche stehen im Verdacht, Lungenkrebs auslösen zu können. Das Institut empfiehlt daher, das Abschleifen von solchen Harthölzern Profis wie einem Bodenleger zu überlassen.

    Schleifen mit der Schleifmaschine: Richtung nicht verändern

    Die Handhabung von Schleifmaschinen ist für Laien nicht einfach. Das Gerät muss ruhig und gleichmäßig über die Oberfläche geführt werden. Solange die Maschine arbeitet, muss sie sich konstant über die Oberfläche bewegen. Dabei darf die Schleifrichtung nicht verändert werden. Sonst entstehen Vertiefungen, die sich nicht mehr beseitigen lassen. Oder es wird stellenweise zu viel Holz abgeschliffen. Gab es mal ein Malheur, hat Pommer eine Lösung: «Zeigen sich während des Schliffes feine Risse oder Fugen, können diese mit einer Paste, die aus dem feinen Schleifstaub des letzten Schleifganges und Versiegelungslack gemischt wird, ausgebessert werden.»

    Erst Grob- dann Feinschliff

    Um die Lackschicht restlos zu entfernen, muss der Boden mehrmals mit Schleifpapier verschiedener Körnung abgeschliffen werden, sagt Pommer. Danach folge ein Feinschliff mit Papier der Körnungsstärke 100 oder 120. Nach jedem Schleifgang wird der Boden gründlich abgesaugt.

    Zum Abschluss braucht der Boden eine Oberflächenbehandlung, die dem Parkett neuen Glanz verleiht und es schützt. «War der Boden früher mit Lack versiegelt, kann man ihn nach dem vollständigen Entfernen der Lackschicht auch ölen oder wachsen», sagt Ludger Küper, Direktor des Paint Quality Institute im hessischen Schwalbach. Öl und Wachs hätten den Vorteil, dass bei kleinen beschädigten Stellen im Boden nur diese geschliffen und neu geölt werden müssen. Bei einer Versiegelung mit Lack dagegen müsse jeweils der ganze Boden abgeschliffen und komplett neu versiegelt werden. Lackierte Böden seien aber widerstandsfähiger.

    Mieter müssen für Schäden aufkommen

    Bei aller Freude am Selbermachen: Heimwerker sollten sich aber gut überlegen, ob sie sich die Arbeit zutrauen. Denn ein Parkett zu renovieren, ist kein einfacher Handstreich. «Bei Wohnungen mit Parkettboden kann der Vermieter den Mieter für mögliche Schäden beim Renovieren regresspflichtig machen», warnt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund in Berlin. Ist das Parkett in Mietwohnungen beschädigt, gehöre es zu den Verpflichtungen des Vermieters, dies zu reparieren.

    Источники: http://www.heimhelden.de/parkett-abschleifen-kosten, http://www.t-online.de/heim-garten/bauen/id_67089926/parkett-abschleifen-der-richtige-zeitpunkt-und-die-beste-methode.html, http://www.berlin.de/special/immobilien-und-wohnen/renovieren/2371421-744390-parkettboden-abschleifen-typische-fehler.html

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here