Welche wand farbig streichen

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    Die Wand bunt streichen – Ideen rund um Farbwirkung und farbige Wände

    Farben wirken auf uns. Das ist klar! Allerdings müssen wir bei unserer Farbwahrnehmung zwei Dinge unterscheiden: Wir nehmen eine Farbe manchmal bewusst wahr. Dann denken wir „Oh wie schön, Blau!“, weil Blau zum Beispiel unsere Lieblingsfarbe ist. Wir nehmen Farben aber auch – und das ist viel häufiger der Fall – ganz unbewusst wahr. Dann denken wir nicht: „Oh, Blau!“. Genau genommen denken wir in diesem Moment gar nichts. Vielmehr haben wir, wenn wir eine blaue Fläche sehen, eher nur ein Gefühl. Wir haben eine Assoziation. Bei blauer Farbe kann das eine Assoziation zu Frische, Leichtigkeit oder Luft sein. Andererseits gibt es auch Momente, in denen Blau kühl und anonym auf uns wirken kann. Kommt also immer drauf an. Erstens, wie wir selbst diese Farbe mögen oder eben nicht mögen und in welchem Kontext sie auftritt (Blau im Krankenhausflur vs. Blau in der Cocktailbar). Andererseits kann die Farbwirkung auch davon abhängen, wie eine Farbe gemischt ist. Blau ist nämlich nicht gleich Blau. Wie wir aus Erfahrung wissen, gibt es viele Blautöne: Graublau, Grünblau, Hellblau, Dunkelblau, Lichtblau, Türkis…

    Bei der Farbgestaltung der Wänden sollten diese zwei Aspekte also beachtet werden. Einerseits können wir eine Farbe wählen, weil sie uns gut gefällt. Andererseits, weil wir einen gewissen Effekt in einem gewissen Raum (z.B. Frische im Bad, Gemütlichkeit im Wohnzimmer…) erzielen möchten.

    Wie das Zusammenspiel von Farbe, Wirkung, Mischungsverhältnis und Kontext ist und vor allen Dingen, wie welche Farbe in der Wandgestaltung eingesetzt werden kann, dass verraten wir jetzt.

    Farbwirkung: Blau – Himmel, Wasser, Meer

    Dass wir gewisse Farben mit gewissen Dingen oder Gefühlen assoziieren, liegt daran, dass die Farben oft Entsprechungen in der „realen“ Welt haben.

    Blautöne: von Indigo bis Grünblau

    Wenn es um blaue Farbe geht, verbinden wir Blau beispielsweise mit Wasser und deshalb oft auch mit Kühle. Im Gegensatz dazu steht etwa warmes Rot als Farbe des Feuers. Andererseits scheinen auch Himmel und Horizont blau, also verbinden wir blaue Flächen im übertragenen Sinn mit Weite.

    Im Farbspektrum befindet sich Blau zwischen Violett und Grün. Das heißt, es gibt auf dieser Skala Blautöne, die grünstichiger sind (z.B. Türkis) und es gibt Blautöne, die sich in Richtung Violett bewegen.

    Außerdem können Sättigung und Helligkeit der blauen Farbe variieren. Ein Blauton mit wenig Sättigung erscheint eher Blaugrau. Übrigens: Dieses Prinzip kann quasi auf alle anderen Farben angewendet werden.

    • Wirkung von Blau: Frische, Weite, Kühle, Neutralität
    • Blaue Wände: Schlafzimmer (Ruhe: kräftiges, dunkleres Blau), Badezimmer (Weite: helles, ungesättigtes Blau), Flur/Küche (Frische: Türkis); im Wohnzimmer können blaue Wände auf Dauer etwas unwohnlich wirken, hier im Zweifelsfall in Richtung Türkis gehen.
    • Mögliche Formen: Indigo, Ultramarin, Nachtblau, Königsblau, Enzian, Babyblau, Türkis, Navy

    Farbwirkung: Grün, grün, grün – Natürlichkeit und Harmonie

    Grün stellt den Übergang zwischen den sogenannten kalten und warmen Farben dar. Es befindet sich im Farbspektrum zwischen Blau, also einer kalten Farbe, und Gelb, also einer warmen Farbe.

    Es gibt also Grüntöne, die einen höheren Gelbanteil aufweisen und als wärmer und wohnlicher empfunden werden, als Grüntöne mit höherem Blauanteil. Grüntöne mit weniger Sättigung werden oft als Khaki bezeichnet.

    Wenn wir uns draußen umschauen, ist bereits klar, womit wir Grün assoziieren: mit Pflanzen, mit Natur, mit Wachstum und mit Lebendigkeit. Grün wirkt entspannend und ruhig.

    • Wirkung von Grün: Lebendigkeit, Natürlichkeit, Entspannung, Ruhe
    • Grüne Wände: Flur (Lebendigkeit: sattes Grün, hoher Gelbanteil), Arbeitszimmer/Küche (Lebendigkeit: helles Grün mit höherem Gelbanteil), Schlafzimmer/Wohnbereich (Ruhe: Khakifarben, dunkleres Grün)
    • Mögliche Formen: Grasgrün, Türkis, Khaki, Gelbgrün, Pastellgrün, Moosgrün, Smaragdgrün

    Farbwirkung Gelb – Here comes the Sun!

    Sonnenlicht macht glücklich. Das liegt daran, dass unser Körper, wenn er den Strahlen der Sonne ausgesetzt ist, gewisse Botenstoffe produziert (z.B. Serotonin), die zu einer Stimmungsaufhellung führen.

    Sonne ist für viele also ein Gute-Laune-Garant. Mehr noch: Sonne macht nicht nur glücklich, sondern heizt uns auch ein. Wen wundert es also, dass wir Gelb als Sonnenfarbe mit diesen Dingen assoziieren: gute Laune, Lebendigkeit und Wärme.

    Gelb kann auch in Form von Gold auftauchen. Goldtöne wirken zudem edel und wertig. Bewegt sich ein Gelbton in Richtung Rot, ist der Übergang hin zur Farbe Orange fließend. Oft lässt sich nicht klar unterscheiden, was noch als „Sonnengelb“ oder bereits als „Orange“ zu verstehen ist. Gelbtöne können in unterschiedlichen Helligkeiten und Intensitäten vorkommen. Zu grell (also ein helles Gelb mit hoher Sättigung) und grün-lastig sollte ein Gelbton nicht sein, da er an der Wand schnell überfordernd wirken kann. Zur flächigen Wandgestaltung im Wohnbereich eignet sich Gelb am besten in blasseren Tönen oder mit einem höheren Rotanteil. Einzelne Akzente an der Wand lassen sich hingegen durchaus mit einem intensiven Gelbton (z.B. Curry, Sonnengelb) setzen.

    • Wirkung von Gelb: Gute Laune, Lebendigkeit, Wärme
    • Gelbe Wände: Wohnbereich (Lebendig: sattes Gelb-Orange, helles Gelb/ Edel: Goldgelb); Schlafzimmer (Ruhe/Luxus: Goldgelb); Küche (Gmütlichkeit: Gelb-Orange)
    • Mögliche Formen: Goldgelb, Sonnengelb, Gelborange, Hellgelb, Ocker, Zitronengelb, Curry

    Farbwirkung Rot – Heiß wie die Liebe

    Feuriger als Rot ist keine andere Farbe. Als Farbe von Funken, Glut und Flammen ist Rot der Inbegriff für eine warme Farbe. Kein Wunder, dass auch abstrakte Konzepte wie Liebe und Leidenschaft mit diesem heißen Farbton in Verbindung gebracht werden. Na gut, wer es weniger leidenschaftlich mag, kann Rot auch einfach als warme und lebensspendende Farbe interpretieren und wahrnehmen.

    In dunkler Nuance gilt Rot als gemütlich, wohnlich und einladend. Helle und intensive Rottöne wirken lebendig und motivierend. Grundsätzlich muss gesagt werden, dass Rot als typische Signalfarbe sehr fordernd wirken kann. Deshalb scheiden sich an dieser Farbe häufig die Geister. An der Wand wird Rot häufig im Wohnbereich oder im Schlafzimmer eingesetzt, eben überall dort, wo es gemütlich werden soll.

    • Wirkung von Rot: Signalfarbe, Lebendigkeit, Wärme, Gemütlichkeit
    • Rote Wände: Wohnbereich (Belebend: kräftiges Rot /Gemütlich: Dunkelrot); Schlafzimmer (Entspannend: Dunkelrot); Badezimmer (Belebend: kräftiges Rot)
    • Mögliche Formen: Hellrot, Rubinrot, Karminrot, Weinrot, Orangerot, Braunrot, Purpurrot

    Farbwirkung Violett – Man umgebe mich mit Luxus

    Als Farbe ist Violett bzw. Lila der Farbton zwischen Rot und Blau. Dementsprechend gibt es gleichermaßen Violetttöne, die einen fließenden Übergang ins Rote darstellen als auch in den blauen Spektralbereich. Beispiel dafür sind etwa „Indigoblau“ (blaues Violett) oder „Pflaume“ (rötliches Violett).

    Violett gilt einerseits als luxuriöse Farbe, andererseits wird dieser Farbton auch mit Mystik und Magie in Verbindung gebracht. Wer also eine zauberhafte Wandfarbe sucht, ist mit dieser Farbwahl auf der richtigen Seite. Violett vereint die Eigenschaften der beiden Farben Blau und Rot, was auf den ersten Blick eigentlich gar nicht möglich ist. Während Rot leidenschaftlich daherkommt, wirkt Blau eher kühl und distanziert. Diese Mischung und Uneindeutigkeit macht für viele genau die Faszination aus, die von der violetten Farbe ausgeht.

    • Wirkung von Violett: Mysteriös, luxuriös, beruhigend, warm
    • Violette Wände: Schlafzimmer (Ruhe und Luxus), Wohnbereich (Eleganz), Badezimmer (z.B. Lavendel)
    • Mögliche Formen: Lavendel, Aubergine, Violett, Pink, Pflaume, Flieder, Lila, Indigo

    Farbwirkung Braun – Solide und verlässlich

    Na gut, Braun ist für viele nicht die Farbe der Wahl. Zumindest dann nicht, wenn es um Kleidung geht. Auch bei der politischen Gesinnung sollte man von Braun Abstand nehmen. Wenn man allerdings von der Politik mal absieht, ist Braun tatsächlich alles andere als extrem. Vielmehr ist diese Farbe eigentlich ziemlich neutral. Und ruhig. Braun ist also eine gute Grundlage für eine unaufgeregte Wandgestaltung.

    Wir verbinden mit dieser Farbe vor allem Natürlichkeit. Damit ist nicht die natürliche Frische eine Grüntons gemeint, sondern eine erdige Natürlichkeit.

    Braun ist in unserer Aufzählung eigentlich keine neue Farbe. Vielmehr entsteht ein Braunton, wenn Rot, Gelb oder Orange stark abgedunkelt werden. Manchmal kann auch ein Grünton beigemischt werden. Je nach Mischungsverhältnis und Grundfarbe entstehen unterschiedliche Brauntöne. Wände in Beige, Haselnuss oder Schokobraun sorgen für Gemütlichkeit, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Braun ist deshalb an der Wand eine gute Alternative zu Violett oder Rot. Ein helles oder ungesättigtes Braun eignet sich außerdem als Grundlage für die Kombination mit anderen, intensiveren Farben.

    • Wirkung von Braun: Ruhe, Behaglichkeit, Natürlichkeit, Erdung, Neutralität
    • Braune Wände: Schlafzimmer (Behaglichkeit: kräftiges Braun oder helles Beige), Küche (Ansprechend: Beige); Flur (Lebendig: Haselnussbraun); Wohnzimmer (Gemütlich: dunkles Braun, Rotbraun)
    • Mögliche Formen: Haselnuss, Dunkelbraun, Rotbraun, Grünbraun, Lehmbraun, Graubraun, Beige, Hellbraun

    Farbwirkung Grau – Edel und luxuriös

    Eigentlich versteht man unter Grau eine Farbe, die komplett ohne Sättigung ist. Das heißt, anders als Rot, Grün, Gelb und Co. besitzt graue Farbe keinen Farbwert. Bei Grau handelt es sich also lediglich um ein „helles Schwarz“ oder „dunkles Weiß“. Zumindest in der Theorie.

    Besonders in Sachen Wandfarbe kommt aber so gut wie nie ein Farbton vor, der keinerlei Sättigung besitzt. Das hat einerseits mit dem Herstellungsverfahren der Farbe zu tun, andererseits damit, dass die Farbwirkung des Grautons auf diese Art und Weise in eine gewisse Richtung gesteuert werden kann. Das heißt, Grau ist also meistens nicht komplett ungesättigt, sondern hat entweder einen Rotstich, einen Grünstich oder einen Blaustich etc. Das ist beispielsweise auf unseren grauen Quadraten zu erkennen. Nachts sind also nicht alle Katzen gleichgrau. Das kann durchaus zu Komplikationen führen, wenn man eine graue Wand passend zum grauen Sofa streichen möchte und mit der Annahme „Ist doch nur Grau.“ seine Wandfarbe kauft. Dann kann es passieren, dass man zuhause feststellt, dass die beiden Grautöne so überhaupt nicht zusammen passen. Gleiches gilt übrigens auch für die Kombination von anderen Farben miteinander. Achten Sie deshalb immer auf das Mischungsverhältnis der Farben und vergleichen Sie im Zweifelsfall vor Ort.

    Obwohl Grau in den meisten Fällen also doch einen leichten Farbstich aufweist, ist diese Art der Wandgestaltung neutral. Grau kann für Akzente an Wänden sorgen und einen luxuriösen Hauch ins Wohnzimmer oder Schlafzimmer bringen, ohne dass Sie sich auf eine Farbe festlegen müssen. Dabei haben Sie zusätzlich die Wahl zwischen dunklem Grau oder hellen Grautönen.

    • Wirkung von Grau: Signalfarbe, Lebendigkeit, Wärme, Gemütlichkeit
    • Graue Wände: Wohnbereich (Luxuriös: dunkles Grau, Grau mit Farbstich, Silbergrau); Schlafzimmer (Ruhig: Helles Grau); Flur (Akzentuiert: dunkles Grau);
    • Mögliche Formen: Blaugrau, Hellgrau, Dunkelgrau, Anthrazit, Braungrau, Grüngrau, Silbergrau, Graphitgrau

    Die richtige Farbgestaltung in den eigenen vier Wänden

    Knallig bunt oder doch schlicht weiß? Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie man durch Farbgestaltung die eigenen vier Wände ein bisschen bunter kann. Doch nicht alle Farbkombinationen sind optimal. Wir geben in diesem Artikel praktische und wertvolle Tipps, welche Farbkombinationen zusammenpassen und welcher Farbton in welches Zimmer gehört.

    Wie Farbgestaltung das Leben verändert

    „Zu Hause ist es am schönsten“ – das ist nicht nur eine Redewendung, ein Großteil der Menschen assoziiert die eigenen vier Wände mit einem Ort, an den sie sich zurückziehen, wo sie sich wohlfühlen und entspannen können. Entsprechend gemütlich sollte das Zuhause gestaltet werden. Zur Einrichtung gehören: Stilgerechte Möbel und Wohnaccessoires sowie bunte Akzente durch individuelle Farbgestaltung, die zu jedem Zimmer passen. Wandfarben spielen die wahrscheinlich größte Rolle bei der Gestaltung einer Wohnung. Werden sie gezielt eingesetzt, können sie Räume nicht nur radikal umgestalten, sondern auch Tiefe und Flair vermitteln.

    Grundsätzlich gilt: Wer sich bei der Farbgestaltung für die Eigenregie entscheidet und selbst mischen möchte, benötigt neben der weißen Deckfarbe entsprechende Abtönfarben, etwa grün, blau oder gelb. Abtönfarben werden lediglich zur weißen Deckfarbe hinzugemischt. Um einen Farbton zu erreichen, werden unterschiedliche Mischverhältnisse genutzt. Entsprechende Hinweise sind den Abtönfarben zu entnehmen.

    Achtung: Das Mischverhältnis steht in Bezug zu einem Liter, beispielsweise: 950 ml + 50 ml oder 920 ml + 80 ml.

    Zum Mischen der Farbe sollte eine Bohrmaschine mit elektronischer Regelung und einem Quirl-Aufsatz verwendet werden. Wer nicht über eine solche Ausrüstung verfügt, der kann die Farbe auch mit einem Holzlöffel vermischen. Hier gilt: Besonders lange umrühren, damit sie auch wirklich gleichmäßig vermischt wird.

    Vier Hinweise zur Wirkung von Farben

    Farbige Wände liegen im Trend. Doch mit der Farbgestaltung ist es nicht ganz einfach. Jede Farbe hat eine andere Wirkung. Die Auswahl fällt häufig nicht ganz einfach.

    1. Wenn die Decke auf den Kopf fällt: Wer einen kleines Zimmer mit niedriger Decke neu gestalten möchte, der sollte nicht verzweifeln. Eine helle Wand- und Deckenfläche lässt den Raum größer und höher erscheinen. Wird die Decke gegenüber der Wand heller abgesetzt, dann wirkt der Raum noch höher.
    2. Langer, schmaler Flur: Schmale und lange Räume sind alles andere als gut proportioniert. Sie sind allerdings gar nicht so schwer zu gestalten: Empfohlen wird die Stirnwand mit kräftiger, dunkler Farbe zu streichen. Das stiehlt dem Raum förmlich die Tiefe. Die Wirkung der Farbgestaltung kann mit einem warmen Farbton zusätzlich verstärkt werden.
    3. Hoch hinaus: Hohe decken sind gerade in alten Gebäuden vorzufinden. Sie sind zwar äußerst schön, stören aber eine ausgewogene Raumproportion. Die Lösung: Genau das Gegenteil von der Lösung für niedrige Decken, also die Wände hell und die Decke dunkler streichen. So wird die Raumhöhe optisch reduziert und das Zimmer wirkt nicht mehr so erdrückend.
    4. Was bei kleinen Räumen zu tun ist: Ein neuer Anstrich vergrößert zwar nicht die effektive Wohnfläche, sorgt aber für eine optische Vergrößerung. Helle, kalte Farbtöne, am besten weiß, sind ideal für kleine Räume. Sie vergrößern optisch um bis zu 10 Prozent. Wem weiß zu langweilig ist, kann auch schöne Blautöne sowie Blaugrün oder blauviolett wählen.

    Inspiration: Fünf aktuelle Trendfarben

    • Feurig Rot mit Grau: Rot repräsentiert häufig die feurige Flamme der Liebe, bringt aber auch Leben ins Haus. Die Trendfarbe „Salsa“ setzt einem sanften Grau die Krone auf. Das perfekte Gegenstück ist eine leuchtend orangene Couch. Das Farbtrio wirkt gleichzeitig belebend und wärmend.
    • Farbgestaltung mit Schokobraun: Braune Wände sind dezent und schlichtweg zeitlos. Sie werden heutzutage leider nur noch sehr selten genutzt, sollten aber von jeder Familie in Erwägung gezogen werden, die gerade renoviert. Mutige Menschen kombinieren die gedeckte Nuance zusammen mit einer Akzentfarbe, etwa Neontönen. Ein Grün oder Pink vor einer braunen Wand ist ein trendiges Arrangement.
    • Natur pur: Die Natur gibt in vielen Situationen unseres Lebens den Ton an. Die Trendfarbe Petrol kann einen Kamin wunderschön untermalen und einen farbigen Akzent setzen. Für den Rest des Zimmers sind sanfte Naturtöne wie Sand, Cremeweiß, Beige und Braun geeignet.
    • Einfach zeitlos: Graue Wände sind langweilig? Ganz im Gegenteil, der ruhige Ton passt perfekt zu Farben wie Weiß und Eichenholz. Der nötige Farbkick wird von einem violettfarbenen Accessoire, etwa einer Decke, herbeigeführt.
    • Einfach cool: Blau ist kühl und erfrischen. Besonders abwechslungsreich wird es, wenn zu einer azurblauen Wand diverse Türkis- und Weißtöne gewählt werden.

    Die richtige Farbe wählen

    Die Wahl der richtigen Farbe ist für Laien nicht unbedingt einfach. Wie zuvor erwähnt, haben unterschiedliche Farbtöne unterschiedliche Wirkungen. Niemand möchte das Schlafzimmer mit einem Farbton streichen, der Konzentration versprüht. Es gibt grundsätzlich drei Schritte, die befolgt werden sollten, um bei der Farbgestaltung richtig zu liegen.

    Vor der Farbgestaltung sollte geklärt werden, wie das Zimmer wirken soll und was für Möbel dort stehen werden. Wie der Boden aussieht, ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Kommt die Farbgestaltung mit Rot in den Möbeln oder Accessoires bereits vor, sollte sie nur noch sparsam in anderen Bereichen eingesetzt werden. Rot regt nämlich an und treibt den Blutdruck nach oben. Wer sein rotes Zimmer farblich abheben möchte, sollte Naturtöne wählen. Zu empfehlen sind beispielsweise Kaffeetöne: Sie wirken beruhigend und sind der perfekte Kontrast zum rötlichen Farbton.

    Im nächsten Schritt muss geklärt werden, welche Vorlieben die Gestalter für bestimmte Farben haben. Passen diese zur gewünschten Wirkung des Raumes? Wurde dies geklärt, folgt der dritte Schritt.

    Der letzte Schritt setzt voraus, dass man eine Farbpalette im Bau- oder Fachmarkt kauft. Es gibt nämlich viele Abstufungen innerhalb eines Farbtons, die, je nach Mischverhältnis, sehr unterschiedlich sein können. Die Abstufungen sollten individuell abgestimmt werden. Um es sich einfacher zu machen, kann man einen Farbton mischen und auf Tapetenreste aufmalen. So kann die Wirkung bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen geprüft werden.

    Passende Farben für die verschiedenen Zimmer

    Grundsätzlich eignen sich bestimmte Farben für einige Zimmer besser als andere. Hier spielen farbpsychologische Aspekte eine entscheidende Rolle:

    • Wohnzimmer: Bei der farblichen Gestaltung eines Wohnzimmers gibt es viele Faktoren zu berücksichtigen. Hier muss in erster Linie darauf geachtet werden, wer sich hier aufhält. Mag es die Person oder die Personen eher extravagant oder doch lieber dezent? In diesem Fall kann man sich individuell „austoben“. Schwieriger wird es, wenn die ganze Familie gleich viel Zeit in diesem Zimmer verbringt. Dann muss ein Kompromiss gefunden werden, der für alle Beteiligten passt. Tipp: Wenn die Möbel oder Boden bereits ausgefallen sind, sollte den Wänden ein dezenter Farbton verpasst werden.
    • Schlafzimmer: Blau wird äußerst gerne in Schlafzimmern verwendet. Leider ist das für diejenigen, die besonders verfroren sind, nicht gerade empfehlenswert. Besser sind Erdtöne: Sie strahlen Ruhe und Wärme aus. Ein guter Kompromiss ist es, nur eine Wand in einem gewünschten Blauton zu streichen.
    • Badezimmer: Im Badezimmer sollten die Farben Reinlichkeit und Frische widerspiegeln sowie ein Gefühl der Hygiene vermitteln. Eine gute Wahl ist hier Grün. Sie hat eine positive und natürliche Ausstrahlung. Natürlich kann Grün auch mit Weiß kombiniert werden.
    • Küche: In der Küche verbringt man seine Zeit am Morgen. Dementsprechend wichtig ist es, dass der Raum die müden Geister weckt. Es kommt aber auch darauf an, was man für ein Typ ist. Morgenmuffel sollten lebhafte Farben wie Rot oder Orange wählen. Sie bringen den Kreislauf in Schwung.

    Tipps für den Kauf von Wandfarben

    Zehn Liter Dispersionsfarbe gibt es im Baumarkt bereits ab acht Euro. Diese ist für die Wohnräume allerdings ungeeignet. Erst ab einem Preis von 20 Euro sind Farbeimer zu finden, die sich sehen lassen können. Teure Produkte enthalten mehr Farbpigmente und Bindemittel. Gerade die Pigmente sorgen für Deckkraft und Brillanz. Bei billigen Farben muss man häufig zwei Mal streichen.

    Viel Erfolg bei ihrer persönlichen Farbgestaltung!

    Artikelbild: © Goodluz / Shutterstock

    3 Kommentare

    1. S.Mayer 10.11.2015 12:31 Uhr

    Ich stöbere nun schon seit Wochen in online Farbgestaltungsportalen. Ich werde einfach nicht fündig, geschweige den habe ich einen Plan was ich machen soll. Mir raubt das unheimlich viel Zeit und vorallem Nerven nicht zu Wissen wie ich den nun endlich die Wohnstube gemütlich gestalten kann. Ansich mögen wir es modern aber ich noch eine Spur gemütlicher. Wir haben eine weise Wand mit einem großen hellgauen Bild darauf dezent angesetzte brau, orange silbrige Töne im Bild.

    Vor der Wand haben wir eine Silbergraue Couch und silbergraue Vorhänge.. Mir fehlt ganz klar die gemütlichkeit und fühle mich deshalb nicht Wohl. Mein Mann ist total happy aber ich nicht. Hätte so gerne einen Kompromiss aber ich merke das ich absolut kein Einrichtungsprofi bin.

    Vieleicht können Sie mir helfen…

    Danke im vorraus und beste Grüße

    mit diesem Problem sind Sie nicht alleine. In der Tat gibt es sogar sehr viele Paare, die sich hinsichtlich der Farbgestaltung des Wohnzimmers nicht einig sind, schließlich ist dies oftmals der wichtigste Raum in einer Wohnung.

    In Ihrem Wohnzimmer scheint momentan die Farbe Grau zu dominieren. Damit liegen Sie ganz sicher im Trend, denn Grau ist in modernen Einrichtungen derzeit so gefragt wie noch nie zuvor. Der Farbton hat den Vorteil, dass er sehr wandelfähig ist, denn es gibt ihn in unzähligen hellen, dunklen, warmen und kühlen Abstufungen. Dennoch ist es oft nicht so einfach, mit einer überwiegend grauen Einrichtung eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Das gilt insbesondere in Ihrem Fall, denn Sie haben sich mit Silbergrau für einen kühlen Grauton entschieden.

    Aber keine Angst: Mit einer Gestaltung in silbergrauen Farbtönen haben Sie eine gute Grundlage dafür gelegt, um mit einer anderen, intensiven Farbe für einen tollen Eyecatcher zu sorgen. Im Prinzip genügt dafür eine einzige Farbe, die Sie mit Ihrer grauen Einrichtung kombinieren. Dadurch wirkt das Wohnzimmer optisch freundlicher und zugleich auch gemütlicher. Zu den Farben, die hervorragend zu Grau passen, gehören frische Grüntöne, Pink, Gelb, Violett, Rot und Orange. Diese Farbtöne bringt das dezente Grau regelrecht zum Leuchten.

    Da in Ihrem Wandbild bereits orangefarbene Töne enthalten sind, können wir Ihnen diese Farbe ganz besonders ans Herz legen, um Ihrem Wohnzimmer einen wärmeren Ausdruck zu verleihen. Ein mit Orangetönen gestalteter Raum wirkt auf Anhieb fröhlicher, frischer und versprüht einen Hauch von Sommer, weil Orange ein sehr sonniger und warmer Farbton ist. Dadurch bringt diese Farbe Wärme und somit auch die von Ihnen gewünschte Gemütlichkeit in Ihr Wohnzimmer. Sie lässt den Raum sogar noch moderner wirken, sodass Ihr Mann nicht auf die Modernität der Einrichtung verzichten muss.

    Wir raten Ihnen, zu Beginn nicht gleich eine komplette Wand in dieser Farbe zu streichen. Fangen Sie stattdessen mit kleinen farbigen Accessoires an: Kaufen Sie sich orangefarbene Kissen für Ihre Couch, die gerne in verschiedenen Orangenuancen gehalten sein dürfen. Sie werden sehen, dass Ihr Wohnzimmer dadurch schon gemütlicher wirkt. Auch ein orangefarbener Teppich ist eine gute Idee, um Farbe in Ihre Wohnstube zu bringen. Wenn Ihnen das noch nicht ausreicht, haben Sie auch mit einer modernen Leuchte die Möglichkeit, weitere farbige Akzente zu setzen. Selbstverständlich bieten sich auch Kerzenhalter und Vasen als dekorative Elemente an. Gehen Sie einfach mit offenen Augen durch die Deko-Geschäfte und schärfen Sie Ihre Sinne für die Farbe Orange. So gelingt es Ihnen sicher, Stück für Stück ein gemütliches Flair in Ihrem Wohnzimmer zu erzeugen, ohne Ihren Mann mit Ihren neuen Einrichtungsideen von Anfang an zu überfordern. Wir hoffen, dass wir Ihnen weiterhelfen konnten und stehen für weitere Rückfragen gerne zur Verfügung.

    Wir ziehen gerade um und richten uns eigentlich komplett neu ein. Mein Freund hätte gerne einen dunkelgrauen Farbton, der sich durch die Wohnung zieht. Ich habe ein bisschen die Sorge, dass ein dunkelgrauer Stil mit Gardinen etwas zu düster wirkt. Habt ihr Erfahrungen oder Tipps? Liebe Grüße

    Wände richtig streichen – 5 Tipps für saubere Kanten und gerade Linien

    Jeder kennt das Problem: Wie bekomme ich gerade Linien bei den Kanten oder Ecken hin? Wie schaffe ich einen sauberen Übergang zwischen Wänden oder verschiedenfarbigen Flächen. Hier einige Tipps wie Sie richtig streichen und ein tolles Ergebnis erzielen:

    Jeder kennt das Problem: Wie bekomme ich gerade Linien bei den Kanten oder Ecken hin? Wie schaffe ich einen sauberen Übergang zwischen Wänden oder verschiedenfarbigen Flächen. Hier einige Tipps wie Sie richtig streichen und ein tolles Ergebnis erzielen:

    Tipp 1: Kanten richtig streichen – Übergang zwischen zwei farbigen Flächen an der Kante

    In diesem Fall werden zwei komplette Wände in unterschiedlichen Wandfarben gestrichen. Der Übergang entsteht also an der Kante. Achten Sie beim Streichen auf dir richtige Abfolge. In unserem Fall gestalten wir eine Wand hellblau und die andere Wand rosa. Streichen Sie zuerst die Wand im Farbton Blau und lassen Sie die Farbe trocknen. Anschließend wird wieder mit einem hochwertigen Klebeband an der Kante abgeklebt und das Kreppband fest angedrückt. Mit einem Pinsel können Sie dann die Innenseite der Fläche mit Hellblau zustupfen. Achten Sie immer darauf, die gleiche Farbe zum Zustupfen zu verwenden, die ursprünglich unter dem Klebeband zu finden ist.

    Der Leerraum zwischen Klebeband und Wand ist nun dicht, es kann keine Farbe darunter laufen. Sie können nun mit der rosa Wandfarbe die Kante streichen und die zweite Wand farbig gestalten.

    Tipp 2: Klebeband noch im nassen Zustand entfernen

    Nach dem zweiten Anstrich müssen Sie das Klebeband im nassen Zustand und langsam entfernen. Die Farbe sollte noch nicht angetrocknet sein, sonst ziehen Sie unabsichtlich einen Teil der Farbe mit ab und es entstehen keine sauberen Übergänge

    Tipp 3: Übergang zwischen zwei farbigen Flächen auf einer Wand richtig streichen

    Auch bei zwei verschiedenen Farben auf einer Wand funktioniert das Zustupfen. In unserem Fall möchten wir den oberen Teil der Wand bzw. Dachschräge in einem Cremefarbton streichen und den unteren Teil in einem richtig kräftigen Türkis. Zuerst wird der obere Teil in Creme gestrichen.

    Nach dem Trocknen ziehen Sie mit einer Wasserwaage und einem Bleistift eine gerade Linie und kleben mit einem Malerkrepp ab. Das Klebeband wieder fest andrücken und mit einem Pinsel die Unterseite der Fläche im Cremeton zustupfen. So läuft auch hier keine Farbe mehr unter das Klebeband. Nun kann die türkise Wandfarbe gestrichen werden. Nach dem Streichen wird das Klebeband im nassen Zustand wieder langsam abgezogen.

    Tipp 4: Übergang zwischen weißer Fläche und farbiger Fläche auf einer Wand

    Wenn Sie nur einen Teil der Wand in einer bunten Farbe streichen wollen und den Rest in Weiß, dann funktioniert das gleich wie im Tipp 3. Das Klebeband wird in diesem Fall mit weißer Farbe zugestupft und anschließend kann die bunte Wandfarbe, in unserem Fall ein grüner Farbton, aufgetragen werden.

    Tipp 5: Gerade Linien streichen ohne Klebeband – mit etwas Geschick

    Es gibt aber auch Fälle, wie zum Beispiel der Übergang zu Stuck- oder Zierleisten, wo man exakte Kanten auf andere Art und Weise hinbekommen muss. Der Schlüssel zum Erfolg ist hier eine ruhige Hand und das richtige Werkzeug – nämlich ein Flächenstreicher. Die Borsten von diesem Pinsel sind so stabil, dass sie nicht ausfransen und damit eine gerade Linie ohne Ausreiser ermöglichen. Am einfachsten gelingt die Arbeit, wenn Sie mit dem Flächenstreicher immer nur kurze Linien ziehen und in einem Halbbogen arbeiten. In unserem Video „Wohnzimmer streichen“ sehen Sie die Bewegung im Detail.

    Geübte Heimwerker können dann auch die Übergänge zwischen zwei unterschiedlich farbigen Wänden mit Hilfe des Flächenstreichers angehen.

    Schritt für Schritt

    Weitere Tipps & Tricks

    Malerpinsel und Zubehör.

    So finden Sie den richtigen Pinsel und die passende Farbrolle zum Streichen und Lackieren.

    Richtig abkleben und.

    Klebebänder, Malerkrepps, Abdeckfolien und Malervliese schützen alles, das beim Streichen keine Farbe bekommen soll.

    Weiterführende Informationen

    • AT: 05242 6922 575
    • DE: 08031 3046 187
    • * zu Ihrem Festnetztarif, Mobil höher
    • Unbenannt-2

    * Alle Preise inkl. gesetzl. Mehrwertsteuer zzgl. Versandkosten und ggf. Nachnahmegebühren, wenn nicht anders beschrieben

    Источники: http://www.wandtrends.de/wandfarben/wand-bunt-streichen-ideen/, http://www.heimhelden.de/die-richtige-farbgestaltung-in-den-eigenen-vier-waenden, http://www.adler-farbenmeister.com/tipps/waende-richtig-streichen-5-tipps-fuer-saubere-kanten-und-gerade-linien

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