Was kostet fliesenkleber pro qm

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    Fliesen legen lassen: Welche Kosten pro m2 entstehen?

    Ein professionell gefliester Fußboden oder eine mit einem Fliesenspiegel belegte Wandfläche erhöht den Wohnwert. Nicht alle Heimwerker trauen sich eine hochwertige Verfliesung zu. Mit welchen Kosten pro m2 ist zu rechnen, wenn Sie sich Ihre Fliesen legen lassen?

    Wie setzen sich die Kosten pro m 2 zusammen?

    Viele Fliesenleger rechnen je m 2 ab, andere wiederum veranschlagen einen Stundenlohn. Für den Auftraggeber ist ein Angebot, dem ein Quadratmeterpreis zu Grunde liegt, verlässlicher: So weiß er genau, welcher Endpreis ihn erwartet.

    Die Kosten für das Fliesenlegen pro m 2 hängen von mehreren Faktoren ab: Welche Fliesensorte ist zu verlegen? Werden die Fliesen geklebt oder in ein Mörtelbett gelegt? Besitzt die Fläche einen komplizierten Grundriss?

    Der Fliesenleger schätzt in seiner Kalkulation den Arbeitsaufwand des Auftrags ein und legt so die Kosten pro m 2 fest. Zusätzlich sind in manchen Regionen die Handwerkerpreise etwas höher als woanders.

    Der niedrigste Preisbereich für das Legen von Fliesen pro m 2 liegt bei ungefähr 30 Euro: Diese Kosten kommen in der Regel dann zustande, wenn der Handwerker die Fliesen klebt, kein aufwändiges Muster zu erstellen ist und wenig Zuschneidearbeit anfällt.

    Komplizierte Muster wie Dekorbänder, Diagonalen und Mosaiken erhöhen die Kosten pro m2. Auch das Verlegen im Mörtelbett kostet mehr: Hierbei ist zwischen 35 und 60 EUR alles möglich.

    Eine Treppe mit Fliesen zu belegen ist ebenfalls mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Hier wird der Fliesenleger wahrscheinlich seine Kosten nicht pro m 2 veranschlagen, sondern einen Stundenlohn fordern oder einen Pauschalpreis vereinbaren.

    Nicht nur Fliesen legen: Zusatzkosten zum Quadratmeterpreis

    Der Fliesenleger stellt allerdings zumeist nicht nur das Legen der Fliesen pro m 2 in Rechnung, sondern auch diverse Zusatzarbeiten und Materialien. Ein Posten in der Rechnung ist in der Regel die Anfahrt.

    Normalerweise fallen außerdem diverse Vorbereitungsarbeiten vor dem Legen der Fliesen an. Viele Handwerker berechnen für das Spachteln und Grundieren der Flächen einen Preis pro m2, in Abhängigkeit vom Vorzustand der Fläche.

    Für Silikon- und Acrylfugen nehmen die meisten Handwerker etwa zwischen 1 Euro und 1,50 EUR je Meter. Das Verlegen von Sockel-, Schwellen- und Kantenleisten kostet ungefähr 5 EUR je Meter.

    Auch das vom Fliesenleger verwendete Material bildet einen Posten auf der Rechnung, dazu gehören zum Beispiel: Mörtel oder Kleber, Acryl oder Silikon, Verfugungsmasse, Spachtelmaterial und Wandgrundierung.

    Fliesen legen: 2 Beispielprojekte im Vergleich

    Beispiel 1: Einfaches Fliesenlegen in der Küche, ohne Muster

    Ein Wohnungseigentümer lässt in seiner Küche Fliesen legen. Um die Kosten zu senken, hat er die insgesamt 55 m2 große Wand- und Bodenfläche bereits von den alten Fliesen befreit.

    Er beauftragt den Fliesenleger, die Fliesen in ein Mörtelbett zu legen. Außerdem wünscht der Auftraggeber eine sehr schlichte Raumgestaltung ohne aufwändiges Muster. Der Handwerker berechnet einen Quadratmeterpreis von 37 EUR.

    Beispiel 2: Fliesen verlegen in der Küche mit Diagonalmuster und Dekoband

    Ein anderer Wohnungseigentümer, mit einer ebenso großen Küche, möchte seinen 55 qm großen Küchenboden und den Fliesenspiegel mit einem Diagonalmuster inklusive Dekoband im Mörtelbett belegen lassen. Die alten Fliesen sind schon entfernt.

    Der Handwerker veranschlagt für diese aufwändige und zeitintensive Arbeit 55 EURo pro m2, hinzu kommen diverse individuelle Zusatzleistungen und Materialkosten.

    Fliesen legen lassen und Kosten sparen

    Wenn der Arbeitsaufwand für den Fliesenleger steigt, dann steigen auch die Kosten. Viel Geld sparen kann der Auftraggeber, indem er auf aufwändige Muster verzichtet, doch das ist nicht jedermanns Sache.

    Effektiv Kosten senken können Sie, indem Sie dem Handwerker möglichst viele Zusatzarbeiten abnehmen: Bereiten Sie den Untergrund für die Fliesen selbst vor, sodass er fest, sauber und tragfähig ist.

    Eventuell können Sie die Fliesen auch selbst verfugen oder die Silikonabdichtungen spritzen. Die Türblätter auf die passende Höhe zu hobeln, muss auch nicht unbedingt Aufgabe des Fliesenlegers sein.

    Ein solches Angebot benötigt natürlich eine möglichst konkrete Basis: Sprechen Sie alle anfallenden Arbeiten vorher auf der Baustellenbesichtigung genau miteinander durch!

    Autorin: Yvonne Salmen – Hinweis: Alle Angaben sind ohne Gewähr

    Fliesen legen: Bedarf und Kosten berechnen

    Das Verlegen von Fliesen erfordert einiges handwerkliches Geschick und Zeit. Mit unseren Rechnern können Sie ganz einfach ermitteln, welche Kosten für Material und/oder Arbeitszeit entstehen.

    Fliesen verlegen – selbst machen oder machen lassen?

    Fliesen: Bedarf und Kosten beim Selbermachen

    Wie viele Fliesen benötigt man, um einen Raum zu fliesen? Wie viel Pakete sind das? Wie viel muss für Bruch und Fugen eingerechnet werden? Und was kostet das eigentlich? Antworten auf diese Fragen gibt dieser Rechner. Zusätzlich finden Sie hier viele nützliche Hintergrund-Infos zum richtigen Verlegen und praktische Tipps!

    Kosten berechnen: Fliesen verlegen lassen (vom Profi)

    Hier können Sie berechnen, wie viel es kosten würde wenn Sie Fliesen vom Profi verlegen lassen würden. In einem zweiten Schritt können Sie sich unverbindliche Angebote von Fliesenleger aus ihrer Nähe einholen.

    Fliesen selber verlegen

    Fliesen zu verlegen ist eine vergleichsweise anspruchsvolle Angelegenheit. Dennoch können Heimwerker mit Hintergrundwissen über Material und Werkzeug und etwas Übung durch ihre Eigenleistung viel Geld sparen und dabei gute Ergebnisse erzielen. Welche Werkzeuge dazu nötig sind, wie der Untergrund richtig vorbereitet wird und was an Material gebraucht wird, das und mehr haben wir im Folgenden zusammengestellt.

    Abriebklassen von Fliesen

    Die Widerstandsfähigkeit von Fliesen ist an der jeweiligen Abriebklasse zu erkennen. Für Badfliesen sind die Abriebklassen 1-4 relevant, höhere Abriebklassen werden beispielsweise in öffentlichen Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr verwendet.

    • Fliesen der Abriebklasse 1 sind ausschließlich als Wandfliesen einzusetzen.
    • Wand- und Bodenfliesen der Abriebklasse 2 sind für leichte Beanspruchungen geeignet und sind in der Regel für Bäder in Privathaushalten ausreichend widerstandsfähig.
    • Die Abriebklassen 3 und 4 kennzeichnen Bodenfliesen für mittlere oder stärkere Beanspruchung.

    Benötigtes Material zum Fliesenlegen

    Damit die Fliesen dauerhaft auf Boden oder Wand bleiben, werden sie mit Kleber und Mörtel fixiert. Am einfachsten gestaltet sich das mit Fertigmischungen, unmittelbar vor dem Gebrauch in der benötigten Menge mit Wasser angerührt. Das korrekte Mischverhältnis ist auf der Verpackung aufgedruckt, dort finden sich auch die Verbrauchsangaben des Herstellers, die einfach mit der zu fliesenden Fläche multipliziert wird, um den Gesamtverbrauch zu ermitteln. Grundsätzlich lassen sich flexible Fliesenkleber und Fugenmörtel einfacher verarbeiten, bei der Verlegung auf Trockenestrich sind flexible Produkte sogar unverzichtbar.

    Vorbereitung von Untergrund und Armaturen

    Für die Vorbereitung des Untergrundes muss eine geeignete Grundierung aufgetragen werden. Insbesondere wasserdurchlässige Untergrunde wie Gipsplatten oder mineralischer Putz müssen grundiert werden, da sie ansonsten dem Fliesenkleber Feuchtigkeit entziehen können. Wo Spritzwasser auftreten kann – also an Dusche, Badewanne, Waschbecken usw. – ist das Auftragen eines Abdichtanstrichs notwendig, und auch die Rohrausgänge, an denen die Armaturen montiert werden, müssen mit speziellen Abdichtmanschetten geschützt werden. Im Fachhandel sind passende Sets erhältlich, mit denen sich etwa eine Duscharmatur komplett abdichten lässt.

    Werkzeuge zum Verlegen und Anrühren

    Unverzichtbar für das Verlegen von Fliesen sind Zahnspachtel, Schwammbrett und ein Gummischieber. Um Fliesen sauber zu teilen, sind eine Fliesenbrechzange und ein Spitzhammer erforderlich, ebenso eine Fliesenschneidemaschine, die in vielen Baumärkten ausgeliehen werden kann. Sollen Fliesen mit Löchern versehen werden, muss zudem eine Bohrmaschine mit geeigneten Einsätzen oder eine spezielle Fliesenlochzange vorhanden sein.

    Planvoll ans Werk

    Ähnlich wie beim Verlegen von Parkett, sollte man vor der eigentlichen Arbeit zunächst einen Verlegeplan zeichnen. Denn in der Regel lassen sich die Flächen nicht komplett mit ganzen Fliesen belegen, besonders, wenn es sich um moderne große Fliesen handelt. Werden diese falsch geschnitten und eingepasst, entsteht leicht ein unschöner Gesamteindruck, auch bei einer ansonsten sauberen Arbeit. Für das Schneiden der Fliesen eignet sich ein elektrischer Nassschneider besonders gut und sorgt für saubere Kanten und zügiges Arbeiten.

    Haftgrund oder Tiefgrund?

    Je nach Beschaffenheit des Untergrundes wird dieser mit Haft- oder Tiefgrund vorbereitet. Lösemittelfreie oder lösemittelhaltige Tiefgrundmischungen sind für saugfähigen, geschwächten Untergrund wie Putz geeignet, sie dringen in den Untergrund ein, verfestigen diesen und sorgen für den notwendigen Saugausgleich bevor Fliesenkleber, Spachtelmasse oder Putz aufgetragen werden. Bei nicht saugfähigem Untergrund wie beispielsweise Beton oder Gussasphalt dient der Haftgrund als Haftvermittler, er dringt nur wenig in den Untergrund ein und wird daher im Nass-in-Nass-Verfahren mit anderen mineralischen Produkten (z. B. selbstverlaufender Spachtelmasse) verarbeitet.

    Fugenbreite – welche Unterschiede gibt es bei breitem oder schmalem Fugenmörtel?

    Für den optischen Gesamteindruck sind nicht nur die Fliesen, sondern auch die Fugen entscheidend. Daher unterscheidet man zwischen „schmalen“ (Fugenbreite von 1-5 mm) und „breiten“ (Fugenbreite von 5 mm bis 25 mm oder mehr). Schmale Fugen finden sich oft im Wandbereich, während Fugenbreiten ab 5 mm häufig im Bodenbereich anzutreffen sind, wo sie den Bodenfliesen einen rustikalen Eindruck verleihen. Je nach Einsatzbereich unterscheidet sich die Zusammensetzung des Fugenmörtels: Im Allgemeinen sind die Inhaltsstoffe von Fugenmörtel für schmale Fugen feiner vermahlen, um durchgetrocknet eine besonders feine Oberfläche zu bieten und bei der Verarbeitung möglichst keine unschönen Kratzer auf der Glasur der Fliesen zu hinterlassen. Je breiter die Fugen ausgelegt werden, desto gröber können auch die Bestandteile des Fugenmörtels sein, um den gewünschten optischen und praktischen Effekt zu erzielen, entscheidend ist hierbei, dass eine gute Verfüllung in der Fuge erreicht wird, um eine ausreichende Feuchtigkeits- und Witterungsbeständigkeit zu gewährleisten.

    Der richtige Fliesenkleber

    Wie beim Fugenmörtel kommt es auch bei der Wahl des Fliesenklebers auf das jeweilige Anwendungsgebiet (Fliesen im Innen- oder Außenbereich), sowie auf die eingesetzte Keramik und den Untergrund an. Fliesenkleber ist entweder als mineralische Version auf Zementbasis erhältlich, der vor Gebrauch mit Wasser angerührt wird, oder als gebrauchsfertiger Kleber auf Kunststoffbasis, der ohne weitere Arbeitsschritte direkt verwendbar ist. Am flexibelsten ist die mineralische Variante, die sich sowohl im Innen- wie Außenbereich einsetzen lässt und für alle Untergründe geeignet ist. Dennoch lohnt sich ein genauerer Blick auf die Packung, denn die Hersteller bieten unterschiedliche mineralische Fliesenkleber an, die jeweils auch für bestimmte Einsatzzwecke optimiert sind.

    Nur für den Innenbereich geeignet sind hingegen fertige Fliesenklebermischungen auf Kunststoffbasis, sie eignen sich für Fliesen im Trockenbereich (Küche) und in privat genutzten Nassräumen wie Bad, Dusche und Toilette, nicht jedoch für Wände oder Bodenflächen, die dauerhaft Nässe ausgesetzt sind (Pool), hierfür sind Spezialkleber erhältlich. Ein Vorteil von Fliesenklebern auf Kunststoffbasis ist ihre höhere Verformungsfähigkeit. Sie weisen im Vergleich zu mineralischen Fliesenklebern eine höhere Flexibilität auf, die bei zementär gebundenen Klebern nur durch den Zusatz von Kunststoffen erreicht wird. Flexibilität ist notwendig, um mögliche Verformungen im Untergrund aufgrund von Temperaturveränderungen (Ausdehnung bei Wärme, Zusammenziehen bei Kälte) durch den Fliesenkleber kompensieren zu können. Würde der Kleber nicht ausreichend flexibel reagieren, droht im schlimmsten Fall eine Beschädigung der Fliesenoberfläche.

    Grundsätzlich werden sowohl mineralische als auch kunststoffbasierte Fliesenkleber im Dünnbettverfahren verarbeitet, sie werden in einer maximalen Schichtdicke von 5 mm aufgetragen. Dicker sollte der Kleber nicht aufgetragen werden, da hierdurch die Haftung der Fliesen negativ beeinträchtigt wird. Die dickere Kleberschicht trocknet unter stärkerer Oberflächenspannung aus, in der Konsequenz führt das meistens zu einem Abscheren oder Ablösen der Fliese.

    Wie lange dauert es, bis Bodenfliesen begehbar sind?

    Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie schnell ein frisch verlegter Fliesenspiegel begehbar ist. Entscheidend sind dabei die Temperatur der Umgebung, die Saugfähigkeit und Vorbereitung des Untergrundes, die eingesetzte Fliesenkeramik und der Fliesenkleber. Besonders die Raumtemperatur und das Saugverhalten des Untergrundes sind maßgeblich für die Dauer des Trocknungsvorgangs. Schwach saugender Untergrund wie Beton und niedrige Temperaturen (1-5 °C) verzögern das Abbindeverhalten von mineralischem Fliesenkleber und lassen auch kunststoffbasierte Fliesenkleber langsamer aushärten, allerdings sind im Handel spezielle Kleber auf Kunststoffbasis erhältlich, die auch im unteren Temperaturbereich schnell aushärten. Als Faustregel gilt grundsätzlich, dass keramische Bodenbeläge nach 24 Stunden begeh- und verfugbar und nach drei Tagen im privaten Wohnbereich voll belastbar sind. Industriell genutzte Flächen sind hingegen erst nach 28 Tagen vollständig belastbar.

    Formeln & Berechnung

    Die zu fliesende Fläche in Quadratmeter errechnet sich aus der Multiplikation von Länge und Breite:

    Um die Größe der einzelnen Fliesen zu errechnen, wird die Fliesenlänge mit der Summe aus Fliesenbreite und Fugenbreite multipliziert:

    Die Anzahl der benötigten Fliesen ergibt sich dann, indem man die zu fliesende Fläche durch die Fliesengröße dividiert:

    Wieviel Fliesenkleber benötigt man pro m² – Infos zum Verbrauch

    Fliesen bieten eine robuste und leicht zu reinigende Oberfläche an Wand und Boden. Noch vor 20 Jahren wurden Fliesen ausschließlich im Dickbett-Mörtel verlegt. Heute ist das Kleben im Dünnbett der Standard beim Verarbeiten von Fliesen. Je nach Art der Fliese und des Untergrundes kann die benötigte Menge des Klebers voneinander abweichen. Dieser Ratgeber soll bei der Berechnung der Klebermenge helfen.

    Fliesen, der praktische Belag für Wand und Boden

    Fliesen sind ein ästhetischer, langlebiger, robuster und leicht zu reinigender Belag für Böden und Wände. Sie bestehen aus einer drei bis fünf Millimeter breiten Scheibe aus gebranntem Ton, der einseitig glasiert wird. Die glasierte Oberfläche macht die Fliese wasserfest. An der Unterseite haben Fliesen eine saugfähige und raue Oberfläche. Sie dient dazu, sich fest mit dem Kleber oder dem Dickbett-Mörtel zu verbinden.

    Fliesen stehen heute in einer riesigen Auswahl an Formen, Größen und Farben zur Verfügung. Einfache Rechteckfliesen bis ausgefallenen Fliesenteppichen hält der Handel in immer neuen Formen bereit. In ihrer Verarbeitung sind sie jedoch immer gleich: Zum Fliesenlegen benötigt man Dünnbettmörtel oder Dickbettmörtel, sowie Fugenmasse. Der Dünnbettmörtel wird auch als „Fliesenkleber“ bezeichnet.

    Fliesenspiegel mit Dünnbettmörtel

    Die einfachste Fliesenform ist der Fliesenspiegel aus gleichmäßigen, rechteckigen Fliesen. Dieser Typ wird in der Küche häufig verwendet, um eine hygienisch abwaschbare Oberfläche im Arbeitsraum zu schaffen. Um Fliesen im Dünnbett zu verlegen ist grundsätzlich ein absolut ebener Untergrund notwendig. Dünnbettmörtel kann keinerlei Höhenausgleich leisten. Ist die Oberfläche nicht absolut eben, muss sie gespachtelt oder es muss eine geeignete Platte vorgeschraubt werden. Ein übliches Material ist dazu Feuchtraum-Rigips. Die Dicke des Materials für den ebenen Untergrund muss aber in die gesamten Überlegungen mit einbezogen werden, sonst erhält man schnell ein unschönes Ergebnis.

    Zum Kleben mit Dünnbettmörtel werden drei verschiedene Verfahren angewandt:

    Beim Floating-Verfahren wird der Untergrund mit dem Fliesenkleber bzw. Flexkleber zunächst vorbereitet. Er wird glatt über die gesamte Arbeitsfläche verstrichen und schafft so eine ebene und glatte Kontaktfläche. Kleinere Unebenheiten und Löcher können damit noch ausgeglichen werden. Anschließend wird der Fliesenkleber mit einem Zahnkamm aufgetragen. Dabei ist die Zahntiefe von der Größe der Fliese abhängig: Je größer die Fliese ist, desto mehr Kleber benötigt sie, desto größer muss die Zahntiefe sein.

    Das Buttering-Verfahren ist für Natursteinplatten besonders gut geeignet. Bei dieser Arbeitsweise wird der Fliesenkleber dick auf die Platte aufgetragen, die anschließend an die die gewünschte Stelle aufgedrückt wird. Das Buttering Verfahren kommt auch beim Dickbettmörtel zum Einsatz.

    Schließlich kann man Fliesen auch mit einem kombinierten Verfahren verarbeiten. Wenn besondere Anforderungen an Witterungsfestigkeit und hohe Druckbeständigkeit gestellt werden, ist eine Kombination aus Floating und Buttering besonders geeignet. Ein typischer Anwendungsfall sind Terassen, Außenfassaden oder Pools.

    Das sparsamste Verfahren ist das Floating, beim kombinierten Verfahren wird am meisten Fliesenkleber verbraucht.

    Bedarf an Fliesenkleber

    Im normalen Floating-Verfahren werden folgende Mengen Fliesenkleber pro Quadratmeter benötigt:

    • Bis 5 cm Kantenlänge benötigt 0,03 cm Zahntiefe ergibt 1500 g pro m²
    • 5,1 cm bis 10,8 cm Kantenlänge benötigt 0,04 cm Zahntiefe ergibt 2000 g pro m²
    • 10,8 cm bis 20 cm Kantenlänge benötigt 0,06 cm Zahntiefe ergibt 3700 g pro m²
    • 20,1 cm bis 25 cm Kantenlänge benötigt 0,08 cm Zahntiefe ergibt 3300 g pro m²
    • 25 bis 500 cm Kantenlänge benötigt 1 cm Zahntiefe ergibt 3700 g pro m²
    • 5,1 bis 10,8 cm Kantenlänge benötigt 0,04 cm Zahntiefe ergibt 2000 g pro m²

    Muss das Buttering oder das kombinierte Verfahren angewendet werden, kann man mit dem 2 – 3-fachen der Menge rechnen. Von der Größe der Fliese sollte man sich aber in Bezug auf die notwendige Menge Fliesenkleber aber nicht abschrecken lassen: Je größer die Fliese ist, desto mehr Fliesenkleber benötigt man zwar – man spart jedoch dafür an der Fugenmasse.

    Fugenmasse pro m²

    Die benötigte Menge der Fugenmasse ist von drei Faktoren abhängig:

    • die Menge der Fliesen pro Quadratmeter (Je mehr Fliesen, desto mehr Fugen)
    • der Abstand der Fliesen zueinander (Je breiter, desto mehr Masse)
    • die Dicke der Fliesen (Je dicker, desto tiefer wird die Fuge, desto mehr Masse wird benötigt)

    Deshalb bietet der Handel zwei verschiedene Fugenmörtel an: Normaler Fugenmörtel ist für keramisch-glasierte Dünnbeläge aller Art, wie sie in Bad und der Küche eingesetzt werden. „Fugenbreit“ ist spezieller Fugenmörtel für Steingutplatten oder andere Beläge mit typisch breiten Fugen. Er ist witterungsbeständig und etwas grobkörniger als normale Fugenmasse.

    Bei normalen keramisch-glasierten Fliesen kann man ungefähr von folgenden Mengen ausgehen:

    Normale Rechteckfliesen haben eine typische Fugenbreite und Fugentiefe von 5 mm

    • Quadratfliesen mit einer Kantenlänge von 30 cm benötigen ca. 0,4 kg Fugenmasse pro m²
    • Quadratfliesen mit einer Kantenlänge von 20 cm benötigen ca. 0,6 kg Fugenmasse pro m²

    Mosaikfliesen haben eine Fugenbreite von 2 Millimeter und eine Fugentiefe von 5 Millimeter

    • Quadrat – Mosaikfliesen mit einer Kantenlänge von 5 cm benötigen ca. 0,7 kg Fugenmasse pro m²

    Fugenbreit hat diese ungefähren Verbrauchswerte:

    • Außenplatten haben eine typische Fugenbreite von 10 Millimeter und eine Fugentiefe von 8 Millimeter
    • Quadrat-Außenplatten mit einer Kantenlänge vom 40 cm benötigen ca. 0,6 kg Fugenbreit pro m²
    • Spaltplatten haben eine typische Fugenbreite von 10 Millimeter und eine Fugentiefe von 8 Millimeter
    • Spaltplatten mit einer Kantenlänge von 24 cm Länge und 11,5 cm Breite und benötigen ca. 1,5 kg Fugenbreit pro m²

    Bei ca. 1 Euro pro Kg Fliesenkleber und Fugenmasse sollte man die Kosten deshalb scharf kalkulieren. Mit etwas Geschick kann man einige Euro sparen, ohne Abstriche an der Ästhetik machen zu müssen.

    Источники: http://www.hausjournal.net/fliesen-legen-kosten-m2, http://www.blitzrechner.de/fliesen-legen/, http://www.talu.de/fliesenkleber-pro-m2/

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