Wandputz innen

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    Wandputz innen

    Bauen, Gestalten, Renovieren – mit dem Heimwerkermagazin selber machen: Werkzeuge und Maschinen im Test, kreative Ideen für Ihr Zuhause und praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

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    Ist die Tapete erst mal runter, bieten sich mit Dekorputzen ganz neue Möglichkeiten. Die Eigenschaften der verschiedenen Putzarten variieren erheblich. Wir sagen, worauf es ankommt.

    Dekorputz: die Alternative zu Tapete

    Für Selbermacher sind vor allem die vielen verschiedenen Dekorputze von 1 bis 3 mm Schichtdicke interessant, weil sie eine gute und sehr individuell gestaltbare Alternative zur vielfach geschmähten Raufaser darstellen.

    Die Dekorputze gelten als allgemein sehr gut für das Raumklima. Das ist den meist mineralischen oder den lehmbasierten Inhaltsstoffen geschuldet, die durch ihre feinporige Oberfläche überschüssige Luftfeuchte sehr leicht aufnehmen und in Dürrezeiten ebenso leicht wieder an die Raumluft abgeben.

    Aber Vorsicht beim Überstreichen von Dekorputzen: Auch die Wandfarbe muss natürlich dampfdiffusionsoffen sein! Verwenden Sie also nur solche auf Silikat-, Leim- oder Kaseinbasis (auch bei den Abtönfarben!).

    Eine dichte Latexfarbe würde nämlich den feuchteausgleichenden Effekt der Dekorputze sofort zunichte machen. Der handwerkliche Aufwand und das nötige Geschick für das Auftragen der Dekorputze ist für Selberputzer sehr überschaubar.

    Äußerst wichtig: Für alle Dekorputzarten gibt es eine zugehörige Grundierung. Die sollten Sie unbedingt verwenden, die neutralisiert nämlich (später durchscheinende) Farbunterschiede des Untergrundes, gleicht dessen Saugverhalten aus und verbessert erheblich die Haftung des Putzes.

    Apropos Untergrund: Der muss auch für Putze schon recht sauber verspachtelt und nicht zu uneben sein. Die Schichtdicke reicht für Kaschierungen von Wanddefekten in der Regel nicht aus.

    Die meisten der verschiedenen Massen müssen Sie lediglich mit Wasser anrühren und dann mit der Kelle auf die Wand aufziehen. Halten Sie sich bei der Wassermenge unbedingt an die Herstellerangabe, damit die Putzmasse ihre volle Haftkraft entfalten kann.

    Bei den dünnen Schichtdicken von nur 1 bis 3 mm ist es übrigens egal, ob Sie beim Putzen oben oder unten an der Wand beginnen. Falls Sie noch nie verputzt haben, sollten Sie an einem Stück Gipskartonplatte ein wenig üben, die Kelle mit elegantem Schwung aus dem Handgelenk zu führen. An der Wand ist es zum Üben leider zu spät. Also: Keine Angst vor der Kelle!

    Putz oder Tapete?

    Dekor-verputzte Wände sind schon seit einiger Zeit auf dem Vormarsch, viele Selberrenovierer ziehen die Arbeit mit der Kelle der mit dem Quast vor.

    Die Vorteile der nur 1 bis 3 mm dünnen Schichten liegen dabei auf der Hand: Sie sind in der Oberfläche wesentlich härter als die Papierbahnen, sie lassen sich zudem ganz individuell in Farbe und Struktur gestalten, und sie wirken durch ihre porige Struktur äußerst günstig und ausgleichend auf das Raumklima.

    Der große Nachteil: Sie sind nur mit schwerem Gerät wieder runterzubekommen. Im Gegensatz dazu bieten gerade die trocken abziehbaren Vliestapeten einen echten Vorteil. Einzige Ausnahme ist der Lehmputz. Denn der ist im Kontakt mit großen Mengen an Wasser löslich, Sie können ihn also nässen und abschaben.

    Viele der strukturierten Putze können Sie auch mit einer Spachtelmasse für den weiteren Aufbau glätten. Quasi eine Mischform aus Putz und Tapete stellen die Wandbeschichtungen aus Baumwolle oder andere Textilien dar.

    Auch sie werden zunächst mit Wasser angemischt, mit einer Kelle auf die Wand aufgezogen und trocknen dort zu einer weichen, sehr atmungsaktiven Textilschicht heran. Der Nachteil hier: Diese Beschichtung müssen Sie entfernen, bevor Sie etwas Anderes auf die Wand auftragen. Preislich kann der Tapete – besonders der Raufaser – keiner das Wasser reichen. Am teuersten sind die Baumwollputze mit Preisen zwischen 10 und 20 Euro pro qm.

    So verputzen Sie richtig

    Kleben Sie vor dem Verputzen alle angrenzenden Flächen mit Folie und Klebeband sauber ab, auch die noch zu verputzenden.

    Beginnen Sie vorzugsweise am oberen Ende der Wand mit dem Auftrag der Putzmasse. Die Kelle wird in der Regel von unten schräg nach oben gezogen. Fangen Sie an der Decke an, ziehen Sie sie von der Ecke aus schräg nach unten. Grundsätzlich arbeitet man immer aus Innenecken heraus in die Fläche und von der Fläche aus auf Außenecken zu.

    Am einfachsten wird das Ganze, wenn Sie nicht zu viel Putzmasse auf die Kelle nehmen. Eine Handvoll reicht aus. Ziehen Sie die Kelle zügig, nicht zu langsam, über die Wand.

    Wenn Sie den Putz aufziehen, halten Sie die Kelle recht steil (etwa 45°), um ihn gleich auf Kornstärke zu bringen. Für das nachfolgende „Schließen“ der Fläche stellen Sie die Kelle dann etwas flacher. Arbeiten Sie auch hier nicht zu langsam, ein forscher Schwung im Arm bringt bessere Ergebnisse.

    Wichtig: Arbeiten Sie nicht von beiden Wänden in eine Ecke rein. Putzen Sie erst eine Wand fertig, und dann die gegenüberliegende, damit die erste in Ruhe trocknen kann. Bereits verputzte Wände kleben Sie ab, wenn Sie die angrenzende Wand bearbeiten. So gibt’s keine Kellenspuren in der fertigen Wand.

    Wenn die Masse gerade etwas angezogen hat, können Sie die Oberfläche strukturieren, und zwar mit einer Lasurbürste. Streichen Sie dabei diagonal von beiden Seiten über die Putzfläche. Je feuchter die Bürste ist, desto mehr vom Putz lösen Sie wieder an und desto deutlicher wird die Bürstenstruktur. Verwenden Sie auf keinen Fall einen Quast oder eine andere Bürste, denn die sind allesamt zu hart – Sie würden den Putz wieder von der Wand bürsten.

    Ist der Putz trocken, können Sie ihn mit einem Wachs behandeln. Auf der Oberfläche perlt Wasser leichter ab und die Fläche bleibt dampfdiffusionsoffen und weiterhin überarbeitbar. Das Wachs tragen Sie mit der Bürste auf.

    Fürs beste Raumklima: Lehm

    Eine Sonderstellung bei den Dekorputzen nehmen die Lehmputze ein. Genau genommen handelt es sich hier um ein Gemisch aus Marmorsand, Pflanzenstärke, Tonmehl, und Pigmenten, bei dem der Ton mindestens 20 % der Masse ausmacht.

    Dieser Anteil reicht für die erstaunlichen Fähigkeiten des Lehmputzes völlig aus. Verarbeitet wird der Lehmputz wie alle anderen Putze auch.

    Einziger Unterschied: Lehm ist und bleibt wasserlöslich. Das kommt Ihnen bei der Oberflächengestaltung (mit Bürste, Pinsel) zugute, wischfest ist er allerdings nicht.

    Die Lehmputze können ein- und mehrlagig aufgetragen und mit dem Quast gestrichen werden (Streichputz „Furioso“, Lesando). Die bei den Dekorputzen üblichen geringen Schichtstärken bieten schon eine raumklimatische Verbesserung.

    Was ist Lehm, und was macht ihn aus?

    Lehm ist ein Verwitterungsprodukt der Natur und besteht aus Ton, Sand und Schluff in sehr feinen Teilchen.

    Die Tonminerale sind für die Bindefähigkeit des Gemischs verantwortlich. Je nach Tonsorte und Abbauort weist der Lehm oft ganz unterschiedliche Zusammensetzungen auf. Die Zugabe von Sanden (Strukturgeber), Pigmenten, Verarbeitungshilfen (beispielsweise Pflanzenstärken) und Effektzuschlägen wie spezielle Körnungen oder Fasern machen dann die unterschiedlichen Strukturen und Putzsysteme aus.

    So ist es möglich, aus den verschiedenen Rohstoffen vom dünnschichtigen Streichputz bis hin zum Grundputz für Wandheizungen sehr vielfältige Putzsorten herzustellen. Auf die Zugabe von hydraulischen Bindemitteln wie Gips, Kalk oder Zement wird konsequent verzichtet.

    Die Tonmehle sind als Baustoff deshalb so interessant, weil sie innerhalb des Putzsystems gleich drei wichtige Aufgaben auf einmal erfüllen können: Sie sind nämlich Bindemittel, Farbgeber (es müssen weniger Pigmente zugesetzt werden) und Füllstoff (weniger Marmorsand) in einem.

    Auf Grund seiner guten Dämmeigenschaften in Verbindung mit Stroh fand Lehm früher zudem als wärmedämmendes Füllmaterial im Fachwerkbau und wegen der hohen Rohdichte als schalldämmende Schüttung in Holzbalkendecken Anwendung.

    Eine Renaissance erlebt der Lehm gerade im Innenausbau: als Grundputz (in 20 mm Stärke), als Spachtelputz (1 bis 2 mm Stärke) und als Streichputz (0,1 mm Stärke). Sogar fertige Lehm-Wandelemente mit integrierter Flächenheizung finden immer mehr Abnehmer.

    Das neu entflammte Interesse der Bauherren ist in erster Linie auf die guten bauphysikalischen Eigenschaften des Lehms zurückzuführen.

    Am bekanntesten ist die Fähigkeit der Lehmputze, große Mengen Feuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen. Aber auch Gerüche, etwa aus Tabakqualm, werden langfristig aus der Luft gefiltert.

    Interessanterweise funktioniert dieses „einnehmende“ Wesen des Lehms nicht über eine möglichst große Schichtdicke, sondern nur in den ersten paar Millimetern des Putzes. Viel wichtiger ist eine möglichst große Oberfläche des Lehms, weshalb die Hersteller auch ein Verputzen der Raumdecke empfehlen – der größten freien Fläche im Raum.

    Eine weniger bekannte Eigenschaft ist die abschirmende Wirkung des Lehms bei hochfrequenter Strahlung, etwa von Mobiltelefonen. In großen Schichtdicken kann ein Lehmputz allein diese Strahlung zu etwa 98 % abschirmen. Genauso effektiv, aber praktikabler sind allerdings Putze in Schichtdicken von nur 1,5 mm, die mit ableitenden Karbonfasern versetzt sind.

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    Das Bild zeigt den oberflächlichen Unterschied zwischen einem Lehmfeinputz und einem Lehmgrundputz. Die Grundputze sind meist Kombinationen aus Lehm und Gips oder Lehm und Kalk. Auch Trockenputze sind in Lehmausführung erhältlich.

    Auch mit Lehmputz können Sie’s bunt treiben

    Der Lehmputz-Hersteller Lesando bietet sechs Basisfarben an, aus denen er selbst in 111 Varianten Ihren Wunschfarbton mischt. Theoretisch könnten Sie das natürlich auch selbst, aber Lesando bietet bei größeren Menegen (ab 30 kg) einen kostenlosen Mischservice. Ohne entsprechende Geräte ist es nämlich schwierig, solche Mengen homogen miteinander zu vermischen. Sie könnten später auf der Wand die einzelnen Farben erkennen.

    Beim Lesando-Händler stehen Ihnen kleine Farbmusterkoffer zur Verfügung, aus dem Sie Ihren Farbton aussuchen und dann bestellen können. Der Gebindepreis liegt (mit und ohne Mischen) bei knapp 60 Euro pro 10-kg-Lehmputz-Eimer. Mit dieser Menge kommen Sie bei 1 mm Schichtdicke etwa 14 qm weit, was einem Quadratmeterpreis von 4,30 Euro entspricht (plus 1,40 Euro/ qm für die Grundierung). Berücksichtigen Sie, dass Sie zusätzlich etwa 2 qm für Ihre Übungsfläche brauchen.

    Die trockene, einfarbige Masse streuen Sie in die auf dem Eimer angegebene Menge Wassers ein und rühren sie gut durch.

    Möchten Sie einen Wischeffekt erzielen, so nehmen Sie jeweils einen kleinen Batzen von jeder Farbe auf die Kelle und ziehen Sie sie gleichzeitig auf die Wand. Dort müssen Sie die Farben kreuz und quer verteilen.

    Basiswissen: Das SELBER MACHEN A bis Z der Putze

    Putz ist mittlerweile zu einem Oberbegriff geworden, der vom 20-mm- Kalk-Zement-Grundputz bis zur 3-mm-Lehmspachtelmasse alles abdeckt. Mit unserem A bis Z der Putze wissen Sie genau Bescheid.

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    Putz für Innenwände

    HORNBACH bietet eine große Auswahl an dekorativen Putzen, mit denen Sie Ihren vier Wänden ein neues und individuelles Flair verleihen! Ob gespachtelt oder gerollt – jeder Putz hat seinen eigenen Charme. Denn Verputzen heißt kreative Wandgestaltung mit tollen Effekten. Die Putze von heute bieten Ihnen die unterschiedlichsten Möglichkeiten des Auftragens mittels Pinsel, Rolle oder Kelle. Mit etwas Geschick und speziellen Kämmen, Spachteln oder Bürsten zaubern Sie individuelle Strukturen in Ihre vier Wände und lassen sie gut aussehen. Da ist für jeden was dabei!

    Putz ist so dekorativ, wie kein anderes Material! Damit Ihnen die Wahl Ihres Lieblingsputzes leichter fällt, haben wir alle verfügbaren Putzvarianten für Sie in einem Ratgeber zusammengestellt. Zudem erfahren Sie alles über die verschiedenen Verarbeitungstechniken und Gestaltungsmöglichkeiten. Jetzt Putz-Ratgeber (PDF, 10 MB) anschauen und inspirieren lassen!

    Streichputz, Reibeputz, Rollputz

    Für die perfekte Optik nach Ihrem Geschmack bietet HORNBACH Putze mit verschiedenen Körnungen an. Unsere Putze sind geeignet für alle üblichen Untergründe wie z. B. Innenputze, Beton, Gips, Gipskartonplatten, tragfähige und matte Altanstriche auf Dispersionsbasis. Achtung: Nicht auf Tapeten verwendbar! Als optimale Basis und für perfekte Haftung für alle Putze empfehlen wir eine Putz-Grundierfarbe.

    Im Farbmischcenter können Sie Putz im Wunschfarbton mischen lassen – online oder in Ihrem HORNBACH Markt. Sie geben den Ton an! Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Ist die Putzmasse komplett durchgefärbt, sind kleinere Absplitterungen oder Beschädigungen der Oberfläche nicht sichtbar. Weitere Infos zum Farbmischservice finden Sie hier.

    Roll- und Streichputz verarbeiten

    • Tragen Sie den Putz auf – je nach Produkt mit Rolle oder Kelle. Die Auftragstärke hängt entscheidend von der gewünschten Struktur ab. Bevorzugen Sie z. B. rustikalere Strukturen ist eine hohe Schichtstärke erforderlich.
    • Der Putz wird oberflächlich geglättet um eine gleichmäßige Schichtstärke zu erreichen. Nicht mehr Material auftragen, als in ca. 15-20 Minuten strukturiert werden kann.
    • Jetzt können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Gestalten Sie die Wand nach Ihren Vorstellungen. Die unterschiedlichen Werkzeuge und Ihre Ideen schaffen individuelle, dekorative Ergebnisse wie z. B. die Struktur mit Spachtel.
    • Eine Bürste schafft ein besonderes Oberflächenbild in der Putzstruktur.
    • Oder verwenden Sie eine Schaumstoffrolle mit feinen Poren.
    • Ein gleichmäßiges Muster und tolle Ergebnisse zaubern Sie mit der „Erbslochrolle“.
    • Streichputz lässt sich wunderbar mit einer Tiefengrundbürste verarbeiten und strukturieren.

    Zwei linke Hände oder keine Zeit?

    • Tragen Sie nicht mehr Putz auf, als in 15-20 Min. strukturiert werden kann. Achten Sie darauf, dass zusammengehörige Flächen an einem Stück bearbeitet werden. Tragen Sie ruhig zunächst dicker auf, dies erleichtert das Auftragen des Putzes.
    • In einem weiteren Arbeitsgang ziehen Sie mit steil gestelltem Edelstahlglätter scharf auf Kornstärke ab. Dies ist ein entscheidender Teil der Arbeit, da erst die richtige Schichtstärke gleichmäßiges Strukturieren ermöglicht.
    • Nach dem Abziehen verwenden Sie den Kunststoffglätter zum Strukturieren. An ihm bleibt der Putz nicht haften. Der Glätter wird vollflächig aufgesetzt und je nach der gewünschten Struktur über die Fläche gerieben.

    Durch die Reibrichtung bestimmen Sie das spätere Aussehen!

    Ein weiteres Beispiel für ein dekoratives Finish.

    Diagonale Bewegungen erzeugen wiederum ein anderes Muster.

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    Übersicht über Putzarten und Putztechniken

    Welche Putzarten gibt es? Wann wird welcher Putz eingesetzt? Wie wird ein Putz fachmännisch aufgetragen?

    Putz wird immer dann eingesetzt, wenn eine Innenwand oder eine Fassade optisch durch eine Struktur aufgewertet werden soll. Während Putz im Innenbereich oft auch als Grund für weitere Dekorschichten wie z. B. Fliesen oder Tapeten dient, übernimmt der Putz im Außenbereich noch eine Vielzahl von Zusatzfunktionen. So schützt eine Putzschicht nicht nur vor Witterungseinflüssen, sondern kann das Risiko einer Veralgung oder eines vorzeitigen Alterns reduzieren oder die Dämmwirkung der Fassade verbessern helfen.

    Wer verputzt mein Haus? Hier professionelle Anbieter finden

    Unterscheidungskriterien von Putz

    Putze bestehen aus unterschiedlichsten Materialien und werden in verschiedenen Techniken und zu verschiedenen Zwecken verwendet. Daher gibt es auch eine Vielzahl an Putzbezeichnungen, die sich nur bestimmter Kriterien voneinander unterscheiden lassen. Grundsätzlich werden Putze zunächst nach den verwendeten Bindemitteln und Zuschlagstoffen unterschieden:

    Unterscheidung nach Bindemitteln

    Das im Putz verwendete Bindemittel hat einen entscheidenden Einfluss auf die Eigenschaften und damit auf den Verwendungszweck des Putzes. Dabei unterscheidet man zwei Bindemittel:

    • mineralische, anorganische Bindemittel (Kalk, Zement, Lehm, Silikat)
    • organische Bindemittel (Gips, Kunstharz)

    Unterscheidung nach Zuschlagstoffen

    Die verwendeten Zuschlagstoffe haben in der Regel einen Einfluss auf die technischen und bauphysikalischen Eigenschaften wie die Armierung, Strukturbildung, Farbgebung, oder Wärmeleitfähigkeit. Dabei unterscheidet man folgende Zuschlagstoffe:

    • mineralische Zuschlagstoffe (Quarzsand, Kies, Gesteinsmehle, Ziegelsplitt)
    • organische Zuschlagstoffe (Stroh, Tierhaar, Glasfaser, Glasmehl)
    • Leichtzuschläge (Vermiculit, Schaumglasgranulat, Kork, Blähton, EPS)
    • Vergütungen und Additive

    Weitere Unterscheidungsmöglichkeiten

    Neben der grundsätzlichen Unterscheidung von Putzenarten nach den in ihnen verwendeten Bindemitteln und Zuschlagstoffen lassen sich die allermeisten am Markt erhältlichen Putzsorten nach folgenden Kriterien klassifizieren:

    Beispiele für beliebte Formen der Fassadengestaltung mit Putz

    Unterscheidung nach der Putzstärke

    Nahezu alle Putzarten lassen sich nach der Putzstärke einteilen. Dabei wird zwischen Dickschichtputzen, bei denen der Materialauftrag mit Ausnahme von groben Oberputzen mehr als die Stärke des Größtkorns des Zuschlagstoffes beträgt, und Dünnschichtputzen unterschieden, die durch Zusätze wie z. B. Kunstharze sehr dünn ausgezogen werden können. Folgende Putze lassen sich u.a. nach der Putzstärke beschreiben:

    Spritzputz gehört zu den Dünnschichtputzen und kann maschinell auf eine Wand aufgespritzt werden oder mit der Kelle oder dem Quast auf wenig saugende oder glatte Untergründe netzartig und auf stark saugenden oder ungleichmäßigen Untergründen vollflächig angeworfen werden (sogenannter Spritzbewurf).

    Haftbrücke wird anstelle von Spritzbewurf zur Untergrundvorbehandlung von kraftschlüssigen Verbindungen. Organische oder mineralische Haftbrücke besteht besteht aus alkalibeständigen Dispersionen und anorganischen Zuschlagsstoffen.

    Unterputz oder auch Grundputz gehört zu den Dickschichtputzen und dient dazu, Unebenheiten auf dem Untergrund auszugleichen. Der Unterputz dient im Außenbereich als Träger des Oberputzes ( und im Innenbereich als Untergrund für Tapeten oder Anstriche.

    Als Oberputz (oder Edelputz) wird die letzte Putzlage eines Putzsystems im Außen- und Innenbereich bezeichnet. Er kann als Dünnschichtputz oder Dickschichtputz aufgetragen werden. Mineralisch gebundene Oberputze sind bauphysikalisch günstiger, benötigen meistens jedoch einen Egalisierungsanstrich.

    Feinputz auf Kalkbasis wird häufig zum Verputzen von Innenwänden von feuchten Räumen eingesetzt. Im Außenbereich wird vielfach eine Kalkzementmischung oder für den Sockelbereich eine Zementbasis verwendet. Feinputz liegt ein sehr kleinteiliges Putzkorn zugrunde, dessen Struktur ein sehr weiches Wandbild ergibt.

    Putzgrund ist vergleichbar mit einer Wandfarbe, der feiner Sand beigemengt wird. Putzgrund kommt unter einem Dekorputz zum Einsatz, um der Wand eine gleichmäßige Struktur zu verleihen und farblich anzupassen. Tiefengrund ist im Gegensatz zum Putzgrund lediglich ein farbloser Anstrich, der die Farbaufnahme der Wand verbessern soll.

    Weitere Informationen

    • Dickschichtputz
    • Dünnschichtputz
    • Spritzputz
    • Haftbrücke
    • Unterputz
    • Grundputz
    • Oberputz
    • Feinputz
    • Putzgrund

    Unterscheidung nach Putzbestandteilen

    Viele Putzsorten haben einen besonders hohen Anteil an Bindemitteln, Zusatzstoffen oder Beimischungen der ihnen besondere Putzeigenschaften für spezielle Anwendungen verleiht. Folgende Putzsorten werden daher nach ihrem dominierenden Putzanteil definiert:

    Kalkputz besteht zum Großteil aus Kalk und ist hoch alkalisch (fungizig) und diffusionsoffen. Im Innenbereich sorgt Kalkputz so für ein gutes Raumklima und verhindert u.a. Schimmelpilzbefall. Im Außenbereich wird Kalkputz aufgrund seiner geringen Festigkeit und besseren Spannungsaufnahme als Putz für historische Gebäude genutzt.

    Luftkalkputze basieren auf dem Bindemittel Luftkalk. Dies ist ein reiner Kalkbrand, der nur in feuchter Umgebung unter gleichzeitiger Luftzufuhr erhärten kann, weshalb Putze mit hydraulisch härtenden Bindemitteln meist härter als Luftkalkputze sind. Luftkalkputz wird daher häufig in schlecht belüfteten und kühlen, feuchteanfällugen Gebäuden eingesetzt.

    Sumpfkalkputz hat eine ganz ähnliche Wirkung wie Luftkalkputze, indem er feuchte Wände verlässlich trocken hält und somit Schimmel verhindert. Sumpfkalk selbst entsteht beim Ablöschen von Brandkalk durch das sogennante Einsumpfen. Sumpfkalk ist daher eine Aufschlämmung (Suspension) und kein reiner Brand.

    Kalkzementputz wird auf Innen- und Außenwänden (häufig auch als Kalkzementleichtputz) eingesetzt. Kalkzementputz besitzt eine höhere Druckfestigkeit als reiner Kalkputz, ist ebenso diffusionsoffen und feuchteunempfindlicher.

    Zementputz wird vorwiegen als Außenputz im Sockelbereich und Kelleraußenwänden sowie als Unterputz für die Fliesenverlegung im Dünnbettverfahren eingesetzt. Zement Putz beeinflusst im Haus das Raumklima positiv, indem er Feuchtigkeit absorbiert. An den Außenwänden trägt er zur Wärmedämmung und Wasserabweisung bei.

    Lehmputz ist diffusionsoffen, reguliert somit Feuchtigkeit und schafft ein angenehmes Raumklima. Lehmputz wird sowohl als Oberputz als auch als Unterputz eingesetzt. Da Lehmputz jedoch feuchteempfindlich ist, wird eine weitere Oberflächenbearbeitung notwendig.

    Gipsputz bzw. Gips-Kalk-Putz oder Gips-Kalk-Zement-Putz wird als geglätteter oder verriebener Putz im Innenbereich als Ober- oder Unterputz für Tapeten eingesetzt. Im Außenbereich wird Gipsputz nur sehr selten z. B. bei der Denkmalsanierung verwendet.

    Baumwollputz wird als Wand- und Deckenbeschichtung von Innenräumen als Alternative zur Tapete oder eines Reibe- oder Kratzputzes eingesetzt. Baumwollputz besteht aus Baumwollfasern und verschiedenen Füll- und Effektstoffen, als Bindemittel wirkt Zellulose.

    Kunststoffputz basiert auf Kunststoff-Bindemitteln wie Acrylate oder Styrol-Acrylate. Gegenüber Putzen auf mineralischer Basis hat Kunststoffputz den Vorteil, schneller auszuhärten sowie dünner und rissfrei aufgetragen zu werden. Nachteil ist eine vielfach geringere Diffusionsfähigkeit und Temperaturbeständigkeit.

    Silikonharzputz ist ein Kunstharzputz, der durch Zugabe von Silikonharzemulsion jedoch wasserdampfdurchlässiger ist als herkömmlicher Kunstharzputz. Beim Kauf von Silikonharzputz sollte auf den Anteil Silikonharz im Putz achten, denn dieser bestimmt die Diffusionsfähigkeit. Da Silikonharzputz deutlich teurer als Mineralputz ist, lohnt sich sein Einsatz nur in entsprechend speziellen Anwendungen.

    Weitere Informationen

    • Kalkputz
    • Leichtputz
    • Luftkalkputz
    • Sumpfkalkputz
    • Kalkzementputz
    • Zementputz
    • Lehmputz
    • Gipsputz
    • Gips-Kalk-Putz
    • Baumwollputz
    • Kunststoffputz
    • Silikonharzputz

    Unterscheidung nach der Oberflächengestaltung

    Viele Putzsorten werden nach der Art und Weise beschrieben, zu welcher Gestaltungstechnik von Innen- und Außenwänden sie sich einsetzen lassen. Folgende Putzsorten lassen sich in dieser Hinsicht abgrenzen:

    Rauputz (oder auch Rauhputz) ist ein altbewährter Putz, mit dem unterschiedliche Oberflächeneffekte erzielt werden können. So ist z.B. Münchner Rauhputz ein Oberputz für geriebene Strukturen mit deutlicher Rillenausbildung durch Rundkorn. Zu den Rauputzen gehören zudem beispielsweise auch der Rappputz und der Kratzputz.

    Rapputz (vielfach auch Bestich genannt) wird für das Verputzen von Keller- oder Dachräumen verwendet und wird einlagig angeworfen und dann mit einer Mörtelkelle oder mit einem Pinsel verstrichen. Rapputz ist ein Verbandputz und wird eingesetzt, um eine gleichmäßig rauhe Wandoberfläche zu schaffen. Bei dem anschließenden Kalkanstrich sollte daher auf die gleiche Strichführung geachtet werden. Rappputz entspricht der Putztechnik nach dem Kellenwurfputz.

    Kratzputze eignen sich auch hervorragend für die kreative Gestaltung. Die Kratzputzstruktur entsteht durch genau abgestimmte Mengen an Marmor, die in bestimmten Korngrößen verwendet werden. Kratzzputz hat eine aufgeraute Oberfläche, die mit einem sogenannten "Igel“ (z. B. Nagelbrett) angerissen wird und so die härtere Bindemittelschicht entfernt. Eingefärbt lässt sich Kratzputz in zahlreichen Farbvarianten verarbeiten.

    Strukturputz wird nach dem Auftragen mit einer Kelle, dem Reibebrett, Quast oder anderen Werkzeugen bzw. Modellierungstechniken wie dem Kellenstrichputz verarbeitet. Als Strukturputz werden sowohl mineralische Putze als auch Kunststoffputze verwendet. Strukturputz eignet sich auch für Hobby-Heimwerker zum Selberverputzen.

    Buntsteinputz ist ein wetterbeständiger Natursteinputz und wird aufgrund seiner farbigen Natursteingranulate auch als Mosaikputz bezeichnet. Buntsteinputz wird vor Allem als organischer Dünnschichtputz im Sockelbereich verwendet und mit einer Edelstahlkelle vollflächig aufgetragen und gleichmäßig ohne Überlappungen abgezogen.

    Schlämmputz gehört zu den Dünnschichtputzen und wird für Putz-Fassaden und Innenflächen eingesetzt. Die typische Schlämmputzoptik wird durch einen dünnen Putzaufstrich erreicht, der den Untergrund durchschimmern lässt. Schlämmputz kann gut verarbeitet werden, ist wasserdampfdurchlässig, spannungsarm, witterungsbeständig und wasserabweisend.

    Schweißputz ist ein mineralischer und leicht verarbeitbarer Renovier- und Fassadenspachtel mit sehr guter Haftung. Schweißputz wird in der Regel von Hand mit einer Traufel aufgezogen und kann in frischem Zustand mit einem Besen aufgeraut werden. Zum Erzielen einer „feineren“ Filzputzstruktur bietet sich ein nochmaliges, gleichmäßiges Abfilzen zu einem späteren Zeitpunkt an, wobei die gröbere Oberkörnung hierdurch abfällt.

    Dekorputz ist eine flüssige Mischung aus Wandfarbe und verschiedenen Bindemitteln. Neben einer ansprechenden Oberflächenstruktur unterstützt Dekorputz durch seine Atmungsaktivität und Wasserdampfdurchlässigkeit ein angenehmes Raumklima. Dekorputz wird vielfach gebrauchsfertig verkauft und lässt sich als Streichputz oder Rollputz mit z. B. einem Pinsel oder einer Auftragswalze leicht selber auftragen.

    Modellierputz ist ein weißer oder farbiger mineralischer Oberputz für Innen- und Außenbereiche und kann von Hand oder mit Putzmaschinen verarbeitet werden. Modellierputz kann je nach gewünschter Struktur entweder mit einer Traufel modelliert oder mit einem Schwammbrett (Schwammscheibe) abgefilzt werden.

    Rillenputz ist eine Schlussbeschichtung mit unterschiedlich großen Splitkörenern. Beim Auftragen des Rillenputzes werden dann die charakteristischen Rillen in den Putz gerissen. Rillenputz gehört zu den Reibeputzen, dessen Strukturkorn im Allgemeinen jedoch rund ist und beim Abreiben eine weichere Rillenstruktur entstehen lässt.

    Rustikalputz ist ein Oberputz für geschlossene, rillenfreie, raue Strukturen mit Kratzputzcharakter. Rustikalputz hat eine Kornstärke von meistens rund 5 mm und wird mit dem Glätter aufgebracht. Durch die Bearbeitung mit einem Schwammbrett oder einer Strukturrolle entsteht eine rustikale, grobe Wandstruktur.

    Scheibenputz wird häufig als Putz auf WDVS-Fassaden und zur dekorativen Gestaltung von Innenräumen verwendet. Scheibenputz kann leicht per Hand oder maschinell aufgetragen werden und mit einer Stahltraufel oder Schwammscheibe abgerieben werden, sodass die namensgebende kratzputzähnliche Scheibenputzstruktur entsteht.

    Natursteinputz ist ein Dekorputz aus farbigen Natursanden und wird besonders auf stark belasteten Flächen, z. B. in Treppenhäusern, Fluren u.ä, eingesetzt. Natursteinputz wird von Hand mit einer Stahltraufel in meistens 2 Arbeitsgängen aufgetragen.

    Mosaikputz ist ein gebrauchsfertiger dekorativer organischer Dünnschichtputz aus farbigen Natursteingranulaten, Diesem Kunstharzputz werden dazu gemahlener Kies unterschiedlicher Farbe oder eingefärbter Quarz zugesetzt. Besondere Effekte werden durch das Einstreuen von Glimmer erzielt. Mosaikputz ist besonders für den Sockelbereich oder im Innenbereich von z, B. Treppenhäusern geeignet.

    Weitere Informationen

    • Rauputz
    • Rappputz
    • Kratzputz
    • Strukturputz
    • Buntsteinputz
    • Schlämmputz
    • Schweißputz
    • Dekorputz
    • Modellierputz
    • Rillenputz
    • Rustikalputz
    • Scheibenputz
    • Natursteinputz
    • Mosaikputz

    Unterscheidung von Putz nach der Putztechnik

    Viele Putze werden auch nach der Technik beschrieben, wie diese auf die Wand aufgebracht werden und dort zu einer strukturgebenden Optik verarbeitet werden. Folgende Putzbegriffe haben sich entsprechend der eingesetzten Putztechnik etabliert:

    Reibeputz wird klassischerweise mit dem Reibebrett geglättet oder strukturiert auf die Wand aufgebracht. Je nach der Körnung des Zuschlagstoffes spricht man dann auch vom Münchner Rauputz oder dem sogenannten Wurmputz. Mineralischer Reibeputz hat den Vorteil, dass er atmungsaktiv und sehr widerstandsfähig ist und daher auch auf Außenwänden aufgetragen werden kann.

    Filzputz ist aus Kalkmörtel mit fein gesiebtem Sandzuschlag bestehender Oberputz, der mit einem Filzbrett eingeebnet und abgerieben wird und dadurch eine nahezu glatte Oberfläche erhält. Auf großen Flächen aufgetragen neigt Filzputz zur Bildung von Haarrissen, da sich durch das Reiben und Filzen das Bindemittel an der Oberfläche anreichert.

    Glattputze sind langsam abbindende Kalk- oder Lehmputzen, die mit einer Glättkelle, einem Glätteisen oder polierten Steinen aufgebracht werden. Kunstharzgebundene Glattputze wie Buntsteinputz können auch aufgespachtelt oder geschliffen werden. Glattputz ist ein Modellierputz, der hauptsächlich im Innenbereich angewendet wird.

    Kellenstrichputz (auch Kellenwurfputz genannt) bezeichnet das Anwerfen von bereits angezogenem Mörtel. Dieser wird dann mit einer Glättkelle (Glätter) so verstrichen, das die gewünschte Putzstruktur entsteht. Je nachdem wie stark der Mörtel angezogen ist, bleibt der Kellenstrich – meist waagerecht, bogenförmig oder fächerförmig geführt – als Kontur deutlich sichtbar.

    Rollputz wird mit einer Rolle auf die Wand auftragen und stellt für ungelernte Heimwerker eine Alternative zum Reibeputz dar, da dieser wie eine Farbe aufgetragen wird. Trotzdem lässt sich Rollputz auch nach dem Auftragen weitergehend modellieren. Rollputz wird vielfach mit Marmoranteilen angeboten, weshalb Rollputz ebenfalls als Edelputz gilt.

    Streichputz ist ebenfalls eine Alternative für Heimwerker, die ihre Wände nicht mit einer strukturierten Tapete und Farbe verschönern wollen. Denn Streichputz hat im Vergleich zur Farbe den Vorteil, dass eine organisch wirkende Struktur erzeugt wird, die auch nachträglich im gewünschten Farbton nachgestrichen werden kann.

    Weitere Informationen

    • Reibeputz
    • Filzputz
    • Glattputz
    • Kellenstrichputz
    • Rollputz
    • Streichputz

    Unterscheidung von Putz nach Funktion

    Viele Putzarten werden nach dem jeweiligen Verwendungszweck bzw. der mit dem Verputzen beabsichtigten Funktion benannt. Folgende Putze sind hierbei vornehmlich zu nennen:

    Ein Dämm- bzw. Wärmedämmputz wird sowohl im Innen- als auch Außenbereich eingesetzt. Im Außenbereich wird Dämmputz häufig als Grund- und Unterputz eingesetzt. Die wärmedämmende Wirkung (

    Wärmeleitzahl λ = 0,07 W/mK) erhält der Dämmputz z. B. durch expandiertes Polystyrol als Leichtzuschlag. Neuere Hochleistungsdämmputze werden mit Aerogel angereichert.

    Als Edelputz werden eine Vielzahl von weißen oder auch farbigen mineralischen Außen- und Innenputzen bezeichnet, die mit dem Begriff "Edel" einen besonderen Wert erfahren sollen. Häufig wird der Begriff Edelputz als Putz für Außenwände insbesondere als Oberputz von WDVS gebraucht.

    Opferputz ist ein Luftkalkputz, der hauptsächlich bei der Sanierung von Mauern eingesetzt wird, um die z. B. nach einem Hochwasser oder allgemein bei einer Trockenlegung entstehenden bauschädlichen Salze aufzunehmen. Der Opferputz wird danach abgeschlagen und durch einen anderen Putz ersetzt.

    Sperrputz kommt ebenfalls bei der Sanierung von feuchtem Mauerwerk zum Einsatz. Sperrputz dichtet dabei feuchte Wände von innen ab und verhindert so Schimmelbefall. Sperrputz ist wasserdruck- und frostbeständig, trocknet schnell ab, besitzt nur eine sehr geringe Putzfeuchte und weist eine gute Haftbeständigkeit auf feuchtem Mauerwerk auf.

    Sockelputz auf Zementbasis eignet sich besonders für den Dauernassbereich, z.B. für Gebäudesockel oder Wände im Erdreich oder für Wände, die einer hohen mechanischen Beanspruchung ausgesetzt sind. Auf weicheren Untergründen wie Porenbeton, Leichtziegel oder WDV-Systeme werden spezielle Sockel-Leichtputze z.B. auf Reinacrylat-Basis eingesetzt.

    Sanierputz wird aufgrund seiner sehr geringen kapillaren Leitfähigkeit, einer guten Wasserdampfdurchlässigkeit und eines hohen Porenvolumens zur Instandsetzung von salz- und feuchtebelastetem Mauerwerk verwendet. Es ist jedoch strittig, ob Sanierputze bei wiederkehrender Durchfeuchtung des Mauerwerks dauerhaft die Feuchtigkeit abführen können.

    Kompressenputz dient dazu, um Salz aus dem Mauerwerk zu ziehen und kommt vornehmlich auf Naturstein, Ziegel, Putz u.a. mineralischen Untergründen zum Einsatz. Kompressenputz wird daher auch als Opferputz im Kompressenverfahren eingesetzt.

    Feuchtespeicherputz ist ein Funktionsputz, dessen Feuchteaufnahme-Fähigkeit die von herkömmlichem Kalkputz übertrifft. Der Feuchtespeicherputz fängt dazu die Luftfeuchtigkeit auf, speichert sie und gibt sie Stunden später wieder an die Umgebungsluft ab. Feuchtespeicherputz wird in z. B. Küchen oder Badezimmern eingesetzt.

    Silikatputz dient als langhaltbare Beschichtung und zur Abdichtung von Mauerwerk. Nach dem Auftragen dringt der Silikatputz in die Poren des Mauerwerks ein und entzieht diesem das Wasser. Unter dem Einfluß von Kohlendioxid härtet der Silikatputz zu einem stabilen Kalziumsilikat-Kieselsäure-Gemisch (Wasserglas) aus.

    Als Wandputz werden eine Vielzahl von Putzsorten bezeichnet, die vor Allem wegen ihrer dekorativen Wirkung zusammengefasst werden. Wandputz ist in der Regel farbig, weist eine große Bandbreite an Strukturen auf und ist in verschiedenen Körnungen und Dichte, sowohl Dispersions-Putz als auch Kalkputz erhältlich. Plastischer Wandputz kann später beliebig oft, ohne weitere Vorarbeit überstrichen werden, wenn die Farbe renovierungsbedürftig geworden.

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    Weitere Informationen

    • Dämmputz
    • Edelputz
    • Feinputz
    • Opferputz
    • Sperrputz
    • Sockelputz
    • Sanierputz
    • Kompressenputz
    • Feuchtespeicherputz
    • Silikatputz
    • Wandputz
    • Sockelputz

    „Alle Putzarten und Putztechniken im Überblick“ wurde am 14.03.2016 das letzte Mal aktualisiert.

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    Источники: http://selbermachen.de/wohnen/renovieren/waende/alternativen-zur-tapete-waende-mit-putz-gestalten, http://www.hornbach.de/cms/de/de/projekte/wohnraum_gestalten/streichen/putz_fuer_innenwaende/putz_fuer_innenwaende.html, http://www.energie-experten.org/bauen-und-sanieren/baustoffe/putz.html

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