Wand verkleiden mit rigipsplatten

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    Gipskartonplatten – kleben oder schrauben

    Sie wollen eine unansehnliche Wand mit Rigips verkleiden und sind sich nicht sicher, ob Sie sie an die Wand kleben oder doch besser schrauben. Auf den ersten Blick wirkt das Kleben einer Gipskartonplatte besonders einfach, aber meist wenn Sie mit der Arbeit beginnen, entstehen oft die ersten Fragen. Wir zeigen Ihnen hier, wie Rigipsplatten angeklebt werden. Gleichzeitig zeigen wir beliebte Fehlerquellen, die es zu umschiffen gilt und stellen das Schrauben von Gipskartonplatten dem Kleben gegenüber.

    Gipskartonplatten können sowohl geschraubt als auch geklebt werden. Kaum ein anderer Werkstoff ermöglicht eine so schnelle und günstige Erstellung einer glatten Wand wie Gipskarton. Das ist einer der Gründe, warum Rigipsplatten heute so beliebt sind.

    Diese Fragen sollten Sie sich stellen:

    • Feuchtraum?
    • Helfer?
    • Einmannplatten oder große Platten?
    • Zustand der Wand?
    • frei stehende Wand oder Wandverkleidung?
    • Dämmung notwendig?

    Zustand der Wand

    Um entscheiden zu können, ob man die Gipskartonplatten verklebt oder verschraubt sollte man den Zustand und die Lage der Wand genauer unter die Lupe nehmen.

    Neben Feuchtigkeit ist auch eine poröse Wand das Aus für das Kleben von Gipskartonplatten. Ist die Wand schief oder uneben, haftet die Platte nicht vollflächig und wird später eventuell abfallen. Das gleiche Ergebnis ist bei einer porösen Wand zu erwarten. Hier kann der Kleber sich nicht komplett mit der Wand verbinden und klebt so ebenfalls nicht vollflächig. Damit kann der Kleber das Gewicht der Gipskartonplatten nicht auf Dauer halten und gibt irgendwann nach.

    Tipp: Je nach Untergrund können Sie die neu erstellten Wände aus Rigips aber zusätzlich noch mit Schrauben sichern. Es muss nicht immer zwingend erst eine Schiene unter der Platte angebracht werden, damit Sie Schrauben setzen können. Allerdings sollten Sie spezielle Schrauben verwenden, die mit einem Einschlagdübel versehen sind.

    Risse, die deutlich über einen Millimeter stark sind und / oder die ganze Wand überziehen, weisen ebenfalls auf Schäden in der Struktur der Wand hin. Diese Risse müssen zumindest vorher verschlossen werden. Sie können dazu die gleiche Masse verwenden, die Sie zum Kleben der Gipskartonplatten verwenden. Ob Ansatzbinder oder Fliesenkleber, Sie brauchen die Risse lediglich grob zuspachteln und trocknen lassen.

    Risse in der Wand beheben

    Wenn der Gipskarton an die Wand geklebt wird, haben Sie keine Möglichkeit, darunter eine zusätzliche Dämmung einzubringen. Daher sind alle ungedämmten Außenwände für das Verkleben von Rigips ungeeignet. Nur wenn gleichzeitig eine Vorwanddämmung durchgeführt wird, beispielsweise mit einem Wärmeverbundsystem, ist es sinnvoll an einer bisher ungedämmten Außenwand von innen Rigips anzukleben. Soll die Wand nicht mehr weiter von außen bearbeitet werden, ist die Anbringung von Gipskartonplatten auf einem Untergerüst aus Latten oder Aluschienen notwendig. Dann kann sowohl die ausreichende Dämmung als auch eine Dampfsperre unter den Platten installiert werden. Auch bei einer Zwischenwand dürfen Sie auf die Dämmung nicht verzichten, selbst wenn diese vielleicht im Moment nicht notwendig erscheint.

    Gegen Kleben sprechen:

    • Feuchtigkeit in der Wand
    • schiefe bzw. unebene Wand
    • poröse Oberfläche der Wand
    • Dämmung der Wand erforderlich

    Gerade in kleinen Räumen bietet es sich an, die Platten direkt zu verkleben, da eine Unterkonstruktion zusätzlich Wohnfläche verbraucht. Die Frage stellt sich natürlich nicht, wenn Sie mit den Rigipsplatten eine Trenn- oder Zwischenwand verkleiden wollen, die neu errichtet wird. Doch auch dann haben Sie noch eine weitere Entscheidung zu treffen. Sie können die Unterkonstruktion entweder aus Aluprofilen oder Latten errichten. Je nachdem, mit welchem Material Sie lieber arbeiten, ist das eher Geschmacksache, da beide Materialien ihre Vor- und Nachteile haben.

    Tipp: Zum Kleben sind große Platten eher unpraktisch, da eignen sich die sogenannten Einmannplatten besser.

    Rigipsplatten verkleben

    Rigips auf eine Ziegel- oder Putzwand können Sie tatsächlich in nur 4 Schritten kleben und nachbearbeiten. Dies ist zwar die einfachste Art Gipskarton zu verlegen, sie kann jedoch nicht überall genutzt werden.

    Hier zunächst die Anleitung, um den Gipskarton zu kleben. Günstiger als das Anbringen mit Schrauben auf einer Unterkonstruktion ist das Kleben nicht zwingend, denn es wird recht viel Klebemasse benötigt.

    1. Wand vorbereiten

    Prüfen Sie erst, ob die Wand absolut gerade und eben ist. Sandige Oberflächen sollten Sie zusätzlich noch einmal abwaschen, bevor Sie dort Gipskarton verkleben können. Sollten Risse vorhanden sein, müssen diese erst verschlossen werden.

    Tipp: Eine besonders unebene Wand müssen Sie erst begradigen, wenn Sie die Platten kleben wollen. Vielfach lohnt das jedoch nicht und es ist dann einfacher, die Platten auf einer ausgleichenden Unterkonstruktion zu verschrauben.

    Stellen Sie sicher, dass eventuell noch vorhandener Putz wirklich tragfähig ist. In den meisten alten sanierungsbedürftigen Häusern ist es besser, den alten Putz vorher zu entfernen. Stark saugende und poröse Ziegel sollten außerdem vor dem Kleben mit einem Haftgrund vorbereitet werden.

    Tipp: Sollte die Wand zu uneben oder nicht tragfähig sein, ist es besser einen Unterbau auf die Wand zu dübeln, da Sie beim Kleben eine schiefe Wand nicht komplett ausgleichen können.

    2. Platten zuschneiden

    Schneiden Sie die Platten zu, bevor Sie den Mörtel anmischen. Auch wenn die Platten eventuell noch mit einem Cutter etwas nachgearbeitet werden müssen, sollten Sie alle Platten vorbereiten. Dort wo geschnittene Kanten aneinander stoßen, sollten Sie die Kante abschrägen. Rund um Türen und Fenster benötigen Sie eventuell noch einen Kantenschutz aus Alu oder Kunststoff. Die Leisten sollten ebenfalls vorbereitet werden.

    Wenn Sie die Platten zuschneiden, beachten Sie Vorder- und Rückseite. Die abgerundeten Ränder gehören auf die Vorderseite. Bei einigen Platten sind beide Seiten abgerundet, dann sollten Sie auf die Farbe der Oberfläche achten, da die Rückseite meist beige in Kartonfarbe gehalten ist, die Vorderseite jedoch weiß vorgrundiert ist.

    Gipskarton schneiden

    Zeichnen Sie die benötigte Fläche genau mit dem Bleistift auf der Platte an. Legen Sie ein Anschlagseisen oder ein gerades Brett an der Schnittkante an und ziehen Sie den Cutter oder ein Teppichmesser daran entlang. Legen Sie dann das Brett an der Schnittkante unter die Gipsplatte und brechen diese hier durch. Nun können Sie den Karton der Rückseite mit dem Cutter durchschneiden.

    Gipskarton brechen

    Tipp: Da auf der Vorderseite die Kante nun nicht mehr abgerundet ist, dort wo Sie geschnitten haben, sollten Sie mit einem Zugeisen oder dem Cuttermesser die Kante abschrägen. Bleibt die scharfe rechtwinkelige Kante bestehen, wird sie sich später durchdrücken und Ihre glatte Oberfläche zerstören. Sie können die Platten nur sauber und vor allem unsichtbar miteinander verbinden, wenn die Platte abgerundet ist.

    3. Kleber anrühren

    Beim Anrühren des Klebers müssen Sie etwas Fingerspitzengefühl beweisen. Wird der Kleber zu nass, saugt die Gipsplatte die Feuchtigkeit auf und die Kartonbeschichtung kann sich aufwellen und lösen. Ist der Kleber zu trocken, verbindet er Platte und Wand nicht richtig. Die Konsistenz sollte zwar cremig sein, aber nicht tropfen.

    Geben Sie erst das kalte Wasser in den sauberen Maurerkübel und dann das Gipspulver des Ansetzbinders. Lassen Sie das Gipspulver nach und nach langsam einrieseln. Wenn Sie merken, dass Sie zu wenig Wasser haben, sollten Sie einen Moment warten und die Masse dann noch einmal mit dem Rührquirl durchrühren. Es ist für Ansetzbinder immer ungünstig, wenn nachträglich noch Wasser eingeschüttet wird. Besser ist es, wenn Sie noch etwas Ansetzbinder zugeben können.

    Tipp: Der Fliesenkleber wird genauso angerührt, ist jedoch nicht so empfindlich wie der Ansetzbinder. Besonders an Außenwänden eignet sich Fliesenkleber wegen seiner mörtelhaltigen Inhalte besser als ein Produkt auf Gipsbasis. Auch beim Kleben der grünen Feuchtraumplatten sollten Sie lieber Fliesenkleber einsetzen.

    4. Gipsplatten ankleben

    Sie können entweder mit Ansetzbinder oder mit Mörtel Rigipsplatten kleben. Die Auswahl sollten Sie abhängig von der Anzahl der Quadratmeter treffen. Bei großen Flächen ist es oft einfacher und wirtschaftlicher, wenn Sie Mörtel für die Platten selbst anmischen. Ansetzbinder ist eine fertige Gipsmischung, die speziell für das Kleben von Gipskarton entwickelt wurde.

    Vergleichen Sie die Preise, vor allem wenn Sie viele Säcke Ansetzbinder benötigen. Ein Sack mit 20 Kilo kostet in etwa 8,00 Euro im Baumarkt. Bei Palettenabnahme wird es teilweise billiger. Doch eine Palette kann gut und gern 56 Säcke umfassen. Andere Händler bieten zum Beispiel 48 Säcke für 400 Euro an. Sie sollten also auch bei größeren Mengen genau hinschauen, ob die Großabnahme nicht sogar teuer ist. Denn in unserem Beispiel kostet der Sack dann 8,33 Euro, ist also sogar teurer.

    Für große komplette Platten sollten Sie den Kleber in mehreren Batzen beziehungsweise großen Klecksen, auf die Wand aufklatschen. Für eine Einmannplatte sollten es etwa sechs dicke Kleckse sein. Die Platte sollte einen Moment angepresst werden. Große Platten kleben Sie besser mit einer zweiten Person als Hilfe. Die kleineren Einmannplatten können Sie aber gut allein verarbeiten.

    Gipskarton kleben

    Tipp: Das Aufklatschen der Klebermasse an der Wand ist ganz wörtlich gemeint, denn je mehr Schwung Sie dabei ausüben, desto weniger Luftlöcher bleiben hinter dem Kleber an der Wand übrig. So haftet erst die Masse und dann die Platte viel besser.

    Kleinere Stückchen am Rand oder in den Ecken sollten Sie auf der Rückseite mit mindestens drei kleinen Klecksen vom Kleber versehen und dann fest andrücken. Prüfen Sie immer sofort nach dem Andrücken der Platten mit einer Wasserwaage, ob die Platten jeweils absolut gerade sind. Nur jetzt können Sie die Platten noch durch leichte Schläge zurechtrücken. Schlagen Sie immer mit der flachen Hand auf die Platte, um leichte Korrekturen vorzunehmen.

    Wichtig: Prüfen Sie mit der Wasserwaage, ob die Platte gerade angedrückt wurde.

    Beim Befestigen der Platten sollten Sie darauf achten keine Kreuzfugen zu erzeugen.

    Rigipsplatten verschrauben

    Der Vorteil bei einer Unterkonstruktion für die Gipskartonplatten besteht in erster Linie in der guten Dämmung und der Möglichkeit, eine Dampfsperre auf dem Mauerwerk anzubringen. Auch eine zusätzliche Fassadensanierung ist in diesem Fall meist nicht notwendig. Allerdings schrumpft der Raum an allen Seiten um etwa fünf Zentimeter, was in sehr kleinen Räumen natürlich nicht wünschenswert ist.

    Trockenbauwand mit Tür – Ständerwerk

    Unterkonstruktion anschrauben

    Je nachdem welche Plattengröße Sie verwenden, muss Ihr Grundgerüst so gestaltet sein, dass die Platten an allen Seiten geschraubt werden können. Große Platten sollten mittig zusätzlich verschraubt werden. Die Latten oder Aluschienen werden mit Dübeln und Schrauben direkt auf die Wand aufgeschraubt. Wenn Sie eine Dampfsperre einbringen wollen, sollten Sie auf die Abdichtung der Dübellöcher achten.

    Dämmung einlegen

    Ihre Dämmschicht sollte der Stärke der Unterlattung entsprechen. Ist die Dämmung zu dünn gewählt, verpufft ein Teil der Dämmwirkung. Eine zu starke Dämmung ist natürlich bei Rigips völlig unmöglich, da Sie sonst die Platten nicht schrauben können.

    Dämmmaterial

    Die Dämmung muss exakt zugeschnitten werden. Das heißt, sie sollte nur einige Millimeter breiter und höher als das vorhandene Segment sein. Haben Sie ein zu kleines Stück ausgeschnitten, können Sie es entweder in einem anderen Feld verwenden oder mit einem weiteren Streifen passgenau verlegen. Das ist natürlich nicht ideal und sollte nicht die Regel sein. Die Dämmung sollte sich mit zwei, drei gezielten Handschlägen in das Feld eindrücken lassen, dann haben Sie die richtige Größe.

    Platten anbringen

    Achten Sie darauf, dass die Platte mittig auf der jeweiligen Latte endet, wenn es noch eine Nachbarplatte geben soll. An Stellen, wo die Platte einen Fensterausschnitt oder einen Türrahmen bedecken soll, können Sie zum Schutz ein Kantenprofil für Gipskarton anbringen. Überdeckt später jedoch eine Türzarge den Rand, können Sie sich diese Kosten sparen.

    Tipp: Die Schrauben haben heute meist einen Kreuzschlitzkopf. Kaufen Sie für diese Arbeit unbedingt ein hochwertiges Bit, das absolut exakt zu dem Schraubenkopf passt. Sie sparen sich viel Zeit und Mühe beim Schrauben, außerdem haben Sie weniger Kosten durch ruinierte Schraubköpfe, die durchdrehen.

    Sie sollten die Schraube ausreichend tief versenken. Etwa ein bis zwei Millimeter tief sollte die Schraube versenkt werden. So können Sie später gut überspachteln und die Schraube bietet der Platte trotzdem ausreichend starken Halt. Ihr bester Freund ist bei dem Verlegen von Rigips an der Zimmerdecke oder einer Schräge die sogenannte 3. Hand, mit der Sie die Platte an der richtigen Stelle fixieren. Durch dieses günstige kleine Werkzeug brauchen Sie dann oft nicht einmal einen Helfer.

    Tiefe der Schrauben beachten

    Tipp: Regeln Sie die Geschwindigkeit des Akkuschraubers wenn möglich so herunter, dass die Schraube genau den richtigen Anpressdruck erhält. Bei voller Leistung kann es passieren, dass die Schraube regelrecht durch die Gipskartonplatte schießt. Dann hätte die Platte natürlich später keinen Halt.

    Dort, wo Lampen an der Raumdecke oder Schräge angebracht werden sollen, ist ein starkes Brett wichtig, das die Konstruktionslatten miteinander verbindet. An diesem Brett wird auch das Elektrokabel entlang geleitet. Zeichnen Sie sich die Lage der Stromkabel und der eventuell eingebrachten Hilfsbretter auf. Dann haben Sie später immer die Möglichkeit, eine Leuchte zusätzlich zu setzen oder die vorhandenen Leuchten zu versetzen, beispielsweise, wenn die Nutzung des Raumes sich vom Schlafzimmer oder Kinderzimmer zu einem Arbeitszimmer verändert.

    Abschlussarbeiten

    Ganz gleich, ob Sie die Gipskartonplatten geklebt oder geschraubt haben, die Trockenbauwand muss nun verfugt und geschliffen werden, um eine wirklich glatte Oberfläche für die weitere Nutzung zu erhalten. Die Anleitung dazu finden Sie hier: Gipskarton spachteln und verschleifen.

    Wand verkleiden

    Wände mit Gipskartonplatten oder Verlblender verkleiden

    Die Gründe, wieso man eine Wand verkleiden möchte, sind unterschiedlich. Primär dient eine Wandverkleidung mit Paneelen beipsielsweise in Steinoptik der optischen Aufwertung. Es können aber auch unschöne oder beschädigte Wände mit Gipskartonplatten repariert und ausgebessert werden.

    Wände mit Paneelen oder anderen Verblender optisch aufwerten

    Nachfolgend finden Sie primär Artikel um eine Wand zur optischen Aufwertung zu verkleiden. Informationen wie Wände mit Gipskarton wie Rigipsplatten renoviert werden, finden Sie in der Kategorie Trockenbauweise.

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    Mit Rigipsplatten lassen sich einfach beschädigte Wände ausbessern. Durch das Anbringen von Gipskartonplatten kann eine saubere und glatte oberfläche geschaffen werden, die sich wiederum verputzen oder streichen lässt. In der Kategorie Trockenbauweise finden Sie die entsprechenden Informationen. weiterlesen

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    Gipskartonplatten kleben statt verputzen

    Eine Alternative zum Verputzen von Wänden ist das Verkleben von Gipskartonplatten. Das geht schnell und die Trocknungszeiten sind relativ kurz.

    Heimwerker, die sich das Verputzen von Wänden nicht zutrauen, haben eine Alternative: Anstelle Putz aufzutragen, können auch Gipskartonplatten an die Wände geklebt werden. Dabei entfallen lange Trocknungszeiten.

    Gipskartonplatten in der Altbausanierung: Vorbereitung

    Die Trockenbau-Alternative kann sowohl beim Neubau als auch bei der Altbausanierung angewandt werden. Bei letzterem muss in den meisten Fällen allerdings der Untergrund sorgfältig vorbereitet werden, da alter Putz oft an manchen Stellen lose ist. Solche Stellen müssen zuvor entfernt und ausgebessert werden. Ist der Alt-Putz sehr sandig oder sonst in einem schlechten Zustand, kann es sogar empfehlenswert sein, diesen komplett zu entfernen. Um einen dauerhaften Halt der anzuklebenden Gipskartonplatten zu gewährleisten, ist zudem eine Grundierung aufzubringen.

    Noch bevor Heimwerker den Kleber anrühren, sollten sie die Platten zuschneiden. Dazu zunächst Wand und Gipskartonplatten ausmessen. Im Anschluss die Platte einfach mit einem Teppichmesser an der benötigten Stelle einritzen und über eine feste Kante brechen.

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    Anmischen des Gipsklebers

    Die eigentlichen Arbeiten beginnen mit dem Anrühren von Gips nach Herstellerangaben. Die Gipsmasse fungiert als Kleber. Dabei ist es hilfreich, einige grundlegende Tipps zu beachten und Schritt für Schritt vorzugehen:

    1. Beim Anrühren des Gipses genau auf das auf der Packung angegebene Mischverhältnis von Wasser und Gipspulver achten. Das Wasser sollte Zimmertemperatur haben. Es empfiehlt sich, sowohl für die Bemessung der Wassermenge als auch des Gipspulvers eine Waage zu verwenden – bei der Mischung kommt es auf das spezifische Gewicht beider Teile an.
    2. Den Eimer zunächst mit Wasser füllen, das Gipspulver anschließend ins Wasser streuen. Wichtig: Gipspulver nicht zu schnell ins Wasser geben, sonst bindet er Luft und verursacht Blasen, sogenannte Gipsknollen.
    3. Die Mischung rund eine halbe Minute setzen lassen.
    4. Die Mischung langsam – mit circa zwei bis drei Umdrehungen pro Sekunde – durchrühren. Ideal ist dafür eine Bohrmaschine mit Rührquirl. Es funktioniert natürlich theoretisch auch mit Muskelkraft.
    5. Wenn die Mischung eine cremige Konsistenz hat, ist sie zur Weiterverarbeitung bereit.

    Tipp: Nicht zu viel Gips auf einmal anrühren. Ist der Gips bereits zu trocken, kleben die Platten nicht mehr richtig. Lieber häufiger neue Gipsmasse anrühren.

    Schritt-für-Schritt: Gipskartonplatten kleben

    Sind die Platten zugeschnitten und der Gips ist angerührt, kann der Heimwerker mit der eigentlichen Arbeit beginnen und die Platten an die Wand kleben. Es empfiehlt sich dabei, folgendermaßen vorzugehen:

    • Den angerührten Gips mit einer Kelle im Abstand von 30 bis 40 Zentimetern als Batzen auf der Plattenrückseite auftragen. Eine vollflächige Verklebung der Platten ist nicht notwendig. Die Batzen nicht zu dicht an den Rand kleben, der Abstand sollte etwa fünf Zentimeter betragen.
    • An der unteren Wand mit dem Kleben anfangen, die Platten aber nicht bündig am Boden ausrichten, sondern kleine Holzklötzchen als Abstandshalter verwenden. So ist auch für die nötige Trittschalldämmung gesorgt. Sofort mit einer Wasserwaage kontrollieren, ob die Platten gerade liegen. Falls nicht, einfach nachjustieren.
    • Kleinere Unebenheiten der Oberfläche können jetzt noch leicht durch festeres oder weniger festes Andrücken ausgeglichen werden.
    • Die Gipsplatten nach oben versetzt an die Wand setzen. Immer wieder mit einer Wasserwaage kontrollieren, ob die Platten noch waagrecht liegen.

    Mit dieser Vorgehensweise wird aus einer ehemals unebenen Altbau-Wand eine glatte.

    Zum Schluss die Oberfläche spachteln und schleifen

    Ist die Wand fertig verklebt, muss der Gips-Kleber erstmal austrocknen. Je nach Temperatur und Witterung kann das unterschiedlich lange dauern, zur Sicherheit sollte der Heimwerker erst nach ein paar Tagen mit den Arbeiten fortfahren. Diese bestehen darin, die Fugen zwischen den einzelnen Gipskartonplatten sorgfältig zu verspachteln und anschließend zu schleifen. Am Übergang zwischen Wand und Decke wird nun noch eine Acryl-Fuge eingebracht. Die Wand ist nun fertig und kann tapeziert oder gestrichen werden.

    Gipskartonplatten auch für den Neubau

    Die Methode eignet sich auch für den Neubau. Da hier die Wände meist deutlich ebener sind, können die Gips-Batzen zum Kleben kleiner ausfallen, sodass die Platten näher an der Wand anliegen, womit auch weniger Wohnraum verloren geht.

    Rigips ist ein Markenname, kein Gattungsbegriff

    Übrigens: Gipskartonplatten werden vom Volksmund oft Rigips-Platten genannt. Rigips ist allerdings keine Gattungsbezeichnung, sondern ein Markenname.

    Materialliste

    Diese Materialien benötigen Heimwerker, um Gipskartonplatten zuzuschneiden und zu kleben:

    Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

    Wand verputzen ▷ Innen & Außen ▷ Schritt für Schritt

    Trennwand selber bauen mit Gipskartonplatten

    Baustoff Polystyrol: Schnell, flexibel und leicht in der Verarbeitung

    49 Kommentare

    Donnyastricky am 25.11.2017 18:48

    Ich möchte die Gipskartonplatten auf die Fertigbetonwände im Keller kleben. Wände mit Betonkontakt grundieren und Perlfix auf die Platten aufzahnen?

    Redaktion bauen.de am 27.11.2017 10:27

    hört sich gut an.

    Die Redaktion von bauen.de

    Wir wollen eine Backsteinwand mit Gipskarton verkleiden. Müssen die Steine vorbehandelt werden ( z.B.Einlassgrund)?

    Redaktion bauen.de am 19.10.2017 11:08

    wenn die Backsteinwand sauber ist, nicht abbröselt und unbeschichtet ist, gibt’s keine Probleme. Ansonsten kommt es drauf an, womit die Wand beschichtet ist oder wie stark sie abbröselt. Dann muss sie evtl. grundiert. mehr

    ich möchte Gipskartonplatten mit Ytongkleber verkleben, ist das machbar ?!

    Redaktion bauen.de am 04.10.2017 14:20

    diese Frage können wir Ihnen so nicht beantworten. Wenn der Untergrund sauber und stabil ist, geht das möglicherweise. Grundsätzlich erzielen Sie dann zuverlässige Ergebnisse, wenn Sie den Kleber so anwenden, wie vom. mehr

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    Источники: http://www.talu.de/gipskarton-kleben/, http://www.pwea.de/wand-verkleiden, http://www.bauen.de/a/gipskartonplatten-kleben-statt-verputzen.html

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