Wände mit tapeten gestalten

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    Zweifarbige Wände – Ideen zum Streichen, Tapezieren und Gestalten

    Wer sagt, dass es bei der Wahl der Wandfarbe nur ein „Entweder-Oder“ geben kann? Wenn Sie es spezieller mögen, dann gestalten Sie Ihre Wände einfach „Sowohl-Als-Auch“ – nämlich zweifarbig.

    Ideen zum Thema „Wände in zwei Farben“ hat das Team von Wandtrends.de für Sie gesammelt.

    Zweifarbige Wand – Horizontal streichen

    Eine Möglichkeit, Wände zweifarbig zu gestalten, ist die Unterteilung durch eine horizontale Linie. Horizontal abgetrennte Farbbereiche können einen Raum aufwerten und interessanter machen. Die Linie verläuft parallel zu Decke bzw. Boden. Oberhalb dieser Trennlinie hat die Wand eine Farbe, unterhalb der Linie eine andere.

    Die horizontale Trennung sollte bei zweifarbigen Wänden nicht zu tief erfolgen. Bauch- bis Schulterhöhe können als Anhaltspunkt dienen. Was darüber hinaus geht, wirkt optisch möglicherweise drückend.

    Grundsätzlich wird empfohlen, den unteren Teil dunkler bzw. farbig zu gestalten, während der Wandbereich oberhalb der Linie heller ist bzw. weiß bleibt.

    Tipp: Um eine gerade Linie an die Wand zu malen, sollten Sie mit einer Wasserwaage arbeiten. Zeichnen Sie zarte Markierungspunkte mit Bleistift an die Wand. Nutzen Sie breites Kreppband, um die Linie entlang der Punkte abzukleben. Im Idealfall nutzen Sie dazu ein zusammenängendes Stück Kreppband. Um es genau entlang der Linie zu befestigen sollten Sie, je nach Länge des Klebebandes, mindestens zu zweit sein.

    Zweifarbige Wand – Vertikal streichen

    Während ein horizontaler Farbbereich theoretisch an der Wand entlang einmal durch das ganze Zimmer verlaufen kann, sind vertikale Farbbereiche räumlich eher begrenzt. Vertikal bedeutet, dass etwas rechtwinklig zur Erdoberfläche gerichtet ist. Die vertikale Farbfläche verläuft also vom Boden zur Decke, allerdings nur in einer begrenzten Breite. Weiter Ideen, wie Wände mit vertikalen Farbbereichen zweifarbig gestaltet werden können, finden Sie weiter unten.

    Tipp: Wenn bei zweifarbigen Wänden beide Farben neu aufgetragen werden, gilt sowohl bei horizontalen als auch vertikalen Farbkombinationen, dass die helle Farbe zuerst an die Wand kommen sollte. Malen Sie mit dieser Farbe gezielt ein Stück „über die Linie“, also in den Bereich, der eigentlich für die andere Farbe vorgesehen ist. Wenn die erste Farbe gut getrocknet ist (je nach Farbe auch mehrere Wochen), kann die dunklere der beiden Farben nahtlos aufgetragen werden, indem die hellere Farbe in diesem Bereich einfach überstrichen wird.

    Zweifarbige Wand – Muster malen

    Eine der Königsdisziplinen in Sachen zweifarbiger Wandgestaltung ist es, Muster an die Wand zu malen. Unser Beispiel zeigt eine zweifarbige Wand mit Dreiecken. Unter einem Muster versteht man eine sich wiederholende Struktur. Das heißt, ein Muster wirkt umso eindrucksvoller, je gleichförmiger und akkurater es ist.

    Um ein Muster ordentlich an die Wand zu bringen, benötigen Sie Fingerspitzengefühl und etwas handwerkliches Geschick. Geradlinige Muster wie die Dreiecke können mit Kreppband abgeklebt und anschließend mit den entsprechenden Pinseln und Farben ausgemalt werden. Für komplexere Muster gibt es beispielsweise Wandschablonen. Als Alternative zum Selbermalen gibt es Wandtattoos oder Tapeten mit Muster.

    Zwei Wandtattoo-Banner sorgen für Farbe an der Wand

    Zweifarbige Wände – Teile tapezieren

    Der Effekt der Zweifarbigkeit kann auch mit Tapete erzielt werden. Unterteilen Sie den Raum optisch, indem Sie einen Teil der Wand mit Tapete (z.B. Mustertapete) gestalten und einen anderen Teil unifarben lassen.

    Je nach Farbkonzept können die Farben der Tapete sich in der Farbe der restlichen Wand bzw. der restlichen Dekoration widerspiegeln.

    Tipp: Stimmen Sie den Ton von Tapete und Wandfarbe aufeinander ab. Je nach Mischungsverhältnis können zwar beide Farben z.B. Blau erscheinen. Wenn es sich aber um verschiedene Farbnuancen handelt (Blau mit Grünstich, Blau mit Violettstich…), können die Farben sich im direkten Kontakt beißen. Deshalb gilt: Gleich im Baumarkt oder Geschäft oder mit einer Farbkarte vergleichen.

    Zweifarbige Wände – Fliesen mit gestrichener Wand kombinieren

    Auch mit Fliesen können zweifarbige Wände gestaltet werden. Entweder werden Fliesen in verschiedenen Farben kombiniert oder aber ein Teil der Wand wird gefliest, während der andere Teil mit der entsprechenden Wandfarbe gestrichen wird.

    Fliesenspiegel verlaufen meist horizontal, nicht zuletzt als Spritzschutz im Badezimmer. Die Wand oberhalb der Fliesen kann entweder weiß bleiben oder in einer Farbe der Wahl kreativ gestaltet werden. Letztendlich ergibt sich daraus ein schöner Effekt, der besonders im Badezimmer interessante Akzente setzt.

    Zweifarbige Wand – Gestaltung mit Dachschräge

    In Räumen mit Dachschräge ist die Wandgestaltung oft kompliziert. Ein einfacher, aber wirkungsvoller Trick ist es, den unteren Teil der Wand ohne Schräge einfach in einer kräftigen Farbe zu gestalten, während der obere Teil heller bzw. weiß bleibt.

    Diese Art der Wandgestaltung bzw. Gestaltung der Dachschräge bringt mehr Dynamik und Tiefe in den Raum.

    Zweifarbige Wände in der Küche

    Auch in der Küche können zweifarbige Wände zum Blickfang werden. Unser Bildbeispiel zeigt die Wandgestaltung übereck.

    Die bunte Wandfläche verläuft zwar vertikal, also mit einer Trennlinie von unten nach oben, gleichzeitig entsteht aber der Eindruck, dass die Farbe sich auch horizontal ausbreitet. Das hat nicht zuletzt etwas damit zu tun, dass die farbige Fläche relativ breit ist.

    Kreative Idee: Zweifarbige Wand durch eine bunte Nische

    Umgekehrt gilt: Je schmaler ein Farbstreifen an der zweifarbigen Wand ist, desto konkreter nimmt man die Trennung als horizontal bzw. vertikal wahr. Das zeigt sich bei diesem Bild: Hier ist die Fläche auf eine schmale Nische begrenzt, die horizontal verläuft. Die Farbgestaltung wirkt akzentuierter.

    Zweifarbige Wand – Horizontale Linie als Raumteiler

    Zweifarbige Wände sehen gut aus. Aber sie können mehr als das. Zum Beispiel können verschiedene Farben an den Wänden auch verschiedene Bereiche optisch voneinander abgrenzen. Eine Unterteilung der Wand in zwei Farben unterteilt mit einer vertikalen Linie den Raum.

    Tipp: Besonders in offenen Wohn-Essbereichen kann eine solche farbliche Unterteilung sinnvoll sein. Der Raum verliert durch die horizontale Linie als Raumteiler nichts von seiner Offenheit, wirkt gleichzeitig aber nicht zu weit, leer oder unstrukturiert.

    Saubere Kante bei zweifarbigen Wänden

    Bei zweifarbigen Wänden stellt sich oft die Frage: Wie bekomme ich eine saubere Kante hin? Eine gerade und ordentliche Kante an die Wand zu bringen, ist gar nicht so schwer, wenn Sie folgende Dinge beachten:

    Utensilien um Wände zweifarbig zu streichen

    • Untergrund: je ebener der Untergrund, desto einfacher ist es, einen sauberen Übergang zwischen den beiden Farben an die Wand zu bringen. Bei Raufasertapete oder grobkörnigem Putz kann es passieren, dass Farbe zwischen die einzelnen Erhebungen im Untergrund läuft, wenn das zum Abkleben verwendete Klebeband nicht ausreichend fest am Untergrund haftet.
    • Konsistenz der Farbe: Je dickflüssiger die Farbe ist, desto geringer die Gefahr, dass sie unter dem Klebeband verläuft. Natürlich sollte sich die Farbe noch gut streichen lassen, was besonders dann gilt, wenn große Wandflächen damit gestaltet werden sollen.
    • Pinsel: Ob Sie gerade Striche an die Wand malen wollen oder Schablonen ausmalen, stellt eigentlich gar keinen großen Unterschied dar. Wichtig ist nämlich immer, dass keine Farbe an Stellen vordringt, an denen sie nicht sein soll. Wenn Sie also mit einem Pinsel malen, sollten Sie verhindern, dass einzelne Borsten unter die Schablone oder das Klebeband geraten und so Farbe darunterschieben. Zu diesem Zweck gibt es spezielle Schablonierpinsel mit kurzen Borsten. Generell gilt: Den Pinsel möglichst senkrecht halten und an der Kante des Klebebands die Farbe auftupfen anstatt sie zu streichen.
    • Abkleben: Für eine saubere Kante ist Abkleben das A und O. Auf glatten Flächen reicht es oft, wenn ein möglichst gut klebendes Kreppband entlang der gewünschten Grenze festgedrückt wird. Je unebener die Wand allerdings ist, desto sinnvoller ist es, auf weitere Tricks zurückzugreifen. 1) Aus einer Acrylkartusche etwas Acryl entlang der Kante auftragen. Acryl mit dem Finger verteilen und dabei über die Kante reiben. Nur kurz trocknen lassen. Das Acryl macht den Übergang zwischen Wand und Klebeband dicht und kann einfach überstrichen werden. 2) Statt Acryl kann auch normale Wandfarbe verwendet werden. Wer etwa eine bunte Fläche auf eine weiße Wand malen möchte, kann mit der weißen Wandfarbe einfach auf der Seite, die bunt werden soll, über den Rand des Klebebands malen. Auch auf diese Weise wird verhindert, dass die bunte Farbe unter das Klebeband läuft.
    • Nicht trocknen lassen: Wenn das Kreppband übermalt ist, lassen Sie die Farbe nicht bzw. nur kurz trocknen. Trockene Farbe würde beim Abziehen des Klebebands splittern und für einen unsauberen Rand sorgen. Ziehen Sie das Klebeband mit Fingerspitzengefühl ab und achten Sie darauf, dass die feuchte Farbe keine anderen Wandbereiche verschmutzt.

    So kommt eine saubere Kante mit Arcyl an die Wand

    Schritt-für-Schritt-Überblick: So kommt eine saubere Kante an die Wand

    Zweifarbige Wand – Farbideen

    Zweifarbige Wände bringen lebendige Akzente in den Raum. Natürlich spielt dabei auch die Wahl der Farbe eine Rolle. Wie eine zweifarbige Wand (Weiß + eine weitere Farbe) aussehen kann, zeigen wir Ihnen bei unserer Fotosimulation.

    Ideen für zweifarbige Wände

    Die Wahl der Farbe spielt bei der Wandgestaltung eine wichtige Rolle. So auch bei zweifarbigen Wänden. Lassen Sie sich von unseren Beispielen inspirieren.

    Grün: Grüne Farbe wirkt frisch und natürlich. Je nach Mischung kann sie beruhigend (mehr Blauanteile) oder lebendig (mehr Gelbanteile) wirken. In Kombination mit weiß bietet sich ein Grünton an, der eher gelbstichtig ist.

    Braun: Braun ist eine neutrale Farbe, die nicht zu fordernd wirkt. Braune Flächen sind beruhigend, deshalb eignen sie sich für die Wandgestaltung in Wohnbereich und Schlafzimmer. Die weiße Wand sorgt dafür, dass das Gesamtbild nicht zu dunkel wird.

    Pink: Ein Hingucker ist die pinke Wand. Sie zieht die Blicke auf sich. Für einen lebendigen Wohnbereich oder einladenden Flur eignet sich die Halb-Halb-Wandgestaltung mit dem Unterteil in Pink.

    Violett: Einen höheren Blauanteil als Pink hat der violette Farbton. Er wirkt deshalb ruhiger und gesetzter als Pink. In Kombination mit Weiß kann der Violett-Ton durchaus dunkler ausfallen.

    Blau: Blaue Wände vermitteln Weite und Ruhe. Durch die weiße Wand wird dieser Effekt noch verstärkt. Kombinationen wie diese eignen sich gut für das Badezimmer oder den Schlafbereich.

    Grau: Als unbunte Farbe ist Grau eigentlich nur eine dunklere Variante von Weiß. An der Wand wirkt diese Kombination edel und zurückhaltend. Sie ist ein Akzent an der Wand und dient als solide Grundlage für eine weitere Gestaltung der Wohnung.

    Weitere Farben: Natürlich können auch andere Farben an der Wand kombiniert werden. Bei der Farbkombination von Farben (ohne Weiß) sollten Sie darauf achten, dass die dunklere der Farben den unteren Teil abdeckt. Unser Tipp außerdem: Kombinieren Sie nicht zu wild. Testen Sie vorher mit Farbkarten, wie die beiden Farben zusammen aussehen und ob sie harmonieren bzw. angenehm für das Auge sind. Eine weitere Möglichkeit zur Farbkombination ist es, die Wände Ton in Ton zu gestalten. Das heißt eine violette Wand (Flieder) kann mit Akzenten in einem dunkleren Violett (Aubergine) gestaltet werden. Hellblaue Wände können mit dunkelblauen Flächen aufgewertet werden und so weiter.

    Wir hoffen, dass unsere Ideen und Tipps Ihnen geholfen haben und wünschen natürlich viel Vergnügen mit Ihrer zweifarbigen Wand.

    Wände mit tapeten gestalten

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    Wände mit tapeten gestalten

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    Ist die Tapete erst mal runter, bieten sich mit Dekorputzen ganz neue Möglichkeiten. Die Eigenschaften der verschiedenen Putzarten variieren erheblich. Wir sagen, worauf es ankommt.

    Dekorputz: die Alternative zu Tapete

    Für Selbermacher sind vor allem die vielen verschiedenen Dekorputze von 1 bis 3 mm Schichtdicke interessant, weil sie eine gute und sehr individuell gestaltbare Alternative zur vielfach geschmähten Raufaser darstellen.

    Die Dekorputze gelten als allgemein sehr gut für das Raumklima. Das ist den meist mineralischen oder den lehmbasierten Inhaltsstoffen geschuldet, die durch ihre feinporige Oberfläche überschüssige Luftfeuchte sehr leicht aufnehmen und in Dürrezeiten ebenso leicht wieder an die Raumluft abgeben.

    Aber Vorsicht beim Überstreichen von Dekorputzen: Auch die Wandfarbe muss natürlich dampfdiffusionsoffen sein! Verwenden Sie also nur solche auf Silikat-, Leim- oder Kaseinbasis (auch bei den Abtönfarben!).

    Eine dichte Latexfarbe würde nämlich den feuchteausgleichenden Effekt der Dekorputze sofort zunichte machen. Der handwerkliche Aufwand und das nötige Geschick für das Auftragen der Dekorputze ist für Selberputzer sehr überschaubar.

    Äußerst wichtig: Für alle Dekorputzarten gibt es eine zugehörige Grundierung. Die sollten Sie unbedingt verwenden, die neutralisiert nämlich (später durchscheinende) Farbunterschiede des Untergrundes, gleicht dessen Saugverhalten aus und verbessert erheblich die Haftung des Putzes.

    Apropos Untergrund: Der muss auch für Putze schon recht sauber verspachtelt und nicht zu uneben sein. Die Schichtdicke reicht für Kaschierungen von Wanddefekten in der Regel nicht aus.

    Die meisten der verschiedenen Massen müssen Sie lediglich mit Wasser anrühren und dann mit der Kelle auf die Wand aufziehen. Halten Sie sich bei der Wassermenge unbedingt an die Herstellerangabe, damit die Putzmasse ihre volle Haftkraft entfalten kann.

    Bei den dünnen Schichtdicken von nur 1 bis 3 mm ist es übrigens egal, ob Sie beim Putzen oben oder unten an der Wand beginnen. Falls Sie noch nie verputzt haben, sollten Sie an einem Stück Gipskartonplatte ein wenig üben, die Kelle mit elegantem Schwung aus dem Handgelenk zu führen. An der Wand ist es zum Üben leider zu spät. Also: Keine Angst vor der Kelle!

    Putz oder Tapete?

    Dekor-verputzte Wände sind schon seit einiger Zeit auf dem Vormarsch, viele Selberrenovierer ziehen die Arbeit mit der Kelle der mit dem Quast vor.

    Die Vorteile der nur 1 bis 3 mm dünnen Schichten liegen dabei auf der Hand: Sie sind in der Oberfläche wesentlich härter als die Papierbahnen, sie lassen sich zudem ganz individuell in Farbe und Struktur gestalten, und sie wirken durch ihre porige Struktur äußerst günstig und ausgleichend auf das Raumklima.

    Der große Nachteil: Sie sind nur mit schwerem Gerät wieder runterzubekommen. Im Gegensatz dazu bieten gerade die trocken abziehbaren Vliestapeten einen echten Vorteil. Einzige Ausnahme ist der Lehmputz. Denn der ist im Kontakt mit großen Mengen an Wasser löslich, Sie können ihn also nässen und abschaben.

    Viele der strukturierten Putze können Sie auch mit einer Spachtelmasse für den weiteren Aufbau glätten. Quasi eine Mischform aus Putz und Tapete stellen die Wandbeschichtungen aus Baumwolle oder andere Textilien dar.

    Auch sie werden zunächst mit Wasser angemischt, mit einer Kelle auf die Wand aufgezogen und trocknen dort zu einer weichen, sehr atmungsaktiven Textilschicht heran. Der Nachteil hier: Diese Beschichtung müssen Sie entfernen, bevor Sie etwas Anderes auf die Wand auftragen. Preislich kann der Tapete – besonders der Raufaser – keiner das Wasser reichen. Am teuersten sind die Baumwollputze mit Preisen zwischen 10 und 20 Euro pro qm.

    So verputzen Sie richtig

    Kleben Sie vor dem Verputzen alle angrenzenden Flächen mit Folie und Klebeband sauber ab, auch die noch zu verputzenden.

    Beginnen Sie vorzugsweise am oberen Ende der Wand mit dem Auftrag der Putzmasse. Die Kelle wird in der Regel von unten schräg nach oben gezogen. Fangen Sie an der Decke an, ziehen Sie sie von der Ecke aus schräg nach unten. Grundsätzlich arbeitet man immer aus Innenecken heraus in die Fläche und von der Fläche aus auf Außenecken zu.

    Am einfachsten wird das Ganze, wenn Sie nicht zu viel Putzmasse auf die Kelle nehmen. Eine Handvoll reicht aus. Ziehen Sie die Kelle zügig, nicht zu langsam, über die Wand.

    Wenn Sie den Putz aufziehen, halten Sie die Kelle recht steil (etwa 45°), um ihn gleich auf Kornstärke zu bringen. Für das nachfolgende „Schließen“ der Fläche stellen Sie die Kelle dann etwas flacher. Arbeiten Sie auch hier nicht zu langsam, ein forscher Schwung im Arm bringt bessere Ergebnisse.

    Wichtig: Arbeiten Sie nicht von beiden Wänden in eine Ecke rein. Putzen Sie erst eine Wand fertig, und dann die gegenüberliegende, damit die erste in Ruhe trocknen kann. Bereits verputzte Wände kleben Sie ab, wenn Sie die angrenzende Wand bearbeiten. So gibt’s keine Kellenspuren in der fertigen Wand.

    Wenn die Masse gerade etwas angezogen hat, können Sie die Oberfläche strukturieren, und zwar mit einer Lasurbürste. Streichen Sie dabei diagonal von beiden Seiten über die Putzfläche. Je feuchter die Bürste ist, desto mehr vom Putz lösen Sie wieder an und desto deutlicher wird die Bürstenstruktur. Verwenden Sie auf keinen Fall einen Quast oder eine andere Bürste, denn die sind allesamt zu hart – Sie würden den Putz wieder von der Wand bürsten.

    Ist der Putz trocken, können Sie ihn mit einem Wachs behandeln. Auf der Oberfläche perlt Wasser leichter ab und die Fläche bleibt dampfdiffusionsoffen und weiterhin überarbeitbar. Das Wachs tragen Sie mit der Bürste auf.

    Fürs beste Raumklima: Lehm

    Eine Sonderstellung bei den Dekorputzen nehmen die Lehmputze ein. Genau genommen handelt es sich hier um ein Gemisch aus Marmorsand, Pflanzenstärke, Tonmehl, und Pigmenten, bei dem der Ton mindestens 20 % der Masse ausmacht.

    Dieser Anteil reicht für die erstaunlichen Fähigkeiten des Lehmputzes völlig aus. Verarbeitet wird der Lehmputz wie alle anderen Putze auch.

    Einziger Unterschied: Lehm ist und bleibt wasserlöslich. Das kommt Ihnen bei der Oberflächengestaltung (mit Bürste, Pinsel) zugute, wischfest ist er allerdings nicht.

    Die Lehmputze können ein- und mehrlagig aufgetragen und mit dem Quast gestrichen werden (Streichputz „Furioso“, Lesando). Die bei den Dekorputzen üblichen geringen Schichtstärken bieten schon eine raumklimatische Verbesserung.

    Was ist Lehm, und was macht ihn aus?

    Lehm ist ein Verwitterungsprodukt der Natur und besteht aus Ton, Sand und Schluff in sehr feinen Teilchen.

    Die Tonminerale sind für die Bindefähigkeit des Gemischs verantwortlich. Je nach Tonsorte und Abbauort weist der Lehm oft ganz unterschiedliche Zusammensetzungen auf. Die Zugabe von Sanden (Strukturgeber), Pigmenten, Verarbeitungshilfen (beispielsweise Pflanzenstärken) und Effektzuschlägen wie spezielle Körnungen oder Fasern machen dann die unterschiedlichen Strukturen und Putzsysteme aus.

    So ist es möglich, aus den verschiedenen Rohstoffen vom dünnschichtigen Streichputz bis hin zum Grundputz für Wandheizungen sehr vielfältige Putzsorten herzustellen. Auf die Zugabe von hydraulischen Bindemitteln wie Gips, Kalk oder Zement wird konsequent verzichtet.

    Die Tonmehle sind als Baustoff deshalb so interessant, weil sie innerhalb des Putzsystems gleich drei wichtige Aufgaben auf einmal erfüllen können: Sie sind nämlich Bindemittel, Farbgeber (es müssen weniger Pigmente zugesetzt werden) und Füllstoff (weniger Marmorsand) in einem.

    Auf Grund seiner guten Dämmeigenschaften in Verbindung mit Stroh fand Lehm früher zudem als wärmedämmendes Füllmaterial im Fachwerkbau und wegen der hohen Rohdichte als schalldämmende Schüttung in Holzbalkendecken Anwendung.

    Eine Renaissance erlebt der Lehm gerade im Innenausbau: als Grundputz (in 20 mm Stärke), als Spachtelputz (1 bis 2 mm Stärke) und als Streichputz (0,1 mm Stärke). Sogar fertige Lehm-Wandelemente mit integrierter Flächenheizung finden immer mehr Abnehmer.

    Das neu entflammte Interesse der Bauherren ist in erster Linie auf die guten bauphysikalischen Eigenschaften des Lehms zurückzuführen.

    Am bekanntesten ist die Fähigkeit der Lehmputze, große Mengen Feuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen. Aber auch Gerüche, etwa aus Tabakqualm, werden langfristig aus der Luft gefiltert.

    Interessanterweise funktioniert dieses „einnehmende“ Wesen des Lehms nicht über eine möglichst große Schichtdicke, sondern nur in den ersten paar Millimetern des Putzes. Viel wichtiger ist eine möglichst große Oberfläche des Lehms, weshalb die Hersteller auch ein Verputzen der Raumdecke empfehlen – der größten freien Fläche im Raum.

    Eine weniger bekannte Eigenschaft ist die abschirmende Wirkung des Lehms bei hochfrequenter Strahlung, etwa von Mobiltelefonen. In großen Schichtdicken kann ein Lehmputz allein diese Strahlung zu etwa 98 % abschirmen. Genauso effektiv, aber praktikabler sind allerdings Putze in Schichtdicken von nur 1,5 mm, die mit ableitenden Karbonfasern versetzt sind.

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    Das Bild zeigt den oberflächlichen Unterschied zwischen einem Lehmfeinputz und einem Lehmgrundputz. Die Grundputze sind meist Kombinationen aus Lehm und Gips oder Lehm und Kalk. Auch Trockenputze sind in Lehmausführung erhältlich.

    Auch mit Lehmputz können Sie’s bunt treiben

    Der Lehmputz-Hersteller Lesando bietet sechs Basisfarben an, aus denen er selbst in 111 Varianten Ihren Wunschfarbton mischt. Theoretisch könnten Sie das natürlich auch selbst, aber Lesando bietet bei größeren Menegen (ab 30 kg) einen kostenlosen Mischservice. Ohne entsprechende Geräte ist es nämlich schwierig, solche Mengen homogen miteinander zu vermischen. Sie könnten später auf der Wand die einzelnen Farben erkennen.

    Beim Lesando-Händler stehen Ihnen kleine Farbmusterkoffer zur Verfügung, aus dem Sie Ihren Farbton aussuchen und dann bestellen können. Der Gebindepreis liegt (mit und ohne Mischen) bei knapp 60 Euro pro 10-kg-Lehmputz-Eimer. Mit dieser Menge kommen Sie bei 1 mm Schichtdicke etwa 14 qm weit, was einem Quadratmeterpreis von 4,30 Euro entspricht (plus 1,40 Euro/ qm für die Grundierung). Berücksichtigen Sie, dass Sie zusätzlich etwa 2 qm für Ihre Übungsfläche brauchen.

    Die trockene, einfarbige Masse streuen Sie in die auf dem Eimer angegebene Menge Wassers ein und rühren sie gut durch.

    Möchten Sie einen Wischeffekt erzielen, so nehmen Sie jeweils einen kleinen Batzen von jeder Farbe auf die Kelle und ziehen Sie sie gleichzeitig auf die Wand. Dort müssen Sie die Farben kreuz und quer verteilen.

    Basiswissen: Das SELBER MACHEN A bis Z der Putze

    Putz ist mittlerweile zu einem Oberbegriff geworden, der vom 20-mm- Kalk-Zement-Grundputz bis zur 3-mm-Lehmspachtelmasse alles abdeckt. Mit unserem A bis Z der Putze wissen Sie genau Bescheid.

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    Источники: http://www.wandtrends.de/wandfarben/zweifarbige-waende-ideen-zum-streichen-tapezieren-und-gestalten/, http://www.otto.de/roombeez/wand-gestalten/23745/, http://selbermachen.de/wohnen/renovieren/waende/alternativen-zur-tapete-waende-mit-putz-gestalten

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