Vliestapete verarbeiten

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    Vliestapete – Die moderne Tapete im Überblick

    Tipps zum Tapezieren und Streichen von Vliestapeten

    Vliestapeten konnten sich in den letzten Jahren einen immer größeren Marktanteil bei den Tapetensorten sichern. Das liegt vor allem an ihrer einfachen Verabeitung. Ein weiterer Vorteil: Sogar Jahre später ist die Vliestapete immer noch leicht abziehbar.

    Da sie formstabil ist, gibt es keine Probleme mit aufklaffenden Stößen. Darüber hinaus ist sie in vielen bunten Mustern und Farben erhältlich, häufig mit passenden Bordüren, aber auch unifarben und weiß mit ansatzfreien Strukturen oder Prägungen, die man nach eigenen Vorstellungen farbig gestalten kann.

    Mit Vliestapeten sparen Heimwerker beim Tapezieren eine Menge Zeit. Zudem erfordert das Tapezieren keinerlei Vorkenntnisse. Deshalb gelingt es jedem, mit einer Vliestapete und mit unseren Tipps Wände zu gestalten oder eine perfekte Grundlage zum Überstreichen zu schaffen.

    Inhaltsübersicht: Wandgestaltung mit Vliestapete

    Eigenschaften der Vliestapete

    Die Vliesträger der Vliestapete bestehen aus speziellen Zellstoff- und Polyesterfasern, die mit polymeren Bindemitteln gefestigt sind. Hochwertige Ausführungen enthalten kein PVC und sind frei von Formaldehyd, Lösemitteln sowie Schwermetallverbindungen.

    Optische Eleganz und rationelles Verarbeiten kennzeichnen diese neue Tapetensorte. Die farbig bedruckten Oberflächen der Vliesfaser sind ausreichend scheuerbeständig und unempfindlich gegenüber UV-Licht. Aus diesem Grund sieht sie viele Jahre später noch immer elegant aus.

    Darüber hinaus eignen sich diese Tapeten für zahlreiche Untergründe. Empfindliche Untergründe, z. B. Untertapeten, stoßempfindliche Putze oder Weichfaserplatten, werden mit einer Vliestapete druck- und stoßresistenter. Kleine Haar- und Netzrisse sowie Putz- bzw. Stoßfugen können elegant überbrückt werden. Außerdem ist diese Tapetensorte maß- und schneidstabil, schwer entflammbar nach DIN 4102 BI und wasserdampfdiffusionsfähig nach DIN 53122.

    Die meisten Vliestapeten haben ansatzfreie Strukturen, das heißt, sie können ohne Verschnitt tapeziert werden. Zudem sind sie spannungsfrei im Nahtbereich, hautsympathisch beim Verarbeiten und trocken abziehbar.

    Auch in puncto Vielfalt hält diese Sorte mit herkömmlichen Papiertapeten mit. Ob seidenweich, mit stofflichen und lederartige Strukturen oder grob und porös: Vliestapeten gibt es für nahezu jeden Geschmack.

    Anleitung: Vliestapete tapezieren

    Der Unterschied zu herkömmlichen Papiertapeten ist ihre leichte Verarbeitbarkeit. Denn Vliestapeten benötigen keine Einweichzeit, sondern lassen sich nach dem Einkleistern direkt auf die Wände tapezieren (die sog. Wandklebetechnik), da das Trägermaterial aus feuchtigkeitsbeständigen, formstabilen Vliesfasern besteht. Aus diesem Grund dehnen sie sich weder aus noch ziehen sie sich zusammen. Wer es lieber klassisch mag, kann die einzelnen Tapetenbahnen trotzdem einkleistern und – im Gegensatz zur Raufasertapete – ohne Eiweichzeit an der Wand aufbringen.

    Außerdem gleichen sie kleine Risse in der Oberfläche aus und schaffen damit in einem Arbeitsgang gleichmäßige und tragfähige Oberflächen für nahezu alle kreativen Techniken.

    Ein weiterer Vorteil: Beim nächsten Renovieren kann man Vliestapeten einfach trocken abziehen.

    Video: Tapeziertechniken für Vliestapeten

    Material und Werkzeug

    Für die Wandklebetechnik benötigen Sie folgende Materialien:

    • Vliestapete
    • Spezieller Kleister für Vliestapeten
    • Ggf. Grundierung und Quast oder Malerrolle
    • Eimer und Rührstab
    • Kleisterrolle oder Quast
    • Malerspachtel
    • Cutter-Messer und Tapezierschiene, ggf. Schere
    • Wasserwaage oder Senklot
    • Zollstock
    • Moosgummiwalze oder Tapezierbürste
    • Nahtroller

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    Vorbereitungen fürs Tapezieren

    Eine Vliestapete lässt sich auf jedem tapezierfähigen Untergrund anbringen. Er muss vor allem fest, tragfähig, sauber, saugfähig und trocken sein. Schadstellen werden ausgebessert, lose Altbeläge entfernt.

    Besitzt die Wand Zonen unterschiedlicher Saugfähigkeit, wie es etwa bei Gipsplatten mit verspachtelten Fugen der Fall ist, dann lässt sich dies durch eine Grundierung mit transparentem, lösemittelfreiem Tiefgrund ausgleichen.

    Lediglich auf farbigen Untergründen oder Tapeten ist eine Vorbehandlung mit einem speziellen pigmentierten Tapeziergrund für Vliestapeten ratsam. Sonst schimmert der farbige Untergrund durch sie hindurch oder Flecken entstehen.

    Kleister anmischen, abkleben und Tapete zuschneiden

    Für Vliestapeten gibt es eigens entwickelte Kleister, die sich für den Direktauftrag auf die Wand eignen und das problemlose trockene Ablösen bei der nächsten Renovierung gewährleisten. Haben Sie also noch Normal- oder Spezialkleister von früheren Tapezieraktionen im Regal, dann lassen Sie sie dort stehen und beschaffen einen Direktkleister.

    Er wird nach Herstelleranleitung mit Wasser angemischt und muss je nach Produkt anschließend eine bestimmte Zeit quellen, bis er einsatzbereit ist.

    Da der Kleister mit dem Quast oder einer Rolle auf die Wand aufgetragen wird, kann es ein wenig spritzen oder tropfen. Deshalb sollten Sie angrenzende Bauteile, wie den Fußboden, abkleben. Dann ist es auch nicht schlimm, wenn Sie beim Auftragen ein wenig über die Wand hinaus streichen. Am Übergang zur Decke genügt meist ein Streifen Malerkrepp.

    Für die erste Bahn zeichnen Sie mit dem Bleistift und mithilfe einer Wasserwaage oder eines Senklots eine senkrechte Linie auf die Wand. Hier können Sie die Vliestapete später exakt lotrecht anlegen. Achten Sie darauf, dass Sie von der Hauptlichtquelle weg tapezieren, das wird in der Regel das größte Fenster im Zimmer sein. Dann ist es später nicht schlimm, wenn sich die Stöße zwischen den Bahnen versehentlich ein wenig überlappen – das Licht scheint dann in die Überlappung und macht sie nicht durch Schattenwurf noch auffälliger.

    Zunächst dient der senkrechte Strich aber als Hilfe beim Anlegen eines Zollstocks. Damit messen Sie die Raumhöhe aus. Das so ermittelte Maß übertragen Sie auf die Vliestapete. Auch wenn Sie für die Verarbeitung von Vliestapeten nicht unbedingt einen Tapeziertisch brauchen, macht er sich hier doch recht nützlich.

    Schneiden Sie die Tapetenbahnen mit einem Übermaß von 5 bis 10 cm zu, denn sie sollen zunächst an Boden und Decke etwas überstehen.

    Übrigens müssen Sie Vliestapeten nicht unbedingt vor dem Ankleben zuschneiden. Man kann sie auch von der Rolle direkt an die Wand bringen. Vorteile hat der Zuschnitt trotzdem: Mit einzelnen Bahnen zu hantieren ist einfacher, und wenn Sie eine Vliestapete mit entsprechendem Muster verarbeiten, fällt es beim vorherigen Zuschnitt deutlich leichter, den vorgeschriebenen Rapport, also den Versatz zwischen den einzelnen Bahnen einzuhalten.

    Wand kleistern und Vliestapete anbringen

    Inzwischen ist der Kleister ganz sicher fertig gequollen. Tragen Sie ihn nun auf die Wand auf. Zunächst nur für eine Bahn, später können Sie mit etwas Übung auch das Kleisterbett für mehrere Bahnen vorbereiten – Sie sind dann schnell genug, um auch eine zweite Bahn einzulegen, ehe der Kleister antrocknet.

    Zum Auftragen des Kleister können Sie entweder eine Lammfellrolle oder einen Quast verwenden. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Kleister satt und lückenlos die Wand bedeckt und seitlich etwas über die Grenzen der Bahn hinausreicht. Sonst ist die Gefahr zu groß, dass die Ränder der Vliestapete nicht richtig kleben. In das vorbereitete Kleisterbett legen Sie dann von oben beginnend entlang der Bleistiftlinie die erste Bahn ein.

    Nun streichen Sie von oben nach unten und von der Mitte nach außen die Vliestapete ins Kleisterbett. Kontrollieren Sie immer wieder, dass Sie mit der entsprechenden Kante der Bahn an der Hilfslinie bleiben.

    Feststreichen können Sie die Tapete entweder mit einer Tapezierbürste oder mit einer Moosgummirolle. Das hängt allein davon ab, mit welchem Werkzeug Sie lieber arbeiten. Vor allem beim Andrücken mit der Rolle müssen Sie aber darauf achten, dass Sie nicht zu viel Druck ausüben: Wenn die Tapete glatt und ohne Falten oder Blasen an der Wand anliegt, ist es gut.

    Anschließend können Sie den Kleister für die nächste Bahn auftragen und diese genau auf Stoß an die erste anlegen. Sie werden feststellen, dass Sie damit deutlich einfacher zurechtkommen als mit den eingeweichten Tapeten nach der klassischen Methode. Rollen Sie zur Sicherheit mit dem Nahtroller über die Stöße, sodass sie ganz geschlossen sind, aber üben Sie auch dabei nicht zu viel Druck aus.

    Überstände der Tapetenbahnen zuschneiden

    Ist der Raum fertig tapeziert, kürzen Sie die Überstände der Tapete an Boden und Decke. Das geht recht einfach mit einer speziellen Tapezierschiene, die Sie oben in den Winkel zwischen Wand und Decke drücken und an der entlang Sie die Bahn mit dem Cuttermesser sauber abschneiden. Achten Sie darauf, eine scharfe Klinge zu benutzen, damit die Vliestapete nicht ausfranst.

    Unten können Sie die Schiene auch hinter die jeweilige Bahn schieben und dann die Vliestapete an der Kante kürzen. Dann reicht die Bahn genau bis auf den Bodenbelag oder bis zur Fußleiste. Wird erst noch eine Fußleiste angebracht, können Sie die Schnittlinie auch mit dem Bleistift markieren und die Bahn dort mit der Schere kürzen – ein etwas ungleichmäßiger Schnitt verschwindet dann hinter der Fußleiste.

    Leichtes Entfernen ohne Anfeuchten und Kratzen

    Um die Vliestapete zu entfernen, wird einfach eine ihrer Ecken gelöst und die Bahn vorsichtig abgezogen. Dies ermöglicht ihr robustes Vliesgewebe, das ein Reißen verhindert. Danach lässt sich die Wand ohne große Vorbereitungen erneut tapezieren.

    Wer sicher sein möchte, grundiert die Wände vor dem Tapezieren. Hier liegt der große Vorteil dieser Tapetensorte, denn sie lässt sich sogar mit Putzbeschichtung rückstandslos und trocken wieder abziehen. Auch mit Wandfarbe aufgetragene Wisch-, Stupf- oder Rolltechniken lassen sich bei späteren Renovierungen wieder problemlos überstreichen.

    Video-Anleitung: Glattvliestapete tapezieren und bearbeiten

    Diese speziellen Vliestapeten kombinieren die Optik einer verputzten Wand mit den schalldämmenden und feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften einer Tapete. Nach dem Tapezieren können auf verschiedene Weise weiterbearbeitet werden, beispielsweise verspachteln oder überstreichen. Dennoch lassen sich Glattvliestapeten einfach trocken abziehen, um bei einem Auszug oder einer Renovierung die glatte Wand in ihrem Ursprungszustand wiederherzustellen.

    Eine anschauliche Anleitung, wie Sie eine Glattvliestapete tapezieren und nach Ihren persönlichen Vorlieben bearbeiten, finden Sie in dem folgenden Video.

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    Hochwertiges Vliesfaser Tapete von Erfurt.

    Vliestapete überstreichen

    Mit Vliestapeten gelingt die neue Wandgestaltung auch Heimwerkern, die keine Vorerfahrungen mit Renovierungen haben. Ein weiterer Vorteil dieser Tapeten: Sie erleichtern nicht nur den Tapetenwechsel, sondern lassen sich einfach überstreichen.

    Aufgrund ihrer Strukturen ist in der Regel kein Anstrich nötig. Wer die Vliestapete dennoch streichen möchte, wählt im Idealfall ein reines Vlies mit einer glatten Oberfläche.

    Bei anderen Ausführungen sollte darauf geachtet werden, die Farbe nicht zu dick aufzutragen, damit ihre Struktur weiterhin sichtbar bleibt. Daher ist eine kurzflorige Walze besser für die Streicharbeiten geeignet. Die große Auswahl an Dispersionsfarben bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, die Wände zu gestalten.

    Soll es ein Anstrich auf farbiger Tapete sein, ist es notwendig, diese zweimal zu streichen, bis die Farbe deckt.

    Vliestapeten im Handel

    Unter der gemeinsamen Marke "Stabilit®" präsentieren führende Tapetenhersteller gemeinsam mit Henkel und wichtigen Vliesproduzenten ein hochmodernes System an Vliestapeten mit abgestimmten Kleistern. Der Hersteller Erfurt bietet Vliestapeten unter dem Markennamen "Vliesfaser" an.

    Vliesfasertapete von Erfurt siegt im Öko-Test

    Die Zeitschrift Öko-Test bestätigt die auf Nachhaltigkeit, Umwelt und Gesundheit ausgerichtete Produktpolitik von Erfurt. Das Magazin prüfte im November 2012 zehn im Handel erhältliche Vliestapeten mit glatter sowie strukturierter Oberfläche. Das Testergebnis bezeichnet selbst Öko-Test als "ernüchternd".

    Für die Veröffentlichung hat das Ratgebermagazin sowohl bekannte Marken als auch Handelsmarken verglichen. Dabei stellte sich heraus, dass viele Vliestapeten PVC und Weichmacher enthalten, die den Tapeten ihre Struktur verleihen. Dies führte in einigen Fällen zu Abwertungen und entsprechend schlechten Gesamturteilen.

    Erfreuliche Ausnahme: Erfurt Vliesfaser Basic 4301 erhielt in allen Testbereichen gute bis sehr gute Noten und damit die Gesamtnote "Gut". Die Test-Redaktion musste neun der zehn geprüften Tapeten mit dem Gesamturteil unge­nügend bewerten.

    Ausschlaggebend für dieses Ergebnis ist die Produktionsweise zur Strukturierung der Tapetenoberflächen. Während der Testsieger seine Vliesfaserprodukte direkt durch umweltbewusste Heißverprägung strukturiert, nutzen die meisten Hersteller hierzu PVC-Pasten, die auf einem Vliesträger mit umweltbelastenden PVC, PVDC oder chlorierten Kunststoffen aufgeschäumt werden.

    Damit diese Kunststoffoberflächen für die spätere Verarbeitung möglichst lange elastisch bleiben, sind Phthalatweichmacher notwendig. Das sind gesundheitsgefährdende Stoffe, die beispielsweise in Babyartikeln und Kinderspielzeugen verboten sind. Einmal tapeziert gelangen diese – laut Öko-Test – über den Hausstaub in den Wohnraum und können so aufgenommen werden.

    Diesen Gefahren kann der Heimwerker mit eben jenen Produkten aus dem Weg gehen, die zu 100 Prozent aus Vliesfaser gefertigt sind.

    Weiterführende Informationen

    Weiter zum nächsten Thema: Spezialtapeten

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    Vliestapete kleben: Wie eine Vliestapete anbringen?

    01_Vor dem Tapezieren – Darauf kommt es an!

    Um sich einen guten Start zu sichern, ist es auch beim Tapezieren von Vliestapeten angeraten, auf die wichtigsten Fragen schon im Vorfeld eine Lösung zu finden. Der optimale Weg, eine Vliestapete verarbeiten zu können, beginnt schon bei der Auswahl des richtigen Werkzeugs. Aber auch die Beschaffenheit des Untergrunds und die Entscheidung für den richtigen Kleister sind von wesentlicher Bedeutung, damit das Verarbeiten der Vliestapete gut von der Hand geht. Dieser Artikel führt an, auf welche Vorbereitungen vor dem Tapezieren besonders Acht zu geben ist.

    02_Tapetenkleister anrühren

    Es ist beim Tapezieren kaum wegzudenken, aber manchmal gar nicht so leicht: Beim Kleister-Anrühren kann aufgrund falscher Handhabung schon einmal der Geduldsfaden reißen. Deshalb kommt es besonders darauf an, von Anfang an alles richtig zu machen. Hier will diese Anleitung Abhilfe schaffen. Schritt für Schritt wird gezeigt, mit welcher Technik sich Tapetenkleister anrühren lässt, worauf es bei der Quellzeit ankommt und wann der Kleister gebrauchsfertig ist. So dauert es dann gar nicht mal lange, und es kann schon damit losgehen, die neue Vliestapete zu kleben!

    03_Vliestapete tapezieren

    Sind alle Vorbereitungen abgeschlossen, wird es ernst: Die Vliestapete soll an die Wand! Doch wie funktioniert das Ganze? Ein interessanter Vorteil einer Vliestapete ist, dass sie keine Quellzeit erfordert. Damit kann der Kleister direkt auf die Wand gebracht werden. Doch was ist noch zu beachten? Dieser Artikel vermittelt alle wichtigen Techniken, um sauber und ordentlich eine Vliestapete zu kleben. Ob das Zuschneiden der Bahnen, das Auslegen der Ecken oder das Tapezieren Stoß an Stoß – hier bleiben keine Fragen offen!

    04_Bordüre kleben

    Ist die Pflicht getan, erfolgt oftmals noch die Kür. Beim Tapezieren von Vliestapeten ist das wie auch bei anderen Tapeten meistens die Bordüre. Diese kann der Raumgestaltung zusätzliches Flair verleihen und bisweilen auch kleinere Tapezierfehler verdecken. Praktisch, dass es selbst Bordüren auf Vliesträgern gibt! Doch beim Tapezieren von Tapete auf Tapete gelten einige Sonderregeln, und mit Kleister ist es hier nicht getan. Deshalb zeigt unser Artikel die sichere Art, eine Bordüre zu kleben – mit Dispersionskleber.

    Welche Tapeten sich noch als Vliestapeten tapezieren lassen

    Bislang wurde gezeigt, wie sich in allgemeinen Schritten eine Vliestapete kleben lässt. Allerdings gibt es nicht nur die eine wahre Vliestapete. Denn genau genommen bezeichnet Vlies nur das Trägermaterial der Tapete. Deshalb gibt es die Vliestapete, wie von der Papiertapete bekannt, tatsächlich in zahlreichen Variationen.

    Die unten angeführten Artikel sollen stressgeplagten Tapezierneulingen und allen Heimwerkern, die es gerne etwas genauer wissen wollen, unter die Arme greifen, um sich im Dickicht der verschiedenen Vliestapeten auszukennen. Und das Beste: In den folgenden Übersichten steckt die Anleitung, wie sich diese Vliestapeten kleben lassen, gleich mit drin!

    Los geht es mit der Vinyltapete, die wunderbare Gestaltungsmöglichkeiten bietet, aber auch einige Besonderheiten verlangt. Auch die Strukturtapete macht sich gut an der Wand, vor allem als Mustertapete. Doch wie lässt sie sich dann passend ablängen? Glasfasertapeten werden vor allem industriell gern genutzt, bieten aber auch dem Privatanwender robuste Vorteile. Zuletzt zeigt uns die Textiltapete, wie sie ohne große Mühe zu einem wunderschönen Tapetengemälde wird.

    Eine Vliestapete gekonnt verarbeiten

    Vliestapeten sind wohl die modernen Raufasertapeten und entsprechend beliebt. Dennoch ist es ein relativ neues Tapetensystem und noch nicht alle Heimwerker sind wirklich vertraut mit der eigentlich einfachen Verarbeitung von Vliestapeten. Aus diesem Grund finden Sie im Anschluss eine ausführliche Anleitung zum professionellen Verarbeiten von Vliestapeten.

    Die Besonderheiten der Vliestapeten

    Vliestapeten definieren sich insbesondere anhand Ihres besonderen Aufbaus. Auf eine Trägerschicht kommt die eigentliche Tapete, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen kann. Das Trägermaterial ist eine Mischung aus Zellstoff und Kunstfasern. Daraus ergeben sich Vorteile, wie sie bislang keine andere Tapete in der Quantität haben konnte.

    • widerstandsfähig und langlebig
    • spezielle Vliestapeten zum Streichen
    • Struktur- und Mustertapeten für jeden Geschmack
    • dimensionsneutral (kein Ausdehnen durch den Kleister)

    sehr leicht zu entfernen

    Die moderne Raufaser!

    Damit vereint sie unter anderem die Vorteile einer Raufasertapete in sich, ist dieser gegenüber aber wesentlich leichter wieder zu entfernen – und deutlich öfter überstreichbar, vorausgesetzt, Sie haben sich für eine streichbare Vliestapete entschieden.

    Schrittweise Anleitung zum Verarbeiten von Vliestapeten

    • Vliestapeten
    • Kleister extra für Vliestapeten
    • eventuell herkömmlichen Tapetenkleister (mehr dazu in den Tricks)
    • eventuell Abdeckfolie für den Boden (Sie kleistern die Wand, was spritzen kann)
    • Tapeziertisch
    • Cutter-Messer
    • Tapeziermesser
    • Tapezierschere
    • Profilleiste zum Tapete schneiden
    • Arbeitsstaffelei
    • Kleister- oder Farbrolle
    • Pinsel zum Ecken kleistern
    • Kleistereimer
    • Stock zum Rühren
    • Wasserwaage
    • Senklot, vorzugsweise mit Schlagschnur (zum Beispiel Kreide) zum Markieren
    • Mauerbleistift (Kreide kann durch das Kleistern entfernt) werden

    1. Vorbereitungsarbeiten

    Zunächst setzen Sie den speziellen Kleister für Vliestapeten an. Gehen Sie dabei strikt nach den Herstellervorgaben vor, aber beachten Sie die Mischungsverhältnisse laut der Tabelle auf der Verpackung. Je nach den bei Ihnen vorliegenden Anforderungen weicht das Mischungsverhältnis eventuell ab. Dann geben Sie dem Kleister etwas Zeit zum Ruhen bzw. Ansetzen.

    2. Die Senkrechte für die erste Vliestapetenbahn markieren

    Wände sind immer etwas schief. Das ist völlig normal, auch wenn es optisch nie auffällt. Aus diesem Grund dürfen Sie nie mit dem Tapezieren in der Ecke beginnen. Um die Tapete aber tatsächlich senkrecht anbringen zu können, verwenden Sie das Senklot, die Schlagschnur und den Maurerbleistift. Mit der Wasserwaage kontrollieren Sie alles.

    3. Das Verarbeiten der Vliestapete

    Jetzt beginnen Sie mit dem Zuschneiden der Vliestapeten. Bei der Verarbeitung beachten Sie, dass Sie die Tapete oben als auch unten ungefähr 2 cm länger abschneiden und später beim Tapezieren entsprechend überstehen lassen.

    Rollen Sie die Tapetenbahnen nun zusammen. Rollen Sie sie so, dass die Unterseite (die Klebeseite) nach außen schaut. Sie können gerne auch mehrere Bahnen hintereinander zuschneiden. Bei Altbauten sollten Sie aber immer wieder die Wandhöhen kontrollieren. Gerade bei Mustertapeten wäre aufgrund des Rapports (Angaben dazu auf dem Inlayer der Tapetenpackung) eine komplette Bahn Verschnitt (zu kurz) sehr ärgerlich.

    4. Das Kleistern der Wände

    Beim Kleistern der Wände gehen Sie vor wie beim Streichen. Pinseln Sie erst die Ecken, Kanten und Nischen mit geeigneten Pinseln großzügig aus. Nun rollen oder bürsten Sie die großen Flächen mit der Farb- oder Kleisterrolle bzw. mit einem Kleisterquast.

    5. Das Verarbeiten von Vliestapeten: das Anbringen an die Wand

    Nun beginnen Sie mit der ersten Tapetenbahn, die Sie von oben nach unten ausrollen. Der Kleister auf der Wand ist noch so nass, dass Sie die Tapetenbahn zum Ausrichten an Ihrer Markierung entsprechend verschieben können. Vergessen Sie nicht den Überstand unten und oben!

    6. Das Verarbeiten der Vliestapeten ab der zweiten Bahn

    Ab der zweiten Bahn gehen Sie bei der Verarbeitung genauso vor, nur dass Sie sich jetzt nicht mehr an einer von Ihnen gemachten Markierung, sondern der ersten Tapetenbahn orientieren. Richten Sie jede weitere Bahn auf Stoß zur vorangegangenen Tapetenbahn aus.

    7. Das gleichmäßige Festdrücken an der Wand

    Zahlreiche Vliestapeten sind Strukturtapeten. Daher sind Rollen oftmals zum Andrücken ungeeignet. Besser, weil von der Kraft optimal dosierbar, sind Tapetenbürsten.

    8. Die weitere Verarbeitung der tapezierten Vliestapete

    Abschließend können Sie die Vliestapete abschneiden. Verwenden Sie dazu die Profilleiste und das Cutter- oder Tapeziermesser.

    Nachdem die Tapete fest an der Wand und getrocknet ist (der Kleister), können Sie bei streichbaren Vliestapeten mit weiteren Verarbeitungsschritten wie eben dem Streichen beginnen.

    Das Kleistern der Wände erfordert etwas Übung, weil Sie den aufgetragenen Kleister nicht wirklich sehen können. Da Sie gerade beim Tapetenkleister grundsätzlich hochwertige Produkte verwenden sollten, empfehlen wir die hier bekannteste Marke mit einer violetten Verpackung. Unter „Tapetenkleister xxx Control“ wird ein pink eingefärbtes Produkt angeboten. Die Färbung ist nach dem Trocknen nicht mehr zu sehen, erleichtert das Streichen aber enorm.

    Kleistern Sie Wände möglichst mit herkömmlichem Kleister dünn vor. Insbesondere auf schwierigem Untergrund wie Gipskarton lassen sich die Vliestapeten dann wirklich leicht abziehen (die Spannfähigkeit der Trägerschicht ist höher als die Stabilität des Kleisters. Zwar versprechen einige Tapetenhersteller das sehr einfache Abziehen, was aber nicht immer funktioniert. So sind Sie stets auf der sicheren Seite.

    Nachdem Sie ja am Fenster zu tapezieren beginnen, benötigen Sie auch hier entsprechende Ratgeber und Anleitungen. Natürlich bieten wir im Hausjournal auch Artikel zum Tapezieren von Fenstern oder Ecken.

    Источники: http://www.heimwerker.de/haus/wandgestaltung/tapezieren/tapeten/vliestapete.html, http://diybook.at/ratgeber/wohnen/vliestapete-kleben-vliestapete-anbringen, http://www.hausjournal.net/vliestapete-verarbeiten

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