Verlegetechnik pflastersteine

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    Verlegemuster – häufigste Varianten

    Trotz der verhältnismäßig hohen Kosten erfreuen sich Pflastersteine wieder zunehmend großer Beliebtheit. Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass Pflastersteine langlebig und sehr robust sind. Ein anderer Grund ist das dekorative Aussehen von gepflasterten Flächen, wobei in diesem Zusammenhang sowohl unterschiedliche Materialien in mehreren Farbtönen als auch verschiedene Verlegemuster für die ansprechende Optik sorgen.

    Verlegemuster verlegen – die häufigsten Varianten

    Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Muster, die für das Verlegen von Steinen in Frage kommen. Grundsätzlich sinnvoll ist, sich zunächst für ein Verlegemuster zu entscheiden und auf dieser Basis dann die Steine auswählen. Es ist zwar möglich, nahezu alle Muster mit Steinen aus unterschiedlichen Materialien und in verschiedenen Größen zu legen, aber nicht immer entsteht am Ende tatsächlich die gewünschte Optik. Zudem sind vor allem aufwändige Muster mit kleinen Steinen deutlich einfacher zu legen, während eher schlichte Muster mit größeren Steinen oft etwas interessanter wirken. Zu den am häufigsten angewandten Verlegemustern gehören der Reihen- und der Diagonalverband. Beim Reihenverband werden die Steine in gleichmäßigen Reihen und mit parallelen oder mit versetzten Fugen verlegt. Abwandlungen sind möglich, indem die Steine abwechselnd längs und quer gesetzt werden.

    Verlegemuster verlegen und die häufigsten Varianten

    Beim Diagonalverband verlaufen die Steine ebenfalls in Reihen, allerdings diagonal zu den Begrenzungslinien. Durch mehrfache Richtungswechsel entsteht das sogenannte Fischgrätmuster. Daneben sind Kreis- und Bogenmuster bei Pflastersteinen sehr beliebt, teilweise wird die Optik hier zusätzlich auch noch durch Steine in unterschiedlichen Farben betont. Pflastersteine, die in einem Segmentbogenmuster verlegt sind, sehen so aus:

    Pflastersteine verlegen – eine Basisanleitung

    Insgesamt ist es nicht ganz so einfach, Pflastersteine zu verlegen. Mit Geduld und Geschick sollte es aber auch für den ambitionierten Heimwerker keine unlösbare Aufgabe sein und wie es geht, erklärt die folgende Basisanleitung.

    1. Schritt: den Unterbau anlegen

    Im ersten Arbeitsabschnitt geht es darum, eine stabile und tragfähige Basis für die Pflasterfläche zu schaffen. Hierfür werden zuerst die oberen Schichten des Erdreichs abgetragen. In vielen Fällen handelt es sich bei diesen Schichten um Mutterboden oder einen Lehmboden und diese Schichten sind nicht tragfähig genug. Sobald ein tragfähiger Untergrund erreicht ist, wird dieser mit einem schweren Rüttler verdichtet. Grundsätzlich muss das ausgehobene Bett aber mindestens 30 bis 35cm tief sein. Das verdichtete Bett wird nun gut 25cm hoch mit Schotter oder Kies verfüllt. Diese Schicht bildet die frostsichere Tragschicht und wird ebenfalls mit einem schweren Rüttler verdichtet. Dabei muss in beide Schichten des Unterbaus ein Gefälle von mindestens 2,5 Prozent eingebaut werden, damit sichergestellt ist, dass das Regenwasser später abfließt. Auf die verdichtete Tragschicht wird nun das Pflasterbett aufgebracht. Dieses sollte eine Höhe von 4 bis 5cm haben und besteht aus Sand oder einem Gemisch aus Sand und Splitt. Das Pflasterbett wird nun nicht verdichtet, sondern lediglich mit beispielsweise einer Richtlatte gleichmäßig und eben abgezogen. Verdichtet wird diese Schicht erst später zusammen mit den verlegten Pflastersteinen. Da sich dadurch die Gesamthöhe ein wenig reduziert, sollte das Pflasterbett immer etwa 1cm höher angelegt werden.

    2. Schritt: die Pflastersteine verlegen

    Das abgezogene Pflasterbett sollte nun nach Möglichkeit nicht mehr betreten werden, um keine erneuten Unebenheiten zu riskieren. Aus diesem Grund werden die Steine über Kopf verlegt. Das bedeutet, es wird von der bereits gepflasterten Fläche aus nach vorne gearbeitet. Möchte der Heimwerker die Steine in einem kreis- oder bogenförmigen Verlegemuster verlegen, werden zuerst die Steine in der Mitte der Kreise oder Bögen gesetzt. Von der Mitte aus werden anschließend die weiteren Steine angeordnet. Auch hier sollte das Pflasterbett aber nicht betreten, sondern mit Brettern abgedeckt werden. Ratsam ist außerdem, immer mit Steinen aus unterschiedlichen Paketen zu arbeiten, um auf diese Weise kleine Farbunterschiede auszugleichen und eine natürliche Optik zu erzielen. Verlegt werden die Steine mit möglichst gleichmäßigen, 3 bis 5mm breiten Fugen. Hierbei können sich Fugenkreuze als effektives Hilfsmittel erweisen.

    3. Schritt: die Fugen verfüllen

    Nachdem alle Steine verlegt sind, folgt das Verfüllen der Fugen und das abschließende Verdichten der Fläche. Dabei sollte die Fläche bereits rundherum mit Randsteinen, Palisaden oder durch eine Mauer eingefasst sein, um ein Verschieben oder seitliches Abrutschen der Steine zu verhindern. Nun wird trockener Sand in die Fugen eingekehrt und die gepflasterte Fläche vollflächig mit einem Rüttler verdichtet. Im Idealfall sollte hierfür ein Rüttler verwendet werden, der über eine PVC-Gleitvorrichtung verfügt, da die Steinoberflächen dadurch nicht übermäßig beansprucht werden. Nach dem Abrütteln werden die Fugen vollständig verfüllt. Hierfür kann noch einmal trockener Sand in die Fugen eingekehrt werden oder es wird ein Sand-Wasser-Gemisch in die Fugen eingeschlämmt.

    Pflastersteine richtig verlegen – Schritt für Schritt erklärt Hot

    Das Verlegen von Pflastersteinen

    Bei Pflasterarbeiten ist es stets wichtig auf die Stabilität des Untergrunds und der Belastbarkeit der Pflastersteine zu achten. Daher sollten Sie schon sehr viel Wert auf fachkundige Unterbaukonstruktionen sowie den Einsatz professioneller Werkzeuge und Materialen legen. Die Konstruktion des Unterbaus und den Pflastersteinen muss.

    • . dem Gewicht standhalten
    • . bei Lenkbewegungen sicher tragen
    • . Unterspülungen verhindern
    • . und vor Frost schützen.

    Der richtige Pflasterstein

    Natürlich ist Auswahl auf den ersten Blick ziemlich groß. Für die Einfahrt ist nicht jede Stein- oder Plattenart geeignet. Die immer richtige Auswahl ist der Verbundsteinpflaster, der aus gepresstem Beton hergestellt wird. Sie haben meist eine graue Farbe, sind aber auch schon gefärbt erhältlich. Dieser Verbundpflaster ist sehr widerstandsfähig, können hohe Belastungen mit Kleinigkeit aushalten, ist witterungsbeständig und zudem noch pflegeleicht. Durch die vielen unterschiedlichen Formen -wabenförmig, rechteckig, kreisförmig oder als Doppel-T- und Verlegemustern lassen sich für jeden Platz am Haus abwechslungsreiche Designs realisieren. Natursteine zum Pflastern sind weniger robust und mit sehr viel Arbeit verbunden. Sie bestehen entweder aus harten Gneis- Granit- oder Basalt-Quadern. Diese Pflastersteinvariante ist deutlich teurer zu haben. Jeder einzelne Stein muss mit einem Gummihammer eingesetzt werden. Weitere Alternative sind Waschbetonplatten.

    Der Unterbau muss stabil sein

    Das Entscheidende eines langfristig belastbaren Pflasterwegs ist die richtige Untergrundaufbereitung. Wenn Fehler bei der Aufbereitung passiert sind, werden diese dann sichtbar, durch die Pflastersteinabsackung oder andere Schäden. Grundsätzlich besteht der tragfähige Untergrund aus einer witterungssicheren Lage Kies, worauf Schotter und feiner Splitt mit einer Körnung 0 bis 4 mm aufgebaut werden. Die Unterkonstruktion benötigt keinen Estrichbeton, außer wenn stärkere Belastungen oder steile Gefälle gebaut werden.

    • Abziehbrett
    • Arbeitshandschuhe
    • Besen
    • Breitmeißel
    • Estrichbeton
    • Gartenschlauch
    • Gummi- bzw. Pflasterhammer
    • Hacke
    • Hammer
    • Handstampfer
    • Holzabzieher
    • Kies
    • Maßband
    • Maurerschnur
    • Metallstäbe
    • Nassschneider
    • Pflastersteine
    • Quarzsand
    • Randsteine
    • Rüttler mit einer Gummimatte (WICHTIG! Hörschutz)
    • Schaufel
    • Schlämmsand
    • Schotter
    • Schubkarre
    • Spaten
    • Splitt
    • Steinknacker
    • T-Verlege- Schiene
    • Verlegesand
    • Wasser
    • Wasser- bzw. Schlauchwaage
    • Zollstock

    Anleitung für die Vorarbeit

    01 Berechnung der benötigten Materialien (Tipp: die finale Oberkante des Pflasters geben hilfreiche Anhaltspunkte, wie z.B. 25 cm Kies, 25 cm Schotter, 5 cm Splitt oder Verlegesand = 55 cm Unterbau. Also muss der Aushub 65 cm von der gewünschten Höhe berechnet werden.)

    02 unterirdisch liegen oftmals verlegte Rohre und Leitung (darauf achten!)

    03 2 – 3 cm mehr einplanen, da durch das Verdichten mit dem Rüttler das Material zusammengepresst wird

    04 die richtige Maße (Länge und Breite) messen

    05 die Materialmenge ausrechnen

    06 den Verlauf des gewünschten Pflasterweges mit Metallstäben und Maurerschnur genau abstecken, beispielsweise eine Höhe von 10 cm (darauf achten, dass an den Seiten noch Randsteine dazukommen!)

    07 bei Einfahrten sind Gefälle bis zu 2 % (1-2 cm) einzurechnen

    08 nun beginnt der Aushub des Erdreiches mit Hacke, Schaufel, Spaten und einer Schubkarre zum Entsorgen (bei größeren Flächen ist eventuell ein Bagger empfehlenswert, Ausleihen beim Baumarkt jederzeit möglich)

    09 nach dem Aushub kommt das Kiesbett von 27-28 cm

    10 mit Schaufel oder einem Holzabzieher verteilen und mit dem Rüttler verdichten

    11 den Schotter am Rand mit einem Handstampfer verdichten

    12 auf die Schotterschicht kommt eine dünne Schicht Splitt oder Verlegesand

    13 nun kommt die T-förmige-Verlege-Schiene zum Einsatz (diese sind Markierungen für die Pflastersteine. Hierbei müssen von der 10 cm Maurerschnur noch 19 cm hinunter gerechnet werden. Der fehlende Zentimeter wird beim Rütteln wieder abgesenkt)

    14 Schiene dementsprechend in die lose Bettung einlegen (eventuelle können die Schienen mit dem Gummihammer auf Höhe gebracht werden.

    WICHTIG! Nicht wackeln! Nicht kippen!

    15 Feinsplitt wird mit dem Abziehbrett gezogen

    16 nun das Splittbrett verdichten

    WICHTIG: Zwischen Schiene und Rüttelplatte Abstand halten!

    01 fester Untergrund (das Verlegebrett darf nicht bei der Pflasterarbeit betreten werden!)

    02 der Beginn ist immer an einer geraden, rechtwinkligen Kante empfehlenswert

    03 10-15 Steinreihen auf Stoß legen (Lücken am Rand erst einmal einfach offen lassen. Die Lücken zu Beginn sollten verschlossen werden, bevor sich die Steine beim Weiter- Verlegen verschieben können)

    04 nach den ersten Reihen die zuletzt verlegte Reihe kontrollieren (Tipp: Wenn die Reihen „etwas schief gelaufen sind“, einfach ein Brett als Puffer an die zuletzt verlegte Reihe anlegen und mit einem Hammer die Steine soweit zurückschlagen, bis ein rechter Winkel festzustellen ist.)

    05 Kontrolle mit einer Schnur entlang der zentralen Fuge (Tipp: Notfalls können die Steine mit einer Maurerkelle oder einer Meißel, etc. an der Schnur entlang „nachjusiert“ werden. Aber vorsichtig!)

    06 um das Verschieben zu verändern, kann zwischenzeitlich etwas Schlammsand (trockener) auf die Pflasterfläche verteilt und eingekehrt werden

    07 wenn die Pflasterarbeiten fertiggestellt sind, geht es am Knacken der Randsteine (beim Baumarkt können Steinknacker ausgeliehen werden)

    08 zum Schluss mit Augenmaß die gesamte Pflasterfläche begutachten

    09 das finale Einebnen erfolgt mit dem Rüttler

    10 einzelne Steine können mit einem Gummihammer angepasst werden

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    Pflastersteine verlegen – Das sollten Sie beachten

    Einige Hinweise vorweg: wir gehen in dieser Beschreibung davon aus das Sie die Pflasterung in ungebundener Bauweise verlegen, soll heißen die Steine werden lose auf eine Sand-Kies-Bettung gelegt und eingerüttelt. Sollten Sie eine gebundene Bauweise – hier wird der Pflasterstein in ein Mörtelbett gelegt – durchführen wollen bitten wir Sie einen Fachmann zu Rate zu ziehen, da wir die gebundene Bauweise im Außenbereich für deutlich komplizierter halten. Außerdem gehen wir davon aus das ihre Randeinfassungen nicht überfahren werden, soll heißen das es sich nicht um schwer befahrene Flächen handelt sondern um ` untergeordnete´ Verkehrsflächen, also ihre Terasse, ihr Fußweg oder maximal ihre Grundstückseinfahrt für ihren privaten PKW. Keinesfalls ist hier ein Lagerplatz, Bauernhof, Firmengelände oder ähnliches gemeint, hier bitten wir Sie in jedem Fall einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Ach ja, und natürlich haben wir hier nur Hinweise für Betonpflaster aufgeführt.

    Jetzt starten wir mit einer einfachen und simplen Weisheit: die ungebundene Bauweise der Pflasterstein-Konstruktion wirkt immer als ganze Einheit, also der vorhandene Untergrund, die von ihnen eingebaute Trag- und Frostschutzschicht, die Bettung unter dem Pflasterstein, die gewählte Stärke und Abmessungen der Pflastersteine und die Fugenausbildung samt Verfüllung. Nur das Zusammenspiel aller richtig eingesetzten Komponenten ermöglicht es

    * das hohe Belastungen – z.B. durch ihr Auto in der Einfahrt – schadlos aufgenommen werden,

    * Temperaturspannungen – z.B. tagsüber aufgeheizte Oberflächen in der Sonne und nachts Abkühlung – ohne Schäden abgebaut werden,

    * die Fläche im Zusammenspiel Gefälle, Wassereinläufe und durchlässige Fugen grundsätzlich wasserableitend bzw. durchlässig ist,

    * oder einfach gesagt das ihre Pflasterung langfristig schön bleibt.

    Wenn Sie jetzt das Gefühl haben das ist zum Lesen alles viel zu lang, dann sagen wir dass die Arbeiten auf der Baustelle viel länger dauern werden und wenn was schief geht dann bedeutet das nur Ärger —> das sieht meist schlecht aus, eventuell muss was geändert werden oder sie ärgern sich ewig über den Mangel —> alles das kostet Zeit, Geld und Nerven –> also besser in Ruhe die Hinweise lesen und dann mit den Arbeiten beginnen.

    Wir wünschen Ihnen Spaß und Erfolg dabei, Ihre Pflastersteine zu verlegen.

    1. Vorhandener Untergrund

    Bevor Sie mit den Arbeiten beginnen, prüfen Sie den vorhandenen Untergrund (auch gewachsener Untergrund genannt). Hier gibt es folgende mögliche Fälle:

    Fall a) Sie haben natürliches Gelände welches Sie noch für die geplanten Flächen ausschachten müssen. Dann los, die geplante Fläche abstecken und dabei seitlich etwas mehr abschieben (für den Arbeitsraum). Das Bodenmanagement nicht vergessen, soll heißen das sie sich überlegen welcher Boden behalten und welcher sofort abgefahren werden kann. Bitte den Boden der bleiben soll getrennt nach der Bodenart – Mutterboden, Unterboden usw. – abschieben und seitlich lagern. Den Lagerplatz vorher genau überlegen, nicht das die Erdhügel später im Weg liegen. Nachdem dann der Boden abgeschoben ist geht´s weiter zu b.

    Fall b) Der vorhandene Untergrund ist bereits freigelegt. Jetzt muss geprüft werden ob der Untergrund geeignet ist, klingt einfach und heißt im Klartext: Der Untergrund muss standfest und tragfähig sein. D.h. nicht tragfähige Bodenschichten – z.B. Lehm – müssen abgegraben werden. Am Ende ist die Ebenheit, profilgerechte Lage, der Verdichtungsgrad und die Tragfähigkeit des Untergrundes wichtig. Das Mindestgefälle ist abhängig von der Beschaffenheit des Untergrundes, es sollte mindestens 2,5 % bzw. maximal 4 % betragen.

    Fall c) Sie haben noch die Tragschichten vom alten Pflaster liegen und möchten diese natürlich liegen lassen und wiederverwenden, denn das spart Zeit, Arbeit und Geld. Den gewachsenen Untergrund können Sie nicht sehen, weil er ja überdeckt ist. Dann graben Sie ein Loch in die alte Tragschicht, breit genug, sagen wir 5o cm Durchmesser. Dabei sollten Sie wenn nach einander unterschiedliches Material zum Vorschein kommt dieses getrennt an verschiedenen Stellen ablegen, also nicht vermischen. Zuguter letzt haben Sie den gewachsenen Untergrund erreicht, jetzt können Sie sowohl den Untergrund als natürlich auch die alte Tragschicht prüfen (siehe Punkt 2).

    Mal ehrlich, ist der gewachsene Untergrund standfest und tragfähig ? Wenn ja ist alles o.K..

    Als zweites testen Sie den Abfluss von Wasser. Gießen Sie einen kleinen Wassereimer – nicht mehr als 5 Liter – in das Loch, läuft das Wasser ab oder bleibt es lange stehen ? Wenn es abläuft ist alles o.K.

    Als dritten Test prüfen Sie unmittelbar nach Ablauf des Wasser den noch feuchten Boden. Ist er immer noch standfest und tragfähig. Wenn ja ist alles o.K.

    Wenn alle Test positiv waren geht es weiter mit der Prüfung der Trag- und Frostschutzschicht (siehe Punkt 2), wenn nicht oder wenn Sie sich nicht sicher sind – und seien Sie ehrlich zu sich selbst – sollten Sie unbedingt weiter prüfen. In diesem Fall empfehlen wir einen Fachmann zu Rate zu ziehen, dies könnte ein Bodengutachter oder auch ein Garten-und Landschaftsbauer sein.

    Genereller Hinweis: Achten Sie darauf das keine langen Zeitspannen zwischen dem Freilegen des Untergrundes und dem Aufbringen der neuen Schichten auftreten, da jeder Regen und auch Bodenfrost die Standfähigkeit des Untergrundes schwächen kann. Fahren Sie auch nicht unnötig über den freigelegten Untergrund weil auch dadurch eine Aufweichung erfolgen kann.

    2. Tragschicht und Frostschutzschicht

    Die Trag- und Frostschutzschichten müssen angepasst an die zu erwartenden Belastungen der Verkehrsfläche ausgeführt werden. Das heißt, es gibt einen Unterschied zwischen Terassenflächen nebst Fußwegen und ihrer PKW befahrenen Einfahrt auf das Grundstück.

    Generell gilt, alle Trag- und Frostschutzschichten (sowohl neu gekaufte als auch die noch auf den Flächen vorhandenen) müssen so wasserdurchlässig sein, sodass ein schneller Abfluss von Wasser sichergestellt ist. Aus diesem Grund eignen sich am besten ungebundene Tragschichten.

    Fall a) Sie wollen neue Frostschutz- und Tragschichten auf den freigelegten, gewachsenen und standfesten Untergrund aufbringen. Bringen Sie die neuen Schichten lagenweise ein und verdichten Sie auch jede einzelne Lage, bessern sie dabei Unebenheiten in der Oberfläche immer wieder nach. Das Mindestgefälle beträgt 2,5 %, die max. Unebenheit beträgt 1 cm auf 4 m Länge. Achten Sie darauf, dass die endfertigen Oberflächen immer sauber mit dem ausgewählten Material geschlossen sind (keine Fremdmaterialien sollen darin sein), sonst kann später evtl. das als nächstes aufgebrachte Material (z.B. das Bettungsmaterial) an diesen Stellen nach unten durchsickern. Ungenauigkeiten in ihrer Ausführung können dazu führen, dass im Laufe der Zeit Verformungen – Dellen – in der Pflasterdecke entstehen.

    Fall b.) Sie haben noch die Tragschichten vom alten Pflaster liegen und ihre Prüfung im Punkt 1 hat ergeben das der gewachsene Untergrund in Ordnung ist. Nun müssen Sie auch die alte, noch vorhandene Trag- und Frostschutzschicht prüfen. (. hier sind wir noch in der Bearbeitung des Textes ). Die oberste Schicht, also das alte Bettungsmaterial empfehlen wir grundsätzlich aufzunehmen und neues aufzubringen.

    Wichtig: Prüfen Sie immer die Filterstabilität vom Untergrund zur Tragschicht, von der Tragschicht zum Bettungsmaterialien, vom Bettungsmaterial zur Fugenfüllmaterial, ziehen Sie beim Einkauf dieser Materialien einen Fachhändler zu Rate.

    3. Randeinfassung anlegen

    Randeinfassungen verhindern ein Verschieben der Pflastersteine sowohl bei der Verlegung als auch bei der späteren Nutzung der Pflasterfläche. Bestimmen Sie den Abstand der Randeinfassungen unter Beachtung der geforderten Verlegebreite durch Auslegen einzelner Steinzeilen, bevor sie die Pflastersteine verlegen. Bord- und Einfassungssteine benötigen ein Fundament und eine Rückenstütze aus Beton.

    4. Pflasterbettung

    Nach DIN 18318 eignen sich als Bettungsmaterialien Gemische aus Gesteinskörnungen 0/4 mm, 0/5 mm oder 0/8 mm. Wichtig für das Bettungsmaterial ist das ein gutes Einrütteln der Steine möglich, eine ausreichende Wasserdurchlässig auch im verdichteten Zustand vorhanden und das es auf das Fugen- und Tragschichtmaterial abgestimmt ist. Es darf nicht in die Tragschicht einrieseln, genauso wenig wie das Fugenmaterial in die Bettung. Das Pflasterbett muss im verdichteten Zustand eine Stärke von 30 bis 50 mm aufweisen. Alle Angaben gelten für Steinhöhen bis 10 cm.

    Das Bettungsmaterial wird auf der Tragschicht gleichmäßig verteilt und dann ist ein extrem genaues Abziehen erforderlich. Hierzu sollten Formrohre – sogenannte Lehren – in dem vorgesehenen Gefälle exakt auf dem Boden aufgelegt werden und über diese wird mit der Abziehlatte das Bettungsmaterial profilgerecht geglättet.

    Hinweis: für untergeordnete Flächen – also Flächen die nie mit dem PKW befahren werden – können als Bettungsmaterial auch Gesteinskörnungsgemische 0/2, 1/3 und 2/5 verwendet werden.

    Hinweis: alte, noch vorhandene Pflasterbettungen empfehlen wir grundsätzlich aufzunehmen und zu erneuern. Bitte beachten Sie dabei wieder, das das neue Bettungsmaterial auf die vorhandene Tragschicht abgestimmt werden muss.

    5. Prüfen der angelieferten Betonpflastersteine

    Vergleichen Sie bei der Anlieferung der Pflastersteinpakete den Lieferschein mit der Bestellung hinsichtlich Format, Farbe, Menge, Oberflächenbeschaffenheit und anderer Charakteristika. I.d.R. befindet sich auf den angelieferten Plastersteinpaletten ein Aufkleber mit der genauen Bezeichnung des angelieferten Produktes. Abweichungen / Fehler zwischen Lieferung und Bestellung sollten Sie auf der Lieferquittung vermerken bzw. umgehend, spätestens jedoch bevor die Pflastersteine verlegt werden, mit dem Vertragspartner/Lieferanten abklären.

    Hinweis zur Optik von Betonprodukten: auf der Oberfläche der angelieferten Steine kann ein grauweißer Belag sichtbar sein, hierbei handelt es sich i.d.R. um Ausblühungen. Ausblühungen stellen keine Beeinträchtigung der Qualität der Pflastersteine dar sondern sind eine optische Erscheinung. Ist die optische Beeinträchtigung aus ihrer Sicht zu groß sollten Sie die Steine in jedem Fall vor der Verlegung beanstanden. Bitte beachten Sie ferner, dass Betonpflastersteine aufgrund der Zugabe natürlicher Rohstoffe naturgemäß geringen Farbschwankungen unterliegen. In diesem Zusammenhang weisen wir auf unsere Hinweise zu den natürlichen Eigenschaften von Betonprodukten unter ` Hinweise zu Beton´ hin.

    6. Auswahl der Pflastersteine aus mehreren Paketen

    Um unerwünschte Farbkonzentrationen zu vermeiden mischen Sie beim Verlegen Steine aus mindestens drei Paketen und jeweils aus mehreren Lagen der Pakete. Das gilt ganz besonders für nuancierte Pflastersteine.

    7. Verlegung und Einhaltung der Fugenbreite

    Unsere Abstandhalter an den Steinen ersetzen nicht das vorgeschriebene Fugenmaß, es ist die Aufgabe des Verlegers das vorgeschrieben Fugenmaß einzuhalten. Grundsätzlich sollte ein Fugenabstand von 3-5 mm eingehalten werden. Wird der untere Wert unterschritten, kann keine ausreichende Füllung der Fugen (dann fehlt die kurzfristige aber auch langfristige Stabilität der Steine zueinander) erzielt werden Auch können die Steine beim abrütteln gegeneinander stoßen und an den Kanten beschädigt werden, Fertigungstoleranzen können ebenfalls nicht ausgeglichen werden. Der obere Wert sollte nicht überschritten werden, damit sich das Fugenmaterial gut verfestigen kann. Die Pflasterverlegung wird grundsätzlich „über Kopf”, d. h. von der bereits verlegten Fläche aus durchgeführt, um ein Betreten des abgezogenen Pflasterbettes zu vermeiden. Die Verlegung der Steine erfolgt höhen-, winkel- und fluchtgerecht mit Schnur oder Lehre. Anschlüsse an Ränder/Kanten bitte mit unseren Zubehörsteinen (Halben) ausführen oder ganze Steine schneiden, nicht knacken. Passsteine sollten nicht kleiner als halbe Steine sein.

    Achtung beim Schneiden: schneiden Sie die Steine nicht auf bereits verlegten Pflasterflächen oder in dessen direkter Nähe. Die beim Schneidvorgang entstehende Schlämme bzw. auch der Schleifstaub enthält ganz feinkörnigen Zementleim bzw. -staub, dieser legt sich auf und auch in die offenporige Oberfläche der Pflastersteine und ist dann als Schleier auf der fertigen Pflasterfläche zu sehen, der Schleier ist später nur sehr schwer oder gar nicht wieder zu entfernen.

    8. Verfugung mit filterstabilem Mineralstoffgemisch

    Als Fugenmaterial ist ein kornabgestuftes Gemisch 0/2, 0/4 oder 0/5 zu verwenden, es sollten dabei möglichst gebrochene Gesteinskörnungen verwendet werden. Das Material muss stabil genug sein um den Steinen untereinander genügend Halt zu bieten (Achtung: sonst wackeln die Steine schon beim abrütteln so stark das sie aneinanderstoßen und die Kanten wegbrechen) und es muss so gewählt werden das es nicht in die unter dem Pflaster liegende Bettung einsickern kann (Achtung: sickert das Fugenmaterial im Laufe der Zeit in die Bettung ein ist irgendwann in den Fugen zu wenig übrig und das abgesackte Fugenmaterial vermischt sich mit dem Bettungsmaterial. Folge –> die Steine haben dann untereinander zu wenig Halt und die Bettung wird oftmals wasserundurchlässig –> die Steine fangen an zu wackeln und stehen in einem nassen Untergrund –> die Steine können sich verdrehen und stoßen aneinander, ebenfalls sind die Pflastersteine dauerhaft bzw. zu lang nass sein –> die Kanten brechen schon bei normaler Nutzung ab und die Pflastersteine bekommen einen Grauschleier / blühen aus).

    Hinweis: für untergeordnete Flächen – also Flächen die nicht mit dem PKW befahren werden – kann als Fugenmaterial auch Sand 0/2, Splitt 1/3 und 2/5 verwendet werden.

    Verfüllen Sie schon während der Verlegung der Steine kontinuierlich die Fugen, damit immer eine ausreichende Lagesicherung der Steine vorhanden ist. Das Fugenmaterial muss so lang eingefegt oder eingeschlämmt werden bis alle Fugen vollständig gefüllt sind, entfernen Sie überschüssiges Fugenmaterial vor dem Abrütteln vollständig.

    9. Abrütteln (Verdichten)

    Bei farbigem Pflaster, Pflaster ohne Fase oder mit Minifase sowie bei Pflaster mit besonders bearbeiteten Oberflächen (z.B. imprägniert) sollte grundsätzlich ein Flächenrüttler mit einer Platten-Gleit-Vorrichtung – z.B. einer Gummischürze – und angemessener Vibrationsleistung eingesetzt werden (man kann Pflaster auch kaputt rütteln). Für dünne und großformatige Platten hat sich auch das Abrütteln mit einem Rollenrüttler bewährt. Wahrscheinlich leihen Sie sich den Rüttler aus, lassen Sie sich hier von dem Fachmann dem der Rüttler gehört (z.B. die Verleihfirma oder der Galabaubetrieb) über die notwendige Leistung des Rüttler beraten.

    Als wichtige Vorbereitung gilt: Flächen die zwischendurch abgerüttelt werden sollen müssen vorher auf jeden Fall gegen Auswandern abgesichert werden. Gleiches gilt wenn aus gestalterischen Gründen auf eine sichtbare seitliche Begrenzung – also keine Einfassungssteine – verzichtet werden soll, hier muss neben der kurzfristigen Sicherheit auch die dauerhafte Standsicherheit berücksichtigt werden (Pflaster kann im Laufe der Zeit seitlich auswandern – und Erde ist kein sicherer Halt).

    Nun ist der Rüttler da und es kann losgehen. Doch bitte nicht sofort loslegen, sondern erst die Unterseite des Rüttlers abwischen und die Plasteroberfläche sauber fegen. Desweiteren nur im trockenen Zustand abrütteln.

    Hinweis: befinden sich beim Abrütteln noch Reste des Fugenmaterial oder kleine Steinchen auf der Pflasteroberfläche bzw. unter der Rüttelplatte besteht die Gefahr das sich diese Material beim Gleiten der Rüttelplatte in den Stein einreibt oder die Steinoberfläche zerkratzt. Dies alles ist dann auf der fertigen Oberfläche zu sehen und läßt sich ganz schlecht oder gar nicht wieder beseitigen.

    Aber jetzt kann abgerüttelt werden, dabei stets von den Rändern zur Mitte hin gleichmäßig verdichten.

    10. Fugen nochmals nachfüllen

    Nach dem Abrütteln bitte die Fugen nochmals mit gleichen Fugenmaterial wieder komplett auffüllen. Dies geschieht durch aufstreuen und einfegen. Ach ja, dieser Vorgang sollte über einen längeren Zeitraum mehrfach wiederholt werden, da das Fugenmaterial immer mal wieder einsackt.

    . und jetzt wollen wir ihnen natürlich auch unsere Produkte vorstellen:

    Hinweis: Die hier aufgeführten Regeln basieren auf Erfahrungswerten und dem heutigen Stand der Technik. Der Ordnung halber weisen wir darauf hin dass wir keine Haftung übernehmen können.

    Источники: http://www.selber-bauen.de/garten/verlegemuster-verlegen/, http://www.tippsundtricks24.de/heimwerken/do-it-yourself/-pflastersteine-richtig-verlegen-schritt-fuer-schritt-erklaert/, http://betonwerke-emsland.de/service/pflastersteine-verlegen.html

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