Verlegeplan fliesen

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    Verlegeplan für Fliesen

    Sind die richtigen Fliesen ausgewählt und der Untergrund vorbehandelt, geht es an den Verlegeplan. Das Maß aller Dinge bei gefliesten Flächen sind Symmetrie und Geradlinigkeit. Denn nur so lässt sich eine harmonisch ausgewogene Aufteilung der Flächen erzielen.

    Ob gerade Wand, Mauerkante oder Pfeiler, Nische oder Vorsprung: Für jede örtliche Besonderheit gibt es praktikable Lösungen. Selbst eine große Fläche oder ein durchgehender Fugenverlauf in angrenzenden Räumen stellen für Heimwerker kein Problem dar. Dabei sollte man jedoch die Symmetrie im Auge behalten, damit man am Ende ein schönes und vor allem gerades Ergebnis erhält.

    Speziell bei der Entwicklung eines Verlegeplans sind Sorgfalt und Genauigkeit gefragt, schließlich dient er während der Arbeiten als Vorlage. Ebenso lässt sich durch gute Planung der Verschnitt deutlich reduzieren.

    Inhaltsübersicht: Verlegeplan für Fliesen

    Werkzeug zum Fliesen von Wänden und Böden

    Für einen reibungslosen Ablauf sollten Sie folgende Geräte bereit legen:

    • Rührwerk
    • Maurer- und Zahnkelle
    • Fliesenschneider (Winkelschleifer)
    • Lochschneider
    • Wasserwaage oder Kreuzlinienlaser
    • Richtscheit oder Alu-Schiene
    • Fugenkreuze

    Darüber hinaus gibt es auch weitere Hilfsmittel, welche die Arbeit zwar erleichtern, aber speziell zur Verlegung von Fliesen gekauft werden müssen. Dazu gehören die Papageienschnabel- und Fliesenbrechzange, der Fliesenhammer oder Fliesenlegerecken.

    Mit dem richtigen Werkzeug sind selbst Ecken und Kanten, Türen und Ablagen, Wasser- und Elektroinstallationen kein Problem. Ausführliche Informationen zur Anwendung finden Sie auf Werkzeug zur Fliesenverlegung.

    Bordüren und farbige Fliesen

    Werden hauptsächlich einfarbige Fliesen verarbeitet, kann eine größere Wand schnell trist und langweilig wirken. Abhilfe schaffen Bordüren oder farbige Fliesen. Diese können als Abschluss oder auch in mehreren Reihen gesetzt werden. Gerade sehr hohe Räume lassen sich so optisch anpassen. Auch einzelne andersfarbige Fliesen können stimmungsvolle Akzente setzen. Als einfache Möglichkeiten bieten sich der Austausch einzelner Fliesen, Klebefolien oder eine Lackierung der Fliesen an.

    Einen besonderer Effekt wird auch mit einzelnen Ornamenten und Dekorationen auf Fliesen erzeugt. Diese lassen sich gut auch nachträglich dem Gesamtbild und der Dekoration das Badezimmers anpassen. Allerdings sollte es damit nicht übertrieben werden. Oft ist weniger mehr und vor allem ansprechender.

    Einheitliches Fugenbild

    Da beim Fliesen die Fugen immer sichtbar sind und oft sogar einen Kontrast zu den Fliesen bilden, sollte das gesamte Fugenbild einheitlich wirken. Neben gleichmäßigen Fugen, sind hierbei auch Übergänge zwischen Wand und Boden oder zu anderen Räumen wichtig.

    Übergang vom Boden zur Wand

    Fällt die Entscheidung für Boden und Wand auf dieselbe Fliesengröße, sollte auch das Fugenbild angepasst und einheitlich sein. Das bedeutet, dass die Fugen der Wand exakt auf die Fugen der Bodenfliesen treffen. Wird eine unterschiedliche Fliesengröße gewählt, ist es vorteilhaft eine doppelte Größe zu nutzen, um jede zweite Fuge synchron verlaufen zu lassen. Sind die Fliesen sehr groß und erhält die Wand nur sehr wenige Fugen, muss dem Fugenbild nicht so viel Beachtung geschenkt werden.

    Übergang zwischen zwei Räumen

    Werden in zwei Räumen Bodenfliesen gelegt, ist auch hier auf ein einheitliches Fugenbild zu achten. Selbst bei einer vorhandenen Türschwelle, ergibt sich bei gleicher Verlegung ein einheitlicheres und ruhigeres Gesamtbild. Bei der Verlegung von länglichen Fliesen, sollte es auf jeden Fall vermieden werden, unterschiedliche Verlegerichtungen zu wählen.

    Ein einheitliches Fugenbild bedeutet aber nicht, dass es nicht unterbrochen sein darf. Bei raumübergreifender Fliesenverlung sollte nicht auf eine Dehnungsfuge verzichtet werden. Temperaturschwankungen und damit verbundene Bewegungen und Spannungen können Fließen reißen lassen und das Gesamtbild ruinieren. Der Austausch einzelner Fliesen ist zwar möglich, aber aufwändig.

    Schnittkanten vermeiden

    Eine wichtige Frage bei der Fliesenverlegung ist "Wo fange ich an und wo schneide ich?" Diese ist mit drei Grundregeln recht einfach zu beantworten.

    1. Wenn möglich, das Schneiden von Fliesen vermeiden.
    2. Kanten nach außen immer mit einer nicht geschnittenen Fliese beginnen.
    3. Immer auf die Symmetrie achten.

    Speziell bedeutet das, dass hervorstehende Ecken, wie Schornsteine oder Simse immer mit einer vollen Fliese an der Vorderkante begonnen werden. Die geschnittenen Kanten enden dann in den Innenecken und werden von der Silikonfuge verdeckt. Die neue Fläche wird wiederum mit dem abgeschnittenen Rest begonnen. So entsteht zum einen kein Verschnitt und zum anderen bilden beide Stücke optisch wieder eine Fliese und vereinheitlichen das Fugenbild.

    Fliesenspiegel richtig schneiden

    Ist die Höhe des Fliesenspiegels nicht genau festgelegt, sollte in erster Linie versucht werden von unten nach oben zu fliesen, um somit ein Schneiden von Fliesen zu vermeiden.

    Dabei sollte allerdings als erstes der gesamte Boden geprüft werden. Ist der Boden nicht gerade, ist es selten möglich überall mit einer nicht geschnittenen Fliese zu beginnen. In solchen Fällen muss abgewogen werden, ob es Sinn macht, mit einigen kompletten Fliesen zu beginnen und die restlichen zu schneiden oder gleich von oben nach unten gefliest und alle geschnitten werden.

    Bestimmen Fenster, Hängeschränke oder Dachschrägen die Oberkannte des Fliesenspiegels, müssen alle Fliesen geschnitten werden. In diesem Fall wird immer von oben nach unten gefliest. Damit ergibt sich oben ein einheitliches Fliesenbild und die Schnittkante der Fliesen wird unten durch die Silikonfuge verdeckt.

    10 Profi-Ratschläge zum richtigen Fliesenlegen

    1. Beanspruchung bestimmt das Fliesen-Material.
    2. Vor dem Verlegen den Untergrund prüfen und ggf. vorbehandeln.
    3. Der richtige Fugenmörtel für den Untergrund ist die Basis für festen Halt.
    4. Vollflächiger Klebstoffauftrag sorgt für langfristige Freude an den Fliesen.
    5. Erst den Klebstoff abbinden lassen und danach verfugen.
    6. Symmetrie garantiert eine gelungene Optik.
    7. Baumwolllappen helfen gegen Mörtelschlieren.
    8. Arbeiten im Nassbereich: Erst abdichten und dann verfliesen.
    9. Naturstein bleibt nur mit geeigneten Produkten verfärbungsfrei.
    10. Dauerelastische Fugen an sanitären Anlagen: Mit Klebeband, Glätt-Cutter und Sanitär-Silikon werden die Fugen abgedichtet.

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    Verlegemuster für Fliesen und Verlegepläne

    Verlegemuster für Fliesen und Verlegepläne

    Verlegemuster für Fliesen, und Verlegepläne, Größe, Form und Anordnung der Fliesen haben ganz entscheidenden Einfluss auf die Raumwirkung

    Verlegemuster für Fliesen. Große Flächen sollten Sie in hellen Tönen fliesen. Kräftige Farben sind eher für kleine Flächen und zur Dekoration geeignet – z. B. für umlaufende Kanten und Bordüren. Dunkle Fliesen lassen die Räume kleiner erscheinen, helle machen sie licht und weit.

    Die durch das Fugenbild erzeugte Feinrasterung der Flächen lässt kleine Räume wie Bad oder Gäste-WC optisch noch kleiner erscheinen. Diesen Eindruck können Sie deutlich mildern, indem Sie einen nur 1,5 oder 2 m hohen Fliesenspiegel vorsehen.

    Verlegemuster für Fliesen

    Wände und Nischen

    Mit einem Senklot markieren

    Bei rechtwinkligen Wänden markieren Sie die Mitte mit einem Senklot. Die Fliesen daran ausrichten. Randfliesen sollen mindestens halbe Fliesenbreite haben

    Außenkanten mit ganzen Fliesen belegen

    Alle Außenkanten werden grundsätzlich mit ganzen Fliesen belegt. Arbeiten Sie von der Außenecke zur Innenecke, wo dann die angeschnittenen Fliesen liegen

    Nischen und Vorsprünge

    Bei Nischen und Vorsprüngen beginnen Sie entweder außen mit ganzen Fliesen, oder Sie legen die Anschnittreihen rechts und links an den Rand

    Verlegemuster für Fliesen

    Fliesenraster und Sanitärinstallationen

    Symmetrie heißt beim Verlegen von Fliesen im Sanitärbereich das Zauberwort. Ein perfektes Bild erzielen Sie, wenn die Sanitäranschlüsse und die Höhen der Sanitärobjekte beim Anreißen des Verlegerasters berücksichtigt werden. Wenn es ans Fliesenlegen geht, sind die betreffenden Anschlüsse in der Regel ja bereits vorhanden.

    Waschbecken, WC und Bidet werden mit ihrer Mittelachse nach Möglichkeit auf eine Fliesenfuge oder auf die Plattenmitte gesetzt. Ist dies bei nebeneinander platzierten Objekten nicht durchgängig möglich, setzen Sie zumindest das dominanteste Sanitärobjekt – meist ist es das in der Wandmitte befindliche Waschbecken – symmetrisch ins Fliesenraster. Die Rohranschlüsse liegen idealerweise im Fugenkreuz, in der Mitte einer Fliese oder auf der Hälfte der Fugenlänge. Bei den am häufigsten verwendeten Fliesen des Formats 150 x 150 mm ergibt sich bei 3 mm Fugenbreite eine Entfernung der beiden Mittelpunkte von 153 mm. Das Stichmaß (Mittenabstand) der Mischbatterien von Duschen und Wannen ist darauf abgestimmt.

    An einer gespannten Schnur ausrichten

    Bodenfliesen richten Sie in rechtwinkligen Räumen an einer mittig und parallel zu den Seitenwänden gespannten Schnur aus. Dann zur Stirnwand übergehen

    Bodenfliesen an den Wandfliesen ausrichten

    Haben Wand – und Bodenfliesen das gleiche Format, richten Sie den Fugenverlauf der Bodenfliesen an den Wandfliesen aus. Geht der Fliesenbelag in andere Räume weiter, achten Sie auch dort auf durchgehenden Fugenverlauf. Die roten Linien im Bild markieren die jeweils durchgehenden Fugen

    Verlegemuster für Fliesen

    Verlegepläne für Wände und Böden

    Wenn Sie vor Beginn der Installationsarbeiten bereits wissen, welche Fliesenformate zum Einsatz kommen sollen, können Sie die Sanitäranschlüsse entsprechend platzieren lassen. Zunächst müssen Sie sich dabei an der Raumgröße orientieren. Bei rechtwinkligen Wänden wird eine Fuge oder eine Fliesenmitte genau auf die Mitte der Wand gelegt. Die Randfliesen rechts und links sollten mindestens halbe Fliesenbreite haben.

    Die genauen Abstände der Sanitärobjekte ergeben sich dann aus der jeweiligen Fliesengröße. Beim Format 150 x 150 mm mit einer 3-mm-Fuge rechnen Sie also mit einem Rasterabstand von 153, 306,459,612 mm und so weiter. Die Achsabstände der Sanitärobjekte an der Wand richten Sie dann ganz einfach an diesem Raster aus, und der Installateur legt die Rohre entsprechend.

    Bei Mauerkanten und Pfeilern werden nach Möglichkeit immer ganze Fliesen auf die Außenkanten gesetzt. Die geteilten Fliesen kommen dann in die weniger auffällige Innenecke.

    Bei Wandnischen und Vorsprüngen beginnen Sie entweder außen mit ganzen Fliesen und legen die Anschnittreihe in die Mitte, oder Sie fliesen von innen nach außen, wobei dann die Randfliesen zugeschnitten werden müssen.

    Für die Verlegung von Bodenfliesen spannen Sie in rechtwinkligen Räumen mittig und parallel zu den Seitenwänden eine Richtschnur. Die erste Fliesenreihe wird dann daran ausgerichtet. Beginnen Sie die Verlegung mit einer Längsfuge oder der Fliesenmitte entlang der Richtschnur. Im rechten Winkel zu dieser Reihe wird eine zweite Reihe entlang der Stirnwand gelegt.

    Werden Boden und Wände gefliest, müssen Sie den Fugenverlauf der Flächen aufeinander abstimmen. Haben die Fliesen an Boden und Wand die gleiche Größe, richten Sie den Fugenverlauf am Boden nach den Wandfugen aus. Bei angrenzenden Räumen auf durchgehenden Verlauf achten. Besonders attraktiv wirken diagonal verlegte Bodenfliesen. Sie müssen dazu die Längs – und die Querachse des Raumes ermitteln und dazwischen Linien im 45°- Winkel markieren. An den Diagonalen werden dann die Fliesen gerade ausgerichtet, während sie auf der Längs – und Querachse diagonal liegen müssen. Im Randbereich schließt man die Fläche durch halbierte Fliesen und legt, je nachdem wie weit man an die Wand herangekommen ist, als Abschluss noch einen umlaufenden Randstreifen.

    Diagonalverlegung

    Bei der Diagonalverlegung von Bodenfliesen sollten Sie außen stets mit einer halben Fliese abschließen. Den verbleibenden Rand mit schmalen Passstreifen belegen

    Längs – und die Querachse

    Als Hilfslinien für die Diagonalverlegung markieren Sie zunächst die Längs – und die Querachse. Anschließend ziehen Sie im Winkel von 45° dazu die beiden Diagonalen durch den Raum. Die Platten dann wie gezeigt ausrichten.

    Materialberechnung und Einkauf der Fliesen

    Zeichnen Sie sich am besten einen maßstabsgetreuen Grundriss der zu verfliesenden Räume und Flächen auf Millimeterpapier. Entsprechend der Fliesengröße und der vorgesehenen Fugenbreite können Sie dann die Anzahl der benötigten Fliesen ganz genau berechnen. Für den Verschnitt sollten Sie zur Quadratmetermenge schließlich noch etwa 5% hinzu rechnen (bei Diagonalverlegung sogar 10%). Außerdem sollten Sie weitere 5% der Gesamtmenge als Reserve für Reparaturarbeiten zur Seite legen.

    Messen und Anzeichnen der Verlegelinien

    An erster Stelle brauchen Sie einen Zollstock, dann Maurerschnur, eine Wasserwaage und einen langen Richtscheit. Höhengleiche Punkte im Raum können Sie mit Hilfe einer Schlauchwaage in den Raumecken anreißen. Der so genannte Meterriss – höhengleiche Punkte 1 m über der Oberkante des fertigen Fußbodens – ist der Anhaltspunkt für waagerecht gespannte Schnüre. Auch mit einem Laser-Nivelliergerät können Sie Meterrisse anlegen und gerade Fluchten über größere Distanzen ganz exakt markieren.

    Wenn die Höhe eines Fliesenspiegels beliebig gewählt werden kann, wird man aus optischen Gründen unten immer mit einer ganzen Fliesenreihe beginnen

    Muss sich der Fliesenspiegel an einer festgelegten Höhenlinie orientieren, beispielsweise an der Türhöhe, müssen Sie die untere Fliesenreihe anschneiden

    Verlegeplan für Bodenfliesen – So gehen Sie vor

    Das Gesamtbild bei den Bodenfliesen muss symmetrisch und passend zu den Wandfliesen sein. Um das genauso hin zu bekommen, gilt es einiges zu beachten.

    Der Fugenverlauf der Bodenfliesen richtet sich an den Wandfliesen aus, wenn Wand- und Bodenfliesen das gleiche Format besitzen.

    Wenn die Bodenfliesen unabhängig von Wandfliesen verlegt werden sollen, dann messen Sie bei rechtwinkligen Räumen die Länge und Breite aus, um zu unterscheiden, ob auf den beiden Mittelachsen des Raumes jeweils eine Fuge oder eine Fliesenmitte liegen soll. Entscheidend ist hier, wie breit bei einer der beiden Möglichkeiten die Randfliesen werden.

    Ausrichten der ersten Reihe

    Die Richtschnur, an der die erste Fliesenreihe ausgerichtet werden soll, wird in Längsrichtung parallel zu den Wänden gespannt. Markieren Sie zusätzlich die Linie mit einem Bleistift auf dem Boden. Dazu muss die Kante der ersten ganzen Fliesenreihe parallel zur Stirnwand im rechten Winkel angerissen werden.

    Wenn Sie auf eine symmetrische Aufteilung der Bodenfliesen verzichten wollen, dann können Sie im sichtbaren Bereich des Randes mit ganzen Fliesen arbeiten und jeweils auf der Gegenseite Passstücke zuschneiden. In beiden Fällen muss ein großer rechter Winkel angerissen werden, da man sich auf den Wandverlauf nicht verlassen kann. Exakt rechtwinklig ist dieser in den seltensten Fällen. Nutzen Sie etwa zwei Alu-Schienen, die mittels eines Winkelstücks zu einem großen Winkel verbunden werden können, um große rechte Winkel exakt zu markieren.

    Abmessen der Schenkel mit dem Satz des Pytagoras

    Alternativ können Sie durch das Abmessen der Schenkel eines überdimensionalen rechtwinkligen Dreiecks den Satz des Pytagoras nutzen, um den rechten Winkel zu kontrieren. Dazu reißt man mit etwas Abstand zur Wand an der Mittelachse des Bodens von der Stirnseite aus eine Strecke von beispielsweise 1,6 m. Hier ist dann eine Kathete des rechtwinkligen Dreiecks. Für die Hypotenuse, die dem rechten Winkel gegenüberliegende Seite, ergibt sich dann eine Länge von genau 2 m, wenn die Ankathete (also die andere Kathete) 1,2 m lang ist. Jetzt brauchen Sie nur noch zwei Zollstöcke.

    Legen Sie bei 1,2 m auf den Anfangspunkt der 1,6 m Strecke einen Zollstock ungefähr im rechten Winkel an. Zwischen dem Endpunkt der 1,6 m Strecke und dem Anfang des ersten Zollstocks wird nun der zweite Zollstock auf den Boden gelegt. Sie haben dann einen rechten Winkel konstruiert, wenn die beiden Zollstöcke und die Strecke auf der Mittelachse des Raumes zusammen ein Dreieck von 1,2 m, 2 m und 1,6 m Schenkellänge bilden.

    Erste Reihe verlegen

    Bei der Verlegung der ersten Fliesenreihe kommt wieder der Trick mit dem Klebeband zum Einsatz. Ziehen Sie den Kleber bis über das Klebeband, mit dem Sie die Markierungslinie überklebt haben und kämmen ihn anschließend durch. Die Markierung, an der die Kanten der ersten Fliesenreihe ausgerichtet werden können, kommt wieder zum Vorschein, wenn Sie das Klebeband vorsichtig abziehen. Fliesenkreuze aus Kunststoff sorgen wieder für korrekte Abstände. Wenn die erste Reihe komplett ist, arbeitet man sich auf einer Raumseite bis an die Wand vor, bevor es zur anderen Raumseite geht.

    Dieser Artikel ist aus der Reihe „Wände und Böden fliesen: Wichtige Planungs-Hinweise“

    Источники: http://www.heimwerker.de/haus/bodenbelaege/fliesen/symmetrie-beim-verlegen.html, http://www.perfektheimwerken.de/verlegemuster-fuer-fliesen/, http://www.heimwerkertricks.net/grundkurse/fliesen-verlegen/verlegeplan-fuer-bodenfliesen-so-gehen-sie-vor/

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