Unterbau pflaster befahrbar

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    Pflastersteine verlegen – Das sollten Sie beachten

    Einige Hinweise vorweg: wir gehen in dieser Beschreibung davon aus das Sie die Pflasterung in ungebundener Bauweise verlegen, soll heißen die Steine werden lose auf eine Sand-Kies-Bettung gelegt und eingerüttelt. Sollten Sie eine gebundene Bauweise – hier wird der Pflasterstein in ein Mörtelbett gelegt – durchführen wollen bitten wir Sie einen Fachmann zu Rate zu ziehen, da wir die gebundene Bauweise im Außenbereich für deutlich komplizierter halten. Außerdem gehen wir davon aus das ihre Randeinfassungen nicht überfahren werden, soll heißen das es sich nicht um schwer befahrene Flächen handelt sondern um ` untergeordnete´ Verkehrsflächen, also ihre Terasse, ihr Fußweg oder maximal ihre Grundstückseinfahrt für ihren privaten PKW. Keinesfalls ist hier ein Lagerplatz, Bauernhof, Firmengelände oder ähnliches gemeint, hier bitten wir Sie in jedem Fall einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Ach ja, und natürlich haben wir hier nur Hinweise für Betonpflaster aufgeführt.

    Jetzt starten wir mit einer einfachen und simplen Weisheit: die ungebundene Bauweise der Pflasterstein-Konstruktion wirkt immer als ganze Einheit, also der vorhandene Untergrund, die von ihnen eingebaute Trag- und Frostschutzschicht, die Bettung unter dem Pflasterstein, die gewählte Stärke und Abmessungen der Pflastersteine und die Fugenausbildung samt Verfüllung. Nur das Zusammenspiel aller richtig eingesetzten Komponenten ermöglicht es

    * das hohe Belastungen – z.B. durch ihr Auto in der Einfahrt – schadlos aufgenommen werden,

    * Temperaturspannungen – z.B. tagsüber aufgeheizte Oberflächen in der Sonne und nachts Abkühlung – ohne Schäden abgebaut werden,

    * die Fläche im Zusammenspiel Gefälle, Wassereinläufe und durchlässige Fugen grundsätzlich wasserableitend bzw. durchlässig ist,

    * oder einfach gesagt das ihre Pflasterung langfristig schön bleibt.

    Wenn Sie jetzt das Gefühl haben das ist zum Lesen alles viel zu lang, dann sagen wir dass die Arbeiten auf der Baustelle viel länger dauern werden und wenn was schief geht dann bedeutet das nur Ärger —> das sieht meist schlecht aus, eventuell muss was geändert werden oder sie ärgern sich ewig über den Mangel —> alles das kostet Zeit, Geld und Nerven –> also besser in Ruhe die Hinweise lesen und dann mit den Arbeiten beginnen.

    Wir wünschen Ihnen Spaß und Erfolg dabei, Ihre Pflastersteine zu verlegen.

    1. Vorhandener Untergrund

    Bevor Sie mit den Arbeiten beginnen, prüfen Sie den vorhandenen Untergrund (auch gewachsener Untergrund genannt). Hier gibt es folgende mögliche Fälle:

    Fall a) Sie haben natürliches Gelände welches Sie noch für die geplanten Flächen ausschachten müssen. Dann los, die geplante Fläche abstecken und dabei seitlich etwas mehr abschieben (für den Arbeitsraum). Das Bodenmanagement nicht vergessen, soll heißen das sie sich überlegen welcher Boden behalten und welcher sofort abgefahren werden kann. Bitte den Boden der bleiben soll getrennt nach der Bodenart – Mutterboden, Unterboden usw. – abschieben und seitlich lagern. Den Lagerplatz vorher genau überlegen, nicht das die Erdhügel später im Weg liegen. Nachdem dann der Boden abgeschoben ist geht´s weiter zu b.

    Fall b) Der vorhandene Untergrund ist bereits freigelegt. Jetzt muss geprüft werden ob der Untergrund geeignet ist, klingt einfach und heißt im Klartext: Der Untergrund muss standfest und tragfähig sein. D.h. nicht tragfähige Bodenschichten – z.B. Lehm – müssen abgegraben werden. Am Ende ist die Ebenheit, profilgerechte Lage, der Verdichtungsgrad und die Tragfähigkeit des Untergrundes wichtig. Das Mindestgefälle ist abhängig von der Beschaffenheit des Untergrundes, es sollte mindestens 2,5 % bzw. maximal 4 % betragen.

    Fall c) Sie haben noch die Tragschichten vom alten Pflaster liegen und möchten diese natürlich liegen lassen und wiederverwenden, denn das spart Zeit, Arbeit und Geld. Den gewachsenen Untergrund können Sie nicht sehen, weil er ja überdeckt ist. Dann graben Sie ein Loch in die alte Tragschicht, breit genug, sagen wir 5o cm Durchmesser. Dabei sollten Sie wenn nach einander unterschiedliches Material zum Vorschein kommt dieses getrennt an verschiedenen Stellen ablegen, also nicht vermischen. Zuguter letzt haben Sie den gewachsenen Untergrund erreicht, jetzt können Sie sowohl den Untergrund als natürlich auch die alte Tragschicht prüfen (siehe Punkt 2).

    Mal ehrlich, ist der gewachsene Untergrund standfest und tragfähig ? Wenn ja ist alles o.K..

    Als zweites testen Sie den Abfluss von Wasser. Gießen Sie einen kleinen Wassereimer – nicht mehr als 5 Liter – in das Loch, läuft das Wasser ab oder bleibt es lange stehen ? Wenn es abläuft ist alles o.K.

    Als dritten Test prüfen Sie unmittelbar nach Ablauf des Wasser den noch feuchten Boden. Ist er immer noch standfest und tragfähig. Wenn ja ist alles o.K.

    Wenn alle Test positiv waren geht es weiter mit der Prüfung der Trag- und Frostschutzschicht (siehe Punkt 2), wenn nicht oder wenn Sie sich nicht sicher sind – und seien Sie ehrlich zu sich selbst – sollten Sie unbedingt weiter prüfen. In diesem Fall empfehlen wir einen Fachmann zu Rate zu ziehen, dies könnte ein Bodengutachter oder auch ein Garten-und Landschaftsbauer sein.

    Genereller Hinweis: Achten Sie darauf das keine langen Zeitspannen zwischen dem Freilegen des Untergrundes und dem Aufbringen der neuen Schichten auftreten, da jeder Regen und auch Bodenfrost die Standfähigkeit des Untergrundes schwächen kann. Fahren Sie auch nicht unnötig über den freigelegten Untergrund weil auch dadurch eine Aufweichung erfolgen kann.

    2. Tragschicht und Frostschutzschicht

    Die Trag- und Frostschutzschichten müssen angepasst an die zu erwartenden Belastungen der Verkehrsfläche ausgeführt werden. Das heißt, es gibt einen Unterschied zwischen Terassenflächen nebst Fußwegen und ihrer PKW befahrenen Einfahrt auf das Grundstück.

    Generell gilt, alle Trag- und Frostschutzschichten (sowohl neu gekaufte als auch die noch auf den Flächen vorhandenen) müssen so wasserdurchlässig sein, sodass ein schneller Abfluss von Wasser sichergestellt ist. Aus diesem Grund eignen sich am besten ungebundene Tragschichten.

    Fall a) Sie wollen neue Frostschutz- und Tragschichten auf den freigelegten, gewachsenen und standfesten Untergrund aufbringen. Bringen Sie die neuen Schichten lagenweise ein und verdichten Sie auch jede einzelne Lage, bessern sie dabei Unebenheiten in der Oberfläche immer wieder nach. Das Mindestgefälle beträgt 2,5 %, die max. Unebenheit beträgt 1 cm auf 4 m Länge. Achten Sie darauf, dass die endfertigen Oberflächen immer sauber mit dem ausgewählten Material geschlossen sind (keine Fremdmaterialien sollen darin sein), sonst kann später evtl. das als nächstes aufgebrachte Material (z.B. das Bettungsmaterial) an diesen Stellen nach unten durchsickern. Ungenauigkeiten in ihrer Ausführung können dazu führen, dass im Laufe der Zeit Verformungen – Dellen – in der Pflasterdecke entstehen.

    Fall b.) Sie haben noch die Tragschichten vom alten Pflaster liegen und ihre Prüfung im Punkt 1 hat ergeben das der gewachsene Untergrund in Ordnung ist. Nun müssen Sie auch die alte, noch vorhandene Trag- und Frostschutzschicht prüfen. (. hier sind wir noch in der Bearbeitung des Textes ). Die oberste Schicht, also das alte Bettungsmaterial empfehlen wir grundsätzlich aufzunehmen und neues aufzubringen.

    Wichtig: Prüfen Sie immer die Filterstabilität vom Untergrund zur Tragschicht, von der Tragschicht zum Bettungsmaterialien, vom Bettungsmaterial zur Fugenfüllmaterial, ziehen Sie beim Einkauf dieser Materialien einen Fachhändler zu Rate.

    3. Randeinfassung anlegen

    Randeinfassungen verhindern ein Verschieben der Pflastersteine sowohl bei der Verlegung als auch bei der späteren Nutzung der Pflasterfläche. Bestimmen Sie den Abstand der Randeinfassungen unter Beachtung der geforderten Verlegebreite durch Auslegen einzelner Steinzeilen, bevor sie die Pflastersteine verlegen. Bord- und Einfassungssteine benötigen ein Fundament und eine Rückenstütze aus Beton.

    4. Pflasterbettung

    Nach DIN 18318 eignen sich als Bettungsmaterialien Gemische aus Gesteinskörnungen 0/4 mm, 0/5 mm oder 0/8 mm. Wichtig für das Bettungsmaterial ist das ein gutes Einrütteln der Steine möglich, eine ausreichende Wasserdurchlässig auch im verdichteten Zustand vorhanden und das es auf das Fugen- und Tragschichtmaterial abgestimmt ist. Es darf nicht in die Tragschicht einrieseln, genauso wenig wie das Fugenmaterial in die Bettung. Das Pflasterbett muss im verdichteten Zustand eine Stärke von 30 bis 50 mm aufweisen. Alle Angaben gelten für Steinhöhen bis 10 cm.

    Das Bettungsmaterial wird auf der Tragschicht gleichmäßig verteilt und dann ist ein extrem genaues Abziehen erforderlich. Hierzu sollten Formrohre – sogenannte Lehren – in dem vorgesehenen Gefälle exakt auf dem Boden aufgelegt werden und über diese wird mit der Abziehlatte das Bettungsmaterial profilgerecht geglättet.

    Hinweis: für untergeordnete Flächen – also Flächen die nie mit dem PKW befahren werden – können als Bettungsmaterial auch Gesteinskörnungsgemische 0/2, 1/3 und 2/5 verwendet werden.

    Hinweis: alte, noch vorhandene Pflasterbettungen empfehlen wir grundsätzlich aufzunehmen und zu erneuern. Bitte beachten Sie dabei wieder, das das neue Bettungsmaterial auf die vorhandene Tragschicht abgestimmt werden muss.

    5. Prüfen der angelieferten Betonpflastersteine

    Vergleichen Sie bei der Anlieferung der Pflastersteinpakete den Lieferschein mit der Bestellung hinsichtlich Format, Farbe, Menge, Oberflächenbeschaffenheit und anderer Charakteristika. I.d.R. befindet sich auf den angelieferten Plastersteinpaletten ein Aufkleber mit der genauen Bezeichnung des angelieferten Produktes. Abweichungen / Fehler zwischen Lieferung und Bestellung sollten Sie auf der Lieferquittung vermerken bzw. umgehend, spätestens jedoch bevor die Pflastersteine verlegt werden, mit dem Vertragspartner/Lieferanten abklären.

    Hinweis zur Optik von Betonprodukten: auf der Oberfläche der angelieferten Steine kann ein grauweißer Belag sichtbar sein, hierbei handelt es sich i.d.R. um Ausblühungen. Ausblühungen stellen keine Beeinträchtigung der Qualität der Pflastersteine dar sondern sind eine optische Erscheinung. Ist die optische Beeinträchtigung aus ihrer Sicht zu groß sollten Sie die Steine in jedem Fall vor der Verlegung beanstanden. Bitte beachten Sie ferner, dass Betonpflastersteine aufgrund der Zugabe natürlicher Rohstoffe naturgemäß geringen Farbschwankungen unterliegen. In diesem Zusammenhang weisen wir auf unsere Hinweise zu den natürlichen Eigenschaften von Betonprodukten unter ` Hinweise zu Beton´ hin.

    6. Auswahl der Pflastersteine aus mehreren Paketen

    Um unerwünschte Farbkonzentrationen zu vermeiden mischen Sie beim Verlegen Steine aus mindestens drei Paketen und jeweils aus mehreren Lagen der Pakete. Das gilt ganz besonders für nuancierte Pflastersteine.

    7. Verlegung und Einhaltung der Fugenbreite

    Unsere Abstandhalter an den Steinen ersetzen nicht das vorgeschriebene Fugenmaß, es ist die Aufgabe des Verlegers das vorgeschrieben Fugenmaß einzuhalten. Grundsätzlich sollte ein Fugenabstand von 3-5 mm eingehalten werden. Wird der untere Wert unterschritten, kann keine ausreichende Füllung der Fugen (dann fehlt die kurzfristige aber auch langfristige Stabilität der Steine zueinander) erzielt werden Auch können die Steine beim abrütteln gegeneinander stoßen und an den Kanten beschädigt werden, Fertigungstoleranzen können ebenfalls nicht ausgeglichen werden. Der obere Wert sollte nicht überschritten werden, damit sich das Fugenmaterial gut verfestigen kann. Die Pflasterverlegung wird grundsätzlich „über Kopf”, d. h. von der bereits verlegten Fläche aus durchgeführt, um ein Betreten des abgezogenen Pflasterbettes zu vermeiden. Die Verlegung der Steine erfolgt höhen-, winkel- und fluchtgerecht mit Schnur oder Lehre. Anschlüsse an Ränder/Kanten bitte mit unseren Zubehörsteinen (Halben) ausführen oder ganze Steine schneiden, nicht knacken. Passsteine sollten nicht kleiner als halbe Steine sein.

    Achtung beim Schneiden: schneiden Sie die Steine nicht auf bereits verlegten Pflasterflächen oder in dessen direkter Nähe. Die beim Schneidvorgang entstehende Schlämme bzw. auch der Schleifstaub enthält ganz feinkörnigen Zementleim bzw. -staub, dieser legt sich auf und auch in die offenporige Oberfläche der Pflastersteine und ist dann als Schleier auf der fertigen Pflasterfläche zu sehen, der Schleier ist später nur sehr schwer oder gar nicht wieder zu entfernen.

    8. Verfugung mit filterstabilem Mineralstoffgemisch

    Als Fugenmaterial ist ein kornabgestuftes Gemisch 0/2, 0/4 oder 0/5 zu verwenden, es sollten dabei möglichst gebrochene Gesteinskörnungen verwendet werden. Das Material muss stabil genug sein um den Steinen untereinander genügend Halt zu bieten (Achtung: sonst wackeln die Steine schon beim abrütteln so stark das sie aneinanderstoßen und die Kanten wegbrechen) und es muss so gewählt werden das es nicht in die unter dem Pflaster liegende Bettung einsickern kann (Achtung: sickert das Fugenmaterial im Laufe der Zeit in die Bettung ein ist irgendwann in den Fugen zu wenig übrig und das abgesackte Fugenmaterial vermischt sich mit dem Bettungsmaterial. Folge –> die Steine haben dann untereinander zu wenig Halt und die Bettung wird oftmals wasserundurchlässig –> die Steine fangen an zu wackeln und stehen in einem nassen Untergrund –> die Steine können sich verdrehen und stoßen aneinander, ebenfalls sind die Pflastersteine dauerhaft bzw. zu lang nass sein –> die Kanten brechen schon bei normaler Nutzung ab und die Pflastersteine bekommen einen Grauschleier / blühen aus).

    Hinweis: für untergeordnete Flächen – also Flächen die nicht mit dem PKW befahren werden – kann als Fugenmaterial auch Sand 0/2, Splitt 1/3 und 2/5 verwendet werden.

    Verfüllen Sie schon während der Verlegung der Steine kontinuierlich die Fugen, damit immer eine ausreichende Lagesicherung der Steine vorhanden ist. Das Fugenmaterial muss so lang eingefegt oder eingeschlämmt werden bis alle Fugen vollständig gefüllt sind, entfernen Sie überschüssiges Fugenmaterial vor dem Abrütteln vollständig.

    9. Abrütteln (Verdichten)

    Bei farbigem Pflaster, Pflaster ohne Fase oder mit Minifase sowie bei Pflaster mit besonders bearbeiteten Oberflächen (z.B. imprägniert) sollte grundsätzlich ein Flächenrüttler mit einer Platten-Gleit-Vorrichtung – z.B. einer Gummischürze – und angemessener Vibrationsleistung eingesetzt werden (man kann Pflaster auch kaputt rütteln). Für dünne und großformatige Platten hat sich auch das Abrütteln mit einem Rollenrüttler bewährt. Wahrscheinlich leihen Sie sich den Rüttler aus, lassen Sie sich hier von dem Fachmann dem der Rüttler gehört (z.B. die Verleihfirma oder der Galabaubetrieb) über die notwendige Leistung des Rüttler beraten.

    Als wichtige Vorbereitung gilt: Flächen die zwischendurch abgerüttelt werden sollen müssen vorher auf jeden Fall gegen Auswandern abgesichert werden. Gleiches gilt wenn aus gestalterischen Gründen auf eine sichtbare seitliche Begrenzung – also keine Einfassungssteine – verzichtet werden soll, hier muss neben der kurzfristigen Sicherheit auch die dauerhafte Standsicherheit berücksichtigt werden (Pflaster kann im Laufe der Zeit seitlich auswandern – und Erde ist kein sicherer Halt).

    Nun ist der Rüttler da und es kann losgehen. Doch bitte nicht sofort loslegen, sondern erst die Unterseite des Rüttlers abwischen und die Plasteroberfläche sauber fegen. Desweiteren nur im trockenen Zustand abrütteln.

    Hinweis: befinden sich beim Abrütteln noch Reste des Fugenmaterial oder kleine Steinchen auf der Pflasteroberfläche bzw. unter der Rüttelplatte besteht die Gefahr das sich diese Material beim Gleiten der Rüttelplatte in den Stein einreibt oder die Steinoberfläche zerkratzt. Dies alles ist dann auf der fertigen Oberfläche zu sehen und läßt sich ganz schlecht oder gar nicht wieder beseitigen.

    Aber jetzt kann abgerüttelt werden, dabei stets von den Rändern zur Mitte hin gleichmäßig verdichten.

    10. Fugen nochmals nachfüllen

    Nach dem Abrütteln bitte die Fugen nochmals mit gleichen Fugenmaterial wieder komplett auffüllen. Dies geschieht durch aufstreuen und einfegen. Ach ja, dieser Vorgang sollte über einen längeren Zeitraum mehrfach wiederholt werden, da das Fugenmaterial immer mal wieder einsackt.

    . und jetzt wollen wir ihnen natürlich auch unsere Produkte vorstellen:

    Hinweis: Die hier aufgeführten Regeln basieren auf Erfahrungswerten und dem heutigen Stand der Technik. Der Ordnung halber weisen wir darauf hin dass wir keine Haftung übernehmen können.

    Unterbau pflaster befahrbar

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    Verlege­hinweise

    Flächen gestalten mit Pflastersteinen

    Stein­auswahl

    Bereits in der Planungsphase sollte man sich über die Formgebung der Pflasterfläche sowie das Rastermaß des Steines Gedanken machen, um später beim Verlegen die Schneidarbeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Rechtwinklige Steinsysteme eignen sich bevorzugt für geometrisch-architektonische Formen. Steinsysteme mit unregelmäßigen Formen eignen sich eher für Flächen mit organischen Formen.

    Auswahl Verlege­­muster

    Die Stabilität einer Pflasterfläche wird auch durch das Verlegemuster beeinflusst. Grundsätzlich gilt, dass diagonal zur Fahrtrichtung verlegte Muster einen besseren Lastabtrag bewirken als quer zur Fahrtrichtung liegende. Den besten Lastabtrag liefert der so genannte Fischgrät-Verband. Auf den Kreuzverband sollte verzichtet werden, weil hier die Kraft nur auf den nächsten Stein übertragen wird.

    Schritt für Schritt Anleitung

    Tragschicht und Pflaster­bett

    Zunächst werden die nicht tragfähigen Bodenschichten (z. B. Lehm, Mutterboden) so weit abgegraben, bis standfester Boden erreicht wird.

    Dieses Planum, das mindestens 30 – 35 cm unter der späteren Pflasteroberkante liegen muss, wird mit einem geeigneten Rüttler verdichtet und mit einer mindestens 25 cm dicken Trag- bzw. Frostschutzschicht aufgefüllt. Hierzu eignet sich am besten frostsicheres, kornabgestuftes Material wie Kies oder Schotter (Korngröße: 0/32 oder 0/45). Die Tragschicht wird ebenfalls mit dem Rüttler verdichtet. Planum und Tragschicht müssen mit einem Mindestgefälle von 2 bis 2,5 % angelegt werden, damit später das Regenwasser abfließen kann. Wichtig: Bei Zufahrten und Terrassen führt das Gefälle vom Haus weg bzw. zu einer Drainage.

    Vor der Verlegung ist eine geeignete Randbegrenzung herzustellen, um ein seitliches Ausweichen der Steine zu verhindern und um eine spätere Bezugsebene der Steinreihe zu erhalten. Vor dem Einbau der Randbegrenzung ist es sinnvoll, einzelne Reihen Pflastersteine auszulegen (Rastermaß beachten!), um den genauen Abstand der Einfassung zu ermitteln.

    Als Nächstes folgt das Pflasterbett. Es besteht aus Sand oder einem Brechsand-Splitt-Gemisch (Korngröße: 0/5; bei Sickerpflaster Splitt 1/3 bzw. 2/5). Die Dicke des Pflasterbetts sollte im losen Zustand zwischen 4 und 5 cm betragen. Diese Schicht bleibt zunächst unverdichtet und wird erst zusammen mit den verlegten Steinen abgerüttelt. Die endgültige Höhe der Pflasterdecke wird also erst nach dem Abrütteln erreicht. In jedem Fall ist deshalb das Pflasterbett um ca. 1 cm (abhängig vom Bettungsmaterial) höher anzulegen. Entscheidend ist, dass der Sand/ Splitt gleichmäßig abgezogen wird. Dazu eignet sich eine Richtlatte, die über zwei Kanthölzer oder Stangen als Schienen geführt wird.

    Das Pflasterbett darf nach dem Abziehen nicht mehr betreten werden, auch nicht beim Verlegen der Steine. Deshalb wird „über Kopf“ gearbeitet, also von der verlegten Fläche aus nach vorn (Kreise von der Mitte aus).

    Bei der ersten Steinreihe ist darauf zu achten, dass diese in einem rechten Winkel zur Begrenzungsfläche angelegt wird, um unnötiges Schneiden der Steine zu vermeiden. Hilfreich ist eine Schnur oder eine Richtlatte, womit Sie den fluchtgerechten Verlauf der Steinreihen kontrollieren. Randsteine müssen gleichzeitig mit den Normalsteinen verlegt werden, auf keinen Fall vorher oder nachher.

    Aufgrund des hohen Eigengewichtes großformatiger Elemente lassen sich diese nicht mehr per Hand, sondern nur noch mit Hilfe von speziellen Hebewerkzeugen verlegen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Mit Vakuum-Geräten mit Gebläsetechnik oder mit Verlegezangen. Vakuum-Geräte sind Verlegeklammern vorzuziehen. Verlegeklammern können Schäden an den empfindlichen Kanten der Produkte hinterlassen. Sehr großformatige und langformatige Pflastersteine sollten nicht auf Flächen verwendet werden, die durch PKW-Verkehr befahren werden können oder in Bereichen mit starkem Gefälle oder Gefällewechseln. Wir empfehlen großformatige Pflastersteine immer durch einen Fachbetrieb verlegen zu lassen, dieser kann Sie auch gezielt zu den Einsatzbereichen beraten.

    Bei seitlichen Anschlüssen lässt sich oft die Herstellung von Passstücken nicht vermeiden. Diese sollten in der Regel geschnitten und nur bei gealterten Pflastern geknackt werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Steine nicht zu klein werden, da sie sonst zum Brechen neigen und sich leicht wieder aus der Fläche lösen. Die Pflasterregel lautet: Die kürzeste Seitenlänge des Passsteines darf nicht kleiner sein als die Hälfte der längsten Seite des ungeschnittenen Steines.

    Rahmungen – Läufer­schicht

    Aus gestalterischen Gründen sollten Pflasterflächen stets mit einer Läuferschicht abgeschlossen werden. Diese bietet eine Rahmung und die Möglichkeit zu einem sauberen Abschluss der Fläche.

    Die Kunst der Fuge und das Abrütteln

    Beim Verlegen von Betonpflastersteinen ist grundsätzlich ein Fugenabstand von zirka 3 – 5 mm einzuhalten (niemals „knirsch“ verlegen!). Seitlich an den Steinen befindliche Abstandshilfen geben nicht automatisch das Fugenmaß an, dieses ist durch den Verleger herzustellen. In die Fugen des fertig verlegten Pflasters wird trockener Sand (bei Sickerpflaster Splitt) eingefegt. Zum Abrütteln der gesäuberten und unbedingt trockenen Pflasterfläche ist ein Flächenrüttler mit Platten-Gleitvorrichtung, der die Oberfläche der Steine schont, zu verwenden. Flächenrüttler sollten hinsichtlich Betriebsgewicht und Zentrifugalkraft auf die Dicke und die Beschaffenheit der Unterlage abgestimmt werden.

    Pflasterflächen werden von den Rändern beginnend zur Mitte hin abgerüttelt. Flächen mit nicht verfüllten Fugen dürfen nicht abgerüttelt werden. Um Verschiebungen und seitlichem Abwandern vorzubeugen, sollte die Fläche an allen Seiten durch Randsteine, Palisaden oder Mauern eingefasst sein. Nach dem Verdichten ist die Fläche nochmals mit Wasser und Sand einzuschlämmen, bis die Fugen vollständig verfüllt sind. Unmittelbar nach dem Verfugen sind die Pflastersteine von Resten des Fugenfüllmaterials zu reinigen. Falls Rückstände des Fugenfüllmaterials, insbesondere dunkle Sande (z.B. Basalt-Sande) auf hellen Oberflächen verbleiben, kann es sonst zu dauerhaften Verschmutzungen, bzw. Grauschleiern kommen, da Feinstanteile in die Oberfläche eindringen können.

    Lang­formatige Steine

    Besonders bei schlanken Formaten mit großer Längen- und Breitendifferenz (z.B. 60 x 15 cm) sind kleiner dimensionierte Flächenrüttler (max. 130 kg) zu verwenden und die Steine nur in Längsrichtung abzurütteln. Zusätzlich ist darauf zu achten eine hohe Rüttelfrequenz (>65 Hz) einzustellen, um ein Springen des Rüttlers auf der Oberfläche zu vermeiden.

    Pflaster mit Rasenfuge

    Pflaster mit Rasenfuge besitzt den gleichen Oberbau wie andere Betonpflastersteine auch. Bei den Vorarbeiten sowie bei der Verlegung gehen Sie also so vor wie zuvor beschrieben. Vor dem Abrütteln werden die Fugen jedoch mit einem Gemisch aus Oberboden und Sand (Mischungsverhältnis 1:1) verfüllt. Der Rüttler soll eine Platten-Gleitvorrichtung besitzen. Nach dem Abrütteln sollte das Verfüllmaterial bis etwa 1 cm unter die Steinoberkante reichen. Anschließend werden die Fugen mit einer geeigneten Rasenmischung eingesät (RSM 5.1). Zweckmäßig ist, dass die Fugen nach der Ansaat möglichst schnell bewachsen werden. Im Anfangsstadium empfiehlt es sich daher, dass Rasenpflaster während Trockenperioden zu bewässern sowie eine Startdüngung beizugeben.

    Versick­erungs­fähige Pflaster­steine

    Wer sich für einen versickerungsfähigen Pflasterbelag entscheidet, sollte zunächst prüfen, inwieweit der Untergrund sickerfähig ist. Das trifft im Allgemeinen für kies- und sandhaltige Böden zu. Lehmböden dagegen eignen sich nicht für diese Pflasterart. Sollten Sie sich unsicher über die Versickerungsfähigkeit des anstehenden Bodens sein, empfehlen wir für den Einsatz im Privatbereich den unten stehenden Schnelltest.

    Auch dem Oberbau kommt eine besondere Funktion zu. Er hat die Aufgabe, das Regenwasser aufzunehmen und an den Untergrund abzugeben. Für eine ordnungsgemäße Versickerung von anfallendem Oberflächenwasser auf einer Verkehrsfläche müssen mindestens 270 l/s x ha vollständig und dauerhaft versickert werden können. Je nach Beschaffenheit des Untergrunds ist mitunter eine etwas dickere Tragschicht als Sickerspeicher angebracht. Der Oberbau muss beim Verlegen von sickerfähigen Pflasterstein-Systemen so angelegt werden, dass das Gefälle später zirka 1 % beträgt.

    Das Pflasterbett muss aus Splitt der Körnung 2/5 oder 1/3 bestehen, um das Oberflächenwasser aufnehmen und weiterleiten zu können. Es soll im unverdichteten Zustand eine Dicke von 3 – 4 cm haben. Die Verlegung erfolgt wie bei normalen Pflastersteinen.

    Die Sickeröffnungen/Sickerfugen entstehen beim Versetzen der Steine. Vor dem Abrütteln werden die Sickerkammern mit Splitt verfüllt. Fugenmaterial und Bettungsmaterial sollten gleich sein.

    Pflaster­steine aus hauf­werks­porigem Beton

    Der Oberbau unterscheidet sich nicht von dem anderer versickerungsfähiger Pflastersteinsysteme. Da bei haufwerksporigen Betonpflastersteinen auf breite Fugen verzichtet werden kann, sind diese besonders bequem begeh- und befahrbar. Haufwerksporige Steine sind mit der für Pflaster vorgeschriebenen Fuge von 3–5 mm zu verlegen.

    Verlegung Betonsteinpflaster

    Nachstehend informieren wir über wichtige Regeln, die bei der Verarbeitung von Betonpflastersteinen zu dauerhaft funktionsfähigen Verkehrsflächen unbedingt zu beachten sind. Bei sachgemäßer Planung und sorgfältiger Ausführung haben gepflasterte Verkehrsflächen eine lange Lebens- und Funktionsdauer, sind formschön und preiswert, denn unsere Pflastersteine überzeugen durch Format-, Form-, Farb- und Anwendungsvielfalt. So entsteht Spielraum für individuelle Flächengestaltung. Ob geschlossene oder nach ökologischen Gesichtspunkten wasserdurchlässige bzw. begrünte Flächen – Sie haben die Möglichkeit der zielorientierten Pflasterung; wie immer Sie wollen, auch im Mix beider Befestigungsarten.

    Welche Steindicke für welchen Zweck?

    Die dauerhafte Stabilität einer Pflasterdecke wird von der einwandfreien Bauausführung, dem fachgerecht erstellten Unter-/ Oberbau, aber auch von der richtigen Steindicke bestimmt. Auswahlkriterium hierfür ist die zu erwartende Belastung. Im Allgemeinen werden im privaten Bereich Pflastersteine mit Dicken von 6 – 8 cm eingebaut.

    6 cm etwa bei Hauseingang, Gartenweg oder Garagenzufahrt. 8 cm bei Flächen die stärker mit PKWs befahren werden. Bei steigender Verkehrsbelastung sind Steindicken von 10 – 14 cm notwendig. Beispiele hierfür sind Siedlungsstraßen oder Speditions- und Lagerhöfe. Hier findet ständig Schwerlastverkehr statt; eine äußerst stabile Pflasterdecke ist deshalb unverzichtbar.

    Unterbau und Pflasterbettung

    Je nach Belastung und Bodenbeschaffenheit wird als Unterbau eine 10 – 30 cm starke, nichtbindige Tragschicht aus Kies, Splitt und/oder Schotter in abgestufter Körnung 0/32 mm eingebracht. Die Tragschicht wird bis zur Standfestigkeit lagenweise verdichtet und muss planeben sein. Unebenheiten dürfen nicht durch die Pflasterbettung ausgeglichen werden, sonst können nach dem Abrütteln Mulden entstehen. Gefälle von mindestens 2,5 % (bei wasserdurchlässigem Pflaster 1 %) ist einzuplanen. Das Gefüge des Unterbaus muss so verdichtet sein, dass die Pflasterbettung nicht in den Unterbau wandern kann.

    Auf den Unterbau wird als Pflasterbett eine ca. 4 – 5 cm starke Splittschicht oder Brechsand-Körnung 0/4 – 2/5 mm aufgebracht und sauber über Lehren abgezogen. Diese abgezogene Schicht darf nicht verdichtet, befahren oder betreten werden. Das Pflasterbett schafft auch den Ausgleich für Höhendifferenzen der Pflastersteine, die herstellungsbedingt nicht zu vermeiden sind. Um die geforderte Sollhöhe des fertigen Belages zu erreichen, muss das Verlegebett mit einer Über­­höhung von ca. 1 – 2 cm hergestellt werden, um die sich die Endhöhe nach dem Abrütteln reduziert.

    Randeinfassung der Pflasterfläche

    Pflasterflächen müssen überall dort, wo stärkere Belastungen auftreten, immer eine Randeinfassung erhalten. Hierzu eignen sich Palisaden, Hoch- und Tiefbordsteine, Leistensteine usw. besonders gut. Wenn im Gartenbereich auf eine Einfassung verzichtet wird, empfiehlt es sich, die äußere Steinreihe in Beton, mit Betonschulter zur angrenzenden Gartenfläche, zu setzen. Die Betonschulter so anlegen, dass sie später mit Erde bzw. Rasen überdeckt werden kann.

    Steinverlegung

    Um ein ausgewogenes Farbbild einer verlegten Fläche zu erreichen ist es zwingend notwendig, Steine aus mehreren Steinpaketen wechselweise aus den einzelnen Steinscheiben und Lagen zu verlegen.

    Auf das so vorbereitete Pflasterbett werden nun die Pflastersteine höhen-, winkel- und fluchtgerecht (mit Schnur), mit einem Fugenabstand von mindestens 3 – 5 mm, verlegt. Wird eine Kreisverlegung in die Fläche mit einbezogen, ist die genaue Lage des Kreises zu bestimmen und so auszuwählen, dass möglichst wenig Anschluss-Steine zu schneiden sind.

    Bei der Planung der Pflasterfläche sollte möglichst die Verlegebreite auf das Rastermaß der gewählten Steine abgestimmt werden, um unnötige Schneidarbeiten zu vermeiden. Dazu ist es notwendig, durch Auslegen des Pflasters die Verlegebreite zu bestimmen. Sollten trotzdem Pass-Steine erforderlich sein, dürfen diese nicht kleiner als der halbe Normalstein sein. Das vorbereitete Pflasterbett darf nicht betreten werden.

    Fugenverfüllung

    Pflasterstein, Fuge und Fugenmaterial bilden bei der fertig verlegten Pflasterdecke eine funktionelle Einheit. Das Fugenmaterial dient dabei als elastische Stütze von Stein zu Stein. Die Pflasterfläche ist nur dann voll funktionsfähig, wenn die Steinfuge ordnungsgemäß angelegt und mit dem richtigen Fugenmaterial vollständig verfüllt wird. Zum Verfüllen der Fugen nur trockenes Fugenmaterial verwenden. Auf jeden Fall muss das Fugenmaterial absolut sauber sein. Das heißt, es darf keine färbenden Feinstanteile enthalten, die sich in die Poren der Steinoberfläche setzen können und eine Farbveränderung verursachen. Auf keinen Fall lehmhaltigen Sand oder Mörtel verwenden. Nach jedem Einfegen der Fugen muss der Pflasterbelag sauber abgefegt und gesäubert werden, um eine farbliche Beeinträchtigung der Steinoberfläche zu vermeiden. Generell ist bei der Auswahl von Material und Kornabstufung für Fugenfüllung, Pflasterbett und Unterbau immer da­rauf zu achten, dass es in dieser Reihenfolge nicht zu dem sogenannten ‘Einrieseln’ von oben nach unten kommt; ansonsten leidet die Homogenität der gesamten Pflasterdecke – sie wird instabil und verformt sich.

    Pflasterfläche abrütteln

    Es dürfen nur trockene Flächen abgerüttelt werden. Die Fugen müssen vor dem Abrütteln mit Fugenmaterial ausgefüllt sein, da sonst die Gefahr der Verschiebung der Pflastersteine besteht. Die Pflasterfläche muss vor dem Abrütteln absolut sauber sein. Die Rüttlung, mit dem Flächenrüttler bei angebrachter Gummimatte, bis zur Standfestigkeit vornehmen. Erfolgt die Abrüttlung ohne Gummimatte, können dauerhaft bleibende Rüttelspuren auf der Steinoberfläche sichtbar werden. Das Abrütteln wird in mehreren nebeneinanderliegenden Bahnen, von der jeweils äußeren zur inneren Bahn mit Überlappung, durchgeführt. Nach dem Abrütteln sind die Fugen erneut vollständig zu verfüllen, was bedarfsweise bis zu einem Jahr nach der Verlegung immer wieder vorzunehmen ist. Unterbau, Oberbau mit Pflasterbettung, Pflaster und Fugenmaterial bilden eine Einheit. Bei sorgfältiger Beachtung dieser Empfehlungen erhalten Sie eine dauerhafte, zuverlässige Flächenbefestigung.

    Источники: http://betonwerke-emsland.de/service/pflastersteine-verlegen.html, http://www.kann.de/privat/service/technische-hilfe/verlegeanleitungen/flaechen-gestalten-mit-pflastersteinen/, http://www.beton-hartmann.de/de/technik/verlegung-betonsteinpflaster.html

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