Trockenestrich verlegen

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    Trockenestrich verlegen

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    Trockenestrich ist eine praktische Alternative zu Nassestrich und lässt sich einfacher selbst verlegen. Man muss dabei allerdings einiges beachten, damit das Ergebnis auch über Jahre hinweg optimal bleibt. In dieser Videoanleitung bekommst Du Schritt für Schritt erklärt, wie das Verlegen der vorgefertigten Platten funktioniert und worauf Du beim Verlegen von Trockenestrich achten musst. Anschauen und loslegen! In unserem Video-Ratgeber zu Trockenestrich mit Schüttung bekommst Du außerdem noch viele weitere Tipps.

    Einen unebenen Boden auszugleichen kann in vielen Fällen notwendig sein. Beim Dachausbau stört möglicherweise ein alter Bretterboden mit einigen Stolperfallen. Oder der ganze Boden hat Gefälle von einer Raumseite zur anderen. Es gibt noch weitere Gründe, die für einen neuen Bodenaufbau sprechen. Eine Ausgleichsschüttung mit Estrichelementen ist hier die Lösung. Kann die Bodenfläche wegen störender Hindernisse nicht an einem Stück bearbeitet werden? Dann teile die Fläche in Abschnitte ein. Auch ein Richtungswechsel ist beim Verlegen der Estrichelemente möglich. Dadurch lassen sich kleinere Flächenabschnitte nahtlos anfügen. Erstelle für den Materialeinkauf eine Maßskizze und nimm sie zum Einkauf mit. Zusätzlich zur berechneten Fläche benötigst Du die zu erwartende Aufbauhöhe, um den Bedarf an Ausgleichsschüttung ermitteln zu können.

    Damit der neue Fußboden über die gesamte Fläche eben wird, solltest Du mit einem Meterriss arbeiten. Diese Markierung liegt genau 1 Meter über dem künftigen, fertigen Fußboden. Möglicherweise ist sie von einer früheren Renovierung noch vorhanden – sonst machst Du Deine eigene Markierung. Ausgangspunkt für die Messung ist die höchste Stelle des vorhandenen Bodens: Rechne von hier mindestens 1 cm für die Ausgleichsschüttung plus die Dicke der Estrich-Elemente hinzu. Nun machst Du von dieser Markierung aus nach oben den Meterriss. Beachte dabei auch, dass Mindestmaße wie die Brüstungshöhe des Dachfensters eingehalten werden.

    Markiere mit dem Kreuzlinienlaser den Meterriss gleich an allen Raumseiten. Dazu einfach auf den Meterriss einstellen und die Markierung durch Drehen des Gerätes auf die anderen Wände übertragen. Du kannst auch schon 1 Meter nach unten messen und die geplante Höhe des fertigen Fußbodens markieren. Gehe von dieser Markierung wieder 1 cm nach oben und ziehe dort umlaufend eine Linie. Hier wird später ein Randdämmstreifen angebracht.

    Muss ein Bereich frei von Trockenestrich bleiben, weil z. B. eine Tür in den Raum hinein öffnet? Dann musst Du eine Stufe einplanen. Schneide dafür ein Kantholz und einen Metallwinkel auf die nötige Breite zu. Der Winkel stabilisiert später die Stufenkante. Bohre Befestigungslöcher in den Metallwinkel und schraube ihn auf die äußere Kante des Holzes. Der Winkel soll später mit der Oberkante der Estrich-Elemente abschließen. Später kannst Du die Stufe von außen mit einem Streifen der Estrich-Elemente verkleiden.

    Klebe an der umlaufenden Markierungslinie den Randdämmstreifen so an, dass er 1 cm über den fertigen Fußboden hinausragt. Er wird zum Schluss bündig abgeschnitten. Der Randdämmstreifen sorgt dafür, dass die Estrich-Elemente und der Bodenbelag nicht die Wand berühren; das mindert die Übertragung des Trittschalls.

    Bei einem Holzfußboden solltest du einen Rieselschutz verlegen, damit die Ausgleichsschüttung nicht in den Fugen der Bretter verschwindet. Klappe den Rieselschutz an den Rändern ein paar Zentimeter hoch, und befestige ihn mit einem Tacker an der Wand. Die einzelnen Bahnen lässt Du 10 cm überlappen.

    Das brauchst Du für Dein Projekt

    Werkzeug

    • Gehörschutz
    • Akkuschrauber
    • Metallsäge
    • Arbeitshandschuhe
    • Notizblock
    • Holzsäge
    • Cuttermesser
    • Wasserwaage
    • Stechbeitel
    • Staubsauger
    • Alu-U-Profile
    • Multifunktionswerkzeug
    • Schlosserhammer
    • Richtlatte
    • Zollstock
    • Stechbeitel
    • Schutzbrille
    • Bleistift
    • Tauchsäge mit Führungsschiene
    • Tacker
    • Staubschutzmaske
    • Schere
    • Kreuzlinienlaser
    • Winkel
    • Glättkelle

    Das könnte Dir weiterhelfen:

    Schritt für Schritt

    Trockenestrich verlegen – So geht’s!

    Schüttung abziehen

    Wenn der Boden vorbereitet ist, kommt die Schüttung. Schütte einen ersten Damm entlang der Längsseite auf. Der Damm muss ein paar Zentimeter höher sein als nötig, damit das Material beim Ausrichten leichter auf die endgültige Höhe gebracht werden kann.

    Verwende zum Ausrichten der Höhe und zum Abziehen der Ausgleichsschüttung Alu-U-Profile. Drücke das erste Profil in den Damm ein und richte es waagerecht auf die benötigte Schütthöhe aus. Schütte danach einen zweiten Damm auf, je nach Raumgröße auch mehrere Dämme. Der Abstand der Dämme richtet sich nach der Länge der Abziehlatte, z. B. einer Richtlatte. Deren Länge wiederum sollte auf die Raumgröße abgestimmt sein. Drücke in jeden Damm ein U-Profil und richte es waagerecht mit dem ersten U-Profil aus. Achte darauf, dass die Profile auch selbst in der Waage sind. Die fertig ausgerichteten Dämme darfst Du nicht mehr betreten.

    Fülle nun die Zwischenräume mit Ausgleichsschüttung auf. Ziehe mit einer langen Richtlatte die Ausgleichsschüttung über den U-Profilen ab. Dabei dürfen keine Lücken oder Vertiefungen zurückbleiben; die Fläche muss gleichmäßig gefüllt und abgezogen sein. Mache Dir anschließend aus Plattenabschnitten ein paar Laufinseln, damit Du über die fertig abgezogene Fläche gehen kannst. Denn jetzt werden die U-Profile wieder entfernt: Die Profile vorsichtig nach oben ziehen und entfernen. Fülle die entstandenen Lücken vorsichtig mit Ausgleichsschüttung auf und ziehe sie abschließend mit der Glättkelle glatt ab.

    Estrichelemente verlegen

    Beim Zuschneiden der Estrich-Elemente solltest Du unbedingt Gehörschutz, eine Schutzbrille und eine Staubschutzmaske tragen! Von den Estrich-Elementen der ersten Verlegereihe muss der Stufenfalz abgesägt werden – und zwar von der Seite, die später an der Wand anliegen wird. Verwende zum Zuschneiden eine Tauchsäge. Die kannst Du genau auf Plattendicke einstellen. So kannst Du direkt auf dem Plattenstapel arbeiten, ohne die darunterliegenden Platten zu beschädigen.

    Arbeitet beim Verlegen der Platten zu zweit und betretet die Ausgleichsschüttung nur auf den Laufinseln. Die Schüttung darf nicht eingedrückt werden! Beginne mit dem Verlegen in der linken Ecke und lege die erste Platte am Randdämmstreifen an – den Streifen dabei aber nicht eindrücken!

    Bringe auf dem Stufenfalz an der Schmalseite der ersten Platte Estrichkleber auf. Die Kleberflasche hat 2 Düsen und erzeugt 2 parallele Kleberstränge.

    Setze gleich die nächste Platte ganz dicht am Stufenfalz an und verschraube die beiden Platten nach spätestens 10 Minuten mit Schnellbauschrauben am Stufenfalz. Setze die Schrauben im Abstand von 20 cm. Warte nicht länger als 10 Minuten, weil sich der Kleber sonst ausdehnt und die Platte hochdrückt.

    Säge die letzte Platte der Reihe passend zu und verlege sie wie die anderen auch. Das Reststück kannst Du als erste Platte der nächsten Reihe verwenden. Sorge dabei für mindestens 20 cm Fugenversatz.

    Den ersten Abschnitt kannst Du erst komplett fertigstellen, wenn auf dem anschließenden Flächenabschnitt die Ausgleichsschüttung verteilt und eben abgezogen ist. Die beiden Flächen sind in der Höhe identisch. Stelle danach den ersten Flächenabschnitt fertig. Für den nächsten Teilbereich ändert sich nun die Verlegerichtung der Estrich-Elemente. So erhältst Du eine lückenlose Verlegefläche.

    Verlegerichtung ändern

    Schneide von dem Estrichelement, mit dem Du die Verlegerichtung änderst, den Stufenfalz ab. Markiere nun daran den Abschnitt, der mit der vorigen Platte verbunden werden soll, und zeichne in diesem Bereich einen 5 cm breiten Streifen auf der Platte an. Schneide diesen Abschnitt mit der Tauchsäge von oben bis zur halben Plattendicke ein. Weil das Estrichelement aus zwei Plattenschichten besteht, kannst Du nun die obere Schicht leicht mit dem Stechbeitel abheben.

    Setze das Estrichelement dicht an das vorige Element an. Schneide dann einen 10 cm breiten Verbindungsstreifen aus einem Estrichelement zu, der die beiden Elemente am Übergang verbindet. Halbiere diesen Streifen auf die halbe Dicke. Du kannst den Streifen auch länger lassen und eine Ecke ausklinken. Dann ist die Verzahnung noch besser.

    Lege den Verbindungsstreifen passend über die beiden Estrich-Elemente. Zeichne am vorigen Element die äußere Kontur an und schneide diese mit einem Multifunktionswerkzeug bis zur halben Plattendicke ein. Trenne diesen Abschnitt mit dem Stechbeitel heraus und klebe den Verbindungsstreifen mit Estrichkleber ein. Verschraube die Elemente anschließend mit Schnellbauschrauben – fertig ist die Verbindung.

    Jetzt kann diese Teilfläche ebenfalls reihenweise fertiggestellt werden.

    Lege die Kleberflasche waagerecht auf einem Karton ab, nachdem Du Kleber aufgetragen hast, sonst läuft der Kleber an der Flasche herunter.

    Trockenestrich mit Schüttung

    In diesem Video zeigen wir Dir, wie Du Deinen Boden platt machst: mit Ausgleichsschüttung oder gebundener Schüttung und Estrichelementen. Wir erklären Dir, was Du am besten wann verwendest und worauf Du achten musst.

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    Trockenestrich verlegen in 5 Schritten

    „Erst muss der Estrich trocknen“ – das kann unter Umständen mehrere Wochen dauern und die Geduld eines jeden Heimwerkers auf die Probe stellen. Wer die lange Wartezeit von Fließ- und Zementestrich umgehen will, setzt auf Trockenestrich. Bei der Arbeit mit den Platten ist der Wegfall der Wartezeit aber nicht der einzige Vorteil. Trockenestrich lässt sich außerdem einfach und schnell mit nur wenigen Werkzeugen verlegen und ist so auch für Hobbyhandwerker geeignet.

    Vorzüge von Trockenestrich:

    Die Trockenestrichelemente werden direkt auf einer Schüttung aus porigen, mineralischen Körnern verlegt. Die verschiedenen Materialien der Estrichplatten – von Perlite bis Gipsfaser – sind zudem ein guter Dämmstoff. Da sich die Komponenten der Platten unter Druck gut verdichten, entsteht ein sehr stabiler Bodenbelag, der höchst belastbar ist.

    Ein weiterer wichtiger Grund für den Einsatz von Estrichplatten ist das Beseitigen von Unebenheiten im Boden. Bevor die Trockenestrich-Elemente aufgebracht werden, schafft die Ausgleichsschüttung eine garantiert ebene Fläche.

    All das macht Trockenestrich – vor allem für höher gelegene Stockwerke – besonders attraktiv. Die Schalldämmung lässt die oft unüberhörbaren Schritte im Obergeschoss verschwinden. Während das Gewicht von Fließestrich durch den hohen Wasseranteil die Verarbeitung in manchen Gebäuden unmöglich macht – Stichwort Einsturzgefahr – ist Trockenestrich vergleichsweise leicht.

    Schritt 1 – Untergrund vor Estrichverlegung vorbereiten

    Damit Trockenestrich verlegt werden kann, muss der Boden tragfähig, trocken und sauber sein. Legen Sie zunächst eine Dampfsperre auf den vorbereiteten Boden. Bei einer Dampfsperre handelt es sich um eine wasserdampfundurchlässige Folie, die eine spätere Schimmelbildung verhindern soll. Damit die Sperre ihre Wirkung entfalten kann, darf sie keinerlei Beschädigungen aufweisen. Aus diesem Grund sollten Sie die Folie nicht festtackern oder mit Nägeln befestigen, sondern mit speziellen Klebern und Klebebändern befestigen. Das Anbringen von Randdämmstreifen verbessert den Schallschutz und ist dank der selbstklebenden Elemente schnell eingebaut.

    Schritt 2 – Bei Holzdielen Rieselschutz verlegen

    Wenn Sie den Trockenestrich auf einem alten Holzdielenboden verlegen wollen, ist ein Rieselschutz empfehlenswert – sonst rieselt die Schüttmasse durch Risse, Spalten und Löcher. Daher wird ein Rieselschutz in Form eines Spezialpapiers, einer Folie oder Vlies über den Boden gelegt und an den Wänden hochgezogen. Dieser kann auch – falls feuchtigkeitsundurchlässig – als Dampfsperre bzw. Dampfbremse dienen und verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit und damit Feuchtigkeitsschäden, falls sich der Bodenaufbau an einem Warm-Kalt-Übergang, bspw. Decke Wohnbereich gegen Dachboden, befindet.

    Schritt 3 – Ausgleichsschüttung vornehmen

    Unterteilen Sie die gesamte Bodenfläche nun in Parzellen mit 20 cm Breite. Dachlatten begrenzen die einzelnen Parzellen, die Sie nun bis zum Rand der Latte mit Ausgleichsschüttung auffüllen. Mit einer Abziehlatte glätten Sie die Oberfläche und kontrollieren mit der Wasserwaage, ob dieser Untergrund für den Trockenestrich plan ist. Als Richtwert gilt, dass die unebenen Flächen des Untergrunds mindestens 1 cm hoch bedeckt sein sollen. Entfernen Sie nun die Dachlatten und füllen die entstandenen Rillen ebenfalls auf, ziehen sie ab und vergewissern Sie sich noch einmal, dass der Untergrund nun eben ist.

    Beachten Sie, dass Sie die Schüttung nicht betreten, ohne sie vorher bedeckt zu haben, und dadurch wieder Unebenheiten verursachen.

    Schritt 4 – Estrichplatten verlegen und befestigen

    Nun werden die Estrichplatten verlegt. Gegebenenfalls müssen Sie die Platten zuvor zuschneiden. Das gelingt am besten mit der Handkreissäge. Mit dem Verlegen beginnen Sie an der Wand gegenüber der Tür. Die aneinandergelegten Elemente werden über ihre Stufenfalz mit Estrichkleber verklebt und danach mit korrosionsgeschützten Schnellbauschrauben nahe der Falz befestigt. Mit einem Akkuschrauber gelingt dies mühelos. Alternativ können Sie auch auf Spreizklammern zurückgreifen.

    Schritt 5 – Bodenbelag auf Trockenestrich verlegen

    Nach 24 Stunden ist der Estrichkleber getrocknet – Reste des Klebstoffs können Sie dann mit einem Cuttermesser oder einem Spachtel entfernen.

    Der Trockenestrich ist nun bereit für das Verlegen eines Bodenbelags Ihrer Wahl.

    Tipp: Sowohl auf OBI.de als auch in Ihrem örtlichen OBI Markt steht Ihnen hierzu eine große Auswahl an attraktiven Produkten zur Auswahl.

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    Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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