Trockenbau kleben

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    Gipskartonplatten – kleben oder schrauben

    Sie wollen eine unansehnliche Wand mit Rigips verkleiden und sind sich nicht sicher, ob Sie sie an die Wand kleben oder doch besser schrauben. Auf den ersten Blick wirkt das Kleben einer Gipskartonplatte besonders einfach, aber meist wenn Sie mit der Arbeit beginnen, entstehen oft die ersten Fragen. Wir zeigen Ihnen hier, wie Rigipsplatten angeklebt werden. Gleichzeitig zeigen wir beliebte Fehlerquellen, die es zu umschiffen gilt und stellen das Schrauben von Gipskartonplatten dem Kleben gegenüber.

    Gipskartonplatten können sowohl geschraubt als auch geklebt werden. Kaum ein anderer Werkstoff ermöglicht eine so schnelle und günstige Erstellung einer glatten Wand wie Gipskarton. Das ist einer der Gründe, warum Rigipsplatten heute so beliebt sind.

    Diese Fragen sollten Sie sich stellen:

    • Feuchtraum?
    • Helfer?
    • Einmannplatten oder große Platten?
    • Zustand der Wand?
    • frei stehende Wand oder Wandverkleidung?
    • Dämmung notwendig?

    Zustand der Wand

    Um entscheiden zu können, ob man die Gipskartonplatten verklebt oder verschraubt sollte man den Zustand und die Lage der Wand genauer unter die Lupe nehmen.

    Neben Feuchtigkeit ist auch eine poröse Wand das Aus für das Kleben von Gipskartonplatten. Ist die Wand schief oder uneben, haftet die Platte nicht vollflächig und wird später eventuell abfallen. Das gleiche Ergebnis ist bei einer porösen Wand zu erwarten. Hier kann der Kleber sich nicht komplett mit der Wand verbinden und klebt so ebenfalls nicht vollflächig. Damit kann der Kleber das Gewicht der Gipskartonplatten nicht auf Dauer halten und gibt irgendwann nach.

    Tipp: Je nach Untergrund können Sie die neu erstellten Wände aus Rigips aber zusätzlich noch mit Schrauben sichern. Es muss nicht immer zwingend erst eine Schiene unter der Platte angebracht werden, damit Sie Schrauben setzen können. Allerdings sollten Sie spezielle Schrauben verwenden, die mit einem Einschlagdübel versehen sind.

    Risse, die deutlich über einen Millimeter stark sind und / oder die ganze Wand überziehen, weisen ebenfalls auf Schäden in der Struktur der Wand hin. Diese Risse müssen zumindest vorher verschlossen werden. Sie können dazu die gleiche Masse verwenden, die Sie zum Kleben der Gipskartonplatten verwenden. Ob Ansatzbinder oder Fliesenkleber, Sie brauchen die Risse lediglich grob zuspachteln und trocknen lassen.

    Risse in der Wand beheben

    Wenn der Gipskarton an die Wand geklebt wird, haben Sie keine Möglichkeit, darunter eine zusätzliche Dämmung einzubringen. Daher sind alle ungedämmten Außenwände für das Verkleben von Rigips ungeeignet. Nur wenn gleichzeitig eine Vorwanddämmung durchgeführt wird, beispielsweise mit einem Wärmeverbundsystem, ist es sinnvoll an einer bisher ungedämmten Außenwand von innen Rigips anzukleben. Soll die Wand nicht mehr weiter von außen bearbeitet werden, ist die Anbringung von Gipskartonplatten auf einem Untergerüst aus Latten oder Aluschienen notwendig. Dann kann sowohl die ausreichende Dämmung als auch eine Dampfsperre unter den Platten installiert werden. Auch bei einer Zwischenwand dürfen Sie auf die Dämmung nicht verzichten, selbst wenn diese vielleicht im Moment nicht notwendig erscheint.

    Gegen Kleben sprechen:

    • Feuchtigkeit in der Wand
    • schiefe bzw. unebene Wand
    • poröse Oberfläche der Wand
    • Dämmung der Wand erforderlich

    Gerade in kleinen Räumen bietet es sich an, die Platten direkt zu verkleben, da eine Unterkonstruktion zusätzlich Wohnfläche verbraucht. Die Frage stellt sich natürlich nicht, wenn Sie mit den Rigipsplatten eine Trenn- oder Zwischenwand verkleiden wollen, die neu errichtet wird. Doch auch dann haben Sie noch eine weitere Entscheidung zu treffen. Sie können die Unterkonstruktion entweder aus Aluprofilen oder Latten errichten. Je nachdem, mit welchem Material Sie lieber arbeiten, ist das eher Geschmacksache, da beide Materialien ihre Vor- und Nachteile haben.

    Tipp: Zum Kleben sind große Platten eher unpraktisch, da eignen sich die sogenannten Einmannplatten besser.

    Rigipsplatten verkleben

    Rigips auf eine Ziegel- oder Putzwand können Sie tatsächlich in nur 4 Schritten kleben und nachbearbeiten. Dies ist zwar die einfachste Art Gipskarton zu verlegen, sie kann jedoch nicht überall genutzt werden.

    Hier zunächst die Anleitung, um den Gipskarton zu kleben. Günstiger als das Anbringen mit Schrauben auf einer Unterkonstruktion ist das Kleben nicht zwingend, denn es wird recht viel Klebemasse benötigt.

    1. Wand vorbereiten

    Prüfen Sie erst, ob die Wand absolut gerade und eben ist. Sandige Oberflächen sollten Sie zusätzlich noch einmal abwaschen, bevor Sie dort Gipskarton verkleben können. Sollten Risse vorhanden sein, müssen diese erst verschlossen werden.

    Tipp: Eine besonders unebene Wand müssen Sie erst begradigen, wenn Sie die Platten kleben wollen. Vielfach lohnt das jedoch nicht und es ist dann einfacher, die Platten auf einer ausgleichenden Unterkonstruktion zu verschrauben.

    Stellen Sie sicher, dass eventuell noch vorhandener Putz wirklich tragfähig ist. In den meisten alten sanierungsbedürftigen Häusern ist es besser, den alten Putz vorher zu entfernen. Stark saugende und poröse Ziegel sollten außerdem vor dem Kleben mit einem Haftgrund vorbereitet werden.

    Tipp: Sollte die Wand zu uneben oder nicht tragfähig sein, ist es besser einen Unterbau auf die Wand zu dübeln, da Sie beim Kleben eine schiefe Wand nicht komplett ausgleichen können.

    2. Platten zuschneiden

    Schneiden Sie die Platten zu, bevor Sie den Mörtel anmischen. Auch wenn die Platten eventuell noch mit einem Cutter etwas nachgearbeitet werden müssen, sollten Sie alle Platten vorbereiten. Dort wo geschnittene Kanten aneinander stoßen, sollten Sie die Kante abschrägen. Rund um Türen und Fenster benötigen Sie eventuell noch einen Kantenschutz aus Alu oder Kunststoff. Die Leisten sollten ebenfalls vorbereitet werden.

    Wenn Sie die Platten zuschneiden, beachten Sie Vorder- und Rückseite. Die abgerundeten Ränder gehören auf die Vorderseite. Bei einigen Platten sind beide Seiten abgerundet, dann sollten Sie auf die Farbe der Oberfläche achten, da die Rückseite meist beige in Kartonfarbe gehalten ist, die Vorderseite jedoch weiß vorgrundiert ist.

    Gipskarton schneiden

    Zeichnen Sie die benötigte Fläche genau mit dem Bleistift auf der Platte an. Legen Sie ein Anschlagseisen oder ein gerades Brett an der Schnittkante an und ziehen Sie den Cutter oder ein Teppichmesser daran entlang. Legen Sie dann das Brett an der Schnittkante unter die Gipsplatte und brechen diese hier durch. Nun können Sie den Karton der Rückseite mit dem Cutter durchschneiden.

    Gipskarton brechen

    Tipp: Da auf der Vorderseite die Kante nun nicht mehr abgerundet ist, dort wo Sie geschnitten haben, sollten Sie mit einem Zugeisen oder dem Cuttermesser die Kante abschrägen. Bleibt die scharfe rechtwinkelige Kante bestehen, wird sie sich später durchdrücken und Ihre glatte Oberfläche zerstören. Sie können die Platten nur sauber und vor allem unsichtbar miteinander verbinden, wenn die Platte abgerundet ist.

    3. Kleber anrühren

    Beim Anrühren des Klebers müssen Sie etwas Fingerspitzengefühl beweisen. Wird der Kleber zu nass, saugt die Gipsplatte die Feuchtigkeit auf und die Kartonbeschichtung kann sich aufwellen und lösen. Ist der Kleber zu trocken, verbindet er Platte und Wand nicht richtig. Die Konsistenz sollte zwar cremig sein, aber nicht tropfen.

    Geben Sie erst das kalte Wasser in den sauberen Maurerkübel und dann das Gipspulver des Ansetzbinders. Lassen Sie das Gipspulver nach und nach langsam einrieseln. Wenn Sie merken, dass Sie zu wenig Wasser haben, sollten Sie einen Moment warten und die Masse dann noch einmal mit dem Rührquirl durchrühren. Es ist für Ansetzbinder immer ungünstig, wenn nachträglich noch Wasser eingeschüttet wird. Besser ist es, wenn Sie noch etwas Ansetzbinder zugeben können.

    Tipp: Der Fliesenkleber wird genauso angerührt, ist jedoch nicht so empfindlich wie der Ansetzbinder. Besonders an Außenwänden eignet sich Fliesenkleber wegen seiner mörtelhaltigen Inhalte besser als ein Produkt auf Gipsbasis. Auch beim Kleben der grünen Feuchtraumplatten sollten Sie lieber Fliesenkleber einsetzen.

    4. Gipsplatten ankleben

    Sie können entweder mit Ansetzbinder oder mit Mörtel Rigipsplatten kleben. Die Auswahl sollten Sie abhängig von der Anzahl der Quadratmeter treffen. Bei großen Flächen ist es oft einfacher und wirtschaftlicher, wenn Sie Mörtel für die Platten selbst anmischen. Ansetzbinder ist eine fertige Gipsmischung, die speziell für das Kleben von Gipskarton entwickelt wurde.

    Vergleichen Sie die Preise, vor allem wenn Sie viele Säcke Ansetzbinder benötigen. Ein Sack mit 20 Kilo kostet in etwa 8,00 Euro im Baumarkt. Bei Palettenabnahme wird es teilweise billiger. Doch eine Palette kann gut und gern 56 Säcke umfassen. Andere Händler bieten zum Beispiel 48 Säcke für 400 Euro an. Sie sollten also auch bei größeren Mengen genau hinschauen, ob die Großabnahme nicht sogar teuer ist. Denn in unserem Beispiel kostet der Sack dann 8,33 Euro, ist also sogar teurer.

    Für große komplette Platten sollten Sie den Kleber in mehreren Batzen beziehungsweise großen Klecksen, auf die Wand aufklatschen. Für eine Einmannplatte sollten es etwa sechs dicke Kleckse sein. Die Platte sollte einen Moment angepresst werden. Große Platten kleben Sie besser mit einer zweiten Person als Hilfe. Die kleineren Einmannplatten können Sie aber gut allein verarbeiten.

    Gipskarton kleben

    Tipp: Das Aufklatschen der Klebermasse an der Wand ist ganz wörtlich gemeint, denn je mehr Schwung Sie dabei ausüben, desto weniger Luftlöcher bleiben hinter dem Kleber an der Wand übrig. So haftet erst die Masse und dann die Platte viel besser.

    Kleinere Stückchen am Rand oder in den Ecken sollten Sie auf der Rückseite mit mindestens drei kleinen Klecksen vom Kleber versehen und dann fest andrücken. Prüfen Sie immer sofort nach dem Andrücken der Platten mit einer Wasserwaage, ob die Platten jeweils absolut gerade sind. Nur jetzt können Sie die Platten noch durch leichte Schläge zurechtrücken. Schlagen Sie immer mit der flachen Hand auf die Platte, um leichte Korrekturen vorzunehmen.

    Wichtig: Prüfen Sie mit der Wasserwaage, ob die Platte gerade angedrückt wurde.

    Beim Befestigen der Platten sollten Sie darauf achten keine Kreuzfugen zu erzeugen.

    Rigipsplatten verschrauben

    Der Vorteil bei einer Unterkonstruktion für die Gipskartonplatten besteht in erster Linie in der guten Dämmung und der Möglichkeit, eine Dampfsperre auf dem Mauerwerk anzubringen. Auch eine zusätzliche Fassadensanierung ist in diesem Fall meist nicht notwendig. Allerdings schrumpft der Raum an allen Seiten um etwa fünf Zentimeter, was in sehr kleinen Räumen natürlich nicht wünschenswert ist.

    Trockenbauwand mit Tür – Ständerwerk

    Unterkonstruktion anschrauben

    Je nachdem welche Plattengröße Sie verwenden, muss Ihr Grundgerüst so gestaltet sein, dass die Platten an allen Seiten geschraubt werden können. Große Platten sollten mittig zusätzlich verschraubt werden. Die Latten oder Aluschienen werden mit Dübeln und Schrauben direkt auf die Wand aufgeschraubt. Wenn Sie eine Dampfsperre einbringen wollen, sollten Sie auf die Abdichtung der Dübellöcher achten.

    Dämmung einlegen

    Ihre Dämmschicht sollte der Stärke der Unterlattung entsprechen. Ist die Dämmung zu dünn gewählt, verpufft ein Teil der Dämmwirkung. Eine zu starke Dämmung ist natürlich bei Rigips völlig unmöglich, da Sie sonst die Platten nicht schrauben können.

    Dämmmaterial

    Die Dämmung muss exakt zugeschnitten werden. Das heißt, sie sollte nur einige Millimeter breiter und höher als das vorhandene Segment sein. Haben Sie ein zu kleines Stück ausgeschnitten, können Sie es entweder in einem anderen Feld verwenden oder mit einem weiteren Streifen passgenau verlegen. Das ist natürlich nicht ideal und sollte nicht die Regel sein. Die Dämmung sollte sich mit zwei, drei gezielten Handschlägen in das Feld eindrücken lassen, dann haben Sie die richtige Größe.

    Platten anbringen

    Achten Sie darauf, dass die Platte mittig auf der jeweiligen Latte endet, wenn es noch eine Nachbarplatte geben soll. An Stellen, wo die Platte einen Fensterausschnitt oder einen Türrahmen bedecken soll, können Sie zum Schutz ein Kantenprofil für Gipskarton anbringen. Überdeckt später jedoch eine Türzarge den Rand, können Sie sich diese Kosten sparen.

    Tipp: Die Schrauben haben heute meist einen Kreuzschlitzkopf. Kaufen Sie für diese Arbeit unbedingt ein hochwertiges Bit, das absolut exakt zu dem Schraubenkopf passt. Sie sparen sich viel Zeit und Mühe beim Schrauben, außerdem haben Sie weniger Kosten durch ruinierte Schraubköpfe, die durchdrehen.

    Sie sollten die Schraube ausreichend tief versenken. Etwa ein bis zwei Millimeter tief sollte die Schraube versenkt werden. So können Sie später gut überspachteln und die Schraube bietet der Platte trotzdem ausreichend starken Halt. Ihr bester Freund ist bei dem Verlegen von Rigips an der Zimmerdecke oder einer Schräge die sogenannte 3. Hand, mit der Sie die Platte an der richtigen Stelle fixieren. Durch dieses günstige kleine Werkzeug brauchen Sie dann oft nicht einmal einen Helfer.

    Tiefe der Schrauben beachten

    Tipp: Regeln Sie die Geschwindigkeit des Akkuschraubers wenn möglich so herunter, dass die Schraube genau den richtigen Anpressdruck erhält. Bei voller Leistung kann es passieren, dass die Schraube regelrecht durch die Gipskartonplatte schießt. Dann hätte die Platte natürlich später keinen Halt.

    Dort, wo Lampen an der Raumdecke oder Schräge angebracht werden sollen, ist ein starkes Brett wichtig, das die Konstruktionslatten miteinander verbindet. An diesem Brett wird auch das Elektrokabel entlang geleitet. Zeichnen Sie sich die Lage der Stromkabel und der eventuell eingebrachten Hilfsbretter auf. Dann haben Sie später immer die Möglichkeit, eine Leuchte zusätzlich zu setzen oder die vorhandenen Leuchten zu versetzen, beispielsweise, wenn die Nutzung des Raumes sich vom Schlafzimmer oder Kinderzimmer zu einem Arbeitszimmer verändert.

    Abschlussarbeiten

    Ganz gleich, ob Sie die Gipskartonplatten geklebt oder geschraubt haben, die Trockenbauwand muss nun verfugt und geschliffen werden, um eine wirklich glatte Oberfläche für die weitere Nutzung zu erhalten. Die Anleitung dazu finden Sie hier: Gipskarton spachteln und verschleifen.

    So können Sie Rigips verkleben: eine Anleitung

    Gipskartonplatten können auch direkt auf die Wand geklebt werden – das kann überall dort geschehen, wo Unterbaukonstruktionen nicht möglich sind, aber auch, wenn man sich das Verputzen einer Wand ersparen möchte. Verputzen erfordert einiges an Geschick und Übung, um es perfekt hinzubekommen – Gipskartonplatten sind hier die wesentlich leichtere Alternative. Nach einer Grundierung kann darauf auch tapeziert und gemalt werden.

    Leichte Unebenheiten sind kein Problem, lose Putze hingegen schon. Gerade in älteren Häusern, wo die Wände selten ganz exakt gerade sind, muss man beim Kleben von Rigips ein wenig umsichtiger zu Werke gehen, wenn es sich jedoch nicht um besonders große Unebenheiten handelt, ist das in der Regel kein Problem. Lose, sandige oder bröckelige Putze sollten in jedem Fall komplett entfernt werden, Unebenheiten kann man sodann auch noch mit dem Schwingschleifer zu Leibe rücken, sofern notwendig. Die Wand muss vor dem Kleben der Rigipsplatten unbedingt völlig trocken sein.

    Gips zur Regulierung bei Unebenheiten

    An der Wand werden die Platten mit Gipsbatzen befestigt – kleine Mengen Gips entlang der Kante und verteilt über der Rückseite der Platte. Je größer die Unebenheiten an der Wand, desto größer die Batzenmenge, damit bleibt dann mehr Regulierungsspielraum. Mit der Wasserwaage wird der Sitz der Platte überprüft, und durch Andrücken so lange reguliert, bis die Platte möglichst perfekt plan und in der lotrechten Waage ist. An Boden und Decke sollten Sie am besten durch kleine Holzkeile für Abstand sorgen, damit die Platten an Boden und Decke noch eine Fuge bilden. Bereiten Sie je nach Arbeitsgeschwindigkeit immer nur kleinere Mengen Gips zu, um ein Hartwerden zu vermeiden.

    Fugen verspachteln und grundieren

    Nach dem Bekleben der Wand und dem Aushärten des Gipses können die geklebten Rigipsplatten dann verfugt werden. Die Fugen zwischen Wand und Decke sowie zwischen Wand und Boden sollten am besten mit Silikon verfugt werden. Es kann ratsam sein, die Fugen noch einmal zu überschleifen, damit die Wand dann wirklich exakt plan ist. Vor dem Malen oder Tapezieren muss dann noch eine Grundierung aufgebracht werden.

    Rigipsplatten kleben – Praktische Verarbeitungstipps zum richtigen Anbringen

    Es gibt viele Möglichkeiten nackte Wände zu verkleiden, um ihnen eine angenehme und ansehnliche Optik zu verleihen. Dazu zählen oftmals das Aufbringen von Tapeten oder das Verputzen. Eine deutlich weniger aufwändige Methode stellen die Rigips- bzw. Gipskartonplatten dar. Rigips ist dabei ein Markenname und nicht die Produktbezeichnung. Es handelt sich aber um Platten, die entsprechend zugeschnitten werden können. Es gibt noch weitere wichtige Vorbereitungen, die für ein gutes Ergebnis sorgfältig durchgeführt werden müssen.

    Welche Vorbereitungen das sind und wie dann später die Rigipsplatten verklebt werden, wird in den folgenden Absätzen erklärt.

    Vorteile von Rigips

    Rigips gilt allgemein als sehr vielseitig einsetzbarer Baustoff, der in verschiedensten Ausführungen erhältlich ist. In der Form von Platten lässt er sich beliebig zuschneiden. Darüber hinaus liegen Vorteile im geringen Gewicht. Das macht nicht nur die Verarbeitung einfacher, sondern belastet auch die Wände nur sehr wenig. In Kombination mit einer Unterkonstruktion eignen sich die Platten auch gut, um verschiedenste Leitungen zu verkleiden. Prinzipiell gibt es für verschiedene Anwendungen spezielle Platten. Dazu zählen beispielsweise Platten, die für Feuchträume geeignet sind, sowie Platten mit besonderem Brandschutz.

    Herkömmlicher Rigips sollte unbedingt vor zu großen Mengen an Feuchtigkeit geschützt werden. Rigips stellt einen Nährboden für Schimmel dar.

    Vorbereitung der Wände

    Es sollten alle gröberen Unebenheiten zunächst einmal beseitigt werden. Wenn noch kleine Dellen oder ähnliches vorhanden sind, ist das nicht weiter schlimm. Deutlich wichtiger ist es, dass vorher verputzte Wände, keine lockeren Putzreste aufweisen. Diese können später dafür sorgen, dass die Platten nicht halten. Dafür ist es meist ratsam, den gesamten Putz zu entfernen, da sonst weitere Stellen anfangen herauszubrechen. Ein weiterer wichtiger Schritt stellt das Ausmessen der Wände dar. Dabei sollte später aber unbedingt die spätere Dicke der Platten berücksichtigt werden, um in den Eckbereichen keine Probleme zu bekommen. Im Anschluss an das Vermessen, ist es ratsam die Platten zuzuschneiden. Dadurch muss dieser Schritt nicht erst durchgeführt werden, wenn der Kleber bereits an den Wänden ist.

    Mischen und Auftragen vom Gipskleber

    Prinzipiell sollte sich beim Mischen des Klebers, an die Anweisungen des Herstellers gehalten werden. Aber es gibt dennoch einige hilfreiche Tipps. Das Mischverhältnis kann am besten eingehalten werden, wenn für Wasser und Gips eine Waage genutzt werden. Darüber hinaus sollte das Wasser möglichst Raumtemperatur haben. Zum Unterrühren eignet sich ein Rührquirl. Mit diesem kann dann langsam der Gips eingerührt werden, möglichst ohne Luftblasen einzumischen. Der fertige Gips ist sehr cremig und wird dann in dicken Kleksen aufgetragen. Dabei kommt er nicht nur auf die Wand sondern auch auf die Platte. Der Vorteil bei Kleksen bietet sich durch die Möglichkeit, Unebenheiten auf der Wand ausgleichen zu können. Das geht besser, wenn die Klekse dicker sind. Allerdings sollte dabei immer die ausgemessene Größe berücksichtigt werden.

    Es sollte immer nur so viel Gips gleichzeitig angerührt werden, wie auch verarbeitet werden kann, damit dieser nicht antrocknet bevor er gebraucht wird.

    Ankleben der Platten

    Die Platten werden an der Wand angedrückt. Dabei sollte eine Wasserwaage zur Hilfe genommen werden, um ein grades Auftragen zu gewährleisten. Das gilt sowohl für die horizontale, sowie für die vertikale Ausrichtung. Ein Lot kann auch gut verwendet werden. Beim Andrücken sollte genug Fingerspitzengefühl vorhanden sein, um die Platten fest genug anzudrücken und noch genug Spielraum zum Ausrichten zu lassen. An der Decke und am Boden ist es oftmals hilfreich, kleine Fugen herzustellen, indem kleine Keile angebracht werden. Dieser Vorgang wird dann so oft wiederholt, bis alle Platten gleichmäßig ausgerichtet und angebracht sind. Es ist meist sehr hilfreich, am unteren Ende anzufangen und die oberen Reihen versetzt anzubringen. Im Anschluss muss der Kleber dann noch trocknen.

    Nachbearbeitung der Platten

    Wenn die gesamte Wand mit den Platten verschachtelt ist, kann die Nachbearbeitung beginnen. Durch die verschiedenen Platten entstehen natürlich kleine Fugen zwischen den einzelnen Platten. Daher sollten diese gefüllt werden. Zum Verfugen eignet sich erneut Gipsmasse, allerdings kann auf jeden Fall im Baumarkt nachgefragt werden, welches Material sich für die jeweiligen Platten gut eignet. Nach dem Verfugen, macht es oft Sinn, das getrocknete Material abzuschleifen. Dadurch werden überstehende Reste auch entfernt. Die Fugen am Boden und an der Decke, sollten mit Silikon oder etwas ähnlichen verfugt werden, um eine bessere Abdichtung an diesen Stellen zu bekommen. Wenn das Ergebnis dann wirklich gleichmäßig glatt ist, kann weiter bearbeitet werden. Dazu zählt dann das Streichen oder Tapezieren der Platten. Besonders für das Anstreichen ist es wichtig, eine komplett glatte Oberfläche zu haben.

    Mögliche Fehlerquellen

    Es gibt eine Vielzahl an möglichen Fehlerquellen. Dazu zählt besonders Feuchtigkeit. Das gilt für die Platten aber auch für die darunter liegende Wand. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Wand wirklich trocken ist. Im Zweifelsfall sollte lieber ein Fachmann kontaktiert und dort nachgefragt werden. Auch beim Mischen des Klebers ist Vorsicht geboten, denn der Kleber darf nicht zu flüssig sein. Wenn zu viel Wasser eingemischt wurde verliert der Kleber an wichtiger Klebekraft.

    Rigips- bzw. Gipskartonplatten stellen eine recht einfache Möglichkeit dar, um Wände zu verschalen. Insgesamt handelt es sich um ein Material, das sehr anfällig gegenüber Feuchtigkeit ist. Der große Vorteil liegt aber im geringen Gewicht, wodurch auch nicht tragende Wände damit ausgestattet werden können.

    Zusammenfassung

    Nach einer Vorbereitung der Wände kann der Kleber angerührt werden. Mithilfe des Klebers lassen sich dann die zugeschnittenen Platten anbringen und genau ausrichten. Im Anschluss müssen dann noch die Fugen gefüllt werden, bevor mit einem Anstrich begonnen werden kann.

    Artikelbild: © forestpath / Shutterstock

    1 Kommentar

    1. Anne-Katrin 22.03.2017 11:18 Uhr

    Rigips ist ein Firmenname, der ein Synonym für Gipsplatte geworden ist 🙂

    Ich habe in meinem Haus so eine Art kleines Büro, nur für mich selbst. Das Haus steht fast an einer Landstraße, die mal sehr laut werden kann, wegen den schnell vorbeifahrendes Autos. Ich überlege es mir, die Wände von drinnen mit Gipsplatten zu verstärken, um diesen Straßenlärm etwa zu reduzieren. Deswegen lese ich ganz fleißig Ihre Ratgeber.

    Könnten Sie mir vielleicht eine konkrete Marke vom Kleber empfehlen? Vor allem, es fehlt mir die Kosteneinschätzung. Ich habe den Kleber hier gefunden: Ich verstehe nicht so richtig, ob es mir zu viel wäre oder zu wenig. Das Zimmer hat ca. 14 m2.

    Источники: http://www.talu.de/gipskarton-kleben/, http://www.hausjournal.net/rigips-kleben, http://www.heimhelden.de/rigipsplatten-kleben

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