Teppichboden verlegen anleitung

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    Teppichboden verlegen anleitung

    20.11.2015, 11:20 Uhr | Katja Fischer; rw, zuhause.de, DIY Academy, dpa-tmn

    Teppichboden verlegen können auch weniger erfahrene Heimwerker. (Quelle: dpa)

    Ein Teppichboden hat gegenüber anderen Bodenbelägen mehrere Vorteile: Er ist fußwarm, preisgünstig und abhängig vom Material sind viele Teppichböden äußerst strapazierfähig. Meist muss man die Teppichbahn nicht einmal mit dem Untergrund verkleben, so dass sich der Boden in der Regel ziemlich einfach verlegen lässt. Diese Tipps helfen bei Reinigung und Pflege Ihres Teppichbodens.

    Um einen Teppichboden zu verlegen, braucht man keinen Fachhandwerker. „Da kann man sich durchaus selbst herantrauen“, motiviert Michael Pommer, Trainer bei der Do-it-yourself-Academy (DIY Academy) in Köln. Die meisten Fehler würden ohnehin nicht beim Verlegen, sondern schon vor dem Kauf gemacht. „Nicht nur das modische Muster und die Farbe sollten ausschlaggebend sein“, mahnt Pommer. Bei der Auswahl des richtigen Bodens seien vor allem die persönlichen Lebensumstände entscheidend.

    Was vor dem Kauf eines Teppichbodens zu bedenken ist

    Wer Kinder oder Heimtiere hat, greift besser zu einem robusteren Modell in gedeckten Farben. Allergiker hingegen sollten penibel auf die Inhaltsstoffe des Bodenbelags achten. „Empfehlenswert sind kurzflorige Materialien, die sich gut absaugen lassen“, ergänzt Matthias Wolf vom Umweltinstitut Leipzig. Die meisten textilen Bodenbeläge seien heute umweltfreundlich und gesundheitlich unbedenklich.

    Trotzdem rät Wolf dazu, auf die entsprechenden Prüfsiegel und Gütezeichen zu achten und sich vor der Kaufentscheidung intensiv beraten zu lassen. Der Fachhändler kann Auskunft darüber geben, ob der gewünschte Boden zum Beispiel in Räumen mit Fußbodenheizung zum Einsatz kommen darf und wie strapazierfähig er ist. Denn egal wie schön er farblich auch ist: Im Arbeitszimmer, wo man ständig mit dem Drehstuhl über dieselben Stellen rollt, hätte man an einem empfindlichen Boden nicht lange Freude.

    Wichtig sei außerdem, dass auch die Unterseite des Teppichbodens aus einem textilen Material besteht, so Wolf. Das verringere das Risiko, dass chemische Stoffe ausdünsten. Sicherheitshalber sollte sich ein neuer Teppich ein bis zwei Tage in der Wohnung akklimatisieren, bevor er verlegt wird. Das hat auch einen ganz praktischen Vorteil: „Viele Bodenbeläge dehnen sich je nach Temperatur leicht aus oder ziehen sich zusammen. Daher sollte man dem Teppichboden vor dem Verlegen Zeit geben, sich an das Raumklima anzupassen“, empfiehlt die DIY Academy.

    Vor dem Kauf des Teppichbodens genau messen

    Vor dem Kauf muss man den Raum, in dem der Teppichboden später verlegt werden soll, mit Zollstock oder Laser-Messgerät genau ausmessen. Wichtig ist, dass man dabei Aussparungen für Türen und Heizung sowie Nischen mit erfasst und auch darüber hinaus die typischen Fehler beim Ausmessen vermeidet. Außerdem sollte der Heimwerker sicherheitshalber einen Verschnitt von fünf bis zehn Zentimeter an jeder Seite als Puffer für Mess-Ungenauigkeiten einkalkulieren.

    Teppichboden muss man meist nicht flächig verkleben

    In den meisten Fällen muss der neue Teppichboden nicht großflächig mit dem Untergrund verklebt werden. Es reicht aus, ihn an seinen Außenrändern und besonders stark beanspruchten Stellen mit doppelseitigem Klebe- oder Klettbändern zu fixieren. „Das ist in normalen Räumen von 20 bis 25 Quadratmetern problemlos möglich, zumal meist noch Möbel den Teppichboden fixieren“, bestätigt Wolf.

    Der Verzicht aufs Verkleben hat gleich mehrere Vorteile: Das Verlegen des Teppichbodens geht deutlich schneller und der unbedarfte Heimwerker kann weniger falsch machen. Außerdem kann der Teppichboden so später viel leichter wieder rückstandsfrei entfernt werden. Auch im Sinne einer guten und gesunden Innenraumluft ist das Verlegen ohne Kleber sinnvoll. Laut Matthias Wolf bestehe sonst immer die Gefahr, dass dass sich Lösungsmittel aus dem Kleber mit den Inhaltsstoffen des Teppichunterbodens vermischen. „Dann können unangenehme Gerüche entstehen, die schwer zu beseitigen sind.“

    Untergrund vor dem Verlegen gut vorbereiten

    Damit der Teppichboden später keine Wellen schlägt, muss der Untergrund sauber, eben, stabil und trocken sein. „Generell eignet sich fast jeder Untergrund für das Teppichverlegen“, so die Experten der DIY Academy. Gegebenenfalls müsse man baulich bedingte Unebenheiten mit einer selbstverlaufenden Bodenausgleichsmasse korrigieren. Hinterher sollte die Masse für einige Stunden aushärten, bis sie voll belastbar ist.

    Teppichmesser nicht das beste Werkzeug, um Teppichböden zuzuschneiden

    Erst wenn die Masse ausgehärtet ist (Hersteller-Angaben beachten), wird der Teppichboden vollständig im Raum ausgelegt und zugeschnitten. „Gängig sind Messer mit Abbrechklinge, sogenannte Teppichmesser“, erklärt Heimwerkertrainer Pommer. Er selbst rät aber eher von den oft auch als „Cuttermesser“ bezeichneten Werkzeugen ab, weil sie den Teppich direkt bis zum Boden durchschneiden und dabei den Untergrund beschädigen können. „Besser sind Messer mit einer Hakenklinge, die direkt unterhalb des Teppichs schneiden“, findet Pommer.

    Teppichboden auslegen, zuschneiden und fixieren

    Damit der Teppich sauber an der Wänden abschließt, muss man hier sehr sorgfältig vorgehen. Die fixierenden Klebebänder werden zunächst auf den Untergrund geklebt. Das obere Schutzpapier wird erst abgezogen, wenn der Teppichboden sauber zugeschnitten ist. Dafür muss er fest in die Kante zur Wand gedrückt und Überstände abgeschnitten werden. Hilfreich ist eine zweite Person, die den Teppichboden festhält, während man selbst schneidet.

    „Besonders viel Geduld benötigt man an Ecken und Nischen, zum Beispiel bei Türen“, so die DIY Academy. „Drücken Sie den Teppich so weit es geht in die Ecke und schneiden Sie das überstehende Material vorsichtig senkrecht ein.“ Durch den Einschnitt kann man den Boden dann an beiden Seiten der Ecke bis zur Wandkante eindrücken und zuschneiden. An Türschwellen hilft eine Metallschiene, den Schnitt gerade und präzise auszuführen. Nach dem Zuschnitt wird der Teppichboden an den Rändern zurückgeschlagen, das Schutzpapier vom Klebeband entfernt und die Unterseite des Bodenbelags auf die Klebefläche gedrückt.

    Abschlussarbeiten beim Teppichbodenverlegen

    Für einen sauberen Randabschluss eigenen sich sehr gut spezielle Kunststoffprofile zum Einkleben von Teppichstreifen. Die Profile werden mit der Wand verdübelt. Aus den Teppichresten schneidet man dann einen passgenauen Streifen heraus und klebt ihn aufs Profil. Für Türschwellen oder Übergänge zu einem anderen Fußboden haben sich Messing-Profilleisten bewährt. Mit dem Untergrund verschraubt, schützen sie die Teppichränder, so dass diese nicht mit der Zeit ausfransen.

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    Ein Teppichboden ist warm, weich, angenehm an den Füßen und leicht zu verlegen. Wir zeigen Dir, wie Du Schritt für Schritt einen Teppichboden verlegen und so den Wohlfühl-Pegel in der Wohnung steigerst.

    Generell ist die Wahl der Verlegemethode davon abhängig, wie groß die Verlegefläche ist und ob der Teppich nach geraumer Zeit rückstandslos entfernt werden muss (z. B. in einer Mietwohnung). Das Video zeigt Dir, wie Du Teppichboden vollflächig verklebst. Ergänzend zum Video findest Du Material- und Werkzeuglisten sowie Schritt für Schritt-Anleitungen:

    Sorge für einen sauberen und ebenmäßigen Untergrund! Hier findest Du eine Übersicht unterschiedlicher Untergrundbeschaffenheiten und Hinweise, wie der Untergrund fachgerecht vorbereitet wird.

    Teppichboden vollflächig verkleben

    Werkzeug

    Und folgende Materialien/Werkzeuge könnten hilfreich sein:

    Teppichboden vollflächig verkleben – So geht’s!

    Altbelag entfernen

    Zuerst wird die alte Sockelleiste entfernt. Falls die alte Sockelleiste angeklebt ist, kann dabei die Farbe oder Tapete über der Sockelleiste einreißen. Um das zu verhindern wird die Tapete bzw. die Farbe oberhalb der Sockelleiste mit einem Teppichmesser eingeschnitten. Verwende zum Abhebeln der alten Sockelleiste einen stabilen Spachtel oder einen Stechbeitel. Wenn die Leiste abgehebelt ist, zieht man die Nägel heraus, sonst besteht Verletzungsgefahr.

    Ein alter Teppichboden ist als Untergrund für einen neuen nicht geeignet und muss entfernt werden. Schneide ihn dazu mit einem Teppichmesser mit Hakenklinge in schmale Streifen. Dann kannst Du ihn abziehen. Je schmaler die Streifen, desto leichter lassen sie sich abziehen. Den alten Boden kannst Du je nach Menge mit dem Restmüll oder als Sperrmüll entsorgen. Abschließend werden lockere Kleberreste mit einem Spachtel entfernt und der Boden danach gesaugt.

    Tipp: Bei großen Flächen lohnt es sich, zum Entfernen des alten Teppichbodens einen Teppichstripper auszuleihen. Schneide die Teppichbahnen in der Breite der Stripper-Klinge in Streifen. Dann fährst Du mit der scharfen Klinge der Maschine mühelos unter den alten Teppich und trennst ihn vom Boden.

    Jetzt werden die verbliebenen Kleberreste des alten Teppichs entfernt. Bei einer kleinen Fläche geht das noch mit einem Spachtel, größere Flächen verlangen nach einer Maschine. Entweder nimmst Du einen Betonschleifer für den Handbetrieb oder mietest Dir eine fahrbare Maschine. Der Schleifstaub und alle losen Teile müssen gründlich entfernt werden.

    Prüfe die Bodenfläche mit der Wasserwaage oder Richtlatte. Du wirst später jede Unebenheit durch den neuen Teppichboden spüren. Deshalb ist es wichtig, alle schadhaften Stellen zu grundieren und danach gründlich zu verspachteln – saugende Untergründe benötigen zuvor Tiefengrund; die Grundierung erst trocknen lassen, dann verspachteln. Die Spachtelmasse muss zum Untergrund passen. Sie wird mit der Glättkelle aufgetragen und eben mit der Bodenfläche geglättet. Wenn der Spachtel trocken ist, wird die gesamte Fläche grundiert, auch die verspachtelten Stellen.

    Verlege den Teppichboden mit der Florrichtung in Hauptblickrichtung des Raumes, üblicherweise von der Zimmertür zum Fenster. Teppichboden gibt es in verschiedenen Breiten. Ist der Raum sehr breit, brauchst Du zwei oder drei Bahnen, die miteinander verbunden werden. Lass die Bahnen gleich in der richtigen Länge plus 20 cm zuschneiden. Falls der Raum Heizkörpernischen hat, werden diese bei den Abmessungen hinzugerechnet. Berücksichtige auch den Teppichbedarf für die Sockelleisten. Achte beim Einkauf darauf, dass der gesamte Teppichboden für einen Raum von der selben Rolle genommen wird; damit verhinderst Du Farbunterschiede. Falls zwei oder drei Bahnen aneinandergefügt werden müssen, solltest Du keinen Schlingenteppich auswählen, denn die Verarbeitung ist wegen der Nahtgassen sehr schwierig. Die Rollen dürfen beim Transport nicht knicken; miete lieber einen Transporter oder lass Dir den Teppichboden liefern.

    Beim Vorbereiten konntest Du noch alleine arbeiten – beim Verlegen geht es nicht ohne Helfer.

    Die Florrichtung eines Teppichbodens kannst Du leicht ermitteln: Lass auf der Florseite z. B. einen Zollstock umkippen. Der Zollstock wird nach dem Umfallen ein Stück in Richtung des Flors springen. Markiere diese Richtung auf der Rückseite mit einem Pfeil. Verfahre genauso mit der zweiten Bahn. Beide Bahnen müssen in der gleichen Florrichtung verlegt werden.

    Rolle den Teppichboden aus und falte ihn an den Ecken um, dann kannst Du ihn besser greifen. Ziehe ihn zu der Wand, die parallel zur Florrichtung liegt. Verschiebe ihn danach in Längsrichtung, bis der Überstand gleichmäßig auf Anfang und Ende der Bahn verteilt ist. Wellen im Teppichboden musst Du herausstreichen, damit er glatt aufliegt. Im Idealfall liegt er seitlich an der Wand ohne Druck an. Sind die Wände krumm, muss der Teppichboden auch seitlich zugeschnitten werden.

    Vor dem Kürzen des Teppichbodens solltest Du die Heizkörpernischen noch einmal nachmessen, damit der Überstand auch für sie ausreicht. Kürze danach die Überstände vorne und hinten auf 5 cm, das reicht aus. Drücke den Teppichboden dazu in die Kante und schneide ihn von der Rückseite mit dem Teppichmesser mit Hakenklinge zu.

    An Ecken und Nischen machst Du Entlastungsschnitte in den Überstand, um die Spannung aus dem Teppich zu nehmen. Schneide hier schräg, dann wird das Stück nach dem Umklappen nicht zu kurz. Der Teppichboden endet später genau an der Stelle, wo er durch das Türblatt abgedeckt wird.

    Nun wird die zweite Bahn verlegt. Richte sie wie die erste Bahn seitlich an der gegenüberliegenden Wand in Florrichtung aus. Beide Bahnen müssen parallel verlaufen. Falls die gegenüberliegende Wand nicht gerade verläuft, muss der Teppichboden zuerst auf dieser Seite passend geschnitten werden.

    Ergibt die Breite der beiden Teppichbahnen eine große Überlappung? Dann kürze diese Überlappung bis auf wenige Zentimeter an der Stelle, an der später die Naht verlaufen soll. So lässt es sich leichter arbeiten. Verwahre das abgeschnittene Stück für die Sockelleisten.

    Lass den Teppichboden nach dem groben Zuschneiden für 24 Stunden liegen.

    Klappe die Teppichbahnen nach 24 Stunden Ruhezeit zur Raummitte zurück. Du kannst sie auch seitlich etwas einklappen, damit sie nicht an der Wand entlangschrammen.

    Trage auf die freie Bodenfläche den Teppichkleber auf. Dieser ist gebrauchsfertig. Beginne an der Wandseite gegenüber dem eingeklappten Teppich. Denke daran, dass Du die Klebefläche ab jetzt nicht mehr betreten kannst. Schütte etwas Kleber aus dem Eimer auf die Bodenfläche und verteile ihn mit dem Zahnspachtel. Die Zahnung des Spachtels sorgt für die richtige Kleberdicke. Richte Dich bei der Wahl der Zahnung nach den Angaben zum Kleber. Lasse den Kleber dann vollständig ablüften.

    Der Fingertest zeigt Dir, ob der Kleber schon fertig ist für das Verkleben: Er fühlt sich trocken an und klebt nicht am Finger. Wenn der Kleber soweit ist, wird die Teppichbahn zurück ins Kleberbett gelegt – bei zwei Bahnen die unterste zuerst; dabei dürfen keine Falten oder Wellen entstehen!

    Mit einer zugesägten Papprolle wird der Teppich nun fest in das Kleberbett gedrückt: Arbeite von der Mitte nach außen, den Überlappungsbereich zur zweiten Bahn sparst Du aus. Falls der Teppich auf einer Papprolle aufgewickelt war, kannst Du ein Stück dieser Rolle sehr gut zum Andrücken verwenden.

    Jetzt folgt der genaue Zuschnitt der Ränder. Drücke den Teppich dazu mit dem Messer fest in die Kante und schneide ihn mit der Hakenklinge zu. Nach dem Schnitt darf der Teppichboden nicht mit Druck an der Wand anliegen – ein klein wenig Abstand ist ideal. Der entstehende Spalt wird später von der Sockelleiste abgedeckt.

    Im Überlappungsbereich von zwei Bahnen wird ein Doppelnahtschnitt gemacht. Das bedeutet, dass beide Bahnen gleichzeitig geschnitten werden. Verwende dafür die Trapezklinge. Für diesen langen Schnitt wird eine Stahlschiene benötigt, z. B. eine Tapezierschiene; daran wird das Messer angelegt und geführt. Führe den Doppelnahtschnitt nur so weit aus, wie der Teppich verklebt ist. Nach dem Schnitt wird der obere Reststreifen entfernt, dann der untere Überlappungsstreifen herausgezogen. Füge nun die beiden Bahnen an der Nahtstelle zusammen: Dabei die beiden Kanten nicht von oben zusammenklappen, sondern von den Seiten aneinanderschieben und dicht zusammendrücken. Danach festreiben. So wird der Übergang später nicht zu sehen sein.

    Nach der ersten Hälfte wird nun die zweite Teppichhälfte (bei zwei Bahnen zwei Hälften) zurückgeklappt und Kleber auf die freie Bodenfläche aufgetragen. Lege nach dem Ablüften des Klebers die zweite Teppichhälfte ebenfalls zurück ins Kleberbett und drücke sie fest an. Nun wird der Doppelnahtschnitt auch an der zweiten Teppichhälfte ausgeführt.

    Heizkörperrohre sind keine große Herausforderung. Wenn der Kleber vollständig auf der Bodenfläche aufgetragen ist, wird der Teppichboden bis zum Hindernis, in diesem Fall das Heizungsrohr, umgeklappt. Achtung! Nicht in den bereits verklebten Teppichboden darunter schneiden! Führe jetzt mit der Hakenklinge einen geraden Schnitt, seitlich vom Rohr ausgehend, bis zum Rand. Jetzt kann das erste Stück Teppichboden ins Kleberbett gedrückt werden. Schneide nun das zweite Teilstück vor dem Rohr quer ein – aber nur so weit, bis sich auch dieses Teilstück ins Kleberbett drücken lässt. Schneide abschließend den Teppichboden um das Rohr soweit aus, dass beide Teilstücke spannungsfrei aneinander liegen.

    Tipp: Wechsle beim Zuschneiden öfter mal die Klinge, denn sie wird schnell stumpf.

    Am Raumübergang werden beide Bodenbeläge mit einem Übergangsprofil abgedeckt. Schneide das Profil mit einer Metallsäge auf die passende Länge zu. Lege das Profil dann genau an die Montageposition. Markiere die Dübellöcher durch die Schraubenlöcher mit einem Nagel. Dann das Profil wieder wegnehmen. Falls Du einen Schlingenteppich verlegt hast, darfst Du nicht direkt an oder in den Teppich bohren. Du würdest dadurch die Schlingen herausziehen. Jetzt die Dübellöcher in den Boden bohren, die Dübel einsetzen und das Profil verschrauben. Falls das Übergangsprofil nicht mit Dübeln befestigt werden kann, weil z. B. Heizungsrohre darunter verlaufen, kannst Du ein Profil mit Klebebefestigung verwenden.

    Bei der Wahl der Sockelleisten hast Du vielen Möglichkeiten. Bei Teppichboden aber sieht eine Teppichleiste am besten aus, in die ein Teppichstreifen des verlegten Materials eingeklebt wird. Schneide die Abschnitte der Sockelleisten mit einer Metallsäge zu. Für die Ecken führst Du Gehrungsschnitte aus: Zeichne den Schnittverlauf z. B. mit einer Schmiege an und säge dann den oberen Steg im passenden Winkel zu. Der dünnere untere Teil der Sockelleiste lässt sich mit dem Teppichmesser anritzen und dann abknicken. Befestige nun die Sockelleisten an der Wand. Das geht am einfachsten mit Nägeln – prüfe aber vorher, ob Leitungen und Rohre dahinter verlaufen.

    Zum Abschluss werden Teppichstreifen in der Breite der Teppichleiste geschnitten. Verwende dafür die Hakenklinge und schneide von der Rückseite. Als Schneidhilfe kannst Du eine Sockelleiste verwenden: Lege sie am Teppichstreifen an und schneide entlang der Leiste zu. Jetzt werden die Streifen nur noch in die Teppichleiste eingeklebt; dazu hat die Teppichleiste ein Klebeband. Falls Du mehrere Streifen aneinandersetzen musst, achte auch hier auf eine einheitliche Florrichtung.

    Werkzeug

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    Teppichboden fixieren – So geht’s!

    Die vollflächige Teppichfixierung hat den Vorteil, dass Auswalken und Verwerfungen durch Feuchtigkeits- und Temperaturschwankungen weitestgehend unmöglich sind.

    Werden mehrere Bahnen benötigt, müssen zuerst die Verbindungsnähte beschnitten und die Bahnen dann verbunden werden. Jetzt kann die Teppichfläche an den Rändern grob zugeschnitten werden.

    Zum Auftragen der Teppichfixierung wird die eine Teppichhälfte zurückgeschlagen und die Fixierung mit einer glatten Schaumrolle aufgetragen.

    Halte nun die vom Hersteller vorgeschriebene Wartezeit ein und lege dann den Teppichboden auf die Fixierung auf. Mit der zweiten Hälfte des Teppichbodens nun genauso verfahren. Den Teppichboden exakt in die Ränder drücken und beschneiden.

    Abschlussarbeiten

    Für den Randabschluss des Teppichbodens eignen sich besonders gut spezielle Kunststoffprofile zum Einkleben von Teppichstreifen. Die Profile werden an der Wand verdübelt. Übergänge zu anderen Bodenbelägen können z. B. mit Messing-Profil leisten ausgeführt werden. Die Teppichkanten sind dadurch geschützt und fransen nicht aus.

    Teppichboden lose verlegen

    Werkzeug

    Und folgende Materialien/Werkzeuge könnten hilfreich sein:

    Teppichboden lose verlegen – So geht’s!

    Bis zu einer Raumgröße von 20 Quadratmeter können Teppichböden mit Vliesrücken lose verlegt werden. Meist genügt bei dieser Raumgröße auch eine Teppichbahn. Der Teppichboden wird auf dem sorgfältig vorbereiteten Boden ausgerollt. Sind zwei Bahnen nötig, werden die beiden Verbindungskanten beschnitten.

    Hierzu den Teppichboden an der Verbindungsnaht überlappen lassen und entlang einer Stahlschiene beide Teile gleichzeitig mit einer scharfen Klinge durchtrennen. Die beiden Bahnen nun mit einem Einseitklebeband auf der Rückseite zu einer Fläche verbinden.

    Den Teppichboden nach einer Akklimatisierung von etwa 12 Stunden zuerst grob beschneiden. Am Wandverlauf muss der Teppichboden fixiert werden. Hierzu ein doppelseitiges Teppichklebeband oder Pilzkopfklebeband auf dem Boden ankleben.

    Jetzt kann der Teppichboden in die Kanten zur Wand hin eingedrückt und beschnitten werden. Trage zur Sicherheit Arbeitshandschuhe.

    Abschlussarbeiten

    Für den Randabschluss des Teppichbodens eignen sich besonders gut spezielle Kunststoffprofile zum Einkleben von Teppichstreifen. Die Profile werden an der Wand verdübelt. Übergänge zu anderen Bodenbelägen können z. B. mit Messing-Profil leisten ausgeführt werden. Die Teppichkanten sind dadurch geschützt und fransen nicht aus.

    Für den Randabschluss des Teppichbodens eignen sich spezielle Kunststoffprofile zum Einkleben von Teppichstreifen. Übergänge zu anderen Bodenbelägen kannst Du z. B. mit Messing-Profilleisten herstellen. Durch Leisten wie diese werden die Teppichkanten geschützt und fransen nicht aus.

    Tipp: Es empfiehlt sich ein Reststück des Teppichbodens aufzuheben. Auch wenn sich die meisten Verschmutzungen und Flecken auf dem Teppichboden entfernen lassen, irgendwann ist ein hartnäckiger Fleck dabei, der nicht weichen will. Spätestens dann kommt Dein Teppichrest zum Einsatz. Dann kannst Du Dein neues Projekt Teppichboden reparieren und ausbessern starten.

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    Teppichboden verlegen – Eine Anleitung mit Tipps

    Einen Teppichboden zu verlegen, ist genau so einfach wie Klick-Laminat zu verlegen. Wer dennoch etwas Hilfe benötigt, der findet hier eine hilfreiche Anleitung.

    Teppichböden sind heute in verschiedenen Materialien und Designs erhältlich. Sie zählen deshalb zu den attraktivsten Bodenbelägen. Aufgrund moderner Beschaffenheit sind sie – je nach Auswahl – ausgesprochen strapazierfähig und pflegeleicht. Hierüber sollte ein idealer Weise vorhandenes Teppichsiegel nähere Auskünfte geben (Gebrauchseigenschaften). Generell reicht das Saugen des Teppichs und von Zeit zu Zeit eine spezielle Teppichreinigung (Shampoonierung).

    Die gängigen Teppicharten werden zumeist als Rollenware in Teppichgeschäften und Baumärkten verkauft. Hierbei obliegt der Berechnung ein Quadratmeterpreis. Nur speziell ausgesuchte Teppichböden des Fachhandels werden in den bestellten Maßen geliefert. Standardbreiten der Teppiche belaufen sich zwischen 4 und 5 Meter bei durchschnittlichen Rollenlängen von bis zu 30 Meter. Es gibt z.B.:

    • Velourteppiche
    • Schlingenteppiche
    • Nadelvliesteppiche
    • Naturfaserteppiche (Wolle, Leinen, Jute, Sisal, usw.)

    Anleitung zum Verlegen von Teppichboden

    ➤ Schritt 1 – Vorüberlegungen treffen:

    Zuerst sollte sich der Heimwerker darüber klar werden, ob er den Teppich lose verlegt haben möchte, oder teilweise bzw. völlig verklebt. Manche Mietwohnungen unterliegen hier exakt den Mietvertragsbestimmungen. Beim Einkauf des Klebers sollte auf dessen Bestandteile geachtet werden (Allergiker, Schadstoffe, usw.).

    ➤ Schritt 2 – Raum vermessen:

    Beim Vermessen der Raumgröße bzw. des Fußbodens muss ein Überstandmaß für den Teppich einkalkuliert werden – ca. 10 cm. Ebenfalls geht man von der größten Breite im Zimmer aus, wenn sich Einbuchtungen darin befinden. Vorsicht ist bei schiefen Wänden gegeben.

    ➤ Schritt 3 – Teppichboden verlegen:

    Der Teppichboden wird nach dem Kauf zuerst im leeren Raum ausgerollt. Zu beachten gilt dabei, dass der Teppich gerade liegt und die Muster parallel zu den Wänden verlaufen. Man sollte den Teppich dann eine gewisse Zeit liegen lassen (mindestens 12 Stunden), bis sich die Wellung möglichst komplett gelegt hat.

    Im Anschluss streift man den Teppichboden nochmals in alle Richtungen aus und schneidet mit einem speziellen Teppichmesser die groben Kanten der Raumbegrenzungen nach. Hierbei sollte weiterhin ein großzügiger Überstand einkalkuliert werden.

    Liegt eine Raumbreite von über 5 Metern vor, muss mit einer exakten Stoßkante gearbeitet werden. Hierzu eignen sich spezielle Schienen, in die der Teppichboden von beiden Seiten eingeführt werden kann. Allerdings ist dabei eine minimale Zwischennaht sichtbar. Oder aber man achtet beim Verkleben auf eine sehr sorgfältige Arbeit.

    Bei Heizkörpern und in den Raum einstehenden Ecken müssen stets Entlastungsschnitte erfolgen. Teilweise muss in diesen Bereichen später ebenfalls mit einer Stoßnaht gearbeitet werden.

    ➤ Schritt 4 – Teppichboden verkleben:

    Das vollständige Teppichbodenverkleben – die professionelle Variante – geschieht in zwei gleichen Arbeitsvorgängen. Zuerst wird der Teppich bis zur Hälfte zurück geklappt und der nochmals sehr gründlich gesäuberte Boden (Untergrund) mit dem Spezialteppichkleber nach Anleitung bestrichen. Danach wird der Teppich erneut aufgeklappt, exakt ausgerichtet und angedrückt. Dabei immer von der Mitte nach außen streichen. Arbeitsvorgänge mehrmals wiederholen und mit starkem Druck arbeiten. Die andere Teppichhälfte wird gegengleich bearbeitet. Wichtig ist nur, dass in der Hälftenmitte ebenfalls genügend Kleber aufgetragen wird.

    Wird der Teppichboden nur an den Wandrändern fixiert, beispielsweise mit doppelseitigem Klebeband, muss in gleicher Arbeitsweise verfahren werden. Die Problematik liegt oft darin, dass mittige Wellen kaum zu begradigen sind.

    ➤ Schritt 5 – Seitenränder abschneiden:

    Ist der Klebstoff ausreichend getrocknet, müssen die Seitenränder passgenau abgeschnitten werden. Hierbei arbeitet man mit einer scharfen Kante und dem Teppichmesser, dass an der Wand entlang geführt wird.

    ➤ Schritt 6 – alles trocknen lassen:

    Abschließend empfiehlt sich ein Austrocknen des Raumes über mindestens eine Nacht, bevor der Teppich mit Möbeln belastet wird. Wobei sich Druckstellen niemals vermeiden lassen.

    Источники: http://www.t-online.de/heim-garten/bauen/id_67614006/teppichboden-verlegen-tipps-und-anleitung.html, http://www.hornbach.de/cms/de/de/projekte/wohnraum_gestalten/bodenbelaege_verlegen/teppichboden_ratgeber/teppichboden_verlegen/teppichboden_verlegen.html, http://www.heimwerkertricks.net/grundkurse/bodenbelaege/teppichboden-verlegen-eine-anleitung-mit-tipps/

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