Tapeten überlappen

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    Tapezieren

    Anleitungen und Beratung zum Tapezieren

    Tapezieren ist doch ganz einfach, denken Sie. Stimmt auch, wenn Sie einige Dinge beachten, die wir hier für Sie zusammengestellt haben. So bereiten Sie ihre Wände perfekt vor, finden die richtige Tapete, den richtigen Kleister und verschönern das Ergebnis anschließend im eigenen Stil.

    Inhaltsübersicht zum Thema Tapezieren

    Zehn wichtige Tipps vor dem Tapezieren

    Wer vor dem Kauf einige Fragen klärt, erleichtert sich die Qual der Wahl und vermeidet Fehlentscheidungen. Folgende Punkte sollte man beachten:

    1. Flur, Küche, Bad und Kinderzimmer brauchen abwaschbare, robuste Tapeten.
    2. Kleine Räume wirken größer durch helle Wände und Decken. Große Räume werden intimer durch dunkle Tapeten.
    3. Ebenso können zu hohe oder zu niedrige Zimmer korrigiert werden. Die Proportionen des Raumes sind beeinflussbar, das gewählte Muster kann eine enorme Wirkung haben: So wirkt ein Raum höher durch senkrechte und niedriger durch waagerechte Streifen, größer durch eine Dekor-Wand mit großem Muster und tiefer, wenn eine Wand durch den gewählten Farbton optisch "zurücktritt".
    4. Schattige Räume werden durch die richtigen Farben "sonnig" und umgekehrt.
    5. Helle Möbel heben sich vor dunklen Wänden besser ab und umgekehrt.
    6. Die Auswahl der Muster wird vom eigenen Geschmack bestimmt. Eine Faustregel sollte man aber beherzigen: Große, glatte Wandflächen verdienen große Rapporte, während verwinkelte Zimmerchen eher kleine Muster vertragen. Man kann aber ruhig einmal gegen "goldene Regeln" verstoßen. Nicht immer ist die passende, stilgemäße und harmonische Lösung auch die interessanteste. Kreative Experimente nach dem Motto "Gegensätze ziehen sich an" machen einfach Spaß. Wer sich nicht traut kann den Tapeten-Fachmann um Rat fragen.
    7. Ähnliches gilt für Bilderwände. Hier liegt man mit ruhigen Struktur- oder Textiltapeten als Hintergrund immer richtig. Aber besonders flott können einzelne Bilder (mit breiten Passepartouts) auf einer Mustertapete aussehen, wenn die Farben stimmen.
    8. Die Decke, als fünfte Wand, sollte grundsätzlich in die Tapezierung mit einbezogen oder passend gestrichen oder verkleidet werden.
    9. Es ist nützlich, Farbmuster von Hölzern und Textilien aus der Wohnung mit in das Tapeten-Fachgeschäft zu nehmen und die Tapeten-Farben darauf abzustimmen.
    10. Da die Musterbücher zwangsläufig nur einen kleinen Ausschnitt zeigen, sollte man die Muster auch aus größerer Entfernung und bei unterschiedlichem Licht beurteilen. Manche Fachgeschäfte verfügen über sogenannte Tapetenspiegel, die einen guten Gesamteindruck geben.

    Jetzt muss nur noch der Bedarf an Tapetenrollen ermittelt werden, die auf der Rückseite der Tapete oder auf einem Beipackzettel aufgedruckten Symbole geben Ihnen wichtige Hinweise über Qualität, Eigenschaften und Verarbeitung.

    Das sollten Sie beim Tapezieren beachten

    Sind alte Tapeten entfernt, Wandflächen gespachtelt, mit Tapetengrund gestrichen und der Kleister angerührt, können die Tapetenbahnen zugeschnitten werden. Anschließend geht’s an das eigentliche Tapezieren. Bei Beachtung der nachfolgenden zehn Schritte steht einem optimalen Resultat nichts mehr im Wege.

    Die besten Tapezier- und Malerwerkzeuge

    Nur die richtigen Maler- und Tapezierwerkzeuge führen zu einem entsprechend hochwertigen Arbeitsergebnis. Welche verschiedenen Werkzeuge die Verarbeitung von Farben und Tapeten erheblich erleichtern erklären wir auf unserer Seite über Malerwerkzeuge.

    Schritt für Schritt zur neuen Tapete

    Die Höhe des Raumes plus 5 bis 10 cm für Verschnitt ergibt die richtige Bahnlänge. Muster beachten! Rapportangaben stehen auf den Etiketten der Tapetenrollen.

    Nur so viele Bahnen gleichmäßig mit Kleister einstreichen (Kanten nicht vergessen), wie in ca. 10 bis 15 Minuten verarbeitet werden können. Die Bahnen werden nach der Zweidrittel- (oben) / Eindrittel- (unten) Methode zusammengelegt. Alle Bahnen müssen die gleiche Weichzeit erhalten (Angaben des Tapetenherstellers beachten).

    Die erste Bahn an der Wand senkrecht ausloten, damit alle Bahnen gerade verlaufen. Stets mit dem Licht tapezieren, also von der Fensterseite kommend.

    Die erste Bahn wird mit leichtem Überstand zur Decke angebracht, um evtl. Unebenheiten auszugleichen. Zur Senkrechten ausrichten und von der Mitte aus blasenfrei andrücken.

    Sicherungen ausschalten! Abdeckungen entfernen, übertapezieren und danach mit einem scharfen Allzweckmesser (Cuttermesser) frei schneiden. Abdeckungen wieder einsetzen.

    Bei Bedarf die Nähte mit einem konischen, glatten Nahtroller andrücken (Bei Präge- oder Strukturtapeten nicht zu fest drücken!).

    An der Wand ausgerichtete Tapetenbahn in den Fußleistenwinkel drücken, mit einem Bleistift markieren und einer Tapezierschere abschneiden oder eine Schneidehilfe (Lineal) anlegen und mit einem Cuttermesser Tapetenüberstand abtrennen.

    Die Tapetenbahn in der Länge zuschneiden, sodass nur 1 bis 2 cm um die Ecke zu kleben sind. Überstehenden Teil mehrmals einschneiden und um die Ecke verkleben.

    Die Bahn vom Fenstersturz und von der Fensterbank waagerecht einschneiden und einige Zentimeter um die Ecke kleben. Tapetenstücke für die Fensterlaibung zuschneiden und an der Außenecke ansetzen. Ebenso am Fenstersturz verfahren.

    Zu große Wärme und vor allem Zugluft vermeiden. Optimal ist eine Raumtemperatur zwischen 15 und 20°C.

    Das richtige Werkzeug

    Beim Tapezieren wird das Ergebnis auch vom verwendeten Handwerkszeug beeinflusst. Eine stumpfe Schere oder unscharfes Messer können die Tapetenkanten ausreißen, ein günstiger tonnenförmiger Nahtroller drückt eventuell den Leim an den Kanten weg und die Bahnen können sich wieder lösen. Alte, ungenügend gereinigte Bürsten können Schmutzschatten hinterlassen usw. Mit gutem Werkzeug geht die Arbeit besser von der Hand und man erspart sich nicht nur Ärger, sondern unter Umständen auch Zeit und Geld.

    So sollte die Komplettausstattung aussehen:

    • Allzweckmesser (Cuttermesser)
    • Bleistift (keinen Filzstift oder Kugelschreiber verwenden!)
    • Kleistergerät (optional)
    • Kunststoffandrück- und Beschneidespachtel
    • Kunststoffeimer (für Kleister und Wasser)
    • Maßstab (z.B. Zollstock)
    • Moosgummiwalze
    • Nahtroller (konisch)
    • Senklot
    • Tapezierbürste
    • Tapezierschere
    • Tapezierschiene / Abreißlineal
    • Tapeziertisch

    Ein zusammenklappbarer, stabiler Tapeziertisch ist beim Tapezieren eine unentbehrliche Arbeitsfläche. Soll eine Vliestapete oder Stabilit-Tapete im Rolltapezierverfahren verarbeitet werden, wird eigentlich kein Tapeziertisch mehr benötigt, denn der Kleister wird einfach auf die Wand aufgetragen und die Tapete direkt von der Rolle ins Kleisterbett eingelegt.

    Decke tapezieren

    Die Decke zu tapezieren ist schwieriger als das Tapezieren der Wände, weshalb man die Arbeit zu zweit durchführen sollte. Während einer die Bahn ansetzt, hält der andere die restliche Tapete hoch, bis die Bahn vollständig angedrückt ist. Sollte das aufgrund von Leiter- oder Platzmangel nicht funktionieren, kann ein Besen zur Hilfe genommen werden.

    Zu Beginn wird die erste Bahn in Bahnbreite mit einem Schnurschlag markiert, so erhält man eine gerade Lotlinie, an der man sich orientieren kann. Dann tapeziert die Decke Bahn für Bahn zu Ende, wie man es auch an der Wand machen würde, auch die Vorbereitung ist im Prinzip die selbe.

    Die Tapetenbahnen werden in benötigter Länge zugeschnitten oder für einen weichen Übergang über eine Tapezierschiene gerissen. Dabei einen Verschnitt von fünf Zentimetern (bzw. den angegebenen Rapport) einplanen. Beim Tapezieren der Decke muss darauf geachtet werden, dass die Bahnen in Fensterrichtung verlaufen, damit das Licht an den Kanten keinen Schatten wirft. Wichtig ist die auch Beachtung von Sicherheitsmaßnahmen: beim Tapezieren über Kopf ist ein sicherer Stand sehr wichtig.

    Hilfreich können Gerüste sein, die sich leicht und sicher mit geeigneten Auflagen oder kleinen Treppenleitern und Gerüstbohlen aufstellen lassen. So vermeidet man das ständige Auf und Ab, schont den Rücken sowie die Nerven und sorgt für sicheren Stand. Bei besonders langen Deckenbahnen können auch sogenannte "Stumme Diener" hilfreich sein.

    Decke immer zuerst!

    Wird ein Raum z. B. mit Raufaser unter der Decke und Mustertapeten an den Wänden tapeziert, sollte zuerst die Raufaser angebracht und gestrichen werden und erst dann werden die Wände tapeziert.

    Ecken richtig tapezieren

    Auf großen Wandflächen kommt man beim Tapezieren meist zügig und mühelos voran. Mühsam und zeitraubend wird die Sache oft erst dann, wenn Nischen und Vorsprünge, Laibungen und Ecken tapeziert werden sollen.

    Dabei muss man sich deswegen eigentlich keine Sorgen machen, denn mit den richtigen Handgriffen sind auch diese Problemstellen zu bewältigen. Wie Sie Ecken ohne Schwierigkeiten tapezieren können, erklären wir hier. Die geschilderten Methoden funktionieren übrigens beim Wandklebeverfahren ebenso wie beim Arbeiten mit gekleisterten und geweichten Tapeten.

    Was man nicht tun sollte

    Vermeiden sollte man in jedem Fall, Tapetenbahnen überlappen zu lassen. Wenn man zum Beispiel eine Bahn wenige Zentimeter um eine Ecke herumklebt und die nächste Bahn genau in der Ecke ansetzt, dann ist der Wandbelag zwar schön geschlossen, später aber wird bei dünnen Tapeten die untere Bahn als Kontur sichtbar sein, bei dickeren Tapeten neigt die Doppelung dazu, sich zu öffnen oder zu lösen. Ein Grundsatz auch bei Ecken lautet also: Tapeten werden immer auf Stoß geklebt und nicht überlappt.

    Innenecken tapezieren

    Innenecken sind im Grunde sehr leicht zu tapezieren: Hier stoßen zwei Bahnen genau in der Ecke zusammen. Allerdings kommt man nur selten mit einer ganzen Bahn in der Ecke an, also ist hier besonderes Augenmerk auf den korrekten Zuschnitt zu legen.

    Der richtige Zeitpunkt dafür ist gekommen, wenn Sie die vorletzte Bahn vor der Ecke geklebt haben: Bis in die Ecke hinein ist dann noch mehr oder weniger viel Platz, aber eben nicht für eine ganze Bahnbreite. Messen Sie zunächst den verbleibenden Platz aus. Befindet sich der größte Teil der zu verklebenden Rollenbreite auf der bereits tapezierten Wand, dann schneiden Sie die Bahn in der Breite entsprechend zu.

    Achtung: Messen Sie den Abstand an mehreren Stellen! Wände und Ecken sind selten ganz gerade, sodass sich über die Höhe der Wand verschiedene Maße ergeben können. Für den Zuschnitt gilt dann das größte Maß.

    Die zugeschnittene Tapete kleben Sie nun auf Stoß an die vorhandene Bahn und bis in die Ecke hinein. Stehen bei ungleichmäßigen Wänden stellenweise einige Millimeter auf die angrenzende Wand über, dann werden sie mithilfe einer Schiene und eines Messers sauber abgeschnitten.

    Auf der angrenzenden Wand wird nun der Rest der Bahn verklebt. Damit Ihnen auch dabei krumme Ecken keinen Streich spielen können, legen Sie dort mithilfe eines Lots oder der Wasserwaage eine Bezugslinie an, die wenige Millimeter näher an der Ecke liegt, als die Breite des Reststücks misst. An dieser Bezugslinie orientieren Sie sich beim Ankleben der Restbahn. Wenn nötig, werden auch hier wieder kleine Überstände abgeschnitten.

    In der umgekehrten Situation, wenn auf der zuvor tapezierten Wand nur noch ein schmaler Streifen von weniger als 20 cm Breite frei ist, beginnen Sie nicht dort, sondern auf der angrenzenden Wand mit dem Kleben. Schneiden Sie von der Bahn einen Streifen ab, der für den freien Rest der ersten Wand ausreicht. Dann setzen Sie das größere Stück an einer lotrechten Linie auf der angrenzenden Wand an und kleben alles wie gehabt. Achten Sie auch hier auf eine kleine Reserve wegen krummer Wände und Ecken.

    Außenecken tapezieren

    An Außenecken ist man schnell versucht, die Tapete einfach um die Ecke herumzukleben. Das kann bei geraden Ecken auch problemlos funktionieren, man erreicht dadurch in manchen Fällen aber, dass der nächste Stoß nicht mehr senkrecht verläuft. Was also tun?

    Recht problemlos funktioniert die Sache bei Fensterlaibungen. Dort klebt man tatsächlich um die Ecke herum und schneidet die Bahn am Fensterrahmen entlang einfach ab. Vor allem dünne Tapeten lassen sich auf diese Weise problemlos verarbeiten. Auch bei Wandvorsprüngen können Sie so vorgehen, wenn die Ecke gerade ist.

    In beiden Fällen sollten Sie dickere oder steifere Tapeten dann mit einem Reparaturkleber anbringen, oder Sie mischen dem verwendeten Kleister einen Anteil Dispersionstapetenkleber bei.

    Um eine sehr ungerade Ecke können Sie die Tapete nicht einfach herumkleben. Die Kante der herumgelegten Bahn würde dann entweder nicht gerade oder nicht senkrecht verlaufen, und Sie könnten die nächste Bahn nicht exakt ansetzen. In diesem Fall kleben Sie die Tapete bis an die Ecke heran und lassen sie dort überstehen. Mit einem scharfen Messer schneiden Sie den Überstand dann genau an der Ecke entlang ab. Die nächste Bahn setzen Sie dann an einer ausgeloteten Linie entlang auf der anderen Seite der Ecke so an, dass auch sie ein wenig übersteht. Der Überstand wird wieder abgeschnitten und der nun auf der Ecke verlaufende Stoß bei Bedarf mit den Fingern vorsichtig ein wenig zusammengedrückt. Auch hier empfiehlt sich Reparaturkleber, damit die Naht nicht aufgeht.

    Bei Tapeten, die später überstrichen werden oder Belägen wie Raufaser und Vliesraufaser können Sie grundsätzlich so vorgehen. Die später aufgetragene Wandfarbe macht den Stoß unsichtbar.

    Tapetenbedarfsermittlung

    Wer Zeit, Geld und Nerven sparen möchte, sollte schon beim Ausmessen des Raumes genau vorgehen. Wandhöhe und -länge bestimmen die Anzahl von Tapeten- oder Raufaserrollen. Eine normale Tapetenrolle ist 0,53 m breit und 10,05 m lang, reicht also für rund 5 m² Wandfläche.

    Raumumfang mal Raumhöhe

    Mit folgender Formel geht’s genauso schnell: Raumumfang mal Raumhöhe (in m) geteilt durch 5 ergibt die benötigte Rollenzahl. Fenster- und Türaussparungen sind als Wandfläche gerechnet. Dadurch hat man genügend Verschnitt mit einkalkuliert, der sich bei großen Mustern ergeben kann. Hat der Heimwerker zu wenig Tapete, sind eventuell keine Rollen aus seiner Charge mehr verfügbar, dann ist Ärger vorprogrammiert. Außerdem sollte man immer einen Tapetenrest aufbewahren, falls später einmal eine Beschädigung ausgebessert werden muss.

    Komplizierte Raumformen sollte man vom Fachmann vorab kalkulieren lassen.

    Tapeten mit Rapport

    Für bemusterte Tapeten reichen diese Berechnungen allein nicht aus, um die tatsächlich benötigte Menge zu ermitteln. Deshalb wird auch noch die Rapportlänge angegeben. Diese Informationen sind wichtig, weil davon die unvermeidliche Verschnittmenge beeinflusst wird. Ein großer Rapport erfordert wesentlich mehr Verschnitt als ein Muster mit kleinem Rapport oder rapportlosem Dessin.

    Alles zum Thema Tapezieren

    Tapeten, Bordüren und Wandtattoos

    Welche Tapetensorten, Designs, Materialien und Einsatzmöglichkeites es gibt und wie Tapeten, Bordüren und Wandtattoos tapeziert werden, wird auf den folgenden Seiten über Tapeten, Bordüren und Wandtattoos ausführlich erklärt.

    Tapete entfernen und Wände vorbereiten

    Eine der unliebsamsten Arbeiten beim Renovieren: Alte Tapeten ablösen. Wenn der Vormieter keinen Tapetengrund aufgetragen hatte, ist das oft schwieriger als erwartet. Mit ein paar Tricks sind geht das Tapeten entfernen und Wände vorbereiten aber schneller von der Hand.

    Tapeziertechniken

    Ob man auf die herkömmliche Art – d.h. mit Tapeziertisch und Einweichzeit – die Bahnen an die Wand klebt, oder im Wandklebeverfahren arbeiten, bei dem die Wand statt der Tapete eingekleistert wird, hängt von den verwendeten Materialien ab und davon was einem persönlich lieber ist. Hier erklären wir beide Tapeziertechniken.

    Symbole und Kennzeichen auf Tapetenrollen

    Auf Tapetenrollen sind die Verarbeitungshinweise häufig nur als kleine, kryptische Symbole ausgewiesen. Bei einigen kann man sich denken, was sie bedeuten, bei anderen bräuchte man dafür schon hellseherische Fähigkeiten. Hier werden die Symbole und Kennzeichen auf Tapetenrollen erklärt.

    Weiterführende Informationen

    Weiter zum nächsten Thema: Wände streichen

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    Tipps – Richtig Tapezieren

    Nach der Ermittlung des Bedarfs und dem Zusammenstellen des Werkzeugs kann die praktische Arbeit des Tapezierens beginnen.

    Hier einige Tipps zum richtig tapezieren, die Ihnen die Arbeit erleichtern sollen:

    Wandflächen vorbereiten

    Die Vorbereitung des Untergrundes kann, gerade in Altbauten, recht aufwendig sein. Man darf diese Mühe nicht scheuen wenn man ein sauberes Resultat erzielen will. Alte Tapeten und wasserlösliche Anstriche werden möglichst restlos entfernt. Alte Dispersions-Farbanstriche müssen auf ihre Festigkeit geprüft werden (Klebestreifen fest anreiben und ruckartig abziehen) und, falls locker, ebenfalls entfernt werden. Alte Lackanstriche werden angelaugt und mit einer Haftbrücke gestrichen.

    Untertapete

    Bei Tapeten mit extrem glatten Oberflächen (Metallic) ist es sinnvoll, eine Untertapete zu kleben oder den Untergrund mit Streichmakulatur vorzubereiten. Komplizierte Aufgaben überläßt man besser dem fachkundigen Malermeister.

    Die richtige Wahl des Kleisters und das richtige Ansatzverhältnis sind entscheidend für die einwandfreie Verarbeitung. Grundsätzlich gilt: Je schwerer die Tapete und je größer ihre Saugfähigkeit ist, desto dicker muß der Kleister angesetzt werden. Lieber dick angerührten Kleister dünn auftragen als umgekehrt. Der Kleister muß gründlich eingerührt werden und genügend lange quellen, bis er homogen und fast transparent wird. Die richtige Verarbeitung und Kleistersorte ist aus dem Tapeten-Beipackzettel zu ersehen. Wenn man auch die Hinweise auf der Kleisterpackung beachtet, kann beim Tapezieren nichts mehr schiefgehen.

    Zuschneiden der Tapetenbahnen

    Die Höhe des Raumes plus 5 – 10 cm Zugabe für den Verschnitt ergibt die richtige Bahnlänge der Tapete. Bei Versatzmustern wird jede zweite Tapetenbahn um die Hälfte des Rapports versetzt zugeschnitten. Bei geradem Ansatz sind alle Bahnen gleich. Bei ansatzfreien Mustern ist der Verschnitt am geringsten.

    Weichzeit der Tapete

    Wenn man die im Beipackzettel angegebene Weichzeit der jeweiligen Tapete einhält, muß man sich nicht mit Blasenbildung und offenen Nähten herumärgern. Nur wenige Bahnen einkleistern und in der gleichen Reihenfolge verarbeiten.

    Tapezierrichtung

    Tapeziert wird immer "mit dem Licht", d. h. begonnen wird am Fenster.

    Tapetenbahnen ausloten

    Jeweils die erste Bahn einer zu tapezierenden Wand wird senkrecht ausgelotet, damit die folgenden Bahnen gerade verlaufen.

    Tapetenbahnen kleben

    Die erste zu tapezierende Bahn mit Überstand an der Decke ansetzen, um evtl. Höhenunterschiede auszugleichen. Die Tapete nach der Senkrechten ausrichten und von der Mitte aus zu den Seiten blasenfrei andrücken. Für normale Tapeten die Bürste, ansonsten eine Gummiwalze verwenden. Wenn nötig, die Naht mit einem konischen, glatten Nahtroller andrücken. Kleisterspuren sofort mit einem sauberen Lappen entfernen.

    Trocknen der Tapete

    Die Tapete darf nicht zu schnell trocknen, sonst platzen die Nähte auf. Deshalb nicht zu stark heizen und Zugluft vermeiden.

    Wenn sie diese Hinweise beherzigen, können Sie sich auf den nächsten Morgen freuen, weil bis dahin alle Falten wie glattgebügelt sind. Sie werden ein tadellos sauber tapeziertes Zimmer vorfinden.

    Schwierige Stellen im Raum richtig tapezieren:

    Zimmerdecke tapezieren

    Die Zimmerdecke ist so groß wie der Fußboden und beeinflußt die Proportionen und Lichtverhältnisse des Wohnraumes ganz erheblich. Sie einfach weiß zu lassen, zeugt nicht gerade von Ideenreichtum. Reizvolle Strukturen in unterschiedlichsten Tönungen stehen in reicher Auswahl zur Verfügung.

    Nun zur Tapezier-Technik: Die Breite der ersten Bahn wird markiert. Die Tapezierung führt mit dem Licht vom Fenster zur gegenüberliegenden Wand. Man tapeziert am einfachsten zu zweit.

    Während man die Bahn am Fenster ansetzt, hält der Partner die restliche Bahn mit dem Besen hoch, bis die Tapete angedrückt ist.

    Ecken tapezieren

    Es ist unwahrscheinlich, daß Tapetenbahnen eine Wand voll abdecken. Also muß man Ecken bewältigen.

    Man sollte nie eine große Bahnbreite "um die Ecke bringen". Das Muster auf der neuen Wand würde schief, weil keine Ecke genau winklig und senkrecht steht.

    Die Bahn wird so geteilt, daß sie ca. einen Zentimeter um die Ecke herumreicht. Der Überstand wird mehrfach eingeschnitten.

    An der nächsten Wand muß die erste Tapetenbahn wieder neu gelotet werden.

    Türabschluss – um Türen herum tapezieren

    Türen sind für den Anfänger eine unangenehme Hürde, die aber leicht zu nehmen ist. Nur darf man Türen nie von beiden Seiten angehen, dann kann das Muster nicht passen.

    Man tapeziert von einer Seite an die Tür heran. Wenn zuletzt die Bahn wesentlich breiter ist als der noch verbleibende Abstand zur Zarge, teilt man die Bahn, und zwar so, daß zwei bis drei Zentimeter am Türrahmen überstehen.

    Fensternischen tapezieren

    Man beginnt an einer Seite des Fensters mit einer gelotsten Bahn und setzt diese nicht an die Kante der Fensteröffnung, sondern laßt sie so weit überstehen, daß die Tiefe der Nische (plus Zugabe) abgedeckt wird.

    Oben und unten eingeschnitten kann der Überstand nach innen geklappt werden.

    Die andere Seite und das Stück über dem Fenster müssen eingepasst werden. Man kann auch die nächste(n) Bahn bzw. die nächsten Bahnen oben einklappen und hat dann nur das fehlende Stück zu ersetzen.

    So setzt sich das Muster in der Nische richtig fort.

    Heizung – hinter dem Heizkörper tapezieren

    Tapetenbahnen, die hinter den Heizkörper kommen, nimmt man von unten bis zu Höhe des Heizkörpers doppelt und schneidet sie in ca. 10 cm breite Streifen.

    Diese Streifen kann man bequem aufziehen und mit einem schmalen Farbroller von oben, unten und durch die Rippen hindurch andrücken.

    Häufig wird auch von allen Seiten her nur ca. 10 – 20 cm unter den Heizkörper tapeziert.

    Abschluss der Tapetenbahn an Decke und Wand

    Für den sauberen Abschluß der Tapetenbahn an Decke und Fußleisten hat sich das Kantenschnitt-Lineal bewährt.

    Das speziell geformte Profil erlaubt exakte Einpassung ohne Beschädigung von Messer und Untergrund.

    Doppelnahtschnitt

    Gerade bei stärkeren, ansatzfreien Strukturprofil-Tapeten gelingen die Nähte besonders sauber, wenn man den Doppelnahtschnitt anwendet.

    Die neue Bahn wird so angesetzt, daß sie die vorherige um ca. 5-7 cm überlappt.

    Der Überlappungsbereich der Tapete

    Im Überlappungsbereich werden mit einem Cuttermesser beide Bahnen oben eingeschnitten.

    In diesem Anschnitt setzt man das Gleitfußmesser an und zieht den Schnitt freihand zum unteren Bahn-Ende.

    Gleitfußmesser

    Das Gleitfußmesser bietet dabei den Vorteil, daß es die Wand nicht anschneidet d. h. den Untergrund nicht schwächt.

    Anderenfalls würden die Nähte später leicht aufplatzen.

    Der Tapetenschnitt

    Nach dem Schnitt werden die beiden Randstreifen herausgezogen.

    Nahtbereich der Tapete andrücken

    Der Nahtbereich wird nun mit der Bürste bzw. Moosgummirolle gut angedrückt.

    Kleisterflecke entfernt man mit einem feuchten Tuch oder Schwamm.

    Die Naht ist sauber und fast unsichtbar. Das liegt vor allem an den absolut bündigen Schnittkanten, aber auch daran, daß der Freihand-Schnitt von der Struktur überspielt wird.

    Ausbesserungen mit einem Tapetenstück

    Beschädigungen, Flecke usw. an der tapezierten Wand lassen sich leicht ausbessern, indem man ein neues Tapetenstück auf die Schadstelle halt und diese mit dem Cuttermesser ausschneidet.

    Das deckungsgleiche neue Stück wird an Stelle des alten (abgespaltenen) eingeklebt.

    Alle Tapeziertipps ohne Gewähr

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    Problemzonen beim Tapezieren

    Schön und gut – aber was ist mit den "Problemzonen". Nun werden Ihre Räume sicherlich nicht nur aus glatten Flächen bestehen, sondern auch Ecken, Kanten, Türen und Fenster aufweisen. Bei diesen "Problemzonen" gilt es, einige Besonderheiten zu beachten:

    Sauberes Abschließen an Fußbodenleisten

    Drücken Sie den Überstand am unteren Ende mit einem stumpfen Gegenstand (Rücken einer Schere, Lineal oder ähnliches) in den Winkel zwischen Wand und Fußleiste und ziehen Sie ihn danach wieder heraus. Am so entstandenen Knick auf der Rückseite sehen Sie, wie lang das untere Ende der Tapetenbahn sein muss, um exakt bündig mit der Fußbodenleiste abzuschließen. Schneiden Sie die Tapete entlang des sichtabren Knicks ab, was am präzisesten mit einem scharfen Cutter gelingt. Auf der ganz sicheren Seite sind Sie, wenn Sie vor dem Tapezieren die Fußbodenleisten abnehmen und erst wieder anbringen, wenn die Tapeten angebracht und vollständig getrocknet sind. Denn dann verschwinden eventuell unsauber abgeschnittene Tapetenenden einfach unter den Fußleisten.

    Um Ecken und Kanten herum Tapezieren

    Oft "gefürchtet", ist das Tapezieren um Ecken und Kanten herum eigentlich gar nicht so schwierig:

    Setzen Sie die Tapetenbahn so an, dass an der zu tapezierenden Ecke ca. ein oder maximal zwei Zentimeter Tapete übersteht. Drücken Sie den Überstand um die Ecke herum an, sobald die Bahn korrekt sitzt. Die nächste Bahn wird neu ausgelotet und bündig mit der Ecke angebracht (der zuvor um die Ecke herum angebrachte kleine Überstand wird dabei übertapeziert).

    Bei Außenecken gehen Sie ähnlich vor, nur dass sich die Tapeten hierbei nicht überlappen, sondern an der Kante passgenau aufeinandertreffen sollten. Nur bei sehr unebenen Außenecken lassen Sie die Tapetenbahnen, wie unter "Innenecken" beschrieben, ein bis zwei Zentimeter überlappen.

    An Fensternischen werden die angrenzenden Tapetenbahnen so angesetzt, dass die Tiefe der Nische berücksichtigt wird und somit die Tiefe der Nische "an einem Stück" tapeziert wird. Planen Sie vorsichtshalber noch etwas Verschnitt hinzu, so dass Sie die Tapetenbahn am Ansatz des Fensterrahmens passgenau anbringen können. Mit dem passgenauen Anbringen am Fensterrahmen und am Fenstersims können Sie so verfahren, wie oben unter "sauberes Abschließen an Fußbodenleisten" beschrieben. Die Bahn(en) über dem Fenster in den Fenstersturz hineinklappen und passgenau zuschneiden.

    Die Decke wird immer zuerst bearbeitet (erst danach die Wände)! Bei der Decke die erste Bahn so zuschneiden, daß 1 – 2 Zentimeter der Tapete auch auf der Wand kleben. Danach die Tapete in den Winkel zwischen Decke und Wand pressen und den Restbestand an der Wand mit dem Universalmesser entfernen. Das Tapezieren von Decken erledigt man am besten zu zweit: Einer steht auf einer Klappleiter und setzt und drückt die Bahn an, der andere hält den noch nicht angesetzten Teil der Bahn hoch. Der "zweite Tapezierer" kann zum Hochhalten der Tapetenbahn einen Besen benutzen, um so dem auf der Leiter stehenden "ersten Tapezierer" die Tapete nach und nach zu reichen. NICHT zu empfehlen ist ein Brett zwischen zwei Leitern! Ein Unfall ist quasi vorprogrammiert! Sollte ein "Gerüst‘ erforderlich sein um eine hohe Decke zu tapezieren, dann wenden Sie sich am besten an einen Fachmann oder überlegen sich u.U. statt dessen das Streichen der Decke.

    Um Schalter und Steckdosen herum tapezieren

    Achtung: Vor dem Hantieren an Steckdosen unbedingt den Strom abstellen (Sicherungskasten)!

    Nehmen Sie die Blenden von Schaltern und Steckdosen ab und tapezieren Sie so "unter die Blenden".

    Bei Schaltern eignet sich erst ein Einschnitt kreuzweise.

    Schneiden Sie (nachdem das Tapezieren im Zimmer vollendet ist und der Kleister trocken ist) mit dem Universalmesser den Schalter oder die Steckdosenelemente dann frei – natürlich maximal so weit, dass die entstehende Öffnung später nicht unter der Blende herausschaut..

    Wenn Ihre Tapezierarbeiten beendet sind, bringen Sie die Blenden einfach wieder an. So erzielen Sie eine optisch völlig nahtlose Tapete an diesen Stellen.

    Kleinere Reparaturen und Ausbesserungen

    Sich ablösende Nähte lassen sich schnell und problemlos mit "Nahtkleber" reparieren.

    Sollte die Tapete beschädigt werden (meistens bedingt durch Möbeltransport und/oder malfreudige Kleinkinder), dann ist das auch nicht so tragisch:

    Simulierte Reparaturstelle ‚X‘ (entfernen sie die womöglichen kleinen Papierfetzen unmittelbar bei einem Einriß erst vorsichtig mit einem Universalmesser).Schneiden Sie ein etwas grösseres (falls Muster, dann natürlich passendes) Quadrat aus einem Tapetenrest aus.

    Danach kleistern sie das ausgeschnittene Stück ein, kleben es dann direkt auf die Schadenstelle der ‚alten‘ Tapete und lassen es für kurzfristig (zehn bis zwanzig Minuten) etwas antrocknen.

    Dann nehmen Sie Ihr Universalmesser und schneiden vorsichtig ein kleines Quadrat durch beide Tapeten um die Reparaturstelle.

    Hinweis: Die Spitze der Klinge am Universalmesser muß absolut scharf (neu) sein bei Feinarbeiten mit Tapeten!

    Daraufhin ziehen sie den Restbestand ausserhalb des Quadrates und das Quadrat selbst vorsichtig wieder ab.

    Danach entfernen sie das ‚alte‘ Tapetenquadrat an der Wand (sammt der Beschädigungsstelle) und fügen nun das neue Quadrat einfach ein. Es wird perfekt passen!

    Damit Sie jederzeit Ausbesserungen vornehmen können, empfiehlt es sich, immer einen Rest der verwendeten Tapete aufzubewahren. Werfen Sie den Verschnitt also nicht weg, sondern deponieren Sie ihn im Keller oder Speicher, und Sie sind für "Notfälle" stets gerüstet.

    Источники: http://www.heimwerker.de/haus/wandgestaltung/tapezieren.html, http://www.schulzestapeten24.de/tapezieren.htm, http://www.tapezieren.com/tapezieren-problemzonen.html

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