Tapeten oder putz

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    Tapete oder Putz – was ist besser?

    Wer sieht, wie leicht Tapeten beschädigt werden, sei es durch vier- oder zweibeinige Mitbewohner, der sucht beim Renovieren nach einer neuen Wanddekoration. Daher überlegen inzwischen viele, statt Tapete lieber Putz auf die Wand zu bringen.

    Gemütlichkeit erzeugen mit der Wandgestaltung

    Auch wenn ein Strukturputz noch so pflegeleicht und durch spezielle Farbgebungen auch gemütlich wirken kann, ist er doch immer etwas kalt. Tapeten hingegen sind nicht so dauerhaft und werden leicht beschädigt. Sie besitzen aber grundsätzlich einen wärmeren Touch.

    Anbringung von Tapeten oder Putz

    Selbst Mustertapeten an die Wand zu kleben ist oft nicht ganz einfach, vor allem für einen Anfänger. Doch gegen das Auftragen eines künstlichen Putzes ist es dennoch ein Kinderspiel. Bis man den Dreh heraus hat, wie der Putz tatsächlich auf der Wand bleibt, dauert es meist eine ganze Weile.

    Flexibilität bei der Wandgestaltung

    Bedenken sollte man bei der Entscheidung unbedingt die Flexibilität. So mühsam es ist den Strukturputz auf einer Wand aufzutragen, ist dies doch immer noch ein Klacks gegenüber der Entfernung des gleichen Putzes.

    Wenn man den Strukturputz nach einigen Jahren nicht mehr leiden mag, kann man ihn nicht einfach übertapezieren, sondern muss ihn zunächst glätten oder vollständig abschlagen.

    Untergrund vorbereiten

    Während der Untergrund für Tapeten recht anspruchslos ist, muss er bei einem Putz besonders tragfähig und robust sein. Keinesfalls kann man den Strukturputz auf eine alte Tapete auftragen. Die Wand muss gleichmäßig und eben sein.

    Vorteile von Tapeten gegenüber Putz

    • Flexibel
    • Leichter anbringbar
    • Leichter zu entfernen
    • Meist günstiger

    Die Platte wird dann einfach an der Wand aufgehängt und kann jederzeit wieder entfernt werden.

    Zweiter Vorteil dieser Methode ist die Schattenfuge, die sich mit LED-Bändern von der Rolle in allen Farben beleuchten lässt. So bekommen Sie ein noch schöneres Ergebnis, als wenn der Putz direkt auf der Wand aufgetragen wird.

    Vorteile/Nachteile von Tapete und Putz?

    Mitglied seit 26.07.2005

    313 Beiträge (ø0,07/Tag)

    Mitglied seit 23.10.2008

    3.699 Beiträge (ø1,11/Tag)

    Mitglied seit 02.03.2007

    –> Wenn sie dir nicht ehr gefällt einfach abreißen und neue dranmachen

    –> bei sehr verwinkelten Räumen (viele Türen und Fenster) kann das Tapezieren sehr langwierig sein

    Mitglied seit 26.07.2007

    210 Beiträge (ø0,06/Tag)

    Wir haben bei uns im Flur und im Schlafzimmer Putz (weil wir nicht alle Wände neu machen wollten beim Einzug, haben wir einfach den alten Putz ergänzt / gestrichen), aber aus praktischen Gründen hätte ich mich persönlich eher für Tapete entschieden.

    Und ich hätte keine Lust mit einer Spachtel den ganzen Putz von der Wand zu kratzen. oder bin ich falsch informiert und man kann Putz öfters streichen als Tapete?

    Mitglied seit 10.04.2006

    47.402 Beiträge (ø11,11/Tag)

    Putz kannst du so oft streichen wie du Spaß dran hast .

    Mitglied seit 03.04.2006

    148 Beiträge (ø0,03/Tag)

    Im Gegenteil, sie ist waschbeständig – so kann ich mit einem feuchten Tuch Dreck oder Flecken wegreiben.

    Mitglied seit 26.03.2004

    1.919 Beiträge (ø0,38/Tag)

    Mitglied seit 27.12.2005

    5.337 Beiträge (ø1,22/Tag)

    An der 8 Meter hohen Wand Putz, im Treppenhaus, Flur, Küche..

    und im Wohnzimmer, Esszimmer, Schlafzimmern Tapete?

    Mitglied seit 05.04.2005

    109 Beiträge (ø0,02/Tag)

    Eine glatte Wand im Flur würde mir allerdings total gut gefallen.

    Ihr meint also wirklich, man kann die tapezierfähig verputzte Wand einfach nur streichen. Hab ich das richtig verstanden? Und es gibt keine Nachteile, ausser das die Farbe etwas abblättert, wenn man einen Nagel reinhaut?

    Mitglied seit 06.11.2004

    1.362 Beiträge (ø0,28/Tag)

    Niemals mehr kommt eine Tapete ins Haus. Glatt oder rauh verputzte Wände sind auch farblich zu verändern.

    Inzwischen ist alles weiß, in den Kinderzimmern wars früher bunt.

    Mitglied seit 15.12.2004

    6.395 Beiträge (ø1,35/Tag)

    Andere glatte Wände sind auch mit Lehmputz verputzt und einfach weiß mit Kasein-Farbe gestrichen.

    Evtl. bekommt das Bad ein bißchen Farbpigmente in die Kaseinfarbe, z.B. siena-gelb oder so.

    Mitglied seit 27.12.2005

    5.337 Beiträge (ø1,22/Tag)

    Alles andere ist gewollt und nicht gekonnt.

    Ihr baut doch neu, da denken die Leute für ein paar Rollen Tapete hat es nicht mehr gereicht.

    Mitglied seit 14.08.2005

    Wie oben schon geschrieben kannst du den Putz auch öfter mal überstreichen. Aber ich denke mal, dass nach 5x streichen die Struktur des Putzes nicht mehr so deutlich zu sehen ist.

    Ein weiterer Vorteil vom Putz ist der, dass er überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen und später wieder abgeben kann. Ist vor allem im Bad toll, da sich dadurch die Schimmelgefahr verringert und man meistens ein angenehmes Wohnklima hat. Auch Reparaturen von z. B. Bohrlöchern kann man ganz einfach durchführen. Entweder etwas Watte in die Bohrung stopfen und drüberstreichen oder (noch besser) sich im Baumarkt Riß & Putz besorgen. Das ist ein Acryl in einer Kartusche (wie es auch Silikon gibt) mit einer feinen Körnung drin. Da auch einfach nochmals drüberstreichen und man sieht nix mehr.

    Mitglied seit 15.12.2004

    6.395 Beiträge (ø1,35/Tag)

    klar kannst Du Deine Meinung schreiben.

    Aber ich denke, es ist einfach vorallem eine Geschmackssache und für uns käme noch lange keine Tapete mit.

    Wie gesagt, jedem das Seine.

    Mitglied seit 26.07.2005

    313 Beiträge (ø0,07/Tag)

    Mitglied seit 09.10.2006

    7.872 Beiträge (ø1,93/Tag)

    Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten, ich habe noch genug davon –

    außerdem ist mein Designberater wieder da und um Ausreden bin ich selten verlegen.

    Mitglied seit 26.07.2005

    313 Beiträge (ø0,07/Tag)

    Mitglied seit 09.10.2006

    7.872 Beiträge (ø1,93/Tag)

    Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten, ich habe noch genug davon –

    außerdem ist mein Designberater wieder da und um Ausreden bin ich selten verlegen.

    Mitglied seit 30.01.2007

    1.122 Beiträge (ø0,28/Tag)

    Es ist ähnlich wie eine Rauhfasertapete, nur die „Beulen“ sind etwas größer und dicker.

    Mitglied seit 11.11.2007

    1.186 Beiträge (ø0,32/Tag)

    Mitglied seit 12.04.2008

    791 Beiträge (ø0,22/Tag)

    Mitglied seit 22.12.2004

    819 Beiträge (ø0,17/Tag)

    Wir finden es einfach schöne rund unkomplizierter.

    Bei uns ist Putz aufgetragen worden und anschließend mit dem Quast übergewischt. Somit leicht uneben und ein bisschen struktur. (ist eben Geschmackssache, rauhputz mag ich auch nicht)

    Als Tipp wegen dem Abblätern der Farbe beim nachstreichen:

    Auf jeden Fall Tiefgrund oder Haftgrund vor dem Streiche auf den Putz! Welcher Grund jetzt genau, fragt mal Euren Putzer oder Maler. Dann bleibt die Farbe auch haften (die Erfahrung durften wir auch schon machen )

    Mitglied seit 30.01.2007

    1.122 Beiträge (ø0,28/Tag)

    Mit einem feuchten Lappen (oder sogar die Radierschwämme) bekomme ich jegliche Flecken ganz leicht abgewischt.

    Selbst wenn ich neben der spülmaschine nach einigen Tagen Kaffee-/Kakaoflecken sehe, bekomme ich sie ganz leicht weggewischt.

    Das einzige was vielleicht ein wenig stört (wenn von „Stören“ überhaupt sprechen kann), dass sich auf den hervorstehenden „Putz-Nasen“ Staub setzt. Aber den kann ich ganz leicht mit den Staub-Mops abwedeln.

    Wahrscheinlich gibt es doch gravierende Unterschiede von Putz und Putz.

    Wie gesagt, wir haben eine Spritz-Putz und was anderes kommt uns gar nicht in die Tüte.

    Mitglied seit 19.02.2005

    5.756 Beiträge (ø1,23/Tag)

    Staub und Spinnenweben habe ich erwähnt, aber da wurde gleich abgewunken – hat man bei Tapete auch. Nur ICH dachte immer, dass sich Putz irgendwie statisch auflädt und demnach Staub erstrecht anzieht.

    @Bsaat und Chiara: Welche Farbe hat denn Euer Putz, dass man „Dreck“ so sieht?

    Mitglied seit 10.04.2006

    47.402 Beiträge (ø11,11/Tag)

    Mitglied seit 19.02.2005

    5.756 Beiträge (ø1,23/Tag)

    Der Hinweis auf „ganz glatt“ ist nicht schlecht. Ich hätte wohl lieber was mit Muster genommen.

    Allerdings gehen mir die vielen Spinnen- / und Staubweben auf den Sender

    Man wird überhaupt micht mehr Herr darüber

    Mitglied seit 25.07.2012

    646 Beiträge (ø0,33/Tag)

    Mitglied seit 19.02.2005

    5.756 Beiträge (ø1,23/Tag)

    Wir haben dezeit eine Strukturtapete (könnte Vinyl sein) und die ist überwiegend weiß mit braunem und silber farbenem, dezentem Muster.

    Wenn sich hier die die Nähte lösen würden, wäre das eine Farbe, die ich mir auch noch 10 Jahre ansehen könnte.

    Dann in 15 Jahren noch mal überstreichen und wer weiß, ob man danach noch lebt.

    Mitglied seit 03.11.2011

    3.247 Beiträge (ø1,45/Tag)

    läßt sich mit natürlichen farbpigmenten auch färben – was wir auch gemacht haben.

    tapeten kommen für mich gar nicht in frage .

    mit fertigputzen würde ich ganz arg auf irgendein ökosiegel achten. wir sind schon fast mal wieder aus einem neusanierten

    haus ausgezogen weil ich so allergisch war daß ich im auto geschlafen habe.

    Mitglied seit 19.02.2005

    5.756 Beiträge (ø1,23/Tag)

    Und was besagt „handaufgetragen“? Ich meine, das Wort versteh ich schon , aber warum sollte das nicht gespritzt werden, oder etwas in der Art?

    Mitglied seit 25.07.2012

    646 Beiträge (ø0,33/Tag)

    Mitglied seit 03.11.2011

    3.247 Beiträge (ø1,45/Tag)

    das zeigt uns einer unserer hunde der sich gerne an der , mit roten ( eisen ) pigmenten gefärbten außenhauswand reibt.

    der hund wird immer röter und die wand hat hellere stellen.

    der putz wird schon an die wand gespritzt aber je nach geschmack mit der hand abgezogen. entweder möglicht glatt mitt

    einem großen abzieher oder mit einer kelle so “ wischi – waschi “ , bissel wie eleganter kuhstall

    so haben wir es . gerade in größeren raumen und wenn in weiß macht es das – nach meinen geschmack – wohnlicher.

    bei normalen benutzen – also ohne wetzenden hunden – geht der putz nicht ab . also , wenn du dich an die wand lehnst

    ist dein schwarzes shirt nicht weiß.

    außerdem läßt es sich sehr leicht nachbessern wenn es doch mal an irgendwelchen kanten abnutzspuren sind.

    Mitglied seit 14.05.2015

    12.377 Beiträge (ø13,1/Tag)

    Möchte man mal ein großes Wandbild anbringen, muß die Wand drunter glatt sein. Wir haben überall Rauputz, konnten sas nicht anders wählen.

    Will man kräftige, oder dunkle Farben, würde ich eher Tapete sagen, weil sich Farben nicht gut aufhellen oder Weißen lassen. Tapeziert ist schnell.

    Tapezieren auf Rauputz: Lösungen, wie Sie glatte Ergebnisse erzielen

    von: Felicitas 04.03.2017 09:00 0 Kommentare

    Die ideale Voraussetzung für das Anbringen beliebiger Tapeten ist ebenmäßiger Glattputz, doch dieser findet sich nun mal nicht immer an den Wänden im Haus oder in der Wohnung. Stattdessen steht man vor Rauputz, der in seinen Ausführungen und Körnungen sehr unterschiedlich und für die Mehrzahl von Tapetenarten als tapezierfähiger Untergrund ungeeignet ist. Die Gründe dafür liegen auf der Hand und diese wollen wir in diesem Blog näher erläutern.

    Ob Tapezieren ohne weiteres auf Rauputz möglich ist, hängt von der Struktur und auch der Tapetenart ab. Doch auf ein glattes, attraktives Tapetenergebnis müssen Sie auch bei Wänden mit Rauputz nicht verzichten, denn es gibt Lösungen. Die erfordern zwar etwas Arbeitsaufwand und Materialinvestition, können dafür aber Ihren Wunsch von der besonderen Muster- oder Designtapete erfüllen.

    Putz kennzeichnet einerseits den Baustoff und andererseits den Wandbelag, der je nach Putzart und Technik glatt oder strukturiert und körnig ausfallen kann. Der glatte Unterputz, bevorzugt aus Gips, Zement oder Kunstharz, bildet die Ausgangsbasis für eine Vielzahl von Wandgestaltungen, z.B. mit Farbe, Tapeten, Verkleidungen. Daneben finden sich vorwiegend dekorative Putze aus unterschiedlichen Grundmaterialien und mit einer stärker oder schwächer ausgebildeten Körnung, die nach dem Auftragen in der Regel nicht mehr oder nur mit Farbe weiterbehandelt werden. Hier spricht man auch von Edelputz oder Oberputz, während der glatte Putz häufig den Unterputz darstellt. Reibe- und Strukturputz sind Ausführungen von Rauputz, die sich in vielen Unterarten und Erscheinungsbildern zeigen.

    Putzmörtel finden sich zum Anmischen oder fertig angerührt im Handel als mineralische Putze (Gips, Kalk, Zement, Lehm, Tonerde) und Kunstharzputz in unterschiedlichen Körnungen. Der Unterschied zwischen mineralischen Putzen und Kunstharzputzen liegt in erster Linie in der Wasserdurchlässigkeit. Kunsthartputze sind im Gegensatz zu mineralischen Putzen nicht diffusionsoffen, dafür aber robust und hochelastisch. Unabhängig davon können alle Putzmörtel durch die individuelle Zusammensetzung sowie die Putztechnik nach dem Auftragen eine strukturierte raue oder glatte Oberfläche aufweisen.

    Warum rauer Putz nicht als Untergrund für Tapeten geeignet ist

    Wie wir wissen, braucht es für die ordnungsgemäße, beschädigungsfreie und optisch attraktiv wirkende Anbringung von Tapeten einen glatten, sauberen, trag- und haftfähigen Untergrund. Dieser ist bei Rauputz oder Strukturputz nicht oder nur bedingt gegeben. Das bedeutet, dass Tapeten zum einen nur schwer anzubringen sind und zweitens beim Ankleben schon durch die raue Struktur beschädigt werden können. Das war es dann mit der hochwertigen edlen Tapete, noch bevor der Kleister trocken ist.

    Selbst, wenn das Anbringen ohne Beschädigungen vonstattengehen sollte, so drückt sich die Struktur des Rauputzes oder die Körnung durch die Tapete, was optisch keinen gelungen Eindruck macht und die Tapete wird anfälliger für Risse und Löcher. Im Allgemeinen gilt daher: Auf Rauputz tapezieren macht keinen Sinn, der Untergrund muss geglättet werden.

    Eine Ausnahme bestätigt diese Regel: Handelt es sich um einen sehr feinkörnigen Reibeputz ohne rustikale Strukturen und eine merklich dickere PVC- oder Vinyltapete wird angebracht, so findet sich womöglich eine annehmbare Lösung. Auf diese können wir aber an dieser Stelle keine hundertprozentige Garantie geben, denn jede Wand ist anders. Voraussetzung ist zudem, dass der Untergrund bis auf die leicht raue Struktur oder Körnung völlig intakt, geeignet und ggf. vorbehandelt ist. Die Lösung lautet in diesem Fall: Behandeln Sie den Putz mit Streichmakulatur vor, denn diese verschließt die Poren, glättet und sorgt für eine haftfähige Basis für Vinyltapeten. Streichmakulatur ist als Untergrundbehandlung ausschließlich für Vinyltapeten geeignet.

    So gelingt Tapezieren an Wänden, die mit Rauputz versehen sind

    Kommen wir zum praktischen Teil: Wie gehen Sie vor, wenn Sie sich einem rustikalen Wandputz gegenübersehen und sich eine neue Designertapete mit Ihrem Traummuster an den Wänden wünschen? Hier finden sich zwei probate Lösungsansätze:

    1. Neue Glattputzschicht auftragen

    2. Verkleidung mit Gipskarton (Verkleben oder auf Lattenunterkonstruktion schrauben)

    Sie ahnen schon, dass es auch bei diesen Lösungen einiges zu beachten gibt, damit Sie mit dem Ergebnis rundum zufrieden sein können. Das stimmt, denn wie bei jedem Untergrund ist der erste Schritt das Überprüfen von verschiedenen Punkten, die Auskunft über weitere Behandlungsansätze geben. Beim rauen Putz sind also zunächst folgende Fragen zu beantworten:

    a) Um welches Ausgangsmaterial handelt es sich? Kalkputz, Kalkzementputz, Lehmputz, Kunstharzputz, andere Materialien?

    b) Ist der Rauputz noch fest oder weist er schadhafte Stellen durch Feuchtigkeit oder Schimmel auf? Sandet er stark?

    c) Ist der Strukturputz farblich behandelt und wenn ja, handelt es sich um offenporige oder versiegelte Farben? Latexfarben gehören zu den versiegelnden Farben. Blättert die Farbe ab oder färbt sie ab?

    Zu a) Um das Ausgangsmaterial des Putzes festzustellen, genügt leider der Laienblick nicht. Es sei denn, Sie haben die Wände selbst verputzt. Denn dann wissen Sie, welcher Putzmörtel verwendet wurde. Daher sollten Sie bei Unsicherheiten einen Experten zu Rate zu ziehen, z.B. einen Maurer, Verputzer oder Maler. Der darf für seine Expertise ruhig auch ein Entgelt verlangen, schließlich wollen Sie ein perfektes Ergebnis. Gleichzeitig gilt es abzuklären, welcher Glattputz bei den Nassauftragetechniken mit der Kelle zum Einsatz kommen kann. Zu prüfen wäre zudem, ob der alte Putz auch hier entsprechend seiner Saugfähigkeit oder anderen Problemen vorbehandelt werden muss, damit der neue Putz darauf haftet. Gleiches gilt für das direkte Aufkleben von Gipskartonplatten auf den rauen Putz. Entscheiden Sie sich für die Verkleidung mit Gipskartonplatten auf einer Lattenkonstruktion, so fällt diese Frage weg.

    Zu b) Machen Sie die Klopf- und Andrückprobe, um festzustellen, ob der alte Rauputz noch stabil ist. Klopfen Sie den Putz mit der Hand ab und drücken Sie an exponierten Stellen mit dem Fingernagel oder einem spitzen Gegenstand in den Putz. Lösen sich Putzteile schon beim Klopfen oder bleibt ein Abdruck zurück, so ist die Stabilität nicht mehr ausreichend gegeben, wenn Sie einen neuen Glattputz auftragen möchten. Der alte beschädigte Putz muss zuerst entfernt werden.

    Feuchte Bereiche, Stockflecken und Schimmelspuren sind immer genauer unter die Lupe zu nehmen. Vor jedem Neuverputzen oder dem Verkleiden mit Gipskarton ist die Ursache dafür definitiv zu beheben. Zudem muss der Bereich komplett getrocknet (ggf. desinfiziert) sein, bevor eine neuer Putz oder Gipskarton angebracht wird.

    Wenn Sie mit der Hand über den Putz fahren und er sandet stark, braucht es eine Untergrundbehandlung, damit ein neuer Nassputz darauf haften kann. Bei Gipskartonverkleidungen, die nicht verklebt werden, können Sie diesen Punkt vernachlässigen.

    Zu c) Ältere Farbschichten können ebenfalls problematisch werden, wenn ein neuer glatter Putz aufgetragen werden soll. Es kann zur Abfärbung auf den neuen Putz kommen, was sich auch auf die Tapete übertragen kann, sobald die neu verputzte Wand durch Kleister wieder feucht wird. Prüfen sie die Farbschicht daher auf Abfärben (mit einem feuchten Tuch darüber reiben) und Festigkeit. Bringen Sie einige Streifen starkes Klebeband an verschiedenen Stellen an und ziehen Sie diese ruckartig ab. Bleibt Farbe daran hängen oder blättert die Farbe ab, ist der Anstrich nicht tragfähig und muss entsprechend behandelt oder entfernt werden.

    Glattputz auftragen – Am besten vom Fachmann durchführen lassen

    Wenn Sie nicht zu den begeisterten Heimwerken gehören, die sich durch jahrelange Erfahrung oder berufliches Hintergrundwissen mit dem Verputzen auskennen, dann sollten Sie den neuen glatten Putzauftrag von den Profis übernehmen lassen. Ansonsten gehen Sie wie beschrieben mit der Prüfung vor und erkundigen Sie sich, welche Vorbehandlungen und Glattputzmaterialien in Frage kommen. Nach dem Neuauftrag, der mindestens eine Stärke aufweisen sollte, welche die raue Struktur abdeckt, muss der Putz vollständig trocknen und noch einmal fein abgeschliffen werden, bevor Sie mit dem Tapezieren ans Werk gehen können. Achten Sie auch hier wie immer auf die Punkte, die für einen haftfähigen Untergrund von Bedeutung sind, ggf. ist bei stark saugenden Untergründen die Vorbehandlung mit Tiefengrund angeraten.

    Gipskartonplatten anbringen für die glatte Wandfläche

    Gipskartonplatten können Sie bedarfsgerecht im Baumarkt kaufen und auch leicht einfach zuschneiden (lassen). Zum Verkleiden der Rauputzwand bieten sich zwei Optionen an: Das Kleben der Gipskartonplatten direkt auf die vorbehandelte Wand oder das Aufschrauben der Platten auf eine Lattenunterkonstruktion, die an der Rauputzwand befestigt wird. Beide Varianten sind für den versierten Heimwerker durchführbar, wobei darauf zu achten ist, dass die Gipskartonplatten mit Fugen zu verlegen sind, die später verspachtelt werden. Zum Abschluss erfolgt der Feinschliff, um einen ebenen Übergang zwischen den gespachtelten Stellen und dem Gipskarton zu erzielen. Wer sich dies nicht zutraut oder keinerlei Erfahrungen damit hat, sollte sich an einen Trockenbauer seines Vertrauens wenden. Gipskartonwände werden weiterhin vor dem Tapezieren mit Tiefengrund behandelt, da sie stark saugen.

    Exkurs Kalkputz und Lehmputz

    Diese beiden Putzarten können sowohl ein glattes als auch ein strukturiertes raues Erscheinungsbild aufweisen. Doch sie besitzen besondere Eigenschaften, die durch jedwede Verkleidung oder Abdeckung hinfällig oder beeinträchtigt werden. Beide Putzvarianten regulieren Schadstoffe und Feuchtigkeit im Raum, sie sind hoch atmungsaktiv.

    Kalkputz gehört zu den anspruchsvollen Putzmaterialien, dessen Verarbeitung Erfahrung und Know How erfordert. Er zeichnet sich durch seine hervorragenden klimaregulierenden Eigenschaften aus, ist atmungsaktiv, schimmelresistent, feuchtigkeitsausgleichend. Auch Kalkzementputz erfüllt diese Eigenschaften, ist jedoch leichter zu verarbeiten. Raue Wände, die mit Kalkputz überzogen sind, können nicht mit jedem beliebigen Glattputz abgedeckt werden, zudem kann eine Vorbehandlung für den stark saugenden Untergrund erforderlich sein.

    Lehmputz sollte grundsätzlich nicht tapeziert werden, davon raten die Experten ab. Dieser atmungsaktive und natürliche Putz hat eine feuchtigkeitsregulierende Funktion und ist diffusionsoffen. Diese Funktion wird beeinträchtigt oder auch hinfällig, wenn der Lehmputz mit Tapete oder anderen Wandverkleidungen überdeckt wird. Es ist zwar technisch nicht unmöglich, einen strukturierten Lehmputz zu glätten, allerdings schwierig und nur in Absprache mit oder von einem Fachmann durchzuführen.

    Wichtige Informationen für Mieter

    Zum Abschluss unseres Ratgebers zum Thema Rauputz möchten wir darauf hinweisen, dass Mieter diese Veränderungen am Wanderscheinungsbild, also Glätten des rauen Putzes durch Streichmakulatur, den Auftrag eines neuen Glattputzes oder die Verkleidung mit Gipskartonplatten im Vorfeld mit dem Vermieter abklären müssen. Grundsätzlich kann der Vermieter die jeweilige Maßnahme ablehnen, wenn sie einen Eingriff in die Bausubstanz oder eine für ihn zu erwartende Mieteinnahmen-Minderung bei Neuvermietung darstellt. Alle Veränderungen, die vor einem Auszug wieder rückgängig gemacht werden können, sind meist unproblematisch und der Vermieter wird dem mit Sicherheit zustimmen.

    In Punkto Rauputz verändern, beseitigen, verkleiden, ist aber immer genau abzuwägen, ob die Herstellung des Originalzustandes wirklich für den Mieter problemlos möglich ist, ansonsten kostet ihn dies viel Zeit und Geld. Wir empfehlen zudem, mit dem Vermieter eine schriftliche Genehmigungsvereinbarung, in der auch ggf. Auflagen für den Mieter festgehalten sind, zu treffen, um im Streitfall auf der sicheren Seite zu sein.

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    Источники: http://www.hausjournal.net/tapete-oder-putz, http://www.chefkoch.de/forum/2,27,431337/Vorteile-Nachteile-von-Tapete-und-Putz.html, http://www.tapetender70er.de/lookbook/blog/tapezieren-auf-rauputz-loesungen-wie-sie-glatte-ergebnisse-erzielen

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