Stromleitung verlegen

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    Stromkabel und Leitungen im Haus verlegen: So geht’s!

    Kabelsalat unter dem Schreibtisch, im Wohnzimmer oder in der Küche sind nicht nur sehr unordentlich, sondern auch gefährlich. Schnell stolpert ein Familienmitglied über ein loses Kabel und die überlasteten Steckerleisten führen zu einem Brand. Beim Neubau oder der Sanierung eines Hauses sollte deshalb darauf geachtet werden, dass der Elektriker ausreichend Leerrohre verbaut – und zwar in allen Räumen. Der Vorteil dieser Rohre ist, dass sie auch nachträglich die Möglichkeit bieten, neue Strom- und Kommunikationsleitungen zu verlegen.

    Werden im Laufe der Zeit neue Lichtschalter oder eine Gegensprechanlage benötigt, können die Leitungen ohne großen Aufwand verlegt werden. Leerrohre können durchaus auch in der Decke platziert werden. Wird über die Anschaffung eines Beamers nachgedacht, dann können dessen Anschlüsse bequem in der Decke versteckt werden. Wer die Leitungen in Eigenregie verlegen will, der findet im nachfolgenden Abschnitt passende Ratschläge dazu.

    Definition und Grundregeln zum Strom

    Bevor sich ein Laie für die Verlegung von Stromkabeln entscheidet, sollte er sich zunächst über das Thema informieren. Wie kommt der Strom eigentlich in die eigenen vier Wände? Der Strom wird über Hochspannungsleitungen vom Kraftwerk zu Transformatorstationen geleitet. Dort wird er auf eine Spannung von 230 beziehungsweise 400 Volt herabtransformiert. Über Erd- oder Freileitungen gelangt der Strom anschließend in die Hausanschlusskästen und weiter über die Hauptleitung zu den Hauptsicherungen. Durch den Zählerschrank fließt der Strom letztendlich zum Stromverteiler, wo Haussicherungen den eigenen Stromkreis absichern. Der Strom kann nur dann fließen, wenn eine Spannung vorhanden ist. Die Größte wird mit Volt (V) gemesse nund ist mit dem Druck aus den Wasserleitungen vergleichbar. Jede Spannung von mehr als 42 V ist für den Menschen bei Berührung lebensgefährlich. Die Stromstärke wird im Ampere (A) gemessen und ist vom Leitungswiderstand, welcher in Ohm (Ω) gemessen wird, abhängig.

    Stromkabel verlegen

    Das Verlegen von Stromkabeln kann von jedem Heimhandwerker durchgeführt werden. Es gilt allerdings auf einige wichtige Details zu achten. Bei der unsachgemäßen Verlegung können Stromkabel schnell zur Gefahrenquelle werden. Besonders im Garten reicht ein winziger Schaden an der Kabel-Ummantelung, durch Verwitterung oder falsches Umgraben beispielsweise, aus. Sollen Netzkabel jahrelang im Garten bleiben, sollten diese dementsprechend tief vergraben und abgesichert werden. Wird die Stromversorgung ausschließlich für den Anschluss von Leuchten und Lampen benötigt, ist die Installation der Niedervolt-Technik äußerst ratsam. Solche Kabel können selbst an der Oberfläche verlegt werden, da vom elektrischen Strom keine Gefahr ausgeht.

    Die Kabel verstecken

    Das größte Problem mit Kabeln ist das Chaos, das sie hinterlassen. Dieses wird von elektrischen Geräten wie Computern, Fernsehern und Telefonen verursacht. Es besteht die Möglichkeit, die Kabel in Kabelkanälen oder -rohren zu verstecken. Die Kanäle und Rohre können lackiert und so farblich angepasst werden. Optional lassen sie sich hinter elegante Plexiglasplatten oder Spanplatten verstecken. Mit einer indirekten Beleuchtung sieht die ganze Installation besonders gut aus.

    Steckdosen installieren

    Die Installation von Steckdosen ist heutzutage dank einfacher Steckmodule völlig unproblematisch. Praktischerweise sind die Zuleitungen bereits vorhanden, sodass die Steckdosen lediglich angebracht werden müssen. Vor Beginn der Arbeit muss zunächst immer der Strom abgestellt werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann zusätzlich der Hauptstrom mithilfe des FI-Schutzschalters abgestellt werden. Eine weitere Vorsichtsmaßnahme ist die Überprüfung der Spannungsfreiheit.

    Abdeckungen austauschen

    Oftmals sind nur die alten Abdeckungen unschön geworden und müssen ausgetauscht werden. Mit einem Schraubenzieher müssen die Mittelschrauben gelöst werden. Die Abdeckungen können anschließend abgenommen und ausgetauscht werden. Achtung: Eine Kompatibilität mit dem inneren Steckmodul muss vorhanden sein. Idealerweise sollten Abdeckungen desselben Herstellers gekauft werden.

    Den Steckdoseneinsatz erneuern

    Nachdem die Abdeckung gelöst wurde, ist der Steckdoseneinsatz sichtbar. Dieser ist in der Regel mit zwei sogenannten Spreizkrallenschrauben fixiert. Werden diese gelöst, kann der Einsatz abgenommen werden. Er hängt allerdings noch an den notwendigen Stromkabeln:

    • der Stromleiter ist braun oder schwarz, selten sogar rot oder weiß
    • der Schutzleiter ist grün-gelb (Erdung)
    • der Neutralleiter ist blau

    Durch das Abklemmen der Stromkabel kann der Steckdoseneinsatz komplett entfernt werden.

    Soll ein neuer Einsatz installiert werden, dann wird der Schutzleiter in die mittlere Anschlussklemme geführt. Der Neutralleiter und der Stromleiter werden links und rechts angebracht. Als Nächstes wird der Steckdoseneinsatz wieder in die Wand eingeführt und mit den Spreizkrallenschrauben befestigt. Dabei ist zu beachten, dass keine Stromkabel beschädigt werden. Abschließend werden Rahmen und Abdeckinnenteil befestigt und die Installation der Steckdose ist abgeschlossen.

    Artikelbild: © Nagy-Bagoly Arpad / Shutterstock

    Leitungen verlegen und Kennzeichnung von Leitern und Leitungen

    Stromkabel mit Hilfe des Fachmanns selbst verlegen

    Ja, auch ein Heimwerker darf in seinem Eigenheim Stromleitungen verlegen. Die benötigte Planung und vor allem den elektrischen Anschluss sollte jedoch ein Fachmann vornehmen. Dieser kennt die Installationszonen und weiß, welcher Leitungsquerschnitt benötigt wird. Er kann beurteilen, wie Stromkreise aufgeteilt und abgesichert werden müssen.

    Nur mit der Absprache mit einem Elektroinstallateur, der genau vorgibt, wo und welche Kabel verlegt werden, kann der Heimwerker in Eigenregie Mauerschlitze ziehen, die Stromkabel verlegen und mittels einer Bohrkrone benötigte Löcher für Steckdosen und Lichtschalter setzen.

    Unsere Seite soll etwas Grundwissen vermitteln und die Planung vereinfachen. Sie sollte niemanden verleiten die Elektroinstallation selbst vorzunehmen.

    Inhaltsübersicht: Leitungen verlegen

    Adern in der Leitung

    Die Stromleitungen, die bei einer Hausinstallation zum Einsatz kommen, sind in der Regel mehradrige Leitungen, die von einer Kunststoffhülle geschützt werden. Bei 230-V-Wechselstromanlagen sind das die folgenden Leiter:

    • Außenleiter (auch Phase genannt, Abk.: L): Durch den Außenleiter fließt der Strom zur Versorgungsstelle.
    • Neutralleiter (Abk.: N): Durch den Neutralleiter fließt der Strom zurück zur Stromversorgung.
    • Schutzleiter (Abk.: PE): Der Schutzleiter ist geerdet und dient zum Zweck der Sicherheit, zum Beispiel zum Schutz von Lebewesen.

    Fünf Sicherheitsregeln zur Arbeit an der Elektrik

    1. Freischalten, z.B durch Abschalten des Sicherungsautomaten (Leitungsschutzschalter) oder herausnehmen der Schmelzsicherung.
    2. Gegen wiedereinschalten sichern, z.B mit einer Sperre oder wenn nicht zur Hand, mit einem Hinweiszettel abkleben.
    3. Spannungsfreiheit mit einem zweipoligen Spannungsprüfer mit Lastzuschaltung feststellen. Der Pol- oder Phasenprüfer ist kein sicheres Prüfmittel. Alternativ reicht auch ein Multimeter welches für 230 V bzw 400 V geeignet ist.
    4. Erden und kurzschließen – dies kann in der Regel entfallen da wir unsere Arbeiten nur auf Endstromkreise beschränken sollten. Das betrifft das Anschließen einer Lampe oder Installation einer Steckdose.
    5. Benachbarte und unter Spannung stehende Teile abschranken bzw. abdecken. Für den Laien gilt jedoch, niemals unter Spannung arbeiten.

    Kennzeichnung von Leitern und Leitungen

    Um Schaltungsfehler und Verwechslungen bei der Elektroinstallation zu vermeiden, sind alle Adern in einer Leitung/ Kabel mit farbigen Isolierungen versehen. Der nachfolgenden Tabelle kann entnommen werden, welche Farbcodes üblich sind und mit welchen alphanummerischen Kennzeichnungen die Adern heute und früher belegt wurden. Grundsätzlich müssen bei Elektroinstallationen zugelassene und geprüfte Leitungen des jeweiligen Landes verwendet werden.

    Leitungen und Kabel, beispielsweise aus anderen EU Staaten wie Polen, besitzen oft keine Zulassung für den Einsatz in Deutschland.

    Die Anzahl der Adern in einer Leitung richtet sich nach dem Verwendungszweck. Es gibt zwei große Gruppen von Leitungstypen, deren Bauart jeweils auf bestimmte Belastungen ausgelegt ist: Leitungen für die feste Verlegung und flexible Leitungen für den Anschluss von Geräten. Unterhalb der Tabelle findet sich eine bebilderte Übersicht der gebräuchlichen Leitungen mit ihren Kurzbezeichnungen und dem vorgesehenen Einsatzzweck.

    1 Diese Farben unterliegen keinem bestimmten Verwendungszweck.

    ² Nach VDE darf die blaue Ader (wenn kein N benötigt wird) auch für andere Zwecke verwendet werden. Eine Verwechslung muss jedoch ausgeschlossen sein.

    ³ Die Farbkombination ist nach VDE ausschließlich für PE bzw PEN zu nutzen. Der PEN Leiter ist entweder in gelb/grüner Farbkombination und an den Leitungsenden mit blauer Markierung oder aber als blaue Ader und an den Leitungsenden mit gelb/grüner Markierung auszuführen. Der PEN Leiter muss seit 1973 einen Querschnitt von mindestens 10 mm² Kupfer oder 16 mm² Aluminium ausgeführt sein.

    Bedeutung der Farben von Stromkabel

    Bei Leitungen handelt es sich per Definition um Stromleitungen, die auf oder unter Putz sowie auf oder in den Fugen eines Mauerwerks verlegt sind. Für das Erdreich wird eine spezielle Festigkeit benötigt: Dort kommen spezielle Kabel zum Einsatz, sogenannte Erdkabel.

    Leitungen aufputz verlegen: Für diese Art von Installation setzt man Mantelleitungen (NYM) ein.

    Zur Verlegung in und unter Putz in trockenen Räumen. Stegleitungen (NYIF) werden in der Praxis jedoch recht selten verwendet. Hier dienen spezielle Stegleitungsnadeln mit isoliertem Kunststoffkopf zur Befestigung. 90-Grad-Richtungsänderungen werden durch das Umklappen der Leitung ausgeführt. Gegebenenfalls muss das Mauerwerk etwas ausgestemmt werden.

    Zur Verlegung auf, über, im und unter Putz in trockenen, feuchten und nassen Räumen sowie im Mauerwerk und in Beton (ausgenommen Schüttel-, Rüttel- und Stampfbeton). Auch für Verwendung im Freien, wenn sie vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sind, zum Beispiel durch ein Schutzrohr, welches UV-beständig sein muss. Die Leitungen können direkt unterputz oder auch in Rohr verlegt werden, sodass sie sich jederzeit auswechseln lassen. Befestigt werden sie hierbei mit Nagelschellen oder auch sogenannten Gipspflastern. Im Bereich von Fußboden oder Decken sollte generell Leerrohre Verwendung finden. Aufputz können NYM Leitungen mittels Nagelschellen, Kupa Rohr (Kunststoffpanzerrohr , Stapa Rohr (Stahlpanzer Rohr) oder auch in Kabelkanälen verlegt werden. Wer sich für die Nagelschelle entscheidet, sollte diese in Abständen von etwa einer Hammerstillänge setzen. Bei der Rohrmontage ist 600 bis 800 mm ein gebräuchlicher Abstand. Müssen Verteilerdosen, Schalter oder Steckdosen eingesetzt werden, erleichtern spezielle Glockenbohrer die Arbeit.

    PVC-Aderleitung (Kurzzeichen: H07V-K und H07V-U)

    Hierbei handelt es sich um einzelne Adern, die in unterschiedlichen Farben erhältlich sind. H07V-K Adern werden überwiegend im Schaltschrankbau und z.B Leuchten verwendet, H07V-U Adern dagegen innerhalb von Verteilungen und auch in der Unterputzinstallation in Verbindung mit Leerrohren. Hier ist zu beachten das die VDE i.d.r einen minimalen Leitungsquerschnitt von 1,5mm² vorgibt. Bei der Insatllation mit Einzeladern mittels Leerrohren bedarf es einer guten Planung unter Beachtung vieler weiterer Normen. Daher sollte stets ein Fachman in die Planung einbezogen werden. Der Unterschied zwischen zwischen H07V-K und – U ist mittels einer Eselsbrücke leicht zu merken. Das -K steht für knickbar, also Flexibel und das -U für unknickbar, also starr. Beide Leitungsvarianten gibt es auch als H05-K und -U, welche aber in der heimischen Installation jedoch nicht zur Anwendung kommen.

    PVC-Schlauchleitung (Kunstoffleitung, Kurzzeichen: H O3 VV-F)

    Diese Leitungen sind für den Anschluss leichter Elektrogeräte (wie Tischleuchten, Stehleuchten, Küchenmaschinen, Haushaltsstaubsauger, Büromaschinen, Rundfunkgeräte usw.) bei geringen mechanischen Beanspruchungen in Haushalt, Küchen und Büroräumen geeignet. Die Leitungen dürfen nicht für den Anschluss von Koch- und Heizgeräten oder von gewerblich genutzten Elektrowerkzeugen sowie für die Verwendung im Freien verwendet werden.

    Klingeldraht (Kld) und Klingelstegleitung (J-FY)

    Für die feste Verlegung direkt unter Putz und nur für Schutzkleinspannung (typischerweise < 50 V Wechselspannung und < 120 V Gleichspannung, in Feuchträumen < 25 V Wechselspannung und < 60 V Gleichspannung) geeignet.

    Gummischlauchleitung (H 05 RR – F)

    Die Leitungen sind bestimmt für den Anschluss von Elektrogeräten (z. B. Staubsauger, Bügeleisen, Küchengeräte, Herde, Toaster, Lötkolben, usw.) bei geringen mechanischen Beanspruchungen in Haushalt, Küchen und Büroräumen. Diese Leitungen dürfen auch fest verlegt werden, z. B. in Möbeln, Dekorationsverkleidungen oder Hohlräumen von Fertigbauteilen. Die Leitungen sind nicht geeignet für die ständige Verwendung im Freien oder zum Anschluss gewerblich genutzter Elektrowerkzeuge.

    Gummischlauchleitung H 05 RN – F

    Geeignet für die Verwendung bei mittleren mechanischen Beanspruchungen in trockenen, feuchten und nassen Räumen und im Freien (z. B. für Geräte in gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben wie große Kochkessel, Heizplatten, Handleuchten, Elektrowerkzeuge wie Bohrmaschinen, Kreissägen, Heimwerkergeräte). Sie sind auch verwendbar für feste Verlegung auf Putz sowie in provisorischen Bauten und Wohnbaracken.

    Hochflexible Gummischlauchleitung (Kurzzeichen: H O7 RN-F)

    Bestimmt für die Verwendung bei mittleren mechanischen Beanspruchungen in trockenen, feuchten und nassen Räumen und im Freien (z. B. für Geräte in gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben wie große Kochkessel, Heizplatten, Handleuchten, Elektrowerkzeuge wie Bohrmaschinen, Kreissägen, Heimwerkergeräte). Sie sind auch verwendbar für die feste Verlegung auf Putz sowie in provisorischen Bauten und Wohnbaracken.

    Zwillingsleitung H 03 VH – Y: leichte Zwillingsleitung

    An eine Leitung mit dem Kurzzeichen H 03 VH-Y dürfen nur besonders leichte Handgeräte, z. B. elektrische Zahnbürsten, angeschlossen werden. Sie dürfen nur in Längen bis maximal 2 m verwendet werden und müssen mit nicht lösbaren Steckern versehen sein. Die Strombelastung darf 0,2 A nicht übersteigen.

    Zwillingsleitung H 03 VH – H: Zwillingsleitung

    Diese Leitungen sind für den Anschluss leichter Elektrogeräte (wie Rundfunkgeräte, Tischleuchten, Uhren usw.) bei sehr geringen mechanischen Beanspruchungen in Haushalt, Küchen und Büroräumen bestimmt. Sie sind nicht für den Anschluss von Koch- und Heizgeräten sowie für die Verwendung im Freien, in gewerblichen Betrieben oder zum Anschluss von Elektrowerkzeugen geeignet.

    Leitungen abmanteln und abisolieren

    Kabelmesser mit Abmantelvorrichtung

    1. Setzen Sie die Abmantelvorrichtung an der gewünschten Stelle an. Drücken Sie hierzu den Gegenhalter mit dem Daumen nach oben und legen das Kabel ein. Entspannen Sie den gegenhalter und das Kabel wird in der Abmantelvorrichtung gehalten.
    2. Mit Federkraft drückt der Gegenhalter das Kabel auf die bewegliche Klinge, die sich selbstständig der Bewegungsrichtung anpasst. Drehen sie das Kabelmesser 1-2 mal um das Kabel, um die Ummantelung einzuschneiden.
    3. Jetzt wird das Kabelmesser mit der Abmantelvorrichtung gegen das Kabelende gezogen. Die Klinge richtet sich alleine in Schnittrichtung aus.
    4. Die Ummantelung ist durch das Messer eingeschnitten und kann nun leicht entfernt werden. Der nur leichte Einschnitt sorgt dafür, dass die Adern nicht beschädigt werden.

    Das Kabelmesser mit Abmantelvorrichtung eignet sich besonders gut, wenn längere Kabel entmantelt werden müssen. Durch den Längsschnitt lässt sich die Ummantelung leicht auftrennen und muss nicht über das Kabel gezogen werden.

    Entmanteler

    Der Entmanteler ist nicht in der Lage, die Ummantelung in Längsrichtung zu schneiden. Dementsprechend lassen sich nur kürzere Bereiche entmanteln, da das Abziehen längerer Stücke einen größeren Kraftaufwand erfordert. Sein Vorteil liegt hingegen in der Möglichkeit Ummantelungen fast bündig an der Wand oder in Abzeigdosen zu entfernen.

    • Der Entmanteler besitzt im Inneren kleine Klingen, die die Ummantelung einschneidet. Legen Sie das Kabel so in den Entmanteler, dass die Klingen an der gewünschten Stelle ansetzen.
    • Drücken Sie den Entmanteler zusammen und drehen sie ihn einige Male hin und her. Die Ummantelung wird somit an der gewünschten Stelle geschnitten. Bei dickeren Leitungen achten Sie darauf, dass die Messer nur in die äußere Ummantelung eindringen.
    • Biegen Sie bei Bedarf das Kabel ein wenig, bis die Ummantelung an der geschnittenen Stelle einreißt. Anschließend kann sie einfach abgezogen werden.

    Abisolierungen mit der Abisolierzange entfernen

    Danach werden die einzelnen Adern mit Klemmen verbunden. Dazu finden Sie im Baumarkt Dosen- und Wago-Klemmen in allen gängigen Querschnitten. Bei flexiblen Leitungen, wo jede Ader aus einem Bündel Kupferdrähtchen besteht, müssen Sie die abisolierten Endstücke mit Aderendhülsen aus Metall ausstatten. Die Hülse über das Leiterbündel schieben und mit der Aderendhülsenzange zuquetschen.

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    Kabel verlegen

    Bestimmte einfache Tätigkeiten bei der Elektroinstallation, können vom geübten Heimwerker problemlos selbst erledigt werden. Zu diesen Tätigkeiten zählen Schlitze stemmen, Unterputzdosen setzen, Rohre und Kabel verlegen, Kabel in Rohre einziehen. Jedoch sind dazu einige Grundlagen zu beachten.

    Grundsätzlich gilt es bei der Verlegung von Leitungen und Kabel, die richtigen Installationskabel zu verwenden. Die wichtigsten Installationskabel bei der Hausinstallation, finden Sie auf dieser Seite. Weiter sind auch viele Schwachstromleitungen, die hauptsächlich Unterputz in Leerrohren verlegt werden, wichtig. Welches Kabel für welchen Anschluss zu verlegen ist, finden Sie hier.

    Wie schon erwähnt, wichtig ist es, für die jeweiligen geplanten Anschlüsse auch die richtigen Kabel zu verwenden. Aber auch sehr wichtig ist es, auf gewisse Vorschriften und Grundlagen bei der Elektroinstallation zu achten. Dazu zählen zum Beispiel:

    Kabel verlegen – Zwei Ausführungsmöglichkeiten

    Im massiven Rohbau – Unterputz-Installation – Es gibt zwei Ausführungsmöglichkeiten (nur Grundinstallation ohne Schwachstrom, den diese sollte in der Regel komplett mit Leerrohren ausgeführt werden).

    1. Die komplette Installation wird mit flexiblen UP-Leerrohren ausgeführt, in diese die einzelnen Drähte (PVC-Aderleitungen) später eingezogen werden.

    • Die Schaltungen können jederzeit verändert werden
    • Die Schaltungen können später ohne großen Aufwand erweitert werden
    • geringere Materialkosten
    • Breitere Mauerschlitze müssen erstellt werden
    • Viel höherer Zeitaufwand für die Installation und dadurch mehr Arbeitszeitkosten

    2. Die komplette (Grund) Installation wird mit Kabel NYM-J ausgeführt (Leerrohre von der Betondecke werden deckenbündig abgeschnitten)

    • Es müssen nur schmale Schlitze hergestellt werden
    • Die Installation (Leitungen verlegen) geht in der Regel sehr schnell
    • Die Installationen können später nur mit hohem Aufwand und eventuell wieder mit Stemmarbeiten erweitert bzw. verändert werden

    Bei beiden Ausführungen werden die Rohre, Leitungen und Kabel in Mauerschlitze verlegt.

    Die Schlitze sollten gefräst werden und je nach Mauerdicke nicht zu tief ausgeführt werden

    An Schornsteinen dürfen keine Mauerschlitze für elektrische Leitungen gestemmt werden. Es wird auch dringend abgeraten, Leitungen auf Schornsteinen zu verlegen (Wärmeentwicklung verringert die Lebensdauer der Kabelisolierung)

    Mauerschlitze dürfen die Standfestigkeit der Mauer nicht beeinträchtigen

    Große Mauerschlitze (z.B.: bei der Hauptverteilung) können die Statik des Gebäudes schwächen

    Verlegen Sie Leitungen in Decken oder auf Böden immer mit geeigneten Schellen oder Montagebügel (feste Verlegung). Vermeiden Sie eine bewegliche Verlegung

    Achten Sie beim Verlegen der Kabel und Leitungen darauf, dass diese durch mechanische Beschädigung geschützt werden. Entweder durch eine sichere feste Verlegung oder durch eine Verkleidung (Rohre)

    Leitungen, die Unterputz verlegt werden, sowie für Schalter und Steckdosen gelten bestimmte Installationszonen. Grundsätzlich werden Leitungen nur senkrecht und waagrecht verlegt . Ausnahme sind Decken und im Fußboden, hier dürfen Leitungen auch auf den kürzesten Weg verlegt werden. Bei der Verlegung im Erdreich oder auf dem Rohfußboden (unter dem Estrich) müssen Mantelleitungen NYM-J zusätzlich mit Schutzrohren geschützt werden.

    Weitere Verlegearten von Leitungen sind:

    • Auf Putz
    • In und unter Putz
    • In Elektrokabelkanälen
    • In Hohlwänden (Trockenbau aus Rigips oder Holz)
    • In für die Elektroinstallation geeigneten Installationsrohren
    • Auf Kabelrinnen
    • Im Erdreich (mit Schutzrohr)
    • Im Beton (mit Schutzrohr)

    Bei der verdeckten Verlegung (Unter Putz) der Leitungen und Rohre sind unbedingt nach DIN 18015 die Installationszonen einzuhalten.

    Waagerecht verlegte Leitungen sollen 30 cm oder 15 cm über dem fertigen Fußboden oder 30 cm unter der fertigen Deckenfläche verlaufen. Senkrecht verlegte Leitungen sollen 15 cm neben Rohbaukanten oder Rohbauecken verlaufen.

    Steckdosen, Schalter oder Abzweigdosen, die außerhalb dieser Bereiche liegen, sollen mit einer senkrechten Stichleitung aus der am nächsten gelegenen horizontalen Installationszone versorgt werden.

    In Küchen und Hausarbeitsräumen gelten zudem gesonderte Regelungen. Im Bad gelten ebenfalls gesonderte Festlegungen.

    Empfehlung am Rande – Installationskabel für die Elektroinstallation im Eigenheim, kaufen wir hier:

    Erdkabel NYY (Kupfer) / NAYY (Aluminium) – zur Verlegung im Außenbereich im Erdboden.

    Installationszonen (Leitungsverlegung) Wohnraum:

    Bildquelle: Wikipedia

    Wichtig: Achten Sie beim Herstellen von Mauerschlitzen auf die Schlitztiefe, sie sollte bei dünnen Wänden von 11,5 cm max. 2 cm betragen, bei Wänden mit 17,5 cm max. 3 cm, bei Wänden mit 24 cm mit 4 cm Schlitz, bei Wänden mit 36 cm max. 6 cm Schlitztiefe.

    Bevor Sie im Rohbau mit der Leitungsverlegung beginnen, sollten Sie alle Unterputzdosen ins Mauerwerk gesetzt haben. Wie Sie dies selbstständig bewerkstelligen, lesen Sie hier.

    Der Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte für die Unterputz-Installation können Sie hier nachlesen.

    Источники: http://www.heimhelden.de/stromkabel-und-leitungen-verlegen, http://www.heimwerker.de/haus/elektroinstallation-beleuchtung/elektroinstallation/leitungen-verlegen.html, http://dein-elektriker-info.de/kabel-verlegen/

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