Silikonfugen erneuern anleitung

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    Silikonfugen erneuern – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

    Silikonfugen begegnen uns heutzutage überall, selbst wenn sie oftmals kaum sichtbar sind. Sie unterscheiden sich jedoch in einer Hinsicht, und dies ist ihre Überstreichbarkeit. Im Volksmund werden all diese Fugen als Silikonfugen bezeichnet. In der Herstellung und beim Silikonfugen erneuern bestehen jedoch nur die Fugen aus Silikon, die nicht nachträglich überstrichen werden. Es gibt keine Farbe, die vom Silikon dauerhaft beständig angenommen wird. Überall dort, wo ein nachträglicher Anstrich erforderlich ist oder perspektivisch möglich sein muss, werden Acrylfugen gezogen. Wer Acryl- oder Silikonfugen erneuern will, muss jedoch annähernd die gleichen Arbeitsgänge vollziehen.

    Silikonfugen erfüllen gleichzeitig mehrere Aufgaben. Sie dichten ab, sind wasserabweisend, schimmelresistent, flexibel und vermeiden mit dieser Eigenschaft Risse. Sie haben aber auch eine dekorative Wirkung und deshalb ist beim Silikonfugen erneuern große Sorgfalt erforderlich.

    Silikonfugen dürfen nicht als dauerhafte Fugen angesehen werden. Sie unterliegen dem Verschleiß und der Verfärbung, können mechanisch durch Reinigungsarbeiten beschädigt werden oder der Untergrund befindet sich in Bewegung. Dabei reißen Silikonfugen manchmal und werden undicht. Aber auch unterlassene Sorgfalt bei der Reinigung des Untergrundes bei einer vorangegangenen Verfugung führt dazu, dass sich Silikonfugen lösen.

    Drei Schritte, um Silikonfugen zu erneuern

    Schritt 1: das Entfernen

    Überall, wo Silikonfugen gezogen worden sind, verbinden sie zwei Bauteile miteinander. Entweder bilden sie den Übergang von einer Fliesenwand zur Sanitärkeramik oder der Emaille eines Duschbeckens, einer Badewanne und zu vielen anderen Materialien. Sie können aber auch an den Übergängen von Türen und Fenstern zu einer Wand gezogen worden sein. Je nach Untergrund erfordert die Beseitigung verbrauchter Silikonfugen entsprechendes Werkzeug und große Sorgfalt. Harte Fliesenwände und Keramik sind dabei noch am einfachsten zu bearbeiten, denn hier können die Fugen mit einem Cuttermesser abgeschnitten werden. Auf Holz oder Mauerwerk ist diese Arbeit problematischer und trotz eines scharfen Cuttermessers lassen sich Beschädigungen nicht immer ausschließen.

    Die verbrauchte Fuge wird zunächst mit dem Cuttermesser an einer Stelle vom Untergrund gelöst. Am besten eignet sich dazu ein Bereich, der ohnehin nicht mehr fest haftet. Meist ist da Silikon noch kompakt genug, um es mit zwei Fingern vom Untergrund abzuziehen und gleichzeitig auf beiden Seiten seiner Befestigung einzuschneiden. Alternativ kann der Schnitt auch erst auf einer Seite erfolgen und die zweite Seite erfolgt mit gleichzeitigem Abziehen des Silikons. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung eines Fugenhaies, der beide Seiten gleichzeitig einschneidet.

    In jedem Fall wird das Messer flach auf dem Untergrund geführt, damit es nicht in diesen einschneiden kann oder beispielsweise die Emaille einer Badewanne beschädigt. Selbst kleine Kratzer, die zunächst nicht sichtbar sind, würden später Schmutz annehmen und das Bild der Fuge beeinträchtigen. Dies sind die ersten Arbeiten, wenn man Silikonfugen erneuern will.

    Schritt 2: die gründliche Reinigung

    Selbst bei sorgfältigster Schneidarbeit verbleiben Silikonreste auf der Fläche. Auch sie müssen vollständig entfernt werden. Verblieben sie beim Silikonfugen erneuern auf dem Untergrund, würden sie beim Ziehen der neuen Fuge Unebenheiten bilden. Die Silikonkartusche könnte nicht gleichmäßig geführt werden und eine unregelmäßige Fuge mit schlechter Ansichtsgüte beim Silikonfugen erneuern wäre die Folge.

    All diese Überreste werden deshalb mit dem Cuttermesser oder anderen Werkzeugen, die für den jeweiligen Untergrund geeignet sind, restlos entfernt. Erst dann folgt die Reinigung mit Wasser, einem geeigneten Spülmittel oder Silikonreiniger. Aceton ist nicht empfehlenswert, denn es bildet bei seiner Verdunstung immer wieder neue Rückstände beim Silikonfugen erneuern.

    Schritt 3: das Verfugen

    Im Bau- und Fachmarkt oder im Malerfachhandel ist das spezielle Sanitär-Silikon mit Schimmelschutz in Kartuschen und in mehreren Farbtönen erhältlich. Um es zu verarbeiten, benötigt man beim Silikonfugen erneuern zusätzlich eine Auspresspistole. Profis verwenden elektrisch betriebene Pistolen, die für den Heimwerker jedoch nicht wirtschaftlich sind. Die Silikonkartusche wird in diese Auspresspistole eingespannt und ihre Düse wird vor dem Ziehen der ersten Fuge bereits vorsichtig mit Silikon gefüllt.

    Dort, wo man Silikonfugen erneuern will, wird der Untergrund auf beiden Seiten der zukünftigen Fuge sorgfältig mit Malerkreppband abgeklebt. Bei großen Fugen über 10mm Breite sollte eine spezielle Fugenschnur eingelegt werden. Nun wird die neue Silikonfuge langsam und gleichmäßig auf dem sauberen, trockenen Untergrund gezogen. Der Druck auf die Auspresspistole und die Geschwindigkeit sorgen für die richtige Dosis, damit nicht zu viel Silikon verteilt wird.

    Zum Glätten der Fuge verwendet man beim Silikonfugen erneuern einen Glättspachtel oder auch einfach einen Finger. Beide werden dazu leicht mit Spülmittel benetzt. Dann wird das Abdeckband entfernt und die Fuge nochmals glatt gezogen.

    So ist das Silikonfugen erneuern für jeden Heimwerker leicht umsetzbar.

    Artikelbild: © Sinisa Botas / Shutterstock

    Silikonfugen erneuern

    Vorbereiten der Silikonfuge

    Vor dem Verfugen mit Silikon oder anderen Dichtstoffen müssen einige grundlegende Vorarbeiten erledigt werden. Die Säuberung der Silikonfuge und der Haftflanken von Staub ist unabdingbar. Wurde die Silikonfuge nass gesäubert, muss sie unbedingt getrocknet werden oder es muss gewartet werden, bis die Silikonfuge abgetrocknet ist. Bei Naturstein, und hier besonders bei Sandstein, ist es weiterhin von elementarer Bedeutung, die Fugen bereits direkt nach dem Säubern und Trocknen abzukleben. Speziell diese Steinart ist anfällig für Flecken, verursacht durch die Grundierung, das Glättmittel oder auch durch Rückstände von nicht sauber aufgetragenem Dichtstoff. Aber auch bei anderen Natursteinarten empfiehlt es sich, die Silikonfuge sauber abzukleben, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

    Wenn Sie alltes Silikon entfernen müssen sind einige Dinge zu beachten um eine dauerelastische fuge beim verfugen mit Silikon zu Gewährleisten. Zuerst muss das alte Silikon entfernt werden. Silikon entfernen ist zuerst Handarbeit und sollte machanisch mit einem Cuttermesser gemacht werden. Damit Sie möglichst viel der Silikonfuge entfernen sollten Sie das Cuttermesser möglichst nah zwischen Fliese und Silikonfuge ansetzen. Aber Vorsicht ist geboten beim mechanischen entfernen der Silikonfuge sollten Sie drauf achten die umliegenden Bauteile (Fliesen,Naturstein) nicht zu Beschädigen. Sobald so viel wie möglich der Silikonfugen entfernt ist kann, um den Rest der Silikonfuge zu entfernen Silikonentferner verwendet werden. Zu beachten ist jetzt beim Silikonfugen erneuern auch ob voher ein Schimmelbefall der Silikonfuge vorlag, falls die Silikonfuge vorher mit einem Schimmelpilz infiziert war ist es dringend erforderlich die gesamte Silikonfuge mit Anti Schimmelspray zu behandeln. Wenn jetzt die Silikonfuge trocken und möglichst von allen Silikon resten entfernt ist kann es mit dem Primern / Grundieren der Silikonfuge weiter gehen.

    Es ist ratsam bevor die Silikonfuge erneuert wird die Fliesen vor Grundierung und Verfugen mit Klebeband abzukleben.

    1. Zuerst sollten die Haftflanken der Silikonfuge mit einem Reiniger, Cleanprimer oder bei saugenden Untergründen mit einem Primer behandelt werden. Die Fugenflanken müssen frei

    von Schmutz, Staub oder Fett sein.

    2. Hinterfüllen der Fuge mit der passenden Größe der PE Rundschnur. Die Rundschnur muss von der Größe so gewählt werden, dass sie mit einem gewissen Druck eingebracht werden muss. Nur so ist gewährleistet, die Fuge komplett ausgefüllt und die Fugentiefe somit begrenzt ist um eine Dreiflankenhaftung zu verhindern.

    3. Evtl. grundieren der Haftflanken mit dem passenden Primer oder Cleanprimer und einem weichen Pinsel bei saugenden Untergründen oder mit einem weichen Tuch bei nicht saugenden Untergründen.

    4. Ausspritzen des Dichtstoffes Nach dem Hinterfüllen der Fuge mit der passenden PE Rundschnur wird der verbleibende Querschnitt mit OTTOSEAL S 100 oder einem anderem Sanitärsilikon ausgespritzt. Die Fuge sollte möglichst gleichmäßig verfüllt werden.

    5. Glättmittel in ein sauberes Behältnis füllen, aus dem der Glättspachtel mit Glättmittel benetzt wird. Mit der für die jeweilige Fuge passenden Kante wird der benetzte Fugenboy mit gleichmäßigem Druck über die verfüllte Fuge gezogen. Der überschüssige Dichtstoff wird in ein Abfallbehältnis abgestreift. Der Fugenspachtel wird wieder benetzt und die Fuge in bisheriger Technik geglättet. Das Ergebnis ist eine perfekte Silikonfuge. Achtung: Für Marmor und Naturstein bitte immer Natursteinsilikon und Glättmittel benutzen.

    © 2007-2015 Daniel Maas Dichtstoffhandel & Co.

    Fugen erneuern in Bad und Küche

    Alte Fugen erneuern – Bad neu verfugen

    Alte Fugen im Bad und in der Küche sehen nicht nur unschön aus, sondern können richtig gefährlich sein. Wenn Wasser durch die undichten Fugen hinter die Duschtasse schwappt oder in der Küche Schimmel die Dichtfugen verunziert, stehen teure und mitunter gesundheitsschädliche Folgen ins Haus.

    Der Austausch und die Erneuerung von Fugen ist ziemlich einfach – wenn man etwas Geschick mitbringt und das richtige Werkzeug hat.

    Diese Anleitung vermittelt auch Laien verständlich, wie man Fugen im Bad und in der Küche erneuern kann.

    Inhaltsübersicht: Fugen erneuern

    Silikonfugen: Die Grundlagen

    An Silikon-Fugendichtstoffe im Sanitärbereich werden sehr hohe Ansprüche gestellt. Sie müssen gute Verarbeitungs- und Abdichtungseigenschaften mitbringen, außerdem müssen diese Dichtstoffe auch dauerelastisch sein, damit sie Bewegungen im Untergrund aufnehmen können, ohne dass die Fuge reißt.

    So kann man beispielsweise häufig beobachten, dass Fugen im Wand-Bodenübergang bei einer zu frühen Verfugung reißen. Verhindern kann man dies nur, wenn die Verfugung in diesem Bereich erst nach einer gewissen Wartezeit erfolgt und – für einen dauerhaften Erfolg noch wichtiger – Silikon-Fugendichtstoffe mit einer besonders hohen Elastizität eingesetzt werden.

    Technische Anforderungen

    Bei der Entwicklung von Fugendichtstoffen auf Silikon-Kautschukbasis wird besonderes Augenmerk auf die Reißdehnung gelegt, die gemessen nach DIN 53504 etwa 400 bis 600% beträgt. Zudem ist eine hohe Bewegungsaufnahme erforderlich, damit auch der oben erwähnte Einsatz in kritischen Gewerken, wie Terrassen und Balkonen, möglich wird.

    Aufgrund der hohen Temperaturschwankungen durch direkte Sonneneinstrahlung und Frost sind außerhalb des Hauses die Anforderungen an den Fugendichtstoff, der im Bereich der Dehn- und Bewegungsfugen eingesetzt wird, enorm. Hochwertige Silikondichtstoffe werden deshalb so entwickelt, dass sie eine Temperaturbeständigkeit von -60 °C bis +180 °C aufweisen und witterungs- sowie alterungsbeständig sind. Aufgrund der UV-Beständigkeit sind solche Silikone auch für diesen Einsatzbereich geeignet.

    Für den Einsatz in der Küche und im Bad ist wegen der dort häufig eingesetzten Reinigungsmittel eine hohe Chemikalienbeständigkeit des elastischen Fugendichtstoffes notwendig.

    Darüber hinaus ist das Silikon lösemittelfrei und besonders umweltverträglich, damit bei der Verarbeitung und auch danach keine Gesundheitsschäden durch Ausdünstungen drohen.

    Silikon im praktischen Einsatz

    Besonders verbreitet sind acetatvernetzende Silikon-Dichtstoffe. Beim Vernetzen, also beim Verbinden der Moleküle untereinander zu einer elastischen Struktur, wird Essigsäure abgespalten – daher stammt der typische Essiggeruch von härtendem Silikon.

    Der Vorteil dieser acetatvernetzenden Systeme ist eine besonders gute Haftung auf allen keramischen Belägen im Wand- und Bodenbereich – bei der Versiegelung von Fugen als Anschluss zu Fliesenbelägen, Waschbecken, Badewannen, Duschtassen, Tür und Fensterrahmen ebenso wie beim Einsatz in Dehnungsfugen. Selbst zum Verfugen von Glaskonstruktionen ist hochwertiges Silikon einsetzbar. Ein weiterer Vorteil dieser Systeme sind eine schnelle Durchhärtung und eine hohe Abriebfestigkeit.

    Die Anforderungen an Silikondichtstoffe beschränken sich allerdings nicht auf ihre mechanischen Eigenschaften. Die meisten Sanitärsilikone sind auch pilz- und bakterienhemmend eingestellt. Duschen und Bäder sind immerhin besonders durch Schimmel gefährdet, und die Gefahr eines Befalls kann durch diesen zusätzlichen chemischen Schutz deutlich eingedämmt werden. Bei entsprechender Reinigung und Pflege bleibt das gewünschte Erscheinungsbild der Fuge dauerhaft erhalten.

    Ob der Schutz vor Schimmel gewünscht ist, hängt allerdings vom Einsatzgebiet ab. In Bädern wird man in der Regel pilzhemmende Dichtstoffe einsetzen, in Küchen jedoch sollte man überall da von Silikonen mit fungiziden Zusätzen absehen, wo der Dichtstoff mit Trinkwasser in Berührung kommt. Der Grund: Fungizide können teilweise vom Wasser ausgewaschen werden.

    Keine Probleme ergeben sich unabhängig vom Anwendungsbereich bei der Optik: Silikon-Dichtstoffe sind in vielen Farbtönen erhältlich – dazu gehören sowohl klassische und aktuelle Sanitärfarben als auch teilweise sehr bunte Farbstellungen, die einen eigenen Beitrag zur Gestaltung von Räumen leisten können.

    Silikonfuge erneuern Schritt für Schritt

    Zunächst sollten Sie sich darüber im Klaren sein, wie die neue Fuge aussehen soll, also wie breit sie wird. Das hängt nicht nur von optischen, sondern auch von technischen Gesichtspunkten ab. Und natürlich wird dadurch auch der Materialbedarf bestimmt.

    Die nötige Fugenbreite für eine dichte Sanitärfuge hängt immer von der Beschaffenheit des Materials und dem verwendeten Dichtstoff ab. An die Fuge grenzende Fliesen oder Keramikteile können ganz gerade, aber auch unregelmäßige Kanten aufweisen, sie können parallel liegen, aber auch etwas ungenau eingebaut sein. Einfache Faustregeln gibt es daher nicht, sicher ist nur, dass die sichtbare Fugenbreite etwas größer als die zu füllende Spaltbreite sein muss.

    In den meisten Fällen dürfte etwa das zweieinhalbfache des Fugenspaltes ausreichen. Bei einer Fuge von 5 mm wären dies also 12,5 mm. Im Außenbereich oder anderen thermisch hochbelasteten Umgebungen sollte mit dem Drei- bis Vierfachen gerechnet werden. Hier würde bei einem 5-mm-Spalt eine Fugenbreite von etwa 20 mm ausreichen. Das genügt, um thermische Verformungen auszugleichen und die Fuge dauerhaft abzudichten.

    Beim Erneuern von Fugen kann man sich auch einfach an der bisherigen Fuge orientieren. Ein oder zwei Millimeter zusätzlich können nicht schaden, da Silikon mit den Jahren ein wenig schwindet. Wenn die alte Fuge über längere Strecken abgerisssen ist und sich Spalten zum angrenzenden Material gebildet haben, sollten Sie sicherheitshalber jedoch deutlich großzügiger arbeiten.

    Material und Werkzeug

    • Fugenhai
    • Silikonentferner
    • Schimmelentferner
    • Schwamm oder Lappen
    • Malerkrepp
    • Kartuschenpistole
    • Fugenglätter
    • Gummihandschuhe
    • Sanitärsilikon

    Silikonfugen entfernen und Fugen reinigen

    Zum Entfernen des alten Silikons eignet sich ein sogenannter Fugenhai mit wechselbarer, feststehender Klinge aus Edelstahl sehr gut. Mit dem spitzen Ende der Klinge stechen Sie zunächst ins Silikon und schneiden dann die Silikonmasse von den angrenzenden Flächen ab und aus der Fuge heraus.

    Arbeiten Sie dabei sorgfältig und in kurzen Etappen, denn je mehr Silikon Sie bei diesem Schritt entfernen und je weniger Reste haften bleiben, desto weniger Nacharbeit fällt später an – insgesamt spart überlegtes Vorgehen also Zeit.

    Der Fugenhai schneidet wegen seiner Schärfe glatt in die Dichtmasse. Wird die Arbeit damit mühsamer, kann das an einer stumpfen Klinge liegen. Üben Sie dann nicht einfach mehr Druck aus, denn das erhöht nur die Verletzungsgefahr. Eine stumpfe Klinge sollte ausgewechselt werden.

    Ganz ohne Reste werden Sie in vielen Fällen das alte Silikon auf diese Weise nicht entfernen können. Dann helfen Sie mit einem chemischen Silikonentferner nach. Er wird nach Anleitung des Herstellers auf die Dichtstoffreste aufgetragen und wirkt dann ebenfalls nach Herstellervorschrift ein.

    Vor dem Auftragen können Sie den Untergrund beidseitig der alten Silikonfuge mit Malerkrepp abkleben. Dadurch verhindern Sie, dass angrenzende Fugen angelöst werden, die nicht erneuert werden sollen. Außerdem kann dann kein gelöstes Silikon versehentlich in der Umgebung verschmiert werden.

    Nach der Einwirkzeit werden die gelösten Reste und Rückstände des Entferners gründlich mit einem Schwamm oder Lappen abgenommen. Wenn Sie die Fuge abgeklebt haben, entfernen Sie zuvor das Kreppband.

    Inspizieren Sie nun die gereinigte Fuge noch einmal gründlich. Entdecken Sie dabei Schimmel, dann muss er beseitigt werden, ehe Sie die Fuge neu ausspritzen. Dazu stehen im Sortiment der Baumärkte zahlreiche Produkte zur Verfügung. Achten Sie beim Kauf eines Schimmelentferners darauf, dass er mit den behandelten Untergründen verträglich ist, und wenden Sie ihn exakt nach den Vorgaben des Herstellers an.

    Am besten arbeiten Sie damit bei offenem Fenster mit Haushaltshandschuhen und einem Mundschutz.

    Silikonfugen neu ausspritzen und glätten

    Vor allem dann, wenn Sie zum ersten Mal mit Silikon-Dichtstoffen hantieren, können Sie die Fuge in der beabsichtigten Breite wieder mit Malerband abkleben.

    Bereiten Sie nun die Dichtstoff-Kartusche vor. Sie wird aufgeschnitten, dann schraubt man eine unbenutzte Spritztülle auf. Legen Sie die Kartusche dann in die Kartuschenpistole ein und schneiden die Tülle schräg an. Wie weit die Öffnung werden muss, hängt auch von der Fugenbreite ab. Meist sollte eine Öffnung von 2 bis 3 mm reichen – nachschneiden können Sie später bei Bedarf immer noch.

    Der Drückhebel der Kartuschenpistole wird nun einige Male betätigt, bis ein Widerstand spürbar wird. Jetzt können Sie die Fuge ausspritzen. Das sollte gleichmäßig und möglichst in einem Zug geschehen. Bei breiten Fugen können Sie die Silikonmasse auch in engen, dicht an dicht liegenden Schlaufen einbringen. Das ist zuweilen leichter, als einen dicken Strang gleichgmäßig zu spritzen.

    Müssen Sie zwischendurch die Kartusche einmal absetzen, dann betätigen Sie den kleinen Entspannhebel am Drücker. Sonst ist nach wie vor Druck auf der Kartusche, und das Silikon kann unkontrolliert in die Umgebung kleckern.

    Ist die Fuge fertig ausgespritzt, wird sie geglättet. Damit möglichst wenig Silikon an dem dafür verwendeten Werkzeug haften bleibt, kann man das Silikon mit einem Trennmittel benetzen. Dafür eignet sich beispielsweise eine schwache Spülmittellösung, die man mit der Pumpflasche aufsprüht. Das sollte man jedoch nur dann tun, wenn der Dichtstoff tatsächlich gleichmäßig und in ausreichender Menge eingebracht wurde, denn das Trennmittel macht es auch deutlich schwieriger, im Bedarfsfall noch Silikon an Fehlstellen zu ergänzen.

    Zum Glätten verwenden Sie am besten einen Fugenglätter aus elastischem Kunststoff. Mit ihm fahren Sie die Fuge gleichmäßig ab und nehmen dabei überschüssigen Dichtstoff auf. Das Ergebnis wird am schönsten, wenn Sie die Fuge ohne abzusetzen in einem Zug glätten. Achten Sie auch darauf, den Glätter dabei immer im gleichen Winkel zu halten. Haftet anschließend Silikon am Glätter, können Sie es einfach mit einem trockenen Tuch abwischen.

    Unter Heimwerkern recht beliebt ist auch die Methode, eine Silikonfuge mit dem spülmittelbenetzten Finger zu glätten. Das wird aber selten so exakte Ergebnisse bringen wie die Arbeit mit dem Kunststoffglätter, und nicht jeder möchte Dichtstoffreste an den Fingern haben. Die wenigen Euro für ein Set mit mehreren Glättern sind also gut angelegtes Geld.

    Nach Abschluss der Arbeiten müssen Sie dem Silikon Zeit zum Vernetzen lassen, ehe die Fuge belastet werden kann oder mit Wasser in Kontakt kommen darf. Hinweise darauf finden Sie auf der Kartusche. Sie können dabei auch Ihrer Nase vertrauen: Solange der Dichtstoff noch seinen typischen Geruch verströmt, ist er nicht voll belastbar.

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    Bewertung: 3.1 von 5. 54 Bewertung(en). Zur Bewertung auf die Sterne klicken.

    Redaktion – heimwerker.de , d. 13-01-16 10:02 :

    Wie sehr lässt sich die Duschwanne bewegen? Er hat natürlich recht und sie sollte fest sein. Zwar ist Silikon flexibel und gibt einen gewissen Bereich nach, das hat aber auch seine Grenzen. Etwas kurios klingt jedoch die Tatsache, dass sich das Silikon direkt an der Wand gelöst hat. Meist reißt eher das Silikon in sich selbst. Die Vermutung, dass die Wand vorher nicht perfekt gereinigt wurde liegt zwar nahe, lässt sich aber nicht eindeutig nachvollziehen. Daher hoffen wir einfach, dass es nun hält und wenn es kostenlos korrigiert wurde, sollte damit auch alles gut sein.

    Dein Team von heimwerker.de

    Ennas , d. 12-01-16 16:16 :

    Hallo, bei uns wurde durch einen Fachmann am 12.12.15 die Silikonfugen in der Dusche erneuert. Uns ist jetzt aufgefallen, dass diese mit der Zeit sich von der Fliese wieder gelöst hat. Er war heute nochmal nach 1 Monat da und hat es nochmal ausgekrazt und neu verfugt. Die Duschwanne würde wohl lose sein. Da könnte er noch soviel Silikon verarbeiten. ER hat heute ca. 20 Minuten gebraucht. Soll gut 30 Std keiner in die Dusche und auch nicht Duschen. Okay. Beim ersten Mal hat er ne gute 1/2 Stunde gebraucht. Kann es wirklich sein, das es an der Duschwanne liegt oder wie lange benötigt man sonst so und gibt es da verschiedene Silikone. Die müssten doch auch Bewegungsspiel ein wenig zulassen. Wie warten jetzt erst mal ab, aber ich dachte mir noch mal jemand anderen zu fragen, wäre auch ganz okay. Danke schon einmal

    Der Fugenmeister , d. 05-10-15 13:03 :

    Fugen sollten mit entsprechender Sorgfalt und entsprechdem handwerklichen Geschick durchgeführt werden.

    Redaktion – heimwerker.de , d. 04-05-15 08:20 :

    Optimal wäre es natürlich, wenn gleich alle Fugen erneuert werden. Nur so ist eine gute Verbindung der Fugen untereinander garantiert.

    Dein Team von heimwerker.de

    Erika Stöckl , d. 03-05-15 16:18 :

    Ich habe versucht den Siliconrand von Wandfliesen zu Bodenfliesen zu entfernen. Das ist vielleicht aufwendig.

    Ganz 100% bringe ich sie nicht raus.

    Ich habe bereits die Spalten abgesaugt und werde sie noch mit einem Glitzi Schwamm gut reinigen damit die Fliesen von dem klebenden Silicon frei sind.

    Jetzt gehen aber von den Ecken auch Siliconfugen bis zum Boden. Kann ich die ein andermal machen oder muß ich die gleich mit beim Verfugen mit dem Silicon mitmachen?

    Für eine Antwort danke ich im Voraus.

    Heimwerker.de-Redaktion , d. 07-10-14 07:25 :

    dr Ljerka Freitag , d. 06-10-14 14:55 :

    es sind beim Einsetzen v. Fenstern und Türen,Fehler unterlaufen !

    Teilweise sind Spalten vom 2-4 mm zu sehen,können wir es mit Silikon

    füllen oder können Sie uns was anderes vorschlagen.

    Dank und Grüsse

    Heimwerker-Redaktion , d. 15-08-13 06:57 :

    Ratlose , d. 14-08-13 14:48 :

    Das ist ja alles toll – wenn beim Fliesenlegen sauber gearbeitet wurde .

    -z.T. ist Fugenmasse zwischen Wand- und Bodenfliese, z.T. nicht. Frage dazu: sollten wir das vorher alles verfugen oder irgendwie anders auffüllen? Uns behagt nicht, da wieder so viel Silikon reinzupressen, das eine 4 Seiten Haftung entsteht, dann fangen wir in einem halben Jahr ja wieder von vorne an.

    Vielen Dank im voraus!

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    Источники: http://www.heimhelden.de/silikonfugen-erneuern-eine-schritt-fuer-schritt-anleitung, http://www.dichtstoffhandel.de/cms/silikonfugen-erneuern.html, http://www.heimwerker.de/haus/kueche-bad-sanitaer/fugen/fugen-erneuern-sanitaersilikon.html

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