Silikon fugen

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    Silikon fugen

    Die richtigen Handgriffe

    Fugen im Badezimmer selbst ausbessern

    26.01.2017, 08:37 Uhr | dpa-tmn

    Alte Silikonfugen erneuern

    Trotz hartnäckigen Putzens setzt sich im Laufe der Zeit in schwer zugänglichen Ecken im Badezimmer oft Schimmel fest. Selbst gründliches Trockenrubbeln der Fliesen nach dem Duschen kann Schimmelbildung und poröse Fugen auf Dauer nicht ganz verhindern. Feuchtigkeit, Staub und Schmutz zerstören im Laufe der Jahre die Silikonfugen. Wenn herkömmliche Reiniger den Schimmel nicht mehr beseitigen, müssen die Fugen erneuert werden. Am schnellsten und günstigsten geht das in Eigenregie.

    Voraussetzung für eine lange haltende Fuge ist gute Vorarbeit: „Im ersten Schritt muss zuerst die alte Dichtmasse mit einem Messer, einem Ceranfeldschaber oder einem anderen scharfen Gegenstand herausgeschnitten werden“, beschreibt Mareike Hermann von der Heimwerker-Akademie in Köln die Vorgehensweise.

    Schimmel erst entfernen

    Sind poröse Fugen bereits vom Schimmelpilz befallen, müssen der Untergrund und die Seiten der Spalten noch mit einem speziellen Pilzentferner behandelt werden, ergänzt Silvia Frank vom „Netzwerk Haushalt“ in Karlsruhe. Dieser töte die Sporen der Pilze ab und beuge einem Wiederbefall vor. Danach werde der Untergrund gut gesäubert und getrocknet, damit die neue Dichtungsmasse Halt findet.

    Die richtigen Handgriffe

    Einfach zu handhaben ist Silikon aus der Kartuschenpistole. Sie presst das Material passend in die Fuge. „Ein vorheriges beidseitiges Abkleben der Fuge mit Kreppband entlang der Wand und des angrenzenden Wannenrands erleichtert das Ausspritzen“, empfiehlt Hermann. Auf diese Weise entsteht eine Art Schablone, welche die Fliesen schützt. Die Kartuschenspitze lässt sich an die benötigte Fugenbreite anpassen, indem die Spitze schräg angeschnitten wird.

    Silikonfugen glattziehen

    Nach dem Einspritzen der Fugenmasse wird die Fuge glattgezogen und überschüssiges Material entfernt. „Hierfür kann man einen in Spülmittel getauchten Finger nehmen“, sagt Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut in München. Er empfiehlt aber, die Hände dabei mit einem dünnen Plastikhandschuh vor möglichen Schadstoffen im Silikon zu schützen. Heimwerkerin Hermann warnt außerdem, das Glattstreichen mit dem Finger sei ziemlich ungenau und die Fuge wirke hinterher buckelig. Außerdem hafte das neue Material nicht mehr richtig, wenn Spüli unter die neue Fuge komme. „Als Alternative bietet sich ein Fugenglätter an“, rät Hermann.

    Zum Abschluss braucht die neue Fuge kurz Ruhe. „Nach einigen Minuten bereits entsteht eine feste Oberhaut“, sagt Hermann. Dann sollte das Klebeband an den Rändern abgezogen werden. Richtig belastbar sind die Abdichtungen aber erst nach mehreren Stunden.

    Schimmlige Fugen sind eigentlich Sache des Vermieters

    So einfach das Verfugen im eigenen Bad scheint, es hat seine Tücken. Problematisch werde es zum Beispiel bei Acrylwannen, warnt Hermann. Das Silikon könne den Kunststoff angreifen. Außerdem ist beim Verfugen immer größte Sorgfalt geboten. Wird unsauber gearbeitet, werden die Fugen ungleichmäßig oder die Fliesen mit Silikon beschmiert. In einer Mietwohnung muss für solche Schäden der Mieter gerade stehen, warnt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Wer sich das Erneuern der Fugen nicht zutraut, sollte sich also mit seinem Vermieter absprechen. Denn eigentlich sei das ohnehin dessen Zuständigkeit, so Ropertz. Gerissene und undichte Fugen sollte der Mieter daher auch unverzüglich dem Vermieter melden.

    Mit der richtigen Pflege die Fugen schützen

    Sind die neuen Fugen fertig, kann man erneutem Pilzbefall vorbeugen. „Vermeiden lässt sich Schimmelbildung, wenn nach dem Baden und Duschen die Fugen mit klarem Wasser nachgespült und trockengerieben werden“, rät Silvia Frank. Einmal pro Woche sollten die Fugen mit einem unverdünnten Badreiniger geputzt, abgespült und trockengerieben werden. So lässt sich das Auftreten von neuem Schimmel zwar nicht ganz verhindern, aber doch möglich lang hinauszögern.

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    Silikonfugen ziehen: Anleitung Schritt für Schritt

    Ob in der Küche oder im Badezimmer – Heimwerker kommen um das Ziehen von Silikonfugen nicht herum. Früher oder später müssen sie den Umgang mit der Druckpistole erlernen. Fugen haben eine begrenzte Lebensdauer und müssen erneuert werden.

    Für Anfänger ist es gar nicht so einfach, Silikonfugen zu ziehen. Profis haben die Technik innerhalb von Jahren gemeistert und perfektioniert. Heimwerker stehen in der Regel wenige Tage zur Verfügung, den Vorgang zu erlernen. Aus diesem Grund informieren wir in diesem Artikel ausführlich über die Technik und was zu beachten ist.

    Silikon – ein praktischer Dichtstoff

    Silikon ist ein Dichtstoff, der von Heimwerkern in vielen Situationen verarbeitet wird. Fälschlicherweise wird Silikon häufig mit Acryl verwechselt. Beides sind Dichtstoffe, jedoch eigenen sie sich nicht für dieselben Zwecke. Silikon kann man beispielsweise nicht überstreichen.

    Auch beim Silikon gibt es Unterschiede zwischen einzelnen Produkten. Die Industrie hat verschiedene Silikonprodukte für unterschiedliche Zwecke entwickelt:

    Heimwerker sollten beim Kauf genau darauf achten, wofür das Produkt gedacht ist. In den meisten Fällen wird sogenanntes Sanitärsilikon benötigt. Wie der Name bereits sagt, handelt es sich ein Produkt für die Küche und das Bad. Dieses Silikon unterdrückt die Pilzbildung.

    Die Fuge vorbereiten

    Bevor Heimwerker Silikonfugen ziehen können, sind einige Vorarbeiten zu erledigen. Je nachdem, ob eine Silikonfuge vorhanden ist, muss diese zunächst entfernt werden. Für diesen Vorgang kommen verschiedene Werkzeuge infrage, beispielsweise ein Spachtel oder Fugenkratzer. Die einzelnen Schritte zum Entfernen von Silikon haben wir hier beschrieben.

    Nachdem das Silikon entfernt wurde, muss die Fuge gesäubert werden – entweder trocken oder nass. Falls Sie sich für eine Nassreinigung entschieden haben, sollten Sie der Fuge ausreichend Zeit zum Trocknen geben.

    Nach der Säuberung folgt der nächste Schritt der Vorbereitung: das Abkleben. Mit Klebeband sorgen Sie dafür, dass das Silikon nicht benachbarte Fliesen oder andere Materialien verschmutzt. Sie sparen sich auf diese Weise viel Arbeit.

    Das Klebeband hilft Anfängern, eine gerade Bahn zu ziehen.

    Der nächste Schritt ist optional und nicht immer notwendig. Falls die Fuge groß ist, lohnt es sich, sie mit einer Rundschnur zu füllen. Auf diese Weise sparen Sie viel Silikon. Der Durchmesser der Rundschnur ist so zu wählen, dass sie mit etwas Kraftaufwand in die Fuge gedrückt werden muss. Auf diese Weise wird die Fuge komplett gefüllt.

    Silikonfugen schrittweise ziehen

    Nachdem alle Vorbereitungen getroffen sind, kann der Heimwerker mit dem Verfugen beginnen:

    1. Die Silikonkartusche in die Druck- oder Akkupistole einsetzen.
    2. Kartusche mit einem Cutter in einem 45-Grad-Winkel in Fugenbreite abschneiden.
    3. Drücken Sie nun den Hebel und pressen Sie die Silikonmasse großzügig in die Fuge. Etwa ein bis zwei Millimeter Silikonmasse sollten überstehen.
    4. Der gesamte Prozess sollte in einem Vorgang erfolgen. Dabei keine Spalten oder Ritze freilassen.
    5. Nachdem eine Bahn beendet wurde, können Sie eine weitere Bahn verfugen.

    Das Silikon wurde nun erfolgreich in die Fuge gespritzt. Nun muss das Material geglättet werden, damit es eine schöne Form erhält. Für diese Arbeit sind im Handel spezielle Glättmittel erhältlich. Sie verhindern, dass das klebrige Silikon am Glättwerkzeug haftet.

    Sprühen Sie die Fuge mit Glättmittel ein. Ein klassisches Rezept ist die Mischung aus Spüli und Wasser, welches Sie in eine alte Sprühflasche geben können. Warum wir dieses Hausmittel nicht empfehlen, erklären wir später. Streichen Sie anschließend die Fuge mit einem Silikonlöffel und dann mit Ihrem Finger glatt.

    Drücken Sie die Silikonmasse in einem Zug in die Fuge, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Mit dem Finger benötigen Sie etwas Übung, deshalb empfehlen wir ein spezielles Glättwerkzeug.

    Wenn Sie Kreppband zum Abdichten verwendet haben, müssen Sie dieses nur noch lösen. Respektieren Sie abschließend die Aushärtezeiten des Herstellers (siehe Silikonkartusche).

    Silikon und Spülmittel: Keine gute Mischung?

    Im Internet sind immer wieder Rezepte zu Hausmitteln zu finden, die Heimwerkern Geld sparen sollen. Die Mischung aus Spüli und Leitungswasser wird als eine Alternative zum Glättmittel aus dem Handel empfohlen. Das Problem: Das Spülmittel greift in einigen Fällen das Silikon an. Nachdem das Dichtmittel ausgehärtet ist, bleibt eine spröde wirkende Silikonfuge zurück. Es ist davon auszugehen, dass Silikon durch das Besprühen von Spülmittel seine Elastizität verliert und die Fuge nicht länger abdichtet.

    Das Problem mit dem Spülmittel muss nicht zwingend auftreten. Es gibt jedoch Silikonprodukte, die sich mit bestimmten Sorten Spüli nicht vertragen. Im schlimmsten Fall riskieren Sie, die gesamte Arbeit wiederholen zu müssen.

    Heimwerker, die eine Silikonfuge in der Küche gezogen haben, sollten dieses Problem kennen. Die Küche wird häufig mit scharfen Reinigungsmitteln geputzt – und diese greifen die Fugen an. Nach wenigen Jahren sieht die Fuge nicht mehr ansehnlich aus und sie ist ausgehärtet. Es wird Zeit, sie zu erneuern. Verzichten Sie also auf Spüli als Ersatz für Glättmittel, wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten.

    Zusammenfassung

    Das Ziehen von Silikonfugen ist mit ein wenig Können und kleinen Vorbereitungsarbeiten verbunden. Wer unsere Anleitung und Hinweise befolgt, wird sich über neue Fugen freuen.

    Artikelbild: © sima / Shutterstock

    Fugen erneuern in Bad und Küche

    Alte Fugen erneuern – Bad neu verfugen

    Alte Fugen im Bad und in der Küche sehen nicht nur unschön aus, sondern können richtig gefährlich sein. Wenn Wasser durch die undichten Fugen hinter die Duschtasse schwappt oder in der Küche Schimmel die Dichtfugen verunziert, stehen teure und mitunter gesundheitsschädliche Folgen ins Haus.

    Der Austausch und die Erneuerung von Fugen ist ziemlich einfach – wenn man etwas Geschick mitbringt und das richtige Werkzeug hat.

    Diese Anleitung vermittelt auch Laien verständlich, wie man Fugen im Bad und in der Küche erneuern kann.

    Inhaltsübersicht: Fugen erneuern

    Silikonfugen: Die Grundlagen

    An Silikon-Fugendichtstoffe im Sanitärbereich werden sehr hohe Ansprüche gestellt. Sie müssen gute Verarbeitungs- und Abdichtungseigenschaften mitbringen, außerdem müssen diese Dichtstoffe auch dauerelastisch sein, damit sie Bewegungen im Untergrund aufnehmen können, ohne dass die Fuge reißt.

    So kann man beispielsweise häufig beobachten, dass Fugen im Wand-Bodenübergang bei einer zu frühen Verfugung reißen. Verhindern kann man dies nur, wenn die Verfugung in diesem Bereich erst nach einer gewissen Wartezeit erfolgt und – für einen dauerhaften Erfolg noch wichtiger – Silikon-Fugendichtstoffe mit einer besonders hohen Elastizität eingesetzt werden.

    Technische Anforderungen

    Bei der Entwicklung von Fugendichtstoffen auf Silikon-Kautschukbasis wird besonderes Augenmerk auf die Reißdehnung gelegt, die gemessen nach DIN 53504 etwa 400 bis 600% beträgt. Zudem ist eine hohe Bewegungsaufnahme erforderlich, damit auch der oben erwähnte Einsatz in kritischen Gewerken, wie Terrassen und Balkonen, möglich wird.

    Aufgrund der hohen Temperaturschwankungen durch direkte Sonneneinstrahlung und Frost sind außerhalb des Hauses die Anforderungen an den Fugendichtstoff, der im Bereich der Dehn- und Bewegungsfugen eingesetzt wird, enorm. Hochwertige Silikondichtstoffe werden deshalb so entwickelt, dass sie eine Temperaturbeständigkeit von -60 °C bis +180 °C aufweisen und witterungs- sowie alterungsbeständig sind. Aufgrund der UV-Beständigkeit sind solche Silikone auch für diesen Einsatzbereich geeignet.

    Für den Einsatz in der Küche und im Bad ist wegen der dort häufig eingesetzten Reinigungsmittel eine hohe Chemikalienbeständigkeit des elastischen Fugendichtstoffes notwendig.

    Darüber hinaus ist das Silikon lösemittelfrei und besonders umweltverträglich, damit bei der Verarbeitung und auch danach keine Gesundheitsschäden durch Ausdünstungen drohen.

    Silikon im praktischen Einsatz

    Besonders verbreitet sind acetatvernetzende Silikon-Dichtstoffe. Beim Vernetzen, also beim Verbinden der Moleküle untereinander zu einer elastischen Struktur, wird Essigsäure abgespalten – daher stammt der typische Essiggeruch von härtendem Silikon.

    Der Vorteil dieser acetatvernetzenden Systeme ist eine besonders gute Haftung auf allen keramischen Belägen im Wand- und Bodenbereich – bei der Versiegelung von Fugen als Anschluss zu Fliesenbelägen, Waschbecken, Badewannen, Duschtassen, Tür und Fensterrahmen ebenso wie beim Einsatz in Dehnungsfugen. Selbst zum Verfugen von Glaskonstruktionen ist hochwertiges Silikon einsetzbar. Ein weiterer Vorteil dieser Systeme sind eine schnelle Durchhärtung und eine hohe Abriebfestigkeit.

    Die Anforderungen an Silikondichtstoffe beschränken sich allerdings nicht auf ihre mechanischen Eigenschaften. Die meisten Sanitärsilikone sind auch pilz- und bakterienhemmend eingestellt. Duschen und Bäder sind immerhin besonders durch Schimmel gefährdet, und die Gefahr eines Befalls kann durch diesen zusätzlichen chemischen Schutz deutlich eingedämmt werden. Bei entsprechender Reinigung und Pflege bleibt das gewünschte Erscheinungsbild der Fuge dauerhaft erhalten.

    Ob der Schutz vor Schimmel gewünscht ist, hängt allerdings vom Einsatzgebiet ab. In Bädern wird man in der Regel pilzhemmende Dichtstoffe einsetzen, in Küchen jedoch sollte man überall da von Silikonen mit fungiziden Zusätzen absehen, wo der Dichtstoff mit Trinkwasser in Berührung kommt. Der Grund: Fungizide können teilweise vom Wasser ausgewaschen werden.

    Keine Probleme ergeben sich unabhängig vom Anwendungsbereich bei der Optik: Silikon-Dichtstoffe sind in vielen Farbtönen erhältlich – dazu gehören sowohl klassische und aktuelle Sanitärfarben als auch teilweise sehr bunte Farbstellungen, die einen eigenen Beitrag zur Gestaltung von Räumen leisten können.

    Silikonfuge erneuern Schritt für Schritt

    Zunächst sollten Sie sich darüber im Klaren sein, wie die neue Fuge aussehen soll, also wie breit sie wird. Das hängt nicht nur von optischen, sondern auch von technischen Gesichtspunkten ab. Und natürlich wird dadurch auch der Materialbedarf bestimmt.

    Die nötige Fugenbreite für eine dichte Sanitärfuge hängt immer von der Beschaffenheit des Materials und dem verwendeten Dichtstoff ab. An die Fuge grenzende Fliesen oder Keramikteile können ganz gerade, aber auch unregelmäßige Kanten aufweisen, sie können parallel liegen, aber auch etwas ungenau eingebaut sein. Einfache Faustregeln gibt es daher nicht, sicher ist nur, dass die sichtbare Fugenbreite etwas größer als die zu füllende Spaltbreite sein muss.

    In den meisten Fällen dürfte etwa das zweieinhalbfache des Fugenspaltes ausreichen. Bei einer Fuge von 5 mm wären dies also 12,5 mm. Im Außenbereich oder anderen thermisch hochbelasteten Umgebungen sollte mit dem Drei- bis Vierfachen gerechnet werden. Hier würde bei einem 5-mm-Spalt eine Fugenbreite von etwa 20 mm ausreichen. Das genügt, um thermische Verformungen auszugleichen und die Fuge dauerhaft abzudichten.

    Beim Erneuern von Fugen kann man sich auch einfach an der bisherigen Fuge orientieren. Ein oder zwei Millimeter zusätzlich können nicht schaden, da Silikon mit den Jahren ein wenig schwindet. Wenn die alte Fuge über längere Strecken abgerisssen ist und sich Spalten zum angrenzenden Material gebildet haben, sollten Sie sicherheitshalber jedoch deutlich großzügiger arbeiten.

    Material und Werkzeug

    • Fugenhai
    • Silikonentferner
    • Schimmelentferner
    • Schwamm oder Lappen
    • Malerkrepp
    • Kartuschenpistole
    • Fugenglätter
    • Gummihandschuhe
    • Sanitärsilikon

    Silikonfugen entfernen und Fugen reinigen

    Zum Entfernen des alten Silikons eignet sich ein sogenannter Fugenhai mit wechselbarer, feststehender Klinge aus Edelstahl sehr gut. Mit dem spitzen Ende der Klinge stechen Sie zunächst ins Silikon und schneiden dann die Silikonmasse von den angrenzenden Flächen ab und aus der Fuge heraus.

    Arbeiten Sie dabei sorgfältig und in kurzen Etappen, denn je mehr Silikon Sie bei diesem Schritt entfernen und je weniger Reste haften bleiben, desto weniger Nacharbeit fällt später an – insgesamt spart überlegtes Vorgehen also Zeit.

    Der Fugenhai schneidet wegen seiner Schärfe glatt in die Dichtmasse. Wird die Arbeit damit mühsamer, kann das an einer stumpfen Klinge liegen. Üben Sie dann nicht einfach mehr Druck aus, denn das erhöht nur die Verletzungsgefahr. Eine stumpfe Klinge sollte ausgewechselt werden.

    Ganz ohne Reste werden Sie in vielen Fällen das alte Silikon auf diese Weise nicht entfernen können. Dann helfen Sie mit einem chemischen Silikonentferner nach. Er wird nach Anleitung des Herstellers auf die Dichtstoffreste aufgetragen und wirkt dann ebenfalls nach Herstellervorschrift ein.

    Vor dem Auftragen können Sie den Untergrund beidseitig der alten Silikonfuge mit Malerkrepp abkleben. Dadurch verhindern Sie, dass angrenzende Fugen angelöst werden, die nicht erneuert werden sollen. Außerdem kann dann kein gelöstes Silikon versehentlich in der Umgebung verschmiert werden.

    Nach der Einwirkzeit werden die gelösten Reste und Rückstände des Entferners gründlich mit einem Schwamm oder Lappen abgenommen. Wenn Sie die Fuge abgeklebt haben, entfernen Sie zuvor das Kreppband.

    Inspizieren Sie nun die gereinigte Fuge noch einmal gründlich. Entdecken Sie dabei Schimmel, dann muss er beseitigt werden, ehe Sie die Fuge neu ausspritzen. Dazu stehen im Sortiment der Baumärkte zahlreiche Produkte zur Verfügung. Achten Sie beim Kauf eines Schimmelentferners darauf, dass er mit den behandelten Untergründen verträglich ist, und wenden Sie ihn exakt nach den Vorgaben des Herstellers an.

    Am besten arbeiten Sie damit bei offenem Fenster mit Haushaltshandschuhen und einem Mundschutz.

    Silikonfugen neu ausspritzen und glätten

    Vor allem dann, wenn Sie zum ersten Mal mit Silikon-Dichtstoffen hantieren, können Sie die Fuge in der beabsichtigten Breite wieder mit Malerband abkleben.

    Bereiten Sie nun die Dichtstoff-Kartusche vor. Sie wird aufgeschnitten, dann schraubt man eine unbenutzte Spritztülle auf. Legen Sie die Kartusche dann in die Kartuschenpistole ein und schneiden die Tülle schräg an. Wie weit die Öffnung werden muss, hängt auch von der Fugenbreite ab. Meist sollte eine Öffnung von 2 bis 3 mm reichen – nachschneiden können Sie später bei Bedarf immer noch.

    Der Drückhebel der Kartuschenpistole wird nun einige Male betätigt, bis ein Widerstand spürbar wird. Jetzt können Sie die Fuge ausspritzen. Das sollte gleichmäßig und möglichst in einem Zug geschehen. Bei breiten Fugen können Sie die Silikonmasse auch in engen, dicht an dicht liegenden Schlaufen einbringen. Das ist zuweilen leichter, als einen dicken Strang gleichgmäßig zu spritzen.

    Müssen Sie zwischendurch die Kartusche einmal absetzen, dann betätigen Sie den kleinen Entspannhebel am Drücker. Sonst ist nach wie vor Druck auf der Kartusche, und das Silikon kann unkontrolliert in die Umgebung kleckern.

    Ist die Fuge fertig ausgespritzt, wird sie geglättet. Damit möglichst wenig Silikon an dem dafür verwendeten Werkzeug haften bleibt, kann man das Silikon mit einem Trennmittel benetzen. Dafür eignet sich beispielsweise eine schwache Spülmittellösung, die man mit der Pumpflasche aufsprüht. Das sollte man jedoch nur dann tun, wenn der Dichtstoff tatsächlich gleichmäßig und in ausreichender Menge eingebracht wurde, denn das Trennmittel macht es auch deutlich schwieriger, im Bedarfsfall noch Silikon an Fehlstellen zu ergänzen.

    Zum Glätten verwenden Sie am besten einen Fugenglätter aus elastischem Kunststoff. Mit ihm fahren Sie die Fuge gleichmäßig ab und nehmen dabei überschüssigen Dichtstoff auf. Das Ergebnis wird am schönsten, wenn Sie die Fuge ohne abzusetzen in einem Zug glätten. Achten Sie auch darauf, den Glätter dabei immer im gleichen Winkel zu halten. Haftet anschließend Silikon am Glätter, können Sie es einfach mit einem trockenen Tuch abwischen.

    Unter Heimwerkern recht beliebt ist auch die Methode, eine Silikonfuge mit dem spülmittelbenetzten Finger zu glätten. Das wird aber selten so exakte Ergebnisse bringen wie die Arbeit mit dem Kunststoffglätter, und nicht jeder möchte Dichtstoffreste an den Fingern haben. Die wenigen Euro für ein Set mit mehreren Glättern sind also gut angelegtes Geld.

    Nach Abschluss der Arbeiten müssen Sie dem Silikon Zeit zum Vernetzen lassen, ehe die Fuge belastet werden kann oder mit Wasser in Kontakt kommen darf. Hinweise darauf finden Sie auf der Kartusche. Sie können dabei auch Ihrer Nase vertrauen: Solange der Dichtstoff noch seinen typischen Geruch verströmt, ist er nicht voll belastbar.

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    Bewertung: 3.1 von 5. 54 Bewertung(en). Zur Bewertung auf die Sterne klicken.

    Redaktion – heimwerker.de , d. 13-01-16 10:02 :

    Wie sehr lässt sich die Duschwanne bewegen? Er hat natürlich recht und sie sollte fest sein. Zwar ist Silikon flexibel und gibt einen gewissen Bereich nach, das hat aber auch seine Grenzen. Etwas kurios klingt jedoch die Tatsache, dass sich das Silikon direkt an der Wand gelöst hat. Meist reißt eher das Silikon in sich selbst. Die Vermutung, dass die Wand vorher nicht perfekt gereinigt wurde liegt zwar nahe, lässt sich aber nicht eindeutig nachvollziehen. Daher hoffen wir einfach, dass es nun hält und wenn es kostenlos korrigiert wurde, sollte damit auch alles gut sein.

    Dein Team von heimwerker.de

    Ennas , d. 12-01-16 16:16 :

    Hallo, bei uns wurde durch einen Fachmann am 12.12.15 die Silikonfugen in der Dusche erneuert. Uns ist jetzt aufgefallen, dass diese mit der Zeit sich von der Fliese wieder gelöst hat. Er war heute nochmal nach 1 Monat da und hat es nochmal ausgekrazt und neu verfugt. Die Duschwanne würde wohl lose sein. Da könnte er noch soviel Silikon verarbeiten. ER hat heute ca. 20 Minuten gebraucht. Soll gut 30 Std keiner in die Dusche und auch nicht Duschen. Okay. Beim ersten Mal hat er ne gute 1/2 Stunde gebraucht. Kann es wirklich sein, das es an der Duschwanne liegt oder wie lange benötigt man sonst so und gibt es da verschiedene Silikone. Die müssten doch auch Bewegungsspiel ein wenig zulassen. Wie warten jetzt erst mal ab, aber ich dachte mir noch mal jemand anderen zu fragen, wäre auch ganz okay. Danke schon einmal

    Der Fugenmeister , d. 05-10-15 13:03 :

    Fugen sollten mit entsprechender Sorgfalt und entsprechdem handwerklichen Geschick durchgeführt werden.

    Redaktion – heimwerker.de , d. 04-05-15 08:20 :

    Optimal wäre es natürlich, wenn gleich alle Fugen erneuert werden. Nur so ist eine gute Verbindung der Fugen untereinander garantiert.

    Dein Team von heimwerker.de

    Erika Stöckl , d. 03-05-15 16:18 :

    Ich habe versucht den Siliconrand von Wandfliesen zu Bodenfliesen zu entfernen. Das ist vielleicht aufwendig.

    Ganz 100% bringe ich sie nicht raus.

    Ich habe bereits die Spalten abgesaugt und werde sie noch mit einem Glitzi Schwamm gut reinigen damit die Fliesen von dem klebenden Silicon frei sind.

    Jetzt gehen aber von den Ecken auch Siliconfugen bis zum Boden. Kann ich die ein andermal machen oder muß ich die gleich mit beim Verfugen mit dem Silicon mitmachen?

    Für eine Antwort danke ich im Voraus.

    Heimwerker.de-Redaktion , d. 07-10-14 07:25 :

    dr Ljerka Freitag , d. 06-10-14 14:55 :

    es sind beim Einsetzen v. Fenstern und Türen,Fehler unterlaufen !

    Teilweise sind Spalten vom 2-4 mm zu sehen,können wir es mit Silikon

    füllen oder können Sie uns was anderes vorschlagen.

    Dank und Grüsse

    Heimwerker-Redaktion , d. 15-08-13 06:57 :

    Ratlose , d. 14-08-13 14:48 :

    Das ist ja alles toll – wenn beim Fliesenlegen sauber gearbeitet wurde .

    -z.T. ist Fugenmasse zwischen Wand- und Bodenfliese, z.T. nicht. Frage dazu: sollten wir das vorher alles verfugen oder irgendwie anders auffüllen? Uns behagt nicht, da wieder so viel Silikon reinzupressen, das eine 4 Seiten Haftung entsteht, dann fangen wir in einem halben Jahr ja wieder von vorne an.

    Vielen Dank im voraus!

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    Источники: http://www.t-online.de/heim-garten/wohnen/id_43956668/fugen-im-bad-selber-ausbessern-silikonfugen-erneuern.html, http://www.heimhelden.de/silikonfugen-ziehen, http://www.heimwerker.de/haus/kueche-bad-sanitaer/fugen/fugen-erneuern-sanitaersilikon.html

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