Schweißbahn verlegen anleitung video

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    Bitumenschweißbahn selbst verlegen und kleben – Anleitung

    Um ein Flachdach selbst abzudichten oder ganz neu mit Bitumenbahnen zu belegen gibt es verschiedene Wege. Die sozusagen normale Methode ist das Verlegen von Bitumenschweißbahnen, die durch Hitze am Untergrund verklebt werden. Eine weitere Methode ist die Kaltverklebung oder das Kaltselbstklebeverfahren. Diese beiden Varianten werden aber auch häufig sehr effektiv kombiniert. Hier die Anleitung für Ihr Dach.

    Die Bitumenschweißbahn wird mit dem Brenner verklebt, das kostet Zeit. Das Material hingegen ist erheblich günstiger als die selbstklebende Variante. Wenn eine Kombination aus den beiden Arbeitsweisen vorgesehen ist, wird häufig zunächst eine Kaltverklebung als unterste Schicht aufgebracht und dann mit einer zweiten Lage aus der geschweißten Bitumenbahn vervollständig. Da die Kaltselbstklebebahn deutlich teurer ist als die Bitumenschweißbahn, die Sie mit dem Brenner verkleben müssen, können Sie als Heimwerker, bei dem es nicht so auf den Stundenlohn ankommt, selbst entscheiden, ob Sie lieber die aufwendige und zeitintensive Variante des Verschweißens durchführen.

    Das benötigen Sie:

    • Gasbrenner
    • Besen
    • Schrubber
    • Hammer
    • Cuttermesser
    • Handschuhe
    • Mundschutz
    • Bitumenschweißbahn
    • selbstklebende Schweißbahn
    • Bitumenvoranstrich
    • Kaltkleber
    • Terpentin / Kunstharzverdünnung
    • verzinkte Dachnägel
    • Gaskartusche

    Methoden zum Kleben

    Da die kombinierte Verklebung von Schweiß- und Selbstklebebitumenbahnen besonders häufig genutzt wird, wollen wir diese hier in der ersten Anleitung aufzeigen. Außerdem bietet diese Art der Dacheindeckung noch einige zusätzliche Vorteile. Wenn die erste Lage der Bitumenschicht als Kaltselbstklebebahn aufgebracht wird, ist es möglich, auch auf hitzeempfindlichen Dämmstoffen direkt zu arbeiten, ohne dass zusätzlich eine Zwischenschicht aufgebracht wird.

    Mit der Brennermethode sind aus genau diesem Grunde schon viele Dächer in Flammen aufgegangen. Dabei waren es nicht nur Heimwerker, denen dieser Fehler unterlaufen ist, sondern sehr häufig passiert es sogar Fachleuten, die täglich mit der Materie zu tun haben. Durch die kalt verklebte Zwischenlage ist zwar immer noch etwas Vorsicht geboten, doch die Verklebung ist nicht mehr derartig brandgefährlich.

    Neben der Kaltselbstklebebahn und der heiß verklebten Bitumenbahn gibt es noch eine weitere Lösung. Diese sehr sichere Methode arbeitet mit kaltem Bitumenkleber, der in Eimern verkauft wird. Worauf Sie beim Verlegen dieses speziellen Produkts achten sollten, haben wir Ihnen in der zweiten Anleitung einmal zusammengetragen. Es gibt noch zwei weitere Methoden, wie Bitumenschweißbahnen durch Fachleute aufgebracht und verklebt werden können, die jedoch heute fast gar nicht mehr genutzt werden. Wir haben diese Varianten daher ganz unten am Ende der beiden Anleitungen noch einmal der Vollständigkeit halber aufgeführt.

    Methoden der Verklebung von Bitumenbahnen im Überblick

    • Heißkleben oder Verschweißen
    • Selbstklebebitumenbahnen
    • Verkleben mit Kaltkleber
    • Gießklebeverfahren
    • Bürstverfahren

    Anleitung für die kombinierte Verlegung

    1. Vorbereitung und Einkauf

    Beim Einkauf sollten Sie auf Qualität achten. Ihr Dach hält dann nicht nur länger dicht und ist robuster, Sie können die Bahnen auch leichter verlegen und verschweißen. Beim Berechnen der richtigen Menge Schweißbahnen sollten Sie eine Überlappung von mindestens acht Zentimetern berücksichtigen. Prüfen Sie vor dem Kleben der Schweißbahnen noch einmal nach, ob die Dachfläche ausreichend Gefälle aufweist und trocken ist. Beim Säubern der Fläche sollte vor dem Verlegen der Bitumenschweißbahn auch noch einmal geschaut werden, ob irgendwo noch ein Splitter oder ein Nagel herausschaut. Diese Spitzen würden sich beim Kleben der Schweißbahn durch das Material bohren und eine undichte Stelle hervorrufen.

    Tipp: Im Baumarkt ist Ihnen vielleicht schon aufgefallen, dass die Schweißbahnen genau wie alle Rollen mit Dachpappe immer senkrecht stehen, obwohl eine liegende Lagerung viel einfacher wäre. Bei einer waagerechten Lagerung lassen sich die Rollen jedoch später nicht ausrollen und können sogar miteinander verkleben. Darum sollten Sie natürlich ebenfalls die Schweißbahnen senkrecht aufbewahren.

    Den Brenner für die verschweißte Bitumenbahn können Sie in den meisten Baumärkten ausleihen. Rechnen Sie sich aber die Gebühren kurz durch, einige Baumärkte sind bei den Leihgeräten recht teuer, vor allem, wenn Sie diese mehrere Tage benötigen. Für nur wenig mehr Geld, können Sie oft schon ein günstiges Gerät selbst kaufen.

    Überlappung einplanen

    Bei der Berechnung der benötigten Menge Bitumenschweißbahn sollten Sie einen Überstand von etwa zehn Zentimetern an allen Dachseiten einkalkulieren. Hier wird später die Bitumenbahn umgeschlagen und mit den Dachnägeln angenagelt. Einige Dachdecker verkleben hier aber auch die Bahnen. Dies müssen Sie je nach Untergrund entscheiden. Bei einem Holzunterdach ist das Vernageln oder Tackern der Überstände natürlich die einfachste Lösung.

    Tipp: Was Sie neben Werkzeug und Material beim Verkleben einer Schweißbahn vor allem benötigen, ist gutes Wetter. Zu der Vorbereitung gehört daher auch ein Blick in die Wettervorhersage. Feuchte Bahnen kleben nicht zuverlässig und Sie würden später viel Zeit brauchen, um ein Leck aufzuspüren.

    2. Selbstklebende Schweißbahnen

    Wenn Sie als erste Lage eine selbstklebende Bitumenbahn verwenden wollen, sollten Sie ebenfalls auf eine gute Qualität achten. Die Deckschicht muss ausreichend stark sein, damit später die zweite Lage gut daran angeschlossen werden kann. Außerdem muss die Klebeschicht des Herstellers speziell beschichtet sein. Beginnen Sie an der Seite, an der das Gefälle des Daches in der Dachrinne endet. Hier legen Sie die erste Bahn des selbstklebenden Bitumens aus.

    Tipp: Wenn Sie die Bahnen schon einige Stunden vorher ausrollen und gerade in der Sonne liegen lassen, legen diese sich besser in Position und können glatter verklebt werden. Das gilt für alle Arten von Bitumenbahnen und ebenfalls für die anderen Klebemethoden.

    Ausgerollte Schweißbahn

    Die Folie auf der Unterseite wird dann nach und nach abgezogen. Drücken Sie die Klebekanten besonders fest mit einem Besen an den Untergrund an. Die nächste Bahn sollte dann etwa acht bis zehn Zentimeter über die erste Bahn überlappen. An dieser Überlappung müssen Sie die Bahn besonders sorgfältig kleben. Der große Vorteil ist natürlich, dass Sie diese Bahnen problemlos direkt auf Styropor oder OSB-Platten aufkleben können.

    3. Bitumenschweißbahnen kleben

    Bitumenschweißbahnen heiß zu kleben ist etwas schwerer als das Verkleben der selbstklebenden Bitumenbahnen. Wenn Sie beide Lagen aus der einfacheren verschweißten Bitumenbahn herstellen wollen, sollten Sie in der ersten Lage lediglich die überlappenden Streifen der Bahnen miteinander verkleben. Außerdem sollten Sie sehr vorsichtig arbeiten, um den Untergrund nicht durch die brennende Gasflamme zu beschädigen oder in Brand zu setzen.

    Schweißbahnen kleben

    Tipp: Dennoch können Sie eine leicht feuchte Oberfläche mit der Gasflamme noch ein wenig nachtrocknen. Seien Sie aber auch dabei vorsichtig und lassen Sie den Untergrund nicht zu warm werden.

    Die Überlappung muss mit der Gasflamme erwärmt werden, bis das Bitumen auf der Bahn schmilzt. Dabei sollten Sie mit einem Stock oder Ähnlichem in das geschmolzene Bitumen picken, um zu prüfen, ob es weich genug ist, damit es zuverlässig klebt. Drücken Sie dann die beiden Bahnen gut an. Verwenden Sie keine Werkzeuge oder Kleidung, die Sie noch benötigen. Die Verunreinigungen von flüssigem Bitumen werden Sie später nicht entfernen können. Der Besen, der verwendet wird, sollte daher ebenfalls ein älteres Modell sein.

    Während bei der ersten Lage lediglich die Überlappung mit dem Brenner erhitzt wird, sollte die zweite Lage vollflächig verklebt werden. Dazu schwingen Sie die Flamme ganz leicht über die Breite der Bahn hin und her, bis das Bitumen so weich geworden ist, dass es klebt. Drücken Sie die Bahn dann noch vorsichtig mit dem Besen an. Später müssen dann nur noch die Ränder umgeschlagen werden. Diese befestigen Sie entweder mit Nägeln oder noch einfacher mit dem Tacker.

    Anleitung für das Kleben mit Kaltkleber

    1. Vorbereitung und Einkauf

    Beim Kaltkleber ist es nicht möglich, die erste Lage der Bitumenbahnen direkt auf Holz zu kleben. Diese müssen Sie daher mit einem Tacker oder mit Nägeln befestigen. Dafür birgt Kaltkleber aber auch erheblich weniger Gefahren und altert nicht. Bei einem Beton- oder Estrichdach ist die Verklebung von Bitumenbahnen mit Kaltkleber allerdings bereits bei der ersten Lage möglich.

    Pro Quadratmeter Fläche, die geklebt werden soll, ist in etwa ein Liter Kaltkleber notwendig. Da diese Mengenangabe bei den einzelnen Herstellern abweichen kann, sollten Sie beim Kauf auf der Verpackung noch einmal die Angaben prüfen und die Menge daran anpassen.

    Die Preise für den Kaltkleber weichen je nach Hersteller ganz extrem voneinander ab. Während einige Hersteller etwa zehn Euro für fünf Kilo Kaltkleber verlangen, kosten andere Kaltkleber bereits über 20 Euro für nur 6,5 Kilo. Trotzdem sollten Sie auch hier auf Qualität achten. Notfalls müssen Sie daher erst im Internet recherchieren, welcher Kleber die beste Qualität für Ihre Zwecke besitzt.

    2. Voranstrich des Daches

    Die Hersteller von Kaltkleber empfehlen einen Anstrich mit Bitumenvoranstrich, um die Klebeleistung des Produkts zu erhöhen. Die beiden Ebenen des Dachaufbaus können sich so besser und zuverlässiger miteinander verbinden. Der Voranstrich für Bitumen muss vor der Verklebung der Bahnen unbedingt sorgfältig durchtrocknen. Sie sollten diese Arbeiten daher an aufeinanderfolgenden Tagen im Hochsommer durchführen.

    3. Verklebung der Bahnen

    Der Kaltkleber wird mit einem alten Schrubber oder einem speziellen Bitumenschrubber aufgetragen. Dann muss der Kleber etwa eine halbe Stunde lang lüften, um später gut anzuziehen. Auch hierzu sollten Sie in der Anleitung des betreffenden Herstellers noch einmal nachlesen. Auf diese Klebefläche legen Sie nun die zugeschnittene Bitumenbahn. Achten Sie auch bei dieser Variante auf die Überlappungen und streichen Sie diese zusätzlich mit Kaltkleber ein. Drücken Sie die Bahnen blasenfrei in die Klebemasse und beschweren Sie diese. Dazu können Sie alte Bretter verwenden, auf die Sie für die Erhöhung des Gewichts Steine legen. Legen Sie die Steine nicht direkt auf die Bitumenbahn, denn die wird dann nur punktuell in den Kleber gedrückt und kann sich an anderen Stellen erst recht ablösen. Lassen Sie die Gewichte einige Tage auf dem Dach liegen, bis der Kaltkleber komplett ausgehärtet ist.

    Tipp: Der Kaltkleber enthält viele schädliche Stoffe und Lösungsmittel. Es ist daher wichtig, dass Sie Ihre eigene Gesundheit schützen und neben den erforderlichen Handschuhen auch einen Mundschutz tragen. Die Reste des Klebers müssen Sie leider zum Sondermüll bringen. Es dürfen keine Reste in die Umwelt gelangen.

    Beim Verschleifen Atemschutzmaske tragen

    Alte Verfahren für die Verklebung von Bitumen

    Bei den beiden alten Verfahren für die Verklebung von Schweißbahnen wird jeweils flüssiges Bitumen auf den Untergrund geschüttet. Im Gießverfahren wird anschließend in das noch flüssige Heißbitumen, die Dachpappe ausgerollt. Das flüssige Bitumen, das aus einer Kanne vor die Bahn gegossen wird, bildet so eine regelrechte Dichtungslippe an der Kante der Bahn. Beim Bürstenstreichverfahren wird ebenfalls fast flüssiges Bitumen vor der Bahn aufgetragen, allerdings mit einem dicken Quast beziehungsweise der namensgebenden Bürste. Beide Verfahren können nur bei besonders gutem trockenem Wetter ausgeführt werden. Zudem sind sie sehr aufwendig und werden daher heute von kaum einer Dachdeckerfirma mehr genutzt. Dennoch gelten diese beiden Verfahren als sehr zuverlässig, da die entstehende Wulst die Schweißbahn an der Überlappung sehr gut abdichtet.

    • Vorbereiten und Material berechnen
    • Einkaufen und Gasbrenner leihen oder kaufen
    • Rollen mit Schweißbahnen immer senkrecht lagern
    • für Kaltkleber erst Bitumenvoranstrich auftragen
    • erste Lage selbstklebende Bahn aufbringen
    • oder erste Lage besonders vorsichtig verschweißen
    • Überlappung von etwa acht Zentimetern beachten
    • Bitumen ausreichend weich werden lassen
    • Kaltkleber nur mit Mundschutz verarbeiten
    • Bahnen und Überlappungen gut andrücken
    • Verklebung prüfen
    • Überstände umschlagen und annageln

    Dachpappe und Bitumenschweißbahn selber verlegen

    Wenn es um das Eindecken kleinerer Schuppen oder Garagendächer geht, wird selten der Dachdecker gerufen. Damit Sie es aber auch ohne fachliche Anleitung wirklich richtig machen und Fehler vermeiden, haben wir hier eine ausführliche DIY-Anleitung für Sie zur Verfügung gestellt.

    Dächer sollen vor allem eins: dicht sein. Damit das auch wirklich sicher gewährleistet ist, muss eine Eindeckung mit Dachpappe und/oder mit Bitumenschweißbahnen vor allem fachgerecht erfolgen. Dabei gibt es zahlreiche Dinge, die man beachten muss, und Vorgehensweisen, die sich in der Dachdeckerpraxis bewährt haben.

    Bei kleineren Dächern kann man die Eindeckung durchaus selbst vornehmen, wenn man über etwas Geschick verfügt, und sorgfältig arbeitet. An größere oder komplizierte Dächer (Gauben, komplizierte Dachverläufe, schwierige Abdichtungen) sollte man dagegen nur den Dachdecker lassen. Hier bekommt man ohne Fachkenntnis in der Regel keine hundertprozentig dichte und dauerhafte Abdeckung hin.

    Einsatzgebiete

    Dachpappe und Bitumenbahnen gehören zu den Klassikern bei der Eindeckung von kleineren Dächern für Schuppen und Gartenhäusern, aber auch vor allem bei der Abdichtung von Flachdächern. (Schrägdächer werden gedeckt, Flachdächer dagegen abgedichtet).

    Sie werden auch heute von Dachdeckerbetrieben noch immer bevorzugt verwendet, Alternativen wie EPDM-Folien konnten sich bisher nicht durchsetzen, auch wenn sie eine dauerhafte und nicht mehr zu erneuernde Dachabdichtung versprechen. In der Praxis wird heute immer noch mit Dachpappe und Bitumenschweißbahnen gedeckt beziehungsweise abgedichtet.

    Für einfache Abdichtungen genügt eine doppelte Lage Dachpappe. Wird als Oberlage besandete Dachpappe verwendet, ist die Dachabdichtung schon durchaus widerstandsfähig und hält einige Jahre. Der Einsatz von Schweißgeräten entfällt dabei, das Aufbringen von Dachpappe ist auch für Ungeübte relativ einfach.

    Bitumenschweißbahnen sorgen dagegen für eine bessere und wirksamere Abdichtung des Daches, sind aber auch schwieriger aufzubringen. Eine Deckschicht mit Dachpappe und darüber eine verschweißte Bitumenbahn gilt zwar in Fachkreisen als eigentlich nicht mehr ganz zeitgemäß, wird in der Praxis aber dennoch häufig so gemacht. Diese Art der kombinierten Abdichtung hat sich auch über Jahrzehnte bestens bewährt.

    Jede Eindeckung und Abdichtung mit Dachpappen oder Bitumenbahnen sollte jährlich überprüft und gegebenenfalls erneuert werden.

    Sicherheitsmaßnahmen

    Arbeiten auf dem Dach

    Bei allen Arbeiten auf dem Dach gelten grundsätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die man in jedem Fall unbedingt beachten sollte:

    • aufs Dach darf nur, wer schwindelfrei, ausgeruht und völlig gesund ist
    • bei allen Arbeiten auf dem Dach ist man verpflichtet, sich soweit als möglich gegen Abstürze abzusichern (egal wie hoch das Dach ist)
    • rund um die Dachfläche dürfen keine Gegenstände gelagert werden, an denen man sich beim Absturz schwere Verletzungen zuziehen könnte (Werzeugkisten, oder ähnliches) daran wird häufig nicht gedacht
    • bei Arbeiten auf Dächern ist grundsätzlich festes und rutschsicheres Schuhwerk zu tragen

    Arbeiten mit Schweißgeräten

    Wird mit Bitumenschweißbahnen, und damit auch mit Schweißgeräten auf dem Dach gearbeitet, kommen noch einige weitere, unverzichtbare Sicherheitsmaßnahmen dazu:

    • es ist unbedingt langärmelige Kleidung und sehr festes Schuhwerk zu tragen (Bitumenspritzer können schwere und sehr schmerzhafte Verletzungen verursachen), außerdem sollte die Kleidung möglichst nicht brennbar sein
    • beim Umgang mit dem Schweißgerät ist unbedingt die Bedienungsanleitung einzuhalten und äußerste Vorsicht geboten
    • es sind unbedingt geeignete Handschuhe zu tragen (wärmebeständig und aus Leder)
    • auf dem Dach müssen immer geeignete Löschmittel bereitstehen
    • Arbeiten mit Bitumenbahnen sollte man grundsätzlich mit einem Helfer und nicht allein ausführen

    Diese Sicherheitsmaßnahmen sind grundlegend und alternativlos. Jedes Nichteinhalten kann nach einem Unfall zu Problemen führen und als Fahrlässigkeit ausgelegt werden.

    Dachpappen sind heute besonders widerstandsfähig, haltbar und umweltschonend. Die früher verwendeten „Teerpappen“, die nicht Bitumen sondern krebserregenden Teer enthielten, gibt es heute nicht mehr.

    Dachpappe ist grundsätzlich nicht völlig wasserdicht (im Gegensatz zu Bitumenschweißbahnen), kann aber häufig einen ausreichenden Wetterschutz bieten, je nach Beschaffenheit der darunter liegenden Dachhaut.

    Das bringt Unterschiede in der UV-Festigkeit mit sich. Beschichtete Dachpappen liegen bei Mehrschichtvernagelung ausschließlich oben, während unbeschichtete Dachpappen darunter eingesetzt werden. Beratung über die geeignete Dachpappe erhält man im Fachhandel. In der Regel ist Dachpappe R333 heute fast nirgends mehr ausreichend, empfehlenswert ist in jedem Fall der Einsatz von Dachpappe V13 oder höherwertig.

    Dachpappe richtig anbringen

    Schritt 1: Bedarf ermitteln und Dach vorbereiten

    Den Bedarf kann man einfach anhand der Quadratmeterzahl der Dachfläche ermitteln. Dabei muss man aber die Überlappung von rund 10 cm pro Bahn mit berücksichtigt werden. Da Dachpappenrollen in der Regel 1 m x 10 m messen, ist die Bedarfsberechnung recht einfach.

    Schritt 2: Die erste Bahn verlegen

    Schritt 3: Weitere Bahnen verlegen

    Bahn auf die benötigte Länge zuschneiden und mit 10 cm Versatz über die jeweils vorhergehende Bahn legen. Am oberen Ende den Überstand umknicken, und mit einem scharfen Messer auf 10 cm Länge abschneiden.

    Schritt 4: Verlegung der zweiten Schicht

    Eine zweite Schicht kann nun ebenso wie die erste Schicht (allerdings mit Versatz) verlegt werden. Alternativ kann für diese zweite Schicht auch eine Bitumenschweißbahn verlängert werden.

    Wichtige Hinweise zum Verlegen

    Selbstklebende Dachpappe kann eine Arbeitserleichterung darstellen, zieht in der Regel aber auch später deutlich häufigere Ausbesserungsarbeiten nach sich. Am optimalsten ist das Vernageln mit speziellen Dachpappennägeln. Die Dachpappennägel müssen immer bündig mit der Dachpappe abschließen, damit darunter kein Wasser eindringen kann. Auf eine ausreichende Befestigung mit ausreichend vielen Nägeln ist zu achten.

    Das Verkleben der Dachpappe an den Stößen ist schwierig, und erfordert Geschick. Vom Verkleben der Überlappungsstellen sollte man lieber absehen und stattdessen eine Bitumenschweißbahn als zweite Lage einsetzen.

    Bitumenschweißbahnen

    Bitumenschweißbahnen sondern, wenn sie erwärmt werden, Bitumen ab, das danach wieder erkaltet und eine wasserdichte, haltbare Verklebung bildet.

    Die Arten und Ausführungen im Handel sind äußerst vielfältig, einige besondere Bitumenschweißbahnen kann man bei der Auswahl aber fast immer außer Acht lassen:

    • Bitumenschweißbahnen mit Kupfereinlagen dienen lediglich als Durchwurzelungsschutz bei einer Dachbegrünung, da Wurzeln mit dieser Einlage die Bitumenbahn dann nicht durchdringen können
    • Bitumenschweißbahnen mit einer Aluminiumeinlage werden in der Regel nur dann eingesetzt, wenn die Bitumendachbahn gleichzeitig auch als Dampfsperre fungieren soll
    • Sogenannte Hochwertbahnen, mit besonders hochwertigen Eigenschaften sind in der Regel für einfache Dachabdichtungen überflüssig

    Grundlegende Auswahl

    Im Normalfall werden PB-Bahnen (Polymerbitumen, Zusatz von Kunststoffen zum Bitumen) verwendet. Elastomerbahnen (EB) sind empfindlicher und haben eine geringere Wärmestandsfähigkeit, weshalb sie in der technischen Praxis meist einen zusätzlichen Abstrahlschutz benötigen. Auch das Verlegen dieser elastischen Bahnen ist äußerst schwierig und als Laie kaum hinzubekommen.

    PB-(oder PYB)-Bahnen sind daher die geeignetste Auswahl für das Selbstverlegen. Für den Einsatz auf kleineren Dächern ist, die oft recht günstige V 60 S4 Bahn in beschieferter Variante als Oberlage fast immer ausreichend geeignet. Talkumierte Varianten sind etwas empfindlicher, nehmen Fußabdrücke an und sind problematisch, wenn sie zu hoch erhitzt werden. Besser also die beschieferte Variante verwenden.

    Gasbrenner

    Damit eine Bitumenschweißbahn dicht verklebt werden kann, muss ihre Unterseite mit einem speziellen Gasbrenner erwärmt werden. In der Regel reicht ein einfacher Aufschweißbrenner mit etwa 15 – 20 kW Leistung, Standardbrenner haben allerdings schon etwa die doppelte bis vierfache Leistung.

    Die Anschaffung dieser Geräte ist äußerst teuer, man kann sie aber in vielen Baumärkten für die Arbeiten auch leihen. Dabei muss man aber immer darauf achten, dass die Geräte in einwandfreiem Zustand sind, und alle Anschlüsse völlig dicht sind. Außerdem sollte man eine grundlegende Einweisung in den Umgang mit dem Brenner erhalten.

    Gefahren beim Einsatz des Gasbrenners

    WICHTIG: Bei erhitztem Bitumen auf keinen Fall Löschversuche mit Wasser unternehmen!

    Richtiges Verlegen der Bitumenbahnen

    Schritt 1: Untere Schicht herstellen

    Stellen Sie also eine einlagige Dachpappenschicht als Unterlage her. Wie das geht, können Sie der Anleitung oben entnehmen.

    Schritt 2: Ausrollen und Ausrichten der Bitumenschweißbahn

    Die Bitumenschweißbahn-Rolle muss zunächst samt dem Brenner, der Gasflasche und den Löschmitteln aufs Dach. Dafür werden Sie in der Regel einen Helfer benötigen, denn bereits 5 Meter Bitumenschweißbahnen sind derart schwer, dass Sie sie wahrscheinlich kaum allein aufs Dach bekommen werden.

    Die Bahn wird zunächst etwa 2 Meter ausgerollt, und perfekt ausgerichtet. Man beginnt, wie bei der Dachpappe, auch hier am unteren Ende des Daches. Beachten Sie, dass nach dem Festkleben die Bahn nicht mehr korrigiert werden kann – ein perfektes Ausrichten ist also unerlässlich.

    Schritt 3: Festkleben der ersten Bahn

    Die ausgerichtete Bahn wird nun vorsichtig wieder aufgerollt (bis etwa einen halben Meter oder Meter). Danach wird mit dem Brenner vorsichtig (!) die Unterschicht der Bahn erwärmt, bis das Bitumen flüssig wird und eine zähflüssige Konsistenz erreicht.

    Die richtige Temperatur ist hier entscheidend: zu wenig erwärmte Bahnen kleben nicht dicht, zu hohes Erwärmen (Bitumen ist sehr flüssig) kann zur Zerstörung der Bahn führen, zudem können bei unsachgemäßem Erhitzen sogar Schwelbrände entstehen.

    Die erwärmte Unterseite wird nun mit dem Fuß langsam abgerollt und vorsichtig (!) festgetreten. Dabei müssen Sie darauf achten, die Oberfläche der Bahn möglichst nicht zu beschädigen. Es wird immer nur ein kleines Stück erwärmt und festgetreten, damit die Bitumenschweißbahn überall sicher und ausreichend klebt.

    Achten Sie darauf, die Ausrichtung der Bahn nicht zu verändern, da Sie sie später nicht mehr korrigieren können.

    Schritt 4: Verkleben der weiteren Bahnen

    Schritt 5: Dachabschluss herstellen

    Alternativ ist auch das Aufschrauben von passenden Dachleisten eine Möglichkeit, allerdings keine so gute. Für die Praxis ist es aber häufig auch ausreichend.

    Der Dachabschluss muss ebenfalls sauber abgedichtet werden. Dazu können Sie verschiedene Dichtmittel verwenden. Auch Bitumendickbeschichtungen sind möglich, daneben gibt es auch noch andere Dichtmittel im Handel.

    Die Abdichtung mit Heißbitumen ist eher etwas für Fachleute, und erfordert Erfahrung und Geschick. In der Regel kommen Sie auch mit einfachen Dichtverfahren aus.

    Schritt 6: Zusätzliche Abdichtungen

    In der Praxis ist all das aber selten wirklich notwendig. Regelmäßige Kontrollen und gelegentliche Ausbesserungsarbeiten sind bei mit Schweißbahnen abgedichteten Dächern ohnehin notwendig, und können auch durch Beschichtungen nicht vermieden werden.

    Worauf Sie allerdings achten müssen, ist eine korrekte und wirksame Abdichtung aller Anschlüsse auf dem Dach und aller Dachdurchdringungen. Auch der Regenwasserabfluss bei Flachdächern muss ausreichend abgedichtet werden, Das kann je nach Art der Ausführung recht knifflig sein, eine wirklich saubere und wirksame Abdichtung hinzubekommen. Holen Sie hier am besten den Rat eines Dachdeckers ein, wie Sie den Regenwasserabfluss in Ihrem Fall am besten abdichten. In der Praxis ist eine ungenügende Abdichtung in diesem Bereich eine der häufigsten Ursachen für Wasserschäden am Dach – seien Sie hier also umsichtig.

    Kontrolle und Erneuerung

    Keine Dachabdichtung hält ewig. Sie sollten deshalb Ihr Dach mindestens einmal jährlich auf Beschädigungen kontrollieren, bei festgestellten Undichtigkeiten sollten Sie sofort handeln. Kleine Schäden können Sie mit Bitumendickbeschichtungen ausbessern, bei größeren oder unklaren Beschädigungen (kein direkter Schaden sichtbar) ist allerdings eine komplette Erneuerung der Dacheindeckung oder -abdichtung ratsam.

    Neue Beschichtungen können einige Male auf alte Beschichtungen gelegt werden, danach muss allerdings die gesamte Abdichtung entfernt und neu aufgebracht werden (Brandgefahr durch Selbstentzündung). Fragen Sie bei allen Dacharbeiten im Zweifelsfall immer Ihren Dachdecker um Rat – sein geübtes Auge und seine Erfahrung hilft Ihnen, Schäden zu vermeiden.

    • immer geeignete Dachpappen und Bitumenschweißbahnen verwenden
    • erforderliche Sicherheitsmaßnahmen unbedingt einhalten
    • Dachpappe am besten vernageln
    • auf ausreichende Überlappung der Bahnen achten
    • richtigen Umgang mit dem Gasbrenner achten
    • Helfer zuziehen
    • auf korrekte Ausrichtung der Bitumenschweißbahn achten
    • Dächer regelmäßig kontrollieren
    • Schäden sofort beheben, oder Eindeckung (Abdichtung) erneuern

    Bitumenschweißbahnen verlegen – die größten Fehlerquellen

    Das Verlegen von Bitumenschweißbahnen ist schwierig. Es ist eine Arbeit für einen Fachmann, denn Verlegefehler sind schnell geschehen.

    Ungeeignete Ausrüstung beim Verlegen der Bahnen

    Bitumenschweißbahnen sind eine besondere Art von Dachpappe. Die Rückseite der Bahnen ist mit Bitumen beschichtet und muss mit einem Gasbrenner erwärmt werden. Man arbeitet mit großer Hitze und offenem Feuer. Die Kleidung sollte sich nicht leicht entzünden können. Auch sind Schutzhandschuhe und wärmebeständiges Schuhwerk erforderlich.

    Bitumenschweißbahnen werden falsch ausgerichtet

    Beim Verlegen der Bahnen wird das Material langsam von der Rolle abgerollt. Dabei erwärmt man die Rückseite und verklebt die Bahn Stück für Stück beim Abrollen. Wenn die Rolle nicht korrekt ausgerichtet ist, wird die Bahn schräg verklebt. Es entstehen Abstände zur Dachkante oder zur benachbarten Bahn. Die Bahnen müssen sich mehrere Zentimeter überlappen, ansonsten wird das Dach undicht. Der Fehler ist durch Aufschweißen einer weiteren Bahn korrigierbar.

    Falsche Verarbeitungstemperatur

    Es erfordert viel Übung, das Bitumen auf der Rückseite ausreichend zu erwärmen. Es soll zähflüssig werden und sich wie ein dicker Wulst vor der Bahn, die abgerollt wird, aufbauen. Wird das Material zu wenig erwärmt, klebt es nicht korrekt. Auch tritt nicht genügend Masse an den Seiten aus, um zur Nachbarbahn abzudichten. Wer die Masse zu stark erwärmt, riskiert, dass sich die Rolle verklebt. Ein erfahrener Dachdecker sieht auf Anhieb, wann die Masse die richtige Temperatur erreicht hat.

    Ungleichmäßige Erwärmung

    Es ist von großer Bedeutung, die Schweißbahn über die gesamte Länge und Breite gleichmäßig zu erwärmen. Der Fachmann entwickelt schnell ein Gefühl für das richtige Tempo, welches von der Außentemperatur abhängig ist. Anfänger neigen dazu, nur Teile der Bahn ausreichend zu erwärmen. Man kann das später korrigieren, indem die verlegte Bahn von oben erwärmt wird. Der Prozess ist aber mühsam.

    Zu festes Andrücken der Bahnen

    Das Abrollen der Bahnen geschieht meist mit einem Stock oder einem Besen, damit man sich bei der Arbeit nicht ständig bücken muss. Die frisch ausgerollte Bahn wird aus dem gleichen Grund einfach mit den Füßen auf den Untergrund gedrückt. Wer zu fest auf die Bahn tritt, hinterlässt Fußspuren. Auch darf nicht zu schnell vorwärts gegangen werden – das Bitumen muss erst etwas härten. Die Spuren und dabei eventuell entstehende Risse kann man nur schwer später beseitigen.

    Feuergefahr wird unterschätzt

    Wie gesagt, offenes Feuer ist für das Verlegen von Bitumenschweißbahnen erforderlich. Das Feuer kann Dämmmaterial entzünden. Auch besteht die Gefahr, dass bei einem unachtsamen Umgang mit der Flamme unter dem Dach ein Schwelbrand entsteht. Das Risiko ist besonders hoch, wenn es im Dach Risse gibt, durch welche die Flammen schlagen können.

    Dachpappe entsorgen: was kostet es?

    Diese und viele weitere Fragen beantworten wir im Preisradar rund um das Thema Dachpappe entsorgen.

    Trapezblech verlegen: was kostet es?

    Diese und viele weitere Fragen beantworten wir im Preisradar rund um das Thema Trapezblech verlegen.

    Источники: http://www.talu.de/bitumenschweissbahn-verlegen/, http://www.talu.de/dachpappe-schweissbahn-verlegen/, http://www.my-hammer.de/artikel/bitumenschweissbahnen-verlegen-die-groessten-fehlerquellen.html

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