Schimmel innenwand

    0
    9

    Schimmel in der Ecke

    Schimmelpilz in kalten Ecken, speziell an Aussenwänden

    Beschreibung

    Die Sanosil Fachberater werden mit diesem Problem fast so häufig wie mit Schimmel hinter Möbeln konfrontiert. Insbesondere in Schlafzimmern ist diese Art des Schimmelpilzbefalles weit verbreitet.

    Typisches Schadensbild

    Das Wachstum beschränkt sich auf die Ecken, häufiger an Aussen- als an Innenwänden. An Boden und Decke verbreitert sich der Schimmelpilz gerne, was oft zu einem „sanduhrförmigen“ Bild (breit-schmal-breit führt. Selten ist der Befall breiter als 40 – 50 cm.

    Selbst bei einem gut gedämmten Haus lässt es sich nicht vermeiden, dass an den Aussenwandecken zwei Mauern aufeinander treffen. Sogenannte geometrische Wärmebrücken. Dadurch kommt es an dieser Stelle zu einer stärkeren Auskühlung. Wird die Taupunkttemperatur unterschritten, bildet sich Kondenswasser und ermöglicht so Schimmelpilzwachstum. In Bauwerken neuerer Bauweise wird mittels geschickt angebrachter Dämmwerkstoffen die Gefahr von Schimmelpilzbefall stark reduziert. Deshalb tritt Schimmelbildung aufgrund geometrischer Wärmebrücken häufiger bei älteren Gebäuden auf.

    Weitere Ursachen

    Sehr häufig betroffen sind die Schlafzimmer, da hier neben den Wärmebrücken noch gerne zwei weitere „Risikofaktoren“ für den Bewuchs mit Schimmel zusammenkommen:

    1. eine oft reduzierte Temperatur (z.B. Wohnzimmer 22 Grad, Schlafzimmer 16 -18 Grad). Dadurch steigt automatisch die relative Luftfeuchtigkeit, da kühlere Luft nicht soviel Wasser aufnehmen kann wie Wärmere.
    2. erhöhte Feuchtigkeit durch Schwitzen und Atmen (jeder Mensch verliert durch Schwitzen und Atmen zwischen 0,4 und 0,7 l Wasser pro Nacht). Wird diese Feuchtigkeit nicht jeden Morgen konsequent entfernt, siehe: Schimmelpilz und Luftfeuchtigkeit, kumuliert sich diese Feuchtigkeit im Raum und ist mitverantwortlich für den Schimmelbefall oder verschlimmert diesen.

    Nachweismethode

    Die einfachste Methode ist das Identifizieren und Ausmessen von verdächtigen Stellen auf geometrische Wärmebrücken. Benötigt werden dazu: – Oberflächen-Infrarotthermometer, digitales Thermo-Hygrometer, evtl. Taupunkttabelle, Schreibzeug, Grundrissplan.

    Einschränkungen:

    Die Erfassung genauer Messergebnisse ist auf die kalte Jahreszeit/Heizperiode beschränkt. Im Sommer kann höchstens eine theoretische Berechnung aufgrund des k-Wertes der verwendeten Baustoffe erfolgen – allfällige Baumängel, Pfusch am Bau etc. werden dabei aber nicht erfasst.Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn einige Tage lang mehr oder weniger gleichbleibend tiefe Temperaturen herrschen. Mit dem Infrarotthermometer werden die verdächtigen Stellen ausgemessen und die Ergebnisse in der Grundrissskizze eingetragen. Aufgrund der Differenz zwischen höchstem und tiefstem Messwert können Wärmebrücken so identifiziert werden.

    Die relative Luftfeuchtigkeit wird einerseits in der Mitte des Raumes ca. 1 m über Boden gemessen, andererseits möglichst nahe an den verschimmelten Stellen. Diese Differenz ermöglicht eine zusätzliche Einschätzung des Schimmelrisikos an einer fraglichen Stelle.

    Entgegen der weitläufigen Meinung bildet sich Schimmelpilz genaugenommen nicht erst nach Unterschreiten der Taupunkttemperatur, sondern bereits ab einer relativen Luftfeuchtigkeit von ca. 70% an der Wandoberfläche. Es kann also durchaus sein, dass ein Hygrometer in der Mitte des Raumes akzeptable Werte anzeigt, während einige Zentimeter neben der Mauer eine weit höhere Luftfeuchtigkeit herrscht. Dies gilt es unbedingt zu berücksichtigen.

    Das Entfernen von Schimmel sollte je nach Grösse des Befalles mit geeigneter Schutzausrüstung erfolgen. Vor allem dann, wenn sich der Schimmelpilz sich über eine Fläche von mehr als 0,5 m 2 erstreckt.

    Detaillierte Anleitung zur Schimmelpilz – Sanierung finden Sie in der Broschüre: Schimmelbekämpfung .

    Wichtig für einen dauerhaften Erfolg der Schimmelsanierung ist die Nachbehandlung. Sind nur kleine Wärmebrücken vorhanden, genügt es in einigen Fällen, eine Beschichtung mit Sanosil Paint n’ Dry. Bei ausgeprägten Wärmebrücken hilft aber nur ein gezieltes Dämmen. Sehr gut haben sich hierbei Keile aus Kalziumsilikatplatten bewährt. Dabei ist es nicht notwendig, stets die ganze Wand damit zu verkleiden, sondern gezielt nur die Wärmebrücken zu beheben. Fachgerecht angebracht verhindern diese Keile dann einzelne „Cold-Spots“, indem sie das Temperaturgefälle verteilen, besser ausgleichen und dabei nicht zu einer Taupunktverschiebung in Richtung (unbehandeltem) Wandzentrum führen.

    Gänzlich zu unterlassen ist der Versuch, mittels Styroporplatten etc. selber eine Dämmung improvisieren zu wollen. In den meisten Fällen führen diese Basteleien zu einer Verschlimmerung des Problems

    Schimmel an der Innenwand – woher kommt das?

    Schimmel an der Innenwand stellt ein ernstes Problem dar. Welche Ursachen eine solche Schimmelbildung haben kann, worauf man beim Schimmel in der Mietwohnung achten muss, und auf welche besonderen Zeichen man achten sollte, erfahren Sie in diesem Beitrag.

    Schimmelbefall analysieren

    Untersuchen Sie auf jeden Fall die Räume gründlich auf befallene Stellen. Versuchen Sie folgende Fragen zu klären:

    • Sind besonders einzelne Stellen befallen, oder verteilt sich der Schimmel gleichmäßig über größere Wandflächen?
    • Gibt es an bestimmten Punkten eine Häufung von Befallsstellen (etwa in Bodennähe, in den Wandecken oder an den Fensternischen)?
    • Sind feuchte Stellen an der Wand sichtbar?
    • Wie hoch ist die Luftfeuchtigkeit im Raum?
    • Wie hoch ist die Luftfeuchtigkeit in der Nähe der Wandoberfläche?
    • Sind Bauschäden oder Mängel bekannt?
    • Wurde kürzlich saniert?

    Aus den Antworten auf die Fragen können Sie in der Regel schon ableiten, woran es liegen könnte. Die Ursache von Schimmelbildung ist immer Feuchtigkeit – und als erstes gilt es die Ursache für diese Feuchtigkeit herauszufinden.

    Feuchtigkeit in den Ecken und in Bodennähe

    Das kann auf unsachgemäß durchgeführte Dämmmaßnahmen hinweisen, aber auch auf eine Wärmebrücke im jeweiligen Bereich.

    Schimmelbefall in der Nähe der Fenster

    Rund um die Fenster oder Fensterläibungen auftretender Befall deutet daraufhin, dass möglichweise die Fenster die Ursache sein könnten. Wurden vor kurzem Dämmmaßnahmen durchgeführt, kann es auch daran liegen, dass der U-Wert der Fenster zu hoch ist, im Vergleich zu den neu gedämmten Wänden. Fehler beim Anschluss der Dampfsperrfolie kommen aber ebenfalls in Betracht, ebenso wie die Fenster selbst.

    Hohe Luftfeuchtigkeit im Raum

    Wenn die Luftfeuchtigkeit über 60 % liegt, könnte auch das die Ursache für die Schimmelbildung sein. Bei kaltem Wetter kühlt die Wand aus, dadurch wird der Taupunkt unterschritten und Feuchtigkeit kondensiert an der Wand. Dadurch kann ausreichend Feuchtigkeit an der Wand entstehen, um Schimmel zu verursachen.

    Hohe Luftfeuchtigkeit in Wandnähe

    Schon wenn in der Nähe der Wandoberfläche die relative Luftfeuchtigkeit 80 – 90 % beträgt, genügt das, damit Schimmel überleben kann. Die Wand selbst muss dabei nicht unbedingt durchfeuchtet sein. Sicherheitshalber kann man aber auch im Mauerwerk eine Feuchtemessung mit geeigneten Geräten durchführen.

    Denken Sie daran, dass Schimmel möglicherweise nicht immer sofort sichtbar ist. Eine Überprüfung durch einen Gutachter ist also in jedem Fall ratsam, um möglicherweise auch versteckten Befall aufspüren zu können.

    Schäden beheben

    Werden als Ursache Baumängel festgemacht, müssen diese unbedingt unverzüglich behoben werden. Das Entfernen sichtbaren Schimmels allein ist nicht ausreichend, es muss die Ursache des Befalls (Feuchtigkeit) behoben und zukünftig verhindert werden. Schimmel stellt auch eine hohe Gefahr für die Bausubstanz dar. Handeln Sie deshalb umgehend.

    Schimmel innenwand

    Was tun gegen Schimmelflecken im Haus?

    03.01.2017, 12:39 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

    Schimmel im Haus richtig entfernen. (Quelle: dpa)

    Im Winter gedeiht Schimmel besonders gut im Haus. Dass man Schimmelflecken möglichst schnell entfernen sollte, versteht sich von selbst. Manchmal genügt dafür schon ein Schwamm und etwas Alkohol, in anderen Fällen muss der gesamte Putz runter. Wie man am besten vorgeht und wann welche Maßnahme sinnvoll ist: So entfernt man Schimmel richtig .

    Artikelnavigation

    Besonders an Außenecken oder an Fenstern, wo Kondenswasser die nötige Feuchtigkeit hinlassen hat, siedeln sich die Pilze gern an. Aber auch kühle Außenwände sind gefährdet – vor allem Stellen, an denen wenig Luft zirkuliert, etwa hinter Schränken und Regalen.

    Nur kleine Schimmelflecken selbst entfernen

    Sind die Schimmelflecken klein, kann man sie selbst von den Wänden entfernen. Aber sobald mehr als ein halber Quadratmeter schwarz ist, sollte sich ein Fachmann den Schaden anschauen. Wenn die Ursache nicht beseitigt wird, kommen die Pilze immer wieder. Kleinere oberflächliche Schäden können noch mit Schimmelmittel bekämpft werden. Aber meist reicht das nicht aus. Denn: „Ist der Schimmel erst einmal im Haus, lässt er sich mit einfachen Mitteln kaum beseitigen“, erklärt Alexander Lyssoudis, Vorstandsmitglied der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Denn die Pilze setzen sich in die Oberschicht des porösen mineralischen Wandputzes – zu tief für Hausmittel oder chemische Stoffe.

    Wichtigste Maßnahme: Ursache beseitigen

    Oft muss daher sogar der Putz an den betroffenen Stellen entfernt werden. „Es reicht nicht, die Symptome zu behandeln, man muss an die Ursache des Schimmels heran“, weiß Lyssoudis. „Wenn diese beseitigt ist und keine Nässe mehr an den befallenen Stellen auftritt, können auch handelsübliche Schimmelbeseitigungsmittel eingesetzt werden.“ Wird die Ursache des Schimmelbefalls nicht beseitigt, müssen notgedrungen schwere Geschütze aufgefahren werden.

    „Soll zum Beispiel eine befallene Tapete entfernt werden, müssen zuerst die Pilze mit den Anti-Schimmelmitteln abgetötet werden“, erklärt Michael Koswig, Energieexperte bei der Stiftung Warentest in Berlin. Ausdrücklich warnt er vor hypochlorithaltigen Mitteln. Sie entfernen nicht nur den Schimmel, sondern belasten auch die Atemwege der Anwender.

    Wo neuer Befall droht, zum Beispiel wegen Baumängeln wie Wärmebrücken, können Anti-Schimmel-Farben oder -Farbzusätze helfen. „Die wirksamsten Mittel arbeiten mit der Substanz Octylisothiazolinon, zum Teil kombiniert mit anderen Bioziden“, erläutert Koswis. Allerdings sei mit diesen Chemikalien nicht zu spaßen. Bei der Arbeit muss der Raum gut belüftet werden. Gummihandschuhe und Atemschutzmaske sind Pflicht.

    Hausmittel oft besser als Fugizide

    Für das Magazin „test“ (Januar 2014) hat die Stiftung Warentest 20 Mittel gegen Schimmel untersucht. Demnach können Verbraucher sogar auf die chemische Keule verzichten, sobald die Ursache gründlich entfernt wurde: „Wenn die Ursachen bekannt und beseitigt sind, lässt sich der Schimmel gut mit Hausmitteln entfernen“, sagt Schimmelexperte Koswig.

    Anders als Fungizide, die nach der Behandlung der Flecken längere Zeit in den Räumen verbleiben und die Gesundheit der Bewohner gefährden können, verflüchtigt sich Alkohol nach dem Lüften schnell. Kleine Flecken lassen sich gut mit 70- bis 80-prozentigem Ethylalkohol entfernen.

    Essig zur Schimmelbekämpfung ungeeignet

    Das vielerorts angepriesene Hausmittel Essig ist ungeeignet zur Bekämpfung von Schimmel. Viele Baustoffe und insbesondere Kalk neutralisieren den Essig. Hinzu kommt, dass mit dem Essig organische Nährstoffe auf das Material gelangen. Dieses kann das Pilzwachstum sogar fördern.

    Von Schimmelpilzen befallene Materialien müssen gründlich gereinigt werden. Ist das nicht möglich, zum Beispiel wenn die Sporen in Polstermöbel eingedrungen sind, sollten die Möbel sicherheitshalber entsorgt werden.

    Raumfeuchte messen

    Kommt der Schimmel immer wieder, sollte unbedingt ein Fachmann eingeschaltet werden. Der misst die Feuchtigkeit im Raum und ermittelt mit einem Infrarotscanner kalte, gefährdete Flächen. „Es gibt immer mehrere Wege, um Schimmel zu vermeiden“, erläutert Alexander Lyssoudis. Manchmal helfe es schon, anders zu lüften oder eine Lüftungsanlage zu installieren. In anderen Fällen kann aber auch eine unzureichende Wärmedämmung die Ursache für hartnäckigen Schimmelbefall sein.

    80 Prozent des Schimmels versteckt

    Wer schwarze Flecken entdeckt, sollte gewarnt sein. Aber oft ist der Schimmel in der Wohnung gar nicht zu sehen. Er kann sich hinter Wandverkleidungen und Tapeten, unter dem Laminat oder in Dämmstoffen verbergen. Ein modriger Geruch, klamme Wäsche in den Schränken oder auch gesundheitliche Probleme der Bewohner sind Indizien, dass sich irgendwo Pilze und Bakterien verstecken. Ein Alarmsignal, dass sich Schimmel im Haus bilden könnte, ist auch Kondenswasser an den Fensterrahmen. Die Wassertröpfchen zeigen an, dass zu viel Feuchtigkeit im Raum ist.

    „80 Prozent der Schimmelschäden sind versteckt“, schätzt Christian Tegeder, Sachverständiger für Schimmelschäden aus Horhausen im Westerwald. Ursachen können alte Wasserschäden sein oder die sogenannte anhaltende Neubaufeuchte, die grundsätzlich in neuen Häusern erst einmal ein Problem ist. Denn beim Bau wird zum Beispiel für Beton Wasser verwendet, und die Feuchtigkeit muss sich über Monate aus dem Gemäuer verflüchtigen. Geht diese nicht weg, kann sich Schimmel bilden.

    Schimmelhund geht den Sporen nach

    Sachverständige wie Tegeder werden häufig zu Hilfe gerufen, wenn Ärzte und Patienten den Ursachen der oft langwierigen Beschwerden der Bewohner nicht auf die Spur kommen. Denn Schimmel kann die Atemwege reizen sowie chronische Müdigkeit oder Rheuma auslösen. „Nach der Analyse der Raumluft wird schnell klar, dass irgendwo Schimmel versteckt sein muss“, sagt Tegeder.

    Mit Alkohol und Desinfektionsmitteln ist solchen verdeckten Schäden nicht beizukommen. Sie bleichen die Flecken nur oberflächlich, erreichen aber nicht die tiefen Schichten. Das muss der Fachmann erledigen.

    KOMMENTARE (0)

    Mehr zum Thema
    Shopping
    Funktionswäsche – für die kalten Wintertage
    jetzt bei Lidl.de
    Festliche Looks für strahlend schöne Feiertage
    gefunden auf otto.de

    Newsletter bestellen

    Tagesanbruch:

    Jeden morgen wissen, was wichtig ist

    Abonnieren Sie den Newsletter unserer Chefredaktion und wir schicken Ihnen jeden Morgen einen Überblick über die Top-Themen des Tages.

    Источники: http://www.schimmel-im-haus.ch/de/schimmel-im-haus/schimmel-in-der-ecke/, http://www.hausjournal.net/schimmel-innenwand, http://www.t-online.de/heim-garten/bauen/id_68216696/schimmel-im-haus-entfernen-das-ist-zu-tun.html

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here