Rigipsplatten schleifen

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    Gipsplatten von Rigips richtig verspachteln und schleifen

    Gipsplatten werden oft auch Rigips-Platten genannt, was nur bedingt richtig ist. Das Unternehmen Rigips – genauer die Saint-Gobain Rigips GmbH – ist eines der führenden Unternehmen im Innenausbau und hat die Verwendung von Gipsplatten maßgeblich in Europa eingeführt und weiterentwickelt, wodurch der Begriff Rigips für viele begeisterte Heimwerker zum Synonym für Gipsplatten geworden ist.

    Rigips-Platten sind in unterschiedlichen Stärken, von 6 mm bis 25 mm, erhältlich und eignen sich im Innenausbau zum Verkleiden oder Erstellen von Wänden und Decken. Ihr besonderer Vorteil liegt in einer widerstandsfähigen und sehr glatten Oberfläche, die anschließend tapeziert oder mit Farbe gestaltet werden kann. Eine einheitliche und glatte Oberfläche ergibt sich jedoch nur, wenn auch die Plattenstöße richtig verspachtelt und geschliffen werden. Geschieht dies in einer entsprechenden Qualität, sind nach einer farblichen Gestaltung keine einzelnen Plattenstöße mehr zu erkennen und man erhält eine glatte Oberfläche.

    Inhaltsübersicht: Gipskarton von Rigips richtig verspachteln und schleifen

    Der richtige Fugenspachtel

    Abgestimmt auf die jeweiligen Plattenkanten ist der passende Fugenspachtel, mit oder ohne Bewehrungsstreifen, zu verwenden. Um eine bessere Aufnahme des Fugenspachtels und eine höhere Fugenfestigkeit zu gewährleisten, sind die nicht-kartonummantelten Querkanten bei vielen Rigips-Platten bereits werkseitig angefast („angeschrägt“). Offene Schnittkanten, die beim Zuschneiden der Platten entstehen, bzw. nicht angefaste Plattenquerkanten müssen vor der Verspachtelung mit einem Klingenmesser oder dem VARIO Kantenhobel gleichmäßig angefast werden.

    Das richtige Verspachteln will gelernt sein! Bei der Verarbeitung von Rigips-Platten entstehen an den Plattenstößen immer Fugen. Für den Trockenbau-Profi gilt die ordnungsgemäße Verspachtelung dieser Fugen als krönender Abschluss und Handschrift seiner Arbeit.

    Machen Sie es genauso und achten Sie darauf, dass die Fugen richtig und sauber verspachtelt sind. Denn falsch ausgeführt, kann es bei Folgearbeiten, wie Tapezieren, Anstreichen oder Verputzen, zu Schäden in Form von Rissen kommen und die optische Qualität der geleisteten Arbeit negativ beeinflussen. Gehen Sie daher auf Nummer sicher: Führen Sie die Verspachtelung der Fugen nur mit den dafür vorgesehenen Fugenspachteln von Rigips durch. Beim Dachgeschossausbau und im Deckenbereich empfiehlt der Hersteller dabei generell, mit Bewehrungsstreifen zu verfugen.

    Wichtig: Verspachteln Sie erst, wenn die gesamte Konstruktion fertiggestellt ist, d. h., bei einer Wand muss die (erste) Lage auf beiden Wandseiten angeschraubt sein, bevor verspachtelt werden darf. Bitte denken Sie daran, die Plattenkanten von Gips- und Baustaub zu befreien und mit einem feuchten Schwamm bzw. Pinsel zu reinigen. Staub wirkt wie ein Trennmittel und es kann hierdurch zu Haarrissen kommen.

    Fugenspachtel anmischen

    Bevor Sie Ihre Spachtelmasse anrühren, legen Sie sich die benötigten Arbeitsmaterialien bereit und säubern Sie diese gegebenenfalls. Denn: Angetrocknete Reste im Mischgefäß oder am Werkzeug können die Abbindezeit beeinflussen und erheblich verkürzen.

    Zum Spachteln benötigen Sie:

    • ein ausreichend großes Mischgefäß
    • eine kleine Kelle oder Gipserkelle
    • eine große Kelle oder Glättkelle

    Beachten Sie beim Anrühren die Herstellerangaben zum Mischungsverhältnis und rühren Sie nie mehr Spachtelmasse an, als Sie in der vorgegebenen Verarbeitungszeit verspachteln können. Rechnen Sie lieber mit etwas weniger, da Sie unverbrauchte Spachtelmasse entsorgen müssen.

    Geben Sie zuerst die erforderliche Menge an Wasser in das Mischgefäß und anschließend langsam die trockene Spachtelmasse dazu. Bei einer zu festen Mischung können Sie etwas Wasser hinzugeben, die Nachgabe von Trockenpulver sollte jedoch aufgrund einer möglichen Klumpenbildung vermieden werden. Beachten Sie, dass Sie erst nach der vorgegebenen Reifezeit – meist drei Minuten – mit dem Anrühren beginnen. Das Anrühren der Spachtelmasse und das Spachteln selbst erfordert etwas Übung, beginnen Sie daher mit kleinen Mengen und vergrößern diese, nachdem Sie etwas Erfahrung gesammelt haben.

    In zwei Arbeitsschritten vorspachteln und glätten

    Der erste Spachtelvorgang ist ein Vorspachteln, bei dem es hauptsächlich darauf ankommt, dass alle Fugen gut mit Spachtelmasse gefüllt werden. Nehmen Sie hierfür etwas Spachtelmasse auf die Glättkelle und drücken diese quer zum Fugenverlauf in die Fuge. Bei sich kreuzenden Fugen erleichtert eine schräge Kellenführung das Verfüllen.

    Ist eine Fuge komplett gefüllt, kann sie in Längsrichtung abgezogen und geglättet werden. Halten Sie auch hier die Glättkelle an Fugenkreuzen wieder etwas schräg zum Fugenverlauf, um nicht mit der Glättkelle in die Querfuge zu rutschen. Je länger der Fugenbereich ist, den Sie so abziehen, umso weniger Absätze entstehen, die nachgearbeitet werden müssen. Vergessen Sie die Schraubenköpfe nicht und lassen Sie die Spachtelmasse vor der Endbearbeitung vollständig trocknen.

    Um die Fugenfestigkeit der Spachtelmasse weiter zu erhöhen, kann beim Vorspachteln zusätzlich ein Glasfaserbewehrungsstreifen eingelegt werden. Füllen Sie hierfür zunächst die Fugen mit Spachtelmasse auf. Anschließend legen Sie den Bewehrungsstreifen nach dem Abziehen in die Masse ein und drücken ihn nochmals durch vorsichtiges Abziehen an. Vermeiden Sie unbedingt zusätzlichen Materialauftrag, sondern lassen Sie den Fugenspachtel abbinden.

    Beim Finish (Glätten) verfahren Sie ähnlich wie beim Vorspachteln. Rühren Sie den Fugenspachtel nach Herstellerangaben in einem sauberen Gefäß an oder verwenden Sie eine Fertigspachtelmasse, wie den VARIO Finish von Rigips. Kontrollieren Sie vorher die gespachtelten Fugen und stoßen Sie gegebenenfalls überstehende Spachtelmasse mit der Glättkelle ab. Entdecken Sie dabei schlecht gefüllte Fugen, wiederholen Sie an dieser Stelle das Vorspachteln und lassen die Spachtelmasse gut trocknen.

    Übergänge an Ecken und Kanten spachteln

    Eckverbindungen zwischen Rigips-Platten oder Wandanschlüsse müssen gesondert ausgeführt werden, um spätere Rissbildungen zu vermeiden.

    1. Anschlüsse an Beton, Putz oder Mauerwerk müssen getrennt werden. Hierfür wird die Stoßkante der Wand mit Malerkrepp abgeklebt, der Stoß verspachtelt und überstehendes Krepp im Anschluss abgeschnitten.
    2. Außenkanten, die einer besonderen Belastung unterliegen, lassen sich mit Kantenschutzprofilen verstärken. Diese werden mit Spachtelmasse angesetzt und im Anschluss je nach gewünschter Oberflächegüte eingespachtelt.
    3. Trifft Ihre Trockenbaukonstruktion auf eine andere, lassen Sie etwa 5 mm Abstand und füllen die Fuge anschließend mit Spachtelmasse aus.

    Verwenden Sie bei Ecken und Kanten – wenn möglich – immer einen stumpf eingespachtelten Glasfaserbewehrungsstreifen. Dieser schützt zusätzlich vor Rissen.

    Schleifen von verspachtelten Fugen an Rigips-Platten

    Sobald der gesamte Fugenspachtel abgebunden und gut durchgetrocknet ist, können Sie mit dem Schleifen der Flächen beginnen. Bilden sich am Schleifmaterial Klümpchen, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass die Fugenmasse noch nicht richtig getrocknet ist!

    Verwenden Sie zum Schleifen einen Handschleifer mit Schleifgitter. Bewegen Sie den Handschleifer immer in kreisenden Bewegungen und achten Sie darauf, dass er plan aufliegt. Ein Verkanten, eine zu weiche Schleiffläche oder Unebenheiten unter dem Schleifmittel erzeugen eine nicht-plane Schleiffläche, welche nach einer Farbgebung deutlich sichtbar wird.

    Je nach abschließender Oberflächenbearbeitung ist ein Anschliff bei einem dickeren Wandbelag, wie z. B. Fliesen oder Tapete, mit einem Schleifgitter der Körnung 100 ausreichend. Soll jedoch nur noch eine farbliche Gestaltung erfolgen, sollten alle gespachtelten Flächen mit einer feineren Körnung weiter geglättet werden. Bewegen Sie den Handschleifer auch hierzu nur in kreisenden Bewegungen und vermeiden Sie dadurch das Entstehen unschöner Rillen.

    Vor einer weiteren Oberflächenbehandlung sollte die gesamte Fläche immer grundiert werden.

    Weiterführende Informationen

    Weiter zum nächsten Thema: Trennwand mauern

    Zurück zum Oberthema: Innenausbau

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    Gipsplatten von Rigips richtig verspachteln und schleifen

    Gipsplatten werden oft auch Rigips-Platten genannt, was nur bedingt richtig ist. Das Unternehmen Rigips – genauer die Saint-Gobain Rigips GmbH – ist eines der führenden Unternehmen im Innenausbau und hat die Verwendung von Gipsplatten maßgeblich in Europa eingeführt und weiterentwickelt, wodurch der Begriff Rigips für viele begeisterte Heimwerker zum Synonym für Gipsplatten geworden ist.

    Rigips-Platten sind in unterschiedlichen Stärken, von 6 mm bis 25 mm, erhältlich und eignen sich im Innenausbau zum Verkleiden oder Erstellen von Wänden und Decken. Ihr besonderer Vorteil liegt in einer widerstandsfähigen und sehr glatten Oberfläche, die anschließend tapeziert oder mit Farbe gestaltet werden kann. Eine einheitliche und glatte Oberfläche ergibt sich jedoch nur, wenn auch die Plattenstöße richtig verspachtelt und geschliffen werden. Geschieht dies in einer entsprechenden Qualität, sind nach einer farblichen Gestaltung keine einzelnen Plattenstöße mehr zu erkennen und man erhält eine glatte Oberfläche.

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    Der richtige Fugenspachtel

    Abgestimmt auf die jeweiligen Plattenkanten ist der passende Fugenspachtel, mit oder ohne Bewehrungsstreifen, zu verwenden. Um eine bessere Aufnahme des Fugenspachtels und eine höhere Fugenfestigkeit zu gewährleisten, sind die nicht-kartonummantelten Querkanten bei vielen Rigips-Platten bereits werkseitig angefast („angeschrägt“). Offene Schnittkanten, die beim Zuschneiden der Platten entstehen, bzw. nicht angefaste Plattenquerkanten müssen vor der Verspachtelung mit einem Klingenmesser oder dem VARIO Kantenhobel gleichmäßig angefast werden.

    Das richtige Verspachteln will gelernt sein! Bei der Verarbeitung von Rigips-Platten entstehen an den Plattenstößen immer Fugen. Für den Trockenbau-Profi gilt die ordnungsgemäße Verspachtelung dieser Fugen als krönender Abschluss und Handschrift seiner Arbeit.

    Machen Sie es genauso und achten Sie darauf, dass die Fugen richtig und sauber verspachtelt sind. Denn falsch ausgeführt, kann es bei Folgearbeiten, wie Tapezieren, Anstreichen oder Verputzen, zu Schäden in Form von Rissen kommen und die optische Qualität der geleisteten Arbeit negativ beeinflussen. Gehen Sie daher auf Nummer sicher: Führen Sie die Verspachtelung der Fugen nur mit den dafür vorgesehenen Fugenspachteln von Rigips durch. Beim Dachgeschossausbau und im Deckenbereich empfiehlt der Hersteller dabei generell, mit Bewehrungsstreifen zu verfugen.

    Wichtig: Verspachteln Sie erst, wenn die gesamte Konstruktion fertiggestellt ist, d. h., bei einer Wand muss die (erste) Lage auf beiden Wandseiten angeschraubt sein, bevor verspachtelt werden darf. Bitte denken Sie daran, die Plattenkanten von Gips- und Baustaub zu befreien und mit einem feuchten Schwamm bzw. Pinsel zu reinigen. Staub wirkt wie ein Trennmittel und es kann hierdurch zu Haarrissen kommen.

    Fugenspachtel anmischen

    Bevor Sie Ihre Spachtelmasse anrühren, legen Sie sich die benötigten Arbeitsmaterialien bereit und säubern Sie diese gegebenenfalls. Denn: Angetrocknete Reste im Mischgefäß oder am Werkzeug können die Abbindezeit beeinflussen und erheblich verkürzen.

    Zum Spachteln benötigen Sie:

    • ein ausreichend großes Mischgefäß
    • eine kleine Kelle oder Gipserkelle
    • eine große Kelle oder Glättkelle

    Beachten Sie beim Anrühren die Herstellerangaben zum Mischungsverhältnis und rühren Sie nie mehr Spachtelmasse an, als Sie in der vorgegebenen Verarbeitungszeit verspachteln können. Rechnen Sie lieber mit etwas weniger, da Sie unverbrauchte Spachtelmasse entsorgen müssen.

    Geben Sie zuerst die erforderliche Menge an Wasser in das Mischgefäß und anschließend langsam die trockene Spachtelmasse dazu. Bei einer zu festen Mischung können Sie etwas Wasser hinzugeben, die Nachgabe von Trockenpulver sollte jedoch aufgrund einer möglichen Klumpenbildung vermieden werden. Beachten Sie, dass Sie erst nach der vorgegebenen Reifezeit – meist drei Minuten – mit dem Anrühren beginnen. Das Anrühren der Spachtelmasse und das Spachteln selbst erfordert etwas Übung, beginnen Sie daher mit kleinen Mengen und vergrößern diese, nachdem Sie etwas Erfahrung gesammelt haben.

    In zwei Arbeitsschritten vorspachteln und glätten

    Der erste Spachtelvorgang ist ein Vorspachteln, bei dem es hauptsächlich darauf ankommt, dass alle Fugen gut mit Spachtelmasse gefüllt werden. Nehmen Sie hierfür etwas Spachtelmasse auf die Glättkelle und drücken diese quer zum Fugenverlauf in die Fuge. Bei sich kreuzenden Fugen erleichtert eine schräge Kellenführung das Verfüllen.

    Ist eine Fuge komplett gefüllt, kann sie in Längsrichtung abgezogen und geglättet werden. Halten Sie auch hier die Glättkelle an Fugenkreuzen wieder etwas schräg zum Fugenverlauf, um nicht mit der Glättkelle in die Querfuge zu rutschen. Je länger der Fugenbereich ist, den Sie so abziehen, umso weniger Absätze entstehen, die nachgearbeitet werden müssen. Vergessen Sie die Schraubenköpfe nicht und lassen Sie die Spachtelmasse vor der Endbearbeitung vollständig trocknen.

    Um die Fugenfestigkeit der Spachtelmasse weiter zu erhöhen, kann beim Vorspachteln zusätzlich ein Glasfaserbewehrungsstreifen eingelegt werden. Füllen Sie hierfür zunächst die Fugen mit Spachtelmasse auf. Anschließend legen Sie den Bewehrungsstreifen nach dem Abziehen in die Masse ein und drücken ihn nochmals durch vorsichtiges Abziehen an. Vermeiden Sie unbedingt zusätzlichen Materialauftrag, sondern lassen Sie den Fugenspachtel abbinden.

    Beim Finish (Glätten) verfahren Sie ähnlich wie beim Vorspachteln. Rühren Sie den Fugenspachtel nach Herstellerangaben in einem sauberen Gefäß an oder verwenden Sie eine Fertigspachtelmasse, wie den VARIO Finish von Rigips. Kontrollieren Sie vorher die gespachtelten Fugen und stoßen Sie gegebenenfalls überstehende Spachtelmasse mit der Glättkelle ab. Entdecken Sie dabei schlecht gefüllte Fugen, wiederholen Sie an dieser Stelle das Vorspachteln und lassen die Spachtelmasse gut trocknen.

    Übergänge an Ecken und Kanten spachteln

    Eckverbindungen zwischen Rigips-Platten oder Wandanschlüsse müssen gesondert ausgeführt werden, um spätere Rissbildungen zu vermeiden.

    1. Anschlüsse an Beton, Putz oder Mauerwerk müssen getrennt werden. Hierfür wird die Stoßkante der Wand mit Malerkrepp abgeklebt, der Stoß verspachtelt und überstehendes Krepp im Anschluss abgeschnitten.
    2. Außenkanten, die einer besonderen Belastung unterliegen, lassen sich mit Kantenschutzprofilen verstärken. Diese werden mit Spachtelmasse angesetzt und im Anschluss je nach gewünschter Oberflächegüte eingespachtelt.
    3. Trifft Ihre Trockenbaukonstruktion auf eine andere, lassen Sie etwa 5 mm Abstand und füllen die Fuge anschließend mit Spachtelmasse aus.

    Verwenden Sie bei Ecken und Kanten – wenn möglich – immer einen stumpf eingespachtelten Glasfaserbewehrungsstreifen. Dieser schützt zusätzlich vor Rissen.

    Schleifen von verspachtelten Fugen an Rigips-Platten

    Sobald der gesamte Fugenspachtel abgebunden und gut durchgetrocknet ist, können Sie mit dem Schleifen der Flächen beginnen. Bilden sich am Schleifmaterial Klümpchen, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass die Fugenmasse noch nicht richtig getrocknet ist!

    Verwenden Sie zum Schleifen einen Handschleifer mit Schleifgitter. Bewegen Sie den Handschleifer immer in kreisenden Bewegungen und achten Sie darauf, dass er plan aufliegt. Ein Verkanten, eine zu weiche Schleiffläche oder Unebenheiten unter dem Schleifmittel erzeugen eine nicht-plane Schleiffläche, welche nach einer Farbgebung deutlich sichtbar wird.

    Je nach abschließender Oberflächenbearbeitung ist ein Anschliff bei einem dickeren Wandbelag, wie z. B. Fliesen oder Tapete, mit einem Schleifgitter der Körnung 100 ausreichend. Soll jedoch nur noch eine farbliche Gestaltung erfolgen, sollten alle gespachtelten Flächen mit einer feineren Körnung weiter geglättet werden. Bewegen Sie den Handschleifer auch hierzu nur in kreisenden Bewegungen und vermeiden Sie dadurch das Entstehen unschöner Rillen.

    Vor einer weiteren Oberflächenbehandlung sollte die gesamte Fläche immer grundiert werden.

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    Unsere aktuellen Online-Nutzungszahlen können Sie bei der ivw abrufen.

    Gipsplatten von Rigips richtig verspachteln und schleifen

    Gipsplatten werden oft auch Rigips-Platten genannt, was nur bedingt richtig ist. Das Unternehmen Rigips – genauer die Saint-Gobain Rigips GmbH – ist eines der führenden Unternehmen im Innenausbau und hat die Verwendung von Gipsplatten maßgeblich in Europa eingeführt und weiterentwickelt, wodurch der Begriff Rigips für viele begeisterte Heimwerker zum Synonym für Gipsplatten geworden ist.

    Rigips-Platten sind in unterschiedlichen Stärken, von 6 mm bis 25 mm, erhältlich und eignen sich im Innenausbau zum Verkleiden oder Erstellen von Wänden und Decken. Ihr besonderer Vorteil liegt in einer widerstandsfähigen und sehr glatten Oberfläche, die anschließend tapeziert oder mit Farbe gestaltet werden kann. Eine einheitliche und glatte Oberfläche ergibt sich jedoch nur, wenn auch die Plattenstöße richtig verspachtelt und geschliffen werden. Geschieht dies in einer entsprechenden Qualität, sind nach einer farblichen Gestaltung keine einzelnen Plattenstöße mehr zu erkennen und man erhält eine glatte Oberfläche.

    Inhaltsübersicht: Gipskarton von Rigips richtig verspachteln und schleifen

    Der richtige Fugenspachtel

    Abgestimmt auf die jeweiligen Plattenkanten ist der passende Fugenspachtel, mit oder ohne Bewehrungsstreifen, zu verwenden. Um eine bessere Aufnahme des Fugenspachtels und eine höhere Fugenfestigkeit zu gewährleisten, sind die nicht-kartonummantelten Querkanten bei vielen Rigips-Platten bereits werkseitig angefast („angeschrägt“). Offene Schnittkanten, die beim Zuschneiden der Platten entstehen, bzw. nicht angefaste Plattenquerkanten müssen vor der Verspachtelung mit einem Klingenmesser oder dem VARIO Kantenhobel gleichmäßig angefast werden.

    Das richtige Verspachteln will gelernt sein! Bei der Verarbeitung von Rigips-Platten entstehen an den Plattenstößen immer Fugen. Für den Trockenbau-Profi gilt die ordnungsgemäße Verspachtelung dieser Fugen als krönender Abschluss und Handschrift seiner Arbeit.

    Machen Sie es genauso und achten Sie darauf, dass die Fugen richtig und sauber verspachtelt sind. Denn falsch ausgeführt, kann es bei Folgearbeiten, wie Tapezieren, Anstreichen oder Verputzen, zu Schäden in Form von Rissen kommen und die optische Qualität der geleisteten Arbeit negativ beeinflussen. Gehen Sie daher auf Nummer sicher: Führen Sie die Verspachtelung der Fugen nur mit den dafür vorgesehenen Fugenspachteln von Rigips durch. Beim Dachgeschossausbau und im Deckenbereich empfiehlt der Hersteller dabei generell, mit Bewehrungsstreifen zu verfugen.

    Wichtig: Verspachteln Sie erst, wenn die gesamte Konstruktion fertiggestellt ist, d. h., bei einer Wand muss die (erste) Lage auf beiden Wandseiten angeschraubt sein, bevor verspachtelt werden darf. Bitte denken Sie daran, die Plattenkanten von Gips- und Baustaub zu befreien und mit einem feuchten Schwamm bzw. Pinsel zu reinigen. Staub wirkt wie ein Trennmittel und es kann hierdurch zu Haarrissen kommen.

    Fugenspachtel anmischen

    Bevor Sie Ihre Spachtelmasse anrühren, legen Sie sich die benötigten Arbeitsmaterialien bereit und säubern Sie diese gegebenenfalls. Denn: Angetrocknete Reste im Mischgefäß oder am Werkzeug können die Abbindezeit beeinflussen und erheblich verkürzen.

    Zum Spachteln benötigen Sie:

    • ein ausreichend großes Mischgefäß
    • eine kleine Kelle oder Gipserkelle
    • eine große Kelle oder Glättkelle

    Beachten Sie beim Anrühren die Herstellerangaben zum Mischungsverhältnis und rühren Sie nie mehr Spachtelmasse an, als Sie in der vorgegebenen Verarbeitungszeit verspachteln können. Rechnen Sie lieber mit etwas weniger, da Sie unverbrauchte Spachtelmasse entsorgen müssen.

    Geben Sie zuerst die erforderliche Menge an Wasser in das Mischgefäß und anschließend langsam die trockene Spachtelmasse dazu. Bei einer zu festen Mischung können Sie etwas Wasser hinzugeben, die Nachgabe von Trockenpulver sollte jedoch aufgrund einer möglichen Klumpenbildung vermieden werden. Beachten Sie, dass Sie erst nach der vorgegebenen Reifezeit – meist drei Minuten – mit dem Anrühren beginnen. Das Anrühren der Spachtelmasse und das Spachteln selbst erfordert etwas Übung, beginnen Sie daher mit kleinen Mengen und vergrößern diese, nachdem Sie etwas Erfahrung gesammelt haben.

    In zwei Arbeitsschritten vorspachteln und glätten

    Der erste Spachtelvorgang ist ein Vorspachteln, bei dem es hauptsächlich darauf ankommt, dass alle Fugen gut mit Spachtelmasse gefüllt werden. Nehmen Sie hierfür etwas Spachtelmasse auf die Glättkelle und drücken diese quer zum Fugenverlauf in die Fuge. Bei sich kreuzenden Fugen erleichtert eine schräge Kellenführung das Verfüllen.

    Ist eine Fuge komplett gefüllt, kann sie in Längsrichtung abgezogen und geglättet werden. Halten Sie auch hier die Glättkelle an Fugenkreuzen wieder etwas schräg zum Fugenverlauf, um nicht mit der Glättkelle in die Querfuge zu rutschen. Je länger der Fugenbereich ist, den Sie so abziehen, umso weniger Absätze entstehen, die nachgearbeitet werden müssen. Vergessen Sie die Schraubenköpfe nicht und lassen Sie die Spachtelmasse vor der Endbearbeitung vollständig trocknen.

    Um die Fugenfestigkeit der Spachtelmasse weiter zu erhöhen, kann beim Vorspachteln zusätzlich ein Glasfaserbewehrungsstreifen eingelegt werden. Füllen Sie hierfür zunächst die Fugen mit Spachtelmasse auf. Anschließend legen Sie den Bewehrungsstreifen nach dem Abziehen in die Masse ein und drücken ihn nochmals durch vorsichtiges Abziehen an. Vermeiden Sie unbedingt zusätzlichen Materialauftrag, sondern lassen Sie den Fugenspachtel abbinden.

    Beim Finish (Glätten) verfahren Sie ähnlich wie beim Vorspachteln. Rühren Sie den Fugenspachtel nach Herstellerangaben in einem sauberen Gefäß an oder verwenden Sie eine Fertigspachtelmasse, wie den VARIO Finish von Rigips. Kontrollieren Sie vorher die gespachtelten Fugen und stoßen Sie gegebenenfalls überstehende Spachtelmasse mit der Glättkelle ab. Entdecken Sie dabei schlecht gefüllte Fugen, wiederholen Sie an dieser Stelle das Vorspachteln und lassen die Spachtelmasse gut trocknen.

    Übergänge an Ecken und Kanten spachteln

    Eckverbindungen zwischen Rigips-Platten oder Wandanschlüsse müssen gesondert ausgeführt werden, um spätere Rissbildungen zu vermeiden.

    1. Anschlüsse an Beton, Putz oder Mauerwerk müssen getrennt werden. Hierfür wird die Stoßkante der Wand mit Malerkrepp abgeklebt, der Stoß verspachtelt und überstehendes Krepp im Anschluss abgeschnitten.
    2. Außenkanten, die einer besonderen Belastung unterliegen, lassen sich mit Kantenschutzprofilen verstärken. Diese werden mit Spachtelmasse angesetzt und im Anschluss je nach gewünschter Oberflächegüte eingespachtelt.
    3. Trifft Ihre Trockenbaukonstruktion auf eine andere, lassen Sie etwa 5 mm Abstand und füllen die Fuge anschließend mit Spachtelmasse aus.

    Verwenden Sie bei Ecken und Kanten – wenn möglich – immer einen stumpf eingespachtelten Glasfaserbewehrungsstreifen. Dieser schützt zusätzlich vor Rissen.

    Schleifen von verspachtelten Fugen an Rigips-Platten

    Sobald der gesamte Fugenspachtel abgebunden und gut durchgetrocknet ist, können Sie mit dem Schleifen der Flächen beginnen. Bilden sich am Schleifmaterial Klümpchen, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass die Fugenmasse noch nicht richtig getrocknet ist!

    Verwenden Sie zum Schleifen einen Handschleifer mit Schleifgitter. Bewegen Sie den Handschleifer immer in kreisenden Bewegungen und achten Sie darauf, dass er plan aufliegt. Ein Verkanten, eine zu weiche Schleiffläche oder Unebenheiten unter dem Schleifmittel erzeugen eine nicht-plane Schleiffläche, welche nach einer Farbgebung deutlich sichtbar wird.

    Je nach abschließender Oberflächenbearbeitung ist ein Anschliff bei einem dickeren Wandbelag, wie z. B. Fliesen oder Tapete, mit einem Schleifgitter der Körnung 100 ausreichend. Soll jedoch nur noch eine farbliche Gestaltung erfolgen, sollten alle gespachtelten Flächen mit einer feineren Körnung weiter geglättet werden. Bewegen Sie den Handschleifer auch hierzu nur in kreisenden Bewegungen und vermeiden Sie dadurch das Entstehen unschöner Rillen.

    Vor einer weiteren Oberflächenbehandlung sollte die gesamte Fläche immer grundiert werden.

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