Rigips anleitung

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    Gipskartonplatten schneiden und verarbeiten

    Du weißt, wo Du eine Trennwand einziehen möchtest? Dann geht’s jetzt an die Auswahl der richtigen Gipsplatten für Dein Vorhaben und anschließend ans Schneiden und Verarbeiten. Wir geben Dir hier jede Menge Tipps, was Du dabei beachten musst. Los geht’s!

    Trennwände müssen mit Gipsplatten mit einer Mindeststärke von 12,5 mm beplankt werden. Soll die Fläche später verfliest werden, ist eine Doppelbeplankung notwendig. Auch für bessere Schalldämmwerte und eine höhere Belastung ist eine zweilagige Beplankung empfehlenswert. Wichtig: Eine einfache Beplankung mit 25 mm dicken Platten kann die Doppelbeplankung mit 2 x 12,5 mm dicken Platten nicht ersetzen. Wichtig: Bei mehrlagiger Beplankung wird die untere Lage verspachtelt, bevor die zweite Lage montiert wird.

    Die Wahl der richtigen Platte kann auch ganz praktische Gründe haben, wenn Du sie z. B. beim Dachausbau durch eine enge Speichertreppe transportieren musst. Hier eignet sich z. B. eine 12,5-mm-Einmannplatte mit 600 mm Plattenbreite und einer Länge von 2000 mm oder 2600 mm. Achte bei der Zwischenlagerung vor der Montage darauf, dass die zulässige Punktbelastung der Decke/des Bodens nicht überschritten wird. Die Platte wiegt je nach Größe zwischen 9 kg und 11,6 kg. Übrigens: Gipspatten werden auf der Baustelle zwar hochkant transportiert, aber liegend gelagert.

    Für den Bau einer Trennwand sind manchmal bestimmte Wandeigenschaften gefordert, z. B. feuerhemmend. Dann musst Du die Gipsplatten entsprechend den Anforderungen auswählen.

    Platten lassen sich in Materialgruppen unterteilen. Die Gipskartonplatte (GKB) wird vielfach noch als Rigipsplatte bezeichnet. Rigips ist ein Markenname; die offiziell so bezeichneten Platten kommen von anderen Herstellern. Gipsplatten sind in einem breiten Spektrum von Abmessungen und Dicken erhältlich. Gipskartonplatten sind, wie der Name sagt, mit Karton ummantelt. Eine weitere Gruppe bilden die Gipsfaserplatten (GF). Sie unterscheiden sich schon rein äußerlich von den Gipskartonplatten: Sie haben z. B. keine Kartonummantelung und sind an den Kanten nicht abgerundet. Durch die Faserarmierung hat die Platte einige Vorteile gegenüber der Gipskartonplatte; sie ist zum Beispiel widerstandsfähiger gegen Stoßbelastungen.

    Neben den Gipsplatten sind im Trockenbau noch weitere Platten im Einsatz. Wenn es um Befestigungen geht, kommen auch OSB-Platten zum Einsatz. Sie bilden die unterste Schicht bei einer mehrschichtigen Beplankung und bieten bessere Befestigungsmöglichkeiten an der Trockenbauwand. Wenn mit Trockenbauelementen ein Nassraum entstehen soll, lassen sich mit beschichteten Bauplatten direkt verfliesbare Flächen herstellen. Mit den Bauplatten lassen sich auch Badeinrichtungen bauen, z. B. Waschtische.

    Schritt für Schritt

    Gipskartonplatten schneiden und verarbeiten – So geht’s!

    Platten verarbeiten

    Beim Zuschnitt, also dem maßgenauen Abtrennen der Platte, unterscheiden sich Gipskarton- und Gipsfaserplatten nur minimal. Bei der Gipskartonplatte wird die Schnittlinie mit einem Cutter oder einem Klingenmesser entlang einer Stahlschiene angeritzt. Dazu muss nur die obere Kartonummantelung durchtrennt werden. Bei der Gipsfaserplatte nimmst Du am besten einen Plattenreißer zum Anritzen.

    Knicke dann die Platte entlang einer geraden, scharfen Kante nach unten ab und durchtrenne den Karton von der Rückseite mit dem Cutter. Bei der Gipsfaserplatte muss natürlich keine Kartonummantelung durchtrennt werden. Auch mit Fuchsschwanz und Stichsäge lassen sich die Platten durchtrennen, aber mit deutlich mehr Staubentwicklung.

    Die nicht ummantelten Kanten der Gipskartonplatte, also auch die Schnittkante, werden angefast. Das kannst Du mit dem Cuttermesser oder – besser noch – mit dem Kantenhobel machen. Dieser lässt sich genau einstellen, und die Fugen werden gleichmäßig. Danach mit dem Raspelhobel die Schnittfläche glätten und entstauben.

    Ausschnitte machst Du mit der elektrischen Stichsäge oder einer Handstichsäge. Für das Eintauchen des Sägeblattes und für die Richtungswechsel der Säge bohrst Du zuerst ein Loch in jede Ecke. Bei U-förmigen Ausschnitten kannst Du zwei Seiten vom Rand der Platte aus einsägen und dann die dritte Seite anritzen und brechen.

    Kreisausschnitte für Schalterdosen werden mit der Lochsäge ausgeführt. Verwende dazu bei der Gipsfaserplatte eine hartmetallbestückte Lochsäge.

    Platten befestigen

    Gipsfaserplatten werden beim Befestigen auf Holz entweder geklammert oder geschraubt. Das Klammern ist besonders wirtschaftlich, wenn große Flächen verarbeitet werden. Gipskartonplatten werden hingegen geschraubt. Im Gegensatz zu Gipskartonplatten können bei Gipsfaserplatten die Schrauben bis zu 10 mm an den Plattenrand gesetzt werden, ohne dass die Platte ausreißt. Auch beim Verbinden doppelt beplankter Gipsfaserplatten kann geklammert werden, auch bei einer Metallunterkonstruktion. Dabei dürfen aber nur die Platten miteinander geklammert werden, und nicht das Metallständerprofil.

    In Metallständerprofile wird generell geschraubt. Verwende dazu die passenden Schnellbauschrauben, je nach Plattentyp. Damit die Schrauben nicht zu tief eindringen, ist ein Schraubvorsatz besonders hilfreich. Die Kosten dafür haben sich schnell bezahlt gemacht.

    Gipskartonplatten können auch verklebt werden. Bei diesem sog. Trockenputz können auch die dünneren Platten (z. B. 9,5 mm) eingesetzt werden. Für Ständerwände sind die jedoch ungeeignet. Wenn der Untergrund eben ist, kann im Dünnbettverfahren geklebt werden. Bei unebenen Untergründen wird im Batzenverfahren geklebt. Dabei lassen sich Unebenheiten beim Verkleben besser ausgleichen.

    Plattenanordnung

    Anordnung der Plattenstöße bei Längs- und Querbeplankung mit unterschiedlichen Plattenformaten. Die Stirnkantenstöße sind dabei mind. 400 mm versetzt. Bei Brandschutzanforderungen gelten andere Maße.

    Versetze die Längskantenstöße im Achsenabstand der Ständerprofile.

    Bei mehrlagiger Beplankung sind die Plattenstöße der einzelnen Lagen ebenfalls zueinander verschoben.

    Auch die gegenüberliegende Beplankung wird mit versetzten Plattenstößen montiert. Kreuzfugen müssen vermieden werden. So wird ein Maximum an Stabilität erreicht. Und nicht vergessen: Auch die Fugend er unteren Lage werden verspachtelt.

    Plattenfugen

    Zum Verbinden der Platten stehen zwei Fugentechniken zur Verfügung: für Gipskartonplatten und Gipsfaserplatten die Spachtelfugentechnik, die Klebefugentechnik dagegen nur für Gipsfaserplatten. Bei mehrlagiger Beplankung wird die untere Lage verspachtelt, bevor die zweite Lage montiert wird.

    Wenn die Spachtelmasse ausgehärtet ist, werden Ansätze und Grate mit dem Spachtel abgestoßen. Anschließend erfolgt die Endverspachtelung. Für die einzelnen Spachtelschichten sind verschiedene Spachtelmassen erhältlich, denn an die obere Spachtelschicht werden andere Ansprüche gestellt als an die untere. Sie muss sich besonders glatt abziehen lassen. Verwende für Feuchtraumplatten eine imprägnierte Spachtelmasse. Falls erforderlich, kann die gespachtelte Fuge nach dem Trocknen geschliffen werden – beschädige dabei nicht die angrenzende Gipsplattenoberfläche.

    Bei Gipsfaserplatten erreichst Du eine einwandfreie Fugenverbindung nur mit speziellen Fugenklebern. Dazu müssen die Plattenkanten staubfrei sein, die maximale Breite der Fuge beträgt 1 mm. Die Kartusche des Fugenklebers hat eine Kleberspitze für 10 mm dicke Platten und eine für 12,5 mm dicke Platten. Für noch dickere Platten wird die Kleberspitze angeschnitten. Die Kleberwulst wird nur auf die Mitte der Plattenkante aufgetragen und nicht auf das Ständerwerk. Am besten geeignet sind die vom Werk zugeschnittenen Plattenkanten. Am Bau zugeschnittene Platten müssen scharfkantig gesägt und absolut gerade sein.

    Zum Verbinden von Gipsfaserplatten mit Klebefugen werden glatte Kanten benötigt. Die erhältst Du mit einer Handkreissäge. Verwende die Handkreissäge mit einer hartmetallbestückten Trennscheibe und mit Absaugung. Trage eine Atemschutzmaske und säge mit geringer Drehzahl.

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    Rigipswand bauen Unter- Konstruktion

    Rigipswand bauen – Tipps und Anleitung für die Unterkonstruktion und die Montage

    Rigipswand bauen – Tipps und Anleitung für die Unterkonstruktion

    Schritt für Schritt Anleitung für die Rigipswand Unterkonstruktion

    Wie baue ich die Unterkonstruktion für eine Rigipswand?

    Sie bringen zuerst die waagerechten Balken der Unterkonstruktion an – ganz oben und ganz unten.

    Zwischen die beiden waagerechten Balken stellen (am besten sogar klemmen) Sie die senkrechten Latten – im Abstand von – idealerweise 62,5 cm von Mitte zu Mitte gemessen – und schrauben Sie dann fest.

    Rigips Unterkonstruktion 1.- 4. Schritt

    Abschießend wird die Unterkonstruktion noch an der Wand stabilisiert – sitzt, wackelt und hat Luft?

    Unterkonstruktion Schritt für Schritt

    Bei einer unebenen Wand müssen Sie mit der Unterkonstruktion die Unebenheiten der Wand ausgleichen.

    Das tun Sie, indem Sie die Rigipswand soweit von der unebenen Wand entfernt anbringen, dass alle Dellen dahinter verschwinden.

    Nehmen Sie dafür zunächst einen der 6×6 Balken (oder Dachlatte bzw. Ähnliches) knapp Höhe der Wand, legen den Balken an der unebensten Stelle an und bringen den Balken mit einer Wasserwaage ins Lot.

    An den Innenseite der nun lotrechten Latte, jeweils an Decke und Boden zeichnen Sie die Markierung für die beiden waagerechten Latten der Unterkonstruktion an.

    Sie schrauben die beiden Waagerechten ganz oben und ganz unten an der Wand fest. Kontrollieren Sie ggf. nocheinmal die Entfernung der Latten von der Wand: Zur Erinnerung – sie richtet sich nach der Unebenheit, die am weitesten in den Raum ragt.

    Nun geht es darum, die senkrechten Balken zwischen die waagerechten zu stellen, idealerweise zu klemmen. An den beiden Ecken der Rigipswand können Sie die Balken gleich einpassen und festschrauben. Die senkrechten Balken dazwischen aber müssen Sie dann zuerst exakt ausmessen.

    Rigipswand bauen, Rigips Unterkonstruktion – Abstand 62,5 cm

    Ist die anschließende Wand auch wirklich senkrecht?

    Dann beginnen Sie mit dem Ausmessen der jeweils 62,5 cm an einer Seite, bei der Sie möglichst eine ganze Platte anschrauben können.

    Messen Sie mit dem Zollstock – an beiden waagerechten Balken entlang – von der Mitte des senkrechten Rand-Balken aus – und machen sich jeweils einen Strich bei 62,5 cm.

    Falls die anschließende Wand nicht exakt lotrecht ist:

    Legen Sie einfach die breite Seite einer 62,5er Rigipsplatte an die waagerechten Balken und markieren die 62,5 cm mit Strichelchen.

    Damit haben Sie die Stelle, an die die Mitte des senkrechten Balken hinmuss.

    Immernoch ausmessen: Von dem ersten Strich oben und unten ausgehend – zeichnen Sie weiter jeweils weiter im gleichen Abstand die Stelle der Balken an, wo sich die Platten dann treffen sollen.

    Wenn Sie Platten von 62.5 cm Breite haben, haben Sie damit schon alle Maße für die senkrechten Balken.

    Die Länge für die senkrechten Balken messen Sie nun ggf. auch noch aus schneiden die Balken entsprechend zu – und zwar so, dass die senkrechten Balken genau zwischen die beiden waagerechten passen (idealerweise klemmen).

    Nun endlich setzen Sie die senkrechten Balken ein und schrauben die senkrechten Balken an den waagerechten fest:

    oben und unten jeweils zwei – schräg von dem senkrechten in den waagerechten Balken. (vorbohren!)

    6 Tipps für Ihre Rigips Unterkonstruktion

    Wenn Sie allein arbeiten, nehmen Sie kleinere Formate, sogenannte Ein-Mann-Platten.

    Falls Sie zur Unterkonstruktion Dachlatten statt 6×6 Balken verwenden:

    Dachlatten sind nicht so stabil wie 6×6 Balken. Unterfüttern Sie deshalb die Dachlatten in der Mitte zur Wand hin und schrauben sie die Latten mit Hilfe von Dübeln an der Wand fest bevor sie die Dachlatte mit den waagerechten Latten verschrauben.

    Stöße immer auf der Platte:

    Stöße müssen immer auf einer Latte oder dem Balken liegen. Müssen Sie die senkrechten Platten stückeln, ziehen Sie bitte für den waagerechten Stoß eine waagerechte Latte in die Unterkonstruktion ein.

    Der Abstand zwischen den senkrechten Dachlatten soll möglichst 62,5 cm – von Mitte zu Mitte gemessen – betragen. Kann auch mal ein Millimeter mehr oder weniger sein, doch Genauigkeit macht Ihnen in diesem Fall das Leben nach hinten raus leichter. Weil: Die Platten für die Rigipswand haben standardmäßig eine Breite von entweder einmal oder eben zweimal 62,5 cm. Und da sie ja dann bei der Montage mit den Schrauben nicht in der Luft landen wollen …

    Eine Alternative zum Verschrauben der senkrechten an den waagerechten Latten wäre eine Befestigung mit Winkeln. Ist aber nicht nötig ´und verbraucht natürlich mehr Material – was bei größeren Mengen schon ins Geld gehen kann.

    Rigipswand bauen – Tipps und Anleitung für die Rigips Montage

    Schritt für Schritt Anleitung für die Rigips Montage

    Wie montiere ich die Rigipswand auf der Unterkonstruktion?

    Eine saubere Unterkonstruktion vorausgesetzt, brauchen Sie bei der Montage der Rigipswand nur darauf achten, dass die Platten genau in der Mitte der Senkrechten aufeinander treffen.

    Montage Schritt für Schritt:

    Ein Zuschneiden der zu verschraubenden Rigips-Platte ist meist nur an den Rändern erforderlich – oder wenn Sie in höheren Räumen noch stückeln müssen. Schneiden Sie mit einem Cuttermesser und brechen Sie dann den Schnitt über einer Kante.

    Die zugeschnittenen oder schon fertigen Platten werden nun auf Stoß – jeweils in der Mitte einer Senkrechten – aufgeschraubt.

    So, dass eine halbwegs senkrecht durchgehende Fuge zwischen den Platten entsteht.

    Bei einer Platte von 2,50 m Höhe brauche Sie für die Kante einer Rigipsplatte 12 – 13 Schrauben: Abstand von Schraube zu Schraube – ca 20 cm.

    Und noch zwei Tipps für die Montage der Rigipswand

    Die Schrauben sollten mindestens einen cm vom Rand der Rigipsplatte entfernt sein, damit die Platte nicht ausbricht.

    Kleine Abweichungen beim Verschrauben der Rigipsplatten sind kein Problem, solange Sie mit den Schrauben noch das Holz der Dachlatten treffen. Doch auch hier haben Sie es im dann folgenden Arbeitsgang – dem Verspachteln der Fugen – leichter, wenn Sie jetzt genau arbeiten.

    Rigipswand bauen – Tipps und Anleitung für die Unterkonstruktion und die Montage © RainerSturm/ pixelio.de

    Rigips Unterkonstruktion 1.- 4. Schritt © handwerker-heimwerker.de

    Rigipswand bauen, Rigips Unterkonstruktion – Abstand 62,5 cm © handwerker-heimwerker.de

    Noch mehr Tipps

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    Durch die relativ leichte Verarbeitung, eine hohe Feuerfestigkeit und vielfältige Einsatzmöglichkeiten gehören Rigips- oder auch Gipskartonplatten schon lange zum Standard im Innenausbau. Sie können nach der Montage problemlos direkt auf Rigips streichen, ohne Raufaser zu tapezieren oder Malervlies anzubringen. In unserer Anleitung zeigen wir Ihnen anhand einiger praktischer Tipps, wie Sie ein perfektes Ergebnis erzielen.

    Schritt 1: Richtiges Material besorgen

    Nachdem die Übergänge (Stöße) zwischen den einzelnen Platten sowie die Schraubköpfe und Fugen zwischen den Platten verspachtelt sind, können Sie mit den Vorbereitungen für den Anstrich beginnen. Messen Sie zunächst die Fläche aus, um Ihren Materialbedarf abschätzen zu können.

    Welche Farbe Sie auswählen, wenn sie Rigipsplatten streichen möchten, erfragen Sie am besten in der Malerabteilung Ihres örtlichen Baumarktes. Profis verwenden in aller Regel Dispersionssilikatfarbe.

    Für ein optimales Ergebnis empfehlen wir folgende Werkzeugliste:

    • Schwingschleifer und Schleifpapier
    • Handfeger (zum Entfernen von Staubresten)
    • Kartuschenpistole (zum Auftragen von Acryl in den Ecken)
    • Fugenspachtel bzw. Fugenglätter
    • Maurerquast (zum Auftragen der Grundierung)
    • Große Farbrolle
    • Kleine Farbrolle und Pinsel für Ecken und Fensterlaibungen
    • Abstreifgitter (für überschüssige Farbe)

    Darüber hinaus benötigen Sie folgendes Material:

    • Acryl (für die perfekte Ausbildung von Ecken und Kanten)
    • Grundierung (Tiefengrund, nach Möglichkeit vom selben Hersteller wie die Farbe)
    • Wandfarbe (sollte nach DIN EN 13 300 genormt sein)
    • Abdeckmaterial (Karton bzw. Malerplanen, Malerkrepp und Klebeband)

    Schritt 2: Richtiges Abkleben beugt Flecken vor

    Bereiten Sie im ersten Schritt den Raum vor, in welchem Sie die Malerarbeiten vornehmen möchten. Sowohl Farbreste als auch die Grundierung können ohne gewissenhaftes Abkleben hässliche Flecken verursachen. Im schlimmsten Fall sind diese nicht mehr ohne Weiteres zu entfernen und Sie müssen z. B. die Heizkörper neu streichen.

    Breiten Sie zunächst die Kartons bzw. die Malerplane auf dem Boden aus, sodass die gesamte Fläche komplett abgedeckt ist. Kleben Sie nun sämtliche Fenster- und Türrahmen, Griffe und Steckdosen mit Malerkrepp ab.

    Verwenden Sie zum Abkleben von Tür- bzw. Fenstergriffen und Heizungsthermostaten stets ein spezielles, etwa 5 cm breites Klebeband aus der Malerabteilung des Baumarktes. Verzichten Sie auf herkömmliche Paketklebebänder, da diese unter Umständen beim Abziehen unsaubere Kanten verursachen können, wenn die Farbe darunter gerät.

    Schritt 3: Ecken und Kanten mit Acryl ausbilden

    Sofern vorhanden, schließen Sie nun noch Fugen, Risse und Anschlüsse mit Hilfe des Acryls unter Verwendung der Kartuschenpistole. Tragen Sie das Material in einem Durchgang zügig auf.

    Anschließend sollten Sie mit dem Malerspachtel oder ganz einfach mit einem angefeuchteten Finger nachgehen und überschüssiges Acryl abtragen. So erzielen Sie eine gleichmäßige Verteilung und ein sauberes Ergebnis. Profis bevorzugen diese Methode für eine saubere Eckenausbildung.

    Acryl lässt sich sehr gut verarbeiten und hervorragend mit Farbe abdecken. Beachten Sie jedoch in jedem Fall die Herstellerangaben zur Trocknungszeit – in aller Regel liegt diese bei ungefähr einem Tag.

    Nicht vollständig getrocknetes Material kann nach dem Anstrich feine Risse in der Farbe verursachen. Sollten diese doch einmal entstanden sein, gehen Sie mit einem Pinsel und etwas Farbe noch einmal über die betroffenen Stellen.

    Schritt 4: Schleifen und Säubern der gesamten Fläche

    Bevor Sie mit den Malerarbeiten auf Gipskarton beginnen können, müssen sämtliche Flächen vollständig sauber, staubfrei und trocken sein. Verwenden Sie zum Abschleifen der überschüssigen Spachtelmasse auf größeren Flächen den Schwingschleifer.

    Kleinere Schleifarbeiten, insbesondere an Wandflächen in unmittelbarer Nähe zu Fenstern, sollten mit dem Schleifpapier durchgeführt werden. Um Staub und Schmutzreste vollständig zu entfernen, benutzen Sie am besten einen Handfeger.

    Die Oberfläche der Platten sollte völlig glatt sein. Deshalb ist eine gewisse Sorgfalt beim Schleifen unabdingbar. Vermeiden Sie beispielsweise durch zu hohen Druck mit dem Schwingschleifer auf gespachtelte Bereiche unansehnliche Vertiefungen. Fugen sollten flach auslaufend und absolut eben geschliffen werden. Weniger (Kraftaufwand) ist hier oft mehr.

    Schritt 5: Rigipsplatten nicht ohne Grundierung streichen

    Wenn Sie auf Rigips ohne Grundierung (auch Tiefengrund genannt) streichen, entzieht der sehr saugfähige Gipskarton der Farbe zu schnell die Flüssigkeit – ein ungleichmäßiges Einziehen der Farbe mit unansehnlichen Flecken und Haarrissen ist die Folge.

    Um ein einheitliches Farbbild zu erhalten, behandeln Sie die gesamte Fläche vor dem Anbringen der Farbe entsprechend vor.

    Sollten Sie mit einem Tiefengrund-Konzentrat arbeiten, beachten Sie unbedingt die Herstellerangaben zur korrekten Verdünnung mit Wasser.

    Möchten Sie auch eine Decke aus Rigipsplatten streichen, grundieren Sie diese zuerst. Verwenden Sie hierzu den Maurerquast, welcher die Flüssigkeit tief und gleichmäßig in den Untergrund einbürstet.

    Verfahren Sie anschließend auf dieselbe Weise mit den Wänden. Wir empfehlen eine Trocknungszeit von 24 Stunden, bevor Sie dazu übergehen können, auf Rigips mit Tiefengrund zu streichen – beachten Sie bitte auch hier zur Sicherheit die Herstellerangaben.

    Schritt 6: Rigips zweimal streichen

    Für ein sauberes Ergebnis sind in der Regel mindestens zwei Anstriche notwendig. Für den Erstanstrich verdünnen Sie die Farbe mit etwas Wasser (Verhältnis Wasser-Farbe 1:5), damit diese nicht zu schnell einzieht und eine ungleichmäßige Farbverteilung entsteht. Der zweite (und ggf. dritte) Anstrich erfolgt mit unverdünnter Farbe. Prinzipiell gelten dieselben Regeln wie beim Streichen von Raufasertapete.

    Beim Erstanstrich beginnen Sie mit der Decke. Tragen Sie die Farbe mit der großen Farbrolle und der Teleskopstange satt in Bahnen auf. Anschließend folgt das Streichen der Rigipswand sowie den Ecken und Kanten im Raum. Diese Vorgehensweise kommt Ihnen bei der Trocknungszeit zwischen den Anstrichen entgegen.

    Beim zweiten Durchgang gehen Sie umgekehrt vor: Erst werden die Ecken und Kanten gestrichen, dann die Decke und abschließend die Wände.

    Der Anstrich schwer zugänglicher Bereiche wie Heizungsnischen und Fensterlaibungen gelingt am besten mit der kleinen Farbrolle und ggf. Pinseln. Drehen Sie beim Anstrich benachbarter Wände die Rolle so, dass der Bügel zur Raummitte zeigt. So wird die bereits gestrichene Nachbarwand nicht zerkratzt. Säubern Sie am Ende des Einsatzes stets Ihr Werkzeug – einmal ausgetrocknet, lässt sich Farbe nur schwer wieder entfernen.

    Renovierungshelfer bei JOBRUF finden

    Ihnen steht zurzeit kein Helfer zur Verfügung oder Sie trauen es sich schlichtweg nicht zu, ohne fremde Hilfe Rigips zu streichen? Finden Sie bei JOBRUF handwerklich begabte Studenten mit entsprechender Erfahrung. Stellen Sie noch heute kostenlos eine Anfrage – auch wenn es schnell gehen muss.

    Источники: http://www.hornbach.de/cms/de/de/projekte/raeume_ausbauen/waende_einziehen_durch_trockenbau/gipskartonplatten_schneiden_und_verarbeiten/gipskartonplatten_schneiden_und_verarbeiten.html, http://www.handwerker-heimwerker.de/rigipswand-bauen-anleitung/, http://www.jobruf.de/umziehen/renovierungstipps/streichen/rigips.html

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