Rigips abdichten

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    Feuchtraum Rigips im Badezimmer

    In Feuchträumen müssen Wände und Wandverkleidungen besonders gegen hohe Luftfeuchtigkeit geschützt sein, andererseits müssen auch Bereiche mit Spritzwassergefahr entsprechend abgedichtet werden, um Feuchtigkeit in Wand und Decke und damit die Gefahr der Schimmelbildung zu vermeiden. Beim Trockenbau gibt es dafür spezielle imprägnierte Gipskartonplatten, sogenannte GK(B)I-Platten. Sie sind kernimprägniert und können daher auch hoher Feuchtigkeit in der Luft auch widerstehen. Eine andere Bezeichnung ist auch Typ H2 nach EN 520 EU. Preislich liegen imprägnierte Rigips-Platten meist deutlich teurer als herkömmliche Rigipsplatten. Eine besondere Plattenart ist die Glasroc H von Rigips – sie ist das Gipskarton-Pendant zu Zementbauplatten, aber wesentlich leichter, billiger und auch weniger schwierig zu verarbeiten als diese. Da sie nicht nur hydrophobiert, sondern auch feuerhemmend ist kann sie auch in öffentlichen Bereichen eingesetzt werden.

    Bäder sind nicht immer Feuchträume im bautechnischen Sinn

    Eine Vorschrift oder eine gängige Praxis, tatsächlich im Bad und Küche immer durchgehend Feuchtraumplatten zu verwenden, gibt es nicht. Auch Bäder und Küchen sind nicht immer Räume mit ständig hoher Feuchtigkeitsbelastung, erst recht nicht, wenn sie gut durchlüftet sind. Unter Umständen ist also ein Ausbau mit herkömmlichen Gipskartonplatten anstatt mit Feuchtraum Rigips durchaus denkbar. Spritzwassergefährdete Bereiche müssen ohnehin beim Feuchtraumausbau besonders geschützt und abgedichtet werden – diese Abdichtung mittels Flüssigdichtfolie im Spritzwasserbereich und imprägniertem Fugenspachtel verhindert ohnehin bereits wirkungsvoll, dass überhaupt Feuchtigkeit an die Platten kommt. Im Zweifelsfall kann man jedoch sogenannte grüne Rigipsplatten oder Feuchtraum-Rigips verwenden, insbesondere bei hohen Dampfbelastungen und im Bereich des Deckenausbaus.

    Abdichtung ist grundlegend wichtig im Feuchtbereich

    Neben imprägniertem Fugenspachtel und Flüssigdichtfolie, die ganz einfach auf die verfugten Platten aufgestrichen werden kann, sind auch Dichtbänder und Dichtmanschetten wichtige Hilfsmittel beim Vorbeugen gegen Feuchtigkeits- und Schimmelschäden. Die Ausführung der Abdichtung muss möglichst sorgfältig und besonders exakt erfolgen, damit sie tatsächlich auch langfristig wirksam bleibt. Insbesondere an den Schnittkanten können auch imprägnierte Gipskartonplatten Feuchtigkeit aufnehmen, aus diesem Grund kommt der Verwendung von imprägnierter Fugenmasse besondere Bedeutung zu.

    Doppelbeplankte Ausführung für nachfolgendes Fliesen

    Experten raten auch eine Ausführung als Doppelbeplankung, das heißt dass entweder zwei Schichten Rigipsplatten angebracht werden, oder unter der Rigipsplattenschicht noch zusätzlich Spanplatten auf die Verlattung geschraubt werden, insbesondere dann, wenn später darauf gefliest werden soll. Das erhöht die Stabilität der Konstruktion.

    Badezimmer selbst bauen

    Bäder im Trockenbau – die Tücken stecken im Detail

    Modernisieren, Sanieren, Aus- oder Umbauen – die "trockene Art" hat insbesondere im Wohnungs- und Eigenheimbau große Bedeutung. Für viele Eigenheimbesitzer bietet sich der "ausbaufähige Dachboden" zur Erweiterung der als eng empfundenen Raumsituation für z. B. größere, unabhängigere Kinder oder als Gästezimmer an.

    Aber erst mit dem Einbau eines separaten Badezimmers wird der zusätzliche Wohnraum perfekt. Wird in einem Haus zusätzlicher Wohnraum benötigt, kann dieser oft mit einem Dachausbau geschaffen werden. Hier finden dann Kinder- oder Gästezimmer bis hin zu Kleinwohnungen Platz.

    Dieser Artikel beschreibt was bei einem Badezimmer im Dach zu beachten ist – damit im Nachhinein viel Ärger erspart bleibt!

    Inhaltsübersicht zum Thema Badezimmer im Trockenbau

    Heimwerker, die einen Trockenausbau mit Gipsplatten planen, können Zeit und Geld sparen. Die Vorteile der Trockenbauweise sind überzeugend: vorgefertigte Systeme für eine schnelle Montage der "leichten Wandkonstruktionen" auf stabilen Ständerwerken aus Metallprofilen, kurze Trocknungszeiten und planebene Wand- und Deckenflächen, die sofort tapezierbar sind oder mit Fliesen belegt werden können. Diese Vorteile gewährleisten einen zügigen und leicht auszuführenden Ausbau.

    Beim trockenen Ausbau von Bädern gilt es jedoch, die speziellen Anforderungen an den Feuchteschutz zu berücksichtigen. Denn Gips saugt von Natur aus Wasser und quillt auf. Nur durch eine Abdichtung direkt zwischen Trockenbauplatte und Fliesen, einschließlich der Lösung aller Detailprobleme, kann ein dauerhafter, nachhaltiger und sicherer Schutz gegen Schäden aus Feuchtigkeit mit geringem Aufwand erzielt werden. Die nachfolgend beschriebene Methode der Abdichtung im Verbund wird durch professionelle Fliesenleger in gleicher Form angewendet und entspricht den anerkannten Handwerksregeln.

    Heimwerker sollten beim Ausbau von Bädern auf Trockenbausysteme zurückgreifen, bei denen alle Komponenten wie Unterkonstruktion, Gipsplattenbeplankung, Schrauben und Fugenverspachtelung aufeinander abgestimmt und geprüft sind. Die Tücken beim Trockenbau in Bädern liegen im Detail, wie z. B. bei den Übergängen zwischen unterschiedlichen Wandkonstruktionen, den diversen Rohrdurchführungen, Wannenanschlüssen etc. Und unangenehme Überraschungen will der Heimwerker mit Sicherheit nicht erleben!

    Wandkonstruktion im Trockenbau

    Bäder im Trockenbau

    Metalldoppelständerwände als Installationswand (Beispiel der Firma Rigips).

    1. Rigips-vario-Bauplatten
    2. Metall-Unterkonstruktion
    3. Hohlraumdämpfung
    4. Tragständer für Wandhänge-WC und Einbau-Spülkasten
    5. Tragständer für Waschbecken

    Die drei wesentlichen Vorteile einer Verbundabdichtung im Trockenbau:

    1. Keine Durchfeuchtung von feuchtigkeitsempfindlichen Untergründen und somit keine schleichende Beschädigung des Untergrundes.
    2. Die Konstruktion bleibt trocken. Die Abdichtung besteht aus einem Guss ohne Nähte und Fugen.
    3. Eine sichere und flexible Verklebung des keramischen Belages auf der nahtlosen Abdichtung.

    Wände in Bädern können mit Einfach- oder Doppelständerwerk als tragenden Untergrund für den keramischen Belag errichtet werden. Doppelständerwände dienen darüber hinaus häufig auch als Konstruktion für die Integration von Sanitärinstallationen. Wichtig ist hier, dass die gegenüberliegenden Ständerwerke durch Laschen verbunden sind, um so eine ausreichende Stabilität zu erreichen.

    Grundsätzlich sind bei den beschriebenen Wandkonstruktionen die Beplankungen kraftschlüssig mit der Bodenkonstruktion zu verbinden. Die Beplankung der Wände besteht in der Regel aus einer doppelten Lage Gipsbauplatten (2 x 12,5 mm) oder nur einer Lage mit einer Stärke von mindestens 20 mm.

    Bei der Wahl dieser Beplankungsarten kann der erforderliche Ständerabstand von 62,5 mm eingehalten werden. Bei Beplankungen aus Gipskartonplatten mit geringerer Dicke ist ein deutlich reduzierter Ständerabstand erforderlich, um einen ausreichend steifen Untergrund für keramische Beläge herzustellen.

    Neben der stabilen Montage der Ständerkonstruktion kommt der eigentlichen Oberfläche der Beplankung und deren Verspachtelung besonderes Augenmerk zu. Denn je nach vorhandener Kantenausbildung der Beplankung können unterschiedliche Verspachtelungssysteme mit oder ohne Fugendeckstreifen ausgeführt werden.

    Grundsätzlich ist überstehendes Spachtelmaterial zu entfernen bzw. abzustoßen; ein Glätten der Spachtelmasse sowie flächiges Auftragen oder das seitliche Verziehen der Spachtelmassen über den eigentlichen Fugenbereich hinaus, sollte immer vermieden werden.

    In der Praxis: Wand abdichten Schritt für Schritt

    Vor Beginn der Arbeiten sollten Sie den Untergrund auf Eignung prüfen. Neben den üblichen Trockenbauplatten, wie Gipskarton-, Gipsfaser- und Gipswandbauplatten, eignen sich folgende Untergründe:

    • Beton
    • Hand- und Maschinen-Putz auf Gips-, Zement- oder Gips-Zement-Basis
    • Bauplatten aus Porenbeton
    • Hohlwandplatten aus Leichtbeton

    Nicht geeignet sind Kalkputze und Kalk-Gips-Putze. Ihr Gefüge ist für eine dauerhaft haltbare Abdichtung nicht fest genug.

    Am Boden eignen sich Betonflächen ebenso wie Zement-, Fließ- und Gussasphaltestriche. Mehr zum Thema Bodenabdichtung finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

    Material und Werkzeug

    • Streichfähige Badabdichtung (Flüssigfolie)
    • Abdichtband
    • Farbroller
    • Pinsel
    • Kunststoffspachtel oder Holzspatel
    • Ggf. lösemittelfreier Tiefgrund
    • Ggf. Reparaturspachtelmasse

    Wand fürs Abdichten vorbereiten

    Reinigen Sie den Untergrund zunächst von allen losen Bestandteilen, wie Schmutz, Staub oder Gipsbröckchen. Auch Trennmittel, wie Fette, sind zu beseitigen. Eine Trockenbauwand muss sauber und eben verspachtelt sein, bei anderen Wänden schließen Sie Beschädigungen, Dübellöcher und Ähnliches mit einer Reparaturspachtelmasse. Fliesenkleber eignet sich ebenfalls für diesen Zweck. Stark oder sehr unterschiedlich saugende Untergründe werden mit einem lösemittelfreien Tiefgrund behandelt, um die Saugfähigkeit zu regulieren.

    Anschließend spritzt man, soweit noch nicht beim Bau geschehen, Eck-, Anschluss- und Bewegungsfugen mit Silikon aus. Auch Armaturanschlüsse werden so abgedichtet. Hier darf aber nur neutralvernetzendes Silikon zum Einsatz kommen, um die Metalloberflächen nicht durch Korrosion zu gefährden.

    Abdichtung auftragen

    Mit dem Auftrag des Abdicht-Anstrichs beginnt man in den Ecken, an Rändern und Übergängen. Hier arbeitet man am besten mit dem Pinsel. Anschließend können die Flächen mit der Rolle bearbeitet werden. Tragen Sie die Abdichtung überall satt auf und arbeiten Sie immer nass-in-nass. Wenn Sie nicht jeweils die gesamte Wand streichen möchten, muss der Abdichtanstrich die Wand in der Duschecke bis mindestens 30 cm über dem Duschkopf oder oberhalb der Badewanne bis mindestens 20 cm über der Wannenfüllarmatur bedecken.

    In den Ecken und an Anschlüssen zu Sanitärgegenständen legt man das zum Anstrich gehörige Abdichtband in die frisch aufgetragene Flüssigfolie. Achten Sie darauf, Anstrich und Dichtband aus dem System des gleichen Herstellers zu verwenden. Dann können Sie sicher sein, dass beide sich problemlos miteinander verarbeiten lassen.

    Auch um Rohrdurchführungen herum wird Abdichtband in die Masse eingelegt. Sie können dazu Manschetten aus dem Band zuschneiden, indem Sie ein Stück Band mit sternförmigen Einschnitten versehen, es gibt aber auch anwendungsfertige Manschetten zu kaufen.

    Drücken Sie das Band mit einem geeigneten, nicht scharfen Gegenstand glatt in die Ecke oder rund um die Durchführung und achten Sie darauf, dass es überall sauber anliegt.

    Lassen Sie den ersten Anstrich nun nach Herstellervorschrift trocknen. Die Trockenzeit beträgt meist wenige Stunden. Anschließend folgt der zweite Anstrich. Überstreichen Sie dabei zunächst das Abdichtband deckend an den Kanten und dann sämtliche übrigen Flächen.

    Nach dem Trocknen der zweiten Schicht – wieder wie vom Hersteller vorgeschrieben – kann der endgültige Wandbelag angebracht werden: Fliesen, die mit einem hochflexiblen Fliesenkleber verlegt werden, sorgen dann auch in stark wasserbelasteten Bereichen wie an der Dusche oder über der Badewanne für eine perfekt wasserdichte Fläche.

    Tipp: Abdichten auf alten Fliesen

    Auch einen alten Fliesenbelag, der überfliest werden soll, müssen Sie abdichten, denn meist weiß niemand, wie es darunter aussieht. Dafür ist aber ein wenig mehr Vorarbeit erforderlich.

    Bodenkonstruktionen – Fliesen und Abdichtung

    In den meisten Fällen findet man im Dachgeschoss eines Eigenheimes eine mit Spanplatten abgedeckte Holzbalkendecke vor. Dieser Boden schwingt in geringem Maße und dehnt sich aufgrund von Schwankungen der Luftfeuchtigkeit (insbesondere im jahreszeitlichen Wechsel Sommer/Winter) aus bzw. zieht sich zusammen. Aufgrund dieser natürlichen Bewegungen ist er zunächst für die Aufnahme eines hygienisch einwandfreien und leicht zu reinigen Fliesenbelages ungeeignet.

    Um den starren Fliesenbelag vom flexiblen Untergrund zu "entkoppeln" bieten verschiedene Hersteller "Entkoppelungsmatten", z.B. aus einer mit Polyurethan gebundenen verrottungsfreien Kokosfaser an. Die gleichen Matten werden vorwiegend als Trittschalldämm-Matten angeboten.

    Die Fliesen werden mit flexiblen Fliesenklebern auf diesem Untergrund verlegt. Damit ist ein dauerhafter Verbund der Fliesen zum Untergrund gesichert, da die Bewegungen des Untergrundes nicht behindert werden.

    Keramische Beläge im Trockenbau

    Seit über 10 Jahren hat sich die Abdichtung im direkten Verbund mit keramischen Belägen in der Praxis bewährt. Besonders in feuchtigkeitsbeanspruchten Bereichen ist diese Abdichtungstechnik wirtschaftlich, leicht und sicher zu verarbeiten.

    Rohrdurchführungen, Wannenanschlüsse, etc., aber auch Ecken stellen besondere Anforderungen an die Abdichtung. Solche Stellen müssen vor der Flächenabdichtung separat gesondert eingedichtet werden, da sie die Funktionstüchtigkeit der gesamten Abdichtungsmaßnahme beeinflussen. So sind Silikonfugen grundsätzlich keine dauerhafte Abdichtung, da sie einem Verschleiß (z.B. durch intensives Reinigen) unterliegen, sich mit der Zeit an den Rändern lösen können und damit Wasser in den Untergrund eindringen kann.

    Zur Steigerung der Ausführungssicherheit wird empfohlen, Abdichtungen im Verbund generell in zwei Arbeitsgängen auszuführen. Begonnen wird in den Raumecken, z.B. im Bereich einer Duschecke im Anschluss Boden/ Wand und Wand/Wand. Hier wird mit hochelastischen Kunststoff-Abdichtbändern, die mit einer Vlieskaschierung versehenden sind, elastisch und dauerhaft überbrückt.

    Die Abdichtbänder bettet man in eine vorher aufgetragene frische Schicht der Abdichtungsmasse ein und überstreicht sie im Randbereich nochmals mit der Flüssigfolie. Vorhandene Bewegungsfugen sind in gleicher Weise abzudichten. Dabei sollte in den Abdichtbändern eine Schlaufe ausgebildet werden, die Bewegungen aufnehmen kann.

    Abdichtung der Rohbetondecke

    Untergrund unbedingt beachten

    Rohrdurchführungen sind im Trockenbau mit einer Dichtmanschette sorgfältig zu sichern. Dabei sind die Materialien so zu verarbeiten, dass sie übergangslos in die nachfolgende Flächenabdichtung integriert werden können. Abläufe werden unmittelbar in die Flüssigfolie eingebettet. Die Aufstellung von Badewannen und/oder Duschwannen erfolgt häufig auf einer Rohbetondecke oder auf dem Estrich.

    Zur Vorbeugung von Schäden ist die Flächenabdichtung unter der jeweiligen Wanne auszuführen. Steht die Wanne direkt auf einer Rohbetondecke, muss die Abdichtung wieder bis auf den schwimmenden Estrich hochgeführt werden. Hinzu kommt, dass gleichzeitig auch die Trittschalldämmung zu überbrücken ist. Dies lässt sich nur mit einem erheblichen Aufwand realisieren.

    Bei einer vorliegenden Rohbetondecke ist aus Sicht der Praktikabilität und der Abdichtungstechnik das Aufstellen der Wanne auf dem schwimmenden Estrich die bessere Lösung. Bei dieser Variante kann die Abdichtung aus dem Wandbereich über Fugenbänder auf den schwimmenden Estrich geführt werden und in einer Ebene unterhalb der Wanne bis in den übrigen Bodenbereich weitergeführt werden.

    Je nach Typ sind zusätzliche Wandhalterungen zur Auflage der Wanne beim Anschluss an Trockenbaukonstruktionen erforderlich. Zur Vermeidung von Körperschallübertragungen werden spezielle Wandwannen-Randprofile oder die Verwendung von Dämmstreifen empfohlen.

    Nach der Eindichtung der Details folgt die Abdichtung der gesamten Fläche. Auf der durchgetrockneten Flächenabdichtung wird der keramische Belag mit einem flexiblen Dünnbettmörtel verlegt. Für die Verfugung des keramischen Belages haben sich farbige Fugenmörtel durchgesetzt, die jedem Bad eine besondere Note verleihen. Die Bewegungs- und Anschlussfugen werden mit elastischen, pilz- und bakterienhemmend (fungizid) ausgestatteteten Silikonfugendichtstoffen geschlossen.

    Tipps: Abdichtung auf dem Boden verarbeiten

    Möchten Sie im Rahmen einer Sanierung den Boden des Badezimmers abdichten, können Sie auch diesen Bereich zunächst abspachteln. Dadurch lassen sich nicht nur Fugen in Altbelägen schließen, mit der geeigneten Masse kann auch ein Gefälle angelegt oder optimiert werden.

    Wenn Sie die Bodenabdichtung nicht über ein Dichtband in den Ecken an eine Wandabdichtung anschließen, muss sie wannenartig angelegt und mindestens 15 cm an den Wänden hochgeführt werden.

    Auch am Boden sollten Sie die Saugfähigkeit des Untergrunds gegebenenfalls mit einem Tiefgrund-Auftrag regulieren. Wie an der Wand muss die Fläche zudem frei von losen Bestandteilen und trennenden Substanzen sein. Der Anstrich selbst erfolgt im Grunde wie an der Wand – beachten Sie dabei in jedem Fall genau die Herstellervorschriften.

    Fazit zu Bädern im Trockenbau

    Die Trockenbautechnik in Bädern findet bei Heimwerkern große Beachtung. Damit verbunden ist, dass feuchtigkeitsempfindliche Gipsbaustoffe als Verlegeuntergründe für keramische Beläge aus Gründen der unkomplizierten Verarbeitung eingesetzt werden. Moderne Technologie wie die Abdichtung im direkten Verbund mit keramischen Belägen bietet die notwendige Sicherheit gegen Feuchteschäden im Eigenheim.

    Bei der Anwendung der Trockenbauweise ist ein besonderes Augenmerk auf die sorgfältige Ausbildung von Details zu legen. Nur so lassen sich auch die Wandkonstruktionen im Bad sicher abdichten.

    Wichtige Fachbegriffe zum Trockenbau

    Abdichtbänder und -manschetten bestehen aus einem hochelastischen künstlichen Kautschuk, der beidseitig auf ein durchlässiges Vlies aus extrem dauerhaften und widerstandsfähigen Polyester aufgebracht wird. Das durchlässige Vlies ist an den Rändern unbeschichtet, um dort mit der Flüssigfolie einen festen Verbund einzugehen. Das Einarbeiten der Bänder und Manschetten an den Übergangsbereichen ist erforderlich, da an diesen Stellen Bewegungen auftreten können, die die Dehnfähigkeit der Flüssigfolie überschreiten können und somit zum Reißen führen würden.

    Es handelt sich um einen Kleber, der neben verschiedenen Arten von Zement auch Kunststoffanteile enthält. Durch die Ergänzung von Kunststoffen zum Zement ist der Kleber in der Lage, geringfügige Bewegungen aufzunehmen, ohne dass sich die Fliesen vom Untergrund lösen. Eine Weiterentwicklung sind sogenannte "Dispersionskleber", die keinen Zement mehr enthalten und nur auf Kunststoffen basieren.

    Körperschall entsteht, wenn durch die Berührung oder das Zusammenschlagen zweier Gegenstände (Körper) Schall übertragen wird (z. B: Das Schlagen mit einem Stock auf ein Metallgeländer, welches sich über große Entfernungen fortsetzen kann). Luftschall entsteht durch die Reflektion von Lauten an festen Gegenständen (z. B. das Echo in den Bergen).

    In der Umgebungsluft vorhandene Staubpartikel, Reste von Körperpflegeprodukten und auch abgewaschene Hautreste und Haare, die nach dem Baden bzw. Duschen in den Ecken stehen bleiben und niemals vollständig entfernt werden können, bilden ideale Nahrungsgrundlagen für Bakterien und Pilze. Mineralische Fugenfüller sind aufgrund des pH-Wertes gegen eine Besiedlung weitgehend widerstandsfähig. Silikone müssen durch eine fungizide Ausstattung gegen eine Besiedlung erst widerstandsfähig eingestellt werden. Diese fungizide Wirkung lässt jedoch mit der Zeit nach.

    Fachverband des Deutschen Fliesengewerbes im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e. V.: Hinweise für die Ausführung von Abdichtungen im Verbund mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten für den Innen- und Außenbereich, Bonn, Mai 1997.

    Technische Merkblätter Heidelberger Bauchemie GmbH, Marke Bauta

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    Bädermax , d. 25-05-16 12:55 :

    Sehr wertvolle Tipps zum Ausbau der heimischen Wellness-Oase! Und die Nostalgie-Badewanne auf dem Bild "Badezimmer unter der Dachschräge" gefällt mir besonders!!

    Redaktion -heimwerker.de , d. 08-06-15 06:44 :

    Dein Team von heimwerker.de

    Marina , d. 05-06-15 12:14 :

    Der Artikel ist gut geschrieben, so eine Gipsplatte hält doch aber kein Gewicht aus oder? Ein Waschbecken kann man daran nicht befestigen.

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    Badezimmer dauerhaft wasserdicht

    Vor dem Fliesen von Badezimmerwänden und -böden muss der Untergrund trocken, fest, sauber, rissfrei und wasserdicht sein. Deshalb entfernen Sie zunächst alle losen Teile und Anstriche und gleichen Unebenheiten mit selbstverlaufender Spachtelmasse aus. Bevor Sie nun die Fliesen verlegen, tragen Sie eine Grundierung und außerdem eine wasserabweisende Sperrschicht auf die gesamte Wand- und Bodenfläche im Spritzwasserbereich auf. Dichtmanschetten und Dichtband sorgen darüber hinaus für 100-prozentig wasserdichte Rohrdurchgänge und Eckfugen unter Fliesenbelägen.

    1. Untergrund richtig vorbreiten

    Fliesen können auf nahezu allen Untergründen im sogenannten Dünnbett-Verfahren verlegt werden. Vorausgesetzt, der Untergrund ist tragfähig, eben, trocken und frei von Stoffen, die die Haftung des Fliesenklebers beeinträchtigen – beispielsweise Fett, Staub oder alte Anstriche. Deshalb alle losen Teile und Anstriche entfernen und Unebenheiten mit selbstverlaufender Spachtelmasse ausgleichen.

    Weitere Informationen finden Sie in den BAUHAUS Ratgebern Untergrund für Boden- bzw. Wandbeläge vorbereiten.

    2. Nassraum abdichten

    Tragen Sie zunächst eine Grundierung auf (gut trocknen lassen). Diese sorgt dafür, dass die folgenden Abdichtprodukte gut haften.

    Nun folgt der Dichtanstrich, den Sie mit einer Rolle, einem Pinsel oder einem Quast auf den Untergrund satt auftragen. Beginnen Sie mit dem Auftrag in den Ecken und im Übergang vom Boden zur Wand.

    Beachten Sie: Dichtanstrich satt, aber nicht zu dick auftragen!

    In diesen noch feuchten Anstrich kleben Sie Abdichtband, und zwar Dichtecken sowie zugeschnittene Dichtbahnen für die Übergänge vom Boden zur Wand.

    Rund um die Rohrdurchgänge legen Sie außerdem Dichtmanschetten in den frischen Erstanstrich. Tragen Sie anschließend auch auf die restliche Fläche Dichtanstrich auf – im Spritzwasserbereich und unter der Wanne.

    Lassen Sie den ersten Anstrich etwa drei Stunden trocken, bevor Sie den Zweitanstrich auftragen und mit diesem auch die Abdichtbänder und -manschetten überdecken. Nach etwa 12 Stunden können Sie mit den Fliesenarbeiten beginnen (Herstellerangaben beachten).

    Bildergalerie Badezimmer dauerhaft wasserdicht

    Vor dem Verlegen von Fliesen müssen Sie in Nassräumen den Untergrund abdichten – besonders im Spritzwasserbereich und unter der Wanne. Beginnen Sie in den Ecken und legen zusätzlich Dichtecken in den Erstanstrich.

  • An den Übergängen vom Boden zu den Wänden legen Sie Flächendichtband in den ersten Anstrich. Schneiden Sie dieses entsprechend der Wandlänge zu (am besten noch vor dem Anstrich).

  • Tragen Sie den Dichtanstrich satt, aber nicht zu dick auf und legen anschließend das Flächendichtband ein.

  • Rund um die Rohrdurchgänge für die Wannen- und Duscharmaturen legen Sie Dichtmanschetten: Nach dem Erstanstrich schrauben Sie hierbei ggf. Reduzierstücke zur Armaturmontage an und legen anschließend die Dichtmanschetten auch hier in den noch feuchten Anstrich.

  • Nun können Sie die gesamte Fläche anstreichen. Nach rund drei Stunden Trocknungszeit führen Sie den Zweitanstrich durch (Herstellerangaben beachten).

    Abdichtprodukte im Set

    Hersteller, die Fliesenkleber produzieren, führen meist auch Abdichtprodukte im Sortiment. Hierzu zählen Flächendichtanstrich, Flächendichtband, Dichtecken und Dichtmanschetten. Teilweise werden die Produkte als komplette Sets angeboten. Das ist praktisch und oft günstiger, als jedes Produkt einzeln zu kaufen.

    Werkzeug und Material

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    Источники: http://www.hausjournal.net/feuchtraum-rigips, http://www.heimwerker.de/haus/kueche-bad-sanitaer/bad/badezimmer-trockenbau.html, http://www.bauhaus.info/ratgeber/sanitaer-heizung/badezimmer-dauerhaft-wasserdicht

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