Richtig verputzen

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    Richtig verputzen

    26.01.2015, 16:14 Uhr | dpa-tmn

    Wand verputzen: So geht’s. (Quelle: DIY/Knauf Bauprodukte/dpa)

    Ob unverputzter Neubau oder komplett renovierter Altbau: Manchmal braucht die Wand einfach einen neuen Putz. Mit etwas Geschick und Erfahrung können Heimwerker dies auch selbst erledigen. Was man beim Verputzen beachten muss, damit die Wand hinterher auch glatt und schön aussieht.

    „Laien sollten sich nicht vornehmen, gleich den ganzen Rohbau ihres Eigenheims selbst zu verputzen“, warnt Wolfgang Queißer vom Verband Privater Bauherren in Berlin. Denn über eine unebene Oberfläche ärgert man sich später einfach. Er rät, sich erst einmal an Wänden in Keller, Garage oder Hobbyraum zu versuchen, und Wohnräume unter Umständen lieber Profis zu überlassen.

    Am besten zu dritt verputzen

    „Am besten nimmt man sich zunächst nur zwei, drei Quadratmeter vor“, empfiehlt Volker Wollny, Diplomingenieur und Fachbuchautor aus Aalen. Denn das Verputzen sei eine kräftezehrende Arbeit. „Schon um auf einen Quadratmeter einen Millimeter Putz aufzutragen, braucht man ein Liter Material“, sagt Robert Raschke-Kremer, Trainer an der Kölner Heimwerkerschule DIY Academy.

    „Da kommen bei 10 Quadratmetern und einer ein Zentimeter dicken Putzschicht 160 Kilogramm Material zusammen, die bewegt werden müssen.“ Er empfiehlt deshalb, zu dritt zu arbeiten: Einer mischt an, einer bringt das Material an die Wand und der Dritte reibt den Putz.

    Das richtige Werkzeug zum Verputzen

    Zum Anwerfen des Putzes benötigen Heimwerker eine Maurerkelle. „Sie sollte aus Edelstahl sein, sonst drohen bei Gipsputz Roststellen“, erklärt Raschke-Kremer. Außerdem werden eine Glättkelle gebraucht, um den Putz aufzuziehen, eine Kartätsche (Reibebrett), kleinere Kellen wie die sogenannte Katzenzunge, um die Bereiche um Fenster und an Türzargen zu bearbeiten, sowie ein Reibebrett.

    Ein Schwammbrett dient dazu, die Putzfläche während des Abbindeprozesses zu filzen, erklärt Raschke-Kremer. Mit einer Putzmaschine, die in Baumärkten verliehen wird, seien Laien oft überfordert. Sie mischt den Putz unter Hochdruck und spritzt ihn an die Wand – dabei muss das Material sehr schnell verarbeitet werden.

    Putz richtig mischen

    Am besten nimmt man einen elektrischen Rührquirl, um den Putz anzurühren. Von einer Bohrmaschine mit Rühraufsatz rät Heimwerkerlehrer Raschke-Kremer ab, da sie nicht genug Kraft entwickelt. Gut geeignet zum Mischen sei ein Mörtelfass. Bauexperte Wollny hält nicht viel davon, den Mörtel von Hand in einer Schubkarre anzumischen.

    Darin sei es schwierig, eine gleichmäßige Masse herzustellen. Eine kräfteschonende Möglichkeit sei das Mischen auf einer glatten Baufolie, wobei man das Wasser wie beim Backen in eine Mulde in die Mitte der trockenen Mischung füllt, ehe man sie mit Hilfe einer Schaufel mischt. Für größere Putzprojekte empfiehlt Wollny, im Baumarkt einen Mischer zu mieten.

    Bei falschem Putz droht Schimmelbefall

    Welcher Putz verwendet wird, hängt vom Untergrund ab. „Wegen ihrer feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften eignen sich Haftputze auf Gips-Kalk-Basis für Innenräume am besten“, sagt Raschke-Kremer. Für Feuchträume wie Bäder greift der Heimwerker besser auf kalk-zementgebundene Feuchtraumputze zurück. Denn mit Gipsputzen droht hier Schimmelbefall.

    Beide Putzsorten gibt es als Fertigmischungen, die nur noch mit Wasser angerührt werden müssen. Wollny rät aber dazu, den Putz selbst zu mischen, weil dieser besser haftet. „Nach einer Faustregel werden zwei Schaufeln Kalk und eine Schaufel Zement mit neun Schaufeln Sand gemischt“, erklärt er. Erst werden diese Komponenten vermischt, dann kommt Wasser dazu.

    Bei Fertigputzen aus Gips und Leichtkalk kommt erst das Wasser ins Mörtelfass, anschließend wird das Pulver dazugegeben, sagt Raschke-Kremer. Die Masse wird zunächst eingesumpft und dann gerührt. „Erst beim Rühren beginnt der Abbindeprozess“, erklärt der Experte. Der Putz lasse sich gut verarbeiten, wenn er die Konsistenz von Quark hat. „Dabei sollte die Masse gut durchmischt, aber nicht kaputt gerührt sein.“

    Wand richtig vorbereiten

    Schmutz und lose Partikel müssen von der Wand entfernt werden. „Gerade wenn man eine Altbauwand verputzt, ist es wichtig, den Untergrund vorher gut zu nässen, damit der Putz besser hält“, erläutert Wollny. Das wird mit einer Deckenbürste oder einem Malerquast gemacht. Bei einer stark saugenden Wand kann man auch Tiefengrund auftragen, eine mineralische Grundierung, sagt Raschke-Kremer. Besteht eine Wand aus unterschiedlichen Steinsorten und Materialien, mindern Gewebematten, sogenannte Armierungen, die Gefahr von Oberflächenspannungen und Rissen.

    Eine Putzlehre hilft dabei, die Masse gleichmäßig aufzutragen. Sie besteht aus Leisten und Eckschienen, die senkrecht und parallel zueinander an die Wand angebracht werden. „Für die Vorarbeiten sollte man sich ausreichend Zeit nehmen“, sagt Wollny. „Wenn man sie sorgfältig ausführt, erspart einem das später viel Arbeit.“ Der Experte rät auch noch: „Anrühren sollte man immer nur so viel Masse, wie man verarbeiten kann.“

    Putz ordentlich trocknen lassen

    „Mit der Maurerkelle wird die Putzmasse auf die Fläche zwischen den Putzleisten aufgetragen“, erläutert Raschke-Kremer. Dann wird mit der Kartätsche das Material gleichmäßig verteilt. Der Heimwerker reibt anschließend mit dem Brett in gleichmäßigen, kreisenden Bewegungen zügig über den Putz, bis die Fläche plan ist. Damit der Putz nicht abbröselt, ist es wichtig, dass das Material eine bestimmte Dicke hat. Sie variiert je nach Putzart zwischen 5 und 20 Millimeter und ist auf der Verpackung vermerkt.

    Wenn der Putz druckfest, aber noch feucht ist, reibt der Heimwerker mit dem Filzreibebrett Unebenheiten von der Oberfläche. Nach dem Trocknen können letzte Makel noch mit Schleifpapier und Oberflächenspachtel nachgearbeitet werden, erklärt der Experte. Farbe oder Tapete darf erst auf endgültig getrocknete und ausgehärtete Wände kommen. Wann das ist, hängt von dem Material und der Witterung ab. „Hier sollte man unbedingt die Herstellerangaben beachten“, sagt der DIY-Trainer.

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    Wände verputzen

    Du willst mal tief in den Farb- und Putztopf greifen? Kein Problem! Wir haben genau den richtigen Ratgeber für Dich bei der HORNBACH Meisterschmiede. Wir liefern Dir kreative Tipps und Tricks und eine Schritt für Schritt Anleitung, mit der wir Dein kreatives Heimwerkerherz höher schlagen lassen. Also, ran an die Kelle!

    Das brauchst Du für Dein Projekt

    Werkzeug

    • Abziehbrett
    • Reibebrett
    • Stahlglätter
    • Wasserwaage
    • Eimer
    • Bohrmaschine
    • Maurerquast
    • Setzlatte/ Abziehbrett
    • Maurerkelle
    • Rührquirl

    Schritt für Schritt

    Wände verputzen – So geht’s!

    Rohes Mauerwerk verputzen

    Bei der Verwendung von anmachfertigen Putzen wird das Pulver nach Ge­brauchsinformation in einem Eimer ange­rührt.

    Verwende am besten einen Rührquirl an der Bohrmaschine, damit er klumpenfrei verrührt werden kann. Die Putzmasse ist nun gebrauchsfertig.

    Trage den angemischten Putzmörtel am besten mit einer Stahltraufel auf die Wand auf. Dabei etwas Material mit einer Maurerkelle auf die Stahltraufel legen, anschließend das Material auf die Wand aufziehen. Das Glätten des aufgetragenen Materials erfolgt später.

    Für den Schutz von Außenecken eignen sich spezielle Eckprofile aus Blech. Diese werden mit Eckschienenmörtel an die Wand geklebt. Die gewölbte Kante dient als Abziehhilfe und gibt die Putzdicke vor. Sie kann später überstrichen oder tapeziert werden.

    Putzschäden reparieren

    Um Schäden am Putz zu beheben, wird die schadhafte Stelle großzügig ausgemeißelt und alle losen und bröckeligen Teile entfernt.

    Dekorativen Innenputz anmischen und aufziehen

    Das anmachfertige Material wird in sauberem Wasser zu einer klumpenfreien Masse angerührt. Am besten arbeitest Du mit einem Rührquirl. Mit fertigen Putzen im Eimer kannst Du Dir das Anrühren des Materials sparen; sie sind bereits verarbeitungsfertig. Hinweis: Eine vorher aufgetragene Grundierung muss erst restlos trocknen. Anschließend den Putz mit einer Stahltraufel nach Herstellerangaben auftragen und strukturieren.

    Dekorative Putzoberflächen herstellen

    Putz mit Traufel aufziehen.

    Putz mit der Traufel verreiben.

    Rollputz mit Strukturrolle in Form bringen.

    Freie Gestaltung mit dem Pinsel.

    Freie Gestaltung mit der Traufel.

    Freie Gestaltung mit dem Spachtel.

    • Welche Putze gibt es?

    Je nach Einsatzort und -zweck werden verschiedene Putze eingesetzt.

    Dieser universelle Putz wird überwiegend im Außenbereich bei schwerem Mauerwerk (Kalksandstein, Altziegel, Betonsteine) eingesetzt. Für Leichtmauerwerk (Poroton, Porenbeton) gibt es spezielle Leichtputze. Im Innenbereich wird er häufig in Feuchträumen wie Keller oder Bad verwendet.

  • Zementputz:

    Für Flächen mit sehr hoher Feuchtigkeitsbelastung wie Sockelflächen oder in Feuchträumen ist der Zementputz die erste Wahl.

  • Gipsputze:

    Gipsputz darf nur im Innenbereich eingesetzt werden. Dabei ist er sehr vielseitig und kann als Basis für Anstriche, Tapeten oder Fliesen eingesetzt werden.

  • Edelputz/Dekorputz:

    Diese Putze werden als fertige Putze im Eimer oder als mineralische Putze im Sack angeboten. Je nach Produktwahl und Werkzeug kannst Du die verschiedensten Strukturen erstellen.

  • Mauerwerk richtig verputzen:

    Das zu verputzende Mauerwerk darf keine losen Teile haben. Es muss fest, trocken und tragfähig sein. Es darf nur bei Temperaturen über 5 °C gearbeitet werden. Die passende Grundierung wird passend zu Putz und Untergrund ausgewählt und nach Herstellerangaben aufgetragen.

  • Der Einsatz von Schnellputzleisten:

    Für lot- und fluchtgerechte Wände ist der Einsatz von Schnellputzleisten sehr hilfreich. Diese werden alle 80 cm angebracht und mit Wasserwaage und Richtscheid ausgerichtet.

  • Hilfreich beim Verputzen:

    Bei farbigem Putz ist es immer gut, wenn Du beim Verputzen eine kleine Menge Pulver bewahrst, um für spätere Reparaturarbeiten gerüstet zu sein. Putzschäden lassen sich damit gut beheben. Beachte jedoch die Haltbarkeit des Putzes (üblicherweise 6 Monate).

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    Innenwand verputzen

    Innenwand verputzen, selber machen und Kosten sparen

    Möchten Sie eine Innenwand verputzen und Kosten für einen professionellen Handwerker sparen, können Sie anhand dieser Anleitung und mit dem richtigen Werkzeug ans Werk gehen und die Aufgabe selber übernehmen. Ratsam ist es, wenn Sie bereits über Grundkenntnisse im Verputzen verfügen oder sich vorab alle Arbeitsschritte der Anleitung in einem Video ansehen.

    In den meisten Fällen wird eine gegossene oder gemauerte Wand verputzt. Aber auch auf Rigips können Sie nicht nur tapezieren, sondern sich für eine Struktur durch Putz oder eine glatt verputzte Oberfläche entscheiden. Verputzte Wände sind ein zeitloser Trend, mit dem Sie der Garage, Ihrem Zuhause oder dem Büro eine moderne Note verleihen und auf die zusätzliche Tapete an der Wand verzichten können.

    Das Material und die Technik beim Innenwand verputzen unterscheiden sich, je nachdem ob Sie die Fläche glatt zum Tapezieren vorbereiten oder eine Struktur mit sichtbarem Putz schaffen möchten.

    Innenwand selber verputzen in 7 Schritten

    Hier finden Sie die Anleitung in 7 Schritten, anhand der Sie beim Innenwand verputzen selber aktiv werden und sich für eine Eigenleistung als Heimwerker, sowie damit verbundene eingesparte Kosten entscheiden können.

    Die Innenwand richtig verputzen – worauf ist zu achten?

    Rotband bietet unterschiedliche Putze, die sich als Unterputz oder sichtbarer Putz eignen und mit unterschiedlicher Körnung, sowie den damit verbundenen Strukturen aufwarten. Wenn Sie die Innenwand verputzen und im Anschluss fliesen oder tapezieren möchten, muss diese glatt sein und dementsprechend mit einem sehr feinen Putz vorbereitet werden.

    Ein Grundputz und Putzleisten sind ideal, um nicht nur glatt, sondern auch sauber an den Kanten zu arbeiten. Ehe Sie mit dem Innenwand verputzen beginnen, setzen Sie sich mit den Unterschieden im Material auseinander und prüfen, ob der gewählte Putz für den zu bearbeitenden Untergrund geeignet ist. Vor allem im Altbau ist es wichtig, dass Sie Risse beseitigen und den Grundputz verwenden. Aber auch Porenbeton sollte mit einem feinen Reibeputz versehen und in seiner Oberfläche auf die weitere Bearbeitung vorbereitet werden.

    Ziegel müssen auf ihre Festigkeit geprüft werden, handelt es sich nicht um einen Neubau und damit um neue Ziegel, die frei von Feuchtigkeit und porösen Eigenschaften sind. Für das Gelingen beim Innenwand verputzen, muss auch die Temperatur im Raum stimmen und die Trocknung ohne Risse oder Bruchstellen ermöglichen.

    Die Entscheidung für ein Material zum Innenwand verputzen wird anhand des Untergrundes getroffen.

    Im Sortiment von Rotband gibt es Putz für Ytong oder Gips, für Wände aus Rigips und Ziegel, für Beton oder Lehm.

    Im Fertighaus, Neubau oder Altbau kann Putz im Bad oder Keller, aber auch im Wohnraum, in der Diele und im gesamten Haus sowie der Garage als Untergrund oder Wandbelag dienen.

    Nachfolgend finden Sie eine Schritt für Schritt Anleitung um eine Innenwand selber verputzen zu können. Achten Sie je nach Beschaffenheit der Wand darauf, den richtigen Putz zu kaufen und schenken Sie besonders der Vorbehandlung des Untergrundes viel Beachtung.

    Anleitung Innenwand verputzen

    1. Schritt 1 – die Vorbereitung: Ein fett- und wasserfreier Untergrund ist die Voraussetzung der Haftung des Putzes auf der Wand. Da die Oberfläche glatt sein muss, werden Löcher und Risse mit Gips verschlossen. Anschießend muss der Gips trocknen, ehe die Armierung aufgetragen wird. In der Zwischenzeit können Sie Ihr Werkzeug bereitlegen und prüfen, ob Sie alles Material zur Hand haben. Es empfiehlt sich, den Raum auf Zimmertemperatur zu beheizen. Generell darf die Temperatur beim Innenwand verputzen nicht unter 15 Grad Celsius liegen.
    2. Schritt 2 – Grundierung auftragen: Nach der Säuberung und Glättung der Wand wird der Haftgrund aufgetragen. Während dieser im Neubau nicht unbedingt notwendig ist, sollten Sie im Altbau oder auf Ziegel nicht auf den Haftgrund verzichten. Schlecht haftender Untergrund ist prädestiniert für Haftbrücken, die Sie zum Beispiel durch Fliesenkleber erschaffen können. Lassen Sie den Haftgrund 24 Stunden aushärten, ehe Sie mit dem eigentlichen Innenwand verputzen beginnen.
    3. Schritt 3 – Putzleisten befestigen: Bei der Anbringung der Putzleisten müssen Sie die Flucht und das Lot beachten. In einem 50 Zentimeter Abstand bringen Sie die Leisten nun senkrecht an der Wand an. Schnellputzleisten sollten Sie auf einem nicht vollständig ebenen Untergrund eine Nummer kleiner wählen und dafür am Ende ein wenig mehr Putz auftragen, damit die Oberfläche glatt und ebenmäßig wird. Sollten Sie sich das Innenwand verputzen und die Anbringung der Putzleisten nach Anleitung und Video nicht zutrauen, beauftragen Sie einen erfahrenen Handwerker und lassen sich bei Ihrem Vorhaben unterstützen.
    4. Schritt 4 – Putz vorbereiten und anrühren: Der Putz wird nach Angaben des Herstellers gleichmäßig und klumpfrei angerührt. Anhand der Körnung des beigefügten Sandes können Sie entscheiden, ob Sie eine Reliefoberfläche oder eine glatt verputzte Wand erhalten möchten. Rühren Sie den Putz nicht zu dünn an, da eine zu hohe Festigkeit die Verarbeitung einschränkt und das professionelle Verputzen unmöglich macht.
    5. Schritt 5 – Tipps zum Innenwand verputzen: Den fertig angerührten Putz bringen Sie nun auf der vorbereiteten Oberfläche auf. Dafür können Sie einen Traufel nutzen, oder den Putz aus dem Handgelenk heraus mit einer Kelle an die Wand werfen und anschließend verreiben. Achten Sie hierbei auf eine gleichmäßige Menge, sodass Sie beim späteren glatt streichen weniger Arbeit haben und die verputzte Oberfläche der Wand ohne Hügel und Dellen überzeugt. Nehmen Sie das Abziehbrett zur Hand und verstreichen den Putz langsam und gleichmäßig zwischen den Putzleisten. Nutzen Sie eine Malerfolie, damit Sie den Fußboden nicht verschmutzen und weniger Aufwand mit der Reinigung haben.
    6. Schritt 6 – Putz glätten: Die Glättung der Wand wird nicht direkt nach dem Verputzen, sondern im Zeitraum zwischen der Anhärtung und vollständigen Austrocknung des Putzes vorgenommen. Gleiches gilt auch für die Erstellung eine Struktur, die Sie mit klassischem Rotband Putz und nicht mit einem speziellen Strukturputz erzeugen möchten. Ein sanfter und gleichmäßiger Druck ist notwendig, damit Sie die Wand einheitlich bearbeiten und Löcher oder Risse, sowie eingedrückte Areale vermeiden.
    7. Schritt 7 – Nachbehandlung und Individualisierung: Ein farbiger Feinputz kann nun aufgetragen, ein dünner Strukturputz von 2 bis 3 Millimetern oder ein Anstrich mit Wandfarbe vorgenommen werden. Der Putz muss vollständig trocken und rissfrei in seiner Oberfläche, sowie geglättet und in der gewünschten Struktur bearbeitet sein. Für unerfahrene Heimwerker empfiehlt es sich, zum „Feintuning“ einen Fachmann hinzu zu ziehen und das Finish beim Innenwand verputzen von einem Profi vornehmen zu lassen. Sollten Sie es selbst probieren wollen, bietet sich ein erster Versuch an einem Wandareal an, dass später zum Beispiel durch Möbel verdeckt wird.

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    Источники: http://www.t-online.de/heim-garten/bauen/id_72649348/wand-richtig-verputzen-tipps-zum-selbermachen.html, http://www.hornbach.de/cms/de/de/projekte/haus_bauen/waende_mauerwerk_verputzen/waende_verputzen/waende_verputzen.html, http://www.pwea.de/innenwand-verputzen

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