Richtig verfugen

    0
    18

    Fliesen verfugen Anleitung – so wird es gemacht

    Ohne Fugen kommt eine verflieste Fläche nicht aus, diese sollten so ordentlich wie möglich aussehen und genau die richtige Breite besitzen. Das Verfugen an sich ist keine besonders schwierige Arbeit, mit einer entsprechenden Anleitung wird dies jedem Hobby-Heimwerker gelingen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Fliesen am besten verfugen und worauf Sie dabei unbedingt achten müssen.

    Wozu brauchen Fliesen eigentlich Fugen?

    Vom Material Holz weiß man, dass es sich je nach Temperatur und Feuchtigkeit ausdehnt oder schwindet. Auch Keramikprodukte besitzen diese Eigenschaft, wenn auch nicht so offensichtlich wie der lebendige Werkstoff Holz.

    Gerade in Regionen mit relativ starken Temperaturschwankungen sind Fliesenfugen ein unbedingtes Muss, denn auf Stoß geklebte Bodenplatten würden beim Ausdehnen eine Materialspannung aufbauen, die sogar bis zum Reißen und Splittern führen kann. Die Fliesen müssen sich also bewegen können – und genau dafür sorgt die Fuge mit ihrem elastischen Mörtel.

    Durch das richtige verfugen können Sie Unregelmäßigkeiten beim Verlegen ausgleiche.

    Nebenbei lassen sich durch Fugen kleine Maß- und Formabweichungen optisch ausgleichen, wie sie besonders häufig bei gebrannten Fliesen vorkommen. Beim Verlegen auf Stoß müsste jede Platte millimetergenau gearbeitet sein, damit sich keine Verschiebungen im Muster ergeben.

    Wie sollten die Fliesenfugen beschaffen sein?

    Schon vor dem Verlegen Ihrer Fliesen sollten Sie sich Gedanken über die spätere Beschaffenheit der Fugen machen. Wie breit muss eine Fliesenfuge eigentlich sein? Hier unsere Richtwerte:

    • kleinteilige Mosaikfliesen: etwa 2 mm
    • großflächige Fliesen mit über 1 m Kantenlänge: etwa 20 mm
    • bei durchschnittlicher Fliesengröße: etwa 5 -10 mm
    • Sonderregel für Natursteinfliesen: 2 – 4 mm Fugenbreite

    Für wasserdicht zu fliesende Flächen gibt es wasserundurchlässigen Mörtel. Im Außenbereich, zum Beispiel auf der Terrasse, ist es sinnvoll, dass das Regenwasser im Untergrund versickern kann: Verwenden Sie hier wasserdurchlässigen Mörtel, um Pfützenbildung und Überschwemmungen zu verhindern.

    Planen Sie auch eine umlaufende Dehnungsfuge für Ihre Fliesenfläche ein, die vorzugsweise zuerst mit Montageschaum und dann mit Silikon ausgespritzt wird. Diese besitzt normalerweise eine Breite von einem halben bis anderthalb Zentimeter, bei großen Räumen kann sie auch 2 cm oder sogar mehr messen.

    So verfugen Sie Ihre Fliesen: eine Anleitung

    Boden- und Wandfliesen lassen sich auf leicht unterschiedliche Weise verfugen, darum teilen wir diese Anleitung in diese zwei Bereiche auf.

    Die Fugenmasse wird aufgetragen

    Bodenfliesen verfugen: So geht es!

    1. Rühren Sie den Mörtel nach Rezept dünnflüssig an, damit Sie ihn gut auf den Fliesen ausgießen können. Nutzen Sie zum sorgfältigen Umrühren einen auf die Bohrmaschine aufsteckbaren Quirl / Rührstab.
    2. Gießen Sie den gut durchmischten Mörtel auf die Fliesenfläche und verteilen Sie ihn mit einem Fugenbrett oder Gummischieber. Streichen Sie mit Ihrem Werkzeug dabei diagonal über die Fugen. Achten Sie auf eine gleichmäßige Verteilung.
    3. Lassen Sie die Fugenmasse nun antrocknen, doch aushärten sollte sie dabei noch nicht. Warten Sie einfach darauf, dass die zunächst glänzende Oberfläche des Mörtels matt wird, dann beginnen Sie mit dem Ausschwemmen.
    4. Verwenden Sie ein Schwammbrett oder einen Fliesenschwamm, um die Fugen mit Wasser auszuschwemmen. Wieder ist ein diagonales Arbeiten gefragt. Tragen Sie nicht zu viel Material ab.
    5. Nehmen Sie nun ein sauberes fusselfreies Tuch zur Hand, mit dem Sie die Fliesenoberfläche feucht reinigen. Gehen Sie dabei äußerst sorgfältig vor, da der Zement, sobald der getrocknet ist, nur noch sehr schwierig zu entfernen ist.
    6. Falls der Zement tatsächlich schon zu fest getrocknet ist, benötigen Sie einen speziellen Reiniger gegen Zementschleier. Dieser darf natürlich nicht mit Ihren fertigen Fugen in Kontakt kommen, denn sonst lösen sich diese wieder an.

    Wandfliesen verfugen: der kleine Unterschied

    Auch Wandfliesen sollten verfugt werden

    1. Mischen Sie den Mörtel für Ihre gefliesten Wandflächen um einiges zähflüssiger an und bringen sie das Material mit einer Glättkelle auf. Auch hier wird wieder diagonal zu den Fugen gearbeitet. Füllen Sie immer nur eine begrenzte Fugenfläche auf, die Sie innerhalb von etwa 20 Minuten fertigstellen können.
    2. bis 6. Schritt: Von jetzt an gehen Sie genauso vor wie bei den Bodenfliesen bereits beschrieben.

    Umlaufende Dehnungsfuge ordentlich mit Silikon auffüllen

    Zum Schluss bearbeiten Sie die bereits erwähnte umlaufende Dehnungsfuge. Ob Sie dafür wie bereits vorgeschlagen einen Montageschaum unterlegen, oder ausschließlich mit Silikon arbeiten, ist Ihre Entscheidung. Das Silikon bringen Sie aus der Kartusche mit der Spritzpistole auf, deren Kanüle Sie schräg angeschnitten haben.

    Spritzen Sie das Silikon möglichst gleichmäßig in die Dehnungsfuge ein, anschließend glätten Sie die Oberfläche mit einem abgerundeten Holzspatel oder einen kleine Löffel. Wenn Sie möchten, können Sie bestimmte Stellen noch mit nassem Finger nacharbeiten, das lohnt sich oft vor allem in den Ecken.

    Farbiger Fugenmörtel für schöne visuelle Effekte

    Fugen müssen nicht immer grau oder weiß sein, der Mörtel kann auch mit farbigen Pigmenten durchsetzt werden. Normalerweise handelt es sich um Einfärbungen in dezenten Naturtönen, zum Beispiel in Orange-Braun oder mit einem leichten Rot- oder Gelbstich. Damit verleihen Sie Ihrem Boden den besonderen Touch, doch achten Sie genau darauf, ob der Farbton wirklich passt. Bedenken Sie auch, dass farblich auffällige Fugen einen Raum eher optisch verkleinern, da sie die Bodenfläche visuell in kleinere Abschnitte unterteilen. Darum eignet sich dieser gestalterische Kniff hauptsächlich für großflächige Fliesenzonen.

    Unterschiede in der Verarbeitung bestehen bei farbigem Fugenmörtel in der Regel nicht. Beachten Sie aber: Je stärker der Kontrast zwischen Fliese und Fuge ausfällt, desto deutlicher treten Unregelmäßigkeiten hervor.

    Bodenfliesen verlegen und verfugen

    Keramische Fußbodenbeläge in Küche, Flur, Bad, WC, Hauswirtschaftsraum oder Keller sind robust, unempfindlich und pflegeleicht. Bei Räumen mit Fußbodenheizung ist ein Fliesenbelag sogar ideal, denn er gibt die Wärme direkt an den Raum ab.

    Eine große Auswahl an Fliesen in vielen verschiedenen Materialien, Formaten, Dekoren und Designs bietet die FLIESEN ARENA von BAUHAUS, mittlerweile 7 x in Deutschland. Deckenhohe Mustertafeln zeigen Verlegebeispiele und Anwendungsmöglichkeiten. Die Fliesenausstellungen bieten ausgesuchte, attraktive Anwendungsbeispiele aus Wohn- und Badezimmerwelten. Ergänzt wird das Fliesen Angebot durch den Fensterbank- und Natursteinzuschnitt.

    1. Untergrund richtig vorbereiten

    Fliesen können auf nahezu allen Untergründen im sogenannten Dünnbett-Verfahren verlegt werden. Vorausgesetzt, der Untergrund ist tragfähig, eben, trocken und frei von Stoffen, die die Haftung des Fliesenklebers beeinträchtigen – beispielsweise Fett, Staub oder alte Anstriche. Deshalb alle losen Teile und Anstriche entfernen und Unebenheiten mit selbstverlaufender Spachtelmasse ausgleichen. Stark saugende Untergründe zusätzlich mit einer Grundierung vorbehandeln und gut trocknen lassen. Beim Verlegen von Fliesen in Bad & Co. tragen Sie zudem eine weitere wasserfeste Sperrschicht auf. Sonst kann es zu Schäden durch Feuchtigkeit kommen. Spezielle Abdicht-Anstrichsysteme gibt es in Ihrem BAUHAUS.

    Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie auch im BAUHAUS Ratgeber

    2. Flieseneinteilung

    In rechteckigen Räumen spannen Sie mittig auf dem Boden und parallel zu den Seitenwänden eine Richtschnur. Ihre erste Fliesenreihe richten Sie daran aus. Beginnen Sie mit dem Verlegen an der Richtschnur. Dann entlang einer Wand die nächsten Fliesen verlegen. Um einen Eindruck vom späteren Ergebnis zu bekommen, legen Sie zunächst die Fliesen lose aus.

    Sollen sowohl Wand als auch Boden mit Fliesen gleicher Größe versehen werden: Bodenfliesen erst verlegen, wenn die Wandfliesen geklebt sind. Dann können Sie die Fugen der Wandfliesen am Boden fortführen – ein durchgehender Fugenverlauf wirkt harmonischer.

    3. Fliesen bearbeiten und zuschneiden

    Zum maßgenauen Schneiden von Fliesen eignet sich ein Fliesen-Schneidgerät: Ritzen Sie die Fliese an der gewünschten Stelle an und brechen diese über einer geraden Kante oder mit einer Fliesen-Brechzange.

    Für Rohrdurchführungen am Fliesenrand oder mitten in einer Fliese, bohren Sie dicht an dicht mit einem Steinbohrer Löcher innerhalb der markierten Linie. Brechen Sie die Aussparung vorsichtig mit einer Papageienzange heraus oder zerschlagen Sie die Zwischenstege mit einem Fliesenhammer.

    Alle Werkzeuge erhalten Sie im BAUHAUS.

    4. Bodenfliesen verlegen

    Verteilen Sie den angemischten Fliesenkleber gleichmäßig auf dem Boden und kämmen ihn mit einem Zahnspachtel durch. Schieben Sie die Fliese nun ins Kleberbett, drücken Sie sie an oder klopfen sie die Fliese mit einem Gummihammer leicht an.

    Beachten Sie: Mischen Sie immer nur so viel Kleber an, wie Sie in ca. 30 Minuten verarbeiten können.

    Um einen gleichmäßigen Abstand zwischen den Fliesen zu gewährleisten, benutzen Sie Fliesenkreuze. Die Fliesenkreuze werden nicht wieder entfernt und später einfach mit verfugt. Ist der gesamte Boden verfliest, lassen Sie den Kleber mindesten zwölf Stunden aushärten.

    5. Bodenfliesen verfugen

    Ist der Kleber unter den Fliesen ausgehärtet, geht es ans Verfugen: Mischen Sie den Fugenmörtel nach Herstellerangaben an und gießen ihn abschnittsweise auf den sauberen Boden. Den Mörtel nun mit einem Gummiwischer oder Moosgummibrett diagonal zur Fugenrichtung einschlämmen. Wischen Sie mehrmals über die Fläche, damit die Fugenmasse in alle Hohlräume sickern kann und die Fugen gleichmäßig bis zur Fliesenoberkante mit Mörtel gefüllt sind. Entfernen Sie mit einem feuchten Schwammbrett Mörtelreste von den Fliesen und drücken Sie den Schwamm zwischendurch in klarem Wasser aus.

    Bleibt auf der Oberfläche ein leichter Zementschleier zurück, entfernen Sie diesen frühestens nach zwei Wochen mit speziellem Zementschleier-Entferner. Erkundigen Sie sich in Ihrem BAUHAUS, welches Produkt für den Fliesenbelag geeignet ist.

    6. Silikonfugen ziehen

    Eck-, Bewegungs- und Anschlussfugen nicht mitverfugen, da diese mit einem speziellen Silikon elastisch abgedichtet werden! Kleben Sie hierfür zunächst die entsprechenden Fugen mit einem Klebeband beidseitig ab. Entfernen Sie sorgfältig alle Kleberreste aus den Fugen und grundieren mit einem Dichtungsvorstrich. Dieser sorgt dafür, dass der Untergrund entfettet wird und das Silikon besser haftet. Setzen Sie die Silikonkartusche in der Ecke an und tragen die Masse in Fugenbreite auf. Sprühen Sie mit einer Blumenspritze ein Gemisch aus Spülmittel und Wasser auf die Fugen. Ziehen Sie anschließend mit einem Holzspatel überflüssiges Silikon ab und streichen mit den Fingern die Fuge glatt.

    Bildergalerie Bodenfliesen verlegen und verfugen

    Vor dem Verlegen der Bodenfliesen, den Untergrund entsprechend vorbereiten: Er muss eben, trocken und frei von Stoffen sein, die die Haftung des Fliesenklebers beeinträchtigen. Eine zusätzliche Grundierung bindet Staub und verbessert die Haftung des Fliesenklebers mit dem Untergrund.

  • Um einen Eindruck vom späteren Ergebnis zu bekommen, legen Sie zunächst die Fliesen lose aus: Beginnen Sie entlang einer Richtschnur, die Sie mittig am Boden und parallel zu den Seitenwänden gespannt haben.

  • Fliesenkleber auf dem Boden verteilen, mit einem Zahnspachtel durchkämmen und die Fliesen ins Kleberbett einlegen und andrücken.

  • Mörtel mit einem Fug-Gummi oder Gummiwischer diagonal zum Fliesenbelag in die Fugen einschlämmen. Abschließend die Fugen mit einem feuchten Schwammbrett glätten.

  • Sobald der Kleber ausgehärtet ist, Eck-, Bewegungs- und Anschlussfugen mit einem Klebeband beidseitig abkleben und mit Silikon elastisch abdichten: Silikonkartusche in der Ecke ansetzen und die Masse in Fugenbreite auftragen. Zum Schluss ein Gemisch aus Spülmittel und Wasser auf die Fugen sprühen, mit einem Holzspatel überflüssiges Silikon abziehen und mit den Fingern die Fugen glatt streichen.

    Materialbedarf ermitteln

    Es gibt eine einfache Faustformel, um den Fliesenbedarf zu ermitteln:

    Anzahl Quadratmeter + 5 % Verschnitt (+ 10 % bei Diagonalverlegung) + 5 % Reserve

    Größe der Zahnung

    Die Zahntiefe des Zahnspachtels mit der der Fliesenkleber durchgekämmt wird, richtet sich nach der Kantenlänge der Fliesen:

    • 50 bis 100 mm = 3 bis 4 mm
    • 100 bis 200 mm = 6 mm
    • 200 bis 250 mm = 8 mm
    • über 250 mm = 10 mm

    Klassifizierung bei Fliesenklebern

    Je härter der Untergrund, desto geringer die Anforderungen an den Fliesenkleber! Der Code auf der Verpackung (z. B. Symbole wie die Flexmörtelraute oder Buchstaben-/Zahlencodes) helfen bei der Auswahl des geeigneten Klebers:

    • C = Zementprodukt
    • D = Dispersionskleber
    • R = 2-Komponenten-Reaktionskleber
    • 1 = normale Anforderung mit einer Haftzugfestigkeit von min. 0,5 N/mm2
    • 2 = erhöhte Anforderung (doppelte Haftzugfestigkeit von min. 1,0 N/mm2)

    Optional (Symbole für besondere Eigenschaften):

    • F = schnell härtend
    • T = standfest, Kleber für verringertes Abrutschen
    • E = verlängerte Offenzeit von min. 30 Min. (nur bei C2 und D2)

    Flexkleber werden zusätzlich in zwei Klassen eingeteilt: S1 = leichte Flexibilität, S2 = stärkere Flexibilität.

    Verfugen mit der Gießmethode

    Einen ganz besonderen Look erhalten Fliesenbeläge aus gebrochenen Natursteinen mit der sogenannten Gießmethode: Die angemischte Fugenmasse wird nicht eingeschlämmt, sondern direkt in die uneinheitlich breiten Fugen (5 bis 50 mm) und leicht über den Rand gegossen. Nach ca. 30 bis 45 Minuten stoßen Sie den überstehenden Fugenmörtel mit einer Kelle flach ab. Glätten Sie danach die Fugen mit einem feuchten Schwamm und reinigen die Plattenränder.

    Abriebklassen

    Glasierte Fliesen werden in 5 Abriebklassen unterteilt (unglasierte Fliesen sind dagegen von Natur aus sehr widerstandsfähig gegen Beschädigungen und Verschleiß, sind aber meist empfindlich gegen Fett- und Ölflecken). Allgemein kann man sich merken: Je glänzender die Glasur, desto geringer ist die Beständigkeit:

    • Abriebklasse 1: Reine Wandfliesen
    • Abriebklasse 2: Wand- und Bodenfliesen für leichte Beanspruchung, z. B. im Bad
    • Abriebklasse 3: Bodenfliesen im gesamten Wohnbereich mit mittlerer Beanspruchung, außer Küche, Diele, Terrasse
    • Abriebklasse 4: Bodenfliesen für stärkere Beanspruchung, z. B. Küche, Diele, Terrasse
    • Abriebklasse 5: Bodenfliesen für stärkste Beanspruchung, z. B. in öffentlichen Bauten

    Fliesen verlegen

    In diesem Video erklären Ihnen die BAUHAUS Profis, wie das Fliesen eines Bodens schnell, einfach und professionell erfolgt. Lassen Sie sich von den Experten die einzelnen Arbeitsschritte zeigen, die vom richtigen Ermitteln des Fliesenbedarfs im Vorfeld, über das Legen der Fliesen bis hin zum Ausfugen mit Silikon und Fugenmörtel reichen.

    In Ihrem BAUHAUS Fachcentrum erhalten Sie alle Materialien und Arbeitsmittel, um mit dem Fliesen beginnen zu können.

    Fliesen eines Badezimmerbodens

    Neben dem Fliesen eines Badezimmerbodens erfahren Sie in diesem Video auch, wie sich Teilstreifen an der Duschwanne sowie Fliesen an der Badewanne verlegen lassen. Nutzen Sie die leicht nachvollziehbare und detaillierte Fliesen-Anleitung sowie Tipps und Tricks der Profis, um erstklassige Ergebnisse in Eigenregie zu erzielen.

    Werkzeug und Material:

    • ggf. Ausgleichsmasse (selbstverlaufend)
    • Blumenspritze
    • ggf. Bohrmaschine und Steinbohrer
    • Drahtbürste
    • Eimer
    • Fliesen nach Bedarf
    • ggf. Fliesen-Brechzange
    • Fliesen- oder Gummihammer
    • Fliesenkleber
    • Fliesenkreuze
    • Fugen-/Moosgummibrett oder Gummiwischer
    • Fugenmörtel
    • ggf. Fliesen-Schneidgerät
    • Glättkelle
    • Grundierung
    • Kreppband
    • ggf. Papageienzange
    • Schwamm
    • Senklot
    • Silikon inkl. Kartuschenpistole
    • Wasserwaage
    • Zahnspachtel
    • Zementschleier-Entferner
    • Zollstock

    Das könnte Sie auch interessieren

    Online-Shop

    Kleben, verfugen, abdichten

    Fugenmaterial, Dichtbänder und alles für die Fliesenpflege in großer Auswahl.

    Fachprospekt

    Trendige Dekore und Designs

    Entdecken Sie die vielfältigen Materialien und Formen an Fliesen von BAUHAUS.

    Möchten Sie BAUHAUS Deutschland besuchen oder zu BAUHAUS Österreich wechseln?

    Ihre BAUHAUS-Vorteile

    • Kostenloser Paketversand
    • 30 Tage Rückgabe – auch im Fachcentrum
    • Kostenloser Rückversand
    • 5 Jahre Garantie für alle elektro- oder motorbetriebenen Geräte

    Sicher einkaufen

    Zahlungsarten

    Hauptversandpartner

    Kundenservice

    Kostenfrei aus dem deutschen Festnetz. Montags bis freitags 8:00 – 18:00 Uhr und samstags 8:00 – 14:00 Uhr

    Fliesen richtig verfugen – Schritt für Schritt

    Nachdem die Kacheln an der Wand oder auf dem Boden verlegt worden sind, ist es wichtig, die Fliesen richtig zu verfugen. Der Fugenmörtel dichtet die Fläche ab und sorgt für eine gute Haltbarkeit der Fliesen. Bodenfliesen und Fliesen, die Sie an der Wand verlegen, reagieren auf Temperaturschwankungen und dehnen sich bei Wärme aus. Auf Stoß geklebte Fliesen würden unter Umständen unter Spannung stehen und platzen. Der elastische Fugenmörtel gleicht die Dehnung des Materials der Fliesen aus.

    Schritt 1: Die richtige Fugenbreite planen

    Das richtige Verfugen der Fliesen beginnt bereits in der Planungsphase. Die Breite der späteren Fugen richtet sich nach der Größe der Fliesen. Sehr große Fliesen an der Wand oder Bodenfliesen dehnen sich bei Temperaturschwankungen auch sehr weit aus. Das bedeutet, je größer die Fliesen sind, die Sie verlegen möchten, desto breiter müssen die Fugen sein. Rechnen Sie mit folgenden Werten:

    • Mosaikfliesen: Kleine Mosaikfliesen benötigen lediglich Fugen mit zwei Millimeter Breite.
    • Standardfliesen: Fliesen in Standardgröße benötigen eine Fugenbreite von fünf bis zehn Millimetern.
    • Große Fliesen: Fliesen mit einer Kantenlänge von über einem Meter verfugen Sie mit rund zwei Zentimeter Breite.
    • Natursteinfliesen: Fliesen aus Naturstein sind ein Sonderfall. Bei ihnen ist eine Fugenbreite von zwei bis vier Millimetern ausreichend.

    Wählen Sie die Breite der Fugen entsprechend der Größe der Fliesen. Die passende Fugenbreite sorgt nicht nur für gute Ergebnisse, sie erzeugt auch eine harmonische Optik.

    Schritt 2: Fugenmasse anrühren

    Rühren Sie die Fugenmasse entsprechend der Anleitung an. Nutzen Sie am besten eine Bohrmaschine mit Quirl, um die Masse gut zu durchmischen. Bereiten Sie immer nur so viel Mörtel vor, wie Sie in etwa 20 Minuten verfugen können. Achten Sie bei der Zubereitung der einzelnen Portionen gemäß der Anleitung auf gleiche Mischungsverhältnisse, so erhält die Fugenmasse nach dem Trocknen einen einheitlichen Farbton. Für das Verfugen von Bodenfliesen bereiten Sie die Fugenmasse flüssiger vor. Möchten Sie Wandfliesen verlegen und verfugen, hat die Fugenmasse die richtige Konsistenz, wenn Sie sie mit einem Spachtel verarbeiten können.

    Schritt 3: Fugenmörtel aufbringen

    Je nachdem ob Sie Wandfliesen oder Bodenfliesen verfugen möchten, bringen Sie den Fugenmörtel anders auf. In beiden Fällen achten Sie darauf, dass keine Hohlräume zwischen den Fugen entstehen.

    • Bei Fliesen am Boden gießen Sie den eher dünnflüssigen Fugenmörtel aus. Verteilen Sie die Fugenmassen nun mit einem Fugenbrett oder einem Gummischieber gleichmäßig auf der Fläche. Arbeiten Sie dabei diagonal zur Fuge, um den Mörtel tief in die Fugen einzuarbeiten. Die umlaufenden Fugen zwischen Boden und Wand müssen frei bleiben, hier ist eine Dehnungsfuge nötig.
    • Bei Wandfliesen muss der Fugenmörtel deutlich zähflüssiger angemischt sein. Bringen Sie die Fugenmasse mit einer Glättkelle auf die Fliesen auf. Arbeiten Sie auch hier diagonal zur Fugenrichtung, um die Masse tief und gleichmäßig einzuarbeiten. Verfugen Sie die Wandfliesen in Küche oder Bad abschnittsweise. Sie sollten einen Abschnitt immer in rund 20 Minuten verfugen können.

    Das weitere Verfugen der Fliesen funktioniert ab jetzt an Wand und Boden gleich.

    Schritt 4: Fugenmörtel anziehen lassen

    Bevor Sie mit dem Verfugen der Fliesen fortfahren können, muss der Fugenmörtel leicht antrocknen. Aushärten soll das Material aber nicht. Hier ist gutes Timing gefragt, denn je nach Temperatur und Belüftung sowie nach dem Wasseranteil der Mischung ist die Wartezeit unterschiedlich lang. Als Faustformel gilt: So lange die Fugenmasse noch feucht glänzend ist, warten Sie ab. Erst wenn die Mischung anzieht und die Oberfläche matt erscheint, beginnen Sie mit dem Ausschwemmen.

    Schritt 5: das Ausschwemmen

    Nachdem die Fugenmasse angezogen hat, nehmen Sie überschüssigen Mörtel mit Wasser von den Fugen ab. Arbeiten Sie auch hier wieder diagonal zur Fugenrichtung. Achten Sie darauf, dass glatte Fugen entstehen und Sie nicht zu viel Material mit dem Wasser und Fugenschwamm auswaschen. Nun ist das eigentliche Verfugen der Fliesen abgeschlossen.

    Schritt 6: Fliesen reinigen

    Nach dem Verfugen bleibt ein dünner Schleier aus Fugenmörtel auf den Fliesen zurück. Entfernen Sie diesen Schleier zügig mit einem feuchten Tuch von jeder Fliese und polieren Sie mit einem trockenen, fusselfreien Tuch nach. Arbeiten Sie schnell und sorgfältig. Ist der Fugenmörtel auf der Fliese eingetrocknet, können Sie ihn mit Wasser nicht mehr entfernen. Nur noch mit einem Spezialreiniger gegen Zementschleier kommen Sie dem getrockneten Mörtel bei. Sollte diese Arbeit nötig werden, achten Sie darauf, den Reiniger nicht an die Fugen zu bringen, sonst löst sich die trockene Fugenmasse teilweise wieder auf.

    Schritt 7: Dehnungsfugen anfertigen

    Bodenfliesen benötigen an verschiedenen Stellen Dehnungsfugen. Deshalb müssen diese Bereiche beim Verfugen frei bleiben. Dehnungsfugen aus Silikon sind an folgenden Stellen wichtig:

    • Umlaufend zwischen den Fliesen am Boden und der Wand
    • Am Übergang von einem Raum zu einem anderen
    • An den Stellen, an denen bereits im Estrich eine Dehnungsfuge angelegt worden ist

    Die umlaufenden Fugen zwischen Boden und Wand fertigen Sie aus Silikon. Spritzen Sie das Silikon gleichmäßig wie in der Anleitung beschrieben ein und glätten Sie das noch weiche Material mit einem Fugenspachtel. Insbesondere an den Ecken können Sie mit dem nassen Finger nacharbeiten, so erzielen Sie ein perfektes Ergebnis.

    Dehnungsfugen zwischen Räumen oder über Fugen im Estrich erstellen Sie in zwei Arbeitsschritten. Zuerst drücken Sie ein passendes Schaumstoffprofil in den Hohlraum zwischen den Fliesen ein. Nun spritzen Sie ein flexibles Fugenmaterial in die Fuge. Glätten Sie die Fugenmasse mit einem entsprechenden Spachtel und nehmen Sie dabei den Überschuss ab. Achten Sie beim Verfugen darauf, dass die Fugenmasse den darunterliegenden Estrich nicht berühren darf. Die Fugen müssen auf dem Untergrund schwimmen.

    Schritt 8: Silikonfugen anlegen

    Im Bad an Badewanne, Duschwanne und Waschbecken sorgt eine Silikonfuge dafür, dass kein Wasser hinter die Badkeramik laufen kann. Die Fuge legen Sie ebenso an wie die Fuge zwischen Boden und Wand. Spritzen Sie das Silikon in die freie Fuge ein und schließen Sie das verfugen durch Glätten mit dem Spachtel oder den nassen Fingern ab.

    Источники: http://www.hausmagazin.com/fliesen-verfugen-anleitung-so-wird-es-gemacht/, http://www.bauhaus.info/ratgeber/wohnen-dekorieren/Bodenfliesen-verlegen-und-verfugen, http://m.hagebau.de/beratung/bauen-renovieren/waende-boeden/fliesen-verfugen/

  • HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here