Reibeputz muster

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    Schritt für Schritt Reibeputz auftragen und strukturieren

    Reibeputz bietet nicht nur eine echte Alternative zu Tapeten, der strapazierfähige Mörtel eignet sich auch als Putz für die Hausfassade. Bevor er aufgebracht werden kann, muss die Außenwand allerdings gezielt vorbereitet werden.

    Reibeputz ist ein körniger Mörtel auf Mineral- oder Kunstharzbasis. Dabei ist der leichter zu verarbeitende Kunstharzputz gebrauchsfertig zu kaufen und rissüberbrückend, wohingegen mineralische Putze diffusionsoffener sind und ein natürliches Raumklima schaffen. Auch ungeübtere Hobby-Handwerker können den Dekorputz selbst aufbringen.

    Benötigtes Material zum Aufbringen des Reibeputzes

    Um sauber arbeiten zu können, benötigt man zum Aufbringen des Reibeputzes folgende Materialien:

    • Reibeputz
    • Putz-Grundierfarbe
    • Eventuell Putz-Abtönfarbe
    • Maurerkelle
    • Edelstahlglätter
    • Reibebrett, am besten in Form eine Kunststoffglätters
    • Bohrmaschine mit Rührquirl zum Verrühren von Putz und Wasser
    • Abdeckfolie und Kreppband
    • Eventuell Spachtelmasse
    • Eventuell Tiefengrund und Malerrolle beziehungsweise Quast

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    • Kunstharz-Reibeputz aus hochwertigem Kunstharz und echtem italienischen Marmor.
    • Zum Wetterschutz und für die individuelle Gestaltung von Hausfassaden.
    • Schneeweiß, wetterfest, wasserdampfdurchlässig, schlag- und stoßfest.
    • Lösemittel- und weichmacherfrei nach VdL-Richtlinie 01.
    • Verbrauch: ca 3 kg/m²

    Schritt für Schritt den Putz an die Wand bringen

    In wenigen Schritten kommt der Putz auf die Wand. Dafür geht man folgendermaßen vor:

    • Den Boden und Flächen, die nicht mit Putz in Berührung kommen sollen, mit Abdeckfolie und Kreppband schützen.

    Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

    Strukturputz: Wand verputzen mit Zahnkelle, Erbslochrolle und Co.

    Für geübte Heimwerker: Rollputz an der Fassade auftragen

    ▷ Fliesen verputzen ▷ Schritt für Schritt ▷ Anleitung

    1 Kommentar

    Mehr Bilder und verschiedene Reibetechniken wären hilfreicher gewesen.

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    Wände mit Putz dekorieren

    Moderne Roll- oder Reibeputze eignen sich bestens, um Wänden eine interessante Struktur zu verleihen. Variationen in Körnung und Farbe bieten eine kreative Gestaltungsfreiheit. Das Verputzen erfordert allerdings etwas Geschick und Übung.

    1. Untergrund vorbereiten

    Vor dem Auftrag des Putzes muss der Untergrund trocken, staub- und fettfrei sein. Bürsten Sie lose Bestandteile, wie beispielsweise alte Anstriche, einfach von der Wand. Löcher oder Vertiefungen füllen und glätten Sie mit Spachtelmasse. Streichen Sie dann einen Tiefengrund auf die Wandfläche auf. Er sorgt für eine bessere Aufnahmefähigkeit des Untergrundes, ist selber aber nicht sichtbar. Bei dünnen Putzen, die nicht mit Farbe überstrichen werden, sollten Sie einen weißen Tiefengrund vorziehen. Die Grundierung muss nun mindestens vier Stunden trocknen (Herstellerangaben beachten).

    Weitere hilfreiche Tipps zum Thema „Untergrund vorbereiten“, finden Sie auch im BAUHAUS Ratgeber Wände verputzen.

    2. Roll- oder Reibeputz

    Egal ob Roll- oder Reibeputz: Rühren Sie ihn vor der Verarbeitung gut durch, denn die Körner, die dem Putz seine typische Struktur verleihen, setzen sich am Boden des Eimers ab. Eine Bohrmaschine mit Quirlaufsatz ist für diesen Arbeitsschritt ideal. Rollputz lässt sich bequem mit der Rolle auftragen und mit Strukturwerkzeugen bearbeiten. Oder Sie ziehen ihn auf die herkömmliche Art und Weise mit einer Glättkelle in gleichmäßiger Schichtdicke (ein bis drei Millimeter) auf die Wand auf. Erst anschließend nutzen Sie Werkzeuge und Hilfsmittel. Wegen der feinen Körnung von Rollputz (1 mm) sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Achten Sie bei der Verarbeitung auf die jeweiligen Herstellerangaben.

    Das Verputzen erfordert etwas Geschick, Übung, gute Vorbereitung und vor allem geeignetes Werkzeug. Informationen hierzu erhalten Sie im BAUHAUS Ratgeber Putz-Werkzeuge.

    • zum Ratgeber Putz-Werkzeuge

    Reibeputz hat eine etwas gröbere Körnung als Rollputz. Verreiben Sie ihn nach dem Auftrag mit einem Kunststoff-Reibebrett waagerecht, diagonal oder kreisend. So entstehen Rillen und Riefen – und die typisch raue Oberfläche.

    3. Farbiger Putz

    Wer es bunt mag, färbt den Putz: Geben Sie einfach Ihre Wunschfarbe (Volltonfarbe auf Dispersionsbasis) hinzu und rühren Sie alles gut durch (Bohrmaschine mit Quirlaufsatz). Informieren Sie sich im BAUHAUS über die geeigneten Farben und die Zumischungshöchstmenge.

    Soll die Farbe kräftiger sein, streichen Sie Dispersionsfarbe direkt auf den vollständig getrockneten Putz. Gehen Sie auch hier je nach Geschmack ans Werk: Bringen Sie beispielsweise die Farbe mit einem Pinsel auf die Wand und entfernen Sie die Farbe direkt danach mit einem trockenen Schwamm von der Oberfläche der erhabenen Bereiche. Interessante Farbvariationen erzeugen Sie auch mit Effektrollen oder Wischhandschuhen.

    4. Rollputz gestalten

    Mit verschiedenen Werkzeugen wie Spachteln, Schwämmen, Pinseln, Bürsten oder Wandschablonen strukturieren Sie die Oberfläche. Außerdem ist bei Feinputzen die Zugabe von beispielsweise Strohfasern oder Mineralien möglich, die besondere Effekte erzielen.

    Sind die Putz-Arbeiten erledigt, muss der Raum einige Tage lang gelüftet werden, damit sich das Wasser aus dem neuen Wandbelag verflüchtigen kann.

    Bildergalerie Wände mit Putz dekorieren

    Rollputz hat eine Körnung von einem Millimeter und ist so bestens geeignet, um vielseitige Strukturen zu verwirklichen. Ob mit Strukturrolle, Pinsel, Quast, Spachtel oder Traufel – Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

  • Reibeputz ist grobkörniger als Rollputz und wird mit einem Kunststoff-Reibebrett waagerecht, senkrecht oder kreisförmig auf der Wand verrieben bzw. abgezogen. Die Abziehrichtung bestimmt die Struktur und die Wandoberfläche erhält so ihr typisch raues Erscheinungsbild.

  • Bei der Strukturierung der Rollputz-Oberfläche mit Effektrollen, müssen Sie die Rollrichtung auf der ganzen Fläche beibehalten.

  • Strukturrollen erzeugen ein Noppenmuster.

  • Drücken Sie einen Quast leicht in den Putz und drehen ihn einmal um die Achse. So entsteht das Butzenscheibenmuster.

  • Hier wird die Wand mit einem Spachtel gestaltet.

  • Mit einer Kelle drücken sie breite oder schmale Striche in den Putz. Das sieht zwar unregelmäßig aus, mustert aber die Wand als Ganzes gleichmäßig.

    Arbeitsschutz

    Zementhaltige Putze binden Wasser, auch das Ihrer Haut. Tragen Sie deshalb immer Handschuhe bei der Arbeit mit Putz und setzen Sie am besten auch eine Schutzbrille auf. Wenn doch etwas ins Auge geht, spülen Sie es mit viel klarem Wasser – und schnell zum Arzt.

    Einheitliches Bild

    Es sollte immer nur eine Person den Putz bearbeiten. Sonst gibt es erkennbare Unterschiede in der Struktur und möglicherweise auch in der Farbe.

    Falls Sie noch nie verputzt haben, üben Sie vorher ein wenig an einem Stück Gipskartonplatte. So sehen Sie auch, wie die unterschiedlichen Strukturtechniken wirken.

    Ein Putz an einer frisch gemauerten Wand, in mediterranem Stil oder rustikal? Egal wie Sie es haben wollen, in dieser Video-Anleitung erfahren Sie, wie Sie zu Ihrem Lieblingsputz kommen. In Ihrem BAUHAUS Fachcentrum erhalten Sie alle Materialien und Arbeitsmittel, um mit dem Verputzen beginnen zu können.

    Werkzeug und Material:

    • Arbeitshandschuhe
    • Bohrmaschine mit Quirlaufsatz
    • Eimer
    • Glättkelle
    • Grundierung (Tiefengrund)
    • Kreppband
    • Kunststoff-Reibebrett
    • Rollputz oder Reibeputz nach Bedarf
    • Schutzbrille
    • Schwammbrett
    • Spachtel
    • Spachtelmasse
    • Strukturrolle
    • Volltonabtönfarben
    • weitere Werkzeuge wie Spachtel, Schwämme, Pinsel, Leder- oder Effektrollen, Bürsten oder Schablonen, etc. nach Bedarf

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    Übersicht über Putzarten und Putztechniken

    Welche Putzarten gibt es? Wann wird welcher Putz eingesetzt? Wie wird ein Putz fachmännisch aufgetragen?

    Putz wird immer dann eingesetzt, wenn eine Innenwand oder eine Fassade optisch durch eine Struktur aufgewertet werden soll. Während Putz im Innenbereich oft auch als Grund für weitere Dekorschichten wie z. B. Fliesen oder Tapeten dient, übernimmt der Putz im Außenbereich noch eine Vielzahl von Zusatzfunktionen. So schützt eine Putzschicht nicht nur vor Witterungseinflüssen, sondern kann das Risiko einer Veralgung oder eines vorzeitigen Alterns reduzieren oder die Dämmwirkung der Fassade verbessern helfen.

    Wer verputzt mein Haus? Hier professionelle Anbieter finden

    Unterscheidungskriterien von Putz

    Putze bestehen aus unterschiedlichsten Materialien und werden in verschiedenen Techniken und zu verschiedenen Zwecken verwendet. Daher gibt es auch eine Vielzahl an Putzbezeichnungen, die sich nur bestimmter Kriterien voneinander unterscheiden lassen. Grundsätzlich werden Putze zunächst nach den verwendeten Bindemitteln und Zuschlagstoffen unterschieden:

    Unterscheidung nach Bindemitteln

    Das im Putz verwendete Bindemittel hat einen entscheidenden Einfluss auf die Eigenschaften und damit auf den Verwendungszweck des Putzes. Dabei unterscheidet man zwei Bindemittel:

    • mineralische, anorganische Bindemittel (Kalk, Zement, Lehm, Silikat)
    • organische Bindemittel (Gips, Kunstharz)

    Unterscheidung nach Zuschlagstoffen

    Die verwendeten Zuschlagstoffe haben in der Regel einen Einfluss auf die technischen und bauphysikalischen Eigenschaften wie die Armierung, Strukturbildung, Farbgebung, oder Wärmeleitfähigkeit. Dabei unterscheidet man folgende Zuschlagstoffe:

    • mineralische Zuschlagstoffe (Quarzsand, Kies, Gesteinsmehle, Ziegelsplitt)
    • organische Zuschlagstoffe (Stroh, Tierhaar, Glasfaser, Glasmehl)
    • Leichtzuschläge (Vermiculit, Schaumglasgranulat, Kork, Blähton, EPS)
    • Vergütungen und Additive

    Weitere Unterscheidungsmöglichkeiten

    Neben der grundsätzlichen Unterscheidung von Putzenarten nach den in ihnen verwendeten Bindemitteln und Zuschlagstoffen lassen sich die allermeisten am Markt erhältlichen Putzsorten nach folgenden Kriterien klassifizieren:

    Beispiele für beliebte Formen der Fassadengestaltung mit Putz

    Unterscheidung nach der Putzstärke

    Nahezu alle Putzarten lassen sich nach der Putzstärke einteilen. Dabei wird zwischen Dickschichtputzen, bei denen der Materialauftrag mit Ausnahme von groben Oberputzen mehr als die Stärke des Größtkorns des Zuschlagstoffes beträgt, und Dünnschichtputzen unterschieden, die durch Zusätze wie z. B. Kunstharze sehr dünn ausgezogen werden können. Folgende Putze lassen sich u.a. nach der Putzstärke beschreiben:

    Spritzputz gehört zu den Dünnschichtputzen und kann maschinell auf eine Wand aufgespritzt werden oder mit der Kelle oder dem Quast auf wenig saugende oder glatte Untergründe netzartig und auf stark saugenden oder ungleichmäßigen Untergründen vollflächig angeworfen werden (sogenannter Spritzbewurf).

    Haftbrücke wird anstelle von Spritzbewurf zur Untergrundvorbehandlung von kraftschlüssigen Verbindungen. Organische oder mineralische Haftbrücke besteht besteht aus alkalibeständigen Dispersionen und anorganischen Zuschlagsstoffen.

    Unterputz oder auch Grundputz gehört zu den Dickschichtputzen und dient dazu, Unebenheiten auf dem Untergrund auszugleichen. Der Unterputz dient im Außenbereich als Träger des Oberputzes ( und im Innenbereich als Untergrund für Tapeten oder Anstriche.

    Als Oberputz (oder Edelputz) wird die letzte Putzlage eines Putzsystems im Außen- und Innenbereich bezeichnet. Er kann als Dünnschichtputz oder Dickschichtputz aufgetragen werden. Mineralisch gebundene Oberputze sind bauphysikalisch günstiger, benötigen meistens jedoch einen Egalisierungsanstrich.

    Feinputz auf Kalkbasis wird häufig zum Verputzen von Innenwänden von feuchten Räumen eingesetzt. Im Außenbereich wird vielfach eine Kalkzementmischung oder für den Sockelbereich eine Zementbasis verwendet. Feinputz liegt ein sehr kleinteiliges Putzkorn zugrunde, dessen Struktur ein sehr weiches Wandbild ergibt.

    Putzgrund ist vergleichbar mit einer Wandfarbe, der feiner Sand beigemengt wird. Putzgrund kommt unter einem Dekorputz zum Einsatz, um der Wand eine gleichmäßige Struktur zu verleihen und farblich anzupassen. Tiefengrund ist im Gegensatz zum Putzgrund lediglich ein farbloser Anstrich, der die Farbaufnahme der Wand verbessern soll.

    Weitere Informationen

    • Dickschichtputz
    • Dünnschichtputz
    • Spritzputz
    • Haftbrücke
    • Unterputz
    • Grundputz
    • Oberputz
    • Feinputz
    • Putzgrund

    Unterscheidung nach Putzbestandteilen

    Viele Putzsorten haben einen besonders hohen Anteil an Bindemitteln, Zusatzstoffen oder Beimischungen der ihnen besondere Putzeigenschaften für spezielle Anwendungen verleiht. Folgende Putzsorten werden daher nach ihrem dominierenden Putzanteil definiert:

    Kalkputz besteht zum Großteil aus Kalk und ist hoch alkalisch (fungizig) und diffusionsoffen. Im Innenbereich sorgt Kalkputz so für ein gutes Raumklima und verhindert u.a. Schimmelpilzbefall. Im Außenbereich wird Kalkputz aufgrund seiner geringen Festigkeit und besseren Spannungsaufnahme als Putz für historische Gebäude genutzt.

    Luftkalkputze basieren auf dem Bindemittel Luftkalk. Dies ist ein reiner Kalkbrand, der nur in feuchter Umgebung unter gleichzeitiger Luftzufuhr erhärten kann, weshalb Putze mit hydraulisch härtenden Bindemitteln meist härter als Luftkalkputze sind. Luftkalkputz wird daher häufig in schlecht belüfteten und kühlen, feuchteanfällugen Gebäuden eingesetzt.

    Sumpfkalkputz hat eine ganz ähnliche Wirkung wie Luftkalkputze, indem er feuchte Wände verlässlich trocken hält und somit Schimmel verhindert. Sumpfkalk selbst entsteht beim Ablöschen von Brandkalk durch das sogennante Einsumpfen. Sumpfkalk ist daher eine Aufschlämmung (Suspension) und kein reiner Brand.

    Kalkzementputz wird auf Innen- und Außenwänden (häufig auch als Kalkzementleichtputz) eingesetzt. Kalkzementputz besitzt eine höhere Druckfestigkeit als reiner Kalkputz, ist ebenso diffusionsoffen und feuchteunempfindlicher.

    Zementputz wird vorwiegen als Außenputz im Sockelbereich und Kelleraußenwänden sowie als Unterputz für die Fliesenverlegung im Dünnbettverfahren eingesetzt. Zement Putz beeinflusst im Haus das Raumklima positiv, indem er Feuchtigkeit absorbiert. An den Außenwänden trägt er zur Wärmedämmung und Wasserabweisung bei.

    Lehmputz ist diffusionsoffen, reguliert somit Feuchtigkeit und schafft ein angenehmes Raumklima. Lehmputz wird sowohl als Oberputz als auch als Unterputz eingesetzt. Da Lehmputz jedoch feuchteempfindlich ist, wird eine weitere Oberflächenbearbeitung notwendig.

    Gipsputz bzw. Gips-Kalk-Putz oder Gips-Kalk-Zement-Putz wird als geglätteter oder verriebener Putz im Innenbereich als Ober- oder Unterputz für Tapeten eingesetzt. Im Außenbereich wird Gipsputz nur sehr selten z. B. bei der Denkmalsanierung verwendet.

    Baumwollputz wird als Wand- und Deckenbeschichtung von Innenräumen als Alternative zur Tapete oder eines Reibe- oder Kratzputzes eingesetzt. Baumwollputz besteht aus Baumwollfasern und verschiedenen Füll- und Effektstoffen, als Bindemittel wirkt Zellulose.

    Kunststoffputz basiert auf Kunststoff-Bindemitteln wie Acrylate oder Styrol-Acrylate. Gegenüber Putzen auf mineralischer Basis hat Kunststoffputz den Vorteil, schneller auszuhärten sowie dünner und rissfrei aufgetragen zu werden. Nachteil ist eine vielfach geringere Diffusionsfähigkeit und Temperaturbeständigkeit.

    Silikonharzputz ist ein Kunstharzputz, der durch Zugabe von Silikonharzemulsion jedoch wasserdampfdurchlässiger ist als herkömmlicher Kunstharzputz. Beim Kauf von Silikonharzputz sollte auf den Anteil Silikonharz im Putz achten, denn dieser bestimmt die Diffusionsfähigkeit. Da Silikonharzputz deutlich teurer als Mineralputz ist, lohnt sich sein Einsatz nur in entsprechend speziellen Anwendungen.

    Weitere Informationen

    • Kalkputz
    • Leichtputz
    • Luftkalkputz
    • Sumpfkalkputz
    • Kalkzementputz
    • Zementputz
    • Lehmputz
    • Gipsputz
    • Gips-Kalk-Putz
    • Baumwollputz
    • Kunststoffputz
    • Silikonharzputz

    Unterscheidung nach der Oberflächengestaltung

    Viele Putzsorten werden nach der Art und Weise beschrieben, zu welcher Gestaltungstechnik von Innen- und Außenwänden sie sich einsetzen lassen. Folgende Putzsorten lassen sich in dieser Hinsicht abgrenzen:

    Rauputz (oder auch Rauhputz) ist ein altbewährter Putz, mit dem unterschiedliche Oberflächeneffekte erzielt werden können. So ist z.B. Münchner Rauhputz ein Oberputz für geriebene Strukturen mit deutlicher Rillenausbildung durch Rundkorn. Zu den Rauputzen gehören zudem beispielsweise auch der Rappputz und der Kratzputz.

    Rapputz (vielfach auch Bestich genannt) wird für das Verputzen von Keller- oder Dachräumen verwendet und wird einlagig angeworfen und dann mit einer Mörtelkelle oder mit einem Pinsel verstrichen. Rapputz ist ein Verbandputz und wird eingesetzt, um eine gleichmäßig rauhe Wandoberfläche zu schaffen. Bei dem anschließenden Kalkanstrich sollte daher auf die gleiche Strichführung geachtet werden. Rappputz entspricht der Putztechnik nach dem Kellenwurfputz.

    Kratzputze eignen sich auch hervorragend für die kreative Gestaltung. Die Kratzputzstruktur entsteht durch genau abgestimmte Mengen an Marmor, die in bestimmten Korngrößen verwendet werden. Kratzzputz hat eine aufgeraute Oberfläche, die mit einem sogenannten "Igel“ (z. B. Nagelbrett) angerissen wird und so die härtere Bindemittelschicht entfernt. Eingefärbt lässt sich Kratzputz in zahlreichen Farbvarianten verarbeiten.

    Strukturputz wird nach dem Auftragen mit einer Kelle, dem Reibebrett, Quast oder anderen Werkzeugen bzw. Modellierungstechniken wie dem Kellenstrichputz verarbeitet. Als Strukturputz werden sowohl mineralische Putze als auch Kunststoffputze verwendet. Strukturputz eignet sich auch für Hobby-Heimwerker zum Selberverputzen.

    Buntsteinputz ist ein wetterbeständiger Natursteinputz und wird aufgrund seiner farbigen Natursteingranulate auch als Mosaikputz bezeichnet. Buntsteinputz wird vor Allem als organischer Dünnschichtputz im Sockelbereich verwendet und mit einer Edelstahlkelle vollflächig aufgetragen und gleichmäßig ohne Überlappungen abgezogen.

    Schlämmputz gehört zu den Dünnschichtputzen und wird für Putz-Fassaden und Innenflächen eingesetzt. Die typische Schlämmputzoptik wird durch einen dünnen Putzaufstrich erreicht, der den Untergrund durchschimmern lässt. Schlämmputz kann gut verarbeitet werden, ist wasserdampfdurchlässig, spannungsarm, witterungsbeständig und wasserabweisend.

    Schweißputz ist ein mineralischer und leicht verarbeitbarer Renovier- und Fassadenspachtel mit sehr guter Haftung. Schweißputz wird in der Regel von Hand mit einer Traufel aufgezogen und kann in frischem Zustand mit einem Besen aufgeraut werden. Zum Erzielen einer „feineren“ Filzputzstruktur bietet sich ein nochmaliges, gleichmäßiges Abfilzen zu einem späteren Zeitpunkt an, wobei die gröbere Oberkörnung hierdurch abfällt.

    Dekorputz ist eine flüssige Mischung aus Wandfarbe und verschiedenen Bindemitteln. Neben einer ansprechenden Oberflächenstruktur unterstützt Dekorputz durch seine Atmungsaktivität und Wasserdampfdurchlässigkeit ein angenehmes Raumklima. Dekorputz wird vielfach gebrauchsfertig verkauft und lässt sich als Streichputz oder Rollputz mit z. B. einem Pinsel oder einer Auftragswalze leicht selber auftragen.

    Modellierputz ist ein weißer oder farbiger mineralischer Oberputz für Innen- und Außenbereiche und kann von Hand oder mit Putzmaschinen verarbeitet werden. Modellierputz kann je nach gewünschter Struktur entweder mit einer Traufel modelliert oder mit einem Schwammbrett (Schwammscheibe) abgefilzt werden.

    Rillenputz ist eine Schlussbeschichtung mit unterschiedlich großen Splitkörenern. Beim Auftragen des Rillenputzes werden dann die charakteristischen Rillen in den Putz gerissen. Rillenputz gehört zu den Reibeputzen, dessen Strukturkorn im Allgemeinen jedoch rund ist und beim Abreiben eine weichere Rillenstruktur entstehen lässt.

    Rustikalputz ist ein Oberputz für geschlossene, rillenfreie, raue Strukturen mit Kratzputzcharakter. Rustikalputz hat eine Kornstärke von meistens rund 5 mm und wird mit dem Glätter aufgebracht. Durch die Bearbeitung mit einem Schwammbrett oder einer Strukturrolle entsteht eine rustikale, grobe Wandstruktur.

    Scheibenputz wird häufig als Putz auf WDVS-Fassaden und zur dekorativen Gestaltung von Innenräumen verwendet. Scheibenputz kann leicht per Hand oder maschinell aufgetragen werden und mit einer Stahltraufel oder Schwammscheibe abgerieben werden, sodass die namensgebende kratzputzähnliche Scheibenputzstruktur entsteht.

    Natursteinputz ist ein Dekorputz aus farbigen Natursanden und wird besonders auf stark belasteten Flächen, z. B. in Treppenhäusern, Fluren u.ä, eingesetzt. Natursteinputz wird von Hand mit einer Stahltraufel in meistens 2 Arbeitsgängen aufgetragen.

    Mosaikputz ist ein gebrauchsfertiger dekorativer organischer Dünnschichtputz aus farbigen Natursteingranulaten, Diesem Kunstharzputz werden dazu gemahlener Kies unterschiedlicher Farbe oder eingefärbter Quarz zugesetzt. Besondere Effekte werden durch das Einstreuen von Glimmer erzielt. Mosaikputz ist besonders für den Sockelbereich oder im Innenbereich von z, B. Treppenhäusern geeignet.

    Weitere Informationen

    • Rauputz
    • Rappputz
    • Kratzputz
    • Strukturputz
    • Buntsteinputz
    • Schlämmputz
    • Schweißputz
    • Dekorputz
    • Modellierputz
    • Rillenputz
    • Rustikalputz
    • Scheibenputz
    • Natursteinputz
    • Mosaikputz

    Unterscheidung von Putz nach der Putztechnik

    Viele Putze werden auch nach der Technik beschrieben, wie diese auf die Wand aufgebracht werden und dort zu einer strukturgebenden Optik verarbeitet werden. Folgende Putzbegriffe haben sich entsprechend der eingesetzten Putztechnik etabliert:

    Reibeputz wird klassischerweise mit dem Reibebrett geglättet oder strukturiert auf die Wand aufgebracht. Je nach der Körnung des Zuschlagstoffes spricht man dann auch vom Münchner Rauputz oder dem sogenannten Wurmputz. Mineralischer Reibeputz hat den Vorteil, dass er atmungsaktiv und sehr widerstandsfähig ist und daher auch auf Außenwänden aufgetragen werden kann.

    Filzputz ist aus Kalkmörtel mit fein gesiebtem Sandzuschlag bestehender Oberputz, der mit einem Filzbrett eingeebnet und abgerieben wird und dadurch eine nahezu glatte Oberfläche erhält. Auf großen Flächen aufgetragen neigt Filzputz zur Bildung von Haarrissen, da sich durch das Reiben und Filzen das Bindemittel an der Oberfläche anreichert.

    Glattputze sind langsam abbindende Kalk- oder Lehmputzen, die mit einer Glättkelle, einem Glätteisen oder polierten Steinen aufgebracht werden. Kunstharzgebundene Glattputze wie Buntsteinputz können auch aufgespachtelt oder geschliffen werden. Glattputz ist ein Modellierputz, der hauptsächlich im Innenbereich angewendet wird.

    Kellenstrichputz (auch Kellenwurfputz genannt) bezeichnet das Anwerfen von bereits angezogenem Mörtel. Dieser wird dann mit einer Glättkelle (Glätter) so verstrichen, das die gewünschte Putzstruktur entsteht. Je nachdem wie stark der Mörtel angezogen ist, bleibt der Kellenstrich – meist waagerecht, bogenförmig oder fächerförmig geführt – als Kontur deutlich sichtbar.

    Rollputz wird mit einer Rolle auf die Wand auftragen und stellt für ungelernte Heimwerker eine Alternative zum Reibeputz dar, da dieser wie eine Farbe aufgetragen wird. Trotzdem lässt sich Rollputz auch nach dem Auftragen weitergehend modellieren. Rollputz wird vielfach mit Marmoranteilen angeboten, weshalb Rollputz ebenfalls als Edelputz gilt.

    Streichputz ist ebenfalls eine Alternative für Heimwerker, die ihre Wände nicht mit einer strukturierten Tapete und Farbe verschönern wollen. Denn Streichputz hat im Vergleich zur Farbe den Vorteil, dass eine organisch wirkende Struktur erzeugt wird, die auch nachträglich im gewünschten Farbton nachgestrichen werden kann.

    Weitere Informationen

    • Reibeputz
    • Filzputz
    • Glattputz
    • Kellenstrichputz
    • Rollputz
    • Streichputz

    Unterscheidung von Putz nach Funktion

    Viele Putzarten werden nach dem jeweiligen Verwendungszweck bzw. der mit dem Verputzen beabsichtigten Funktion benannt. Folgende Putze sind hierbei vornehmlich zu nennen:

    Ein Dämm- bzw. Wärmedämmputz wird sowohl im Innen- als auch Außenbereich eingesetzt. Im Außenbereich wird Dämmputz häufig als Grund- und Unterputz eingesetzt. Die wärmedämmende Wirkung (

    Wärmeleitzahl λ = 0,07 W/mK) erhält der Dämmputz z. B. durch expandiertes Polystyrol als Leichtzuschlag. Neuere Hochleistungsdämmputze werden mit Aerogel angereichert.

    Als Edelputz werden eine Vielzahl von weißen oder auch farbigen mineralischen Außen- und Innenputzen bezeichnet, die mit dem Begriff "Edel" einen besonderen Wert erfahren sollen. Häufig wird der Begriff Edelputz als Putz für Außenwände insbesondere als Oberputz von WDVS gebraucht.

    Opferputz ist ein Luftkalkputz, der hauptsächlich bei der Sanierung von Mauern eingesetzt wird, um die z. B. nach einem Hochwasser oder allgemein bei einer Trockenlegung entstehenden bauschädlichen Salze aufzunehmen. Der Opferputz wird danach abgeschlagen und durch einen anderen Putz ersetzt.

    Sperrputz kommt ebenfalls bei der Sanierung von feuchtem Mauerwerk zum Einsatz. Sperrputz dichtet dabei feuchte Wände von innen ab und verhindert so Schimmelbefall. Sperrputz ist wasserdruck- und frostbeständig, trocknet schnell ab, besitzt nur eine sehr geringe Putzfeuchte und weist eine gute Haftbeständigkeit auf feuchtem Mauerwerk auf.

    Sockelputz auf Zementbasis eignet sich besonders für den Dauernassbereich, z.B. für Gebäudesockel oder Wände im Erdreich oder für Wände, die einer hohen mechanischen Beanspruchung ausgesetzt sind. Auf weicheren Untergründen wie Porenbeton, Leichtziegel oder WDV-Systeme werden spezielle Sockel-Leichtputze z.B. auf Reinacrylat-Basis eingesetzt.

    Sanierputz wird aufgrund seiner sehr geringen kapillaren Leitfähigkeit, einer guten Wasserdampfdurchlässigkeit und eines hohen Porenvolumens zur Instandsetzung von salz- und feuchtebelastetem Mauerwerk verwendet. Es ist jedoch strittig, ob Sanierputze bei wiederkehrender Durchfeuchtung des Mauerwerks dauerhaft die Feuchtigkeit abführen können.

    Kompressenputz dient dazu, um Salz aus dem Mauerwerk zu ziehen und kommt vornehmlich auf Naturstein, Ziegel, Putz u.a. mineralischen Untergründen zum Einsatz. Kompressenputz wird daher auch als Opferputz im Kompressenverfahren eingesetzt.

    Feuchtespeicherputz ist ein Funktionsputz, dessen Feuchteaufnahme-Fähigkeit die von herkömmlichem Kalkputz übertrifft. Der Feuchtespeicherputz fängt dazu die Luftfeuchtigkeit auf, speichert sie und gibt sie Stunden später wieder an die Umgebungsluft ab. Feuchtespeicherputz wird in z. B. Küchen oder Badezimmern eingesetzt.

    Silikatputz dient als langhaltbare Beschichtung und zur Abdichtung von Mauerwerk. Nach dem Auftragen dringt der Silikatputz in die Poren des Mauerwerks ein und entzieht diesem das Wasser. Unter dem Einfluß von Kohlendioxid härtet der Silikatputz zu einem stabilen Kalziumsilikat-Kieselsäure-Gemisch (Wasserglas) aus.

    Als Wandputz werden eine Vielzahl von Putzsorten bezeichnet, die vor Allem wegen ihrer dekorativen Wirkung zusammengefasst werden. Wandputz ist in der Regel farbig, weist eine große Bandbreite an Strukturen auf und ist in verschiedenen Körnungen und Dichte, sowohl Dispersions-Putz als auch Kalkputz erhältlich. Plastischer Wandputz kann später beliebig oft, ohne weitere Vorarbeit überstrichen werden, wenn die Farbe renovierungsbedürftig geworden.

    Fachbetriebe für Putz-Arbeiten in Ihrer Nähe finden

    Weitere Informationen

    • Dämmputz
    • Edelputz
    • Feinputz
    • Opferputz
    • Sperrputz
    • Sockelputz
    • Sanierputz
    • Kompressenputz
    • Feuchtespeicherputz
    • Silikatputz
    • Wandputz
    • Sockelputz

    „Alle Putzarten und Putztechniken im Überblick“ wurde am 14.03.2016 das letzte Mal aktualisiert.

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    Источники: http://www.bauen.de/a/schritt-fuer-schritt-reibeputz-auftragen-und-strukturieren.html, http://www.bauhaus.info/ratgeber/wohnen-dekorieren/waende-mit-putz-dekorieren, http://www.energie-experten.org/bauen-und-sanieren/baustoffe/putz.html

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