Kleine terrasse bauen

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    Holzterrasse selber bauen

    Holzterrassen erfreuen sich schon seit einigen Jahren großer Beliebtheit – und wer etwas handwerkliches Geschick mitbringt, kann eine Holzterrasse sogar selbst bauen. Beim Eigenbau schleichen sich allerdings oft gravierende Fehler ein, die die Lebensdauer des Holzbelags einschränken. Hier lesen Sie, wie man es richtig macht.

    Eine Holzterrasse macht den Garten so richtig wohnlich

    Nehmen Sie sich die Zeit und fertigen Sie vor Baubeginn eine genaue Zeichnung Ihres Projekts an – es lohnt sich! Messen Sie die für die Holzterrasse vorgesehene Fläche exakt aus und zeichnen Sie mit Bleistift und Lineal eine maßstäbliche Draufsicht, in der jede einzelne Diele, die Unterkonstruktion und die Abstände zwischen den Brettern berücksichtigt sind. So können Sie anschließend exakt ausrechnen, wie viele Holzdielen, Trägerbalken und Schrauben Sie benötigen. Eventuell sparen Sie hierdurch sogar noch etwas Geld.

    Das richtige Holz

    Das beliebteste Holz für Holzterrassen ist Bangkirai, ein Tropenholz aus Südostasien. Es ist sehr schwer, witterungsbeständig und besitzt einen rotbraunen Farbton. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer tropischer Holzarten mit vergleichbaren Eigenschaften, aber anderen Farbtönen, wie beispielsweise Massaranduba, Garapa oder Teak. Ein grundsätzliches Problem bei Tropenhölzern ist – bei allen konstruktiven Vorteilen – der Raubbau an tropischen Regenwäldern. Wenn Sie sich für Tropenholz entscheiden, dann kaufen Sie auf jeden Fall FSC-zertifiziertes Holz. FSC steht für Forest Stewartship Council – eine internationale Organisation, die sich weltweit für nachhaltige Forstwirtschaft einsetzt. Eine hundertprozentige Sicherheit bietet dieses Siegel allerdings nicht, da es gerade bei stark nachgefragten Holzarten wie Bangkirai oft gefälscht wird.

    Hobbygärtner schätzen Terrassendielen aus Bangkirai. Das Tropenholz hat einen attraktiven Farbton und ist sehr dauerhaft. Kaufen Sie das Holz aber nur dann, wenn es ein FSC-Siegel trägt

    Heimische Holzarten

    Wer auf Nummer Sicher gehen will, der kauft Holz aus heimischer Forstwirtschaft. Relativ dauerhaft und rund 40 Prozent billiger als Bangkirai sind beispielsweise Terrassendielen aus Douglasie oder Lärche. Noch haltbarer, aber auch teurer und schwieriger zu beschaffen ist Robinienholz. Seit einigen Jahren wird außerdem sogenanntes Thermoholz angeboten. Eine spezielle Temperaturbehandlung verleiht Buchen- oder Kiefernholz dieselbe Haltbarkeit wie Teakholz. Noch einen Schritt weiter gehen die sogenannten Wood Plastic Composites (WPC). Dabei handelt es sich um ein Verbundmaterial aus Holz und Kunststoff, das ebenfalls sehr witterungs- und fäulnisbeständig ist.

    Die richtigen Maße

    Terrassendielen werden meist in 14,5 Zentimeter Breite und 2,5 Zentimeter Stärke angeboten. Die Länge variiert je nach Anbieter zwischen 245 und 397 Zentimetern. Tipp: Wenn Ihre Terrasse breiter ist und Sie ohnehin in jeder Bahn zwei Dielen auf Stoß verlegen müssen, kaufen Sie am besten kürzere Bretter. Sie lassen sich besser transportieren und verarbeiten, außerdem befindet sich der Stoß dann nicht zu dicht an der Außenkante der Terrasse, was immer ein wenig „angeflickt“ aussieht.

    Schrauben und Beschläge für Holzterrassen

    Alle sichtbaren Schrauben und Metallteile, die Sie beim Bau Ihrer Holzterrasse verwenden, müssen aus Edelstahl sein. Grund: Normale Holzschrauben korrodieren durch die Feuchtigkeit und das Holz bekommt an den Verschraubungen hässliche schwarzbraune Flecken. Eine Schraubengröße von 4,5 x 50 Millimeter ist für die genannte Bohlengröße optimal. Längere Schrauben erfordern einen höheren Kraftaufwand und machen die Konstruktion nicht wesentlich stabiler. Kaufen Sie am besten Senkkopf-Edelstahlschrauben mit Teilgewinde. Im Fachhandel sind speziell für Holzterrassen entwickelte Schrauben erhältlich. Sie besitzen eine Bohrspitze, die besonders leicht in das Holz eindringt, und werden mit einem Vielzahn-Inbus eingeschraubt. Solche Schrauben sind auch unter dem Handelsnamen Torx bekannt. Torx-Schrauben halten ein größeres Drehmoment aus als normale Kreuzschlitz-Schrauben und bilden deshalb beim Einschrauben nicht so leicht scharfkantige Grate, an denen man sich verletzen könnte.

    Wenn die Holzterrasse ebenerdig mit einer Steinkante abschließen soll, müssen Sie den Untergrund tief genug auskoffern

    Die Höhe der Holzterrasse

    Messen Sie Ihre Holzterrasse vor allem in der Höhe sehr sorgfältig ein. Speziell bei Holzterrassen am Haus hat man in der Regel vorgegebene Höhen wie beispielsweise die Schwelle der Terrassentür. Sie sollte auf Höhe des Terrassenbelags liegen, damit keine gefährlichen Stolperfallen entstehen. Faustregel: entweder ein exakter Höhenanschluss oder eine deutlich sichtbare Stufe. Auch Lichtschächte für Kellerräume sollte man mit der Holzterrasse natürlich nicht überbauen. Bei ebenerdigen Holzterrassen im Garten muss der Untergrund entsprechend tiefer ausgekoffert werden, als bei Holzterrassen, die über die Erdoberfläche hinausragen und mit einer Sockelblende abschließen.

    Abstand zur Hauswand

    In vielen Bauanleitungen wird empfohlen , den ersten Trägerbalken direkt mit der Hauswand zu verschrauben. Davon raten wir aus zwei Gründen ab: Zum einen sammeln sich in der Nut zwischen Wand und Holz Schmutz und Regenwasser – ein idealer Nährboden für holzzerstörende Pilze. Zum anderen arbeitet das Holz und dehnt sich bei Feuchtigkeit aus. Durch eine feste Verbindung mit der Hauswand können Spannungen im Holz entstehen, die zu Rissen oder zum Aufwölben führen. Das gleiche gilt für die Holzdielen: Sie sollten daher mit mindestens fünf Millimetern Abstand zur Hauswand verlegt werden – insbesondere dann, wenn sie parallel zur Wand liegen.

    Die Unterkonstruktion der Holzterrasse

    Der schwierigste Arbeitsschritt beim Bau einer Holzterrasse ist die Tragekonstruktion. Es gibt unterschiedliche Bauweisen, vom einfachen Betonstein-Unterbau bis zu Punktfundamenten mit Balkenträgern. Wir empfehlen einen Unterbau mit Betonsteinen auf kleinen Fundamenten. Er ist preiswert und nicht so starr, denn die Balken liegen ohne weitere Befestigung auf dem Stein auf, sodass das Holz arbeiten kann. Bevor Sie anfangen, sollten Sie die vorgesehene Fläche für die Holzterrasse an den Ecken mit Metallstangen abstecken und mit einer umlaufenden Schnur die Höhe der Tragebalken-Oberkante unter Berücksichtigung des benötigten Gefälles markieren. Die Höhe entspricht der Endhöhe der Terrasse abzüglich der Stärke der Terrassendielen. Anschließend koffern Sie die gesamte Fläche aus und ersetzen den Mutterboden durch etwa 10 bis 15 Zentimeter Füllsand. Die Bodenhöhe nach der Vorbereitung des Untergrunds richtet sich nach der gewünschten Terrassenhöhe: Wenn der Terrassenbelag sich wie in unserem Beispiel inklusive seitlicher Sichtblende oberhalb des Bodenniveaus befinden soll, muss der vorbereitete Untergrund etwa zehn Zentimeter tiefer liegen als die Bodenoberfläche.

    Beispielhafter Aufbau einer Holzterrasse: 1 Fundament (ca. 20x20x40 Zentimeter), 2 Füllsand (circa 10 bis 15 Zentimeter), 3 Kunststoffvlies, 4 Kiesschicht (circa fünf Zentimeter), 5 Betonstein (Rinnenstein, 14x14x15 Zentimeter), 6 Teichfolie, 7 Holzbalken (4,5×9 Zentimeter), 8 Holzdielen (12,5×2,5 Zentimeter), 9 Holzklotz als Abstandshalter, beidseitig mit Metallwinkel fixiert, 10 Holzdiele als Sichtblende

    Fundamente und Sockelsteine setzen

    Heben Sie nun nach Ihrer Konstruktionszeichnung entlang der oberen Abschlusskante im Abstand von höchstens einem Meter von Lochmitte zu Lochmitte rund 20 x 20 Zentimeter große und 40 Zentimeter tiefe Fundamentlöcher aus. Wenn Sie sich die Arbeit etwas erleichtern wollen, können Sie dafür auch einen Erdbohrer verwenden. Die Geräte kann man im Baumarkt ausleihen. Verfüllen Sie die Fundamentlöcher reihenweise mit erdfeuchtem Beton und verdichten Sie diesen gründlich. Danach legen Sie als Schutz gegen Unkrautwuchs ein Kunststoffvlies über die fertigen Fundamente und platzieren darauf pro Fundament jeweils einen Sockelstein aus Beton. Dafür eignen sich am besten quadratische Rinnensteine im Format 16 x 16 x 14 Zentimeter. Sie sind auch als Basamentsteine bekannt und man verwendet sie im Straßenbau zum Pflastern der seitlichen Abflussrinnen neben dem Bürgerstelg. Spannen Sie eine zweite Schnur, die auf Höhe der Unterkante des späteren Tragebalkens verläuft, und richten Sie die Basamentsteine reihenweise exakt auf diese Höhe aus. Dazu müssen Sie sie entweder mit zusätzlichem Beton unterfüttern oder mit einem Gummihammer etwas herunterschlagen. Prüfen Sie außerdem mit einer Wasserwage, ob jeder Sockelstein eben liegt. Nach diesem Prinzip legen Sie mit maximal sechzig Zentimeter Abstand auch die Fundamentreihen für die übrigen Tragebalken an.

    Kiesschüttung aufbringen und Tragebalken auflegen

    Wenn der Beton ausgehärtet ist, sollten Sie die gesamte Fläche mit einer etwa fünf Zentimeter hohen Schicht Kies abdecken. Diese sogenannte Sauberkeitsschicht sorgt dafür, dass das Regenwasser schnell im Boden versickert und die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch wird, was die Lebensdauer des Terrassenbelags erhöht. Anschließend legen Sie mit exaktem Abstand die Tragebalken auf, nachdem Sie diese mit einer Säge auf die richtige Länge gebracht haben. Zwischen Balken und Sockelstein sollten Sie jeweils ein rund 16 x 16 Zentimeter großes Stück Teichfolie mit glatter Oberfläche auflegen. Es sorgt dafür, dass keine Feuchtigkeit in den Stein einzieht. Bei Bedarf können Sie mit mehreren Lagen Teichfolie auch leichte Höhentoleranzen ausgleichen. Tipp : Wenn Sie zwei Tragebalken auf Stoß legen müssen, weil deren Länge nicht ausreicht, sollten Sie diese miteinander verbinden. Verwenden Sie dafür am besten Lochplatten aus Edelstahl, die Sie auf beiden Seiten anschrauben. Die Verbindung sollte aus statischen Gründen auf einem Sockelstein aufliegen.

    Wichtig: Bohren Sie nur die Terrassendiele vor und nicht den Trägerbalken, sonst hat die Schraube am Ende nicht genügend Halt

    Dielenbretter der Holzterrasse verlegen

    Fangen Sie an einem Ende an und suchen Sie eine Diele aus, die möglichst gerade ist. Legen Sie diese auf die Tragekonstruktion und richten Sie sie exakt rechtwinklig und gegebenenfalls mit dem empfohlenen Abstand zur Hauswand aus. Falls die Dielen im Sägewerk nicht sauber und rechtwinklig abgelängt wurden, sollten Sie ein Ende vor dem Verlegen mit einer Kappsäge nachschneiden. Danach befestigen Sie die Diele an jedem Tragebalken vorne und hinten mit je einer Schraube, damit das Holz sich bei Feuchtigkeit nicht aufwölben kann.

    Beim Verschrauben mit den Tragebalken ist Sorgfalt gefragt: Alle Schrauben sollten aus optischen Gründen genau auf einer Linie liegen. Als Orientierungshilfe ist eine gespannte Maurerschnur sehr hilfreich . Die Schraubenlöcher jeder Diele sollten Sie zumindest bei hartem Tropenholz vorbohren. Der Bohrer muss einen Millimeter größer sein als die Schraube, damit die Holzdielen arbeiten können und nicht zu stark unter Spannung stehen.

    Gerade Abschlusskante

    Um eine gerade Abschlusskante zu bekommen, hat es sich bewährt , die Dielen an einem Ende zunächst etwas überstehen zu lassen und sie zum Schluss mit einer Handkreissäge auf eine einheitliche Länge zu bringen. Fixieren Sie vor dem Sägen mit Hilfe von Schraubzwingen eine Führungsschiene, damit die Kante exakt gerade wird. Die Führungsschiene müssen Sie natürlich so einmessen, dass die Dielen in der gewünschten Länge über die Trägerbalken hinausragen.

    Draufsicht auf eine Holzterrasse mit fachmännisch angesetzten Terrassendielen

    Große Holzterrassen: Dielen auf Stoß verlegen

    Bei großen Holzterrassen wird die Konstruktion etwas kniffliger, weil die Dielen nicht lang genug sind, um die gesamte Terrasse abzudecken. Um dennoch ein ansprechendes Gesamtbild zu erzielen, müssen Sie das schon bei der Konstruktion des Unterbaus berücksichtigen: Legen Sie an Stellen, wo eine neue Diele angesetzt werden soll, mit etwa drei bis vier Zentimetern Abstand zwei Trägerbalken nebeneinander auf den Sockelstein. Beginnen Sie nun jede neue Reihe abwechselnd mit einer längeren und einer kürzeren Diele, so dass zwei versetzt zueinander liegende Stoßfugen-Reihen entstehen. Achten Sie darauf, dass die Fugen mindestens fünf Millimeter breit sind und auch die Schrauben genau auf einer Linie liegen. Aus optischen und konstruktiven Gründen sollten Sie auch die jeweils durchgehenden Dielen mit beiden nebeneinander liegenden Trägerbalken verschrauben.

    Je nach Konstruktion können Sie die Holzterrasse entweder mit einer Pflasterkante einfassen oder – bei etwas erhöhten Sitzplätzen – eine Sockelblende anbringen, damit man den Unterbau nicht sieht. Die Sockelblende muss sich unterhalb der Terrassendielen befinden, damit der Wasserabfluss nicht beeinträchtigt wird. Verwenden Sie für die Blende ebenfalls Terrassendielen und schneiden Sie diese auf die richtige Länge zu. Sie werden anschließend mit Edelstahlschrauben seitlich an den Trägerbalken fixiert. Idealerweise sollte die Blende ohne Versatz mit der Terrassenkante abschließen. Wenn der Abstand vom Längsbalken zur Terrassenkante zu groß ist, können Sie beispielsweise passende Holzklötze als Abstandhalter einfügen und mit Winkeln aus Edelstahl fixieren.

    Restarbeiten

    Kontrollieren Sie abschließend noch einmal alle Schrauben der Holzterrasse und ziehen Sie diese bei Bedarf etwas nach, damit die Schraubenköpfe nicht überstehen. Anschließend werden alle Ecken und Kanten mit Schmirgelpapier und Schleifklotz oder Schwingschleifer abgeschliffen, damit Sie die Terrasse auch barfuß begehen können, ohne sich an Holzsplittern zu verletzen. Zum Schluss müssen Sie die Fläche nur noch mit einem Besen von Holz- und Metallspänen befreien – und schon können Sie die Einweihungsparty für Ihre neue Holzterrasse planen.

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    Источники: http://www.mein-schoener-garten.de/gartenpraxis/balkon-terrasse/holzterrasse-bauen-bauanleitung-und-tipps-5566, http://www.bauen.de/terrasse-balkon.html, http://www.bauen.de/terrasse-balkon.html

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