Innenputz entfernen

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    Alten Rauputz entfernen

    Ein Rauputz ist in der Regel ein sehr widerstandsfähiger Wandbelag, der Jahrzehnte überdauern kann. Wenn Ihnen Ihr alter Putz nicht mehr gefällt, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Wand neu zu gestalten: Ein erster Schritt kann die vollständige Entfernung des Rauputzes sein.

    Anleitung zum Entfernen von Rauputz: Vorbereitungen treffen

    Einen Rauputz zu entfernen ist mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden, außerdem entsteht dabei viel Schmutz und Staub. Darum sollten Sie, bevor Sie mit dem Entfernen des Putzes beginnen, staubempfindliche Gegenstände entfernen, die Türen angrenzender Zimmer schließen und die gesamte Umgebung gut mit Folie abdecken. Außerdem ist es ratsam, einen Mund- und Augenschutz zu tragen, um vor Staub und umherfliegenden Splittern geschützt zu sein. Ziehen Sie sich bei dieser Arbeit außerdem feste Arbeitshandschuhe an.

    Einen Rauputz mechanische entfernen

    Dünne Putzschichten lassen sich mit dem Betonschleifer abtragen, so wird auch der Unterputz möglichst wenig in Mitleidenschaft gezogen. Bei dickeren Schichten von Rauputz verwenden Sie am besten einen elektrischen Stemmhammer – die Arbeit allein mit Hammer und Meißel empfiehlt sich hingegen eher für kleinere Flächen. In Kombination mit dem Betonschleifer können Sie auch noch die letzten Rauputzreste sauber von der Wand entfernen. Häufig trägt bei dieser groben, mechanischen Behandlung auch der Untergrund Schäden davon, sodass Sie die vom Rauputz befreite Wand nach dem gründlichen Säubern neu verspachteln müssen. Erst dann können Sie die Fläche nach Ihrem Geschmack neu gestalten.

    Alternativen zum Entfernen des Rauputzes

    Das Entfernen von Rauputz ist eine schmutzige und anstrengende Arbeit. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Putz mit Trockenbauplatten zu überkleben oder ihn leicht abzuschleifen und zu überspachteln. Allerdings geht bei diesen Methoden immer etwas Raumvolumen verloren, was in kleinen Zimmern zum Problem werden könnte. Ein schadhafter Rauputz lässt sich auch ausbessern und neu streichen, sodass vielleicht gar keine Notwendigkeit zur Entfernung besteht.

    Streichputz entfernen – Schritt für Schritt

    Putz hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Alternative zu klassischer Tapete entwickelt. Das Material punktet mit einer langen Lebensdauer und je nach Putzart mit weiteren vorteilhaften Eigenschaften. Putz aus Lehm zum Beispiel sorgt für ein gutes Raumklima, weil das Material Feuchtigkeit aufsaugt und Zigarettenrauch neutralisiert. Der einzige Nachteil von Putz ist, dass die Entfernung des Materials mit einem relativ großen Aufwand verbunden ist.

    Streichputz bei Heimwerkern beliebt

    Putz gibt es in verschiedenen Ausführungen und das Material besteht aus unterschiedlichen Bindemitteln. Ein großer Unterschied ist die Art und Weise, wie er aufgetragen wird. Früher musste man Putz mit einer Kelle auftragen. Inzwischen gibt es aber auch Roll- und Streichputz. Ersterer wird mit einer Rolle aufgetragen, Letzterer mit einem großen Pinsel.

    Aufgrund der leichten Verarbeitung ist Streichputz bei Heimwerkern besonders beliebt. Mit einem Pinsel ausgestattet tragen sie den Putz in einer weniger als ein Millimeter dünnen Schicht auf. Durch das Auftragen mit dem Pinsel entsteht ein interessantes Muster, welches maßgeblich zur Innenraumgestaltung beiträgt.

    Die verwendeten Bindemittel im Putz entscheiden darüber, in welchen Räumen eine Putzart zum Einsatz kommt:

    1. Lehm und Ton sorgen für ein gutes Raumklima und sind in Wohnräumen zu bevorzugen
    2. Gips und Kalk sind ein klassischer Innenputz und für viele Räume geeignet
    3. Zement ist wasserabweisend und besitzt eine hohe Druckfestigkeit

    Jeder Putz erreicht früher oder später seine maximale Lebensdauer, dann muss er entfernt werden. Je nach verwendeter Putzart ist das keine leichte Aufgabe. Mit dem passenden Material, Werkzeug und Anleitung gelingt aber auch diese Arbeit.

    Vorbereitungen zum Entfernen von Streichputz

    • Abdeckfolie
    • Klebeband
    • Schutzbrille
    • Atemschutzmaske
    • Schutzkleidung
    • Meißel
    • Hammer
    • Bohrhammer
    • Spachtel
    • Drahtbürsten

    Die Vorbereitungen zum Entfernen von Streichputz sind dieselben wie jene zum Verputzen: Zunächst sollte man alle Möbel aus dem Raum entfernen. Falls dies nicht möglich ist, deckt man die Möbel mit einer Folie ab. Anschließend legt man Abdeckfolie auf den Boden und klebt diese mit Klebeband fest. Das Klebeband verwendet man auch, um Steckdosen und andere Installationen abzukleben. Der feine Staub kann in die Elektroinstallation eindringen und Schäden anrichten.

    Putzentfernung hängt von dem Untergrund ab

    Putz wird auf die verschiedensten Oberflächen angebracht, sodass seine Entfernung von ihnen abhängt. Einige Menschen bringen Streichputz auf Tapete an. In diesem Fall scheint es logisch, den Putz samt Tapete zu lösen. Dazu schlägt man den Putz mit einem Hammer leicht an und durchweicht die darunterliegende Tapete mit Wasser. Im nächsten Schritt kann man die Tapete samt Streichputz abziehen – man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.

    Mit Hammer und Meißel Streichputz entfernen

    Streichputz wird im Vergleich zu Rollputz in einer sehr dünnen Schicht aufgetragen. Das erleichtert das spätere Entfernen der Putzschicht. Rüsten Sie sich mit Hammer und Meißel sowie Atem- und Sichtschutz aus. Beim Entfernen von Putz entsteht Staub, welchen Sie nicht einatmen sollten.

    Um den Putz zu entfernen, hält man den Meißel parallel zur Wand und schlägt mit dem Hammer wiederholt auf das Ende des Werkzeugs. Diese Arbeit beginnt man in der Mitte der Wand. Langsam aber sicher arbeitet man sich zur Wandecke vor.

    Nachdem der Putz komplett entfernt wurde, nimmt man zunächst eine grobe, anschließend eine feine Drahtbürste zur Hand, und streicht mit den Werkzeugen sorgfältig über das Mauerwerk. Auf diese Weise wird das Mauerwerk gereinigt und beim erneuten Verputzen bilden sich keine Klümpchen.

    Alternative Möglichkeit, Streichputz zu entfernen

    Aufgrund seiner geringen Dicke kann es vorkommen, dass sich Streichputz nur schwer mit Hammer und Meißel entfernen lässt oder der Vorgang zu lange dauert. Aus diesem Grund gibt es einen alternativen Weg, der die Arbeit beschleunigen könnte.

    Je nachdem, aus welchen Bindemitteln der Putz besteht, kann man ihn mit Wasser durchweichen. Das ist beispielsweise bei Lehmputz der Fall: Man taucht einen Schwamm in klares Wasser und weicht den Putz durch. Anschließend lässt er sich mit einem Spachtel von der Wand kratzen.

    Sollten Sie den Putz nicht lösen können, nehmen Sie einen elektrischen Schaber zur Hand. Das Durchnässen ist auch hier Pflicht!

    Wand abschließend reparieren

    Beim Abkratzen der Putzschicht, die bei Streichputz äußerst dünn ist, liegt eine große Wahrscheinlichkeit vor, dass man die darunter liegende Wand (oder andere Putzschicht) beschädigt. Je nachdem, welchen Plan man für die Wand hat, muss diese repariert werden. Die simpelste Reparatur erfolgt mit klassischem Gipsputz.

    Wer sich die Reparatur der Wand ersparen möchte, der geht beim Entfernen des Streichputzes sehr sorgfältig vor. Das korrekte Durchnässen der Putzschicht und langsame Vorarbeiten mit einem Spachtel sollte ausreichen, damit man die Schicht entfernen kann, ohne den darunter liegenden Mauerputz zu beschädigen. Der Aufwand für dieses Vorhaben ist mit dem Entfernen einer mehrlagigen Tapete zu vergleichen. Wer nicht die Zeit oder Geduld dafür besitzt, sollte sich Verstärkung holen oder die Arbeit einem Profi überlassen.

    Streichputz umgestalten statt entfernen

    Der Wunsch, den Streichputz zu entfernen, hat in einigen Fällen kosmetische Gründe. Wenn der Putz selbst nicht beschädigt ist, muss er auch nicht entfernt werden. Heimwerker haben die Möglichkeit, den Putz mit einer Dispersionsfarbe zu überstreichen. In anderen Fällen ist es unter Umständen möglich, über den Putz zu tapezieren.

    Zusammenfassung

    Die Entfernung von Putz ist eine Arbeit, die mit einem großen Zeitaufwand verbunden ist und Geduld erfordert. Wer geduldig ist, wird den Streichputz entfernen können, ohne die darunter liegende Schicht zu beschädigen. Wem die dafür benötigte Zeit und Geduld fehlt, der sollte die Arbeit einem Profi überlassen oder sich tatkräftige Unterstützung von anderen Heimwerkern suchen.

    Artikelbild: © SusaZoom / Shutterstock

    1 Kommentar

    1. Sandra Kaiser 14.11.2017 11:46 Uhr

    Hallo und vielen Dank für den tollen Artikel. Ich hatte in den Nuller Jahren Streichputz auch öfters neu an den Wänden angetroffen. Schön finde ich ihn heute auch noch, nur mögen meine Kinder lieber glatte Wände und so werden wir wahrscheinlich einen Anstreicher beauftragen, die Wände wieder galt zu machen. Selbst will ich mir, dass nicht mehr antun.

    Alten Putz entfernen

    Fachgerecht Putz entfernen

    Bei der Putzentfernung ist besondere Aufmerksamkeit geboten, um die darunterliegenden Schichten nicht zu beschädigen, © mhp – Fotolia.com Prinzipiell kann es auf innen (Innenputz) wie außen (Fassadenputz) liegenden Hausflächen sinnvoll sein, den Putz zu entfernen. In vielen Fällen ist das aber unnötig. Stattdessen kann man beispielsweise Risse in der Putzschicht mit neuem Putz sanieren (Risssanierung) oder aber auf eine alte Putzschicht komplett eine neue auftragen.

    Als Alternative kann man auch nur dort den Putz entfernen, wo der alte Putz locker geworden ist. Anschließend trägt man den neuen Putz auf den tragfähigen alten Putz sowie auf den von losem altem Putz befreiten Untergrund auf. So ergibt sich eine einheitliche neue Putzschicht.

    Neben dem Auftragen von neuem Putz, lässt sich eine Wand bei einem nur mäßig angegriffenen alten Putz auch mit Fliesenkleber und Fliesen renovieren. Sie mit Gipskartonplatten zu verkleiden ist in Innenräumen eine weitere Möglichkeit. Nachteile: Der Raum wird so etwas kleiner und nicht jede Alternative (z.B. Fliesen) ist für jeden Raum und jede Wand geeignet.

    Prinzipiell gilt: Putz zu entfernen, ist eine aufwändige Arbeit. Wenn sie sich vermeiden lässt, ist die Alternative oft die bessere Wahl. Wenn der Putz allerdings an Tragfähigkeit eingebüßt hat oder Feuchtigkeit zu Schäden führt, muss man den Putz entfernen. Nicht vermeiden lässt sie sich die Arbeit auch bei einem großflächigen Schimmelbefall, bei dem der Schimmelpilz sich bereits im Putz festgesetzt hat. Für diesen Fall hat das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg übrigens eine interessante Broschüre (PDF) herausgegeben.

    Putz entfernen: Vorbereitung, Werkzeuge & Vorsichtsmaßnahmen

    Insbesondere, wenn man in Innenräumen Putz entfernen möchte, kann eine geeignete Vorbereitung wichtig sein, um empfindliche Gegenstände vor Staub zu schützen. Möbel und Dekor-Gegenstände sollte man vor der Arbeit entfernen oder zumindest abdecken, bevor man den Putz entfernen lässt. Bodenbeläge wie Teppichböden deckt man sorgfältig mit strapazierfähiger Folie und Klebeband ab. Mund und Augen muss man möglichst gut schützen, während man den Putz entfernt. Achten Sie also auf einen Mundschutz und eine Schutzbrille, welche die Augen sichert!

    Man entfernt relativ losen Putz, indem man mit Hammer und Meißel arbeitet. Das kann jedoch körperlich ziemlich anstrengend werden. Der Vorteil der Sache: Durch das langsamere Arbeiten im Vergleich zur maschinellen Putzentfernung ist das Risiko, dass der Untergrund unter der Putzschicht beschädigt wird, geringer. Nach der Arbeit mit Hammer und Meißel befreit man den Untergrund mit groben und feinen Drahtbürsten von den übrigen Putzresten.

    Nutzt man Maschinen wie Bohrhammer, Meißelhammer, Putzfräsen oder Druckluftlanzen, arbeitet man in der Regel schneller und komfortabler, muss aber mehr Obacht geben. Als Maschinen kommen beispielsweise Schleifmaschinen, Bohrhämmer oder Putzfräsen infrage. Möchte man an einer Fassade Putz entfernen, kann man solche Putzfräsen an einem Bagger oder einer Hubarbeitsbühne befestigen. Bestimmte Arten von Rollputz kann man zunächst mit Wasser anfeuchten und anschließend mit einem Schaber entfernen. Ein elektrischer Schaber macht diese Arbeit etwas komfortabler. Aber auch hier muss man aufpassen, dass der Untergrund nicht bei den Arbeiten beschädigt wird.

    Gesetzliche Bestimmungen, wenn Sie Putz entfernen und erneuern

    Putz entfernen und neu Verputzen gehören bei der Fassadensanierung zu den Arbeiten, nach denen die sanierte Außenwand laut Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 bestimmte Wärmedurchgangswerte nicht überschreiten darf. Darauf müssen Fassaden sanierende Hausbesitzer achten. Laut EnEV 2014 dürfen Außenfassaden nach dem großflächigen Ersatz von Außenputz den Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,24 W/(m²·K) nicht überschreiten. Dies gilt NICHT für Gebäude, die ordnungsgemäß nach dem 31. Dezember 1983 errichtet worden sind. Weiterhin gibt es eine Bagatellgrenze: beträgt die Fläche des erneuerten Putzes bis zu zehn Prozent der gesamten Fassadenfläche, sieht man von obiger Anforderung an den Wärmedurchgang ab.

    Wie von deutschen Gesetzen und Verordnungen nicht ganz unbekannt, gibt es noch viele weitere detaillierte bis komplizierte Bestimmungen, Ausnahmen und Sonderfälle, die an diese Anforderung anknüpfen. Ihr regionaler Fachbetrieb kann Ihnen genau sagen, welche Bestimmungen bei der Putzentfernung in Ihrem Fall greifen.

    Man sollte nur dann in Eigenregie Putz entfernen, wenn man handwerklich ausreichend erfahren und begabt ist. Im Zweifelsfall beauftragt man besser Fachbetriebe für Putzarbeiten.

    Источники: http://www.hausjournal.net/rauputz-entfernen, http://www.heimhelden.de/streichputz-entfernen-schritt-fuer-schritt, http://www.maler-vergleich.com/maler/verputzen/putz-entfernen

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