Holzschindeln verlegen anleitung

    0
    32

    Tipps um Holzschindeln fachgerecht zu verlegen

    Ein Schindeldach aus Holz ist nicht nur optisch sehr schön, sondern auch eine gute Alternative zum Dacheindecken. Schindelgedeckte Häuser finden sich heute schon längst nicht nur bei historischen Gegenden. Das Eindecken des Daches will allerdings gekonnt sein. Worauf es dabei ankommt, lesen Sie hier.

    Hintergrundinformationen

    Grundlage für ein erfolgreiches Eindecken ist auf jeden Fall eine sorgsame Planung. Je nach Dachneigung muss entweder zwei- oder dreilagig verlegt werden. Zuvor sollten Sie auch planen, auf welche Weise Sie die Unterkonstruktion aufbauen wollen – eine Verlegung direkt auf den Sparren hat manchmal Nachteile, Stand der Technik ist heute eine Vollschalung, das Aufbringen einer Dachbahn und eine Konterlattung als Hinterlüftungsebene.

    Das bedeutet einigen Aufwand und erfordert echte Sachkenntnis – gerade bei Dächern sollte man ohne entsprechende Erfahrung sehr vorsichtig sein, da durch ein undichtes oder unsachgemäß gedecktes Dach schwere Schäden für die Bausubstanz des Gebäudes drohen können. Wenn Sie also nicht gerade über entsprechende Erfahrung verfügen, sollten Sie das Eindecken mit Holzschindeln lieber einem Fachbetrieb überlassen.

    Schindeln und Befestigungsmaterial

    Beim Befestigungsmaterial müssen Sie unbedingt darauf achten, dass es aus Edelstahl ist und über einen gerillten Schaft verfügt. Pro Quadratmeter Deckfläche müssen Sie üblicherweise mit rund 200 Nägeln oder Schindelstiften rechnen.

    Bei der für die Schindeln verwendeten Holzart haben Sie eine relativ große Auswahl. Die einzelnen Holzarten unterscheiden sich hier sehr deutlich voneinander in Bezug auf Witterungsbeständigkeit, Härte und Haltbarkeit.

    Seitlicher und unterer Abschluss

    Die sogenannte Traufreihe der Schindeln muss höher liegen als die übrigen Schichten.

    Bei der für die Schindeln verwendeten Holzart haben Sie eine relativ große Auswahl. Die einzelnen Holzarten unterscheiden sich hier sehr deutlich voneinander in Bezug auf Witterungsbeständigkeit, Härte und Haltbarkeit.

    Anleitung zur Schindelverlegung

    • Schindelstifte
    • Holzschindeln
    • Material für Auflattung der Traufreihe
    • ev. seitlicher Abschluss – sogenannte Ortgang-Reihe
    • Schindelbeil
    • Säge zum Ablängen der Schindeln
    • Absturzsicherung
    • Maßband

    1. Verlegeplan und Beginn der Verlegung

    Einen Verlegeplan sollten Sie vor Beginn des Projekts schon angefertigt haben, die Unterkonstruktion sollte ebenfalls schon montiert sein. Begonnen wird an der Traufe. Verlegen Sie die erste Schindelreihe entlang der Traufkante. Die zweite und dritte Schindelreihe werden mit Versatz darauf verlegt, und so abgelängt, dass eine zumindest doppelte Schindeldicke an der Traufe entsteht.

    Alternativ können Sie auch eine Auflattung an der Traufe anbringen – dann müssen Sie die ersten Schindelreihen nicht bündig ablängen, sondern können durchgehend verlegen.

    2. Firstbedeckung

    Am Dachfirst wird ein sogenannter Ortgang hergestellt. Er dient dazu, dass der Dachfirst am Ende auch tatsächlich dicht ist. Hierbei werden die Dachschindeln quer am First entlang verlegt und an der Kante versetzt zueinander zusammen genagelt. Bei der letzten Reihe unter dem Ortgang müssen unter Umständen die Schindeln abgelängt werden, um den standardmäßigen Reihenabstand von 12,5 cm bei der klassischen Verlegung einzuhalten.

    3. Seitlicher Abschluss

    Die Schindeln sollten an der Seite des Daches immer mit Überstand verlegt werden. Um das Abfließen des Regenwassers zu erleichtern, sollte die Seite eine sogenannte Wassernase aufweisen. Die seitlich quer aufgestellte Bedeckung wird bei klassischer Verlegung ebenfalls mit einer Wassernase ausgerüstet. Sie schließt die Schindelbedeckung seitlich unter dem Überstand ab.

    Die Schindelwand


    Bauen und Wohnen mit Holz ist heute wichtiger denn je.


    Die Klimaveränderungen der Vergangenheit überwand der Mensch vor allem durch den ständig nachwachsenden, sauerstoffspendenden Wald.


    Unbelastet von Entsorgungsproblemen wird Holz auch in Zukunft wohl der nützlichste und zugleich gesündeste Baustoff der Menschheit sein.


    Die natürlichen Wärmedämm-Eigenschaften des Holzes wurden schon früh erkannt. Die Holzschindel wird daher seit altersher zum Schutz der Außenwand mit bestem Erfolg genützt.

    Eine Schindelwandverkleidung hat mehrere wichtige Funktionen zu erfüllen:

    Gleichzeitig wird das Mauerwerk vor direkter Kaltluft und der damit verbunden Auskühlung geschützt, damit die Wärmedämm- und Wärmespeicherfähigkeit des Außenmauerwerks nicht gemindert wird oder verlorengeht.

    Ein normaler Außenputz ist zwischen Tag und Nacht oft extrem hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Eine Schindelwandbekleidung sorgt bei hohen Außentemperaturen durch die Luftzirkulation

    (Kaltfassade/Kaminwirkung der Hinterlüftung) für ein angenehmes Raumklima.

    Der besonders in der kalten Jahreszeit von innen nach außen dringende Wasserdampf wird im Normalfall durch eine einwandfreie Hinterlüftung schadlos abgeführt. Bei Schindelwandverkleidungen geschieht dies aber auch ohne direkte Hinterlüftung (Warmfassade), da durch die Fugen der Schindeln und durch die besonderen hydrostatischen Eigenschaften des Holzes, die von innen kommende Feuchte ohne Probleme diffundieren kann. Das Ergebnis ist, daß das Mauerwerk als Wärmespeicher voll erhalten bleibt und damit eine Durchnässung der Wand verhindert wird. Folgen wie Schimmelbildung, das Ablösen von Tapeten und andere Schäden an den Innenseiten der Außenwände können dadurch vermieden werden. Nicht zuletzt wird eine erhebliche Heizkosten-Ersparnis erreicht.

    Da Holzschindeln auch bei Sturm und Regen keine Eigen-geräusche verursachen und außerdem gute Schalldämmung aufweisen, ist auch für menschliches Wohlbefinden gesorgt.

    Schindeln in ungleichen Breiten

    SchindelgrundbedarfMengenberechnung in Breitenmetem:

    Bei allen HolzschindeIn mit unregelmäßigen Schindelbreiten wird der Bedarf seit altersher nach Breitenmetern ermittelt. Diese Berechnungsart nach Breitenmeter ist auch in den „Regeln für Dachdeckung mit Holzschindeln“ und in der DIN-Norm 68 119 festgelegt.

    Ein Breitenmeter (Abkürzung: Bm) ist das Liefermaß für einen Meter dicht nebeneinander liegender Schindeln bezogen auf 20 Prozent Holzfeuchtigkeit. (eine Schindelreihe á 1 mtr)

    Anmerkung: Notwendige Verlege­fugen sind nicht berücksichtigt.

    Der Reihenabstand ist der sichtbare Abstand von Schindeireihe zu Schindelreihe. In der DIN 68 119 ist festge­

    legt, daß Schindeln mit unregelmäßigen Breiten nach Breitenmeter berechnet werden. Diese in Deutschland, Österreich und der Schweiz übliche Breitenmeter-Berechnung ist ein korrektes Maß für die Bedarfs- und Preisermittlung.

    Der Reihenabstand ergibt sich aus der Schindellänge und der geforderten Deckungsart. In unserer Beckungstabelle finden Sie die Reihenabstände für die einzelnen Schindellängen nach DIN 68 119. Diese Maximalwerte dürfen nicht überschritten werden. In der Regel wird der Reihenabstand bei Außenwandverkleidungen den gestalterischen Gegebenheiten des Objektes angepaßt und um 5 – 50 mm enger als nach den DIN-Werten festgelegt.

    Ist als Unterkonstruktion eine Lattung vorgesehen, muß der Lattenabstand den Erfordernissen und Maßen der Schindelreihenabstände entsprechen.

    Der Schindelgrundbedarf ist die für eine Deckfläche benötigte Schindelmenge, angegeben in Breitenmetern.

    Er wird wie folgt errechnet:

    Schindelgrundbedarf in Breitenmeter = Deckfläche in m² : Reihenabstand in Meter,

    Zusätzlich benötigte Schin delmengen für Fußlinien, Leibungen, An- und Abschlüsse müssen gesondert errechnet werden. Außerdem muß der Mehrbedarf für die Anfangsreihen und den Verschnitt berücksichtigt werden.

    Ein Preisangebot nach Quadratmetern ist mit Vorsicht zu betrachten, da von einigen Anbietern bei der Bedarfsermittlung neben zu weiten, nicht der DIN 68 119 entsprechenden Reihenabständen, auch noch die Luft zwischen den Verlegefugen berechnet wird. Das gleiche gilt auch für den Bundinhalt.

    Vielfach werden die kanadischen Importschindeln in Deutschland per Square angeboten (auch aus Unkenntnis der vorhandenen DIN-Normen). Ein Square ist ein englisch-amerikanisches Flächenmaß von ca. 9,30 m² in 3-lagiger Deckung..

    Die kanadischen Schindelhersteller verwenden dieses Deckmaß als Berechnungseinheit und Liefermenge für ihre Schindeln, die dann je nach Qualität in Bündel oder Kartons verpackt werden.

    Eine komplizierte und für Fachunkundige schwer verständliche Berechnungsart: Dabei wird ein Square bei den meisten angebotenen Qualitäten in 3-lagiger Deckung berechnet.

    Jeder Square besteht bei den gesägten Qualitäten aus vier Bund, bei den gespaltenen Qualitäten meistens aus fünf Bund.

    Bei der Superwand­Qualität erfolgt die Berechnung in einlagiger Deckung; ein Karton entspricht einem Square bei 36 cm Reihenabstand.

    Konstruktiver Aufbau einer Schindel-Wandverkleidung


    • Unterkonstruktion

    Die für den Unterbau einer Schindelwandbekleidung verwendeten Konterlatten, Traglatten oder Schalungen müssen mindestens der Güteklasse II nach DIN 4074 Teil 1 entsprechen und müssen nach DIN 68 800 (Holzschutz im Hochbau) imprägniert werden. Vor Beginn der Montage müssen die einschlägigen Vorschriften der DIN 18 516

    Teil 1 (Entwurf 1 982 Außenwandbekleidungen und Unterkonstruktion, DIN 4108 (Wärmeschutz im Hochbau),

    DIN 18 202/203 (Maß- und Holzwerkstoff-Toleranzen), mit in die Planung einbezogen oder vereinbart werden.

    Bei Gebäuden bis zu 2 Vollgeschossen mit einer Ges amthöhe bis 8 m muß für Fassa­denelemente kein statischer Nachweis erbracht werden .

    Die Richtlinien der DIN 4102 sind zu beachten.

    Falls nach der bestehenden Wärmeschutz­verordnung eine zusätzliche Wärmedämmung notwendig ist, so kann diese mit dem Aufbau der Schindelunterkonstruktion eingebaut werden, Es dürfen keine Dampfsperren aus Folien oder ähnlich wirkende Materialien mit der Wärmedämmung eingebaut werden. Wenn aus zwingenden Gründen eine Dampfsperre notwendig ist, so ist diese an der Innenseite der Außenwand einzubauen.

    Als Windschutz über der Wärmedämmung werden heute vollkommen dampfoffene, aber winddichte Papiere oder Vliese (z.B. TYVEK-Vlies) verwendet.

    In der Regel beginnt eine Schindelwandverkleidung etwa 30 mm über dem Grund. Andere Maße sind möglich, doch sollte sichergestellt sein, daß die Schindelverkleidung durch Verschmutzung, Spritzwasser und Erdkontakt nicht unnötig belastet wird.

    Bei neu verlegten Zedern- und Eichenschindeln können in der Anfangszeit austretende Holzinhaltsstoffe vom Regen auf die unterhalb der Schindelbekleidung befindlichen Gebäudeteile übertragen werden. Dies läßt sich auch durch eine Imprägnierung nur bedingt verhindern. Bei Kunst- oder Naturstein-Mauerwerk oder anderen empfindlichen Wandaufbauten kann an der Trauflinie ein Tropfblech oder eine kleine Regenrinne angebracht werden.

    Schindeln Wandaufbau / Konterlattung

    Der Aufbau und die Querschnitte der Kon­terlattung richten sich vor allem nach dem vorhandenen Wandaufbau oder den Erfor­dernissen einer weiteren Außendämmung. Je nach den baulichen Gegebenheiten kann die Konterlattung sowohl senkrecht als auch waagrecht angebracht werden.Falls eine zusätzliche Wärmedämmung eingebaut werden soll, muß am Fuß der vor­gesehenen Wandverkleidung eine waagrech­te Konterlatte in der Dicke des gewählten Dämmstoffes angebracht werden. Zur Befe­stigung des Schutzgitters kann unterhalb die­ser

    der Schin­deIn zu vermeiden, müssen die Bretter min­destens 24 mm (+/- 2 mm) dick sein. Die Befestigung muß mit nichtrostenden, gerill­

    ten Nägeln, Schrauben oder im Fassadenbe­reich zugelassenen Bauklammern erfolgen. Um einem witterungsbedingten Werfen der Bretter vorzubeugen, sollten die Bretter nicht zu breit gewählt werden.

    Eine Vollschalung sollte wegen der fehlen­den direkten Belüftung der Schindeluntersei­ten nur in Ausnahmefällen eingesetzt wer­den.

    Schindeln – Befestigungsmaterial

    Schadensfälle aus der Vergangenheit zei­gen, daß für die richtige Befestigung von Schindeln nur Stifte aus nichtrostendem Edelstahl verwendet werden sollten. Vor allem bei Schindeln aus Zedernholz und Eiche sind feuerverzinkte oder galvanisierte Stifte und Klammern nicht zu empfehlen. Bie kleineren Zierschindelarten werden vielfach auch mit geharzten Klammern verlegt. Der wesentlich geringere Auszugswert einer Klammer hat vor allem bei größeren Schin­deIn schon sehr oft zu Schadensfällen geführt.

    Ungeübte sind mit der Druckluftnagelung in der Regel überfordert. Namhafte Schindel-verleger in Deutschland und Kanada ver­wenden auf Grund langer Erfahrung zum Bearbeiten und Verlegen von Schindeln fast ausschließlich das Schindelbeil.

    Das Eintreiben von Schindelstiften mittels speziell dafür eingerichteter Druckluftgeräte ist möglich. Strikte Voraussetzung dafür ist, daß die Einschlagtiefen-Regelung am Gerät selbst und nicht mit Luftdruckveränderun­gen eingestellt werden kann. Die Verlegelei­stung kann mit einer qualifizierten, sach­gemäßen Bedienung wesentlich gesteigert werden.

    Befestigungstechnik

    Die Stifte müssen so lang sein, daß sie mindestens 1 8 mm tief in die Unterkonstruk­tion eindringen. Je nach Länge der Stifte muß der Schaftdurchmesser 1,9 bis 2,5 mm betragen.

    Mit Ausnahme von kleinen Zierschindeln bis 60 mm Breite, müssen alle anderen Schindeln mit zwei Schindelstiften befestigt werden. Die Befestigung muß in der oberen Schindelhälfte erfolgen. Die Nagelstelle muß dabei so hoch angesetzt werden, daß die Nägelköpfe von der nächsten Schindelreihe (entsprechend der verwendeten Schindellän­ge und Reihenabstand) um 20 bis 40 mm überdeckt werden.

    Der seitliche Randabstand der Nagelstelle beträgt je nach Schindelbreite 1 5 bis 25 mm.

    Die Schindeln müssen beim Ansetzen des Stiftes mit der Hand leicht an die Fläche anged rückt werden, bis der flache Kopf des

    Stiftes die Schindeboberfläche niederhält. Stifte oder Klammem müssen dabei flächen-bündig eingetrieben werden, jedoch nur so tief, daß die Holzfaser nicht verletzt wird. Zu tief eingedrungene Nägel oder Klammern führen durch die Quell- und Schwindbewe­gungen zum Lockern, Ausreißen oder Spal­ten der Schindeln.

    Bei Druckluftnaglern muß der Einschlag­Tiefenbegrenzer so eingestellt werden, daß der Nagel exakt flächenbündig eingetrieben wird, auch wenn die Schindel wie gewünscht nicht satt sondern hohl auf der darunterlie­genden Schindellage aufliegt. (Eine Schindel soll gefühlvoll angenagelt und nicht nieder-genagelt werden).

    Die in der Schindelreihe angelegte lose Schindel sollte an der Nagelstelle mit der Nagelmündung des Gerätes leicht ange­drückt werden, bevor der Auslöser betätigt wird. Bequemes Aufschlagen mit gleichzeiti­gem Auslösen des Nageigerätes führt unwei­gerlich zu einer unsauberen Befestigung und zur erheblichen Beschädigung der Schin­deioberfläche.

    Nach BIN 68 119 sollten möglichst keine breiteren Schindeln als 250 mm verwendet werden. Der Grund dafür ist die starke Quell-und Schwindwirkung, die bei sehr breiten Schindeln ein Reißen und Ausbrechen an der Nagelstelle bewirkt.

    Wichtig: Die Schindelmontage auf Latten-konstruktionen muß so erfolgen, daß die doppelte (Wand) oder dreifache (Bach) Trauf-Schindelreihe am Fußpunkt die Unter­kante der ersten Latte an der Wand etwa 50 mm und beim Dach 50 – 90 mm über­ragt. Bei allen weiteren Reihen müssen die Schindelenden etwa 20 mm über die Unter­kante der Latte ragen.

    Schindeln Fugenversatz

    Je nach Feuchtigkeitszustand des Schin­delmaterials müssen zwischen den Schin­deIn Dehnungsfugen von 1 bis 5 mm einge­halten werden, d. h. frisch KB-imprägnierte Schindeln können praktisch fast dicht an dicht gestoßen werden. Bei sehr trockenen Schindeln muß ein Fugenversatz von 5 mm unbedingt eingehalten werden.

    Mobil.Frag-den-Heimwerker.com

    Infos zu Haus und Garten

    Holzschindeln verlegen Bilder Fotos

    Eine Dacheindeckung oder Wandverkleidung mit Holzschindeln sieht sehr edel aus und hebt sich von anderen Materialien stark ab. Lange Zeit in Vergessenheit geraten kommt diese Art der Dacheindeckung bzw. Fassadenverkleidung wieder in Mode. Das Verlegen der Holzschindeln ist nicht ganz einfach und erfordert sehr viel Erfahrung, da die Schindeln in der Regel unterschiedliche Breiten und Stärken aufweisen, so dass jede Holzschindel einzeln eingepasst werden muss.

    Ein gutes Augenmaß ist daher beim Verlegen unerlässlich. Bevor man mit dem Verlegen der Holzschindeln beginnen kann, muss man zuerst geeignete Schindeln aussuchen. Werden die Schindeln zur Wandverkleidung verwendet, so reicht eine 2-fach Deckung aus. Soll ein Dach mit Schindeln gedeckt werden, so kommt man um eine 3-fach Deckung nicht herum, damit das Dach später dicht ist.

    Holzschindeln verlegen Anleitung Bilder

    Auch die Holzsorte ist beim Verlegen von Holzschindeln sehr wichtig. Fassaden können durchaus mit Fichtenschindeln verkleidet werden, während Fichtenholz für Dächer wegen der geringen Haltbarkeit eher ungeeignet sind. Für die Dachdeckung sollten daher Lärchenschindeln oder Zedernholzschindeln verwendet werden. Auch die Herstellungsart der Schindeln ist bei der Auswahl zu beachten. Gesägte Schindeln sind wegen der geringeren Haltbarkeit eher für Fassadenverkleidungen geeignet. Für die Dacheindeckung sind handgespaltene Holzschindeln wegen der längeren Haltbarkeit zu empfehlen. Die folgende Anleitung zum Verlegen von Holzschindeln zeigt die Vorgehensweise nur schemenhaft auf. Unerfahrene Heimwerker sollten daher das Verlegen der Schindeln einer Fachfirma überlassen.

    Holzschindeln verlegen Anleitung

    Holzschindeln verlegen Traufe mit Holzdachrinne

    • Vor dem eigentlichen Verlegen der Holzschindeln muss zuerst ein dichtes Unterdach erstellt werden. Dazu wird die Dachfläche mit Holzbrettern beplankt, die an der Firstseite einen Überstand von ca. 25 cm besitzen sollten. Dann werden Dachpappbahnen horizontal mit einer Überlappung von 30-50 cm ausgelegt, wobei man von unten her mit der Arbeit beginnt.
    • Damit die Schindeln nicht faulen, ist es wichtig eine ausreichende Hinterlüftung zu schaffen. Dazu wird zuerst eine Längslattung angebracht, auf der dann eine Querlattung befestigt wird. Bei einer Dreifachdeckung mit 40 cm langen Schindeln, sollte der Abstand der Querlattung von Mitte zu Mitte der Dachlatten gemessen 12,5 cm betragen.
    • Die Holzschindeln werden von unten beginnend mit Nägeln an der Querlattung befestigt. Jede Schindel wird nur mit jeweils 2 Nägeln angenagelt, wobei die Nägel nur im oberen Drittel der Schindeln eingeschlagen werden sollten. Der Abstand der Nägel von den Flanken der Schindeln sollte ca. 1,5 cm betragen.
    • Mit den ersten 3 Schindelreihen wird die Traufe gebildet. Dazu längt man die Schindeln für die 1. Reihe auf 20 cm Länge ab. Die 2. Reihe wird auf eine Länge von 30 cm abgesägt. Die 3. Reihe wird nicht abgelängt. Die 2 Reihe wird mit einem Versatz von mindestens 3 cm über der 1. Reihe angebracht, wobei die 2. Reihe einen Überstand von ca. 1 cm über der 1. Reihe aufweisen sollte. Die 3. Schindelreihe wird wieder mit einem Versatz von 3 cm zur ersten Reihe verlegt und auch der Überstand zur 2. Reihe sollte wiederum 1 cm betragen.
    • Die folgenden Schindelreihen werden mit einem Abstand von 12,5 cm und einem Versatz von 3 cm bis zum Dachfirst hin verlegt. Es kann eventuell erforderlich sein, dass die letzte Schindelreihe abgelängt werden muss, damit der Reihenabstand von 12,5 cm eingehalten wird.
    • Damit der Dachfirst oben dicht ist, muss noch ein Ortgang hergestellt werden. Dazu werden die Holzschindeln quer am First entlang verlegt, wobei diese an der Kante versetzt zueinander zusammengenagelt werden.

    Holzschindeln verlegen Holzschalung Längslattung Querlattung und Hinterlüftung

    Источники: http://www.hausjournal.net/holzschindeln-verlegen, http://www.holzschindeln-ratgeber.de/verlegung_schindelwand.html, http://mobil.frag-den-heimwerker.com/holzschindeln-verlegen-bilder-fotos/

    HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

    Please enter your comment!
    Please enter your name here