Holz aufbereiten

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    Holzmöbel aufarbeiten: 4 einfache Maßnahmen zum selber machen

    Unansehnliche Holzmöbel müssen von Zeit zu Zeit aufbereitet werden. Dafür gibt es je nach Zustand der Holzmöbel verschiedene Methoden.

    Holzmöbel werden aufgrund von dauerhaften Beanspruchungen mit der Zeit immer unansehnlicher. Um sie wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen, müssen sie in gewissen Abständen aufbereitet werden. Hierzu gibt es verschiedene Varianten, auf alte Möbelstücke sowie Holztüren und dergleichen, wieder wunderschöne Oberflächen zu zaubern.

    Vielfach reicht es, die Holzmöbel einer gründlichen Reinigung zu unterziehen. Hierzu muss zuerst mit einem trockenen Tuch der Staub entfernt werden. Bei gedrechselten Details hilft ein Staubwedel, um in die kleinsten Winkel zu gelangen. Im Anschluss kann man die Möbel mit einer speziellen Holzpolitur einreiben. Ebenfalls gibt es eine Auswahl an Holzölen, die abgenutzte Oberflächen wieder wie neu erscheinen lassen. Diese werden laut Anleitung hauchdünn aufgetragen. Nach dem Eintrocknen können die Möbel sofort wieder in Gebrauch genommen werden.

    Tipp:Holzmöbel immer gleichmäßigen Lichteinstrahlungen aussetzen, damit keine unterschiedlichen Farbfleckungen am Holz entstehen. Vorsicht mit Dekorationsartikeln, die bei dauerhaftem Stand ebenfalls helle Stellen hinterlassen können, wenn sie nicht ab und an umdekoriert werden.

    Furnierte Holzoberflächen besitzen meist nur eine minimale Holzschicht, die vom Heimwerker und auch Fachmann nur sehr schwer bearbeitet werden kann. In der Regel können beispielsweise Kratzer nur mit einer Holzpaste bearbeitet werden. Oder aber man versucht mit einem Holzöl oder einem farbgleichen Lack eine Ausbesserung der Schadstelle.

    Restaurieren: Alte Holzmöbel Schritt für Schritt selbst restaurieren

    Alte Holzmöbel selber restaurieren

    14.01.2014, 16:39 Uhr | dpa-tmn; rw, dpa-tmn

    Holzmöbel sind modern. Alte Stücke kann man mit ein wenig Geschick selbst restaurieren. (Quelle: Niehoff/imago)

    Ob eine Entdeckung auf dem Dachboden, auf dem Flohmarkt oder eine Erbschaft: Alte Truhen, Schränke oder Kommoden sind manchmal echte Schmuckstücke, auch wenn sie auf den ersten Blick ihre beste Zeit hinter sich haben – zumal ein alter unperfekter Look mit Astlöchern oder Rissen bei Möbeln im Moment voll im Trend liegt. Allerdings sind bei den alten Schätzchen oft die Scharniere locker, die Schubladen kaputt oder der Lack aufgeplatzt. Welche Möbelstücke lohnt es sich zu restaurieren? Was kann man selber machen und welche Möbel lässt man lieber vom Profi restaurieren?

    Nicht nur kostbare Möbel restaurieren

    „Beim Fachmann zählt oft nur, dass das Verhältnis von Aufwand und Ertrag stimmen muss“, sagt Restaurator Bernhard Kügler vom Verband der Restauratoren aus Bonn. Für Privatleute zählt aber nicht in jedem Fall nur der reine Sachwert. „Viele Möbelstücke haben unabhängig vom Verkaufswert auch einen ideellen Wert – beispielsweise der einstige Lieblingssessel der Oma.“ Dann lohnt sich das Restaurieren auch, wenn der Marktwert diese eigentlich nicht rechtfertigt.

    Möbel selber restaurieren oder dem Profi übergeben?

    Bei einem solchen Möbelstück kann man darüber nachdenken, ob man es nicht in Eigenleistung wieder herrichtet, um die Kosten für den Restaurator zu sparen. Anders bei kostspieligen Möbeln: „Wenn es sich um ein antiquarisch wertvolles Stück handelt, das möglicherweise auch noch eine Schellackoberfläche hat oder mit speziellen Beizen behandelt wurde, rate ich: ‚Finger weg!'“, warnt Uwe Blumberg von der Deutschen Heimwerker Akademie in Köln. „Wenn es sich hingegen um einen alten Bauerschrank ohne aufwendige Bemalungen vom Flohmarkt handelt, kann man sich da – etwas handwerkliches Geschick vorausgesetzt – auch durchaus selber rantrauen.“

    Wer sich unsicher über Wert und Alter des Möbelstücks ist oder wem historische Originalität wichtig ist, sollte ohnehin einen Fachmann zu Rate ziehen. „Der Laie macht oft mehr kaputt, als er rettet“, sagt Kügler. „Häufig passiert es beispielsweise, dass abgebeizt wird, wodurch Schäden wie Verfärbungen verursacht oder durch Farbschichten überdeckte Malereien zerstört werden.“ Außerdem würden Beschläge und Vergoldungen oft viel zu scharf gereinigt. Viele Stücke landeten auch mit Fehlklebungen beim Restaurator, die dann mühsam wieder korrigiert werden müssten.

    Holzmöbel sind wieder modern

    Allerdings handelt es sich bei der Ausgrabung ja nicht immer gleich um eine kostbare Antiquität. Es kann durchaus auch mal nur die stiefmütterlich in den Keller abgeschobene Kommode sein, die mit einem neuen Anstrich eine zweite Chance im Wohnzimmer bekommen soll. Gerade im Moment sind Holzmöbel so gefragt wie lange nicht. Möbelhersteller haben die Eiche wiederentdeckt und bieten Holzmöbel mit Astlöchern, Rissen, Rinden und vor allem einer auffälligen Maserung an. Wer da noch ein gutes Stück auf dem Dachboden stehen hat und dieses selber aufarbeitet, kann auf dem aktuellen Trend mitschwimmen, ohne gleich in neue Möbel investieren zu müssen

    Gut vorbereitet ans Restaurieren gehen

    Wichtig beim Restaurieren ist eine gute Vorbereitung. Sie spart Zeit und Geld. „Um den Überblick zu behalten, sollte man aufschreiben, welche Materialien und welche Werkzeuge gebraucht werden“, rät Heimwerker Blumberg. „Ist alles besorgt, kann eine To-Do-Liste für die gesamte Reparatur äußerst sinnvoll und hilfreich sein.“ Darauf sollten die verschiedenen Arbeitsschritte in der richtigen Reihenfolge notiert werden. „Außerdem empfiehlt es sich, vorab ein Foto zu machen, damit man später beim Zusammenbauen wieder genau weiß, welches Teil an welche Stelle gehört.“

    Beim Restaurieren Schritt für Schritt vorgehen

    Die Vorgehensweise des Heimwerkers hängt natürlich stets von der Art und Beschaffenheit des Möbels ab. Manche Arbeitsschritte gehören jedoch immer dazu: Zunächst sollte das Möbelstück komplett auf seine Funktionen überprüft werden. „Dabei wird herausgefunden, was gegebenenfalls repariert werden muss“, erläutert der Tischlermeister und Restaurator Kurt Spatzier das Vorgehen. Sind die Scharniere und Beschläge funktionsfähig? Hängen eventuell die Türen? Und lassen sich die Schubladen problemlos herausziehen?

    Funktionalität wiederherstellen

    Darüber hinaus sind oft Verbindungen lose oder haben sich entleimt, wodurch sie instabil werden. „Ist das der Fall, sollten Risse geleimt und in die offenen Fugen passende Hölzer oder Furniere pass- und pressdicht eingebaut werden“, erklärt Spatzier. „Die Holzarten, die dabei verarbeitet werden, sollten möglichst nicht nur gleicher Art und Maserung wie beim Möbel sein, sondern auch das gleiche Alter haben.“ Ist das Stück schließlich wieder stabil und erfüllt alle Funktionen, kann die Oberfläche bearbeitet werden.

    Lack- und Farbschichten entfernen

    Soll die ursprüngliche, natürliche Holzstruktur wieder hergestellt werden, muss die möglicherweise vorhandene Lack- oder Farbschicht entfernt werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. „Entweder bearbeitet man die Oberfläche chemisch mit Abbeizer“, erklärt Blumberg, „oder die Lackschicht wird mechanisch durch Schleifen entfernt. Dabei sollte allerdings mit Verzierungen sehr vorsichtig umgegangen werden.“ Vorher müssen alle Metallbeschläge abgeschraubt und entfernt werden.

    Ist der alte Lack erst mal ab, muss im letzten Arbeitsschritt die Oberfläche behandelt werden. „Auch hier hat man verschiedene Optionen“, sagt Spatzier. „Je nach Vorliebe kann geölt, gewachst oder – mit Lasur oder deckendem Neuanstrich – lackiert werden.“ Dafür werden mehrere Schichten aufgetragen: von der Grundierung über den Voranstrich bis zum Deckanstrich. Je nach Material und je nachdem, ob das Holz matt oder glänzend sein soll, gibt es dafür unterschiedliche Produkte. Um hier für ihr Projekt das richtige Produkt auszuwählen, sollten sich Heimwerker im Fachhandel beraten lassen.

    Alte Holzböden aufbereiten

    Alten Holzboden aufbereiten: Zuerst mal schleifen

    Wer in seinem Zuhause alte Holzdielen hat, kann diese ohne allzu großen Aufwand verjüngen. Für die Aufbereitung sind lediglich ein paar Schritte zu beachten.

    Bevor es losgehen kann

    Der Holzboden hat über viele Jahre hinweg seinen schönen Glanz verloren und sieht nun stumpf und verschlissen aus. Bevor Sie dem Holz neuen Glanz verleihen können, müssen Sie den Holzboden gründlich abschleifen, um ihn anschließend neu einwachsen und versiegeln zu können.

    Bevor die Arbeit beginnt, sollten Sie die gesamte Bodenfläche nach Löchern absuchen und diese mit Spachtelmasse fest verschließen. Größere Löcher lassen sich zusätzlich mit einem Holzdübel stopfen.

    Herausragende bzw. vorstehende Schrauben und Nägel sollten Sie vor dem Abschleifen auf jeden Fall entfernen oder auch fester in Boden drehen bzw. schlagen. Andernfalls könnten dann beim Schleifen des Holzes Funkenschläge entstehen, welche wiederum das Schleifmehl entzünden könnten.

    Für die Arbeit des Schleifens selbst benötigen Sie bzw. die Handwerker, die diese Arbeit für Sie übernehmen, ein Schleifgerät. Dieses muss nicht extra gekauft werden. Viele Baumärkte verleihen das Gerät zu einem günstigen Preis.

    Zuerst den Holzboden abschleifen

    Egal, ob der Holzboden eine Auffrischung benötigt oder eine gründliche Bodensanierung nötig ist, zuerst müssen Sie mit dem Schleifgerät die beschädigte oder eben schon abgenutzte Lackschicht abschleifen. Was sollten Sie dabei beachten?

    • Ist der Boden stark beeinträchtigt, können bis zu vier Schleifgänge nötig sein, ehe wirklich alle hässlichen Flecken und Stellen verschwunden sind.
    • Handelt es sich um ein Mosaikparkett oder in Würfeln verlegtes Parkett, sollten Sie den Boden am besten diagonal abschleifen.
    • Beim Stabparkett empfehlen wir Ihnen einen Schleifwinkel von 7-15 Grad.
    • Dielenböden dagegen sollten Handwerker parallel zum Dielenverlauf bearbeiten.
    • Schleifpapier: Für das Schleifen kommt verschiedenes Schleifpapier zum Einsatz. Der erste Durchgang lässt sich großer Körnung durchführen, in den nachfolgenden Schleifgängen kommt feines Sandpapier zur Anwendung.

    Bei der Arbeit ist es sinnvoll eine Schutzmaske und Arbeitskleidung zu tragen. Denn durch das Abschleifen entsteht eine große Menge Holzstaub. Da der Staub leicht entzündlich ist, sollten Sie den Staubsack des Geräts regelmäßig leeren, am besten, wenn dieser noch nicht halb voll ist. Ein voller Staubbeutel beeinträchtigt zudem die Absaugleistung.

    Darauf sollten Sie beim Abschleifen des Bodens selbst achten:

    • Schleifmaschine ruhig halten
    • kontinuierlich die Oberfläche bearbeiten
    • unebene Stellen im rechten Winkel zur Schleifrichtung bearbeiten
    • damit keine Schleifspuren entstehen, in entgegengesetzter Richtung nachschleifen
    • Ecken und Ränder mit einer Eckenschleifmaschine behandeln

    Nachdem der Holzboden abgeschliffen ist, saugen und wischen Sie den Boden – am besten mehrmals – gründlich, bis kein Staubteilchen mehr auf dem frisch geschliffenen Holzboden zu finden ist. Denn nun geht es den nächsten Schritt – bei dem wirbelnde Staubteilchen ziemlich stören würden:

    Holzboden versiegeln und wachsen

    Holzboden stark gemasert

    Sobald der Boden sauber und trocken ist, steht die Versiegelung an. Dafür verwenden Sie einen Versiegelungslack, den sie mit gleichmäßigen Streichbewegungen auf den Boden auftragen.

    Allgemein empfehlenswert dabei ist es, sich beim Versiegeln von der Lichtquelle wegzubewegen, da sie dadurch unsauber bearbeitete Partien sofort erkennen können.

    Um den Holzlack bequem auf der ganzen Fläche verteilen zu können, ist eine Fußbodenrolle gut geeignet. Wichtig ist auch, dass der Holzboden während des Versiegelns nicht der Sonne ausgesetzt ist, da sonst Blasen im Lack entstehen.

    Den Vorgang des Versiegelns sollten Sie normalerweise gleich am nächsten Tag wiederholen. Der Boden ist nach der Trocknung bereits begehbar, der Lack ist aber erst nach rund zwei Wochen widerstandsfähig.

    Um den frisch bearbeiteten Holzboden zu pflegen und damit seine frische Schönheit länger, behandeln Sie den Boden nun im letzten Schritt mit einem Bohnerwachs. Das Wachs sorgt für einen Schutzfilm, der die Oberfläche strapazierfähiger macht und den Boden vor Verschmutzungen schützt. Passende Pflegeprodukte gibt es bei antikwachs.de.

    Das Wachs lässt sich am besten mit einer Poliermaschine auftragen. Dadurch entsteht eine ebene, polierte Oberfläche. Mit dem Wachs sollten Handwerker sparsam umgehen. Auch hier ist es nach kurzer Einwirkzeit ratsam, den Vorgang zu wiederholen.

    Bei allen Arbeiten am Holzboden ist es notwendig, für ausreichend Frischluft zu sorgen. Auf focus.de finden Handwerker eine Videoanleitung für das Abschleifen von Holzböden.

    @ Niels Heidenreich / wikimedia commons (Creative Commons 2.0)

    @ Rainer Sturm / pixelio.de

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    Источники: http://www.heimwerkertricks.net/tipps-tricks/basteln-hobby/holzmoebel-aufarbeiten-4-einfache-massnahmen-zum-selber-machen/, http://www.t-online.de/heim-garten/bauen/id_44092942/restaurieren-alte-holzmoebel-schritt-fuer-schritt-selbst-restaurieren.html, http://www.handwerker-heimwerker.de/alten-holzboden-aufbereiten/

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