Haus selber mauern anleitung

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    Ein Haus selber bauen: Was gehört zum Hausbau?

    Wer ein Haus bauen möchte, hat sich ein richtiges Großprojekt vorgenommen, welches sich vermutlich über Jahre ziehen und viel Geld und Zeit in Anspruch nehmen wird. Am Ende blüht dann eine tolle Belohnung für all die Mühen und Aufwendungen: Das individuelle Traumhaus, gestaltet ganz nach den eigenen Vorstellungen. Natürlich ist der Weg dorthin machbar und in den meisten Fällen lohnen sich all die Investitionen für das Haus, welches nicht nur für den Rest des Lebens das gemütliche Zuhause sein wird, sondern auch von den Kindern übernommen werden kann und irgendwann – wenn es abbezahlt ist – auch viel günstiger sein wird als ein Miethaus.

    Dennoch ist und bleibt der Hausbau eine aufwendige und komplizierte Sache, und alle, die sich vorgenommen haben, ihr Haus selber zu bauen, sollten wissen, was auf sie zukommt.

    Die Voraussetzungen für den Hausbau: Genaue Vorstellungen, eine Baugenehmigung, Geld und ein Grundstück

    Wer ein Haus baut, braucht natürlich ein Budget sowie dazu passende Vorstellungen. Genügend Geld zum Erwerb eines Grundstücks und für den Hausbau haben nur die wenigstens Menschen, die meisten werden für diese meist größte Investition des Lebens einen Kredit aufnehmen. Ein Besuch beim Finanzberater des Vertrauens gibt über das Finanzierungsthema Aufschluss. Er wird anhand des vorhandenen Eigenkapitals und des monatlichen Einkommens ausrechnen, welche Kredithöhe in Frage käme. Reicht es nur für ein kleines Haus? Oder lässt sich ein Kredit aufnehmen, der sogar einen großen Garten mit Schwimmteich möglich macht?

    Ist diese Frage voraussichtlich geklärt, geht es darum, sich in Abhängigkeit von der Budgethöhe ein Grundstück zu suchen und einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Möglichkeiten es gibt. Echte oder in Katalogen abgebildete Musterhäuser bieten hier die nötige Inspiration, aber natürlich auch Häuser von Familienmitgliedern, Verwandten und Freunden. In fast allen Teilen Deutschlands gibt es Musterhausparks, wo sich gegenwärtige und zukünftige Bauherren umsehen können.

    Für den Hausbau bedarf es außerdem einer Baugenehmigung von der zuständigen Baubehörde, bei welcher auch schon Planungsskizzen darüber eingereicht werden müssen, wie das spätere Haus einmal aussehen soll. Dies führt zur nächsten Frage: Wessen Hilfe benötigt ein Bauherr beim Bau seines Hauses?

    Baufirma, Architekt und Baustoff-Lieferant: Professionelle Hilfe beim Hausbau

    Ein Haus selbst zu bauen bedeutet nicht, alles alleine zu machen, denn das ist nicht realistisch. Die Hilfe einer Baufirma ist auf jeden Fall notwendig, alleine schon aufgrund des Fachwissens, die die Bauunternehmer und -arbeiter haben. So sollte der Rohbau auf jeden Fall von Profis vorgenommen werden, ebenso wie die Sanitäts- und Elektroinstallationen.

    Einige Arbeiten am Haus sollten auf jeden Fall in die Hände von Profis gelegt werden. | Foto: Felix5413 | Lizenz: CC BY 2.0

    Natürlich ist es auch möglich, den Hausbau komplett in die Hand eines Bauunternehmens zu geben, was wohl die einfachste, aber auch teuerste Alternative ist. Wer selbst mit anpackt, hat übrigens auch bei den Banken bessere Kreditbedingungen. Als sogenannte „Muskelhypothek“ wird die Arbeit, die der Bauherr selbst in das Haus steckt, als Arbeitslohn auf das Eigenkapital angerechnet.

    Auch ein Architekt muss von Anfang an zu Rate gezogen werden, denn er fertigt den Bauplan und die Skizzen an, die die Baubehörde für die Erteilung der Baugenehmigung braucht. Die Baustoffe sollten von einem zuverlässigen und vertrauenswürdigen Lieferanten kommen, schließlich sind sie das A und O des Hausbaus und entscheiden maßgeblich über die Qualität des Hauses von der Stabilität über das Aussehen bis hin zur Energieeffizienz. Hier lohnt es sich, Empfehlungen von Bekannten einzuholen. In jeder Region gibt es sicherlich einen kompetenten Baustoff-Lieferanten. Im Westen Deutschlands, insbesondere für das Ruhrgebiet im Einsatz, befindet sich zum Beispiel mit dem Unternehmen Baustoffe Ruhr ein gutes Beispiel für einen vielseitigen, erfahrenen Baustoffe-Lieferanten, der Baustoffe für alles vom Hausskelett bis hin zum Garten liefern kann.

    Wie freiwillige Helfer beim Haus selbst bauen helfen können

    Je mehr die Bauherren selbst übernehmen, umso mehr werden sie die Hilfe von Freiwilligen – Geschwistern, Freunden, Bekannten – zu schätzen wissen. Vielleicht können diese sich den einen oder anderen Tag einplanen, um am Haus mitzuhelfen und aktiv Kosten zu sparen – schließlich sinken die Kosten für das Haus, je mehr Arbeiten vom Bauherren selbst übernommen werden, und das bedeutet natürlich nicht, dass die Familie alles mit ihren eigenen Händen erledigen muss. Mit anpacken darf jeder, der möchte. Über eine große Einweihungsfeier als Dankeschön werden sich die freiwilligen Helfer sicherlich freuen. Besonders wenn es dann schon um Feinarbeiten an der Inneneinrichtung des Hauses geht, zum Beispiel das Verlegen von Böden und Fliesen oder Maler- und Tapezierarbeiten, können selbst unerfahrene Helfer wertvolle Dienste erweisen. Wer Erfahrungen im Bauen hat, kann den professionellen Bauarbeitern nach deren Anweisung beim Verputzen und beim Rohbau helfen.

    Video: Schritt für Schritt ein Haus selber bauen

    Letztendlich sollte der Aufwand eines Hausbaus nie unterschätzt werden – auch wenn es eine tolle Sache ist, ein Eigenheim zu besitzen, das auch noch exakt den persönlichen Vorstellungen entspricht. Denn vieles zieht sich sehr lange, nicht nur beim Bau selbst, sondern schon bei den bürokratischen Vorgängen, die ihm vorausgehen (eine Bau- und Kreditgenehmigung braucht in der Regel jeweils einige Monate) und es sind viele Nebenkosten mit einem Hausbau verbunden, die ordentlich zu Buche schlagen. Es handelt sich hierbei unter anderem um die Grunderwerbssteuer, die Kreditberatung, die Notargebühren und auch eine Bauversicherung sollte auf jeden Fall abgeschlossen werden. Trotzdem – abschrecken soll dies niemanden. Denn wer alles ordentlich plant und sich auf die Hilfe von Profis und Freiwilligen verlassen kann, wird es sicherlich nicht bereuen, ein eigenes Haus gebaut und damit sich selbst und seinen Kindern ein Stück Sicherheit geschenkt zu haben.

    [Dieser Beitrag wurde ursprünglich am 05.04.16 veröffentlicht und zuletzt am 20.07.17 aktualisiert.]

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    Ein Gedanke zu „ Ein Haus selber bauen: Was gehört zum Hausbau? “

    Interessanter Artikel. Wir sind gerade selbst beim Hausbau und machen auch viel selbst und lassen uns von Freunden helfen. Was wir in der Zeit gelernt haben ist, dass man ungefähr 15-20% mehr Geld als vorgesehen einplanen sollte. Es kommt immer wieder was dazu mit dem man Anfangs nicht gerechnet hat. Bei den aktuellen Kreditbedingungen ist es wahrscheinlich schlau auf Kredit ein Haus zu bauen. Wir haben es jedoch lieber auf eigene Kosten gemacht da es uns zu riskant war.

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    So bauen Sie Ihr Haus selbst

    Wer in Eigenleistung sein Haus selbst bauen will, muss sich über die verschiedenen Arten von Steinen informieren. Hier bekommen Sie einen groben Überblick.

    Steine aus Porenbeton sind bei Selbstbauern besonders beliebt. Sie sind leicht und lassen sich gut bearbeiten. Mit Klebemörtel aufeinandergeschichtet, wachsen die Wände im Nu in die Höhe. In Rekordzeit entsteht so der Rohbau vom Keller bis zum Dach.

    Steine aus dem System-Baukasten

    Wer sein Haus in Eigenleistung hochziehen will, selbst aber kein Fachmann vom Bau ist, braucht ein System von Bausteinen, das für alle Elemente des Hauses das optimal vorgefertigte Material bietet. Ein solcher System-Baukasten stellt sicher, dass man genau aufeinander abgestimmte Einzelelemente zu einem homogenen Ganzen zusammenfügt.

    Gleiches Grundmaterial bei allen Steinen

    Mischmauerwerk aus verschieden Steinarten führt, wie jeder Profi vom Bau bestätigen kann, unweigerlich zu Problemen und Folgeschäden. Überall wo die unterschiedlichen Materialien zusammenstoßen, ist auch mit unterschiedlichem Ausdehnungsverhalten zu rechnen. Putzrisse oder sogar durchs gesamte Mauerwerk gehende Risse sind meist die Folge. Bestehen alle Steine vom Keller bis zum Dachgeschoss dagegen aus dem gleichen Grundmaterial, befindet man sich stets auf der sicheren Seite. Dabei kommen – vom Architekten genau berechnet – Steine verschiedener Formate sowie unterschiedlicher Festigkeitsklassen und Dämmwerte zur Verwendung.

    Vorteile eines Bausatzes

    Am besten fährt der Hobby-Maurer zudem, wenn er die Steine für sein Haus als kompletten Bausatz kauft. In der Regel kümmert sich der Systemanbieter dann auch um organisatorische Dinge wie Bauantrag, Statik, Vermessung und diverse Behördengänge. Vom Keller bis zum Dach ruft der Bausatzkunde nach Baubeginn dann seine Materialien beim Vertragspartner ab.

    Anleitung zum Mauern

    Immer mehr klassische Handwerksarbeiten werden von versierten Heimwerkern übernommen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch das Mauern inzwischen eine Heimwerkerarbeit geworden ist. Allerdings bedarf es neben entsprechendem handwerklichem Geschick natürlich auch eines gewissen Grundwissens. Im Anschluss erhalten Sie daher eine ausführliche Anleitung zum Mauern.

    Voraussetzungen zum Mauern

    Der Trend ist klar zu erkennen. Dank günstigerem Werkzeug und einem guten Angebot an Baustoffen werden von Heimwerkern immer mehr Arbeiten, die lange Zeit ausgebildeten Handwerkern vorbehalten schienen, durchgeführt. Einer dieser Arbeitsbereiche ist das Mauern. Aber natürlich benötigen Sie gerade bei anspruchsvollen Arbeiten wie dem Mauern nicht nur eine ausführliche Anleitung, dafür aber auch tiefreichende Informationen und fundiertes Fachwissen.

    Zunächst sollten Sie jedoch Mauern nach ihrer Aufgabe unterscheiden.

    • Trennwände, nicht tragend, innen
    • tragende Wände, innen
    • Fassadenwände
    • Außenmauern wie beispielsweise Gartenmauern

    Innenwände und frei stehende Mauern

    Am einfachsten durchzuführen ist sicherlich das Mauern von nicht tragenden Innenwänden. Neben den zusätzlichen witterungsbedingten Anforderungen ist auch das Mauern von Garten- oder Grundstücksmauern noch recht einfach.

    Tragende und Fassadenmauern

    Schwieriger wird es dann schon mit tragenden Wänden im Innenbereich, da die Wandstärken als auch die verwendeten Mauermaterialen auf die in die Wände abgeleiteten Kräfte angestimmt sein müssen. Bei Fassadenwänden steigt dieser Anspruch noch einmal deutlich an, wobei hier viele zusätzliche Faktoren wie zum Beispiel der Dachstuhl zu berücksichtigen sind.

    Aufgaben von Mauern und Wänden

    Entsprechend den unterschiedlichen baustatischen Anforderungen kommen noch weitere Aufgaben wie akustische und Wärmedämmung hinzu, aber auch das Integrieren von Rohren und Leitungen. Folglich gibt es Mauersteine in unterschiedlichen Größen und Materialien. Nachfolgend jeweils die wichtigsten.

    Mögliche Baustoffe für Mauern

    • Porenbetonsteine (Gasbetonsteine)
    • Ziegelsteine
    • Backsteine
    • Beton- und Zementsteine (Bimsbeton)
    • Kalksandstein

    Unterscheidung der Mauersteine nach der Größe

    • NF (Normalformat): 24 mal 11,5 mal 7,1 cm
    • DF (Dünnformat): 24 mal 11,5 mal 5,2 cm
    • 2DF (doppeltes Dünnformat): 24 mal 11,5 mal 11,3 cm
    • 3DF dreifaches Dünnformat): 24 mal 17,5 mal 11,3 cm
    Die Wandstärken von Mauern

    Die Wandstärken ergeben sich nicht nur durch die Breite von Steinen, auch deren Länge ist entscheidend, da beim Mauern die Steine längs (als Läufer) und quer (als Binder) gemauert werden können. Darüber hinaus können Sie aber auch noch stärke Mauern erreichen, indem Sie die Mauer in der Länge der Steine um das 1,5-fache breiter machen oder aber in der breite drei Steine nebeneinander (als Läufer) verwenden.

    Verlegetechniken bei stärkeren Mauern

    Natürlich werden bei Bindern die Steine nicht auf die Hälfte abgeschlagen, um die 1,5-fache Breite zu erreichen. Vielmehr liegt dann an zwei Bindern ein Läufer an, wobei der Läufer von einer Reihe zur nächsten die Position mit den Bindern von innen nach außen und umgekehrt tauscht. Daraus ergeben sich nun einige Standardstärken von Mauern (ohne Putz).

    • 5,2 cm
    • 7,1 cm
    • 24 cm (tragende Wände und zusätzlich dämmbare (WDVS) Außenwände)
    • 36,5 cm (vornehmlich bei mehrgeschossigen Gebäuden)

    Schrittweise Anleitung zum Mauern

    • Mauersteine
    • Mörtel (dem Steinmaterial entsprechend)
    • Bitumenbahn (bei im Freien stehenden Mauern bzw. auf einfachem Fundament)
    • alternativ spezielle Dichtungsschlämme
    • eventuell Kalkhydrat
    • eventuell Bewehrung für Fundamente
    • Betonmischmaschine
    • alternativ dazu Bohrmaschine mit Rührquirl
    • Mörteleimer
    • eventuell Schubkarre
    • eventuell Mörtelwanne
    • Maurerkelle
    • Fugenkelle
    • Maurerhammer
    • Fäustel
    • Meterstab
    • Richtschnur
    • Senklot
    • Wasserwaage
    • Maurerbleistift

    1. Vorbereitungsarbeiten

    Für zahlreiche Außenmauern müssen Sie natürlich zunächst ein Fundament gießen. Beachten Sie bei der Herstellung eines entsprechenden Fundaments jedoch, dass Sie die erste Steinreihe zum Ausgleichen in ein relativ dickes Mörtelbett verlegen.

    Bei Mauern im Erdgeschoss ohne Unterkellerung bzw. ohne Kellerisolierung (feuchte Keller) sowie bei Außenmauern müssen Sie zunächst die Feuchtigkeitssperre herstellen. In ein Mörtelbett wird dazu die Bitumenbahn ausgerollt. Darauf kommt nun das dicke Mörtelbett für die erste Steinreihe.

    Spätestens jetzt sollten Sie die Richtschnur anbringen (wenn Sie zuvor ein Fundament gegossen haben, dürfte das bereits passiert sein).

    2. Das Mauern

    Nun können Sie mit dem Mauern beginnen. Beachten Sie dabei immer, dass die Zwischenfugen als auch die Fugen zwischen den Steinreihen an die verwendeten Steine angepasst sind. Außerdem mauern Sie von einer Reihe zur nächsten im Versatz (ein Drittel, zwei Drittel bzw. hälftig). Achten Sie bei jedem einzelnen Stein darauf, dass er im Lot als auch in der Flucht verlegt wurde.

    3. Nacharbeiten

    Nachdem die Mauer fertiggestellt wurde, sollten Sie ihr genug Zeit zum Austrocknen geben, bevor Sie mit dem Verputzen beginnen. Maurer lassen aus diesem Grund einen Rohbau oftmals sogar von einem Jahr zum nächsten über den Winter unverputzt stehen.

    Bei Porenziegeln betragen die Fugen (Längs und von einem Stein zum nächsten) im Schnitt 1 cm. Porenbetonsteine werden dagegen mit einem speziellen Kleber fugenfrei verklebt.

    Natürlich können Sie nicht nur Wände von Gebäuden mit dieser Anleitung mauern. Ebenso können Sie natürlich auch andere Objekte anfertigen. Dazu finden Sie im Hausjournal ebenfalls Anleitungen und Ratgeber, wie beispielsweise zum Grill mauern.

    Источники: http://www.bauen-und-gestalten.de/immobilien/ein-haus-selber-bauen-was-gehoert-zum-hausbau/, http://www.heimwerkertricks.net/grundkurse/mauern/so-bauen-sie-ihr-haus-selbst/, http://www.hausjournal.net/mauern-anleitung

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