Geräteschuppen baugenehmigung

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    Baugenehmigung für das Gartenhaus

    Sie planen ein Gartenhaus und wissen nicht, ob Sie eine Genehmigung beschaffen müssen oder Sie sind unsicher, welche Holzart Sie verwenden sollen? Dann wird dieser Ratgeber Ihnen eine Hilfe sein!

    Wie groß darf ein Gartenhaus sein?

    Eine überdachte Ruhezone im eigenen Garten oder eine Möglichkeit, Spielzeug und Gartengeräte regensicher unterzubringen – es gibt viele Gründe für ein Gartenhaus. Doch ob Sie dieses Vorhaben auch umsetzen können, hängt in erster Linie vom Bebauungsplan der Stadt ab. Kennen Sie den Bebauungsplan und wissen Sie, inwiefern er auch Ihren Garten betrifft? Wenn nicht, sollten Sie sich zeitnah kundig machen. Haben Sie bereits ein Häuschen im Garten mit Terrasse, wissen Sie um den Plan, der Ihnen allerhand vorschreiben kann:

    • wo ist es Ihnen untersagt, eine Fläche zu bebauen
    • wie hoch darf Ihr Gartenhaus sein
    • welche Größe darf es haben
    • welche Dachform dürfen Sie verwenden.

    Bebauungsplan – ein Beispiel

    Warum ein Bebauungsplan?

    Das öffentliche Baurecht setzt häufig dem Bau eines Gartenhauses Grenzen. Selbst im eigenen Garten müssen Sie das im Baurecht bundesweit geregelte Planungsrecht, aber auch die jeweilige Länderbauordnung beachten. Wenn ein Bebauungsplan existiert, studieren Sie bitte diesen im Vorfeld besonders genau. Der Bebauungsplan wird von der Gemeinde erlassen und ist gesetzlich verankert. Er dient in erster Linie dazu, Natur und Landschaft zu schützen und zugleich das Gesamtbild eines Stadtviertels so lebenswert wie möglich zu erhalten.

    Dies beginnt beim Sichtschutz und mit dem Bau eines Gartenhauses. So wie die maximale Höhe einer Mauer oder einer Hecke festgeschrieben wird, geschieht dies auch mit einem Gartenhaus. Wie groß das Gartenhaus sein darf, ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.

    Gartenlaube und Schuppen im Bebauungsplan

    Oft dürfen diese „Nebenanlagen“ lediglich innerhalb der bestehenden Baugrenzen errichtet werden. Häufig werden diese als Linie im Bebauungsplan eingezeichnet. Sie dürfen nicht von Teilen eines Gebäudes überbaut werden. Wenn sich also Ihre Immobilie in einem Wohngebiet befindet, das in den zurückliegenden achtzig Jahren erbaut wurde, liegt der Gemeinde oder der Stadt meist ein Bebauungsplan vor, der die eben genannten Regelungen zu „Nebenanlagen“ enthält. Darin kann ebenso festgelegt werden, dass außerhalb der überbaubaren Fläche des Grundstückes, die meist schon vom Hauptgebäude belegt wurde, keine zusätzlichen Nebenanlagen gestattet sind. Der Grund für diese Regelungen liegt darin, dass die Stadtplaner vergangener Jahre verhindern wollten, dass Anwohner ihre Grundstücke mit zu vielen Lauben und Schuppen verbauen. Häufig befinden sich jedoch neben dieser gesetzlichen Regelung noch weitere Einschränkungen im Bebauungsplan, die die Errichtung eines Gartenhäuschens betreffen.

    Größe unterschiedlich von Bundesland zu Bundesland

    Ob Ihr Gartenpavillon genehmigungspflichtig ist oder nicht, ist abhängig von dem Bundesland, in dem Sie es errichten möchten. So können beispielsweise Bauten bis zu einem Volumen von 75 Kubikmetern umbauten Raumes in Brandenburg und Bayern ohne Genehmigung errichtet werden. Dies gilt jedoch nur dann, wenn das Häuschen nicht im Außenbereich steht, sondern Teil des Bebauungszusammenhanges ist. Das Gartenhaus muss also innerhalb einer bebauten Fläche stehen. In Nordrhein-Westfalen liegt die Grenze laut BauO NRW (BauO steht für Bauordnung) beispielsweise bei 30 Kubikmeter Rauminhalt und in Niedersachsen bei 40 Kubikmetern.

    Wie groß ein Gartenhaus sein darf, ist im Landesbaugesetz verankert. Die einen haben mehr Glück als die anderen. Beispielsweise ist es erlaubt, ein Gartenhaus in Baden-Württemberg in einer Größe von maximal 40 Kubikmetern zu errichten, in Bayern können es sogar 75 Kubikmeter sein. Dagegen sind Gartenhäuser in Sachsen bereits ab 10 bis 30 Kubikmetern genehmigungspflichtig. Man sollte also genau darauf achten, in welchem Bundesland man sein Häuschen bauen möchte. Außerdem ist noch interessant, ob das Gartenhaus auf einer Freifläche oder auf einer bebauten Fläche entstehen soll. Denn die hier angegebenen Maße sind jene für die bebaute Fläche, also ein bereits existierender Garten. Anders sieht es mit Freiflächen, zum Beispiel an einem Stadtrand, aus. Da müssen Sie schon bei 10 bis 20 Kubikmetern die Bauaufsichtsbehörde um Erlaubnis fragen.

    Terrasse, Firsthöhe und Dachabstände werden bei den Größenangaben berücksichtigt | Bild: Weka – mehr Gartenhäuser hier

    Die Größe wird also in Kubikmetern berechnet. Ein 10 Kubikmeter großes Haus kann zum Beispiel eine Fläche 5 x 2 m plus 1 m Höhe betragen. Bei 2 m Höhe sind es bereits 20 Kubikmeter, bei 3m Höhe erreichen Sie die 30 Kubikmeter. Denn nicht nur das Volumen (die Größe) können für eine Baugenehmigung entscheidend sein, sondern auch die Höhe. In der Regel sind Gartenhäuser bis zu 2,50 m oder 3 m genehmigungsfrei.

    Was ist ein Gartenhaus?

    Bei aller Berücksichtigung der Größenangaben, achten Sie aber auch auf die Definition eines Gartenhauses.

    Ein Gartenhaus ist ein Ort, den man vorübergehend nutzt und der auf keinen Fall als Wohnraum angesehen werden darf. Das bedeutet, es darf keine Küche und kein Badezimmer beherbergen. Es sollte außerdem problemlos wieder abbaubar sein. Ein Häuschen, das auf einem Betonfundament aufgebaut wird, ist per definitionem kein Gartenhaus mehr.

    Neben Küche und Bad sind damit auch jegliche Koch- und Wärmequellen eingeschlossen, wie zum Beispiel ein Ofen, Kamin oder ein Kaminofen. Heizungen sind ebenfalls tabu.

    Möchten Sie ein Gartenhaus bauen, das ohne einen festverbauten Grill, ohne Toilette und ohne Aufenthaltsräume auskommt, dann könnte dieser Bau genehmigungsfrei sein. Sollten Sie jedoch eines dieser genannten Dinge für Ihr Gartenhaus planen, wird er in der Regel automatisch genehmigungspflichtig. So unterliegen zum Beispiel Baulichkeiten in Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin schon ab zehn Quadratmetern einer Genehmigungspflicht.

    Aufgrund der vielfältigen Regeln, die Sie schon vor dem Bau eines Gartenhauses zu beachten haben, sollten Sie vor Ihrem Vorhaben Ihre zuständige Baubehörde aufsuchen. Diese kann Ihnen am besten sagen, ob Sie eine Baugenehmigung benötigen, und wie groß Sie Ihr Gartenhaus bauen können.

    Gartenhaus ohne Baugenehmigung

    Ist der Bau einer Gartenlaube oder eines Geräteschuppens immer mit einer Genehmigung vom zuständigen Bauamt verbunden, oder anders gefragt: Wann ist der Bau eines Gartenhauses genehmigungsfrei? Genehmigungsfreie Bauten nennen sich verfahrensfreie Bauvorhaben. Das bedeutet, dass Sie bauen können, ohne dass ein Antrag bei der Behörde zu stellen wäre. Wie bereits erwähnt, hängt die Genehmigung unter anderem auch von der Art des Gartenhauses (Haus mit oder ohne Feuerstätte, Toilette oder Aufenthaltsraum) und der Größe der geplanten Nebenanlage ab.

    Grenzbebauung

    Laut der Bauordnungen der Länder können Bauten von maximal drei Metern Höhe errichtet werden, wenn sie eine Länge auf der Grenze zum Nachbarn von neun Metern nicht überschreiten. Bitte vergessen Sie nicht, dass sich auch diese Bestimmungen immer auf ein Häuschen ohne Aufenthaltsräume und Feuerstätten beziehen! Um es auf den Punkt zu bringen: Auf der Grenze dürfen Sie kein beheizbares Wohnhäuschen errichten. Sollten Sie die Errichtung einer Feuerstelle oder eines Raumes für den dauerhaften Aufenthalt planen, müssen Sie mindesten drei Meter Grenzabstand einhalten.

    Gartenhaus/Geräteschuppen am Zaun (links) | Bild: Traumbild fotolia.com

    Gartenhaus im Schrebergarten

    Wenn Ihr Gartenhaus in einer Schrebergartenkolonie mit gepachteten Gärten steht, dann benötigen Sie innerhalb einer bestimmten Größenordnung grundsätzlich keine Baugenehmigung. Für alle Kleingärtner gilt das Bundeskleingartengesetz. In diesem ist festgelegt, dass eine Gartenlaube dann zulässig ist, wenn sie das Maß von 24 Quadratmetern Grundfläche, einschließlich eines überdachten Freisitzes, nicht überschreitet. Auch ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben, dass Sie eine solche Laube nicht dauerhaft bewohnen dürfen. Sie haben also nicht die Erlaubnis, Ihre Wohnung aufzugeben, um sich kontinuierlich in Ihrer Gartenlaube aufzuhalten. Wenn Sie sich als Schrebergärtner an das Bundeskleingartengesetz halten, müssen Sie die Behörde nicht zwingend von Ihrem Bauvorhaben in Kenntnis setzen.

    Antrag auf Baugenehmigung | Bild: Stockfotos-MG fotolia.com

    Was kostet eine Baugenehmigung?

    Ob eine Baugenehmigung für Ihr Gartenhaus erwirkt werden muss, können Sie beim Bauamt erfahren. An gleicher Stelle werden Sie mit den Kosten konfrontiert. Für eine Baugenehmigung entstehen Verwaltungskosten, die Sie als Antragsteller zu begleichen haben. Je nach Bundesland kann die Genehmigung mehrere hundert Euro kosten.

    Für ein Gartenhaus zahlen Sie aber weniger Baugenehmigungskosten als für ein Einfamilienhaus. Das liegt daran, dass sich die Baugenehmigungsgebühren unter anderem danach richten, wie viel Warenwert (die Rohkosten) Ihr Gebäude besitzt und wie viel Kubikmeter Raum Sie bebauen werden. Der Rohwert eines Gartenhauses ist wesentlich preiswerter und das Gebäude nimmt weniger Platz ein als ein Einfamilienhaus, daher werden Sie hier auch mit weniger Gebühren rechnen können. Zusätzlich zu diesen Werten kommen die Kosten für die Posten hinzu, die sich mit dem Antrag beschäftigen (Architekten, Planer, Sachverständige etc.).

    Nachdem Sie den Bauantrag gestellt haben, wird er in der Regel binnen 6 Wochen bearbeitet. Bis dahin sollten Sie das Geld bereithalten, um die Baugenehmigungskosten zeitnah zu begleichen. Manche Ämter fordern zunächst den Nachweis der Bezahlung, bevor sie den Genehmigungsbescheid austeilen.

    Es versteht sich von selbst, doch der Vollständigkeit halber sei hier noch einmal erwähnt: Bevor Sie keine Baugenehmigung erhalten, dürfen Sie auch nicht mit dem Bau beginnen.

    Blick in Nachbargarten | Bild: K.-U. Häßler fotolia.com

    An die Nachbarn denken

    Selbst wenn Sie, angefangen vom Bebauungsplan bis hin zu der in Ihrem Wohnort gültigen Landesbauordnung, alles mehrfach geprüft haben, können dennoch die Nachbarn den Bau Ihres Gartenhauses beeinträchtigen. Denn nicht selten hat der etwas zu nah an der Grundstücksgrenze gebaute Gartenpavillon oder die ein wenig zu groß geratene Gartenlaube zu Nachbarschaftsstreitigkeiten geführt. Daher scheint es ratsam, sowohl vor dem Kauf als auch vor dem Bau Ihres Gartenhäuschens mit Ihren Nachbarn in Kontakt zu treten und sie über Ihr Vorhaben zu unterrichten. Auf diese Weise können Sie etwaige Bedenken ausräumen und somit auch bei der geplanten Errichtung einer größeren Gartenlaube einen Kompromiss finden. Auf keinen Fall jedoch sollten Sie Ihr Gartenhäuschen „schwarz“ bauen. Denn auch wenn die Behörde nichts merken sollte, können unfreundliche Nachbarn mit einer Anzeige beim zuständigen Bauamt Ihnen das Leben schwer machen, was darüber hinaus unangenehme rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen würde. Es ist daher immer besser, die neben Ihnen angesiedelten Bewohner mit in Ihr Bauvorhaben zu integrieren.

    Beim Bau eines Gartenhauses gibt es so einige rechtliche Vorschriften zu beachten. Dennoch ist ihre Einhaltung nicht so schwierig, wenn Sie die zuständige Behörde sowie Ihre Nachbarn über Ihre Pläne unterrichten. Denn auf diese Weise genießen Sie nicht nur während der Zeit des Bauens, sondern vor allem auch danach die ungetrübte Freude an Ihrem Gartenaus oder Gartenpavillon für eine lange Zeit.

    2 Kommentare zu Baugenehmigung für das Gartenhaus

    Danke für die infos, frage ein gartenhaus stelle ich doch auf ohne eine verankerung mit dem erdreich ohne fundament einfach so auf die erde, wenn ich das gartenhaus auf ein fundament setze dann beginne ich mit einem bauvorhaben auch wenn ich anker setze,sieht die gedetzgebung hier ein unterschied. wir haben drei gartenhäuser auf unseren pferdehof gesetzt ohne ofen wc etc nur vier betten in jeden haus für die reitschüler in den vier ferien wochen im sommer

    Hallo und vielen Dank für Ihre spannende Nachfrage!

    Nach unseren Kenntnissen ist es so, sobald das Gartenhaus auf einem Fundament wie einer Betonplatte steht, müssen Sie eine Baugenehmigung einholen. Der Gedanke dahinter: Wird das Gartenhaus „einfach aufgestellt“ oder gehen bauliche Maßnahmen damit einher? Ist letzteres der Fall, müssen Sie mit einer Baugenehmigung rechnen. Trifft der erste Fall zu, dann entscheiden die gesetzlich festgelegten Höchstmaße (siehe https://www.edingershops.de/magazin/baugenehmigung-fuer-das-gartenhaus/#gartenhaus-ohne-baugenehmigung), ob Sie genehmigungsfrei Ihr Gartenhaus aufstellen können.

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    Baugenehmigung für Carport, Schuppen und Co.

    Wichtig: Bauordnungsrecht und Bundesländer

    Verschönerungen, bauliche Erweiterungen oder Umzäunungen: Wer auf seinem Grund und Boden etwas verändern möchte, sollte sein Augenmerk auf das deutsche Baurecht richten – genauer gesagt auf das Bauordnungsrecht. Es ist Bestandteil des öffentlichen Baurechts und regelt alles rund um Grundstück und Bebauung: beispielsweise die Anzahl der Stellplätze, die verkehrsmäßige Erschließung oder die Abstandsflächen. Außerdem regelt es die gesetzlichen Anforderungen an elementare Gebäudeteile in Bezug auf die Gefahrenabwehr: also Brandschutz, Verkehrssicherheit oder Standsicherheit. Das Bauordnungsrecht liegt in Deutschland in der Hand der einzelnen Bundesländer – sie erlassen die Bauordnungen. Übrigens: Bauliche Veränderungen sollten unabhängig von der rechtlichen Lage auf dem Grundstück immer schon im Vorwege mit den angrenzenden Nachbarn besprochen werden, um etwaige Probleme frühzeitig zu lösen.

    Beispiel: der neue Carport

    Möchte man beispielsweise seinen Pkw mit einem Carport überdachen, ist es ratsam, vor Baubeginn die Landesbauordnung (LBO) des betreffenden Bundeslandes zu Rate zu ziehen, denn: Ein Carport ist in jedem Fall eine bauliche Anlage, bei der das Bauordnungsrecht prinzipiell greift.

    Wer diesen Punkt ignoriert, riskiert unnötige Mehrkosten durch nachträgliche Änderungen oder sogar den Abriss, wenn das betreffende Bauordnungsamt Wind davon bekommt.

    Besser ist es also, zunächst einen Blick in die – wichtig: aktuelle – Bauordnung zu werfen. Alternativ kann unter Umständen auch schon ein Anruf beim Bauordnungsamt genügen, das sich in der Verwaltung des jeweiligen Landkreises befindet. So lässt sich auch feststellen, ob der Bau des Carports unter bestimmten Voraussetzungen baugenehmigungsfrei ist oder nicht.

    Gartenhäuser und Schuppen: Die Größe macht den Unterschied

    Bei einem Gartenhaus, einer Laube oder einem hölzernen Geräteschuppen greift neben der bundeslandesweiten LBO auch das für alle Bundesländer geltende Planungsrecht. So dürfen die hier als „Nebenanlagen“ titulierten Häuschen nur innerhalb von Baugrenzen gebaut werden, weshalb geltende Bebauungspläne vorab zurate gezogen werden sollten.

    Bezüglich der Baugenehmigungsfreiheit sind die Regelungen je nach Bauordnung des betreffenden Bundeslandes verschieden: Vorausgesetzt, dass sie nur innerhalb einer bebauten Fläche stehen, dürfen Nebenanlagen in Bayern und Brandenburg ein Volumen von 75 m3 haben. In Nordrhein-Westfalen beträgt das Volumen lediglich 30, in Niedersachsen 40 m3.

    Dabei dürfen die kleinen Gebäude allerdings keine Toiletten, Feuerstätten oder Aufenthaltsräume beherbergen – sollte das der Fall sein, sind solche Häuschen in Bundesländern wie Sachsen oder Berlin bereits ab zehn Quadratmetern genehmigungspflichtig.

    Schon eingeholt? Baugenehmigung für Ihr Gartenhaus

    Egal ob Gartenhaus, Holzhütte, Laube oder Schuppen – wer glaubt, dass der Bau eines kleinen Gartenhauses im eigenen Ermessen liegt, wird vielleicht schnell eines Besseren belehrt. So schön und aufwendig der Bau auch gewesen sein mag, ohne die entsprechenden Richtlinien einzuhalten und die nötigen Genehmigungen einzuholen, kann der Traum leider schnell wieder zerplatzen. Das öffentliche Baurecht setzt nämlich Grenzen.

    Der Traum vom eigenen Gartenhaus

    Wer keine Erlaubnis hat und bestimmte Anforderungen nicht erfüllt, muss damit rechnen, das Gartenhaus wieder entfernen zu müssen. Der Erbauer schaut stolz auf sein Werk, um dann der bitteren Wahrheit ins Auge zu sehen, dass alle Mühe umsonst war. Der Bau muss wieder weg. Und alles nur, weil man sich im Vorfeld nicht ausreichend informiert hat. Auch wer ein eigenes Grundstück besitzt, kann nicht nach Belieben bauen. Viele Gartenhäuser benötigen eine entsprechende Baugenehmigung. Wer sich Ärger ersparen möchte, sollte sich also im Vorfeld gut informieren.

    Zuerst müssen Sie die Bauordnungen der jeweiligen Bundesländer beachten, da diese oft unterschiedlich sind. Hinzu kommen noch diverse kommunale Regelungen. Informieren Sie sich am besten vorab beim örtlichen Bauamt über die geltenden Vorgaben der Bauordnung und die jeweiligen kommunalen Vorschriften.

    Reiht sich Ihr Bauvorhaben nämlich nicht in die der Nachbarschaft ein, kann es gut sein das Sie sich der Bebauungsart anpassen müssen.

    Genehmigung nötig?

    Nur Bauten ohne Wohn- oder Aufenthaltsraum und Toiletten sind genehmigungsfrei. Es darf nicht die Möglichkeit bestehen, dort auch wohnen zu können.

    Die erste Frage die Sie sich jedoch stellen sollten: Brauchen Sie ein frei aufgestelltes Häuschen oder soll es ein Fundament haben?

    Frei aufgestellte Gartenhäuser oder Schuppen , sprich ohne Fundament, die eine maximale Höhe von 2,5 Meter haben und eine Fläche von 3 x 4 Metern (gelegentlich nur bis 10 m²), benötigen oftmals keine Genehmigung. Zusätzlich sollten Sie die Grenzabstände der geltenden Bauordnung einhalten. Meist beträgt der Abstand dabei jeweils 3 Meter zu beiden Seiten in Richtung Nachbargrundstück. Wenn das Gartenhaus jedoch ein Fundament besitzen soll, ist hier meist schon eine Erlaubnis von Nöten.

    Grundsätzlich ist es ratsam, sich vor dem Bau eines Gartenhauses oder Schuppens beim Bauamt nach den Verordnungen und Regelungen zu erkundigen. Nebenanlagen, also Gartenhäuser, dürfen sich nur innerhalb festgelegter Baugrenzen bewegen. In sogenannten Bebauungsplänen ist festgelegt, welche Anforderungen ein Neubau eines Grundstückes erfüllen muss. Dabei kann es auch vorkommen, dass innerhalb einer Stadt, Gemeinde oder Kommune – je nach Lage – unterschiedliche Anforderungen gelten.

    Eine Ausnahme stellen übrigens Kleingartenanlagen dar. Diese haben in der Regel bereits im Vorfeld vereinbarte Ordnungen. Hier gilt das Bundeskleingartengesetz, wonach eine Gartenlaube max. 24 m² Grundfläche einschließlich Terrasse haben darf.

    Was sagt der Nachbar?

    Auch ein nicht zu unterschätzendes Hindernis kann manchmal sogar die eigene Nachbarschaft sein. Sollten gewisse Abstände zum Grundstück oder Grenzen nicht eingehalten werden, kann eine Klage die Folge sein. Vielleicht ist der Nachbar aber auch der Meinung, dass Ihr Vorhaben nicht mit dem öffentlichen Baurecht übereinstimmt oder sich ihr Gartenhaus nicht in das Gesamtbild einreiht. Suchen Sie frühzeitig das Gespräch mit Ihrem Nachbarn, um eventuellen Streitigkeiten Einhalt zu gebieten. Prüfen Sie gegebenenfalls auch die entsprechenden Bebauungspläne.

    Wo und wie bekomme ich eine Genehmigung?

    Ein formloser Antrag beim zuständigen Bauamt ist ausreichend. Dieser Antrag muss beinhalten, welche Materialien verwendet werden sollen, wie groß das Gartenhaus werden soll und wo auf dem Grundstück der Bau geplant ist. Dabei müssen in einen Lageplan zusätzlich Abstände und Grenzen definiert werden. Sollten alle nötigen Anforderungen erfüllt werden und mit den greifenden Regeln und Vorgaben konform sein, dürfte einer Genehmigung nichts im Wege stehen.

    Fazit: Der erste Schritt sollte immer die Rücksprache mit dem Bauamt sein. Und auch das Gespräch mit dem Nachbarn keinesfalls außer Acht lassen.

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    Schon eingeholt? Baugenehmigung für Ihr Gartenhaus , 7.5 out of 10 based on 52 ratings

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    4 Kommentare

    Kann ich ein Gartenhaus auf eigenem Grundstück bei uns am Teich bauen?

    Wir bekamen Auflagen,es stehen 3 Bäume die nicht ins Fundament rein gehen,die Kronentraufe +1,50 m in jede Richtung sind frei zu halten.

    Hi, am besten erkundigst du dich bei den örtlichen Ämtern. Viele Auflagen sind in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. Gehe am besten auf Nummer Sicher. Viele Grüße

    Pingback Geräteschuppen Test – Heimwerker.de

    Hallo, wie schon im Bericht geschrieben sollten Sie sich bei Ihrem zuständigen Bauamt erkundigen.

    Mit freundlichen Grüßen

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    Nach langjähriger Erfahrung im Einkauf und Vertrieb von Garten- und Baumarktprodukten, weiß ich, wo der Hammer hängt. Dabei suche ich nicht nur neue Produkte für den Gartenbereich, sondern mache mir in meinem Garten auch selbst gern die Hände schmutzig, um Hecke und Co. den optimalen Schnitt zu verpassen. Ob Vertikutieren, Mähen oder Gartenhaus aufbauen – ich bin der Mann fürs Grobe.

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    Источники: http://www.edingershops.de/magazin/baugenehmigung-fuer-das-gartenhaus/, http://www.bautipps.de/ratgeber-aussenanlagen/baugenehmigung-fuer-carport-schuppen-und-co, http://www.gartenxxl.de/ratgeber/schon-eingeholt-baugenehmigung-fur-ihr-gartenhaus/

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