Geberit unterputz spülkasten reparieren

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    Wie repariere ich einen Geberit Spülkasten ?

    Gleichzeitig gingen bei mir zu Hause beide Kästen kaputt -naja, 17 Jahre haben sie gehalten.

    (Das war noch vor der Jahrtausendwende, diese Seite hier gehört also in den Bereich Internetmuseum, was man auch am Design sieht. aber die Zahl der Aufrufe ist immer noch beträchtlich)

    Wenn das Füllventil undicht ist hört man das Wasser eventuell laufen, man sieht einen mehr oder weniger starken Rinnsal in der Kloschüssel. Hier beschreibe ich , wie ich diese Havarie repariert habe. Wer sich traut mag es auch probieren – ich fordere aber niemand dazu auf und hafte für keinerlei Schäden! Besonders gefährlich scheint es mir aber nicht zu sein. Selbermachen bringt aber ein Zusatzwissen, macht Spaß – und spart noch dazu Geld.

    Eine ganz ähnliche Seite wie die hier ist auch:

    Wies funktioniert erläutert Herrmann Ryter aus dem Mutterland von Geberit (Geberit ist eine Schweizer Qualitätsfirma mit einem sehr kräftigen Standbein in Deutschland) für seine Schüler:

    Lade dort auch die pdf-Datei herunter!

    Neuere Modelle

    Geberit unterhält ein Downloadcenter bei denen die Technik neuerer Modelle in aufwändigen Produktionen gut erklärt wird. Man findet Installationshandbücher und Videos. Die Seite wird sehr gut gepflegt, ein Stöbern lohnt sich.

    Was man braucht:

    Bevor man Teile kauft würde ich erst mal den Deckel hochheben und nachschauen, was defekt ist.

    Ein laufender Spülkasten kann Unmengen von Wasser verschwenden – eine Reparatur ist dringend nötig. Eigentlich kann dies zwei Ursachen haben: entweder ist die Dichtung beim Abfluss des Kastens undicht (die Glockendichtung), häufiger ist aber die Dichtung beim Zuflussventil defekt, dieser Fall wird hier beschrieben. Den Unterschied merkt man leicht, wenn man den Deckel entfernt:

    Deckel entfernen – Unterputzmodell

    Deckel entfernen – Aufputzmodell

    nun liegen die Innereien offen, in beiden Fällen ist das Füllventil – das graue Plastikteil an der Seite – zu sehen. Zum Füllventil führt die Frischwasserleitung. Die Ventile sind gleichartig. Ihre Bezeichnung bei Geberit ist "Kompakt", gebaut wurden sie wohl bis in die 90er Jahre, modernere Versionen weichen etwas ab. Heute heißen sie "Unifill". Installateure tauschen oft das komplette "Kompakt" gegen ein moderneres "Unifill" (passt wohl)- ist auch nicht so teuer und man hat wieder jahrzehntelang Ruhe.

    In der Mitte des Kastens ist ein Rohr zu erkennen, welches nach oben gezogen werden kann und so den Spülschwall auslöst. Durch das Rohr kann Überschusswasser ablaufen, wenn das Füllventil nicht richtig schließt. Der Kasten würde sonst überlaufen. Wenn das Wasser also so hoch steht, dass es hier dauernd abläuft ist wahrscheinlich die Fülldichtung defekt – eben das wird hier beschrieben! Wenn dagegen die Glockendichtung defekt ist, läuft ständig Wasser ab, und das Füllventil muss andauernd für Nachschub sorgen. Dies wird hier nicht gezeigt, ich würde mich über Bilder und eine Beschreibung freuen. Ein kurzer Ausblick darauf ist aber am Ende der Seite zu sehen.

    Achtung: Zuerst muss man den Zulauf (den Eckhahn in der Mitte) gut schließen – sonst spritzt es!

    Falls störend ist es hilfreich den Flexschlauch gleich hinter dem Eckhahn abzuschrauben, muss aber nicht unbedingt sein. Jetzt entfernt man die weiße Überwurfmutter aus Kunststoff:

    jetzt kann das gesamte Ventil herausgehoben werden, es ist mit der oben erwähnten Schwalbenschwanzführung eingeschoben, mit etwas Kraft senkrecht nach oben ziehen. Bei der Unterputzversion war eine kleine Verriegelung mit einer Plastiknase, diese wegbiegen!

    Wie kommt das Ventil raus?

    Bei der Aufputzversion ist das kein Problem, wegheben, fertig. Bei der Unterputzversion muss man fummeln:

    Die Dichtung

    . und ein Spartipp von freundlichen Mitlesern: Häufig kann man die Dichtung einfach umdrehen (dann funktioniert die Ausbohrmethode natürlich nicht) – kostet aber Garnichts!

    Komplettes Set, kostet um 5 Euro.

    die Dichtung (kann auch schwarz sein!) muss raus, und die klemmt fest im Kolben. Ich habe ein Loch mit der Bohrmaschine (Vorsicht, nicht zu tief) reingebohrt und mit einem Schraubenzieher rausgehebelt. Diese Methode ist etwas rustikal, es geht auch mit einem kleinem Schraubenzieher. Herr Seegel schreibt mir, dass man auch eine kleine Schraube reindrehen kann (nicht zu tief. ) und dann einfach mit einer Zange rausziehen, das ist auch sehr gut. Die neue Dichtung einsetzen dauert zwei Sekunden.

    Herr Jordan aus Kiel schreibt:

    Ich wollte zunächst den Stempel mit dem Dichtungsgummi aus dem Ventil herausziehen, um dann bequemer hantieren zu können. Das Teil saß aber erstaunlich fest. Schließlich gelang es mir mit Verwendung einer zufällig vorhandenen Spezialpinzette, die eigentlich zum Herausgeben von integrierten Schaltungen mit DIL-Sockel gedacht ist. Sie ist vorn abgewinkelt, so dass sie beim Ziehen des zylindrischen Vorderteils nicht abrutschen kann (Bild). Damit klappte das Ziehen des Dichtungsstempels mit einiger Kraft auf Anhieb.

    Das Dichtungsgummi habe ich vom Rand her mit Hilfe meines kleinsten Uhrmacher-Schraubendrehers herausgehebelt.Die Oberfläche war ringförmig eingedellt (Bild), was offensichtlich die Leckage hervorgerufen hatte.

    Das wars, nun halt alles wieder rückwärts!

    Aufpassen (Unterputzmodell):

    Der Hebel muss in den Mechanismus für den Ablauf eingreifen:

    In einer Zuschrift erklärt Dr. A.Jochim wie man möglicherweise den Austausch der Dichtung ganz spart:

    Aber die Neugierde hat mich doch dazu gedrängt, mir das alte Ventil nochmal genauer anzuschauen. Dabei habe ich gesehen, daß auf der dem Wassereinfluß gegenüberliegenden Seite eine kleine, weiße Kunststoff-Kreuzschlitzschraube ist, mit der der Anpressdruck des Ventils bei nach oben gedrücktem Schwimmer justiert werden kann. Also noch ein Versuch: Das alte Ventil wieder eingebaut und einfach den Anpressdruck leicht erhöht. Und siehe da, der harte Anschlag ist weg, das Ventil schließt wieder.

    Ein Ausblick: Wenn die Glockendichtung defekt ist muss man da rein:

    Ein Hinweis dazu hat mich erreicht, ausprobiert hab ichs nicht: Im linken Bild ist unterhalb des Eckventils ein graues Kunststoffteil zu sehen. Wenn man dies an den beiden oberen Laschen etwas auseinanderzieht kann man das Teil aus dem Metallstift ziehen und herausnehmen. Es hält die Glocke fest, die man nun problemlos aus dem Kasten heben kann.

    Jochen Kunisch, ein freundlicher Mitleser schreibt:

    Zunächst habe ich das Ventilteil mit Schwimmer im Ganzen "herausgefummelt". Also zunächst die Kunststoffnase wegdrücken, dann aus der Kunststoffhalterung heben und dann eben "herausdrehen und -kanten".

    Die Halterung unter dem Eckventil, wie beschrieben (durch auseinanderbiegen der Laschen) gelöst und auch herausgedreht. Der obere Teil des "Überlaufrohres" ist in durch einen Bajonettverschluss verbunden. Diesen lösen, so dass das Rohr in zwei Teile zerfällt. Jetzt lassen sich die beiden Teile bequemer herausholen. Die Dichtung selbst wird unten in einem Kunststoffring gehalten. Da sie ja elastisch ist, wird sie herausgezogen und durch die neue ersetzt.

    Zum AP-Modell hier ein Bericht den mir Christian Schneider dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat:

    15-er Gabelschlüssel (zum Gegenhalten)

    Die Dichtung ist elastisch und kann einfach rausgezogen werden (Silikon sei Dank ). Beim Einbau muss man allerdings beachten, dass der Schwimmer richtig sitzt, sonst läuft das Wasser über.

    Bei mir war der Fall, dass die Dichtung verkalkt war und nicht mehr richtig dichtete, wenn sie nicht gerissen ist reicht es sie zu reinigen und umgedreht einzubauen, dann schließt sie wieder.

    Glockendichtung 63x32x3mm, Geberit: 816.418.00.1

    Wenns euch was genützt hat schreibt mir mal:

    Schritt für Schritt


    Austausch eines Schwimmerventils an einem UP-Spülkasten


    Nicht nur die Montage eines Unterputz-Spülkastens, auch die Reparatur im Schadensfall gehört zum Aufgabenbereich des Sanitärinstallateurs. Dabei sind es eigentlich nur zwei wesentliche Komponenten, die defekt (undicht) werden können: das Schwimmerventil und die Heberglockendichtung. Wie man beim Austausch vorgeht und was man dabei beachten sollte, beschreibt der nachfolgende Beitrag.

    Unterputz-Spülkästen gehören mittlerweile zur Standardausrüstung eines Wohnbades. Der große Vorteil, dass nämlich die gesamte Technik versteckt hinter den Fliesen liegt, hat aber auch einen Pferdefuß: Im Schadensfall ist die Reparatur aufwendiger als bei einem Aufputz-Modell. Allerdings soll das kein Argument gegen die Unterputztechnik sein, denn die Technik ist mittlerweile so ausgereift, dass die Spülkästen oftmals zehn oder mehr Jahre in Betrieb sind, ehe überhaupt eine Störung auftritt. Dann allerdings ist der Fachmann bzw. die Fachfrau gefragt. Wie man einen defekten Schwimmer oder eine undichte Heberglockendichtung im Schadensfall auswechselt, zeigen wir nachfolgend am Beispiel eines Geberit-Unterputz-Spülkastens aus den 80er-Jahren. Hier wird auch deutlich, dass sich der Einbau von Markenprodukten für Handwerk und Kunde gleichermaßen auszahlt: Selbst für die ersten Unterputz-Spülkästen aus dem Jahre 1964 hält das Unternehmen noch alle notwendigen Ersatzteile vor!

    Los geht�s: Mit leichtem Druck von unten nach oben und anschließendem Abziehen weg von der Wand wird die Drückerplatte abgenommen.

    Die Wippe auf der zum Vorschein kommenden weißen Kunststoffblende wird vorsichtig ausgerastet und die beiden Schrauben links und rechts entfernt.

    Anschließend wird auch die darunter liegende Abdeckung an den zwei seitlichen Schrauben gelöst und abgenommen. Es empfiehlt sich übrigens, den WC-Deckel vor der Reparatur herunterzuklappen, damit eventuell herunterfallende Schrauben nicht im WC, sondern auf dem Fußboden landen.

    Wir drehen nun am Eckventil den Wasserzulauf ab, damit wir das Schwimmerventil auswechseln können. Geberit bietet dafür ein Universal-Schwimmerventil* an, welches in allen Unterputz-Spülkästen eingesetzt werden kann. Je nach Modell können aber unterschiedliche Arbeitsschritte und auch der Einbau eines (mitgelieferten) Zwischenrohres notwendig sein. Im Einzelfall hilft die Einbauanweisung.

    Nun können wir das Schwimmerventil einfach nach oben aus seiner Halterung ziehen und anschließend den Zulaufschlauch lösen. Dazu eignet sich eine Chromzange oder besser, ein Gabelschlüssel (SW 19).

    Bevor das neue Ventil eingebaut wird, lohnt sich ein Blick auf die Heberglockendichtung. Nach Jahren kann auch sie undicht werden. Grundsätzlich empfiehlt sich daher der Austausch der ohnehin sehr preiswerten Dichtung. Denn sollte es aufgrund welcher Umstände auch immer nach einigen Monaten zu einer Undichtigkeit der Heberglockendichtung kommen, fragt der Kunde garantiert, warum man diese Servicearbeit nicht sofort und in einem Zug durchgeführt hat.

    An die Heberglockendichtung gelangt man, indem man die Kunststoff-Halterung der Heberglocke (Detail siehe im Bild "Absperrung des Wasserzulaufs") vorsichtig von der Rückwand abzieht und nach oben herauszieht.

    Noch kann die gesamte Heberglocke nicht nach oben herausgezogen werden. Dazu muss erst der Heberglockenhals durch leichtes Verdrehen in zwei Teile zerlegt werden. Hinweis: Dieser Vorgang ist nicht bei allen Modellen notwendig.

    Die Heberglockendichtung kann nun einfach ausgewechselt werden. Wichtig: Da es zwei unterschiedliche Typen von Dichtungen** gibt, empfiehlt es sich, für alle Fälle beide Ausführungen parat zu haben.

    Nachdem die Heberglocke wieder eingebaut ist, kann nun auch das Schwimmerventil montiert werden. Es besitzt eine in die vorhandene Halterung passende Aufnahme und braucht also nur mit dem Zulaufschlauch verschraubt zu werden. Achtung: Neue Dichtung nicht vergessen.

    Das Eckventil kann wieder aufgedreht werden, es folgt die Funktionsprüfung. Dabei ist zu überprüfen, ob das Spülwasservolumen, welches bei alten Spülkästen werksseitig meist auf 9 Liter eingestellt ist, nicht auf 6 Liter reduziert werden kann. Hinweise des Kunden zum Spülverhalten des WC�s oder ein Test mit Papier sind dabei sinnvoll.

    Die Wasserhöhe und somit das Spülwasservolumen wird durch Drehen an der senkrecht nach oben stehenden Einstellschraube eingestellt.

    Mittels Fingerprobe wird nun noch die Dichtigkeit der Verschraubung überprüft.

    . anschließend können die beiden Kunststoffblenden wieder angeschraubt und die Wippe aufgesetzt werden. Wichtig: Der von der Wippe betätigte Führungsbolzen muss in die entsprechende Aufnahme der Heberglocke eingeführt werden.

    Nach getaner Arbeit ist die WC-Spülung wieder einsatzbereit.

    Service-Telefon für Fachhandwerker

    Kompetenten Rat und Tipps zu technischen Fragen rund um Unterputz-Spülkästen und anderen Geberit-Produkten verspricht das Technik-Telefon des Sanitärspezialisten unter 07552/9341011.

    *) Bestellnummer des Universal-Schwimmerventils: 240.705.00.1

    **) Bestellnummer der Glockendichtung für UP-Spülkästen:

    Spülkasten reparieren – Tipps für die häufigsten Probleme

    Toiletten werden täglich verwendet, ohne dass ihnen eine besondere Beachtung zukommt. Dabei bemerken die wenigsten Menschen, wie hoch die Beanspruchung insbesondere beim heimischen WC ist. Aufmerksamkeit erhält die Toilette meist erst, wenn sie defekt ist: Das Wasser fließt plötzlich ununterbrochen aus dem Spülkasten oder die Toilettenspülung lässt sich gar nicht mehr betätigen. So ein kaputter Spülkasten ist nicht nur lästig, sondern geht auf Dauer auch ins Geld: Wenn der Spülkasten undicht ist, kann es vorkommen, dass je nach dem vorliegenden Defekt Hunderte Liter Wasser vergeudet werden. Das treibt die Wasserrechnung natürlich entsprechend in die Höhe.

    In solchen Fällen müssen Sie jedoch nicht sofort den kompletten Spülkasten austauschen oder gar ein ganz neues WC kaufen, denn häufig ist eine Reparatur möglich. Nachfolgend erläutern wir Ihnen, welche Probleme bei Spülkästen am häufigsten auftreten und haben Ihnen zu jedem Defekt eine Anleitung verfasst. Oft benötigen Sie dafür nicht viel handwerkliches Know-How, denn kleine Schäden am Aufputz-Spülkasten lassen sich problemlos reparieren: Mitunter müssen Sie lediglich den Schwimmer reinigen oder schadhafte Dichtungen wechseln. Wir verraten Ihnen, wie Sie dabei am besten vorgehen.

    Welche Arten von Spülkästen gibt es?

    Der Spülkasten ist bei den meisten Toiletten eher unauffällig. Meist wird er daher kaum bewusst wahrgenommen. Trotzdem ist dieses Element des WCs die erste Anlaufstelle, wenn ein Defekt vorliegt. Es werden unterschiedliche Spülkastensysteme angeboten:

    • Aufgesetzte Spülkästen – sogenannte Aufputz-Spülkästen
    • Hoch montierte Spülkästen, die sich dicht unter der Decke befinden
    • Unterputz-Spülkästen – zum Beispiel von Geberit

    Die erste Ausführung ist am weitesten verbreitet. Wenn Sie einen solchen Spülkasten zu Hause haben, profitieren Sie davon, dass Sie die Reparaturen selber erledigen können. Anders verhält es sich bei einem Unterputzspülkasten. Er sieht zwar optisch sehr schön aus, lässt sich aber nur mit hohem Aufwand reparieren.

    Spülkasten öffnen – So funktioniert es

    Alle Spülkästen funktionieren aber nach demselben Prinzip. Sie unterscheiden sich lediglich durch die Bedienung und ihre Position. Der aufgesetzte Spülkasten lässt sich am leichtesten öffnen: Wenn es sich um eine Variante aus Keramik handelt, müssen Sie den Spülkastendeckel meist nur abnehmen. Ausführungen aus Kunststoff sind häufig eingehakt, sodass Sie ein wenig Kraft aufbringen müssen, um den Deckel zu lösen. Spülkästen, die dicht unter der Decke hängen, gibt es heute fast nur noch in Altbauten.

    Bei den meisten hochhängenden Modellen wird komplett auf den Deckel verzichtet, sodass der Spülkasten sofort zugänglich ist.

    Allerdings müssen Sie auf eine Leiter steigen, um Reparaturen vorzunehmen. Bei Unterputz-Spülkästen erfolgt der Zugang in der Regel über den Schalter für die Spülung. Diese Platte ist oftmals nur aufgesteckt und kann mit einem Schraubenzieher entfernt werden.

    Häufige Probleme bei Spülkästen

    Sobald Sie den Spülkasten geöffnet haben, können Sie ihn von innen genauer anschauen. Er besteht aus wenigen, einfachen Bauteilen. Sie können sich jedoch im Laufe der Zeit abnutzen: Ablagerungen, Verschmutzungen und Verschleiß lassen wichtige Bestandteile wie das Eckventil oder Füllventil unbrauchbar werden, sodass es nicht mehr korrekt schließt und das Wasser der Spülung permanent läuft. Aber auch der Flexschlauch, Dichtungen und die beweglichen Elemente der Mechanik wie beispielsweise der Schwimmer können zum Problem werden.

    Einer der häufigsten Defekte beim Spülkasten ist das durchfließende Wasser. Sie erkennen es an einem dauerhaften Wasserfluss im Toilettenbecken und an einem Spülkasten, der nicht wieder vollläuft. Zudem hakt oftmals der Spülmechanismus. Bevor Sie mit den Reparaturen beginnen können, müssen Sie den Betätigungsarm ausbauen. Nur so lässt sich der Ablaufverschluss – der auch als Heberglocke bezeichnet wird – hochziehen. Danach läuft das Wasser ab, sodass Sie sämtliche Bestandteile genau unter die Lupe nehmen können. Eine Taschenlampe hilft Ihnen dabei, eventuelle Defekte aufzuspüren.

    Welche Materialien und Werkzeuge benötigen Sie?

    Legen Sie sich die folgenden Materialien und Werkzeuge zurecht, bevor Sie sich an die Arbeit machen.

    Welche Materialien Sie brauchen, hängt natürlich vom vorliegenden Defekt ab. Finden Sie daher erst die Ursache des Problems und kaufen Sie dann das entsprechende Zubehör im Baumarkt.

    Sobald Sie alles besorgt haben, kann die Arbeit beginnen.

    So wechseln Sie die Dichtungen am Spülkasten

    Überprüfen Sie zunächst die Dichtungen. Sind sie abgenutzt oder zeigen sichtbare Spuren von Kalk? Dann ist es am besten, sie zu entfernen und jeweils durch eine neue Dichtung zu ersetzen. Die meisten Spülkästen verfügen über zwei Dichtungen: Die eine befindet sich am oberen Zulauf und die andere am Boden des Spülkastens. Schauen Sie sich daher beide Dichtungen genau an und überprüfen Sie, ob sie verschmutzt oder porös sind. Bei Rissen oder schadhaften Stellen müssen die Dichtungen ausgetauscht werden. Zeigt sich lediglich etwas Kalk, reicht es unter Umständen auch aus, den Spülkasten zu entkalken, sodass ein Austausch nicht zwangsläufig erforderlich ist. Wenn Sie einmal dabei sind und die Dichtungen wirklich austauschen, sollten Sie auch die Öffnungen der Rohre gleich mit reinigen.

    Schwimmer reparieren und reinigen

    Wenn der Abfluss vom Spülkasten undicht ist, so kann es auch sein, dass der Schwimmer ein Problem hat. Er dient dazu, den Wasserstand zu erkennen und ihn auf einem konstanten Niveau zu halten. Im ersten Schritt sollten Sie nachschauen, ob sich der Schwimmer in seiner Führung verkeilt hat oder schwergängig ist. Falls das zutrifft, lösen Sie die verkeilten Elemente voneinander. Gehen Sie dabei behutsam vor, weil diese Bauteile meist aus Kunststoff hergestellt werden und demnach leicht zerbrechen könnten.

    Gerade ältere Schwimmer bestehen häufig noch aus Schaum. Sie saugen sich deshalb im Laufe der Zeit mit Wasser voll. Diese Modelle sollten am besten durch modernere Ausführungen aus Styropor oder Kunststoff ersetzt werden.

    Häufig kommt es vor, dass der Schwimmer verschmutzt oder verkalkt ist. Dann bauen Sie ihn am besten aus und verwenden einen Spezialreiniger, um den Kalk zu lösen. Auch eine Drahtbürste kann zum Einsatz kommen, um die Verschmutzungen zu beseitigen. Seien Sie vorsichtig, damit nichts abbricht.

    Kaputte Ventile ersetzen

    Sofern Sie sowohl den Schwimmer als auch die Dichtungen überprüft haben und keine Verkalkungen, Beschädigungen oder Verschmutzungen feststellen konnten und das Wasser trotzdem nicht so fließt, wie es soll, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Ventile zu werfen. Das gilt sowohl für das Eckventil als auch für das Einlaufventil. Das Sieb im Einlauf kann verschmutzt sein. Dann müssen Sie es reinigen oder austauschen. Wenn ein Ventil starke Abnutzungserscheinungen, Verunreinigungen oder Beschädigungen aufweist, dann muss es komplett ersetzt werden.

    Auf jeden Fall sollten Sie die Gelegenheit, dass der Spülkasten einmal offen ist, nutzen, um sämtliche Bestandteile zu kontrollieren und zu säubern, auch wenn nur ein Element verschmutzt, verkalkt oder beschädigt ist. Auf diese Weise verhindern Sie, dass in der nächsten Zeit bald wieder eine Reparatur ansteht.

    Zusammenfassung

    Wenn der Spülkasten defekt ist, äußerst sich das meist darin, dass das Wasser dauerhaft fließt, die Taste für die Spülung hakt und sich der Spülkasten nicht mehr komplett mit Wasser füllt. Dann können Sie den Spülkasten öffnen und die Ventile, Dichtungen sowie den Schwimmer auf Beschädigungen überprüfen, um das Problem zu beheben.

    Источники: http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za311/geberit/kasten.html, http://www.ikz.de/ikz-praxis-archiv/p0203/020310.php, http://www.heimhelden.de/spuelkasten-reparieren

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