Gasbrenner für dachpappe

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    Dachpappe anbringen

    Carportdach | Schweißbahn verlegen

    Wie dichte ich mein Carportdach richtig mit Schweißbahn ab? Hier eine Beschreibung der notwendigen Arbeitsschritte für ein dichtes Carportdach. Zunächst ein wichtiger Hinweis : Dacharbeiten sind etwas für den Fachmann . Zum Einen ist es nicht ganz ungefährlich auf einem Dach rumzuturnen. Zum Anderen erfordert der Umgang mit dem Gasbrenner Erfahrung. Die Sachen werden ziemlich heiß und ein Schwelbrand der Unterkonstruktion sicher teuerer als der Fachbetrieb.

    Unser Carportdach wir mit Dachpappe abgedichtet. Zunächst haben wir eine erste Lage Dachpappe ( besandet R333 ) auf den OSB Platten des Daches befestigt. Anschließend ging es darum die Schweißbahn, auch Elefantenhaut genannt, auf die unterste Lage zu verschweißen.

    Als Vorbereitung haben wir die erste Lage gründlich von Blättern und losem Sand der besandeten Dachpappe mit dem Besen gereinigt. Die Schweißbahn gibt es in der Regel in 1 Meter Breite und 5 Metern Länge. Beim Kauf, bzw. bei der Berrechnung der benötigten Bahnen, war darauf zu achten, dass sich die Bahnen um ca. 15-20 cm überlappen sollten. Wichtigstes Werkzeug ist der Gasbrenner (links im Bild). Gasflasche, Brenner und Schweißbahn mussten zunächst auf`s Dach.

    Wir haben an der Traufe begonnen und die Schweißbahn ca. 2 Meter ausgerollt, um sicher zu gehen, dass die Bahn gerade ausgerichtet war. Dann haben wir die Bahn wieder ca. 1 Meter aufgerollt und damit begonnen zunächst die eine Seite mit dem Brenner zu verschweißen. Die Schweißbahn wurde an der Unterseite mit dem Brenner so weit erhitzt, dass das Bitumen leicht flüssig wurde. Dann haben wir die Rolle ein kleinen Stück abgerollt. Ist das Ende der ersten Rolle erreicht lässt man die nächste auch wieder ca. 20 cm seitlich überlappen.

    Bei beschieferter Schweißbahn ist des Andrücken mit den Füßen übrigens leichter als bei talkuminierter Schweißbahn. Talkuminierte Schweißbahn ist empfindlicher wenn sie etwas zu stark erhitzt wurde. Fußabdrücke zeichnen sich dann relativ schnell an der Oberfläche ab. Wie bei der besandeten Dachpappe haben wir die Schweißbahn in mehreren Bahnen von der tiefsten Stelle des Daches und mit einer Überlappung von mind. 15 cm. verlegt. Die seitlichen Abschlüsse haben wir so wie bei unserem Gartenhaus ausgeführt.

    Die ca. 40 m² Carportdach waren innerhalb von wenigen Stunden abgedichtet. Der Wintertest hat gezeigt: Alles ist dicht.

    Unser Carportdach ist nun schon etwas älter als 10 Jahre. Bisher ergab sich noch nicht die Notwendigkeit Stellen auszubessern bzw. zu flicken. Das ist schon eher ungewöhnlich, da Witterungseinflüsse, und hier insbesondere die starke Erwärmung durch Sonneneinstrahlung, eine Dachabdichtung mit Dachpappe doch sehr stark strapazieren. Um diese Effekte abzumildern werden Dächer dann manchmal mit einer Lage Kieß abgedeckt. Hübscher ist ein Aufbau als Gründach. Beides ist aber schwerer als eine reine Abdichtung mit Dachpappe. Das ist bei der statischen Berechnung des Carportdaches und der Stützen unbedingt zu berücksichtigen. Keinesfalls sollte man das Dach später schwerer machen ohne die Standsicherheit des Carports geprüft zu haben.

    Ihre Bewertung für derSelbermacher.de:

    By Rolf Wacker

    Immer auf dem aktuellen Stand: Im Bereich NEWS werden alle aktuellen Beiträge vorgestellt.

    Hinweis: Diese Seite enthält Werbung.

    Wenn man schon eine große Dachfläche zur Verfügung hat, solte man überlegen ob man dort nicht auch eine Solaranlage installieren könnte,

    Suchen Sie hier nach weiteren interessanten Themen und Beschreibungen.

    Dachpappe anbringen

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    Wie dichte ich mein Carportdach richtig mit Schweißbahn ab? Hier eine Beschreibung der notwendigen Arbeitsschritte für ein dichtes Carportdach. Zunächst ein wichtiger Hinweis : Dacharbeiten sind etwas für den Fachmann . Zum Einen ist es nicht ganz ungefährlich auf einem Dach rumzuturnen. Zum Anderen erfordert der Umgang mit dem Gasbrenner Erfahrung. Die Sachen werden ziemlich heiß und ein Schwelbrand der Unterkonstruktion sicher teuerer als der Fachbetrieb.

    Unser Carportdach wir mit Dachpappe abgedichtet. Zunächst haben wir eine erste Lage Dachpappe ( besandet R333 ) auf den OSB Platten des Daches befestigt. Anschließend ging es darum die Schweißbahn, auch Elefantenhaut genannt, auf die unterste Lage zu verschweißen.

    Als Vorbereitung haben wir die erste Lage gründlich von Blättern und losem Sand der besandeten Dachpappe mit dem Besen gereinigt. Die Schweißbahn gibt es in der Regel in 1 Meter Breite und 5 Metern Länge. Beim Kauf, bzw. bei der Berrechnung der benötigten Bahnen, war darauf zu achten, dass sich die Bahnen um ca. 15-20 cm überlappen sollten. Wichtigstes Werkzeug ist der Gasbrenner (links im Bild). Gasflasche, Brenner und Schweißbahn mussten zunächst auf`s Dach.

    Wir haben an der Traufe begonnen und die Schweißbahn ca. 2 Meter ausgerollt, um sicher zu gehen, dass die Bahn gerade ausgerichtet war. Dann haben wir die Bahn wieder ca. 1 Meter aufgerollt und damit begonnen zunächst die eine Seite mit dem Brenner zu verschweißen. Die Schweißbahn wurde an der Unterseite mit dem Brenner so weit erhitzt, dass das Bitumen leicht flüssig wurde. Dann haben wir die Rolle ein kleinen Stück abgerollt. Ist das Ende der ersten Rolle erreicht lässt man die nächste auch wieder ca. 20 cm seitlich überlappen.

    Bei beschieferter Schweißbahn ist des Andrücken mit den Füßen übrigens leichter als bei talkuminierter Schweißbahn. Talkuminierte Schweißbahn ist empfindlicher wenn sie etwas zu stark erhitzt wurde. Fußabdrücke zeichnen sich dann relativ schnell an der Oberfläche ab. Wie bei der besandeten Dachpappe haben wir die Schweißbahn in mehreren Bahnen von der tiefsten Stelle des Daches und mit einer Überlappung von mind. 15 cm. verlegt. Die seitlichen Abschlüsse haben wir so wie bei unserem Gartenhaus ausgeführt.

    Die ca. 40 m² Carportdach waren innerhalb von wenigen Stunden abgedichtet. Der Wintertest hat gezeigt: Alles ist dicht.

    Unser Carportdach ist nun schon etwas älter als 10 Jahre. Bisher ergab sich noch nicht die Notwendigkeit Stellen auszubessern bzw. zu flicken. Das ist schon eher ungewöhnlich, da Witterungseinflüsse, und hier insbesondere die starke Erwärmung durch Sonneneinstrahlung, eine Dachabdichtung mit Dachpappe doch sehr stark strapazieren. Um diese Effekte abzumildern werden Dächer dann manchmal mit einer Lage Kieß abgedeckt. Hübscher ist ein Aufbau als Gründach. Beides ist aber schwerer als eine reine Abdichtung mit Dachpappe. Das ist bei der statischen Berechnung des Carportdaches und der Stützen unbedingt zu berücksichtigen. Keinesfalls sollte man das Dach später schwerer machen ohne die Standsicherheit des Carports geprüft zu haben.

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    Dachpappe und Bitumenschweißbahn selber verlegen

    Wenn es um das Eindecken kleinerer Schuppen oder Garagendächer geht, wird selten der Dachdecker gerufen. Damit Sie es aber auch ohne fachliche Anleitung wirklich richtig machen und Fehler vermeiden, haben wir hier eine ausführliche DIY-Anleitung für Sie zur Verfügung gestellt.

    Dächer sollen vor allem eins: dicht sein. Damit das auch wirklich sicher gewährleistet ist, muss eine Eindeckung mit Dachpappe und/oder mit Bitumenschweißbahnen vor allem fachgerecht erfolgen. Dabei gibt es zahlreiche Dinge, die man beachten muss, und Vorgehensweisen, die sich in der Dachdeckerpraxis bewährt haben.

    Bei kleineren Dächern kann man die Eindeckung durchaus selbst vornehmen, wenn man über etwas Geschick verfügt, und sorgfältig arbeitet. An größere oder komplizierte Dächer (Gauben, komplizierte Dachverläufe, schwierige Abdichtungen) sollte man dagegen nur den Dachdecker lassen. Hier bekommt man ohne Fachkenntnis in der Regel keine hundertprozentig dichte und dauerhafte Abdeckung hin.

    Einsatzgebiete

    Dachpappe und Bitumenbahnen gehören zu den Klassikern bei der Eindeckung von kleineren Dächern für Schuppen und Gartenhäusern, aber auch vor allem bei der Abdichtung von Flachdächern. (Schrägdächer werden gedeckt, Flachdächer dagegen abgedichtet).

    Sie werden auch heute von Dachdeckerbetrieben noch immer bevorzugt verwendet, Alternativen wie EPDM-Folien konnten sich bisher nicht durchsetzen, auch wenn sie eine dauerhafte und nicht mehr zu erneuernde Dachabdichtung versprechen. In der Praxis wird heute immer noch mit Dachpappe und Bitumenschweißbahnen gedeckt beziehungsweise abgedichtet.

    Für einfache Abdichtungen genügt eine doppelte Lage Dachpappe. Wird als Oberlage besandete Dachpappe verwendet, ist die Dachabdichtung schon durchaus widerstandsfähig und hält einige Jahre. Der Einsatz von Schweißgeräten entfällt dabei, das Aufbringen von Dachpappe ist auch für Ungeübte relativ einfach.

    Bitumenschweißbahnen sorgen dagegen für eine bessere und wirksamere Abdichtung des Daches, sind aber auch schwieriger aufzubringen. Eine Deckschicht mit Dachpappe und darüber eine verschweißte Bitumenbahn gilt zwar in Fachkreisen als eigentlich nicht mehr ganz zeitgemäß, wird in der Praxis aber dennoch häufig so gemacht. Diese Art der kombinierten Abdichtung hat sich auch über Jahrzehnte bestens bewährt.

    Jede Eindeckung und Abdichtung mit Dachpappen oder Bitumenbahnen sollte jährlich überprüft und gegebenenfalls erneuert werden.

    Sicherheitsmaßnahmen

    Arbeiten auf dem Dach

    Bei allen Arbeiten auf dem Dach gelten grundsätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die man in jedem Fall unbedingt beachten sollte:

    • aufs Dach darf nur, wer schwindelfrei, ausgeruht und völlig gesund ist
    • bei allen Arbeiten auf dem Dach ist man verpflichtet, sich soweit als möglich gegen Abstürze abzusichern (egal wie hoch das Dach ist)
    • rund um die Dachfläche dürfen keine Gegenstände gelagert werden, an denen man sich beim Absturz schwere Verletzungen zuziehen könnte (Werzeugkisten, oder ähnliches) daran wird häufig nicht gedacht
    • bei Arbeiten auf Dächern ist grundsätzlich festes und rutschsicheres Schuhwerk zu tragen

    Arbeiten mit Schweißgeräten

    Wird mit Bitumenschweißbahnen, und damit auch mit Schweißgeräten auf dem Dach gearbeitet, kommen noch einige weitere, unverzichtbare Sicherheitsmaßnahmen dazu:

    • es ist unbedingt langärmelige Kleidung und sehr festes Schuhwerk zu tragen (Bitumenspritzer können schwere und sehr schmerzhafte Verletzungen verursachen), außerdem sollte die Kleidung möglichst nicht brennbar sein
    • beim Umgang mit dem Schweißgerät ist unbedingt die Bedienungsanleitung einzuhalten und äußerste Vorsicht geboten
    • es sind unbedingt geeignete Handschuhe zu tragen (wärmebeständig und aus Leder)
    • auf dem Dach müssen immer geeignete Löschmittel bereitstehen
    • Arbeiten mit Bitumenbahnen sollte man grundsätzlich mit einem Helfer und nicht allein ausführen

    Diese Sicherheitsmaßnahmen sind grundlegend und alternativlos. Jedes Nichteinhalten kann nach einem Unfall zu Problemen führen und als Fahrlässigkeit ausgelegt werden.

    Dachpappen sind heute besonders widerstandsfähig, haltbar und umweltschonend. Die früher verwendeten „Teerpappen“, die nicht Bitumen sondern krebserregenden Teer enthielten, gibt es heute nicht mehr.

    Dachpappe ist grundsätzlich nicht völlig wasserdicht (im Gegensatz zu Bitumenschweißbahnen), kann aber häufig einen ausreichenden Wetterschutz bieten, je nach Beschaffenheit der darunter liegenden Dachhaut.

    Das bringt Unterschiede in der UV-Festigkeit mit sich. Beschichtete Dachpappen liegen bei Mehrschichtvernagelung ausschließlich oben, während unbeschichtete Dachpappen darunter eingesetzt werden. Beratung über die geeignete Dachpappe erhält man im Fachhandel. In der Regel ist Dachpappe R333 heute fast nirgends mehr ausreichend, empfehlenswert ist in jedem Fall der Einsatz von Dachpappe V13 oder höherwertig.

    Dachpappe richtig anbringen

    Schritt 1: Bedarf ermitteln und Dach vorbereiten

    Den Bedarf kann man einfach anhand der Quadratmeterzahl der Dachfläche ermitteln. Dabei muss man aber die Überlappung von rund 10 cm pro Bahn mit berücksichtigt werden. Da Dachpappenrollen in der Regel 1 m x 10 m messen, ist die Bedarfsberechnung recht einfach.

    Schritt 2: Die erste Bahn verlegen

    Schritt 3: Weitere Bahnen verlegen

    Bahn auf die benötigte Länge zuschneiden und mit 10 cm Versatz über die jeweils vorhergehende Bahn legen. Am oberen Ende den Überstand umknicken, und mit einem scharfen Messer auf 10 cm Länge abschneiden.

    Schritt 4: Verlegung der zweiten Schicht

    Eine zweite Schicht kann nun ebenso wie die erste Schicht (allerdings mit Versatz) verlegt werden. Alternativ kann für diese zweite Schicht auch eine Bitumenschweißbahn verlängert werden.

    Wichtige Hinweise zum Verlegen

    Selbstklebende Dachpappe kann eine Arbeitserleichterung darstellen, zieht in der Regel aber auch später deutlich häufigere Ausbesserungsarbeiten nach sich. Am optimalsten ist das Vernageln mit speziellen Dachpappennägeln. Die Dachpappennägel müssen immer bündig mit der Dachpappe abschließen, damit darunter kein Wasser eindringen kann. Auf eine ausreichende Befestigung mit ausreichend vielen Nägeln ist zu achten.

    Das Verkleben der Dachpappe an den Stößen ist schwierig, und erfordert Geschick. Vom Verkleben der Überlappungsstellen sollte man lieber absehen und stattdessen eine Bitumenschweißbahn als zweite Lage einsetzen.

    Bitumenschweißbahnen

    Bitumenschweißbahnen sondern, wenn sie erwärmt werden, Bitumen ab, das danach wieder erkaltet und eine wasserdichte, haltbare Verklebung bildet.

    Die Arten und Ausführungen im Handel sind äußerst vielfältig, einige besondere Bitumenschweißbahnen kann man bei der Auswahl aber fast immer außer Acht lassen:

    • Bitumenschweißbahnen mit Kupfereinlagen dienen lediglich als Durchwurzelungsschutz bei einer Dachbegrünung, da Wurzeln mit dieser Einlage die Bitumenbahn dann nicht durchdringen können
    • Bitumenschweißbahnen mit einer Aluminiumeinlage werden in der Regel nur dann eingesetzt, wenn die Bitumendachbahn gleichzeitig auch als Dampfsperre fungieren soll
    • Sogenannte Hochwertbahnen, mit besonders hochwertigen Eigenschaften sind in der Regel für einfache Dachabdichtungen überflüssig

    Grundlegende Auswahl

    Im Normalfall werden PB-Bahnen (Polymerbitumen, Zusatz von Kunststoffen zum Bitumen) verwendet. Elastomerbahnen (EB) sind empfindlicher und haben eine geringere Wärmestandsfähigkeit, weshalb sie in der technischen Praxis meist einen zusätzlichen Abstrahlschutz benötigen. Auch das Verlegen dieser elastischen Bahnen ist äußerst schwierig und als Laie kaum hinzubekommen.

    PB-(oder PYB)-Bahnen sind daher die geeignetste Auswahl für das Selbstverlegen. Für den Einsatz auf kleineren Dächern ist, die oft recht günstige V 60 S4 Bahn in beschieferter Variante als Oberlage fast immer ausreichend geeignet. Talkumierte Varianten sind etwas empfindlicher, nehmen Fußabdrücke an und sind problematisch, wenn sie zu hoch erhitzt werden. Besser also die beschieferte Variante verwenden.

    Gasbrenner

    Damit eine Bitumenschweißbahn dicht verklebt werden kann, muss ihre Unterseite mit einem speziellen Gasbrenner erwärmt werden. In der Regel reicht ein einfacher Aufschweißbrenner mit etwa 15 – 20 kW Leistung, Standardbrenner haben allerdings schon etwa die doppelte bis vierfache Leistung.

    Die Anschaffung dieser Geräte ist äußerst teuer, man kann sie aber in vielen Baumärkten für die Arbeiten auch leihen. Dabei muss man aber immer darauf achten, dass die Geräte in einwandfreiem Zustand sind, und alle Anschlüsse völlig dicht sind. Außerdem sollte man eine grundlegende Einweisung in den Umgang mit dem Brenner erhalten.

    Gefahren beim Einsatz des Gasbrenners

    WICHTIG: Bei erhitztem Bitumen auf keinen Fall Löschversuche mit Wasser unternehmen!

    Richtiges Verlegen der Bitumenbahnen

    Schritt 1: Untere Schicht herstellen

    Stellen Sie also eine einlagige Dachpappenschicht als Unterlage her. Wie das geht, können Sie der Anleitung oben entnehmen.

    Schritt 2: Ausrollen und Ausrichten der Bitumenschweißbahn

    Die Bitumenschweißbahn-Rolle muss zunächst samt dem Brenner, der Gasflasche und den Löschmitteln aufs Dach. Dafür werden Sie in der Regel einen Helfer benötigen, denn bereits 5 Meter Bitumenschweißbahnen sind derart schwer, dass Sie sie wahrscheinlich kaum allein aufs Dach bekommen werden.

    Die Bahn wird zunächst etwa 2 Meter ausgerollt, und perfekt ausgerichtet. Man beginnt, wie bei der Dachpappe, auch hier am unteren Ende des Daches. Beachten Sie, dass nach dem Festkleben die Bahn nicht mehr korrigiert werden kann – ein perfektes Ausrichten ist also unerlässlich.

    Schritt 3: Festkleben der ersten Bahn

    Die ausgerichtete Bahn wird nun vorsichtig wieder aufgerollt (bis etwa einen halben Meter oder Meter). Danach wird mit dem Brenner vorsichtig (!) die Unterschicht der Bahn erwärmt, bis das Bitumen flüssig wird und eine zähflüssige Konsistenz erreicht.

    Die richtige Temperatur ist hier entscheidend: zu wenig erwärmte Bahnen kleben nicht dicht, zu hohes Erwärmen (Bitumen ist sehr flüssig) kann zur Zerstörung der Bahn führen, zudem können bei unsachgemäßem Erhitzen sogar Schwelbrände entstehen.

    Die erwärmte Unterseite wird nun mit dem Fuß langsam abgerollt und vorsichtig (!) festgetreten. Dabei müssen Sie darauf achten, die Oberfläche der Bahn möglichst nicht zu beschädigen. Es wird immer nur ein kleines Stück erwärmt und festgetreten, damit die Bitumenschweißbahn überall sicher und ausreichend klebt.

    Achten Sie darauf, die Ausrichtung der Bahn nicht zu verändern, da Sie sie später nicht mehr korrigieren können.

    Schritt 4: Verkleben der weiteren Bahnen

    Schritt 5: Dachabschluss herstellen

    Alternativ ist auch das Aufschrauben von passenden Dachleisten eine Möglichkeit, allerdings keine so gute. Für die Praxis ist es aber häufig auch ausreichend.

    Der Dachabschluss muss ebenfalls sauber abgedichtet werden. Dazu können Sie verschiedene Dichtmittel verwenden. Auch Bitumendickbeschichtungen sind möglich, daneben gibt es auch noch andere Dichtmittel im Handel.

    Die Abdichtung mit Heißbitumen ist eher etwas für Fachleute, und erfordert Erfahrung und Geschick. In der Regel kommen Sie auch mit einfachen Dichtverfahren aus.

    Schritt 6: Zusätzliche Abdichtungen

    In der Praxis ist all das aber selten wirklich notwendig. Regelmäßige Kontrollen und gelegentliche Ausbesserungsarbeiten sind bei mit Schweißbahnen abgedichteten Dächern ohnehin notwendig, und können auch durch Beschichtungen nicht vermieden werden.

    Worauf Sie allerdings achten müssen, ist eine korrekte und wirksame Abdichtung aller Anschlüsse auf dem Dach und aller Dachdurchdringungen. Auch der Regenwasserabfluss bei Flachdächern muss ausreichend abgedichtet werden, Das kann je nach Art der Ausführung recht knifflig sein, eine wirklich saubere und wirksame Abdichtung hinzubekommen. Holen Sie hier am besten den Rat eines Dachdeckers ein, wie Sie den Regenwasserabfluss in Ihrem Fall am besten abdichten. In der Praxis ist eine ungenügende Abdichtung in diesem Bereich eine der häufigsten Ursachen für Wasserschäden am Dach – seien Sie hier also umsichtig.

    Kontrolle und Erneuerung

    Keine Dachabdichtung hält ewig. Sie sollten deshalb Ihr Dach mindestens einmal jährlich auf Beschädigungen kontrollieren, bei festgestellten Undichtigkeiten sollten Sie sofort handeln. Kleine Schäden können Sie mit Bitumendickbeschichtungen ausbessern, bei größeren oder unklaren Beschädigungen (kein direkter Schaden sichtbar) ist allerdings eine komplette Erneuerung der Dacheindeckung oder -abdichtung ratsam.

    Neue Beschichtungen können einige Male auf alte Beschichtungen gelegt werden, danach muss allerdings die gesamte Abdichtung entfernt und neu aufgebracht werden (Brandgefahr durch Selbstentzündung). Fragen Sie bei allen Dacharbeiten im Zweifelsfall immer Ihren Dachdecker um Rat – sein geübtes Auge und seine Erfahrung hilft Ihnen, Schäden zu vermeiden.

    • immer geeignete Dachpappen und Bitumenschweißbahnen verwenden
    • erforderliche Sicherheitsmaßnahmen unbedingt einhalten
    • Dachpappe am besten vernageln
    • auf ausreichende Überlappung der Bahnen achten
    • richtigen Umgang mit dem Gasbrenner achten
    • Helfer zuziehen
    • auf korrekte Ausrichtung der Bitumenschweißbahn achten
    • Dächer regelmäßig kontrollieren
    • Schäden sofort beheben, oder Eindeckung (Abdichtung) erneuern

    Источники: http://derselbermacher.de/bauen/carport_selber_bauen/dachpappe.php, http://derselbermacher.de/bauen/carport_selber_bauen/dachpappe.php, http://www.talu.de/dachpappe-schweissbahn-verlegen/

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