Gartengestaltung steile hanglage

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    Hang-Garten anlegen 1: Planung, Terrassierung und Co.

    Sie haben ein Grundstück in Hanglage und daher wenig ebene Fläche zur Verfügung? Gut so! Denn dadurch sind bereits viele natürlich Möglichkeiten gegeben, den Garten nicht nur horizontal, sondern auch vertikal zu strukturieren und durch verschiedene Ebenen für Spannung zu sorgen. Im ersten Teil unserer Serie „Hang-Garten anlegen“ erfahren Sie, wie Sie Ihren Garten in Hanglage für die weitere Gestaltung vorbereiten.

    Grundlagen für die Planung berücksichtigen

    Eine gute und gründliche Planung ist bei der Anlage eines Gartens am Hang die beste Voraussetzung. Eine flexible Planung lässt Spielraum für Änderungen, die während der Bebauung anfallen. Daher lohnt es sich, über einige Aspekte der Gestaltung eines Hanggartens unbedingt im Voraus zu entscheiden. Das betrifft vor allem:

    • Überbrückung der Höhenunterschiede (z.B. durch Terrassierung)
    • Bau von Stützmauern
    • Anlage von Treppen
    • Anlage von Wasserläufen
    • Verlauf der Wege
    • Bepflanzung
    • Nutzung der Ebenen

    Ein Sitzplatz, zum Beispiel auf einer Veranda, ist auf der höchsten Ebene im terrassierten Garten am schönsten.Von dort aus haben Sie, den besten Überblick über Ihren Garten und die nähere Umgebung. Ein Teich bietet sich für die unteren Ebenen an. Die anderen Ebenen können Sie ganz nach Ihren eigenen Vortstellungen gestalten.

    Den Garten terrassieren

    Je nachdem, wie steil Ihr Gartengrundstück ist, kann es notwendig sein, es zu terrassieren. Damit entstehen mehrere ebene Flächen, die untereinander abgestuft sind. Insbesondere bei einem starken Gefälle erleichtert dies die Gartenpflege enorm.

    Bei einem Gartengelände mit nur wenig Steigung reicht bereits eine Aufteilung in zwei ebene Flächen auf unterschiedlichem Niveau aus. Wenn Sie genügend Zeit zur Verfügung haben, können Sie das sogar selbst erledigen: Alles, was Sie brauchen, sind Spaten, Schaufel und Schubkarre.

    Wenn es nötig ist, zwischen den einzelnen Terrassenebenen einen Höhenunterschied von 80 cm oder mehr zu überwinden, dann ist eine Terrassierung in Eigenregie äusserst mühsam. Hier bietet es sich an einen Fachmann mit Bagger ans Werk zu lassen, bevor Sie sich selbst die Mühe machen.

    In der Regel plant und errichtet man die Terrassen von unten nach oben. Legen Sie bereits vor Aufnahme der Arbeiten fest, wie Sie die Ebenen miteinander verbinden, wo die Wege oder Treppen verlaufen und welche Pflanzen eingesetzt werden.

    Anschließend werden die einzelnen Terrassenflächen planiert. Um mit dem Bagger zur nächsten Ebene zu gelangen, fährt man am besten über die Bereiche, die später als Treppen ausgebaut werden. Nach dem Planieren lockert man den verfestigten Untergrund wieder auf und verteilt darauf den Oberboden.

    Bau der Stützmauern

    Je nach Platzangebot entscheidet sich meist auch der Verlauf der Stützmauern. Um keinen Platz des Grundstücks zu verschwenden, ist es ratsam senkrechte, geradlinige Stützmauern, die nicht viel Fläche benötigen, zu errichten.

    Auf einem grösseren Grundstück, lässt sich der Übergang zwischen den einzelnen Gartenebenen fliessender gestalten. Eine Möglichkeit ist dabei das Anlegen von stärker abgeschrägten Böschungen.

    Eine Mauer muss nicht immer gerade verlaufen. Mauern, die geschwungenen Linien folgen, sorgen für ein abwechslungsreiches und harmonischeres Bild. Bei modernen und minimalistischen Gärten bietet sich natürlich die gerade Linie als klare Struktur an.

    Eine Vielzahl an Materialien, die zum Errichten der Mauer geignet sind, stehen Ihnen zur Auswahl. Für jede Art von Garten gibt es die passenden Steinsorten. Trockenmauern aus Naturstein wirken am schönsten in einem naturnahen Garten, aber auch Betonstein und Klinker sind eine kostengünstige Alternative.

    Wichtig bei Trockenmauern: Denken Sie immer daran, an der Rückseite eine Drainage miteinzubauen. Ab einer Höhe von einem Meter benötigen Trockenmauern ausserdem eine Hinterfüllung aus wasserdurchlässigem Material (z. B. Kies). Nur so bleibt sie stabil.

    Vor allem, wenn das Gelände ein stärkeres Gefälle aufweist, müssen die Mauern noch durch zusätzliche Fundamente gesichert werden. Dazu eignen sich Betonfundamente oder Fundamente aus verdichtetem Schotter, die allesamt mindestens 80 cm in die Tiefe reichen.

    Eine Mauer, die keine Drainage benötigt, kann beispielsweise aus Gabionen errichtet werden. Sie halten großem Druck Stand und sind ausserdem wasserdurchlässig. Insbesondere bei einer morderneren, klarlinigen Gartengestaltung passen Gabionen gut zur Terrassierung.

    Jetzt da die Erd- und Mauerarbeiten abgeschlossen sind, geht es daran Struktur in Ihren Hanggarten zu bringen. Im zweiten und letzten Teil unserer Artikel-Serie erfahren Sie, wie Sie Ihren Hanggarten fachgerecht und passend zu Ihrer Hausarchitektur gestalten!

    Immergrüne Sträucher im Garten – unsere Gestaltungs- und Pflegetipps

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    Hanggarten

    Top-Artikel zum Thema Hanggarten

    Zwei Ideen für einen Hanggarten

    Schlingtalente und Wandakrobaten

    Stauden und Gehölze zur Hangbepflanzung

    Allgemeines

    Während man den Begriff hängende Gärten mit eindrucksvoller Schönheit in Zusammenhang bringt, ruft das Wort Hanggarten eher Assoziationen von mühevollen Aufstiegen und schwierigen Bepflanzungen hervor. Dabei treten die vielfältigen Möglichkeiten, solch einen Garten zu gestalten, zu Unrecht in den Hintergrund: Die Spannung, die Architekten und Gärtner auf ebenen Flächen durch hohe Elemente wie Bogen, Bäume und Geländemodellierungen erschaffen, ist bei einem geneigten Gelände natürlicherweise vorhanden.

    „Eigentlich möchte ich gar kein ebenes Grundstück mehr haben,“ ist deshalb das Fazit vieler Hanggarten-Besitzer. Zwischen dem ersten Spatenstich und dieser Aussage liegen jedoch oft jede Menge Planungsstunden, aufwendige Boden- und Stützarbeiten sowie eine intensive Bepflanzung. Es ist unbestritten, dass die Gestaltung eines Hanggartens komplizierter, langwieriger und meist auch kostspieliger ist als die eines ebenen Grundstücks. Trotzdem möchten die meisten Hanggärtner die Vorteile ihrer besonderen Lage nicht missen: Neben einer oft traumhaften Aussicht bieten die Aufteilung des Gartens in unterschiedlich gestaltete Ebenen, die besondere Pflanzenauswahl und die Anlage verschlungener Wege und Treppen willkommene Abwechslung.

    Ein Bachlauf drängt sich im Hanggarten geradezu auf. Das Gefälle ist bereits da, man muss lediglich die Pumpe installieren und das Bachbett mit Folie und Steinen formen

    Grundlagen der Gestaltung

    Ein einheitlicher Stil, der zum Haus passt, lässt den Hanggarten harmonisch wirken. Die Stilrichtung wird am Hang vor allem durch die Art der Stützmauern, der Treppen, Wege und der Bepflanzung zum Ausdruck gebracht. Heller Kalkstein, Kieswege und Kräuter, die über die Steine wachsen, strahlen mediterranes Flair aus. Natursteine mit Patina, Rindenmulchwege und Holzstufen passen zum Naturgarten. Den modernen Stil prägen Gabionen, glatte Konturen mit Betonsteinen und eine zurückhaltende Bepflanzung zugunsten von Rasen, während Klinkermauern und -wege, farbenfrohe Polsterstauden und gemütliche Holzbänke für den ländlichen Stil typisch sind. Einen besonderen Charme haben mit großen Findlingen oder Bruchsteinen befestigte Böschungen. In schattigen Bereichen wirken sie mit dazwischen gepflanzten Gräsern, Farnen und Funkien nahezu malerisch. An Sonnenhängen sind stattliche gelbe Königskerzen tolle Blickfänge.

    Ideen zur Gestaltung der einzelnen Ebenen gibt es jede Menge. Vom Kräuter- und Gemüsegarten in Hausnähe bis zum Teich mit Bachlauf im unteren Bereich ist fast alles möglich. Im Familiengarten gehört eine Ebene den Kindern, für die ein Hanggarten mit langer Rutsche ohnehin viel spannender ist als ein ebenes Grundstück. Ein Wasserlauf, der den Hang hinunterfließt und vielleicht in einen Teich mündet, belebt sowohl einen architektonisch angelegten als auch einen naturnahen Garten. Das Ufer lässt sich schließlich für kurvige naturnahe Bäche und für schnurgerade Wasserläufe gleichermaßen ansprechend gestalten.

    Vom erhöhten Sitzplatz im terrassierten Garten hat man einen guten Überblick

    Sitzplätze im Hanggarten

    Schließt sich der Garten unterhalb des Hauses an, ist die Terrasse Sitzplatz und Aussichtspunkt zugleich. Ein zweiter und dritter Sitzplatz sind im Hanggarten nichts Ungewöhnliches, etwa ein gemütlicher Liegestuhl oder eine kleine Sitzgelegenheit auf einer sonnigen Stützmauer. Eine versteckte Nische mit Sitzbank und besonderen Pflanzen oder ein zweiter Essplatz mit Blick über das Grundstück lassen sich am Hang viel einfacher verwirklichen. Die im Garten typischerweise „trocken“ – also ohne Mörtel – gebauten Mauern bieten Platz für hübsche Steingartenpflanzen und laden Eidechsen zum Sonnenbad ein. Außerdem kann man sie, wenn sie nicht zu hoch sind, mithilfe von Kissen im Handumdrehen in Sitzgelegenheiten verwandeln. Damit Sitzmauern bequem sind, sollte die oberste Reihe aus möglichst ebenen, breiten Steinen bestehen. Ein überdachter Grillplatz oder ein Pavillon mit Aussicht ermöglichen es auch Bekannten und Freunden, sich von den Vorteilen einer Hanglage überzeugen zu können.

    Hanggärten terrassieren

    Bei starker Hangneigung bietet es sich an, das Grundstück zu terrassieren. Ansonsten werden Rasenmähen und Unkrautzupfen zwischen den Stauden schnell zum akrobatischen Kunststück. Gärten mit leichtem Gefälle lassen sich in Handarbeit mit Spaten, Schubkarre und etwas Zeit selbst einebnen. Oft reicht eine Terrassierung mit einem Höhenunterschied bis zu 80 Zentimeter schon aus, um den Garten in zwei ebene Bereiche aufzuteilen. Alles, was darüber hinausgeht, sollte man einem Bagger überlassen. Steilere Hänge, die eine Unterteilung in mehrere Ebenen sowie stabile Abstützungen durch höhere Mauern erforderlich machen, sind ebenfalls ein Fall für den Fachmann. Überlegen Sie vorher, wie die Ebenen gestaltet, die Gartenräume verbunden und welche Pflanzen ausgewählt werden sollen, denn im Nachhinein ist es mit sehr großem Aufwand verbunden, die Breite der Terrassenstufen wieder zu ändern.

    Generell werden die Terrassen von unten nach oben aufgebaut. Als Auffahrt für Baugeräte wie Minibagger nutzt man die Bereiche, an denen später Treppen angelegt werden sollen. Wenn eine Ebene fertig planiert ist, muss meist zunächst der verdichtete Untergrund tiefgründig gelockert werden, bevor man den Oberboden oder das Substrat aufbringt. Hier ist ein Minibagger ebenfalls sehr hilfreich.

    Stützmauern

    Stützmauern teilen den Hanggarten in verschiedene Bereiche ein. Neben ihrer Stützfunktion sind sie schöne Blickfänge, verleihen Struktur und lassen sich hübsch bepflanzen. Die Lage und Gestaltung der Mauern und Treppen bestimmt neben den Pflanzen das Gesamtbild des Gartens. Abwechslungsreicher und harmonischer als schnurgerade Steinwände ist ein geschwungener Verlauf. Das gibt der darunter liegenden Ebene zusätzliche Tiefe und lässt kleine Nischen entstehen, die sich zum Beispiel für einen Sitzplatz eignen. Treppen sollten idealerweise aus derselben Gesteinsart wie die Mauern bestehen oder zumindest gut dazu passen.

    Für Stützmauern bieten sich verschiedene Materialien an: Sehr natürlich wirken Trockenmauern aus Naturstein, auch wenn sie etwas kostspieliger sind als Varianten aus Betonstein. Trockenmauern benötigen an der Rückseite des Fußes eine Dränage und brauchen ab einem Meter Höhe zudem eine Hinterfüllung mit dränfähigem Material wie Kies. Beides leitet aus dem Hang kommendes Wasser ab. Ansonsten bildet die Mauer nach ein paar Jahren eine Art Bauch und die Stabilität ist nicht mehr gewährleistet. Wichtig ist zudem ein 80 Zentimeter tiefes frostfreies Fundament, beispielsweise aus verdichtetem Schotter, sowie eine Dossierung, also eine Neigung zum Hang von 10 bis 15 Prozent. Damit das Erdreich nicht abrutscht, ist es wichtig, dass die Dimension der Mauer richtig berechnet ist. Hierbei kann es hilfreich sein, einen Fachmann zurate zu ziehen – auch dann, wenn man die Mauer eigenhändig bauen möchte. Als Alternative zu Trockenmauern bieten sich Gabionen an. Hinter ihnen sammelt sich auch ohne Dränage kein Wasser und sie halten zudem großem Druck stand.

    Sehr romantisch wird die Hanggartengestaltung mit einer Bepflanzung aus Rosen und verspielten Figuren

    Treppen und Wege

    Damit man seinen Hanggarten auch wirklich nutzen kann, ist die Anlage von Wegen und – je nachdem, wie steil das Gelände ist – von Treppen unumgänglich. Denn seien wir mal ehrlich: Das Reizvolle an Hanggärten sind doch schmale Treppen und Wege, die direkt an den Pflanzen vorbeiführen und den Garten erlebbar machen. Und anders als in einem ebenen Garten können Sie hier nicht einfach von A nach B gehen, weil entweder Mauern oder Pflanzen, die die Böschung befestigen, im Weg sind.

    Wie die Wege verlaufen, ist abhängig von der Topografie. Hat Ihr Hanggarten nur ein geringes Gefälle, kann zum Beispiel ein schmaler, im Zickzack verlaufender Weg hinauf führen. Besonders wichtig sind bei der Anlage von Wegen am Hang die Auswahl eines geeigneten Belags und der richtige Einbau. Während Sie in einem relativ ebenen oder terrassierten Garten alle Bodenbeläge verwenden können, eignen sich für Wege mit Gefälle lose Beläge wie Splitt oder Rindenmulch nur bedingt, da sie leicht vom ablaufenden Regenwasser weggespült werden können. Lassen Sie sich bei der Planung im Bedarfsfall von einem Fachmann beraten, damit Sie lange Freude an Ihrem Hanggarten haben.

    Wenn Mauern für die Hangterrassierung zum Einsatz kommen, werden in der Regel auch Treppen gebraucht. Das Einfachste ist, für die Treppenstufen das gleiche Material wie für die Mauern zu verwenden. Legen Sie die Stufen nicht zu steil an, denn das wirkt beim Treppensteigen schnell ermüdend. Eine Stufenhöhe von 18 Zentimeter und eine Tiefe von 26 Zentimeter sind ein ideales Maß. Grundsätzlich sollte das Verhältnis von Steigung zu Stufentiefe etwa bei 2:3 liegen. Ein Verhältnis von 5:6 sollte nicht überschritten werden, da es bereits sehr unbequem ist. An die durchschnittliche Schrittlänge angepasste Stufenformate ergeben sich, wenn die doppelte Steigung plus der Stufentiefe einen Wert von 62 bis 65 Zentimeter ergibt. Achten Sie darauf, dass jede Stufe leicht ansteigend und mit etwas Quergefälle verlegt wird, damit sich darauf kein Regenwasser sammeln kann.

    Ein Hanggarten ist bei der Gartengestaltung eine Herausforderung. Mit Terrassen, Mauern und geeigneten Pflanzen lässt er sich gut in Form bringen

    Bepflanzung

    Bei der Auswahl geeigneter Pflanzen für einen Hanggarten gilt es einige Aspekte zu beachten, die bei einem ebenen Grundstück eine eher untergeordnete Rolle spielen. Denn bei Beeten in Schräglage muss die Bepflanzung nicht nur schön aussehen, sondern gleichzeitig die Erde vor dem Abtrag durch Regen und Wind schützen. Dies können nur Stauden und Sträucher, die ein dichtes und weit verzweigtes Wurzelsystem besitzen. Außerdem sollte die gesamte Pflanzung möglichst langlebig und pflegeleicht sein, denn die Flächen sind oft nur schwer zugänglich und das Arbeiten an einem steilen Hang ist zudem nicht ungefährlich.

    Sehr natürlich wirkt ein mit Findlingen und farbenfrohen Stauden bepflanzter Hang

    Damit sich die Pflanzen in Ihrem Hanggarten wirklich wohlfühlen und gut gedeihen, sollten Sie bei der Planung und Pflanzenauswahl die Eigenschaften Ihres Hanges berücksichtigen und sich folgende Fragen stellen:

    Video: Gestaltungsideen für einen Hanggarten

    Wie stark ist das Gefälle? Das Gefälle eines Hangs hat nicht nur Einfluss auf die spätere Pflegbarkeit und Erreichbarkeit der Beete, sondern auch beeinflusst auch die Pflanzenauswahl. Ist der Hang sehr steil, sollten Sie ausschließlich Pflanzen mit einem weit verzweigten Wurzelwerk verwenden, die den Hang zusätzlich sichern.

    Wie ist die Sonneneinstrahlung? Handelt es sich bei Ihrem Garten um einen steilen Südhang, sind die Pflanzen in den Sommermonaten dauerhaft der Sonne und damit auch Hitze und Trockenheit ausgesetzt. Sonnige Hänge können Sie zum Beispiel mit Bodendeckerrosen wie der hellrosafarbenen ‘Estima’, der weißen ‘Diamant’ oder der gelben ‘Sunny Rose’ bepflanzen. Außerdem eignen sich Fingersträucher, niedriges wintergrünes Johanniskraut und kriechender Wacholder. Taglilien, gelbe Mädchenaugen, rote und weiße Spornblumen, blaue Hänge-Polsterglockenblumen und die robuste immergrüne Bergenie ‘Oeschberg’ bringen frische Farbe in die Beete. Nach Norden hin ausgerichtete Hänge sind hingegen sehr kühl, feucht und oftmals auch schattig. Hier können Sie zum Beispiel Efeu, Spindelsträucher oder Liguster pflanzen. Mit wenig Licht kommen Herbst-Anemonen, Goldnessel, Steinsame (Lithospermum) und Wachsglocke (Kirengeshoma) zurecht. Auch der ausläufertreibende Trichterfarn (Matteuccia) und verschiedene Seggen (Carex) wachsen im Schatten sehr gut.­

    Hanggarten

    Grundstücke am Hang sind beliebt, denn meist ist die Aussicht traumhaft und „unverbaubar“! Aber der freie Blick auf den nahen Forst oder die hübelige Gebirgskette wird zum Teil teuer erkauft: Hanggrundstücke müssen meist aufwändig bearbeitet werden, ehe darauf ein nutzbarer Garten am Hang entsteht.

    Je nach dem, ob das Grundstück längs oder quer zu der Flanke eines Berges liegt oder ob nur die Parzelle selbst starke Niveauversprünge aufweist, sind die erforderlichen Erdarbeiten für einen Hanggarten unterschiedlich aufwändig. Ein schmaler, langer Garten mit Steigung kann ein Problem sein – oder ein ganz besonderes Gestaltungsmerkmal. Wer einen Hanggarten anlegen will, tut gut daran, sich Tipps bei einem Profi zu holen. Wir haben Jörg Lonsdorf besucht, der als „Gartenenthusiast“ auf Gärten am Hang spezialisiert hat.

    Hanggarten gegen Erdrutsch sichern

    Die Hangsicherung muss immer an erster Stelle stehen! Dafür eignen sich je nach Gliederung unter anderem Trockenmauern, Palisaden oder Gabionen, um das Erdreich am Fuß des Gefälles zu stützen. Verfügt Ihr Hanggarten über eine starke Neigung, sollten in jedem Fall Betonfundamente den Stützelementen den nötigen Rückhalt geben. Bei leichten Gefällen genügt die Hangsicherung durch Pflanzenbewuchs, z. B. mit Bodendeckern. Eine vor dem Pflanzen ausgelegte Mulchfolie verhindert von Anfang an, dass Erdreich abrutscht, noch bevor sich die Pflanzen zu einer grünen Decke geschlossen haben, oder dass an den schwer zugänglichen Stellen unerwünschte Wildkräuter auftreten.

    Höhenunterschiede nutzen – Gartenräume schaffen

    Hanggärten besitzen naturgemäß eine lange Sichtachse nach oben, sie spannend zu gestalten, war wohl die größte Herausforderung. Durch Gehölze, die sich wie Kulissen von links und rechts in die Mitte schieben, entstand eine räumliche Ausgewogenheit. Baumkronen schließen und öffnen sich hier und da über dem Besucher, die Beetkanten im Hanggarten vermeiden jede gerade Linie. So entstanden fließende, ineinander übergehende Gartenräume. Am Ende der langen Sichtachse wartet vielleicht eine Bank, ein Ruhepol nach einem facettenreichen Gartenspaziergang.

    Eine geneigte Fläche lässt sich schlecht nutzen. Gartenmöbel stehen schief und wackelig, der Ball beim Spielen rollt immer weg, Rasenmähen wird zur kräftezehrenden Arbeit und selbst bloßes Spazieren strengt am Hang unnötig an und erhöht die Gefahr von Stürzen.

    Weist das Grundstück ein starkes Gefälle auf, sind auch bewusst angelegte Ausgleichsstufen und dezentrale Gartentreppen sinnvoll. Ab 7% Neigung in Laufrichtung empfiehlt es sich, Stufen einzufügen. Aber Achtung: Einzelne Stiegen in einem Weg sind Stolperfallen. Schematisch angeordnete Stufen wirken steif, dem Gelände angepasste Ausgleichsstufen dagegen natürlich und stellen ein gutes Mittel zur Gartengestaltung dar.

    Wichtig ist das Verhältnis aus Stufenhöhe (Steigung S) und -tiefe (Auftritt A), das Steigungsmaß. Als Faustformel gilt: 2S + A = 63 cm. Weicht man zu weit von diesem Ideal ab, wird die Treppe schwergängig, man beginnt zu stolpern. Eine Treppe wird als bequem empfunden, gilt zusätzlich die Formel: A – S = 12 cm. Im Zweifelsfall: ausprobieren! Messen Sie Treppen nach, die Sie mühelos überwinden.

    Achtung: Bei einer Terrassierung muss jede Terrasse für sich abgesichert werden. Dabei können Mauern & Co. gleichzeitig als reizvolle Sitz- oder Liegemöglichkeit dienen. Im Zuge der Terrassierung ihres Hanggartens entscheiden sich viele Gartenbesitzer auch für einen Steingarten. Er eignet sich für Flächen, die schwer zugänglich sind. Pflegeleichte Stauden, Gehölze, Wildhecken und Sträucher haben in Kombination mit Steinwällen, Kieseln und Findlingen ihren ganz eigenen wild-romantischen Charme.

    Sonderfall: Künstlich angelegter Senkgarten

    Er ist in Privatgärten immer noch selten zu sehen, eine spannende Herausforderung für jeden Gärtner und doch überall da, wo man ihn findet, ein Anlass zum Staunen: Der klassische Senkgarten umfasst einen meist rechteckigen Ausschnitt des Gesamtgartens und ist um einige Stufen tiefergelegt. Eine Natursteinmauer, die den Senkgarten auf allen vier Seiten einrahmt, stützt die bepflanzten Böschungen. Im Zentrum liegt ein Teich, ein blühendes Beet oder auch ein gepflasterter Platz mit einladenden Sitzplätzen. Der abgesenkte Garten ist ein Raum voller Kontraste zwischen der Strenge der rechteckigen Form und einer überquellenden Pflanzenfülle!

    Ein Senkgarten bietet Wind- und Frostschutz, die einfassende Mauer und – wenn vorhanden – Terrassenplatten erwärmen sich und geben die gespeicherte Wärme zurück. Gut für die Pflanzen – und auch Menschen haben es so im Senkgarten äußerst behaglich! Erfunden wurde er in England, insbesondere, um Duftpflanzen und Raritäten einen wirkungsvollen Rahmen zu geben.

    Senkgärten schaffen Weite

    Der Senkgarten braucht nicht viel Platz, im Gegenteil er schafft Weite: Da er einen Höhenunterschied in den Garten bringt, lässt er sogar kleine Reihenhausgärten größer erscheinen. Außerdem entstehen durch die Böschungen zusätzliche Flächen für eine üppige Bepflanzung. Der Bau eines solchen Gartens muss allerdings sorgfältig geplant und ausgeführt werden, vor allem, damit das Erdreich rundum nicht abrutscht.

    Der Reiz eines Teiches auf der untersten Ebene des Senkgartens liegt insbesondere in seiner Spiegelwirkung: Er verdoppelt das bunte Bild der Blüten ringsum und lässt sich dazu mit Seerosen und anderen blühenden Wassergewächsen bepflanzen. Und im Herbst zeigt der Senkgarten seine Pracht, wenn sich am prominenten Platz die Blätter von einigen Gehölzen und Gräsern gelb, rot, braun oder orange verfärben und sich die Spätsommerpflanzen allmählich mit Herbstblühern vermählen: Ruhe und Geborgenheit strahlt der Garten dann aus. Er erlaubt, da er ja Wind und Kälte durch seine Lage abwehrt, sich dort auch an grauen und kühlen Tagen aufzuhalten und am Garten zu erfreuen.

    Quelle: selbst ist der Mann

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    Источники: http://www.oesch-gartenbau.ch/blog/hang-garten-anlegen-1-planung-terrassierung-und-co/, http://www.mein-schoener-garten.de/hanggarten-3591, http://www.selbst.de/hanggarten-469.html

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