Fußbodenheizung auf estrich

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    Fußbodenheizung auf estrich

    26.02.2016, 11:14 Uhr | dpa-tmn

    Eine Fußbodenheizung macht die ganze Wohnung zur Barfuß-Zone. (Quelle: Archiv)

    Eine Fußbodenheizung sorgt immer für schön warme Füße. Vor allem im Neubau mit guter Fußbodendämmung lohnt sich dieses Heizsystem. Doch auch nachträglich lässt sich die Fußbodenheizung einbauen. Beim Altbau kommt es allerdings darauf an, wie gut gedämmt der Boden ist. Liegen hier Mängel vor, verpufft einiges der Heizenergie. Wir klären über die wichtigsten Mythen über die Fußbodenheizung auf und zeigen, dass sich mit der Fußbodenheizung sogar Kosten sparen lassen.

    Nach welchem System die Heizrohre verlegt werden, hängt von den Gegebenheiten auf der Baustelle ab. „Die klassische Methode ist die Nassverlegung“, erläutert Joachim Plate vom Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen (BVF). „Hierbei wird auf den Rohboden eine Wärme- und Trittschalldämmung gelegt, darauf die Heizungsrohre befestigt und anschließend der Estrich eingebaut.“ Der Estrich muss vollständig durchtrocknen, bevor der Oberboden darauf kommt. Der Estrich umschließt die Rohre fest, wodurch er ihre Wärme gut aufnehmen und sie gleichmäßig über die gesamte Bodenfläche verteilen kann.

    Allerdings benötigt die konventionelle Methode auch einen etwa 65 Millimeter hohen Estrichaufbau, so Plate. Daher werden Nasssysteme eher bei Neubauten eingeplant.

    Auch Parkett eignet sich für Fußbodenheizung

    „Fließen eignen sich gut als Belag, weil sie sehr wärmeleitfähig sind“, sagt Plate. Aber auch Parkett, Laminat und Linoleum sind möglich. Da die Heizrohre nahe am Fußboden liegen, ist die Aufheizzeit kurz. Wichtig ist, dass vor dem Verlegen die Heizlast berechnet wird. Darunter versteht man die benötigte Wärmezufuhr, um in einem Raum eine bestimmte Temperatur zu erreichen.

    Fußbodenheizung als Komplettsystem kaufen

    Plate empfiehlt, ein Komplettsystem eines Herstellers zu wählen. Hier seien alle Komponenten aufeinander abgestimmt. „Sonst wird es schwierig mit der Haftung im Mängelfall“, erläutert der Experte. Da die Bauteile später schwer zugänglich sind, müssen sie passgenau verlegt werden. „Aufgrund der Gewährleistung sollten nur Profis mit dem Einbau beauftragt werden“, so Plate. Von einer Eigenleistung rät er ab.

    Fußbodenheizung nachträglich einbauen

    Auch im Altbau kann eine Modernisierung sinnvoll sein. „Der nachträgliche Einbau erfordert zwar einen höheren Zeitaufwand, ist aber technisch relativ einfach möglich“, sagt Joachim Plate. Geeignet sind hier Dünnschicht- und Trockensysteme mit einer geringen Aufbauhöhe von bis zu 20 beziehungsweise 50 Millimetern.

    Beim Dünnschichtverfahren werden die Rohre und Folienelemente direkt auf dem Estrich oder dem bereits vorhandenen Fußboden verlegt. „Fliesen müssen dabei nicht abgeschlagen werden“, erklärt der Experte. „Sie werden gereinigt und mit einer dünnen Noppenplatte beklebt, an der man die Rohre einklippt.“ Zum Schluss werde das Ganze mit Vergussmasse begradigt.

    Nachteile der Fußbodenheizung im Altbau

    In unsanierten Altbauten kann es aber sein, dass die Fußbodenheizung nicht einmal 21 Grad warm wird – im Raum ist es dann noch kälter. Darauf weist Matthias Wagnitz vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima in Sankt Augustin bei Bonn hin. Ihre Wärme kann verloren gehen, wenn der Boden nicht ausreichend gedämmt ist. In diesem Fall deckt die Fußbodenheizung nur die Grundlast ab, an sehr kalten Tagen werden zusätzlich Heizkörper benötigt.

    „Wer nicht in allen Räumen eine Fußbodenheizung verlegen möchte, sollte zwei Heizkreise installieren“, empfiehlt Wagnitz. „Einen für die Heizkörper an der Wand und einen für die Flächenheizung.“ Dies ist insbesondere ratsam, wenn eine Wärmepumpe installiert wurde, die für hohe Vorlauftemperaturen von Radiatoren nahezu ungeeignet ist. Brennwertkessel kann man hingegen hydraulisch auf die beiden Heizsysteme abstimmen, so der Referent für Energie- und Wärmetechnik.

    Nachrüsten kann sich durch Energieeinsparung lohnen

    „Meistens sind Fußbodenheizungen teurer als ein Heizkörpersystem“, sagt Christian Stolte von der Deutschen Energie-Agentur (dena). „Über die Lebenszeit der Heizung kann sich das aufgrund ihrer Energieeinsparungen aber lohnen.“ Finanzieren können Hausbesitzer die Modernisierung zum Beispiel über Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). „Entweder als Zuschuss oder als Kredit mit derzeit ein Prozent Zinsen“, so Stolte.

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    Estrich für eine Fußbodenheizung – darauf kommt’s an

    Estrich wird gerade wegen seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten verwandt, auch und gerade als sogenannter Heizestrich. Bei der Neuanlage einer Fußbodenheizung stellt sich oftmals die Frage, ob hierfür separat Estrich abgetragen werden muss. Tatsache ist, dass nur in den wenigsten Fällen ein Austausch notwendig ist. Aufwendige Arbeitsschritte, die für das Aufreißen und die tagelange Neuanlage des Trockenestrichs notwendig sind, entfallen. Allerdings lassen sich hierzu keine allgemeingültigen Aussagen treffen, es kommt nicht zuletzt auf die Art der Bodenbeschichtung der Heizsysteme an.

    In den folgenden Absätzen erhalten Sie wertvolle Informationen für die Praxis, nicht zuletzt mit Hinweise zur Verlegung von Heizestrich.

    Welche Arten von Estrich eignen sich?

    Typischerweise wird ein Estrichtyp benötigt, der langfristig hohe Werte in Bezug auf die Tragfähigkeit und das thermische Verhalten aufweist. In der Praxis werden zumeist drei Estrichtypen verwandt, die von ihren grundsätzlichen Eigenschaften her geeignet sind. Die Wahl haben Heimwerker zwischen Zementestrich, Silo-Zementestrich sowie einer besonderen Form des Fließestrichs, dem Calciumsulfat-Fließestrich (Anhydrit, AFE).

    Der Vorteil einer nach modernen Maßstäben eingebrachten Fußbodenheizung ist die vergleichsweise groß umzusetzende Heizfläche, die in Kombination mit einer optimierten Gebäudedämmung eine relativ geringe Vorlauftemperatur umsetzt. Das sich daraufhin ergebende Raumklima entsteht nicht zuletzt aufgrund teils nur marginaler Temperaturunterschiede, die zwischen Wand, Boden sowie der Raumluft gegeben sind.

    Worauf es also ankommt, ist ein großflächig verlegbarer Estrich, der eine ordentliche Wärmeleitfähigkeit aufweist.

    Warum stellt Calciumsulfat-Fließestrich die erste Wahl dar?

    Mehrere Untersuchungen haben dargelegt, dass unter den genannten Estrichtypen vor allem Calciumsulfat-Fließestrich hervorsticht. Hierbei handelt es sich um einen Estrich mit sehr ebener Oberfläche, wodurch sich selbst großformatige Plattenbeläge ohne größere Unebenheiten auftragen lassen. Im Klartext heißt das, die als Bindeglied eingebrachte Fußbodenheizung kann zielgerichtet und punktgenau eingebraucht und anschließend gesteuert werden. Im Zuge dessen besticht dieser Estrichtyp zudem durch eine sehr geringe Einbaudicke, vor allem im Vergleich mit herkömmlichem Zementestrich. Es lassen sich also beliebige Bodenaufbauhöhen umsetzen, ohne dass dies zulasten der Wärmeleitfähigkeit gehen würden – Dämmeigenschaften können gleichermaßen nach ihrem Erfordernis umgesetzt werden.

    In Praxistests wurde dargestellt, dass in Summe aller Eigenschaften eine deutlich geringere Reaktionshemmung gegeben ist. Es dauert also nicht entsprechend lang, bis die Heizung hochgefahren und die nötige Wärme an den Raum abgegeben wird. Gleichzeitig lassen sich selbst andersartige Raumstrukturen umsetzen, da Fließestrich wesentlich erhöhte Biegezugfestigkeiten aufweist. Dadurch wird selbst auf größeren Flächen nicht zulasten der Stabilität oder Dämmeigenschaften gearbeitet.

    Klassische „Schmutzfugen“, die durch ein „Aufschüsseln“ entstehen würden, gibt es bei Calciumsulfat-Fließestrich nicht. Hierbei sind keine Übergänge im Bereich der Randfugen geöffnet.

    Heizestrich einfach verlegen und Heizkosten einsparen

    Relevant in Bezug auf den Einbau einzelner Heizungssysteme ist die sogenannte Trägheit, also die Reaktionszeit hinsichtlich einer Veränderung bei der Vorlauftemperatur. Nicht ohne Grund fokussieren sich alle namhaften Hersteller darauf, diese Differenz so klein wie möglich zu halten. Derartige, „träge“ Anlagen neigen nämlich zu einem häufigen „Überschießen“. Hierbei wird die Soll-Raumtemperatur erreicht und teils deutlich überschritten, weil beispielsweise Sonneneinstrahlung für zusätzliche Energie sorgt. Umgekehrt kennt man diese Problematik bei einer Nachtabsenkung. Grundsätzliche Unterschiede bezüglich der genannten Estrichtypen gibt es nicht, die Unterschiede können aber bis zu drei Prozent betragen.

    Beim Verlegen ist darauf zu achten, die einzelnen Arbeitsschritte aufeinander abzustimmen und so notfalls Verzerrungen ausgleichen zu können.

    • Nach Abschluss der Verlegung der Heizungsrohre muss eine Dichtigkeitsprüfung durchgeführt werden. Zudem empfehlen sich elastische Polstermaterialien für die Rohrbögen. Effekt notwendig, um ein Ausdehnen zu ermöglichen und Rohrbrüche zu vermeiden.
    • Erst danach sollten die Dämmstreifen an den Wänden angebracht werden, notfalls mit Dehnungsfugen (je nach Größe). Anschließend kann der Fließestrich verteilt und geglättet werden.
    • Zu vermeiden sind hierbei in jedem Fall Lufteinschlüsse, die Rohre müssen vollständig umschlossen sein. Sonst käme es zu schlechteren Wärmeleiteigenschaften. Angaben hierzu finden sich in den Verlegehinweisen des Herstellers.
    • Grundsätzlich sollten die Wartezeiten eingehalten werden, die bei Anhydritestrich zumeist eine Woche betragen. Bei Verwendung von Zementestrich sind Trocknungszeiten von bis zu vier Wochen üblich. Erst danach empfiehlt sich ein langsames, kontrolliertes Aufheizen. Das Protokollieren hilft bei einer späteren Fehlerquellensuche.

    Abschließende Hinweise und Fazit

    Unter langfristigen Gesichtspunkten ist es ratsam, Fließestrich zu verwenden. Anders als bei herkömmlichen Fußbodenbelägen, gibt es hier nämlich bei der Ummantelung der Heizrohre keine Probleme. Und ein homogener Verschluss ist absolut notwendig, um nicht wertvolle Prozentpunkte bei der Leitfähigkeit und damit der Leistungsfähigkeit der Fußbodenheizung einzubüßen. Nicht zuletzt ist die Wärmeleitfähigkeit auch auf größeren Flächen gegeben, womit sich nicht Spitzen unterhalb des Estrichs ausbilden können – was wiederum das Risiko einer verminderten Reaktion mit sich bringt.

    Spezieller Heizestrich bringt entscheidende Vorteile für eine ökologische Bauweise, die Wärmeleitfähigkeit und Dämmeigenschaften verbindet. Eine optimale Wärmeleitfähigkeit senkt die Energiekosten, da nicht „für umsonst“ geheizt wird.

    Zusammenfassung

    Moderne Fußbodenheizungen können problemlos auch auf größeren Flächen eingesetzt werden. Sie weisen eine schnelle Reaktionszeit auf und verringern dadurch unnötige Wärmeabgaben und Energieverluste. Als idealer Estrichtyp gilt gemeinhin Calciumsulfat-Fließestrich.

    Frästechnik

    Die Installation einer wasserführenden Fußbodenheizung in vorhandenen Estrichen von Ein- und Mehrfamilienhäusern wird mittels einer speziell für diesen Anwendungsfall entwickelten Frästechnik durchgeführt. Schnell und präzise werden damit Nuten für die Verlegung des Heizungsrohrsystems in den Estrich gefräst. Mit dieser Technik können Sie Ihren Kunden den Komfort und die Vorteile einer Fußbodenheizung auch für Bestandsimmobilien anbieten – mit überschaubarem Aufwand und zu günstigen Konditionen.

    Wichtige Voraussetzungen für die nachträglich eingefräste Fußbodenheizung

    1. Die Räume in denen die Fußbodenheizung eingebracht werden soll, müssen vollständig geräumt sein. Hindernisse wie Türschwellen etc. müssen beseitigt werden.


    Frästechnik live erleben

    pro Tag können bis zu 120 m² Fußbodenheizung gefräst und installiert werden. Sehen Sie in unserem Videobeitrag, wie die Frästechnik in der Praxis überzeugt.

    Источники: http://www.t-online.de/heim-garten/energie/id_65861094/fussbodenheizung-diese-nachteile-hat-das-nachruesten.html, http://www.heimhelden.de/estrich-fussbodenheizung, http://www.uponor.de/produkte/fussbodenheizung-und-kuehlung/fraestechnik

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