Feinsteinzeug fliesen verlegen

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    Feinsteinzeugfliesen verlegen

    Feinsteinzeug-Verlegeserie: Teil I Fliesen im Innenbereich verlegen

    Schicke Fliesen aus Natur- und Feinsteinzeughier günstig kaufen!

    Etwas Selbstgemachtes – das ist schon etwas ganz Besonderes. Geht es um die eigenen vier Wände, ist man auf das eigene gelungene Bauprojekt natürlich besonders stolz. In unserer Verlege-Serie geben wir Ihnen als Heimwerker praktisches Know-How und Tipps an die Hand, damit Sie Feinsteinzeugfliesen und Terrassenplatten selbst verlegen können. Sie werden sehen: Feinsteinzeugfliesen verlegen ist nicht schwer! Welches Verlegematerial Sie zum Fliesenlegen benötigen, welche Verlegeart für Feinsteinzeug am besten gewählt werden sollte, Infos zur Verfugung, Reinigung und mehr lesen Sie in diesem Beitrag.

    Vorbereitung: Gut geplant ist halb verlegt

    Damit Sie gut gerüstet Ihre Feinsteinzeugfliesen verlegen können, haben wir für Sie ein paar Tipps zusammengestellt.

    1. 5-10 % Verschnitt miteinrechnen

    Bestellen Sie ca. 5- 10 % mehr an Fliesen oder Terrassenplatten mit. Warum? Ganz einfach: Fliesen aus Naturstein oder auch Feinsteinzeug müssen an Ecken und Kanten für die ideale Passform im Raum zugeschnitten werden. Zusätzlich kann es bei Feinsteinzeugfliesen in Naturstein- oder Holzoptik (ähnlich wie bei echtem Naturstein) vorkommen, dass Ihnen Farbgebung und Maserung einer einzelnen Fliese vielleicht weniger zusagen. Mit etwas Reserve in petto können Sie flexibler agieren und bei Bedarf Fliesen austauschen.

    2. Passendes Werkzeug und Verlegezubör

    Alles auf einen Blick, von uns für Sie hier bequem als Downloadliste zusammengestellt:

    Übrigens: Tolles Plus, wenn es ganz praktisch um Feinsteinzeugfliesen verlegen geht! Im Warenkorb in unserem Online-Shops wird das komplette Zubehör berechnet, das exakt auf die Menge Ihrer bestellten Fliesen abgestimmt ist.

    3. Wählen Sie das Verlegemuster

    Kreuzfuge oder doch lieber eine Verlegung im Versatz, z.B. als Drittelverbund? Die Wahl des Verlegemusters ist Geschmackssache und prägt die Raumwirkung entscheidend mit.

    Hier ist die Verlegeempfehlung identisch mit der für Natursteinfliesen:

    Feinsteinzeug-Fliesen sind in der Regel maßhaltig, weswegen sie im in Innenbereich im Dünnbettverfahren (oder: Mittelbettverfahren mit größerer Kleberdicke) verlegt werden. Die Klebedicke beträgt beim Dünnbettverfahren 2-6 mm. Um eine optimale Bodenhaftung zu erzielen, empfehlen wir das sog. kombinierte Verfahren (hier werden Estrich und Rückseite der Fliesen mit Fliesenkleber bestrichen).

    Wichtig: Beachten Sie das vorgegebene Mischungsverhältnisse bei Kleber und Fugenmaterial. Sowie die angegebenen Trocknungszeiten und die zu verarbeitende Zeit auf der Packung.

    Warum? Weil es einfach Arbeit spart: Wer keinen unnötigen Bauschmutz hinterlässt, muss diesen nach der Verlegung auch nicht abwaschen.

    Grundierung des Estrichs

    Die Grundierung ist vor der Verlegung notwendig, um die Haftung des Fliesenklebers zum Untergrund zu verbessern. Generell bestimmt der Untergrund die Wahl der Grundierung: Handelt es sich um einen saugenden Untergrund (z.B. zementärer Estrich), wählen Sie lösungsmittelfreie Grundierung, z.B. von Sopro. Das Mittel reduziert die Saugfähigkeit des Untergrundes und bereitet den Boden so optimal auf die Verlegung vor. Bei anderen Untergründen (z.B. Beton, Glas oder Metall) verwenden Sie eine Grundierung für nicht saugende Untergründe.

    Vor der Behandlung mit Grundierung

    Prüfen Sie vor dem Auftragen des Mittels ob der Estrich rissfrei, eben und trocken ist. Eine Messung der Restfeuchte bringt Gewissheit und wird von den meisten Bauträgern durchgeführt. Ist das nicht der Fall: Beauftragen Sie einen Fachmann mit einer CM-Messung.

    Bitte beachten Sie folgende Vorgaben: Bei Zementestrich darf die Restfeuchte 2 % betragen (beheizt und unbeheizt), bei Calciumsulfatestrich 0,5 % (unbeheizt) oder 0,3 % (unbeheizt). Einen unebenen Boden korrigieren Sie mit Bodenausgleichsmasse oder einer selbstverlaufenden Spachtelmasse. Reinigen Sie den Boden abschließend mit einem Staubsauger.

    Das Mittel wird mit einer Walze oder Farbrolle auf den Boden aufgetragen. Vermeiden Sie dabei Pfützenbildung und halten Sie die auf der Packung vorgegebene Trocknungszeit anschließend ein.

    Für Nassbereiche wie Bad und Dusche ist eine zusätzliche fachgerechte Abdichtung wichtig, um möglichen Schäden durch eindringende Feuchtigkeit vorzubeugen. Nachdem die Grundierung getrocknet ist, tragen Sie zusätzlich Dichtmasse auf.

    Während der Dichtanstrich noch feucht ist, kleben Sie Abdichtband in die Eckbereiche. Anschließend legen Sie um die Anschlüsse an der Wand vorgefertigte Dichtmanschetten. Diese sollten die Sanitäranschlüsse sauber umschließen.

    Ist der erste Anstrich trocken, wird ein weiteres Mal Dichtmasse aufgetragen. In diesem Schritt wird es zusätzlich auf Abdichtband und Dichtmanschette gestrichen. Auch hier: Trocknungszeiten und Herstellerangaben beachten, bevor Sie mit der Verlegung der Feinsteinzeugfliesen beginnen.

    Feinsteinzeugfliesen verlegen

    Die Fliesen aus Feinsteinzeug im jonastone-Sortiment sind maßhaltig und werden im Dünnbettverfahren verlegt. Hier wird der Kleber ca. 10 mm dick auf den Boden aufgetragen und beim Andrücken der Fliesen auf ca. 5 mm komprimiert. Bei dieser Verlegeart empfehlen wir auch Fliesen aus Feinsteinzeug im sog. „Buttering-Floating-Verfahren“ (auch: kombiniertes Verfahren) zu verlegen, um die Bodenhaftung zu verbessern. Dabei wird neben dem Boden auch die Rückseite der Fliese mit Fliesenkleber bestrichen. Für eine einheitliche Fugenbreite sorgen beim Feinsteinzeugfliesen verlegen Fliesenkreuze oder andere Hilfsmittel, wie z.B. Schraubteller. Mit diesen kann die Fliesenhöhe auf den Millimeter genau nivelliert werden. Bei maßhaltigen Fliesen beträgt die Fugenbreite ca. 2-3 mm.

    Übrigens: Die hier beschrieben Verlegung ist in den Grundzügen für unterschiedliche Fliesenarten aus der Familie der keramischen Fliesen (wie z.B. Steingutfliesen) nahezu gleich.

    Verlege-Tipps:

    • Rühren Sie den Fugenmörtel nicht händisch, sondern mit einem Rührquirl an, um die Pigmente und Inhaltsstoffe gleichmäßig zu verteilen.
    • Arbeiten Sie sich Reihe für Reihe vor: Kleber auftragen, Fliesen eindrücken und ggf. mit einem weißen Gummihammer festklopfen.

    Tipp: Die Angaben der Trocknungszeit orientieren sich bei Herstellern wie Sopro häufig an einem Mittelwert von 20°C. Je nach Umgebungstemperatur ändert sich diese bei einem Unterschied von 5°C. Bei 25°C halbiert sich die Trocknungszeit, bei 15°C dauert es doppelt so lange.

    Dielenformate und Großformate

    Eine kleine Herausforderung ist die Verlegung im Dielenformat. Als große Dielenformate wie 20×120 cm zaubern Fliesen in Holzoptik einen authentischen Look auf Boden und Wände. Hierfür ist es wichtig, dass der Untergrund absolut eben und biegesteif ist. Warum? Verbiegungen und Verformungen der Fliesen können so vorgebeugt werden. Neben einer Verlegung im Dünnbettverfahren mit dem kombinierten Verfahren, kann man durch eine Verwendung einer Zahnkelle eine möglichst hohlraumfreien Verlegung und eine verbesserte Bodenhaftung erreichen.

    Übrigens: Von einem „Großformat“ spricht man im Allgemeinen ab einer Kantenlänge von 60 cm. Eine Fliese im Format 50×50 cm zählt somit noch nicht in diese Gruppe, Fliesen mit den Abmessungen 60×60 dagegen schon. Ab dieser Größenordnung wird eine Verlegung für nur eine Person, ohne zusätzliche Hilfsmittel wie Saugnäpfe, schwierig.

    Verlegen von Feinsteinzeugfliesen an der Wand

    Prüfen Sie mit einer Wasserwaage kontinuierlich nach, ob die Wandfläche eben ist und geben Sie ggf. mehr Kleber auf Wand und Fliese.

    Gestaltungsmittel Fliesenschienen etc.

    Geschmackssache: Für den Abschluss zur Wand als Bordüre, Kanten oder Wandvorsprünge greifen manche DIY-Fans zu Fliesenschienen. Auf Grunde der Widerstandsfähigkeit und Langlebigkeit sind diese besonders aus Edelstahl, Aluminium oder Kunststoff gefragt und sind in jedem gut sortierten Baumarkt zu haben. Mit etwas Geschick können Sie die Schienen im Zuge der Verlegung selbst montieren.

    So gehen Sie vor: Sie drücken die Schiene in den auf Boden oder Wand aufgetragenen standfesten Kleber und pressen anschließend die Fliese in die mit Kleber bestrichene Schiene.

    Hierbei handelt es sich die Eckverbindung zweier Werkstücke, die in der Regel den gleichen Winkel haben und dadurch exakt aufeinanderpassen. Hier ein Beispiel zur Verdeutlichung:

    Soll die entsprechende Ecke oder Fliese einen 90°-Winkel haben, ergibt sich die Gehrung durch einen Schnitt von 45°. Um die Fliesen so zuzuschneiden verwenden Sie einen Nassschneidetisch und stellen an der Schneideleiste 45° für die Bearbeitung ein. Dies kann praktisch von Hersteller zu Hersteller leicht variieren.

    Sie wollen auf Nummer sicher gehen, oder denken, Sie haben zwei linke Hände? Beauftragen Sie einen fachkundigen Fliesenleger. Woran Sie diesen erkennen und wie Sie ihn einschätzen, erfahren Sie in unserem Artikel „Einen kompetenten Fliesenleger finden“!

    Feinsteinzeugfliesen schneiden

    Feinsteinzeug kann ähnlich wie Naturstein mit einem Nassschneidetisch, oder auch mit einer „Flex“ (einem Winkelschleifer) geschnitten werden. Besonders exakte Schnitte und gerade Kanten erzielen Sie mit einem Nassschneiditisch, für kleinere Arbeiten genügt meist aber auch ein handelsüblicher Winkelschleifer. Sehr gängig ist auch ein Fliesenschneider, bei dem die Feinsteinzeug Fliesen nur angeritzt und anschließend sauber durchbrochen wird. Hierbei sollte die angeritzte Fliese im Idealfall vorsichtig mit einem kleinen Gummihammer abgeklopft und so geteilt werden. Ein einfaches „Brechen“ würde eine ungerade Kante hinterlassen. Mehr über Feinsteinzeug schneiden hier!

    Feinsteinzeugfliesen verfugen

    Wenn die Fliesen nach dem Verlegen ausreichend getrocknet sind, können Sie mit dem Verfugen des Feinsteinzeugs beginnen. Beachten Sie hierzu die Trocknungszeit auf der Packung.

    1. Für eine langlebige und saubere Fuge verwenden Sie hochwertigen Fugenmörtel, z.B. von Sopro. Unser Onlineshop schlägt Ihnen im Warenkorb das auf Ihre Fliesen farblich abgestimmte Fugenmaterial vor.
    2. Rühren Sie die Masse gemäß Herstellerangaben an und bringen Sie die Fugenmasse diagonal zum Fugenbild ein.
    3. Beachten Sie die Verarbeitungszeit des Fugenmaterials. Dies sollte nicht überschritten werden, da sonst der Abbindeprozess einsetzt und die Masse nicht mehr gut verarbeitet werden kann, bzw. neu aufgerührt werden muss. Ist der Fugenmörtel bereits zu fest, kann dies die Mörtelmatrix zerstören.
    4. Dehnungsfugen und Anschlussfugen (Abschlussfugen z.B. zur Wand) werden mit einem Silikon verschlossen. In der Regel legt der Estrich-Leger fest, an welcher Stelle sich eine Dehnungsfuge im Raum befindet. Da die Fuge auch auf der verlegten Fläche sichtbar ist, wird sie am besten an einer unauffälligen Stelle (Türschwelle, Übergang von einem Raum in den anderen) angelegt.

    Warum wird diese Fuge überhaupt gemacht? Bei der Einteilung eines Raumes sollte die maximale Feldgröße von 40 m² nicht überschritten werden, um thermische Spannungen optimal ausgleichen zu können. Dehnungsfugen werden gemacht, um mögliche Spannungsrisse zu vermeiden. Die Abschlussfuge zwischen Bodenfliesen und Sockelleiste wird ebenfalls mit Silikon verfüllt.

    Feinsteinzeugfliesen nach dem Verlegen reinigen

    Waschen Sie Fugenreste zeitig ab. Sie erkennen den richtigen Zeitpunkt, wenn die Fugenmasse matt und hell ist. Unsicher? Machen Sie den Fingertest: Wenn kein klebriges Fugenmaterial hängenbleibt, können Sie mit dem Reinigen beginnen.

    Für eine gründliche Reinigung der Feinsteinzeugfliesen gehen Sie in zwei Schritt vor:

    1. Mit kreisenden Bewegungen den angetrockneten Fugenmörtel von der Fliesenfläche mit einem Waschbrett aufnehmen.
    2. Anschließend die Feinsteinzeugfliesen komplett reinigen. Wechseln Sie hierbei immer wieder das Wasser. Wischen Sie mit dem Schwammbrett oder Gummiwischer diagonal über die Fugenfläche, damit Sie die Fugenmasse nicht wieder auswaschen.

    Tipp: Um die Endreinigung zu vereinfachen, kann der staubige Zementschleier auch bereits vor der Verfugung vom Fliesenbelag entfernt werden.

    Praxistipps zur Fehlervermeidung

    Fehler sind ärgerlich – ganz besonders, wenn man diese im Vorfeld mit etwas Wissen ganz einfach vermeiden kann. Hier ein paar typische Schnitzer:

    1. Unpassendes Verlegezubehör und Material

    Wer sich vorab informiert geht auf Nummer sicher: Welches Material wird in welcher Menge für die Verlegung der Feinsteinzeugfliesen gebraucht? Neben unserem intelligenten Shop-System helfen auch unsere Downloadlisten als Richtlinie weiter, wieviel und welchen Fliesenmörtel, Grundierung, Fugenmasse oder andere Hilfsmittel wie Wasserwaage und Gummihammer Sie benötigen.

    Dünnbett (oder Mittelbett) ist wegen optimaler Bodenhaftung und für die Maßhaltigkeit der Fliesen ein MUST

    3. Halbverband als Verlegemuster

    Warum sollten Sie diese Muster besser vermeiden? Thermische Spannungen entladen sich linear über jede zweite Bodenfliese. In seltenen Fällen könnte es zu Rissen kommen.

    Die Feinsteinzeugfliese haftet nicht richtig, die Fugenmasse wird beim Abwaschen der Fliesen wieder ausgewaschen? Dann waren Sie vielleicht etwas zu ungeduldig mit der Trocknungszeit. Halten Sie sich an die Herstellerangaben und lassen Sie sich bei der Grundierung und Verfugung Zeit.

    Gerade bei schmalen Fugen ist es verführerisch, die Masse „suppiger“ anzurühren, da sie dann einfacher in die Fugen einzubringen ist. Das funktioniert zunächst, aber Pigmente aus dem Fliesenkleber können angelöst und so die Mörtelmatrix zerstört werden.

    Ein sauberer Untergrund ist essenziell. Staub und alles was eine Trennschicht bildet, behindert später die korrekte Verlegung der Feinsteinzeugfliesen. Besser alles sorgfältig säubern. Der Aufwand lohnt die Mühe am Ende!

    Unebenheiten, Risse und Co. lassen sich so leicht vermeiden. Planen Sie Dehnungsfugen im Estrich vorab ein und lassen Sie sich bei der Ausführung Zeit.

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    Geschrieben von:

    Myriam Schmöe ist Online-Redakteurin bei jonastone. Sie ist auf Wohnmessen unterwegs und präsentiert regelmäßig die aktuellen Trends aus dem Wohnbereich. In den sozialen Netzwerken bietet sie unseren Kunden eine Plattform für den Austausch mit jonastone und anderen Naturstein-Liebhabern.

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    Feinsteinzeugfliesen verlegen

    Indoor Feinsteinzeug Fliesen verlegen – wir zeigen Ihnen, wie Sie es selbst machen können. Mit praktischen Tipps zur optimalen Vorbereitung sind Sie gut gerüstet für die Verlegung stylisher Fliesen im eigenen Heim. Bestellen Sie immer 10 % Feinsteinzeug Fliesen mehr um flexibler zu sein, wenn Fliesen zugeschnitten werden müssen, oder Ihnen das Dekor einer Fliese weniger gut gefällt. Legen Sie die passenden Hilfsmittel und Materialien bereit. Mit unseren praktischen Downloadlisten haben Sie alles, was Sie für den jeweiligen Schritt brauchen, auf einen Blick zusammen. Wir zeigen von der Vorbereitung des Untergrundes, über die eigentliche Verlegung, Verfugung bis zur Reinigung wie Sie im empfohlenen Dünnbettverfahren Feinsteinzeugfliesen verlegen. Dieses Verfahren wird empfohlen und ist am besten geeignet, wenn Sie sich eine Fußbodenheizung wünschen, da sich die Fliesen schneller erwärmen.

    Feinsteinzeug fliesen verlegen

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    Große Fliesen liegen voll im Trend. Mit dem Verlegen von großformatigen Fliesen verleihst Du Deinen Wohnräumen eine neue Dimension. Wir erklären Dir Schritt für Schritt wie’s geht und welche Materialien Du benötigst.

    Verlegeuntergrund vorbereiten

    Du brauchst einen sauberen Verlegeuntergrund. Entferne deshalb zuerst Kleberreste von alten Bodenbelägen von der Verlegefläche.

    Beachte auch die Verarbeitungstemperaturen der einzelnen Produkte, wie z. B. des Klebers. Drehe, wenn erforderlich, die Heizung ab. Bei einer Bodenfläche aus Nass-Estrich muss die maximal zulässige Restfeuchte im Boden berücksichtigt werden. Die Werte unterscheiden sich je nach Bodenbelag.

    Bodenfläche abmessen

    Dann kannst Du die Bodenfläche abmessen, um die erforderlichen Mengen an Fliesen, Kleber und Zubehör zu ermitteln.

    Das richtige Maß zum Kürzen der Zarge errechnest Du mithilfe des Schichtaufbaus. Zuerst wird eine Schicht Kleber (1) benötigt. Mit einer 4-er Glättekelle aufgetragen ergibt das durch die Schrägstellung der Glättekelle eine Schichtdicke von 2 mm. Wie in den nachfolgenden Arbeitsschritten gezeigt, wird danach eine Entkopplungsmatte (2) auf den Kleber gelegt. Diese hat z. B. eine Dicke von 5 mm. Auf die Entkopplungsmatte trägst Du den Kleber (3) für die Fliesen auf. Bei einer 10-er Glättekelle ergibt das eine Schichtdicke von effektiv 5 mm. Zum Schluss noch die Dicke der Fliesen (4), z. B. 10 mm, addieren. In diesem Beispiel kommst Du auf eine Gesamtdicke von 22 mm.

    Unebenheiten beseitigen

    Wichtige Voraussetzungen für alle Verlegearbeiten sind Rissfreiheit, Sauberkeit und Ebenheit des Untergrundes. Je größer das Format Deiner Fliesen ist, desto höher ist auch der Anspruch an die Ebenheit der Untergrundfläche. Bevor Du beginnen kannst, musst Du noch die Fläche grundieren. Bei saugenden Untergründen wird Tiefengrund verwendet. Am besten schüttest Du die Grundierung in einen geeigneten Eimer und rollst sie dann mit einer Tiefgrundwalze auf die Bodenfläche auf. Stecke dazu eine Teleskopverlängerung an den Steckbügel der Grundierwalze. Das erleichtert die Arbeit erheblich.

    Prüfe die Ebenheit mit einer möglichst langen Wasserwaage oder einer Abziehlatte mit Libelle. Unebenheiten solltest Du nicht ignorieren, sondern ausgleichen. Nur mit einem ebenen Boden bekommst Du auch einen ebenen Fliesenbelag.

    Unebenheiten gleichst Du am besten mit Fließspachtel aus. Rühre die erforderliche Menge mit einem langsam laufenden Rührwerk nach Herstellerangabe an und verteile sie auf der Bodenfläche. Wenn nur einzelne Bereiche uneben sind, kannst Du die Masse gezielt an diesen Stellen verteilen. Unterstütze das Verlaufen der Masse mit einer Abziehlatte und einer Glättekelle. Wichtig ist, dass Du die Bereiche, die mit Fließspachtel ausgeglichen wurden, nochmals mit Grundierung behandelst.

    Verlegebild planen

    Bevor Du mit dem Verlegen loslegen kannst, musst Du noch das Verlegebild planen, falls Du das nicht schon gemacht hast. Was bei kleineren Fliesenformaten unproblematisch funktioniert, ist bei großen Fliesen nicht möglich – das Verlegen im Halbverband. Der Grund ist das herstellungsbedingte „schüsseln“ der Fliesen. Sie sind, wenn auch nur in geringem Maß, zur Mitte hin leicht nach unten gebogen. Bei einem Halbverband würde dabei der tiefste Punkt in der Fliesenmitte mit dem höchsten Punkt am Fliesenende zusammentreffen. Den Höhenunterschied, der sich daraus ergibt, nennt man Überzahnung. Je größer die Fliese ist, desto größer ist dieser störende Effekt. Bei Kreuzfugen macht sich das Problem nicht bemerkbar.

    Umgehen kann man das nur durch eine Einschränkung beim Verband, also dem versetzten Anordnen der Fliesen. Üblicherweise wird maximal ein Drittel- oder Viertelverband empfohlen. Achte auch immer auf die Angaben des Herstellers. Der Hinweis auf der Fliesenverpackung sollte beachtet werden.

    Wie Du die Fliesen anordnest, hängt von Deinem Raum ab. Rechne Dir auch aus, wie breit die letzte Fliesenreihe wird.

    Sollte nur ein schmaler Fliesenstreifen übrig bleiben, kannst Du bereits die erste Fliesenreihe schmaler zuschneiden, damit Anfang und Ende gleich breit werden.

    Das brauchst Du für Dein Projekt

    • Fließspachtel
    • Tiefengrund
    • Klebeband
    • Flexkleber
    • Dichtband
    • Abdeckfolie und Malervlies
    • Sanitär-Silikon
    • Bodenfliesen
    • Silikon-Glättmittel
    • Fugenfüllprofil
    • Heizkörperrosetten
    • Acryl
    • Übergangsprofil
    • Fliesenkeil
    • Hartschaumplatte
    • Holzlatte
    • Entkopplungsmatte

    Schritt für Schritt

    Große Fliesen verlegen – So geht’s!

    Entkopplungsmatte verlegen

    Zum Verlegen großer Fliesenformate auf schadhaften aber noch tragfähigen Untergründen ist der Einbau einer Entkopplungsmatte zu empfehlen. Besonders dann, wenn z. B. alte Holzbeläge oder Trockenestrichböden für das Verlegen großer Fliesen vorbereitet werden sollen. Viele Renovierungsarbeiten lassen sich dadurch erst realisieren. Die Entkopplungsmatte kannst Du im Verlegeraum ausrollen und auf die nötige Bahnenlänge zuschneiden. Schneide am besten gleich alle Bahnen passend zu.

    An Heizkörperrohren oder Nischen wird die Matte eingeschnitten und angepasst, vergleichbar mit dem Verlegen eines Teppichbodens. Du solltest dabei kleine Teilstücke vermeiden. Lege die geschnittenen Bahnen gleich an der richtigen Stelle im Raum aus. Wenn alles passt, kannst Du die Bahnen nacheinander wieder aufrollen und dabei die Kante der Bahn auf dem Boden anzeichnen.

    Die Markierungslinien helfen Dir jetzt beim Auftragen des Klebers. Rühre eine passende Menge Flexkleber an und trage ihn auf die erste Fläche auf. Jetzt wird der Kleber mit einer Glättekelle mit 4 mm Zahnung verteilt und durchkämmt. Dabei muss zügig gearbeitet werden, damit die offene Zeit des Klebers nicht überschritten wird. Bleibe nach Möglichkeit innerhalb der Markierungslinie.

    Die erste Matte in das Kleberbett legen und ausrollen.

    Wenn die Matte richtig sitzt, kannst Du sie mit einer Andrückrolle noch fest ins Kleberbett drücken. Dann kann direkt die nächste Bahn auf Stoß verlegt werden.

    Die Verbindungsstöße werden mit Dichtband verbunden. Dazu eine Schicht Flexkleber etwas breiter als das Dichtband auf den Verbindungsstoß glatt aufspachteln. Das Dichtband in das Kleberbett einlegen und mit der Glättekelle glatt andrücken. Anschließend wird das Band von oben mit einer Schicht Kleber überdeckt.

    Bevor die Fliesen verlegt werden können, wird die gesamte Entkopplungsmatte flächig mit Fliesenkleber verspachtelt. Dabei werden alle Mattenvertiefungen mit Kleber verfüllt. Lass die Kleberschicht dann durchtrocknen. Eine andere Möglichkeit wäre, die Fliesen nass in nass zu verlegen. Dabei würdest Du die Entkopplungsbahn mit Kleber verspachteln und bei noch frischem Kleber abschnittweise die Fliesen verlegen. Dieses Vorgehen erfordert aber ein hohes Arbeitstempo und Praxiserfahrung.

    Beim Verlegen der Fliesen kannst Du direkt mit dem Anrühren des Klebers beginnen. Rühre nur die Menge an, die Du in der offenen Zeit problemlos verarbeiten kannst. Bevor der Kleber auf den Boden aufgetragen wird, benötigt er eine Reifezeit. Richte Dich dabei nach der Angabe des Herstellers. In der Zwischenzeit kannst Du die ersten Fliesen auf dem Boden markieren. Lege die erste Fliese am Beginn der Verlegereihe ab. Damit ein großes Fliesenformat leichter zu bewegen ist, kannst Du zwei Saugheber ansetzen. Wichtig wird das, wenn auf der Fliesenrückseite auch noch eine Schicht Kleber ist.

    Lege dann eine Abziehlatte an die Fliese an und richte sie parallel zur Wand aus. Markiere die Fliesenbreite auf dem Boden. Du kannst auch gleich noch überprüfen, ob der Wandverlauf gerade ist. Bei einem unregelmäßigen Wandverlauf muss entschieden werden, ob die Fliesen passend zugeschnitten werden müssen, oder ob die Unregelmäßigkeit so gering ist, dass sie durch die Wandfuge ausgeglichen wird. Die Fuge kann später durch Sockelfliesen oder eine Sockelleiste überdeckt werden.

    Nach der Reifezeit des Klebers kann direkt mit der Verarbeitung begonnen werden. Trage den Kleber für die erste Fliese mit einer Kelle auf den Bodenabschnitt auf und durchkämme den Kleber mit der Glättekelle in passender Zahnung. Auf die Fliesenrückseite kommt als Kontaktschicht ebenfalls Fliesenkleber. Dieser wird glatt aufgespachtelt.

    Die Fliese dann mit den Saughebern ins Kleberbett einsetzen.

    An den Wandfugen setzt Du Fliesenkeile ein, um den Abstand auszugleichen.

    Wenn die erste Fliese sitzt, kannst Du direkt weiterarbeiten. Für die anschließende Fliese ebenfalls Kleber auf die Bodenfläche auftragen und die Fliesenrückseite glatt abspachteln. Dieses Verfahren nennt man „Buttering-Floating-Verfahren“. Setze die Fliese dann zuerst dicht an die vorige Fliese an und ziehe sie im Fugenabstand zur Seite. Dadurch bleiben die Fugen frei von Kleber. Für den gleichmäßigen Fugenabstand zwischen den Fliesen verwendest Du Fugenkreuze.

    Am Ende der ersten Verlegereihe muss in den meisten Fällen eine Fliese passend zugeschnitten werden. Verwende dazu einen handelsüblichen Fliesenschneider, auch Trockenschneider genannt. Diese gibt es auch für große Fliesenformate. Wenn sich eine Anschaffung nicht rechnet, weil Du nur eine kleine Verlegefläche zu bearbeiten hast, kannst Du auch auf ein Leihgerät ausweichen. Entscheide selbst, was für Dich besser ist. Den Fliesenzuschnitt kannst Du am Fliesenschneider genau einstellen. Dann die Schnittkante in einem Durchgang anritzen. Zum endgültigen Durchtrennen wird die Fliese mit der eingebauten Vorrichtung abgeknickt. So bekommt die Fliese eine saubere Schnittkante. Für komplizierte Zuschnitte wirst Du einen Winkelschleifer benötigen.

    Die zugeschnittene Fliese dann am Reihenende einsetzen. Die zweite Reihe beginnst Du je nach Verlegebild mit einer zugeschnittenen Fliese. Bei einem 1/4-Versatz hätte das erste Fliesenstück 1/4 Länge der ganzen Fliese. Der Versatz führt sich dann durch die gesamte Fliesenreihe fort.

    Heizungsrohre, die aus dem Boden kommen, meisterst Du, indem Du die Position des Rohres auf die Fliese oder den Fliesenzuschnitt überträgst. Lege zuerst eine Hartschaumplatte unter die Fliese, damit Du nicht in den Boden schneidest. Denke beim Arbeiten mit dem Winkelschleifer an die Staubentwicklung. Schneide, wenn möglich, im Freien. Auf jeden Fall eine Schutzbrille und Gehörschutz tragen! Schneide den Ausschnitt von beiden Seiten mit dem Winkelschleifer ein.

    Mit einer Monierzange oder einer schmalen Kneifzange kannst Du den eingeschnittenen Streifen abknicken. Das ausgebrochene Teilstück benötigst Du gleich noch.

    Lege den vorbereiteten Fliesenzuschnitt probeweise am Heizungsrohr an. Wenn er passt, kannst Du gleich mit dem Verkleben weitermachen. An schwer zugänglichen Stellen trägst Du den Fliesenkleber nur auf die Fliesenrückseite auf. Hierzu den Kleber in der passenden Zahnung durchkämmen.

    Wenn die Fliese sitzt, kannst Du das herausgetrennte Teilstück um den Rohrdurchmesser und die Breite einer Dehnfuge kürzen. Dann Kleber auf das Teilstück auftragen und in die Lücke hinter dem Heizungsrohr einsetzen. Die Fugen werden später mit Fugenmörtel gefüllt.

    Jetzt kannst Du weitere Fliesen bis zur vorletzten Reihe verlegen. Lasse den Kleber durchtrocknen, bevor Du die letzten Fliesen verlegst. So kannst Du die verlegten Fliesen betreten und die letzten Fliesen von dort aus verlegen. Wenn der Belag betreten werden kann, kannst Du die Fliesenkreuze herausnehmen.

    An der Tür wird ein Übergangsprofil eingebaut. Dieses überdeckt die Fliesenkante zum angrenzenden Bodenbelag. Übergangsprofile gibt es für unterschiedliche Beläge und Höhen. Das Profil besteht aus einem Unter- und einem Oberteil. Das Unterteil muss befestigt werden, bevor die Fliesen im Bereich der Tür verlegt werden. Wenn Du eine Fußbodenheizung hast, verwendest Du ein Profil, bei dem das Unterteil verklebt werden kann. Ansonsten befestigst Du es mit Dübeln und Schrauben. Die passende Länge schneidest Du mit einer Metallbügelsäge in der Gehrungslade zu. Die Schnittkante dann mit einer Feile entgraten.

    Schneide nun die restlichen Fliesen passend zu und verlege sie erst lose ohne Kleber. Im Bereich der Tür müssen Bereiche ausgespart werden. Zeichne Dir die Breite auf der Fliese an und schneide sie dann mit dem Winkelschleifer zu.

    Dann diese Fliesen ebenfalls lose auslegen und prüfen, ob alles passt. Die Fliese wird unter die gekürzte Türzarge geschoben.

    Übertrage einen schiefen Wandverlauf oder Hindernisse auf die Fliesen. Kurvige Abschnitte kannst Du mit einem selbstgebauten Werkzeug übertragen. Nimm ein passend dickes Holzteil oder auch einen Zollstock und befestige daran einen Stift, z. B. mit Klebeband. Schneide die Fliese auf die maximale Breite zu und lege sie dann an ihrem Wandabschnitt an. Jetzt kommt Dein Anzeichenwerkzeug zum Einsatz: Fahre einfach den Kurvervenverlauf ab und übertrage ihn dabei als Markierung auf die Fliese.

    Mit dem Winkelschleifer nun den Fliesenabschnitt abtrennen. Du kannst die Kurve auch in gerade Abschnitte unterteilen, dann lässt sich mit dem Winkelschleifer besser schneiden.

    Lege die Fliese probeweise an den Wandabschnitt an und teste, ob der Zuschnitt passt. Wenn alle Zuschnitte gemacht sind, kannst Du die Fliesen wieder zur Seite legen und Fliesenkleber auftragen. Wenn der Streifen für Deine Glättekelle zu schmal ist, kannst Du den Kleber auch außschließlich auf die Fliesenrückseite auftragen, in der passenden Zahnung durchkämmen und dann verlegen. Lasse den Fliesenkleber trocknen, bevor Du z. B. die Sockelfliesen verlegst.

    Als umlaufenden Rand über dem Fliesenbelag kannst Du Sockelleisten oder Sockelfliesen anbringen. Sockelfliesen schneidest Du Dir aus den restlichen Fliesen zu. Verwende am besten die beiden langen Seiten. Dann hast Du eine Originalkante und eine geschnittene Kante. Eine übliche Sockelhöhe beträgt z. B. 7 cm. Trage den Fliesenkleber dann auf die Rückseite der Sockelfliese auf und setze sie zuerst auf der Bodenfliese auf. Dann im Abstand der Bodenfuge nach oben ziehen und Fliesenkeile für die Fuge einsetzen. Weitere Sockelfliesen ansetzen und auch in die Fugen dazwischen Fliesenkreuze einsetzen. Wenn die Sockelfliesen komplett verlegt sind, lässt du den Kleber trocknen.

    Ist der Fliesenkleber vollständig durchgetrocknet, kann verfugt werden. Falls in den Fugen noch störender Fliesenkleber oder loser Kleber steckt, solltest Du diesen vor dem Verfugen herauskratzen, denn der Fugenmörtel sollte gleichmäßig dick in die Fugen eingebracht werden. Sauge die Fläche dann gründlich ab. Rühre den Fugenmörtel in einem sauberen Gefäß klumpenfrei an. Mit dem Fugengummi den Fugenmörtel diagonal in die Fliesenfugen streichen. Auch die Sockelfliesen verfugen. Nur die Fuge zwischen Sockel- und Bodenfliesen bleibt frei. Diese wird später dauerelastisch verfugt.

    Warte, bis der Fugenmörtel leicht angezogen hat – das erkennt man an der matten Oberfläche. Danach kannst Du mit dem Schwammbrett abwaschen. Verwende immer frisches Wasser, und drücke das Schwammbrett gründlich aus. Gut geeignet ist ein Fliesen-Waschset mit Ausdrückrollen, Fugengummi und Schwammbrett. Lass nach dem Abwaschen den Belag restlos trocknen.

    Die Bodenfuge zwischen Sockel- und Bodenfliesen wird dauerelastisch mit Sanitär-Silikon in der passenden Farbe verfugt. Am besten ist es, wenn Du in die Fuge zuerst ein Fugenfüllprofil einsetzt. Dieses sorgt dafür, dass das Silikon nur oben und unten haftet und Bewegungen besser ausgleicht.

    Dann das Silikon mit der Kartuschenpresse gleichmäßig auftragen und anschließend mit dem Fugenglätter abziehen. Den Fugenglätter kannst Du mit einem passenden Silikon-Glättmittel benetzen. Der Silikonüberschuss lässt sich dadurch nach dem Abziehen leichter ablösen. Wasserstreifen gleich entfernen, bevor diese antrocknen. Sonst können Schlieren zurückbleiben, die nur schwer zu entfernen sind.

    Zum Schluss wird noch das Oberteil des Übergangsprofils auf die erforderliche Breite zugesägt. Die Schnittkanten mit der Feile entgraten. Dann kannst Du das Oberteil auf dem Unterteil mit den beiliegenden Schrauben befestigen. Das Türblatt wird jetzt noch auf das benötigte Maß gekürzt. Dazu den Abstand vom unteren Bandunterteil bis zum Übergangsprofil messen. Ziehe noch ca. 5 mm ab, damit das Türblatt sich frei über dem Profil bewegen kann. Zeichne die Schnittlinie auf dem Türblatt an und klebe die Kante mit Kreppklebeband ab. Dann mit der Handkreissäge zuschneiden und nach dem Entfernen des Klebebandes die Kante mit Schleifpapier entgraten. Nun kannst Du das Türblatt wieder einhängen. Den Übergang von der Sockelfliese zur Wandfläche kannst Du mit Acryl verfugen. Acryl ist überstreichbar. Die Fuge zwischen Türzarge und Bodenfliesen verfugst Du mit Sanitär-Silikon. Die Heizkörperrohre deckst Du mit Rosetten ab.

    Tipp 1: Polierte Feinsteinzeugfliesen nicht mit Bleistift markieren. Sofern Fliesen schon mit Bleistift markiert wurden: Mit „Schleif- und Polierpulver“ und weißem Fliesenpad entfernen.

    Tipp 2: Fliesen gemischt aus verschiedenen Paketen verlegen. So gleichst Du produktionstechnisch bedingte Farbschwankungen aus, und es entsteht ein fliesentypisches Gesamtbild.

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    Fliesen aus Feinsteinzeug professionell verlegen

    Seit dem Aufkommen von Feinsteinzeug in den 1980ern nimmt die Beliebtheit dieser speziellen Keramikfliesen wegen ihrer erstklassigen Eigenschaften rapide zu. Allerdings sind beim Verlegen von Fliesen aus Feinsteinzeug die Besonderheiten dieser Keramikscherben unbedingt zu berücksichtigen. Das schlägt sich in der Verlegetechnik als auch in den zusätzlich verwendeten Baustoffen wie dem Fliesenkleber nieder.

    Feinsteinzeug – Wissenswertes vor dem Kaufen und Verlegen

    Fliesen aus Feinsteinzeug sehen aus wie herkömmliche Keramikfliesen, sind aber anders

    Fliesen und Platten aus Steingut und Steinzeug

    Grundsätzlich können Sie bei keramischen Fliesen zwischen drei verschiedenen Varianten unterscheiden, die sich durch eine unterschiedliche Produktionstechnik zeigen. Bei herkömmlichen Keramikfliesen handelt es sich in der Regel um Steingut oder Steinzeug, wobei Steingut die minderwertigsten Qualitätsmerkmale aufweist. Fliesen aus Steingut werden bei 950 bis 1.100 Grad Celsius gebrannt.

    Außerdem fehlen Flussmittel, welche dem Scherben die Porosität nehmen. Daher nimmt eine Steingutfliese über 10 Prozent Wasser auf, weshalb sie nicht frostsicher ist. Auch ist sie nicht so hart und dicht (bezogen auf die physikalische Dichte des Materials) wie Steinzeug. Steinzeug wird bei circa 1.150 bis 1.300 Grad gebrannt, außerdem werden Flussmittel beigemengt. Dadurch nehmen diese Fliesen maximal 3 % Wasser auf.

    Feinsteinzeug

    Deutlich härter sind Feinsteinzeugfliesen. Sie werden extrem gepresst und bei mindestens 1.200 Grad und 1.300 Grad gebrannt. Dieser Prozess erreicht die Qualität vom Sintern. Daher auch die ausgesprochene Härte. Die Aufnahme von Wasser liegt bei herkömmlichen Feinsteinzeugfliesen unter 0,5 Prozent. Aus diesen Gründen werden sie heute in vielen Wohn- und Arbeitsbereichen anderen Keramikfliesen vorgezogen.

    Die geringe Wasseraufnahme lässt jedoch auch auf eine geringe Porosität schließen. Beim Verlegen von Feinsteinzeug bedeutet das, dass herkömmliche Fliesenkleber nicht verwendet werden können. Normaler Fliesenkleber dringt in die Poren ein und zieht dort an. Wie Nadeln besteht so eine feste Verbindung zum Kleber im Kleberbett. Bei Fliesen aus Feinsteinzeug funktioniert das aber nur unzureichend.

    Fliesen und Platten aus Feinsteinzeug verlegen

    Der Fliesenkleber bei Feinsteinzeug

    Deshalb müssen Sie für das langfristig erfolgreiche Verlegen von Feinsteinzeug einen hochflexiblen Kleber benutzen. Der Fachhandel spricht oft von einem speziellen Fliesenkleber für Feinsteinzeug. Meist geht es jedoch darum, nur das eigene Produkt entsprechend effizient anzupreisen. Dieser Kleber wird dann so beschrieben, dass er mit Kunststoff speziell vergütet wird. Damit handelt es sich aber um nichts anderes als einen Flexkleber für Fliesen.

    Dennoch sollten Sie keinesfalls auf „No-Name“-Produkt zurückgreifen, denn nur die renommierten Hersteller gewährleisten die nötige hohe Vergütungsqualität, die benötigt wird. Der Kleber selbst wird dann unbedingt im Buttering-Floating-Verfahren aufgetragen: auf dem Untergrund mit dem Kämmen von Stegen mit der Zahntraufel oder Zahnkelle sowie auf der Rückseite der Fliese mit Stegen quer zu denen auf dem Boden.

    Verlegetechniken bei Feinsteinzeug innen und mit Fußbodenheizung

    Neben dem Fliesenkleber ist auch die Verlegetechnik wichtig. Insbesondere bei vorhandenen Fußbodenheizungen sollten Sie ausschließlich quadratische Fliesen oder Platten aus Feinsteinzeug verlegen. Entscheiden Sie sich doch für rechteckige Fliesen, sollten diese nie das 1,5-fache der Breite überschreiten. Eine besondere Problematik ergibt sich nämlich im gleichmäßigen Verband, also von einer Fliesenreihe zur nächsten ein viertelter, dreiviertelter oder halber Versatz.

    Das Ausdehnen der Fliesen macht das Feinsteinzeug in der Regel noch mit. Spätestens, wenn es jedoch abkühlt, werden sich Risse bilden. Bei herkömmlich verlegten Fliesen (von Reihe zu Reihe auf selben Abstand) bilden sich die nicht sichtbaren Risse in der Fuge. Bei rechteckigen Fliesen im Versatz bilden sich die Risse allerdings durch die Fliesen hindurch.

    Verlegetechnik von Feinsteinzeug außen und auf Flächen mit deutlichen Temperaturschwankungen

    Verlegen Sie Fliesen aus Feinsteinzeug zwar ohne Fußbodenheizung, aber in Bereichen, in denen es zu einer starken Erwärmung und Abkühlung kommen kann, sollten Sie das ebenfalls berücksichtigen. Typische Flächen wären Außenbereiche oder besonders vor südlich gelegenen, großen Fensterfronten. Verwenden Sie einen flexiblen Markenfliesenkleber, beachten die Fliesenfugen sowie die umlaufende Dehnungsfuge und wählen Sie das passende Fliesenformat (möglichst quadratisch), werden Sie langfristig Freude an Ihren Platten oder Fliesen aus Feinsteinzeug haben.

    Von Fliesen spricht man bei einer Stärke zwischen 0,8 und 1,2 cm. Darüber nennt man sie nicht mehr Fliesen, sondern Platten.

    Beim Verlegen von Feinsteinzeug auf weichen oder schwingenden Boden (Holz, Spanplatten, teilweise Verlegeplatten) birgt das Risiko von Rissen. Bei den Infos hier gehen wir von einem ebenen, sauberen Estrich-Untergrund aus, wie er in neueren Häusern Standard ist.

    Источники: http://www.jonastone.de/w/tipps/feinsteinzeugfliesen-verlegen.html, http://www.hornbach.de/cms/de/de/projekte/wohnraum_gestalten/fliesen_verlegen/grosse_fliesen_verlegen/grosse_fliesen_verlegen.html, http://www.hausjournal.net/feinsteinzeug-fliesen-verlegen

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