Estrichplatten verlegen

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    Trockenestrich selbst verlegen – das ist zu beachten

    Der Hausbesitzer steht sehr oft vor der Frage, ob er die Massivdecke im Dachgeschoss, die Bodenplatte des Kellers oder die alte Holzbalkendecke in Eigenleistung mit einem Estrich ausstatten soll, um darauf dann Bodenbeläge unterschiedlichster Art zu verlegen. Grundsätzlich sind diese Arbeiten in Eigenregie möglich. Am Beispiel der Fermacell Estrich-Elemente zeigen wir, wie es geht. Wir beschränken uns dabei auf die wichtigsten Arbeitsschritte und empfehlen Ihnen, eine genaue „Gebrauchsanweisung“ im Handel oder beim Hersteller direkt anzufordern („fels.de“).

    Estrich-Elemente sind in verschiedenen Zusammensetzungen lieferbar, so dass mit ihnen auch eine zusätzliche Wärme- und/oder Trittschalldämmung erzielt werden kann. Je nach Art dieser Platten kann sich dadurch die Aufbauhöhe bis zu 30 mm erhöhen, was vor der Montage natürlich gut überlegt werden muss um keine Stolperfallen herzustellen. Grundsätzlich müssen Estrichplatten auf ebener, vollflächiger, trockener und tragfähiger Unterlage verlegt werden. Für die Montage bietet der Hersteller Schnellbauschrauben und Spezial-Spreizklammern an.

    Und so prüfen Sie die Voraussetzungen bzw. bereiten den Untergrund vor:

    Massivdecke

    Wenn das Bauteil Restfeuchte (Kernfeuchte) enthält, muss mit einer PE-Folie (0,2 mm) das Aufsteigen der Feuchtigkeit in den Trockenunterbodenbau verhindert werden. Hierzu die PE-Folie flächig auf dem Untergrund auslegen und die Bahnen = 20 cm überlappen lassen. Im Randbereich ziehen Sie die PE-Folie entsprechend auf Fußboden-Niveau hoch. Wenn das Bauteil keine Restfeuchte enthält, wird bei einer Anordnung der Massivdecke zwischen zwei Geschossen auf PE-Folie verzichtet.

    Anschluss an FERMACELL Montagewand

    Nicht unterkellerte Massivdecken oder Kellerbodenplatten

    An das Erdreich angrenzende Bauteile müssen im Boden- und Wandbereich dauerhaft gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt werden. In der Regel wird eine Abdichtung der Außenseiten des zu nutzenden Raumes bei der Errichtung des Bauwerkes gemäß DIN 18195 vorgenommen. Das gilt ebenfalls für die Fundamentplatte (Sohlplatte), je nach Anforderungen die Raumnutzung (DIN 18195, Teil 4). Falls eine nachträgliche Nutzung eines Raumes geplant und keine Abdichtung der Bodenplatte (Sohlplatte) vorhanden ist, muss die gemäß DIN 18195 (z.B. Bitumenbahnen oder Kunststoff-Dichtungsbahnen) eingebaut werden.

    Beseitigung von Unebenheiten

    Um eine vollflächige Auflage zu erzielen, können Sie geringe Unebenheiten von 0 = 10 mm in kleineren Bereichen mit FERMACELL Pflaster ausgleichen, auf größeren Flächen nehmen Sie am besten selbstnivellierenden Fließspachtel – beachten Sie die Verarbeitungshinweise der Anbieter, insbesondere die Trocknungszeiten.

    Vor der Verlegung von FERMACELL Estrich-Elementen muss eine Holzbalkendecke auf ihren konstruktiven Zustand überprüft und gegebenenfalls ausgebessert werden (z.B. lose Dielen nachschrauben). Der Untergrund darf nicht nachgeben oder federn. Wenn für eine vollflächige Auflage der Estrich-Elemente ein Niveau-Ausgleich erforderlich ist, verwenden Sie FERMACELL Ausgleichschüttung.

    Bei Verlegung der FERMACELL Estrich-Elemente darf die relative Luftfeuchtigkeit im Tagesmittel f = 70% nicht überschreiten.

    Verlegen Sie FERMACELL Estrich-Elemente, wie im Verlegeschema 1 dargestellt: von links nach rechts im schleppenden Verband – durch diese Anordnung vermeiden Sie Verschnitt und Kreuzfugen.

    Für die erste Reihe sägen Sie am 1. Element an der Quer- und Längsseiten den überstehenden Falz ab.

    Bei dem als 2 gekennzeichneten Element wird nur an der Längsseite der überstehende Falz abgeschnitten.

    (Verlegeschema 1) Das als 3 gekennzeichnete Element schneiden Sie zunächst auf Länge. Bei dem Element 3 (erste Reihe) wird an der Längsseite der überstehende Falz abgeschnitten und mit dem Reststück (Element 3) kann in der zweiten Reihe die Verlegung fortgesetzt werden. Hierbei müssen Sie darauf achten, dass das Reststück mindesten eine Kantenlänge von =20 cm aufweist.

    Bei der Verlegung der FERMACELL Estrich-Elemente ist darauf zu achten, dass keine Kreuzfugen entstehen (Fugenversatz =20 cm). Zum Schneiden der FERMACELL Estrich-Elemente eignen sich Handkreissägen (Tauchsägen) mit Führungsschiene und Staubsauger, elektrisch Stichsägen oder Handsägen wie z.B. Fuchsschwanz.

    Im Flurbereich oder in schmalen Räumen sollten eine Längsanordnung der FERMACELL Estrich-Elemente ausgeführt werden.

    Wenn Sie bei der Verlegung der FERMACELL Estrich-Elemente auf FERMACELL Ausgleichschüttung nach dem Verlegeschema 1 verfahren wollen, müssen Sie mit Laufinseln arbeiten.

    Oder Sie arbeiten nach dem Verlegeschema 2.

    Da FERMACELL ein sehr geringes Dehn- und Schwindverhalten bei Klimaschwankungen aufweist, sind erst bei Raumlängen von über 20 m Dehnungsfugen vorzusehen.

    Verkleben Sie die Falze mit FERMACELL Estrich-Kleber (˜ 35g/m² verlegte Fläche = max. 30 m²/Flasche) – hierfür zwei Klebeschnüre auftragen. Das erfolgt in einem Arbeitsgang durch eine Doppelöffnung am Flaschenkopf.

    Klebeschnüre ca 5 mm Ø

    Anschließend müssen Sie die Elemente innerhalb von 10 Minuten (offene Zeit des Klebers) verlegen. Den erforderlichen Anpressdruck erzielen Sie mit FERMACELL Schnellbauschrauben oder Spezial-Spreizklammern. Um den Anpressdruck sicherzustellen, belasten Sie das verlegende FERMACELL Estrich-Element mit ihrem Körpergewicht und bringen die Verbindungsmittel ein.

    Da der FERMACELL Estrichkleber bei der Aushärtung etwas aufschäumt, ist bei richtiger Dosierung auch die Stoßverklebung sichergestellt (der Kleber soll nach Aushärtung auf der Stoßfuge sichtbar sein).

    Nach dem Aushärten stoßen Sie den ausgetretenen FERMACELL Estrich-Kleber mit dem Spachtel ab. Weitere Verarbeitungshinweise entnehmen Sie bitte dem Gebindeaufdruck.

    FERMACELL Estrich-Elemente können während der Verlegung vorsichtig betreten werden. Mit der vollständigen Belastung und der Ausführung von Nachfolgegewerken, wie z.B. Aufbringen des Gehbelages, können Sie nach ˜ 24 Std. (vollständiges Abbinden des FERMACELL Estrich-Klebers bei normalem Raumklima) beginnen.

    Die dritte Lage, wenn Sie die Belastbarkeit erhöhen wollen

    Um die Belastbarkeit der Unterboden-Konstruktion zu erhöhen, können Sie eine dritte Lage FERMACELL verarbeiten

    Verlegen Sie die Estrich-Elemente wie bereits beschrieben und entfernen Sie Staub und Klebereste – bitte die Abbindezeit des Klebers beachten.

    Für die dritte Lage verwendet man in der Regel FERMACELL Ausbau-Platten im Format 1,00 x 1,50 m in den Plattendicken 10 oder 12,5 mm. Um die zulässige Belastungsgröße (Flächenlast je m² und Punktbelastung) optimal zu erhöhen, ordnen Sie die FERMACELL Ausbauplatten um 90 Grad gedreht zu den Estrich-Elementen an. Die dritte Lage wird mit einem Fugenversatz von =200 mm zu den Estrich-Elementen verlegt.

    Verklebung mit FERMACELL Estrich-Kleber: Klebeschnüre mit einem Durchmesser von etwa 5 mm im Abstand von =100 mm auf die Estrich-Elemente auftragen (Verbrauch ˜ 130 – 150 g/m², verlegte Fläche = ˜ 7/m²/Flasche). Alternativ besteht die Möglichkeit der Verklebung der dritten Lage FERAMCELL durch PVAC-Weißleim. Hierbei ist ein vollflächiger Kleberauftrag vorzusehen. Der Leim wird mit Hilfe eines Zahnspachtels (Zahnung ˜ 3 mm) aufgetragen (˜ 400 g/m²). Beachten Sie hierbei die offene Zeit des Klebers.

    • Abstand der Kleberraupen untereinander: = 100 mm

    (Verbrauch FERMACELL Estrich-Kleber: ca. 130 – 150 g/m²)

  • Abstand der Verbindungsmittel (x) untereinander: = 250 mm

    (Verbrauch der Verbindungsmittel: ca. 25 Stück/m²)

  • Randabstand der Verbindungsmittel: 10 – 30 mm
  • Fixieren: Den nötigen Anpressdruck erzielen Sie mit FERMACELL Schnellbauschrauben oder Spezial-Spreizklammern . Die Verbindungsmittel sind im Raster von etwa 250 mm x 250 mm in die Plattenfläche einzubringen, siehe Verlegeskizze. Der Verbrauch liegt bei etwa 25 Stück/m².

    Weiterverarbeitung durch Nachfolgegewerke, wie Aufbringen von Gehbelägen, ist erst nach vollständiger Aushärtung (je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit bis zu 36 Stunden) des FERMACELL Estrich-Klebers oder des PVAC-Weißleims möglich.

    Was Sie bei einer Warmwasser-Fußbodenheizung beachten müssen

    In Verbindung mit Fußbodenheizungen dienen die speziellen 25 mm dicken FERMACELL Estrich-Elemente als druckverteilende Schicht und als Untergrund für die Gehbeläge. Die Fußboden-Heizungssysteme, in der Regel Warm-Wasser-Fußboden-Heizungssysteme, müssen vom Hersteller für die Kombination mit Trockenunterböden freigegeben sein.

    Geeignete Heizsysteme:

    • Systeme mit Heizrohren in dafür vorgesehenen Formplatten, wie z.B. Polystyrol-Formplatten (vorzugsweise PS 30) oder PUR-Formplatten, und horizontale Weiterleitung der Wärme durch spezielle Wärmeleitbleche, die gleichzeitig eine vollflächige Auflage der Estrich-Elemente gewährleisten.
    • Systeme mit einer heizmedienführenden Platte (Klimaboden).

    Elektrisch betriebene Heizsysteme (z.B. Heizdrähte im Kleberbrett) sind für FERMACELL nicht geeignet.

    Die Vorlauftemperaturen sind so einzustellen, dass die Temperatur unterhalb des FERMACELL Estrich-Elements = 45° dauerhaft nicht übersteigt (Wasservorlauftemperatur = 50°).

    Führen Sie die Vorbereitung des Untergrundes durch wie bereits beschrieben. Werden aus bauphysikalischen Gründen unterhalb des Heizungssystems Zusatzschichten verlegt, müssen sie ausreichend druckfest sein. Wenn Fußbodenheizungssysteme auf der FERMACELL Ausgleichsschüttung verlegt werden, ist eine Zusatzschicht in Form einer 10 mm FERMACELL Ausbau-Platte zwischen FERMACELL Ausgleichsschüttung und Fußbodenheizungssystem zu bringen. Zusätzliche Dämmschichten aus Polystyrolhartschaum müssen PS 30 (Rohdichte ˜ 30 kg/m³) entsprechen. Diese Dämmschicht muss gleichmäßig dick sein. Die Gesamtdämmschichtdicke einschließlich der Formplatte des Fußbodenheizungssystems darf 90 mm nicht überschreiten. Bei größeren Hohlräumen wie Rohransammlungen im Bereich der Heizkreisverteiler sind aufgrund zu geringer Auflage Zusatzmaßnahmen notwendig. Es empfiehlt sich, unter Berücksichtigung der wärmetechnischen Wirksamkeit, die Freiräume mit FERMACELL Ausgleichschüttung auszufüllen. Die Heizrohre bzw. Wärmeleitbleche sind so zu verlegen, dass der Boden planeben bleibt. Wärmeleitbleche bzw. nahezu ganzflächige Heizelemente dürfen nicht verbogen sein. Die FERMACELL Anwendungstechniker/innen oder Außendienstmitarbeiter/innen nennen Ihnen gern Anbieter für geeignete Fußboden-Heizungssysteme.

    Welche Bodenbeläge Sie auf den Estrich-Elementen verlegen können

    Textil, PVC, Kork und andere Bodenbeläge

    • Bei der Verlegung selbstklebender Teppichfliesen sowie bei nicht wasserdichten Belägen ist ein Tiefengrund zu empfehlen.
    • Zur Fixierung des Teppichs eignen sich in der Regel doppelseitige Klebebänder.
    • Bei einer vollflächigen Verklebung des Teppichs wird ein Wiederaufnahmeklebesystem empfohlen, so dass ein späteres Entfernen des Teppichbelages ohne Teppichrückstände auf der Oberfläche der FERMACELL Estrich-Elemente möglich ist.
    • Bei dichten Oberbelägen verwenden Sie einen wasserarmen Kleber.

    Bei dünnen Bodenbelägen (Textil, PVC etc.) in Bahnen oder Fliesen müssen Sie eine ganzflächige Spachtelung bzw. Nivellierung ausführen. Wählen Sie hierfür eine geeignete Glätt- und Ausgleichsmassen (selbstnivellierenden Fließspachtel). Geeignete Glätt- und Ausgleichsmasse für Gipsbauplatten im Fußbodenbereich sind im Fachhandel erhältlich. Beachten Sie bei vollflächigen Spachtelungen die Trocknungszeiten (vollständiges Austrocknen) und Weiterverarbeitungshinweise.

    Mit der Spachtelung verhindern Sie, dass sich Stoßkanten, Verbindungsmittel oder geringfügige Unregelmäßigkeiten abzeichnen.

    Bei größeren Unregelmäßigkeiten, z.B. Schraubenköpfe, nicht absolut dicht gestoßene Fugen, kann es notwendig sein, diese vor der ganzflächigen Spachtelung mit einem geeigneten Material vorzuspachteln, um ein nachträgliches Einfallen zu verhindern.

    Bei dicken Teppichen, z.B. mit Schaumstoffrücken, ist in der Regel eine leichte Abglättung mit FERMACELL Fugenspachtel im Stoßbereich und eine Verspachtelung der Verbindungsmittel ausreichend.

    Steinzeugfliesen, Naturstein (Marmor) und Terrakotta:

    • Die Fliesen müssen vom Hersteller für eine Dünnbettverlegung freigegeben sein. Eine Verlegung im Mittel- oder Dickbett ist nicht möglich.
    • Als Kleber eignen sich kunststoffvergütete Zementpulverkleber (sogenannte Flexkleber), Dispersionskleber oder Reaktionsharzkleber, die vom Kleberhersteller für Gipsbauplatten im Fußbodenbereich freigegeben sind.
    • Ein Vorwässern der Fliesen ist nicht zulässig, und die Fliesenrückseite muss mit mindestens 80% der Fläche im Kleberbett liegen – durch Stichproben kontrollieren.
    • Der Randdämmstreifen ist erst nach Verfliesung und Verfugung der Bodenfläche auf Fußbodenniveau abzuschneiden.
    • Die Verlegung der Fliesen ist in jedem Fall mit einer offenen Fuge auszuführen. Stumpf gestoßene Fliesen sind nicht zulässig, da sich sonst Kapillarfugen bilden können.
    • Verfugen Sie die Fliesen erst, wenn der Kleber ausgehärtet ist und seine Feuchtigkeit über die Fugen abgegeben hat (in der Regel ˜ 48 Std. – je nach Raumklima).
    • Innenecken sind elastisch abzudichten, z.B. mit Silikon (Dehnfähigkeit = 20%).
    • Eine Verspachtelung der FERMACELL Estrich-Elemente im Stoßbereich und der Verbindungsmittel ist nur bei der Verwendung von Dichtklebesystemen notwendig. Solche Maßnahmen sind jedoch nur bei Böden mit Feuchtebeanspruchung angesagt. In Bädern usw. müssen deshalb diese Elemente mit dichtenden Anstrichen oder einem Dichtklebesystem beschichtet werden. Das sind aufeinander abgestimmte Komponenten aus Grundierung, Dichtband, Dichtungssystem und Kleber, die im Handel von verschiedenen Herstellern angeboten werden.

    FERMACELL Estrich-Elemente sind für die Verlegung von Mosaik oder Bodenfliesen geeignet. Fliesenabmessungen mit Kantenlängen = 30 cm eignen sich meistens nicht mehr für eine Dünnbettverlegung, da die Planität durch das Herstellungsverfahren (Brand) nicht mehr gegeben ist.

    Spezial-Info Naturstein, Marmor und Terrakottafliesen:

    Bei der Verlegung dieser Gehbeläge ist aufgrund der Eigenschaften dieser Bodenbeläge der Einsatz des 30-mm-Mineralwolle-Elementes 2 E 32 FERMACELL Estrich-Element (2 x 10 mm + 10 mm Mineralwolle) nicht möglich. Die Kantenlänge der Fliesen darf bei Naturstein = 30 cm, bei Terrakotta = 40 cm betragen. Gegebenenfalls ist eine Versiegelung des Fußbodenbelages erforderlich.

    Bei Parkettverlegung (Verklebung von Massivholzparkett) werden die Estrich-Elemente im Bereich der Stoßkanten und der Verbindungsmittel nicht verspachtelt. Wenn Verspachtelungen erforderlich sind, sind diese mit dem Parkettverleger abzustimmen. Die Verarbeitung von schwimmend verlegtem Fertigparkett ist möglich.

    Bei der Verklebung von Massiv- oder Verbundparkett auf FERMACELL Estrich-Elementen beachten Sie folgende Hinweise:

    • Eine Verklebung von zwei- und mehrschichtigen Fertigparkettelementen ist möglich.
    • Die Verlegung von Mosaikfertigparkett nach DIN 280 Teil 2 in der Ausführung (Würfel- oder Fischgrätemuster) ist möglich. Die Dicke ist auf 10 mm zu begrenzen. Bei dem Einsatz von Massivparkett sind kleinere Querschnitte von Vorteil – geringeres Quellen und Schwinden des Holzes. Die Verlegerichtung des Parketts, gleichmäßig verteilt auf die Fläche, sollte jeweils 50% zu 50% aufzeigen. Bei größeren Parkettdicken ist eine Rücksprache mit dem Hersteller erforderlich.
    • Die Verlegung des Parketts hat unter Beachtung der VOB DIN 18356 – Parkettarbeiten – zu erfolgen .
    • Die korrespondierende Feuchte der FERMACELL Estrich-Elemente und des Parketts muss gleich sein. Dieses ist durch Vereinzeln und Lagern des Parketts im zu verlegenden Raum zu erreichen. Bei der Verlegung des Parketts muss die Holzfeuchtigkeit im Bereich von 9% ± 2% liegen. Eine Raumtemperatur von mindestens 15 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 45 – 65% ist einzuhalten.
    • Die Oberfläche der FERMACELL Estrich-Elemente muss vor der Verklebung des Parketts staubfrei sein.
    • Anschließend erfolgt eine Grundierung und Verklebung nach Vorschrift des Klebstoffherstellers. Hierbei beachten Sie bitte die Trocknungszeiten – vollständiges Austrocknen – und Weiterverarbeitungshinweise. Verwenden Sie nur Grundierungen und Kleber, die vom Hersteller für Gipsbauplatten im Fußbodenbereich freigegeben sind. Wir empfehlen den Einsatz von wasserfreien Grundierungen und Klebstoffen.
    • Ein ausreichender Randabstand zu Wand- und angrenzenden Bauteilen, wie z.B. Stützen oder Rohrdurchführungen, ist gemäß VOB DIN 18356 einzuhalten. Bei der Anordnung von Dehnungsfugen ist gemäß Parketthersteller zu verfahren.
    • Ein Versiegeln in üblicher Form ist möglich. Bevor mit der Versiegelung begonnen wird, ist ein vollständiges Aushärten des Parkettklebers erforderlich.
    • Ein Schleifen und das Versiegeln des Parketts erfolgen in üblicher Form. Die Versiegelung des Parketts sollte auf wasserarmer Basis aufgebracht werden.
    • Zur Werterhaltung des Parkettfußbodenaufbaues und für das Wohlbefinden des Menschen ist die Beachtung eines gesunden Raumklimas (20 °C und ca. 45 – 65% relative Luftfeuchtigkeit) erforderlich.
    • Grundsätzlich ist es nicht möglich, Massivparkett in der Ausführung Stabparkett nach DIN 280 Teil 1 auf FERMACELL Estrich-Elementen zu verkleben. Das gleiche gilt auch für die Verklebung von Massivparkett in der Ausführung Schiffsboden, Hochkantlamellenparkett, Hirnholz- oder Hirnholzpflasterparkett auf FERMACELL Estrich-Elementen. (Wesentlich stärkeres Dehn- und Schwindverhalten von Massivholzquerschnitten kann bei den FERMACELL Estrich-Elementen zu Schäden führen.)

    Die Ausgleichsschüttung, wenn die Rohbau- oder Holzbalkendecke uneben ist.

    Die porige, mineralische Körnung ermöglicht durch ihre besondere bauphysikalischen Eigenschaften einen vielfältigen Einsatz. Durch ihre rauhe Kornoberfläche verkrallt sich das Material und sorgt für eine hohe Standfestigkeit. Aufgrund der hohen wärmedämmenden und schalldämmenden Eigenschaften lassen sich auf wirtschaftliche Weise wirksame Konstruktionen erstellen – auch mit hohem Brandschutz. Bedingt durch das geringe Gewicht ist der Einsatz in Verbindung mit Leichtdecken (Holzbalkendecken) unter statischen Gesichtspunkten empfehlenswert.

    Holzbalken mit alten Dielen

    Material und Eigenschaften

    FERMACELL Ausgleichsschüttung ist ein spezial getrocknetes mineralisches Porenbetongranulat.

    FERMACELL Ausgleichsschüttung wird zum Niveau-Ausgleich bei unebenen Fußböden in Alt- bzw. Neubauten verwendet und kann z.B. mit der FERMACELL Abziehlehre auf das exakte Niveau abgezogen werden.

    Holzbalken mit starker Neigung

    FERMACELL Ausgleichsschüttung kann direkt auf den trockenen Untergrund geschüttet werden. Bei Holzbalkendecken muss, wenn ein Herausrieseln der FERMACELL Ausgleichsschüttung durch Ritzen und Astlöcher oder ein späteres Nachtrocknen der Decke möglich ist, ein Rieselschutz in Form von Natron- oder Bitumenpapier ausgelegt werden. Dieser Rieselschutz ist an den Wänden hochzuziehen. Wenn Sie eine PE-Folie als Rieselschutz einsetzen, beachten Sie bitte die bauphysikalischen Gegebenheiten.

    Bei größeren Schütthöhen tritt durch die Nutzung ein Nachverdichten ein. Deshalb empfehlen wir, ab 6 cm Schütthöhe 5% zu überschütten oder aus wirtschaftlichen Gründen einen Grobausgleich mit FERMACELL TSY-Platten (max. 2 Lagen = 6 cm in einem Aufbau) vorzunehmen. So ist gewährleistet, dass die Schütthöhe nirgendwo mehr als 6 cm beträgt und eine Aufbauhöhe (FERMACELL Ausgleichschüttung und FERMACELL TSY-Platten) von bis zu 12 cm erzielt werden kann.

    Rohdecke, nicht unterkellert

    Installationsleitungen können direkt überschüttet werden. Dabei ist jedoch eine Überdeckung von mindestens 1 cm erforderlich. Um Schwitzwasser zu vermeiden, beachten Sie die allgemeinen Regeln des Installationshandwerks.

    Die Schüttung sollte nach dem Abziehen nicht begangen werden. Arbeiten Sie nach dem Verlegeschema 2 oder mit entsprechenden Laufinseln: Legen Sie vereinzelt FERMACELL Estrich-Elemente auf der FERMACELL Ausgleichsschüttung aus.

    Estrichplatten verlegen

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    Trockenestrich ist eine praktische Alternative zu Nassestrich und lässt sich einfacher selbst verlegen. Man muss dabei allerdings einiges beachten, damit das Ergebnis auch über Jahre hinweg optimal bleibt. In dieser Videoanleitung bekommst Du Schritt für Schritt erklärt, wie das Verlegen der vorgefertigten Platten funktioniert und worauf Du beim Verlegen von Trockenestrich achten musst. Anschauen und loslegen! In unserem Video-Ratgeber zu Trockenestrich mit Schüttung bekommst Du außerdem noch viele weitere Tipps.

    Einen unebenen Boden auszugleichen kann in vielen Fällen notwendig sein. Beim Dachausbau stört möglicherweise ein alter Bretterboden mit einigen Stolperfallen. Oder der ganze Boden hat Gefälle von einer Raumseite zur anderen. Es gibt noch weitere Gründe, die für einen neuen Bodenaufbau sprechen. Eine Ausgleichsschüttung mit Estrichelementen ist hier die Lösung. Kann die Bodenfläche wegen störender Hindernisse nicht an einem Stück bearbeitet werden? Dann teile die Fläche in Abschnitte ein. Auch ein Richtungswechsel ist beim Verlegen der Estrichelemente möglich. Dadurch lassen sich kleinere Flächenabschnitte nahtlos anfügen. Erstelle für den Materialeinkauf eine Maßskizze und nimm sie zum Einkauf mit. Zusätzlich zur berechneten Fläche benötigst Du die zu erwartende Aufbauhöhe, um den Bedarf an Ausgleichsschüttung ermitteln zu können.

    Damit der neue Fußboden über die gesamte Fläche eben wird, solltest Du mit einem Meterriss arbeiten. Diese Markierung liegt genau 1 Meter über dem künftigen, fertigen Fußboden. Möglicherweise ist sie von einer früheren Renovierung noch vorhanden – sonst machst Du Deine eigene Markierung. Ausgangspunkt für die Messung ist die höchste Stelle des vorhandenen Bodens: Rechne von hier mindestens 1 cm für die Ausgleichsschüttung plus die Dicke der Estrich-Elemente hinzu. Nun machst Du von dieser Markierung aus nach oben den Meterriss. Beachte dabei auch, dass Mindestmaße wie die Brüstungshöhe des Dachfensters eingehalten werden.

    Markiere mit dem Kreuzlinienlaser den Meterriss gleich an allen Raumseiten. Dazu einfach auf den Meterriss einstellen und die Markierung durch Drehen des Gerätes auf die anderen Wände übertragen. Du kannst auch schon 1 Meter nach unten messen und die geplante Höhe des fertigen Fußbodens markieren. Gehe von dieser Markierung wieder 1 cm nach oben und ziehe dort umlaufend eine Linie. Hier wird später ein Randdämmstreifen angebracht.

    Muss ein Bereich frei von Trockenestrich bleiben, weil z. B. eine Tür in den Raum hinein öffnet? Dann musst Du eine Stufe einplanen. Schneide dafür ein Kantholz und einen Metallwinkel auf die nötige Breite zu. Der Winkel stabilisiert später die Stufenkante. Bohre Befestigungslöcher in den Metallwinkel und schraube ihn auf die äußere Kante des Holzes. Der Winkel soll später mit der Oberkante der Estrich-Elemente abschließen. Später kannst Du die Stufe von außen mit einem Streifen der Estrich-Elemente verkleiden.

    Klebe an der umlaufenden Markierungslinie den Randdämmstreifen so an, dass er 1 cm über den fertigen Fußboden hinausragt. Er wird zum Schluss bündig abgeschnitten. Der Randdämmstreifen sorgt dafür, dass die Estrich-Elemente und der Bodenbelag nicht die Wand berühren; das mindert die Übertragung des Trittschalls.

    Bei einem Holzfußboden solltest du einen Rieselschutz verlegen, damit die Ausgleichsschüttung nicht in den Fugen der Bretter verschwindet. Klappe den Rieselschutz an den Rändern ein paar Zentimeter hoch, und befestige ihn mit einem Tacker an der Wand. Die einzelnen Bahnen lässt Du 10 cm überlappen.

    Das brauchst Du für Dein Projekt

    Werkzeug

    • Gehörschutz
    • Akkuschrauber
    • Metallsäge
    • Arbeitshandschuhe
    • Notizblock
    • Holzsäge
    • Cuttermesser
    • Wasserwaage
    • Stechbeitel
    • Staubsauger
    • Alu-U-Profile
    • Multifunktionswerkzeug
    • Schlosserhammer
    • Richtlatte
    • Zollstock
    • Stechbeitel
    • Schutzbrille
    • Bleistift
    • Tauchsäge mit Führungsschiene
    • Tacker
    • Staubschutzmaske
    • Schere
    • Kreuzlinienlaser
    • Winkel
    • Glättkelle

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    Schritt für Schritt

    Trockenestrich verlegen – So geht’s!

    Schüttung abziehen

    Wenn der Boden vorbereitet ist, kommt die Schüttung. Schütte einen ersten Damm entlang der Längsseite auf. Der Damm muss ein paar Zentimeter höher sein als nötig, damit das Material beim Ausrichten leichter auf die endgültige Höhe gebracht werden kann.

    Verwende zum Ausrichten der Höhe und zum Abziehen der Ausgleichsschüttung Alu-U-Profile. Drücke das erste Profil in den Damm ein und richte es waagerecht auf die benötigte Schütthöhe aus. Schütte danach einen zweiten Damm auf, je nach Raumgröße auch mehrere Dämme. Der Abstand der Dämme richtet sich nach der Länge der Abziehlatte, z. B. einer Richtlatte. Deren Länge wiederum sollte auf die Raumgröße abgestimmt sein. Drücke in jeden Damm ein U-Profil und richte es waagerecht mit dem ersten U-Profil aus. Achte darauf, dass die Profile auch selbst in der Waage sind. Die fertig ausgerichteten Dämme darfst Du nicht mehr betreten.

    Fülle nun die Zwischenräume mit Ausgleichsschüttung auf. Ziehe mit einer langen Richtlatte die Ausgleichsschüttung über den U-Profilen ab. Dabei dürfen keine Lücken oder Vertiefungen zurückbleiben; die Fläche muss gleichmäßig gefüllt und abgezogen sein. Mache Dir anschließend aus Plattenabschnitten ein paar Laufinseln, damit Du über die fertig abgezogene Fläche gehen kannst. Denn jetzt werden die U-Profile wieder entfernt: Die Profile vorsichtig nach oben ziehen und entfernen. Fülle die entstandenen Lücken vorsichtig mit Ausgleichsschüttung auf und ziehe sie abschließend mit der Glättkelle glatt ab.

    Estrichelemente verlegen

    Beim Zuschneiden der Estrich-Elemente solltest Du unbedingt Gehörschutz, eine Schutzbrille und eine Staubschutzmaske tragen! Von den Estrich-Elementen der ersten Verlegereihe muss der Stufenfalz abgesägt werden – und zwar von der Seite, die später an der Wand anliegen wird. Verwende zum Zuschneiden eine Tauchsäge. Die kannst Du genau auf Plattendicke einstellen. So kannst Du direkt auf dem Plattenstapel arbeiten, ohne die darunterliegenden Platten zu beschädigen.

    Arbeitet beim Verlegen der Platten zu zweit und betretet die Ausgleichsschüttung nur auf den Laufinseln. Die Schüttung darf nicht eingedrückt werden! Beginne mit dem Verlegen in der linken Ecke und lege die erste Platte am Randdämmstreifen an – den Streifen dabei aber nicht eindrücken!

    Bringe auf dem Stufenfalz an der Schmalseite der ersten Platte Estrichkleber auf. Die Kleberflasche hat 2 Düsen und erzeugt 2 parallele Kleberstränge.

    Setze gleich die nächste Platte ganz dicht am Stufenfalz an und verschraube die beiden Platten nach spätestens 10 Minuten mit Schnellbauschrauben am Stufenfalz. Setze die Schrauben im Abstand von 20 cm. Warte nicht länger als 10 Minuten, weil sich der Kleber sonst ausdehnt und die Platte hochdrückt.

    Säge die letzte Platte der Reihe passend zu und verlege sie wie die anderen auch. Das Reststück kannst Du als erste Platte der nächsten Reihe verwenden. Sorge dabei für mindestens 20 cm Fugenversatz.

    Den ersten Abschnitt kannst Du erst komplett fertigstellen, wenn auf dem anschließenden Flächenabschnitt die Ausgleichsschüttung verteilt und eben abgezogen ist. Die beiden Flächen sind in der Höhe identisch. Stelle danach den ersten Flächenabschnitt fertig. Für den nächsten Teilbereich ändert sich nun die Verlegerichtung der Estrich-Elemente. So erhältst Du eine lückenlose Verlegefläche.

    Verlegerichtung ändern

    Schneide von dem Estrichelement, mit dem Du die Verlegerichtung änderst, den Stufenfalz ab. Markiere nun daran den Abschnitt, der mit der vorigen Platte verbunden werden soll, und zeichne in diesem Bereich einen 5 cm breiten Streifen auf der Platte an. Schneide diesen Abschnitt mit der Tauchsäge von oben bis zur halben Plattendicke ein. Weil das Estrichelement aus zwei Plattenschichten besteht, kannst Du nun die obere Schicht leicht mit dem Stechbeitel abheben.

    Setze das Estrichelement dicht an das vorige Element an. Schneide dann einen 10 cm breiten Verbindungsstreifen aus einem Estrichelement zu, der die beiden Elemente am Übergang verbindet. Halbiere diesen Streifen auf die halbe Dicke. Du kannst den Streifen auch länger lassen und eine Ecke ausklinken. Dann ist die Verzahnung noch besser.

    Lege den Verbindungsstreifen passend über die beiden Estrich-Elemente. Zeichne am vorigen Element die äußere Kontur an und schneide diese mit einem Multifunktionswerkzeug bis zur halben Plattendicke ein. Trenne diesen Abschnitt mit dem Stechbeitel heraus und klebe den Verbindungsstreifen mit Estrichkleber ein. Verschraube die Elemente anschließend mit Schnellbauschrauben – fertig ist die Verbindung.

    Jetzt kann diese Teilfläche ebenfalls reihenweise fertiggestellt werden.

    Lege die Kleberflasche waagerecht auf einem Karton ab, nachdem Du Kleber aufgetragen hast, sonst läuft der Kleber an der Flasche herunter.

    Trockenestrich mit Schüttung

    In diesem Video zeigen wir Dir, wie Du Deinen Boden platt machst: mit Ausgleichsschüttung oder gebundener Schüttung und Estrichelementen. Wir erklären Dir, was Du am besten wann verwendest und worauf Du achten musst.

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    Trockenestrichplatten verlegen – so geht das

    Wer bei der Altbausanierung auf schnelle Weise einen ebenen Untergrund für Bodenbeläge verschiedenster Art schaffen möchte, für den ist ein Trockenestrich sicherlich erste Wahl. Trockenestrich bedeutet, dass zum Beispiel Gipsfaserplatten oder Leichtbetonplatten auf einem ebenen Untergrund verlegt werden.

    Sie bilden also den Ersatz für den herkömmlichen, nass eingebrachten Estrich. Solch ein Nassestrich muss erst einmal einige Wochen lang trocknen, ehe der Bodenbelag aufgebracht werden kann. Beim Trockenestrich muss nur der Kleber trocknen – und das geht ganz schnell. Zudem ist Trockenestrich leichter als ein Fließestrich – was insbesondere bei alten Holzbalkendecken hinsichtlich der Statik ein großer Vorteil ist.

    Der Untergrund für Trockenestrichplatten können zum Beispiel

    Massivdecken (Kellerbodenplatten) und Holzbalkendecken sein. Enthält eine Massivdecke noch Restfeuchte, muss durch eine PE-Folie das Aufsteigen der Feuchtigkeit in den Trocken-Unterbodenaufbau verhindert werden. Bei einer Massivdecke zwischen zwei Geschossen, die keine Restfeuchte mehr enthält, kann auf die Folie verzichtet werden. Bei einer Bodenplatte sollte eigentlich bei der Errichtung des Gebäudes eine Abdichtung gemäß DIN 18195 vorhanden sein. Ist dies nicht der Fall, muss das vor der Verlegung des Trockenestrichs nachgeholt werden. Soll der Trockenestrich auf einer Holzbalkendecke verlegt werden, ist diese zunächst einmal auf ihren konstruktiven Zustand zu untersuchen. Lose Dielen müssen zum Beispiel nachgeschraubt werden, insgesamt darf der Untergrund nicht nachgeben oder gar federn.

    Bevor die Estrichplatten verlegt werden können, muss zunächst der Fußboden eingeebnet werden. Das funktioniert entweder mit einer Nivelliermasse, einer Ausgleichsschüttung oder einer gebundenen Schüttung. Eine Nivelliermasse eignet sich für kleinere Unebenheiten bis etwa 20 mm Höhe. Dazu muss der Untergrund frei von Fehlstellen und Beschädigungen im Untergrund sein. Diese müssen zuvor zugespachtelt werden. Zwischen 10 und 60 mm hoch wird eine Ausgleichsschüttung auf dem Boden verteilt. Damit diese bei einer Holzbalkendecke nicht herausrieseln kann, ist gegebenenfalls zunächst ein Rieselschutz zu verlegen. Mit einer gebundenen Schüttung lassen sich Höhen zwischen 40 und 2.000 mm erreichen. Damit diese haftet, muss der Untergrund zum Beispiel mit einem Tiefengrund behandelt werden. Eine Trennlage wie beispielsweise ein Rieselschutz oder eine PE-Folie ist dann nicht notwendig.

    Die Verlegung der Estrichplatten erfolgt im schwimmenden Verband. Das heißt, die Platten haben keine feste Verbindung zum Untergrund und werden im Versatz zueinander verlegt, so dass keine Kreuzfugen entstehen. Schwimmend bedeutet auch, dass alle angrenzenden Bauteile wie Wände, Stützen oder Heizungsrohre mit einem Randdämmstreifen vollständig entkoppelt werden müssen. Bevor mit der Verlegung der Trockenestrichplatten begonnen wird, ist auch zu überlegen, nach welchem Schema vorgegangen wird. Bei einer Ausgleichsschüttung als Untergrund muss man an der Tür beginnen, da die Schüttung nicht betreten werden darf.

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    Источники: http://www.ausbauhaus.de/trockenestrich.htm, http://www.hornbach.de/cms/de/de/projekte/raeume_ausbauen/estrich_verlegen/trockenestrich_verlegen/trockenestrich_verlegen.html, http://www.eurobaustoff.de/bauen-wohnen-leben/tipps-und-tricks/bauen-renovieren/trockenestrichplatten/

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