Estrich trockenzeit fußbodenheizung

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    Estrich aufheizen bei Fußbodenheizung

    Wer ein Haus baut, steht häufig unter Zeitdruck. Ein Gewerk sitzt dem anderen im Nacken und kann erst dann an die Arbeit angehen, wenn vorangehende Arbeiten abgeschlossen sind. Aber auch der Bauherr selbst möchte möglichst bald einziehen. Schließlich lastet auf ihn während der Bauzeit eine doppelte Belastung. Ein Hausbau kostet Geld, die Bank möchte erste Raten oder Bereitstellungszinsen und die Miete für die bisherige Wohnung muss zusätzlich beglichen werden. Zeit ist Geld.

    Dennoch sollte man nichts überstürzen oder übers Knie brechen. Gewisse Vorgänge benötigen ihre Zeit. Dazu gehört auch das Trocknen und Aushärten von gegossenen Betonteilen, wie Decken oder Estrich, und das Aufheizen von Heizestrich.

    Wer hier nicht peinlich genau die Vorgaben einhält und dem Estrich Zeit zum Trocknen oder Aufheizen gibt, kann Schäden und vor allem zusätzliche Kosten verursachen. Unsere Hinweise sollen erklären, warum das Estrich Aufheizen notwendig ist und helfen, Fehler zu vermeiden.

    Inhaltsangabe: Estrich aufheizen bei Fußbodenheizung

    Estrichtrocknung mit oder ohne Fußbodenheizung

    Beim Hausbau kommen neben CA-Estriche (Calziumsulfatestriche) hauptsächlich CT-Estriche (Zementestriche) zum Einsatz. Ihr besonderer Vorteil liegt vor allem in der guten Beständigkeit gegen Nässe und ihre Eignung als Heizestrich.

    Bei der "Trocknung" von Zementestrich ist jedoch zu beachten, dass dieser zur Aushärtung gar nicht trocknet, sondern chemisch abbindet. Das bedeutet, dass eingebrachter Estrich die Feuchtigkeit benötigt, um vollständig auszuhärten. Erst, wenn der Estrich begehbar ist, was meist nach 24 Stunden erreicht ist, darf gelüftet und damit das überschüssige Wasser entzogen werden. Wird bereits vorher beim "Trocknen" nachgeholfen, kann der Estrich nicht richtig abbinden, es entstehen Spannungen und Risse.

    Merke: Nach der Estricheinbringung zwei Tage Fenster und Türen geschlossen halten oder den Estrich mit einer Folie abdecken. Anschließend kann gelüftet und getrocknet werden. Erst nach 21 Tagen ist Zementestrich vollständig ausgehärtet und darf aufgeheizt werden.

    Warum muss ich den Estrich aufheizen?

    Aus dem Physikunterricht ist jedem sicher noch bekannt, dass sich Stoffe bei Wärme ausdehnen und bei Kälte wieder zusammenziehen. Wie stark, hängt vom sogenannten Ausdehnungskoeffizienten ab. Aber so tief müssen wir in das Thema nicht eindringen.

    Wie jeder Stoff dehnt sich auch Estrich unter Wärme aus. Im Estrich befindet sich jedoch die Fußbodenheizung, die zwar möglichst flächendeckend im selben Abstand verlegt werden sollte, den Estrich jedoch niemals zu 100 % gleichmäßig erwärmt. Hinzu kommt, dass der Estrich Sand oder Kies in unterschiedlichen Korngrößen beinhaltet, welche sich unterschiedlich schnell ausdehnen. All das sorgt dafür, dass Spannungen entstehen, die den Estrich reißen lassen können.

    Daher ist es es wichtig, den Zementestrich langsam aufzuheizen. Die Inhaltsstoffe bekommen so die Möglichkeit sich langsam und gleichmäßig auszudehnen und dem Umfeld anzupassen. Dadurch können Spannungen ausgeglichen und abgebaut werden. Nachdem der Estrich langsam nach dem Aufheizprotokoll aufgeheizt wurde, hat sich das Material angepasst und kann anschließend auch schneller aufgeheizt werden. Das langsame Aufheizen mittels Fußbodenheizung ist sozusagen eine Eingewöhnungsphase – die "Muskeln" werden gedehnt und aufgewärmt. Erst danach können sie richtig beansprucht werden.

    Wann muss ich den Estrich aufheizen?

    Ein "Wann muss ich den Heizestrich aufheizen?" gibt es nicht! Beim Hausbau oder dem Einbringen von Estrich mit einer Fußbodenheizung, treffen jedoch der Wunsch nach einem raschen Baufortschritt und die zwingende Einhaltung der Heizestrich-Trockenzeit beziehungsweise Aushärtung aufeinander.

    Daher sollte die Frage nicht "Wann muss ich. " sondern "Wann darf ich . " lauten. Die Frage lässt sich relativ einfach beantworten – Wenn der Estrich ausgehärtet ist. Angegeben sind hierfür 21 Tage. Wer nicht unter Zeitdruck steht, kann zur Sicherheit auch 28 Tage warten. Danach darf mit dem Aufheizen des Zementestrichs begonnen werden.

    Wie lange muss ich den Estrich aufheizen?

    Wie die benötigte Zeit zum Aushärten von Estrich, ist auch das Aufheizen des Estrichs bei einer Fußbodenheizung vorgeschrieben. Man spricht vom Funktionsheizen.

    Die Mindestschichtdicken von Estrichen sind in der DIN 18560 festgelegt und unterscheiden sich bei Zementestrichen im Einfamilienhaus mit typischen Beanspruchungen daher kaum. Im Schnitt sollten die Heizungsrohre etwa 45 mm überdeckt, was bei bei bei einem Rohrdurchmesser von 15 bis 20 mm eine Estrichdicke von 60 bis 70 mm ergibt.

    Mit verschiedenen Zusätzen im Estrich können die Herstellerangaben etwas abweichen, grundsätzlich gilt aber folgendes Heizprogramm für Estrich:

    1. Vorlauftemperatur von 25 °C aufheizen
    2. Vorlauftemperatur von 25 °C halten
    3. Vorlauftemperatur von 25 °C halten
    4. Vorlauftemperatur von 30 °C aufheizen
    5. Vorlauftemperatur von 35 °C aufheizen
    6. Vorlauftemperatur von 40 °C aufheizen
    7. Vorlauftemperatur von 45 °C aufheizen
    8. Vorlauftemperatur von 55 °C aufheizen
    9. Vorlauftemperatur von 55 °C halten
    10. Vorlauftemperatur von 55 °C halten
    11. Vorlauftemperatur von 55 °C halten
    12. Vorlauftemperatur von 45 °C absenken
    13. Vorlauftemperatur von 35 °C absenken
    14. Vorlauftemperatur von 25 °C absenken

    Beim Aufheizen des Estrichs ist es notwendig gut zu lüften. Nach den ersten 21 Tagen zum Aushärten entweicht zwar bereits überschüssige Feuchtigkeit, bis jedoch die Belegreife erreicht ist, kann es noch einige Tage bis sogar Wochen dauern. Entscheidend für Heizestrich Trockenzeit ist natürlich das Wetter, die Lüftung und auch die Feuchtigkeit in der Umgebung, die durch weitere Mauer- und Putzarbeiten entsteht.

    Zur Kontrolle der Belegreife, die je nach Bodenbelag fest definiert ist, sollte ein Restfeuchtemessgerät eingesetzt werden. Dieses zeigt eindeutig, wie viel Feuchtigkeit noch im Estrich enthalten ist und ob bereits ein Bodenbelag verlegt werden darf.

    Was macht das Estrich Heizprogramm?

    Da die Estrichdicken stets sehr ähnlich sind, ist auch das Aufheizen des Estrich bei einer Fußbodenheizung fast immer gleich. Viele Heizungshersteller statten ihre Heizungen daher mit einem Heizprogramm für Estrich aus, welches dem aufgezeigten Zeit- und Temperaturplan ähnlich ist oder gar genau so aussieht.

    Das automatische Aufheizen des Heizestrichs bietet den Vorteil, dass einem keine Fehler unterlaufen können und die Heizung auch nicht täglich manuell verstellt werden muss. Wichtig ist jedoch zu prüfen, ob der Ablauf des Heizprogrammes mit den Angaben zum Estrich übereinstimmen. Gegebenenfalls ist eine Rücksprache notwendig.

    Brauche ich ein Heizprotokoll?

    Ob Sie ein Aufheizprotokoll wirklich benötigen, hängt von Ihren Eigenleistungen ab. Führen Sie Estricharbeiten und die Estrichtrocknung mit der Fußbodenheizung in Eigenregie aus, können Sie zwar ein Aufheizprotokoll für sich anfertigen, im Schadensfall können Sie damit jedoch kaum Schadensersatzansprüche oder Garantieleistungen geltend machen.

    Anders sieht es allerdings aus, wenn Firmen an diesen Arbeiten beteiligt sind. Hier ist ein Aufheizprotokoll Ihr Nachweis, dass alle Zeitvorgaben zur Estrichaushärtung und zum Estrich aufheizen (Dauer, Vorlauftemperaturen) oder zur Heizestrich Trockenzeit eingehalten wurden. Es ist daher besonders wichtig, dass zu jedem Arbeitsschritt das Datum eingetragen und bestätigt wird. Nur so können Garantieansprüche geltend machen, falls Risse im Estrich nach dem Aufheizen auftreten.

    Enthalten sollte das Aufheizprotokoll folgende Punkte:

    • Auftraggeber
    • Projektbeschreibung
    • Bauabschnitt (Stockwerg, einzelne Räume oder Gebäudeteil)
    • ausgeführte Estricharbeiten (Beschreibung, Art des Heizestrichs. )
    • Datumprotokoll und Übersicht aller Schritte zu den Estricharbeiten und dem Heizprogramm beziehungsweise einer manuellen Heizungssteuerung
    • besondere Anmerkungen
    • Unterschrift / Stempel des Protokollführers, Kontrolleurs oder der ausführenden Firma

    Das Aufheizprotokoll kann individuell gestaltet sein. Viele Unternehmen besitzen aber bereits eigene Vorlagen und auch das Internet bietet hierzu viele Beispiele, die genutzt und angepasst werden können.

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    Trockenzeit von Estrich: Tipps & Tricks

    Trockenzeit von Estrich: Nach dem Glätten muss Estrich ausreichend lange trocknen, um seine volle Tragfähigkeit zu erreichen. Foto: Adobe Stock; (c) wsf-f

    Nur wenn Estrich ausreichend getrocknet ist, erfüllt er die Anforderungen, die später bei der Verlegung des eigentlichen Fußbodens, etwa aus Fliesen, Laminat oder Parkett, gefordert sind. Insbesondere dann, wenn mit dem Estrich zugleich eine Fußbodenheizung verlegt wird, ist es wichtig, die Trocknungszeiten ausreichend lang zu halten. Ansonsten leidet die Haltbarkeit des Estrichs und die Lebensdauer verkürzt sich dramatisch. Außerdem kann es zu Beschädigungen der Fußbodenheizung kommen, weil der Estrich brüchig wird. Der HEROLD verrät dir, wie du das verhinderst.

    Wie verläuft die Trocknung von Estrich?

    Im modernen Bauwesen werden Estriche in der Regel schwimmend verlegt. Sie trocknen von oben nach unten ab. Es gibt unterschiedliche Estricharten. Für den Wohnungsbau kommen vorwiegend Zementestriche und Calciumsulfatestriche zum Einsatz. Diese haben ein unterschiedliches Trocknungsverhalten. Generell wird während der Trocknungszeit von Estrich das enthaltene Wasser durch Verdunstung an die Luft abgegeben.

    Bei den genannten mineralischen Estrichen entsteht durch die Abgabe von Feuchtigkeit ein Volumenverlust, der bereits während der Verlegung des Estrichs berücksichtigt werden muss, um nach der Trocknung die gewünschte Aufbauhöhe zu erhalten. Diese Reduzierung des Volumens wird auch als „Schwinden“ bezeichnet.

    Faktoren, die auf die Trockenzeit von Estrich einwirken

    Verschiedene Estrich-Arten trocknen unterschiedlich schnell. Zusätzlich tragen zahlreiche äußere Faktoren dazu bei, dass die Trocknungszeit von Estrich variieren kann. Daher ist eine pauschale Aussage zur Trockenzeit von Estrich nicht immer möglich. Folgende Faktoren beeinflussen die Trockenzeit:

    • Dicke/ Volumen der verlegten Estrichschicht
    • Art der Nachbehandlung
    • Methode der Verlegung des Estrichs
    • (be)üftung und Raumklima

    Außerdem muss der Einsatz von Bindemitteln und/ oder Trocknungs-Beschleuniger bedacht werden. Übrigens: Estrich, der gemeinsam mit einer Fußbodenheizung verlegt wird, trocknet schneller als eine unbeheizte Estrichkonstruktion.

    Die Trocknungszeit von Estrich auf Calciumsulfat-Basis (CA-Estrich)

    Calciumsulfatestrich besteht in der Regel aus Anhydrit, Sand bzw. Kies und Wasser. Um die Festigkeit zu erhöhen, kannst du zudem unterschiedliche Kunstharzdispersionen zugeben. Abhängig vom Klima auf der Baustelle sowie der Luftfeuchtigkeit ist dieser Estrich bereits nach etwa zwei bis drei Tagen begehbar. Nach rund 28 Tagen sollte er voll belastbar sein, sodass der weitere Fußbodenaufbau erfolgen kann. Calciumsulfatestrich ist sehr empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Bereiche, in denen mit Feuchtigkeit zu rechnen ist, musst du daher mit einer Abdichtung oder Dampfsperre versehen. Achte zudem darauf, dass der Estrich ungehindert austrocknen kann.

    Die Trockenzeit von Estrich auf Zement-Basis (CT-Estrich)

    Zementestrich ist der am häufigsten verwendete Estrich für den Wohnungsbau. Er enthält neben Kies bzw. Sand und Wasser auch den namengebenden Zement. Durch den Einsatz von Fließmittel lässt sich die Verarbeitbarkeit und Konsistenz von Zementestrich verbessern. Sie sind als Zusatzmittel daher erlaubt. Diese Art von Estrich ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Du kannst ihn also bedenkenlos im Innen- und Außenbereich sowie in Nassbereichen einsetzen.

    Darüber hinaus ist Zementestrich hervorragend als Heizestrich geeignet. Er ist die erste Wahl bei der Verlegung von Fußbodenheizungen. Allerdings musst du bei der Trocknungszeit dieser Estrich-Art darauf achten, dass du eine vorzeitige Austrocknung des Belags unter allen Umständen vermeidest. Ansonsten kann die Festigkeitsentwicklung des Belags leiden. Das Zeitfenster für die Trocknung liegt bei etwa sieben bis zehn Tagen.

    Wann ist ein Estrich trocken?

    Eine ausreichende Trocknungszeit von Estrich ist dann erreicht, wenn der Estrich noch eine bestimmte Restfeuchte aufweist. Man spricht dabei von der sogenannten Gleichgewichtsfeuchte. Hat der Estrich diese erreicht, ist er belegreif. Das heißt, dass du dann den endgültigen Bodenbelag auf dem Estrich verlegen kannst. Abhängig vom gewählten Bodenbelag variiert auch die Restfeuchte. Außerdem sind bei gleichem Bodenbelag für CT- und CA-Estriche unterschiedliche Restfeuchtegehalte erforderlich. Darüber hinaus entscheidet die Tatsache, ob eine Fußbodenheizung verlegt wurde, darüber, welche Restfeuchte für den Estrich optimal ist, um mit der Verlegung der Bodenbeläge zu beginnen.

    Prüfung der Belegreife während der Trocknungszeit von Estrich

    Während der Trocknungszeit von Estrich kannst du prüfen, ob dieser bereits belegreif ist. Am präzisesten zur Messung von Feuchtigkeitsgehalten von Estrichen hat sich die sogenannte CM-Methode erwiesen (Calciumcarbid-Methode). Diese solltest du anwenden, um einen zuverlässigen Rückschluss auf die aktuelle Feuchtigkeit deines Estrichs zu erhalten. Stehen dir nicht die nötigen Mittel zur Verfügung, um eine solche Messung vorzunehmen, kannst du dich dafür an einen Fachbetrieb für Estrich-Verlegungen wenden. Die Experten können dir außerdem mitteilen, welche Restfeuchtigkeit der Estrich noch haben muss.

    Extra-Tipp: Vielfach lohnt es sich, den Estrich gleich von einem Fachbetrieb verlegen zu lassen. Das spart Aufwand und du kannst sicher sein, dass alle nötigen Anforderungen bedacht und eingehalten werden.

    Trockenzeit von Estrich beschleunigen?

    Hast du es besonders eilig und möchtest deine Bodenbeläge so schnell wie möglich verlegen, gibt es diverse Möglichkeiten, die Trockenzeit von Estrich zu verkürzen. Professionelle Estrichleger verwenden hierfür spezielle Trocknungsgeräte oder Gebläse, dank der sich die Trockenzeit erheblich verringert. Noch schneller geht es mit sog. Adsorptionstrocknern. Sie entziehen dem Estrich zusätzlich Feuchtigkeit.

    Fast ohne Trocknungszeit: Trockenestrich

    Möchtest du Baumaßnahmen schnellstens abschließen, dann bietet sich die Verwendung von Trockenestrich-Elementen an. Bei diesen fällt die herkömmliche Trockenzeit von Estrich weg. Es handelt sich dabei um starke Gipskartonplatten. Sie werden entweder mithilfe eines schnell härtenden Klebers oder mit Schrauben befestigt. Schon nach wenigen Stunden kannst du dann mit der Verlegung des Bodenbelags beginnen. Trockenestrich eignet sich vor allem für Sanierungs- und Umbaumaßnahmen.

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    Estrich Trockenzeit

    Ist der Untergrund im Badezimmer erst einmal für den Fliesenbelag vorbereitet, scheint der unangenehme Teil der Arbeit geschafft. Bei aller Vorfreude aufs Verfliesen sollte die vorgeschriebene Estrich-Trockenzeit allerdings nicht unterschritten werden. Allzu häufig halten gerade Hobbyhandwerker ihren Estrich für begehbar und belagsfertig, obwohl er nur oberflächlich ausgehärtet ist. Wirkliche Gewissheit lässt sich letztlich nur durch eine CM-Messung des Estrichs erlangen, bei der vom Fachmann die Restfeuchte überprüft wird. Dennoch gibt es einige Richtwerte, an die man sich halten kann.

    Estrich-Trockenzeit: Zement- und Anhydritestrich

    Bei Zement handelt es sich um den „Allrounder“ unter den Untergrund-Materialien. Sogenannte „Fließestriche“ nehmen nahezu kein Wasser auf und eignen sich deshalb vorzüglich für schwierige Bereiche wie Bad oder Pool. Auch als Estriche für Fußbodenheizungen werden Zementgemische gerne verwendet. Ein großer Nachteil ist jedoch die außergewöhnlich lange Estrich-Trockenzeit! Hier machen auch qualitativ hochwertige Produkte der Firma Knauf keine Ausnahme. Zunächst müssen sie drei Tage lang vor Austrocknung und sieben weitere Tage vor Luftzug, Nässe und Hitze geschützt werden. Erst nach gut 36 Stunden sollte man die Fläche betreten. Einige Stunden später kann man den Estrich schleifen, falls dies aufgrund von Unebenheiten nötig sein sollte.

    Wesentlich kürzer ist die Trocknungszeit bei Estrichen aus Anhydrit (neuer Begriff: Calziumsulfatestrich). Diese werden für Nassbereiche jedoch nur in Ausnahmefällen genutzt, denn das Material zieht Wasser an. Bei unsachgemäßer Ausführung und überdurchschnittlicher Luftfeuchtigkeit beginnt es, sich zu verfärben, aufzuquellen und zu schimmeln. Spätestens dann ist es unmöglich, den Estrich zu trocknen. Über den Einsatz von Anhydrit sollte man sich deshalb besser vom Fliesenleger beraten lassen.

    Estrich-Trockenzeit: bei Trockenestrichen ohne

    Eine dritte Variante sind Trockenestriche. Wie ihr Name bereits verrät, benötigen die Estriche keine Trocknungszeit. Anstelle eines flüssigen Stoffgemischs werden Holzspanplatten mit einem dünnen Überzug aus Gips oder Beton verbaut. Fließspachtel, der zusätzlich erworben werden sollten, stellt sicher, dass Ungleichmäßigkeiten der Platten das Bild des späteren Belages nicht stören. Er fällt jedoch für die Estrich-Trockenzeit kaum ins Gewicht. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Bauplatten von Fermacell mit Stück-Preisen von 10 bis 21 Euro. Sie können in jedem Baumarkt oder bequem und günstig im Internet-Handel erworben werden.

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    Источники: http://www.heimwerker.de/haus/heizung-energie-solarstrom/fussbodenheizung/estrich-aufheizen-bei-fussbodenheizung.html, http://www.herold.at/blog/trockenzeit-estrich-tipps/, http://www.fliesenleger.net/estrich-trockenzeit-20112095

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