Estrich spachteln

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    Estrich spachteln – die größten Fehlerquellen

    Estrich spachteln ist ein wichtiges Element beim Sanieren und Renovieren. Durch mangelnde Erfahrung schleichen sich schnell Fehler ein.

    Ein guter Untergrund ist bei der Verlegung eines Bodens wichtig. Nach der Verlegung ist ein Ausbessern des Unterbodens mit viel Arbeit, Zeit und zusätzlichen Kosten verbunden.

    Zu wenig Estrich spachteln

    Estrich zu spachteln, bedarf gewissen Vorkenntnissen. Eine zu dünne Schicht der Spachtelmasse wirkt sich negativ auf den Unterboden aus. Er hält dem Druck auf Dauer nicht Stand und platzt. Bis zu drei Millimeter sollte die Schicht betragen. So ist sie tragfähig und stabil. Der Estrich ist gleichmäßig aufzutragen und Risse sind zu verspachteln.

    Zu viel Spachtelmasse

    Die Dicke der Spachtelmasse ist nicht zu unterschätzen. Liegt die Dicke über drei Millimeter, wirkt sich das ebenfalls negativ auf die Tragfähigkeit aus. Ein weiterer Nachteil ist, dass sich dieser Fehler erst nach einiger Zeit bemerkbar macht. Der neue Boden ist verlegt und es kommt zu Spannung. Die Folge ist ein Reißen des Estrichs und der komplette Boden benötigt eine neue Sanierung. Das verursacht zusätzliche Kosten und ist besonders ärgerlich.

    Zu schnelles Verlegen

    Beim Estrich spachteln sind die Trocknungszeiten wichtig. Ein feuchter Estrich ist nicht stabil genug, um Druck auszuhalten. Er benötigt eine Härtungsfrist. Werden auf einen feuchten Estrich Fliesen verlegt, bekommen sie während der Trocknungszeit Spannungsrisse. Fliesen lösen sich ab, wenn sie nicht genügend Halt finden. Bei anderen Böden entstehen ebenfalls Folgeschäden.

    Nivelliermasse läuft in die Estrichrandfugen

    Eine Nivelliermasse ist für die Vorarbeiten bei der Bodenverlegung notwendig. Sie dient als Ausgleichsmasse und schafft einen ebenen Untergrund. Vor dem Auftragen sind alle Risse im Estrich zu entfernen. Alle Rückstände und Staub sollten ebenfalls entfernt werden.

    Bei Nivelliermasse ist auf die Estrichrandfugen zu achten. Sie müssen zwingend frei bleiben. Die Randfuge sorgt für eine Bewegungsfreiheit des Estrichs und für genügend Möglichkeiten zur Ausdehnung. Wenn diese Bewegungsfreiheit nicht vorhanden ist, kommt es nicht nur zu Rissen des Unterbodens, sondern die Schalldämmung ist nicht mehr gewährleistet. Trittschall und Kinderlärm dringt ungehindert durch die Wände.

    Estrich verlegen: was kostet es?

    Diese und viele weitere Fragen beantworten wir in unserem Preisradar rund um das Thema Estrich verlegen.

    Estrich reparieren: was kostet es?

    Diese und viele weitere Fragen beantworten wir im Preisradar rund um das Thema Estrich reparieren.

    Estrich spachteln, Risse reparieren und ausbessern

    Bei Estrich handelt es sich wie erläutert um eine Betonart, dessen Korngröße und Mischung auf seine spezielle Verwendung optimiert wurden. Im Haushaltsbereich dient er neben Isolation und Schallschutz meist dem Zweck, den mehr oder weniger unebenen Grundboden auszugleichen und dadurch dem eigentlichen Fußbodenbelag seine Grundlage zu verschaffen. Wenn nun dieser Fußbodenbelag (z.B. im Fall von Fließen, selbst das Abziehen eines verklebten Teppiches hinterlässt Unebenheiten) mit Gewalt herausgerissen wird, entstehen mitunter Löcher und Unebenheiten.

    Wir erläutern, wie man diesen Estrich spachtelt und ausbessert.

    Löcher im Betonboden ausbessern

    Das Fundament muss stimmen! Wenn sogar der Betonboden schon Risse oder Löcher aufweist, müssen diese vor dem Estrich repariert werden. Eine einfache und extrem stabile Lösung für Löcher bis 5 cm Tiefe mit Epoxidharzmörtel zeigt das folgende Video:

    Grobe Risse im Estrich reparieren

    Wenn im Estrich richtige Risse vorhanden sind, reicht es nicht aus, einfach Ausgleichsmasse über den Estrich zu kippen (wie beim Spachteln, siehe unten). Die Spachtelmasse wäre überfordert, diese Risse dauerhaft haltbar auszubessern.

    Für diese Risse im Estrich hält der Handel fertige Reparatursets bereit. Mit diesen gelingt die Ausbesserung der Risse im Estrich in der Regel problemlos:

    1. Die Risse ein wenig auskratzen (z.B. mit einem Meißel oder einer Fräse), damit das Gießharz leichter eindringen kann.
    2. Quer zum Rissverlauf im Abstand von ca. 20 cm Fugen mit einer Tiefe von ca. 3 cm einschleifen. Diese nehmen die sogenannten „Wellenverbinder“ auf. Dafür kann eine Estrichfräse oder ein Winkelschleifer genutzt werden.
    3. Risse und Fugenschlitze sorgfältig aussaugen.
    4. Gießharz mit Härter anmischen, wenn so vorgegeben.
    5. Bei großen Rissen eventuell Quarzsand in die Gießharzmischung zugeben.
    6. Gießharz in die Risse und Schlitze füllen (Handschuhe tragen!).
    7. Wellenverbinder (Estrichklammern) in die eingeschleiften Schlitze legen und wieder mit Gießharz übergießen. Die Wellenverbinder eventuell mit einem Hammer reintreiben.
    8. Mit einem Spachtel hervorquellenden Gießharz abziehen und die Risse dadurch glätten.
    9. Auf die Risse nach einigen Minuten (Spachtelangaben befolgen) vollflächig Quarzsand (Stärke 0,2 bis 0,7 mm) streuseln und trocknen lassen. Durch diesen letzten Schritt haftet der Spachtel besser an dem Estrich.
    10. Nach dem Abhärten den überschüssigen Quarzsand abfegen.
    • Nie zu tief ausfräsen, unter Estrich liegen oft Leitungen und Rohre.
    • Mancher Estrich hat extra Dehnungsfugen. Diese dürfen natürlich nicht mit verschlossen werden!

    Videoanleitung Risse im Estrich reparieren

    Eine gute Ansicht der einzelnen Arbeitsschritte liefert das folgende Video. Ausnahme: Das Anmischen des von Ihnen gewählten Reparatur-Harzes muss individuell nach dessen Anleitung erfolgen.

    Estrich spachteln

    Wenn die Risse im Estrich belastbar verschlossen sind, kann dieser glatt gespachtelt werden. Es gilt wieder, passend zum Estrich die Grundierung und die Spachtelmasse auszuwählen. Wenn man nicht weiß, welche Estrichsorte vor einem liegt, muss man vor dem Kauf der Masse einen Fachmann befragen.

    1. Kleberreste und alte Spachtelmassen entfernen, z.B. mittels eines Estrichschleifers.
    2. Abfegen bzw. Absaugen des Estrichs.
    3. Auf die Estrichart abgestimmte Grundierung auftragen. Fliesestriche vorher anschleifen.
    4. Randbereiche an den Wänden abkleben (Schallschutz) bzw. – bei Neuestrichen – bis nach dem Verspachteln dran lassen.
    5. Auf den Estrich abgestimmten Spachtel anrühren. Wichtig: Genau die Mengenangaben einhalten!
    6. Den Estrichspachtel portionsweise auskippen und mit einer Rakel verteilen. Die Höhe der Zähne der Rakel legt die Höhe der Spachtelebene an der tiefsten Stelle fest.
    7. Danach den noch flüssigen Estrichspachtel mit einer Nagelwalze entlüften.
    8. Nach dem Austrocken (bis zu 48 Stunden) kann die Fläche erneut geschliffen werden.

    Ein sehr gutes Video zum Estrich spachteln:

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    Estriche spachteln

    Estriche mit Ausgleichsmasse oder Vieveliermasse spachteln

    Haben Sie beispielsweise zuvor einen Teppichboden mit Geweberücken herausgerissen, werden Sie nicht nur den Belag, sondern auch die unter der Kleberschicht sitzende Spachtelmasse oder gar Estrichteile mit entfernt haben.

    Es kann sich aber auch um einen neuen Estrich handeln, der vor der Verlegung eines Bodenbelag in jedem Fall gespachtelt werden sollte, um Unebenheiten im Estrich auszugleichen.

    Zudem sollte niemals direkt auf alten Kleberresten ein neuer Kleber aufgetragen werden, da hier die Gefahr einer späteren Geruchsbelästigung besteht (die Kleber können miteinander reagieren).

    Hierfür verwendet man eine sogenannte Spachtelmasse (bis ca.3 mm Schichtdicke) oder Nivelliermasse (bis ca. 10 mm Schichtdicke), diese sind selbstverlaufend und daher flüssig angerührt.

    1. Untergrundfestigkeit prüfen, lose Teile und Kleberreste entfernen, evtl. Feuchteprüfung
    2. Kehren und absaugen
    3. Haftgrund auftragen
    4. Trocknen lassen
    5. Spachtelmasse anrühren, auftragen und trocknen lassen
    6. Schleifen und absaugen

    Es sollte immer geprüft werden ob die einzelnen Komponenten zusammenpassen. Das heißt, um welchen Estrich handelt es sich? Sind die alten Kleberreste überhaupt überspachtelbar usw.

    Untergrundfestigkeit prüfen, lose Teile und Kleberreste entfernen, evtl. Feuchteprüfung

    Lose Teile der alten Spachtelmasse, Kleberreste und noch anhaftende Rückstände des alten Belages mit einem breiten Schaber oder Spachtel entfernen. Die beste Möglichkeit ist jedoch sich im Fachhandel eine Tellerschleifmaschine auszuleihen und dann mit einem Bürstenaufsatz oder Schleifteller den Estrich zu bearbeiten. In manchen Fällen muss sogar die ganze alte Kleber- und Spachtelschicht abgefräßt werden.

    Unter gewissen Bedingungen sollte in jedem Fall eine Feuchtigkeitsmessung des Estrichs vorgenommen werden (z. B. bei nicht unterkellerten Räumen).

    Nun kehren Sie die Fläche einmal ab, um die groben Rückstände zu entfernen und Saugen danach den feinen Staub ab

    Tragen Sie den Haftgrund mit einer Schaumstoff- oder Lammfellwalze auf, hierbei ist eine Pfützenbildung zu vermeiden. Wichtig ist auch, dass hierbei sorgfältig jeder Quadratzentimeter grundiert wird. Der Haftgrund (Grundierung) dient als Haftbrücke zwischen Unterboden und der neuen Spachtelmasse. Zudem soll sie ein gleichmäßiges Trocknen gewährleisten.

    Lassen Sie nun die Grundierung lt. Herstellerangaben trocknen (je nach Begebenheit 2-24Std.)

    Spachtelmasse anrühren, auftragen und trocknen lassen

    Wasser (Mengenangaben des Herstellers beachten) in einen großen Mischeimer geben und bei laufendem Rührer die Spachtelmasse einschütten. Verwenden Sie zum Anrühren eine Bohrmaschine mit Quirlaufsatz.

    Nun kommt die eigentliche Kunst, schütten Sie die flüssige Spachtelmasse portionsweise auf den Estrich und verteilen diese halbkreisförmig mit einer Glättkelle.

    Spachtelmasse anrühren und auf dem Boden verteilen.

    TIPP: Verwenden Sie einen Rakel (Spachtel mit Zahnung), das hat den Vorteil, dass durch die Zahnung eine immer gleichbleibende Menge Spachtelmasse aufgetragen wird und so Kellenschläge vermieden werden. Danach können Sie die Spachtelmasse mit einer Nagelwalze abrollen, um diese zu entlüften und noch gleichmäßiger zu verteilen.

    Nach dem aushärten sollte die Spachtelmasse geschliffen werden. Auch hier gilt wieder: Nach Möglichkeit eine Tellerschleifmaschine verwenden. Zur Not tut es auch ein Schwingschleifer, mit dem zumindest kleinere Flächen gemeistert werden können. In erster Linie geht es ja auch nur darum, kleine Körner und Ähnliches, die sich beispielsweise bei einem PVC durchdrücken können, zu begradigen.

    Schleifen mit der Tellerschleifmaschine.

    Die Spachtelmasse sollte immer möglichst gleichmäßig aufgetragen werden. Größere Unebenheiten, wie z. B. Kellenschläge lassen sich nur sehr mühsam wieder entfernen – also beim Spachteln sehr sorgsam vorgehen.

    TIPP: Wenn Sie eine zweite Schicht aufspachteln, muss auch wieder vorher grundiert werden.

    Die Grundierung ist zum einen Haftvermittler und zum anderen dient sie auch dazu, dass die zu spachtelnden Flächen die Feuchtigkeit der Spachtelmasse gleichmäßig aufnehmen. Es gibt Grundierungen, die in die Fläche eindringen und solche die nur auf der Oberfläche haften.

    Es sind immer die Herstellerangaben zu beachten. Zwar gibt es Multi-Grundierungen, aber für spezielle Untergründe, wie beispielsweise alte Fliesenbeläge, sollten nur Grundierungen verwendet werden, die auch dafür ausgewiesen sind. Für problematische Altuntergründe mit wasserlöslichen Klebern sind zweikomponentige Epoxidharzgrundierungen zu verwenden.

    In der Regel selbstverlaufende Spachtelmassen für verschiedene Schichtdicken (Ausgleichs-, Spachtel- und Niveliermassen)

    • Gipsgebundene Spachtelmassen (spannungsarm)
    • Zementgebundene Spachtelmassen (die Standardspachtelmasse)
    • Spachtelmassen mit einer Fasermischung (flexibel)
    • Spezielle Spachtelmassen, die nur unter verklebtem Parkett verwendet werden.
    • Schnell trocknende ein- und zweikomponentige Spachtelmassen
    • Standfeste Spachtelmassen (diese sind nicht selbstverlaufend, zur Reparatur von Treppen oder zum Anspachteln von Höhenunterschieden)

    Источники: http://www.my-hammer.de/artikel/estrich-spachteln-die-groessten-fehlerquellen.html, http://www.bauen-und-heimwerken.de/grundwissen/estriche/estrich-reparieren.htm, http://www.die-heimwerkerseite.de/bodenbelaege/untergrundvorbereitung/estriche-spachteln/

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