Estrich glätten

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    Beton glätten: So geht’s am besten

    Beim Glätten von Beton muss deutlich zwischen maschinell und manuell (in Handarbeit) geglätteten Betonen unterschieden werden. Nachfolgend beschreiben wir den Aufbau einer Betonplatte für das manuelle Glätten. Außerdem gehen wir auch auf die Besonderheiten beim maschinellen Glätten von Beton ein.

    Beton – ein anspruchsvoller Baustoff

    Beton verwendeten schon die alten Römer. Wer nun denkt, der graue Kunststein sei nichts wirklich Besonderes, liegt völlig falsch. Außer vielleicht der Farbe haben alte Betonteile nichts mehr mit modernem Beton zu tun. Bei modernem Beton handelt es sich also durchaus um ein echtes High-Tech-Produkt. Je nachdem, welche Anforderungen gestellt werden, muss Beton auch geglättet werden. Zunächst stehen hier zwei unterschiedliche Vorgehensweisen zur Auswahl:

    • Beton manuell glätten (Handarbeit)
    • Beton maschinell glätten

    Glätten und Schleifen von Beton

    Das Glätten selbst darf nicht mit dem Beton schleifen oder polieren gleichgesetzt werden. Zwar können Sie einen zuvor geglätteten Beton später auch schleifen und polieren. Doch das Glätten von Beton ist ein völlig eigenständiger und komplexer Bereich, der keinesfalls zu unterschätzen ist.

    Bereits bei der Planung wird das Betonglätten berücksichtigt

    Schon bei der Planung, also lange Zeit, bevor eine Betonplatte überhaupt hergestellt wird, muss das Glätten von Beton berücksichtigt werden. Die Konsistenz des Betons ist hier ausschlaggebend. Selbst beim maschinellen Glätten von Beton kann es schnell zu ungewollten Auswirkungen kommen. Das gilt besonders dann, wenn Betonbauer und betonglätter zwei voneinander unabhängig von unterschiedlichen Handwerkern oder Betrieben durchgeführte Arbeiten sind.

    Risiken, wenn Sie Beton maschinell glätten lassen wollen

    Unter „Beton mischen: Betonarten“ beschreiben wir die Eigenschaften von Beton, die sich durch das Mischen ergeben, ausführlich. Das Risiko bei der Durchführung beider Arbeiten durch unterschiedliche Handwerker liegt in der gewünschten Qualität, die beide Betriebe erreichen wollen bzw. müssen. Je höher die Konsistenz (flüssiger) ist, desto besser für den Einbauer. Der Glätter wiederum benötigt eine rasche Rücksteifigkeit (weniger flüssig), die so aber nicht gegeben ist.

    Grundsätzliche Voraussetzungen

    Außerdem sollte auch der w/z-Wert (Wasser-Zement-Wert) unter 0,50 liegen, wenn Glättbeton verbaut wird. Jedoch hat auch ein niedriger w/z-Wert seine Tücken, die Sie unter dem bereits gesetzten Link zum Betonmischen ausführlich beschrieben bekommen. Auch das sollte weitgehend vermieden werden. Außerdem sollte der Beton unbedingt innerhalb des optimalen Temperaturbereichs eingebaut werden (nicht unter minus 5 Grad Celsius und nicht über plus 30 Grad).

    Maschineller Glättbeton – anspruchsvoll und hochwertiger Beton

    Außerdem wollen wir Sie darauf hinweisen, dass die hier genannten Informationen für maschinell geglätteten Beton nicht ausreichend sind. Das Herstellen und perfekte, maschinelle Glätten von Glättbeton erfordert ein hohes Maß an Fachwissen und Erfahrung. Als Bauherr müssen Sie dafür Sorge tragen, dass sich Planer, Betoneinbauer und Betonglätter perfekt aufeinander abstimmen. Einige Glätttechniken erfordern Fließadditive (Betonverflüssiger), die bei anderen Glätttechniken störend sein können. Auch stellt Beton mit Stahlfasern vor Probleme beim Glätten, da sich die Fasern aufstellen können.

    Manuelles Glätten und Abreiben von herkömmlichem Beton (Baustellenbeton)

    Einige Probleme, die auch bei der professionellen Herstellung von Glättbeton anfallen, gibt es auch beim manuellen Beton einbauen und glätten, wie es in der Regel mit Baustellen- oder Behelfsbeton durchgeführt wird, also den Mitteln, die ein Heimwerker zum Beton gießen und glätten zur Verfügung hat. Dazu gehören die nachfolgenden Eigenschaften:

    • Stärke der Betonplatte
    • Schichten (Bewehrung, Betonschichten in unterschiedlicher Konsistenz)
    • Porosität des Betons
    • durch die Verarbeitung und Additive entstandene Schichten (es können sich obenliegende Unterschichten bilden, auch Elefantenhaut genannt)

    Schichtaufbau des Betons

    Je nach Anforderung müssen mehrere Schichten Beton eingebaut werden, wenn das Glätten bestmöglich gelingen soll und gleichzeitig die Kosten gering gehalten werden sollen. Der Aufbau eines solchen Betonbodens könnte folgendermaßen aussehen (darunter gegebenenfalls auch verdichteter Kies usw.):

    • Sauberkeitsschicht, 3 bis 4 cm, Zement, Sand, Kies
    • darauf Baustahlmatten (noch nass)
    • darauf Betonschicht, maximal 5 bis 6 cm (darüber steigt das Risiko von Rissen), Zement, Sand, Kies
    • darauf Baustahlmatten (noch nass)
    • darauf Deckschicht, maximal 2 bis 3 cm, Zement, Sand (kein Kies oder Körnung in Estrichqualität)

    Glätten und Abreiben des Betons

    Diese Schicht wird dann mit einem Putzbrett weiter verdichtet, geglättet und abgerieben. Ziel ist hier nicht nur das Glätten selbst, auch etwaige Poren in der oberen Betonschicht werden so geschlossen. Aus den USA kommend finden hier auch sogenannte Float-Kellen immer größer werdende Verbreitung. Im Gegensatz zu herkömmlich dünnen und flexiblen Glättkellen sind diese stark und nicht biegsam.

    Immer wieder mit Zement pudern und Beton anschließend nass halten

    Damit können Sie noch besser verdichten und abziehen. Während des Glättens wird die oberste Schicht dann immer wieder mit Zement „gepudert“. So wird sichergestellt, dass sich alle Poren schließen, außerdem wird die Betonoberfläche ausgesprochen hart und kann nicht reißen. Während der nachfolgenden Tage muss der Beton dann immer gewässert werden. Allerdings nicht so viel, dass er ausschwämmt.

    Baustellen- oder Behelfsbeton ist nach grober Rezeptur manuell hergestellter, herkömmlicher Beton (Rührquirl, Mischmaschine, Mischung 1 Teil X, 2 Teile Y usw.).

    Estrich verlegen in 7 Schritten

    Wie Sie Estrich fachmännisch verlegen, welche Vorbereitungen nötig sind und welches Material bzw. Werkzeug Sie benötigen, erfahren Sie in unserer Anleitung. In sieben einfachen Schritten haben Sie in Ihrem Haus oder in Ihrer Wohnung schnell Estrich selbst verlegt.

    Ein sauber und eben aufgetragener Estrich ist Grundlage für Bodenbeläge wie Fliesen, Parkett oder Laminat. Mit dem Wissen um den richtigen Estrich für das entsprechende Anwendungsgebiet und guter Vorbereitung ist die Aufgabe für jeden Heimwerker ein spannendes Projekt.

    Die unterschiedlichen Estrich Verlegungsarten

    Estrich kann auf verschiedene Arten gelegt werden. Neben der Verlegung von Trockenestrich, bei der fertige Estrichelemente auf einer Ausgleichsschüttung aus mineralischen Körnern verlegt werden, ist auch die Verlegung von Nassestrich möglich. Dabei wird der Estrich als nasse Masse auf den Untergrund gegossen. Bei der Verlegung als Verbundestrich wird er direkt auf den darunterliegenden Untergrund gegossen, Schall- und Wärmedämmung entfallen. Die Verlegung von Estrich auf einer Trennschicht (meist PE-Folie) verhindert ein Aufsteigen von Feuchtigkeit.

    Die besten Werte für die Dämmung von Trittschall und Wärmedämmung erzielen Sie mit der schwimmenden Verlegung von Estrich. Dieser wird dabei auf einer Dämmschicht verlegt und durch die Randdämmung auch von den Wänden abgegrenzt.

    Die verschiedenen Estricharten

    Doch nicht nur die Art der Verlegung spielt eine Rolle. Es gibt auch verschiedene Arten von Estrich: Zement-Estrich verfügt über eine gute Festigkeit, ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit und dadurch innen und außen einsetzbar. Normaler Zementestrich hat eine durchschnittliche Trocknungszeit von etwa 20 bis 30 Tagen. Für Heimwerker ist daher Schnellestrich die bessere Wahl. Er ist nach wenigen Stunden begehbar, Böden können nach 24 Stunden verlegt werden und Ihre Renovierungsarbeiten können zügig abgeschlossen werden.

    Wenn Sie planen, eine Fußbodenheizung zu verlegen, informieren Sie sich bitte vor dem Estrich legen genau über die Anforderungen des Herstellers an den Heizestrich. Warmwasserfußbodenheizungen werden meistens mit einer Estrichschicht von 4,5 cm überdeckt. Einige Hersteller empfehlen die Zugabe von Zusatzmitteln zum Estrich.

    Für spezielle Anwendungen kommen Anhydrit-, Magnesia-, oder Gussasphalt-Estrich zum Einsatz.

    Schritt 1 – Untergrund für Estrich vorbereiten

    Bevor Sie mit dem Estrich verlegen beginnen können, bereiten Sie den Untergrund vor: Zuerst bringen Sie die Randdämmung bzw. den Randdämmstreifen schall- und spannungsentkoppelt umlaufend an der Wand an, anschließend werden Dämmplatten aus Polystyrol als Trittschalldämmung fugenlos verlegt.

    Der Randdämmstreifen dient zusätzlich als Dehnungsfuge und ermöglicht die Ausdehnung des Estrichs bei Temperaturunterschieden. Das Anbringen von Dehnungsfugen ist vor allem beim Verlegen von Heizestrich sinnvoll.

    Schritt 2 – PE-Abdeckfolie für Estrich verlegen

    Auf die Dämmplatten legen Sie eine PE-Folie als Trennschicht zwischen Dämmung und Estrich. Die Folie lässt sich mit einem Cuttermesser gut zurecht schneiden. Achten Sie auf überlappende Verlegung: Die Folie muss auch die Randdämmung vollständig bedecken. Zeichnen Sie an der Wand einen Meterriss an. Diese Hilfslinie hilft Ihnen später dabei, die Verlegehöhe genau einzuhalten.

    Schritt 3 – Estrich anmischen

    Mischen Sie den Estrich an. Am einfachsten gelingt diese Arbeit mit einer Betonmischmaschine – diese können sie auch beim OBI Mietgeräte Service ausleihen. Beachten Sie die Angaben des Herstellers zum Mischverhältnis zwischen Estrich und Wasser.

    Schritt 4 – Estrich ausbringen und verlegen

    Bringen Sie die fertig angerührte Estrichmasse auf die PE-Folie auf. Verteilen Sie die Masse mit einer Schaufel auf der gesamten Fläche. Die Verlegehöhe sollte zwischen 4 und 4,5 cm liegen. Achten Sie darauf, dass der Estrich nicht den von Ihnen an der Wand angezeichneten Meterriss übertritt, notfalls entfernen Sie überschüssigen Estrich wieder.

    Unterteilen Sie den Raum mit Dachlatten in Bahnen und befüllen Sie diese mit Estrich. Innerhalb dieser Bahnen können Sie den Estrich leicht gleichmäßig verteilen und mit Brett und Wasserwaage abschnittsweise eben abziehen.

    Schritt 5 – Estrich abziehen

    Mit einer Wasserwaage und einer Abziehlatte ziehen Sie den Estrich eben ab. Arbeiten Sie dabei abschnittsweise von einer Raumseite zur anderen.

    Schritt 6 – Estrich glätten

    Glätten Sie den Estrich zuerst mit einem Reibebrett, danach mit einem Stahlglätter. Achten Sie dabei auf Dehnungsfugen, sonst können bei der Trocknung Risse entstehen.

    Schritt 7 – Estrich trocknen lassen

    Nun muss der Estrich trocknen, wobei die Trocknungszeit von der Art des verwendeten Estrichs abhängt. Während Schnellestrich schon nach mehreren Stunden getrocknet sein kann, brauchen andere Estricharten 20 bis 30 Tage, bis Sie einen Boden darauf verlegen können. Bitte beachten Sie die Angaben des Herstellers und vergessen Sie nicht, den Raum gut zu belüften.

    Estrich selber verlegen ist nicht schwer, wenn man die einzelnen Arbeitsschritte kennt und das richtige Material zur Hand hat. Die Verlegung von Schnellestrich stellt selbst für ungeduldige Bodenleger kein Problem dar. Wer sich die Arbeit mit Estrich zutraut und ein wenig Geduld bei der Renovierung hat, erhält mit Zementestrich einen besonders haltbaren Untergrund, um darauf Fliesen, Parkett oder Laminat zu verlegen.

    Soll der Estrich selber als Fußbodenbelag dienen, müssen Sie ihn noch beschichten oder versiegeln, um den Bodenbelag strapazierfähiger zu machen und ein Eindringen von Wasser zu verhindern. Die Mitarbeiter vor Ort in Ihrem OBI Markt berät Sie gern bei allen Fragen rund um die Behandlung des fertigen Estrichs.

    Anleitungen zum Verlegen von Parkett, Laminat oder Bodenfliesen sowie weitere Ideen und Inspirationen rund um das Thema Böden finden Sie in unserer Rubrik „Wände & Böden“.

    Materialliste

    Werkzeugliste

    Wissenswertes über Zement

    Über Zement nützliche Informationen erhalten. Einfach mehr wissen über den unentbehrlichen Baustoff. Besser informiert mit dem Bindemittel bauen. mehr

    Wissenswertes über Zementmörtel

    Wissenswertes rund um Zementmörtel bietet Ihnen diese Seite von OBI. Auch finden Sie hier passende Angebote und Ratgeber zur Arbeit mit Mörtel. mehr

    Wissenswertes über Fußbodenheizungssysteme

    Moderne Fußbodenheizungssysteme lassen sich vielerorts nachrüsten. Eine Fußbodenheizung verbessert das Raumklima und spart dabei Heizenergie. mehr

    Wissenswertes über Zement

    Über Zement nützliche Informationen erhalten. Einfach mehr wissen über den unentbehrlichen Baustoff. Besser informiert mit dem Bindemittel bauen. mehr

    Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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    Alles über Tapeten

    Gardinen richtig befestigen

    Holzbalken verbinden

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    Beton glätten – so bekommen Sie Betonflächen glatt

    Beton glätten – Beton ist im Lieferzustand ein flüssiges Gemisch aus Zement, Wasser, Sand und Kies. Damit er sinnvoll genutzt werden kann, muss er in stabile Formen gegossen werden. Beton hat in erster Linie technische Aufgaben. Optisch ist er durch seine graue Farbe nicht sehr ansprechend. Dennoch ist es sinnvoll, ihn mit einer möglichst glatten Oberfläche erstarren zu lassen.

    An den Seiten eines Betonkörpers erhält man durch eine glatte Oberfläche eine gute Grundlage für eine weitere Bearbeitung. Eine glatte Oberseite, beispielsweise bei einer Betondecke, erleichtert den weiteren Aufbau der Bodenbeläge ganz erheblich. Beton ist ein sehr flexibler Werkstoff, der mit dem entsprechenden Gerät in jedem Härtezustand bearbeitet werden kann.

    Reifungsprozess von Beton

    Frischer Beton härtet in drei Stadien aus:

    Beton wird im flüssigen oder plastischen Zustand in die Schalung gegossen. Er ist vollkommen weich und folgt nur den Gesetzen der Schwerkraft. Beton lässt sich weder kneten noch auftürmen, sondern fließt und sackt immer entlang dem Weg des geringsten Widerstands. Diesen Zustand behält er für ca. 1 Stunde nach dem Anrühren.

    Wenn der Beton „reift“, dann fließt er nicht mehr, hat aber noch eine feuchte und lösbare Oberfläche. Die Zementschlämme kann noch ausgewaschen werden. So wird beispielsweise Waschbeton hergestellt.

    Nach ca. 24 Stunden ist der Beton vollständig ausgehärtet bzw. abgebunden. Seine Oberfläche kann nun nur noch mit schwerem Gerät und viel Kraft bearbeitet werden. Die Industrie bietet aber auch für diesen Härtezustand das passende Werkzeug an.

    Frischbeton glätten und verdichten

    Beton lässt sich am einfachsten glätten, wenn er vergossen wird. Hier muss unterschieden werden, ob der Betonkörper nur an seiner Oberseite oder umseitig eine möglichst glatte Oberfläche erhalten soll. Bei Wandelementen ist eine glatte Oberfläche an der Seite, bei Unterzügen und Betondecken auch an der Unterseite des Betons sinnvoll. Dazu wird die Innenseite der Schalung mit Platten ausgekleidet, die eine möglichst glatte Oberfläche besitzen.

    Das seit Jahrzehnten bewährte Standardmaterial zu diesem Zweck ist „Betoplan“. Dies sind leicht zu bearbeitende Multiplex-Platten mit einer besonders glatten Oberfläche.Diese Platten werden einfach mit einer Kreissäge zugeschnitten und zudem mit möglichst wenigen Nägeln an der Innenseite einer Schalung angeheftet. Bei der Berechnung der Schalung muss die Wandstärke des Betoplans mit berücksichtigt werden. Betoplan hat eine Dicke von 21 bis 27 mm und kostet ca. 28 Euro pro Quadratmeter. Wenn statt einer glatten eine strukturierte Oberfläche gewünscht wird, kann mit den passenden Vorsatzschalungen sehr interessante Effekte erzielt werden.

    Vor dem Einfüllen des Betons in die Schalung muss sie großzügig mit Schalöl eingesprüht sein. Trockene Stellen können beim Entfernen der Schalung ausreißen. Um den Betonkörper an dieser Stelle wieder glatt zu bekommen, ist Nacharbeit durch Spachteln und Glätten notwendig. Dies kann man sich sparen, wenn die Schalung eingeölt ist.

    Wo Beton und Außenschalung aufeinander treffen, erzeugen die austretenden Zementschlämme automatisch eine glatte Oberfläche. Der größte Feind der glatten Struktur ist eingeschlossene Luft. Diese wird während des Betonierens durch konsequentes Verdichten entfernt. Dazu werden Rüttler bzw. Rüttelflaschen eingesetzt.

    Rüttelflaschen, auch „Verdichter“ genannt, sind Baugeräte, die für das Einbringen von Beton in Wandschalungen besonders wichtig sind. Sie sorgen dafür, dass sich der Beton auch wirklich vollständig innerhalb der Schalung verteilt und auch in die hintersten Winkel läuft. Beim Betonieren von Betondecken sorgt der Rüttler für eine Nivellierung der Oberfläche, was das anschließende Glätten besonders vereinfacht.

    Beton verdichten

    Betonrüttler sind hochwirksame Geräte, welche die Arbeit beim Betonieren erheblich vereinfachen und die Ergebnisse deutlich verbessern können. Um den Rüttler richtig einzusetzen, sind ein paar grundlegende Kenntnisse wichtig.

    Der Rüttler besteht aus einem langen und schweren Schlauch, der an einer Seite an einen Elektromotor angeschlossen wird und an der anderen Seite eine flaschenförmige Spitze hat. In dieser Spitze dreht sich eine Unwucht, womit die starken Vibrationen des Rüttlers erzeugt werden.

    Betonrüttler

    Bei Wandschalungen ist es sinnvoll, den Rüttler vor dem Eingießen des Betons bereits bis zum Boden der Schalung hinab zu lassen. Wenn die Schalung erst einmal gefüllt ist, erreicht der Rüttler den Boden nicht mehr. Ideal ist es, wenn schichtweise betoniert werden kann. Vor jedem Füllschritt wird der Beton gründlich „Abgerüttelt“, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Aber Vorsicht: Wenn zu viel und zu lange gerüttelt wird, entmischt sich der Beton und verliert an Festigkeit.

    Bei stark bewehrten Schalungen ist ein konsequentes Verdichten besonders wichtig. Nur vollständig mit Beton umschlossener Baustahl ist gegen Korrosion geschützt und kann so dauerhaft für Stabilität sorgen. Beim Abrütteln von bewehrten Beton muss man aufpassen, dass die Rüttelflasche nicht stecken- oder hängen bleibt. Dies passiert relativ leicht. Im schlimmsten Fall muss die Flasche abgeschnitten werden und in der Schalung verbleiben.

    Bei Deckenschalungen wird der Rüttler alle 30-50 cm in den frischen Beton eingetaucht. Der Beton nivelliert sich sofort aus und erzeugt eine bereits sehr ebenmäßige Oberfläche. Eine gut abgerüttelte und ausnivellierte Betondecke ist wesentlich leichter zu glätten und zu beschichten.

    Nach dem Betonieren muss der Rüttler gründlich gereinigt werden. Anbackender Beton ist nur noch schwer zu entfernen. Darum ist es sinnvoll, den Rüttler vor dem Einsatz ebenfalls gründlich mit Schalöl einzusprühen. Ein Rüttler kostet ca. 36 Euro in der Tagesmiete.

    Beton glätten

    Nach dem Abrütteln einer Betondecke oder einer Bodenplatte folgt das Glätten. Dafür stehen verschiedene Verfahren bereit. Es genügt bereits, ein Stück Betoplan an einen Besenstiel zu nageln, um einen funktionalen Betonglätter herzustellen. Bessere Ergebnisse versprechen hingegen professionellere Handgeräte. Diese werden unter der Bezeichnung „Betonglätter“, „Betonabzieher“ oder „Betonverteiler“ verkauft und kosten zwischen 40 und 180 Euro. Sie bestehen aus einem Stahlblech, an dem eine Aufnahme für einen Stiel angeschweißt ist. Diese Handwerkzeuge werden unmittelbar über den frisch verdichteten Beton gezogen. Sie dienen nur dazu, aufgeschwemmten Kies in die frische Betonmasse wieder hinein zu drücken. Mit leichten Schüttelbewegungen kann der Beton noch etwas ausnivelliert werden. Zu großer Druck kann jedoch den gerade frisch begradigten Beton wieder hügelig werden lassen.

    Beton glätten

    Die nächste Evolutionsstufe der handbetriebenen Betonglätter sind Abzieher mit Motor. Hierbei sitzt auf dem Abzieher ein kleiner Benzinmotor, der das Querblatt in leichte Vibrationen versetzt. Dadurch wird eine besonders glatte Oberfläche erzielt.

    Diese Geräte sind eine echte Empfehlung, da sie die Arbeit deutlich erleichtern. Leider sind sie nur selten bei den Mietstationen zu finden. Die Tagesmiete für einen benzinbetriebenen Betonglätter beträgt ca. 65 Euro.

    Reifenden Beton glätten

    Die am weitesten verbreitete Maschine zum Beton glätten ist der Flügelglätter. Er besteht aus einem angetriebenen Flügelpropeller, der über den frisch angereiften Beton schleift. Um den Flügelglätter einsetzen zu können, muss der Beton schon so weit abgebunden haben, dass man ihn ohne einzusinken betreten kann.

    Für kleine Betonflächen ist ein handbetriebener Flügelglätter ausreichend. Er wird mit einem Elektro- oder Benzinmotor angetrieben und einfach am über die Betonfläche Stiel hin- und her geschwenkt. Die permanent über den Frischbeton streichenden Flügel glätten nicht nur die Oberfläche. Sie regen zudem die Kapillarwirkung des Frischbetons an. Dadurch schwemmt die Zementschlämme auf und sorgt zusätzlich für eine absolut ebene Oberfläche.

    Für große Betonflächen stehen Aufsitz-Flügelglätter bereit. Sie sind besonders effizient. Ihre Bedienung erfordert zudem etwas Übung. Aufsitz-Flügelglätter sind mit zwei Propellern ausgestattet. Handbetriebene Flügelglätter kosten zwischen 65 und 120 Euro am Tag. Aufsitz-Flügelglätter, auch Zwillings-Flügelglätter genannt, kosten ca. 250 Euro am Tag. Sie kosten jedoch in der Regel auch eine hohe Kaution, die nur teilweise erstattet wird, wenn das Gerät nicht gereinigt wurde. Ein gründliches Einsprühen mit Schalöl und ein ebenso sorgsames Reinigen kann hier helfen, Kosten zu sparen.

    Der Flügelpropeller erzeugt eine Betonoberfläche von einer definierten Ebenheit. Sie kann wieder als Ausgangspunkt für eine ebenso definierte Strukturierung verwendet werden.

    Bei manchen Anwendungen ist ein aufgerauter Betonboden sinnvoll, beispielsweise wenn ein Fließestrich aufgetragen werden soll. Ein angerauter Boden verstärkt die Verbindung zwischen den einzelnen Schichten. Zum Anrauen und Strukturieren des frisch geglätteten Betons genügt es, vorsichtig einem Kunststoff-Straßenbesen darüber zu ziehen.

    Harten Beton glätten: Strahlen, Schleifen und Polieren

    Die modernen Bautechnik bietet auch für Sanierungsprojekte passende Glättgeräte an, mit denen sich Betonoberflächen begradigen lassen. Was noch vor wenigen Jahren eine sehr schmutzige und anstrengende Aufgabe war, lässt sich heute mit modernen Maschinen schnell und sauber erledigen.

    Den Durchbruch in der Glätttechnik von altem Beton war die Kugelstrahlmaschine. Dies schießt mit hohem Druck kleine Stahlkugeln auf den Betonboden und saugt sie sofort wieder ab. Diese Maschinen arbeiten daher extrem staubarm und sind sehr leicht zu bedienen. Mit Arbeitsbreiten von 30-50 cm lassen sich auch große Betonflächen schnell ausnivellieren. Eine Kugelstrahlmaschine kostet zwischen 100 und 250 Euro Miete am Tag. Als Kaufgerät sind sie für den Heimwerker jedoch viel zu teuer. Für eine neue Kugelstrahlmaschine muss mit 6.000 bis 22.000 Euro Kaufpreis gerechnet werden.

    Die Kugelstrahlmaschine ebnet zwar die größten Unregelmäßigkeiten einer alten Betonfläche ein, sie erzeugt aber nur eine sehr raue Oberfläche. Um diesen angerauten Beton glätten zu können, werden Betonschleifmaschinen eingesetzt. Diese sind konstruktiv mit den Flügelglättern oder mit Bohnermaschinen sehr ähnlich: An einem langen Handgriff ist ein Motor mit Schleifteller befestigt, der den Schleifteller antreibt. Als Schleifmittel werden Elemente mit Diamantbeschichtung oder als Wolframkarbid eingesetzt. Diese sind sehr haltbar und nutzen sich nur langsam ab. Moderne Betonschleifmaschinen haben eine integrierte Absaugung, so dass das Arbeiten mit diesen Geräten sehr sauber ist. Eine Betonschleifmaschine eignet sich auch hervorragend dafür, alte Reste von Klebern oder Spachtelmasse zu entfernen.

    Handschleifmaschinen für die kniende Eckenbearbeitung kosten ca. 30 Euro Tagesmiete. Tellerschleifmaschinen für die stehende bzw. gehende Handhabung sind ab ca. 90 Euro Mietpreis am Tag verfügbar.

    In manchen Fällen reicht auch das Abschleifen einer Oberfläche zum Beton Glätten nicht aus. Dann kann im finalen Schritt die Betonfläche poliert werden. Auch dazu bieten Industrie und Handel passende Geräte an. Zunächst einmal kann jede handelsübliche Betonschleifmaschine durch die passenden Schleifmittel auch in eine Poliermaschine umgebaut werden. Einen besonders feinen und schnellen Schliff versprechen jedoch die speziell für eine Betonpolitur konstruierten Maschinen. Diese stehen in vielen Varianten am Markt bereit. Besonders effizient sind dafür Zweiteller-Maschinen, die technisch eng mit den Aufsitz-Betonglättern für Frischbeton verwandt sind. Diese Maschinen arbeiten sehr schnell und erzeugen durch ihren Nassschliff eine besonders glatte Oberfläche.

    Beton versiegeln

    Frisch geglättete und polierte Betonoberflächen sind sehr empfindlich. Die Kapillaren im Beton sind nach dem Abtrag der obersten Zementschicht offen und damit sehr saugfähig. Jede verschüttete Flüssigkeit dringt nun tief in den Beton ein und erzeugt unschöne Flecken. Deshalb ist eine Versiegelung der Oberfläche unmittelbar nach dem Schleifen und Polieren des Betons sehr wichtig. Betonversiegelung auf Epoxydharz-Basis bietet daher eine dauerhafte und kratzfeste Lösung. Diese, auch als „Flüssig-Kunststoff“ vertriebenen Mittel können mit einer Rolle aufgetragen oder einfach ausgegossen werden. Sie nivellieren sich selbst aus und erzeugen daher eine absolut glatte Oberfläche. Betonversiegelung ist als klare oder als eingefärbtes Mittel im Handel erhältlich. Der Literpreis liegt bei ca. 48 Euro. Die Aufbauhöhe liegt jedoch nur bei ca. 0,5 Millimeter, so dass auch kleine Gebinde sehr ergiebig sind. Bei klaren Betonversiegelungen dunkelt der geschliffene und polierte Beton nach und erzeugt ein sehr ansprechendes, kontrastreiches Muster.

    • Frischbeton immer gründlich abrütteln
    • beim Betonieren von Säulen oder Wänden die Rüttelflasche vorher einführen
    • nicht zu lange Rütteln
    • Maschinelle Betonglätter sind bei Bodenplatten und Decken sehr wirkungsvoll
    • geglätteten Beton nicht mehr betreten
    • bei heißen Temperaturen den frischen Beton mit Folie abdecken
    • Beton schleifen und polieren erzeugt interessante optische Effekte
    • geschliffenen und polierten Beton immer versiegeln

    Источники: http://www.hausjournal.net/beton-glaetten, http://www.obi.de/ratgeber/bauen/waende-und-boeden/estrich-verlegen/, http://www.talu.de/beton-glaetten/

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