Estrich gerissen

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    Risse im Estrich sanieren – Estrichsanierung

    Unter Umständen können bei einem Estrich Risse auftreten. Sollen nun auf dem Estrich Fliesen verlegt werden, kann es unter Umständen dazu führen, dass die Risse im Estrich sich auf die verlegten Fliesen übertragen. Daher ist es sinnvoll über eine Estrichsanierung nachzudenken und den bzw. die entstandenen Risse fachgerecht zu schließen.

    Warum entstehen Risse im Estrich?

    Risse im Estrich (schwimmender Estrich) können verschiedene Ursachen haben. Eine sehr häufige Ursache für Risse im Estrich ist die nicht ausreichende Estrichdicke. Wer z.B. einen Bodenaufbau mit integrierter Fußbodenheizung wählt, sollte ein Mindestmaß von 4,5 cm über den Rohren der Fußbodenheizung einhalten. Die Ursachen für Risse im Estrich können jedoch sehr vielfältig sein.

    Weitere Möglichkeiten für Rissbildungen im Estrich:

    • Risse durch Schwindspannungen, welche durch Wasserabgabe beim Abbinden des Estrichs (FrГјhschwinden) und beim AushГ¤rten (Trocknungsschwinden) entstehen
    • Nichtbeachten von Dehnungsfugen
    • Risse durch Temperaturunterschiede
    • Nicht fachgerechtes MischungsverhГ¤ltnis von Zement und Zuschlagstoffen
    • Zu frГјhe Beanspruchung des Estrichs
    • Zugluft und damit verbundenes Trocknungsverhalten
    • Nicht fachgerechte Verarbeitung des Estrichs (Verdichten – HohlrГ¤ume im Estrich)

    Tipp! Im Zweifel sollten Estrich- Verlegungsarbeiten immer vom Fachmann ausgefГјhrt werden. DafГјr spricht z.B. der Umstand, dass der Schaden sich bei nicht fachgerechter Verlegung des Estrichs auf den weiteren FuГџbodenaufbau wie Fliesen auswirkt.

    Sanierung von Rissen im Estrich

    Um Risse im Estrich zu sanieren muss zunächst die Ursache für die Rissbildung gefunden werden. Auch hier sollte die Sanierung von einem Fachmann durchgeführt werden. Eine Möglichkeit für die Estrichsanierung besteht darin, die entstandenen Risse mittels Zweikomponenten Harz durchzuführen. Wie das funktioniert, wird im Folgenden beschrieben:

    1. Die Risse im Estrich aufspüren und mit einer Flex (Trennschneider) einschneiden. Hier wird der Estrich bis zu max. 2/3 meist jedoch zur Hälfte aufgeschnitten. Achtung, wer eine Fußbodenheizung im Estrich eingebaut hat, sollte darauf achten, nicht die Rohrleitungen anzuschneiden.

    2. Quer zum Riss im Estrich ebenfalls mit einem Trennschneider etwa im Abstand von 25 Zentimetern den Estrich Einschneiden, um eine art Bewehrung einzulegen. Hier handelt es sich um sog. Estrich-Klammern, welche fГјr eine optimale Verbindung der gespaltenen Estrichabschnitte sorgen.

    3. Säubern der Einschnitte im Estrich, die mit Harz ausgegossen werden sollen (Staub- und Fettfrei) Dazu am besten mit einem Staubsauger den groben Staub absaugen und anschließend leicht nachwischen.

    4. Anmischen des Zweikomponenten Harz. Der Zweikomponenten Harz sollte entsprechend der benötigten Menge angemischt werden, denn wenn der Härter erst einmal mit dem Harz angemischt ist, wird der Chemische Prozess eingeleitet und der Harz beginnt nun innerhalb von etwa 20 Min je nach Hersteller auszuhärten. Achtung, unbedingt Schutzmaßnahmen des Anbieters beachten.

    5. Ausgießen der Estrich- Risse mit dem Zweikomponenten- Harz. Dabei werden die Risse vollständig mit dem Harz ausgegossen. Da der Estrich den Harz förmlich aufsaugt, sollte man den Vorgang stets im Auge behalten und .

    6. . die Estrichklammern in den quer zum Riss aufgeschnittenen Spalten einfügen. Immer wieder darauf achten, dass der Riss vollständig mit dem Harz aufgefüllt ist.

    Estrich-Risse sanieren in Bildern

    Bilder zu den einzelnen Arbeitsschritten der Estrichsanierung

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    Risse im Estrich sind oft unvermeidbar – Ursachen und Sanierungsmaßnahmen

    Estrich – der Allzweck-Unterboden und mittlerweile auch beliebte Fußbodenbelag in Wohnräumen wird feucht verlegt, womit Sie nach der Trocknungszeit mit mehr oder weniger gravierenden Rissen zu rechnen haben. Auf welche Ursachen eingegrenzt und wie die Fehlstellen ausgebessert werden können, erfahren Sie hier auf Fliesenleger.net!

    Trennrisse durchziehen den gesamten Querschnitt des Estrichs bis zum Trägerbelag. Negative Beeinträchtigungen der Trag- und Nutzfähigkeit sind hier nicht auszuschließen, weshalb dieser mit einem kraftschlüssigen Verbund ausgebessert werden muss. © Fliesenleger.net

    Es mag zu heutigen bautechnischen Verhältnissen unbegreiflich erscheinen, doch Risse im Estrich sind mitunter nicht zu vermeiden und lassen nicht zwangsläufig auf ein Abweichen vom Stand der Technik schließen. Ob calciumsulfat- , magnesit- oder zementgebunden – Risse im Estrich sind ein weitverbreitetes Problem und können je nach Vernetzung und Tiefe unterschiedlich prekär für die nachstehenden Bauschritte sein. Gravierende Risse sollten durch eine Kunstharzlösungund und eingesetzte Estrichklammern kraftschlüssig gebunden werden, um Schäden am Oberboden, eventuellen Heizleitern oder völlige Ausbrüche, welche im Ernstfall die Entfernung des Estrichs zur Folge haben, zu vermeiden.

    Ursachen für Risse im Estrich

    Die Ermittlung der rissauslösenden Ursachen gestaltet sich in der Praxis auch für den geschulten Estrichverleger als sehr schwierig, da unterschiedlichste Faktoren zu Fehlstellen führen können. Hauptsächlich sind Zugspannungen für Risse im Estrich verantwortlich, welche durch folgende Faktoren entstehen können:

    • Das sogenannte Schwinden beschreibt die durch Austrocknung verursachten Volumenänderungen des Estrichs. Dieser zieht sich zusammen und bildet Risse. Das klassische Trocknungsschwinden vollzieht sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten, in dem der gesamte Querschnitt des Estrichs austrocknet. Das Frühschwinden entsteht durch den prompten Wasserentzug des frisch verlegten Estrichs.
    • Bei einer unterschiedlich starken Austrocknung des Estrichs kann es zu Feuchtigkeitsdifferenzen kommen, welche zu Spannungen und schließlich Rissen im Belag führen. Diese entstehen etwa durch unregelmäßige Estrichdicken oder unterschiedlich belüftete Bereiche des Bodens.
    • Temperaturunterschiede im Estrich treten vor allem vor großen Fensterfronten oder unterschiedlichen Heizbereichen auf. Bei nicht ausreichender Bewegungsfreiheit des Estrichs können auch hier Spannungen entstehen, welche zu Rissen führen. In diesem Zusammenhang steht auch die thermische Belastung bei kurzzeitig zu hohen Temperaturen, etwa verursacht durch die Fußbodenheizung.
    • Zu frühe oder zu starke mechanische Belastungen (statisch oder dynamisch) führen zu Biegespannungen, welche Risse im Estrich zur Folge haben.
    • Weiterhin sorgen die Materialeigenschaften des Estrichs selbst und gewisse Einbaukriterien für Rissbildungen. Zu letzterem zählen etwa Sonneneinstrahlung, Zugluft, offene Gebäudeteile, Risse im Untergrund (bei Verbundestrichen), eine zu dünne Estrichschicht und Rohre im Estrich

    Fugen können Bewegungen aufnehmen und diese im Idealfall ohne auftretende Spannungen ermöglichen. Auch im Estrich werden Fugen verarbeitet. Baudehn- und Bewegungsfugen sollen dafür sorgen, dass die Bewegungen zwischen den Baukörpern und dem Estrich ausgeglichen werden. Sogenannte Scheinfugen werden mit Kellenschnitten (bis zu einem Drittel der gesamten Estrichdicke) bewusst als Sollbruchstellen angelegt. Somit wird die angenommene Rissbildung im Estrich durch etwaiges Schwinden kontrolliert vorgegeben und kann im Nachhinein mit kalkuliert weniger Aufwand wieder behoben werden.

    Letztlich kann es selbst bei fachgerechter Verlegung des Estrichs zu Rissen kommen. Die Einhaltung normativer Vorgaben sowie technischer Regeln (so auch die Fugenverlegung) wirkt der Rissbildung entgegen, kann diese jedoch nicht gänzlich ausschließen.

    Rissarten im Estrich

    Risse im Estrich können anhand ihrer Größe und Ausprägung unterschieden werden. Hiernach richtet sich die Notwendigkeit entsprechender Sanierungsmaßnahmen. Grundsätzlich finden sich folgende Risse:

    Haarrisse beschreiben feine Risse mit geringer Maschenweite. Diese entstehen hauptsächlich in der Phase des Frühschwindens unter Einwirkung von Abbindetemperatur und Zugluft. Die Trag- und Nutzungsfähigkeit des Estrichs wird hier in der Regel nicht beeinflusst, womit der Haarriss zumeist keinen Mangel darstellt. Dies ist grundsätzlich auch bei Netzrissen der Fall. Diese treten lediglich in größeren Maschen- und Rissbreiten auf und sind bei Einhaltung normativer Bauvorgaben ebenfalls harmlos. Der Rissverlauf von Trennrissen verläuft im Gegensatz zu Haar- oder Netzrissen geradlinig und kann sich in der Folgezeit noch vergrößern. Der Trennriss durchzieht den gesamten Querschnitt des Estrichs bis zum jeweiligen Trägerbelag und kann dessen Trag- und Nutztauglichkeit negativ beeinträchtigen.

    Rissbildungen im Estrich, der nach anerkannten baurechtlichen Vorschriften verlegt wurde, können als warentypische Eigenschaft angesehen werden, müssen jedoch je nach Ausprägung saniert und belegreif gemacht werden. Ohne eine fachgerechte Ausbesserung des Estrichs kann es zu Folgeschäden im Estrich selbst oder an dem aufliegenden Fußbodenbelag kommen. Je nach Nutzungsform und mechanischer Belastung können so etwa die aneinander liegenden Estrichscheiben bei Bewegungen zu Rissen im Belag führen oder etwa die innerliegenden Heizleiter beschädigen.

    Sanieren der Risse im Estrich

    Die Sanierungsmaßnahmen für entsprechend gravierende Risse umfassen das kraftschlüssige Verschließen des Estrichs. Auch die Sollbruchstellen der Scheinfugen müssen nach Verordnungen der DIN 18560 durch kraftschlüssiges Verschließen mit Kunstharz belegreif gemacht werden. Bevor es an die jeweilige Sanierung geht, gilt es, die Ursachen so gut wie möglich auszumachen, um weitere Schäden ausschließen und den einwandfreien Verbund des Risses gewährleisten zu können. So sollte etwa die Trocknungszeit des Estrichs beachtet werden, damit der Schwindungsprozess soweit wie möglich abgeschlossen ist und das Verkleben unbeeinträchtigt vonstattengehen kann.

    Ein kraftschlüssiger Verbund mittels geeigneter Dübel oder Kunstharz garantiert die Tragfähigkeit und Sicherheit des gerissenen Estrichs. Zunächst wird der Riss ein wenig ausgekratzt damit das Harz leichter eindringen kann. Anschließend werden kleine Schlitze quer über den Riss gesägt – in diesen finden später die Estrichklammern Platz. Um den einwandfreien Verbund des Gießharzes zu garantieren, wird sämtlicher Staub aus dem Riss abgesaugt, bevor das mit einem Härter angereicherte Gießharz in den Riss gefüllt wird. Die Estrichklammern werden in die nun mit Harz gefüllten Schlitze gelegt und nochmals mit diesem übergossen. Nachdem sämtliches überflüssiges Harz abgetragen wurde, wird die Klebestelle mit Quarzsand abgestreut.

    Bei feinen Haar- und Netzrissen kommt überwiegend eine Pinseltechnik zum Einsatz. Hier wird, ähnlich dem Versiegeln des Estrichs, ein möglichst fließfähiges Harz mit einem Pinsel auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Die Eigenschaften des Harzes sollten dabei zulassen, die Schichten hintereinander nass auf nass auftragen zu können, bis die jeweiligen Risse im Estrich gefüllt sind.

    Estrich – der Allzweck-Unterboden und mittlerweile auch beliebte Fußbodenbelag in Wohnräumen wird feucht verlegt, womit Sie nach der Trocknungszeit mit mehr oder weniger gravierenden Rissen zu rechnen haben. Auf welche Ursachen eingegrenzt und wie die Fehlstellen ausgebessert werden können, erfahren Sie hier auf Fliesenleger.net!

    Trennrisse durchziehen den gesamten Querschnitt des Estrichs bis zum Trägerbelag. Negative Beeinträchtigungen der Trag- und Nutzfähigkeit sind hier nicht auszuschließen, weshalb dieser mit einem kraftschlüssigen Verbund ausgebessert werden muss. © Fliesenleger.net

    Es mag zu heutigen bautechnischen Verhältnissen unbegreiflich erscheinen, doch Risse im Estrich sind mitunter nicht zu vermeiden und lassen nicht zwangsläufig auf ein Abweichen vom Stand der Technik schließen. Ob calciumsulfat- , magnesit- oder zementgebunden – Risse im Estrich sind ein weitverbreitetes Problem und können je nach Vernetzung und Tiefe unterschiedlich prekär für die nachstehenden Bauschritte sein. Gravierende Risse sollten durch eine Kunstharzlösungund und eingesetzte Estrichklammern kraftschlüssig gebunden werden, um Schäden am Oberboden, eventuellen Heizleitern oder völlige Ausbrüche, welche im Ernstfall die Entfernung des Estrichs zur Folge haben, zu vermeiden.

    Ursachen für Risse im Estrich

    Die Ermittlung der rissauslösenden Ursachen gestaltet sich in der Praxis auch für den geschulten Estrichverleger als sehr schwierig, da unterschiedlichste Faktoren zu Fehlstellen führen können. Hauptsächlich sind Zugspannungen für Risse im Estrich verantwortlich, welche durch folgende Faktoren entstehen können:

    • Das sogenannte Schwinden beschreibt die durch Austrocknung verursachten Volumenänderungen des Estrichs. Dieser zieht sich zusammen und bildet Risse. Das klassische Trocknungsschwinden vollzieht sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten, in dem der gesamte Querschnitt des Estrichs austrocknet. Das Frühschwinden entsteht durch den prompten Wasserentzug des frisch verlegten Estrichs.
    • Bei einer unterschiedlich starken Austrocknung des Estrichs kann es zu Feuchtigkeitsdifferenzen kommen, welche zu Spannungen und schließlich Rissen im Belag führen. Diese entstehen etwa durch unregelmäßige Estrichdicken oder unterschiedlich belüftete Bereiche des Bodens.
    • Temperaturunterschiede im Estrich treten vor allem vor großen Fensterfronten oder unterschiedlichen Heizbereichen auf. Bei nicht ausreichender Bewegungsfreiheit des Estrichs können auch hier Spannungen entstehen, welche zu Rissen führen. In diesem Zusammenhang steht auch die thermische Belastung bei kurzzeitig zu hohen Temperaturen, etwa verursacht durch die Fußbodenheizung.
    • Zu frühe oder zu starke mechanische Belastungen (statisch oder dynamisch) führen zu Biegespannungen, welche Risse im Estrich zur Folge haben.
    • Weiterhin sorgen die Materialeigenschaften des Estrichs selbst und gewisse Einbaukriterien für Rissbildungen. Zu letzterem zählen etwa Sonneneinstrahlung, Zugluft, offene Gebäudeteile, Risse im Untergrund (bei Verbundestrichen), eine zu dünne Estrichschicht und Rohre im Estrich

    Fugen können Bewegungen aufnehmen und diese im Idealfall ohne auftretende Spannungen ermöglichen. Auch im Estrich werden Fugen verarbeitet. Baudehn- und Bewegungsfugen sollen dafür sorgen, dass die Bewegungen zwischen den Baukörpern und dem Estrich ausgeglichen werden. Sogenannte Scheinfugen werden mit Kellenschnitten (bis zu einem Drittel der gesamten Estrichdicke) bewusst als Sollbruchstellen angelegt. Somit wird die angenommene Rissbildung im Estrich durch etwaiges Schwinden kontrolliert vorgegeben und kann im Nachhinein mit kalkuliert weniger Aufwand wieder behoben werden.

    Letztlich kann es selbst bei fachgerechter Verlegung des Estrichs zu Rissen kommen. Die Einhaltung normativer Vorgaben sowie technischer Regeln (so auch die Fugenverlegung) wirkt der Rissbildung entgegen, kann diese jedoch nicht gänzlich ausschließen.

    Rissarten im Estrich

    Risse im Estrich können anhand ihrer Größe und Ausprägung unterschieden werden. Hiernach richtet sich die Notwendigkeit entsprechender Sanierungsmaßnahmen. Grundsätzlich finden sich folgende Risse:

    Haarrisse beschreiben feine Risse mit geringer Maschenweite. Diese entstehen hauptsächlich in der Phase des Frühschwindens unter Einwirkung von Abbindetemperatur und Zugluft. Die Trag- und Nutzungsfähigkeit des Estrichs wird hier in der Regel nicht beeinflusst, womit der Haarriss zumeist keinen Mangel darstellt. Dies ist grundsätzlich auch bei Netzrissen der Fall. Diese treten lediglich in größeren Maschen- und Rissbreiten auf und sind bei Einhaltung normativer Bauvorgaben ebenfalls harmlos. Der Rissverlauf von Trennrissen verläuft im Gegensatz zu Haar- oder Netzrissen geradlinig und kann sich in der Folgezeit noch vergrößern. Der Trennriss durchzieht den gesamten Querschnitt des Estrichs bis zum jeweiligen Trägerbelag und kann dessen Trag- und Nutztauglichkeit negativ beeinträchtigen.

    Rissbildungen im Estrich, der nach anerkannten baurechtlichen Vorschriften verlegt wurde, können als warentypische Eigenschaft angesehen werden, müssen jedoch je nach Ausprägung saniert und belegreif gemacht werden. Ohne eine fachgerechte Ausbesserung des Estrichs kann es zu Folgeschäden im Estrich selbst oder an dem aufliegenden Fußbodenbelag kommen. Je nach Nutzungsform und mechanischer Belastung können so etwa die aneinander liegenden Estrichscheiben bei Bewegungen zu Rissen im Belag führen oder etwa die innerliegenden Heizleiter beschädigen.

    Sanieren der Risse im Estrich

    Die Sanierungsmaßnahmen für entsprechend gravierende Risse umfassen das kraftschlüssige Verschließen des Estrichs. Auch die Sollbruchstellen der Scheinfugen müssen nach Verordnungen der DIN 18560 durch kraftschlüssiges Verschließen mit Kunstharz belegreif gemacht werden. Bevor es an die jeweilige Sanierung geht, gilt es, die Ursachen so gut wie möglich auszumachen, um weitere Schäden ausschließen und den einwandfreien Verbund des Risses gewährleisten zu können. So sollte etwa die Trocknungszeit des Estrichs beachtet werden, damit der Schwindungsprozess soweit wie möglich abgeschlossen ist und das Verkleben unbeeinträchtigt vonstattengehen kann.

    Ein kraftschlüssiger Verbund mittels geeigneter Dübel oder Kunstharz garantiert die Tragfähigkeit und Sicherheit des gerissenen Estrichs. Zunächst wird der Riss ein wenig ausgekratzt damit das Harz leichter eindringen kann. Anschließend werden kleine Schlitze quer über den Riss gesägt – in diesen finden später die Estrichklammern Platz. Um den einwandfreien Verbund des Gießharzes zu garantieren, wird sämtlicher Staub aus dem Riss abgesaugt, bevor das mit einem Härter angereicherte Gießharz in den Riss gefüllt wird. Die Estrichklammern werden in die nun mit Harz gefüllten Schlitze gelegt und nochmals mit diesem übergossen. Nachdem sämtliches überflüssiges Harz abgetragen wurde, wird die Klebestelle mit Quarzsand abgestreut.

    Bei feinen Haar- und Netzrissen kommt überwiegend eine Pinseltechnik zum Einsatz. Hier wird, ähnlich dem Versiegeln des Estrichs, ein möglichst fließfähiges Harz mit einem Pinsel auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Die Eigenschaften des Harzes sollten dabei zulassen, die Schichten hintereinander nass auf nass auftragen zu können, bis die jeweiligen Risse im Estrich gefüllt sind.

    Schritt für Schritt: So werden Risse im Estrich saniert

    Weist der Estrich Risse auf, kann das Schäden am Bodenbelag nach sich ziehen. Zum Sanieren der Estrichrisse muss jedoch nicht unbedingt ein Profi ran. Beachten Heimwerker einige wichtige Tipps, können sie die Reparatur auch selbst vornehmen.

    Für gewöhnlich dient Estrich als Untergrund für den Bodenbelag. Zeigen sich Risse, kann sich das negativ auf die gleichmäßige Lastverteilung des Bodens auswirken und es drohen Schäden am Belag. Nur oberflächlich verlaufende Haarrisse sind unproblematisch. Tiefer verlaufende Netz- oder Trennrisse sollten hingegen gefüllt werden, da sie sich andernfalls ausdehnen und den Bodenbelag beschädigen können.

    Estrich: Benötigtes Material für die Reparatur

    Wer sich nicht sicher ist, ob es sich bei den Rissen um harmlose Risse oder Baumängel handelt, sollte unbedingt den Rat eines Profis einholen. Mit dem entsprechenden Material und dem richtigen Know-How kann der geübte Heimwerker die Reparatur des Fundaments dann selbst durchführen.

    Bevor es ans Ausfüllen der Risse geht, muss erst einmal das notwendige Material besorgt werden.

    • Estrich-Wellenverbinder
    • Winkelschleifer mit Trennscheibe
    • Zwei-Komponenten-Gießharz (Epoxidharz) mit Einfüllhilfe
    • Staubsauger
    • Gummihandschuhe
    • Spachtel

    Estrichrisse ausbessern: Schritt-für-Schritt Anleitung

    Stehen die benötigten Materialien zur Verfügung, kann die Arbeit beginnen.

    1. Den Boden sorgfältig mit einem Staubsauger reinigen.
    2. Die Risse mit einem Winkelschleifer oder einer Estrichfugenfräse der Länge nach auf mindestens fünf Millimeter weiten, damit das Gießharz besser eindringen kann.
    3. Mit der Fräse in regelmäßigen Abständen von etwa 20 bis 30 Zentimetern Querschlitze setzen.
    4. Die Risse und Querfugen mit dem Staubsauger sorgfältig vom Staub befreien.
    5. Die Risse mit Gießharz vollständig ausgießen. Dabei zum Schutz der Hände Gummihandschuhe tragen.
    6. Solange das Harz noch flüssig ist, die Wellenverbinder als Vernadelung in die Querfugen setzen.
    7. Überschüssiges Harz mit einem Spachtel ebenerdig und gleichmäßig abtragen.
    8. Quarzsand auf die Oberfläche streuen, damit diese griffig wird für die später notwendigen Arbeiten. Der Sand kann nach einer Trockenzeit von rund 30 Minuten abgesaugt werden.
    9. Das Harz vollständig austrocknen lassen.

    Diesen Artikel finden Sie auch in folgenden Themengebieten:

    Einzelne Fliesen selbst austauschen

    Do-it-yourself: Fliesen reparieren und austauschen

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    1 Kommentar

    Das Foto mit der Flex ist ja GANZ toll. Oberhemd, keine Handschuhe .

    Estrich, Estrichrisse ausbessern, Foto: luther2k/fotolia.com

    Mit einem Winkelschleifer wird der Riss im Estrich erweitert.

    Foto: luther2k/fotolia.com Foto. mehr

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    Источники: http://www.altbau-ausbau.de/risse-im-estrich.html, http://www.fliesenleger.net/estrich-risse-20159605, http://www.bauen.de/a/schritt-fuer-schritt-so-werden-risse-im-estrich-saniert.html

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