Estrich garage

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    Garagenboden beschichten und versiegeln in 6 Schritten

    Sie möchten Ihren Garagenboden beschichten oder versiegeln? Welche Werkzeuge und Materialien Sie benötigen und wie Sie Schritt für Schritt vorgehen, erklären wir Ihnen in der folgenden Anleitung. Lesen Sie außerdem, wie Sie Ihren Garagenboden für die Beschichtung vorbereiten und wie lang die Beschichtung aushärten muss, bevor Sie den Boden befahren können.

    Um zu verhindern, dass Flüssigkeit, Benzin bzw. Diesel oder herunter tropfendes Motoröl in den Betonboden und das darunter liegende Erdreich eindringt, wird der Garagenboden mit einer entsprechenden Beschichtung versehen. Eine solche Schicht verhindert außerdem, dass Abdrücke von Reifen oder anderen Weichmachern zu sehen sind bzw. die Oberfläche im Winter durch Streusalz angegriffen und porös wird. Eine hochwertige Bodenbeschichtung ist sehr strapazierfähig, schützt vor Abrieb und ist chemikalienbeständig. Zudem lässt sich ein beschichteter Garagenboden einfacher reinigen.

    Bei der Beschichtung und Versiegelung des Garagenbodens haben Sie in Ihrem OBI Markt die Wahl zwischen einer Versiegelung auf Lösungsmittel- oder auf geruchsärmerer Wasserbasis. Die Bodenbeschichtung verteilt sich nahezu von selbst auf der Fläche. So können selbst kleinere Unebenheiten gut ausgeglichen werden.

    Eine richtig aufgebrachte Bodenbeschichtung ist äußerst langlebig. Einmal aufgetragen hält sie bei normaler Beanspruchung viele Jahre. Wir haben die einzelnen Schritte für Sie zusammengefasst.

    Schritt 1 – Oberflächen-Beschaffenheit des Garagenbodens prüfen

    Bevor Sie eine Bodenbeschichtung auftragen können, muss zunächst der Beton beziehungsweise Estrich freigelegt werden. Der Estrich sollte auf der ganzen Fläche fest und intakt sein. Überprüfen Sie daher den Untergrund sorgfältig auf Beschädigungen.

    Klopfen Sie mit einem kleinen Hammer die kritischen Stellen ab und unterziehen Sie die Oberfläche einer Kratzprobe: Ritzen Sie dafür mit einem spitzen Gegenstand im Abstand von jeweils 0,5 cm einige Längs- und Querlinien in den Boden und fahren Sie mehrmals mit einer Stahlbürste darüber. Wenn sich einzelne Stellen lösen, entfernen Sie die losen Teile und bessern Sie alle vorhandenen Löcher und Risse mit passendem Ausbesserungsmaterial aus. Schleifen Sie den Estrich anschließend mit rotierenden Bürsten leicht an. Bei großflächigen Schäden muss der Boden komplett abgeschliffen und der Estrich gegebenenfalls neu verlegt werden.

    Schritt 2 – Garagenboden vor der Beschichtung reinigen

    Lösen Sie hartnäckige Verschmutzungen des Garagenbodens mit einem Spachtel und kehren Sie Schmutz sowie lose Beton- und Lackstücke gründlich zusammen. Befreien Sie anschließend die gesamte Fläche mit einem Staubsauger von Sand und Staubresten. Entfernen Sie Motoröl oder sonstige Rückstände und Verunreinigungen von der Bodenoberfläche, beispielsweise mit einem Ölflecken-Entferner. Spritzen Sie den Garagenboden dann mithilfe eines Wasserschlauchs oder Hochdruckreinigers ab und schrubben Sie ihn mit einem für Betonflächen geeigneten Reinigungsmittel. Lassen Sie das Reinigungsmittel wie vom Hersteller angegeben einwirken, anschließend wischen Sie es mit einem Abzieher mit Gummilippe oder einem Nasssauger auf. Spülen Sie mit frischem Wasser nach, damit nichts vom Reiniger zurückbleibt.

    Geräte, die Sie nicht in Ihrer Werkstatt haben, können Sie auch beim Mietgeräte-Service ausleihen.

    Schritt 3 – Boden vor der Beschichtung gut austrocknen lassen

    Bevor Sie mit dem Auftragen der Beschichtung loslegen können, muss der Garagenboden absolut trocken sein. Um auf Nummer sicher zu gehen, überprüfen Sie die Feuchtigkeit des Betonbodens bzw. Estrichs, etwa indem Sie auf einer Fläche von ca. 1 m 2 eine Kunststofffolie auslegen, die Sie luftdicht mit Klebeband befestigen. Lassen Sie die Folie einen Tag lang liegen. Haben sich darunter anschließend Kondenswasser oder feuchte Stellen gebildet, müssen Sie noch warten, ehe Sie die Beschichtung auftragen können. Als Faustregel gilt: Frisch verlegter Estrich oder andere neue zementgebundene Untergründe müssen mindestens 5 Wochen austrocknen.

    Schritt 4 – Garagenboden grundieren

    Bevor Sie den Garagenboden versiegeln, muss ein stark saugender Untergrund vorab grundiert werden. Dies erfolgt mit dem Beschichtungsmaterial selbst. Mischen Sie die Flüssigkeit gut durch. Tragen Sie die Grundierung gleichmäßig und an einem Stück mit einem Farbroller aus Mikrofaser auf und achten Sie auf eine zügige Verarbeitung. Die einzelnen Bahnen sollten sich dabei nur leicht überlappen. Die Grundierung muss in der Regel zwischen 12 und 48 Stunden trocknen.

    Vorsicht bei Arbeiten im Hochsommer in ebenerdigen Räumen: Die warme, feuchte Luft über dem trocknenden Belag trifft dann auf einen bis zu 15 °C kühleren Boden, wodurch sich Kondenswasser bildet und unschöne Flecken entstehen können. Die ideale Verarbeitungstemperatur liegt zwischen 15 und 25 °C.

    Schritt 5 – Garagenboden versiegeln

    Rühren Sie die Versiegelungsflüssigkeit entsprechend der Herstellerangaben mit einem Rührwerk an. Beginnen Sie in einer Ecke und gießen Sie immer nur einen Teil der Flüssigkeit aus. Streichen oder rollen Sie diese dann umgehend sorgfältig und unverdünnt Bahn für Bahn auf den grundierten Garagenboden. Besonders einfach zu verarbeiten sind sogenannte selbstnivellierende Schichten. Diese verteilen sich in gewissem Umfang von selbst auf der Fläche und gleichen kleinere Unebenheiten automatisch aus. Verteilen Sie die Beschichtung gleichmäßig und zügig auf der gesamten Fläche. Halten Sie anschließend eine ausreichende Trockenzeit gemäß Produktinformation ein, bevor Sie die Versiegelung ein zweites Mal auftragen.

    Achten Sie beim Auftragen der Versiegelung darauf, dass kein geschlossener, glänzender Film an der Oberfläche entsteht.

    Schritt 6 – Beschichtung aushärten lassen

    Bei 20 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von mindestens 65% können Sie den frisch versiegelten Garagenboden nach ca. 24 Stunden betreten. Bevor Sie ihn mit Ihrem Auto befahren können, müssen Sie die Versiegelung aber zunächst sieben Tage aushärten lassen.

    Mit etwas Geduld für die Trocken- und Aushärtungszeiten der verschiedenen Schichten des neuen Bodenbelags in Ihrer Garage verspricht dieser zuverlässigen Schutz vor Motoröl, Streusalz und Schmutz: Bei normaler Beanspruchung hält der neue Belag viele Jahre.

    Materialliste

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    Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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    Baublog von Katja & Alexey

    Die Garageneinfahrt wird gepflastert (Teil 1)

    Diese Woche wurde das (vielleicht letzte) größere Teilprojekt in unserem Hausbau angefangen – die Garageneinfahrt. Nachdem der Straßenbau an unserer Straße (mit einigen Schäden an unserer Hecke) beendet wurde, kann und soll auch die Einfahrt fertig werden. Ganz treu unserem inoffiziellen Gartenkonzept „möglichst viel in grün“, soll auch unsere Einfahrt zur Garage mit Rasen bedeckt sein. Nach etwas Recherche habe ich die Variante mit Rasenwaben aus Kunststoff verworfen. Diese soll nach einem Jahr nicht mehr so toll aussehen, da die Rasennarbe schnell rauswächst und dann doch beim drüberfahren beschädigt wird. Trotz vielen Angeboten von diesem Plastikzeug habe ich keinen einzigen gesehen, der sowas im Einsatz hätte. Deswegen haben wir uns traditionell für Rasengittersteine entschieden, wobei so oft sieht man sie in Garageneinfahrten auch nicht.

    An einem Tag hat ein Erdbauer-Team die L-Steine von einer Seite der Einfahrt aufgestellt und die Randsteine auf der anderen einbetoniert. Dazwischen Schotter planiert und verdichtet, darauf Sand. Der Übergang zum Garagenestrich wurde mit Bitumenfolien abgedichtet – eine Lösung aus der Praxis, die angeblich gut funktionieren soll. Es ist ja extrem wichtig, dass kein Wasser unter den Estrich kommt. Sonst ist die aufwändige Versiegelung schnell weg. Anschließend wurde eine kleine Rampe zwischen dem Estrich und den Steinen zubetoniert – leider ohne eine Dehnungsfuge. Über die Rampe soll das Regenwasser von der Garagenwand größtenteils abfließen. Ich muss sie vermutlich noch irgendwie wasserdicht streichen, sonst reißt sie wahrscheinlich beim Frost.

    Eigentlich soll das Ganze antrazitfarben werden, so wie die anderen Betonsteine rund um das Haus. Leider sind Rasengittersteine außer grau kaum zu bekommen. Deswegen werde ich das noch streichen, bevor das Gras kommt, und zwar mit einer Betonlasur, die sehr gut und lange halten soll. Auch die Lichtschachtabdeckung soll doch durch eine auf Maß gefertigte, leicht abgeschrägte Konstruktion auf die Höhe des Randsteins angehoben werden.

    Abgesteckte Einfahrt mit Schotter verdichtet Der Übergang zum Estrich mit Folien abgedichtet Fertig verlegte graue Rasengittersteine

    Garagenbodenversiegelung 9 Monate später

    Da wir schon paarmal nach unseren Erfahrungen mit der 2K-Garagenversiegelung gefragt wurden, hier ein kurzer Zwischenbericht. Obwohl wir fast täglich zwei Autos raus- und reinfahren, gibt’s in den Fahrspuren überhaupt keine sichtbaren Abnutzungserscheinungen. Wir haben den Boden auch noch nie richtig sauber gemacht. Nur gelegentlich den Sand rausgefegt, der mit den Reifen von der unfertigen Einfahrt und den dreckigen Straßen im Baugebiet kommt. Auch im Winter bestand nie die Gefahr, dass irgendwelches Wasser vom Auto an die Wände gerät. Das Tau-, Regen- und Kondenswasser von der Klimaanlage bleiben zum Glück komplett unter dem Wagen. Deswegen konnten wir auch nicht prüfen, wie rutschig die Beschichtung bei Feuchte wird: die Seitenstreifen blieben bis heute immer sauber und trocken. Vielleicht haben wir uns mit der Abdichtung der Wandfugen zu viel Arbeit gemacht? Auch in der Versiegelung unter der Seitentür hat sich nach dem Winter kein sichtbarer Bewegungsriss gebildet. Dennoch habe ich dort alles mögliche zur Sicherheit mit dem demselben Sikaflex PRO-3 Dichtstoff zugeschmiert. Er hält an der 2K-Beschichtung ziemlich fest. So kommt hoffentlich kein Tropfen Wasser unter der Nebentür in den Estrich rein. Fazit: Bislang hat sich die selbstgemachte Fußbodenversiegelung vom Bauhaus in unserer Garage sehr gut bewährt.

    Gesamtzustand des Bodens nach 9 Monaten Die Versiegelung hat keine Abnutzungsspuren Dichtstoff macht dicht unter der Seitentür

    Estrich unter der Seitentür abdichten

    Eine Sache habe ich nach der Fußbodenversiegelung in der Garage fast vergessen. Als die Garage an die Holzterrasse angeschlossen wurde, hat leider kein Handwerker daran gedacht, den Estrich unter der Nebentür abzudichten. Regenwasser ist wegen der Überdachung nicht zu befürchten. Aber so wie es gemacht war, würde das Wasser beim Reinigen der Terrasse mit dem Hochdruckreiniger an der Tür größtenteils unter den Estrich in der Garage fließen. Und das gefährdet unsere aufwändige 2K-Beschichtung. Damit diese gut hält, darf der Estrich nicht feucht werden.

    Deswegen habe ich die Dielen an der Tür wieder rausgerissen (sie waren gut verklebt), die Dämmschicht zwischen Bodenplatte der Garage und Terrasse herausgekratzt und alles sorgfältig gereinigt. Dann kam auf die Stirnseite der Estrichplatte und die erreichbaren Teile der Bodenplatte ganz dick die 2K-Beschichtung, mit der wir auch den Estrich versiegelt haben. Nun ist er auch hier größtenteils dicht. Wenn sich der Estrich aber wirklich bewegt, wird diese Schicht irgendwo und irgendwann reißen. Deswegen werde ich mir im Frühjahr die Sache anschauen und mit dem elastischen Bodendichtstoff die Ecken und evtl. Risse abdichten.

    Unter der Bodenschwelle vor der Abdichtung Estrich und Bodenplatte mit 2K abgedichtet

    Die Garage wird in Betrieb genommen

    Diese Woche war ein großer Tag für die Garage. Etwa 14 Monate nach der Baugenehmigung und ca. ein Jahr nach der Vertragsunterzeichnung ist die Garage quasi fertig und kann normal genutzt werden. Die Fertigstellung der Garage habe ich dem Bauamt angezeigt, das Bauschild feierlich abgenommen und die neue Berechnung der Flächen für die Regenwassergebühr dem Dormagener Steueramt zugeschickt. Eine begrünte Dachfläche ist ja 70% günstiger als eine nicht begrünte.

    Damit der mühsam versiegelte Estrich keinen Schaden bekommt, habe ich einen Tipp aufgenommen und bei der Einfahrt unter die Reifen zwei provisorische Holzbalken (imprägniert mit Carbibol) von der gleichen Höhe wie der Estrich angeschraubt. Dadran geht jetzt eine provisorische Rampe aus Kies, daher kommt mit den Autoreifen erstmal viel Sand mit in die jungfräuliche Garage rein. Das macht der ausgetrockneten 2K-Beschichtung soweit erkennbar aber nichts aus. Nächstes Jahr, wenn die Straße fertig ist, wird die Einfahrt gepflastert und es gibt eine schöne saubere Zufahrt. Der an einigen Stellen zu dünn geratene Estrich hält soweit ganz gut und macht hoffentlich keine Dummheiten.

    Das Garagentor schalten wir komfortabel mit den Handsendern. Diese haben wir in beide Autos platziert, so dass man sie nicht immer überall mitschleppen muss. Damit man die Garage morgens aber durch das Tor betreten kann, habe ich bei Novoferm noch einen Funktaster (ca. 50 EUR) gekauft, der nun im Haus vor dem Ausgang am Schlüsselboard hängt. Ich würde gern noch rausfinden, wie ich das Tor automatisch schließen lassen kann, sobald ein Auto rausgefahren ist. Mit einer einfachen Lichtschranke geht das nicht, denn man befährt und betritt die Garage auch durchs Tor. Da soll das Tor aber oben bleiben.

    Holzbalken als Schutz für den Estrich Funktaster zum Öffnen der Garage vom Haus Premiere: Ein Auto auf dem Garagenboden

    Fußbodenfuge in der Garage dicht machen

    Die 2K-Versiegelung für den Garagenboden war schnell entschieden. Was mir jedoch lange Zeit unklar blieb, ist nämlich, wie ich die Fuge zwischen Estrich und Wand dicht machen kann. Unser Zementestrich ist ein sog. “Estrich auf Trennlage”, d.h. es liegt eine Folie drunter. Die Seitenstreifen hat der Estrichleger auch nicht ohne Grund gelegt. So kann sich die Estrichplatte mit steigenden Temperaturen ausdehnen und durch Belastungen ggf. sogar bewegen. Ein Verbundestrich hätte an der Stelle viel weniger Sorgen bereitet, man kann ihn aber anscheinend schlecht mit Gipsputz kombinieren. Das habe ich leider alles erst nachher für mich entdeckt. Egal. Wichtig ist, der Spalt zwischen Estrich und Wand soll bei uns möglichst flexibel bleiben, darf also nicht einfach zugespachtelt werden, da er eh immer wieder reißen würde.

    Eine fachlich korrekte Lösung für eine dauerhafte Abdichtung einer solchen Fuge heißt abgestellte Hohlkehle, d.h. eine Hohlkehle, die fest (Fachbegriff: kraftschlüssig) mit dem Boden verbunden ist, aber elastisch mit der Wand. Ich wäre fast bereit mir eine solche Hohlkehle machen zu lassen, nur habe ich nach langer Suche keinen gefunden, der das vor Ort aus EP-Mörtel hätte formen können. Das soll handwerklich auch gar nicht so einfach sein. Es gibt außerdem fertige Hohlkehlprofile aus Epoxidharz (z.B. von Korte) oder aus Kunststoff (z.B. von MSP). Die ersten sind sauteuer (ab ca. 30 EUR/lfm), die zweiten haben mich aus anderen Gründen nicht überzeugt.

    Eine weitere fachlich weniger korrekte, aber anscheinend weit verbreitete Lösung wäre, einen Fliesensockel zu machen und die verbleibende Fuge unten mit Silikon abzudichten. Fachlich nicht korrekt, da sobald die Fuge reißt (und das macht sie angeblich spätestens nach 3-5 Jahren), fließt das Wasser ggf. genau darein. Ich habe mich dennoch für eine Variante dieser Lösung entschieden, aber ohne Fliesen, sondern mit einem 7 cm Sockelstreifen aus Fußbodenversiegelung. Wir konnten also erstmal komplett die Beschichtung machen und haben uns erst dann dem Spalt gewidmet. (Ein Hohlkehlprofil sollte man dagegen schon nach dem ersten Grundieranstrich aufstellen und dann überstreichen.)

    Die Fuge ist bei uns nicht besonders grade und die Breite variiert von 5 bis 10 mm. Sie kann so aber viel besser als eine ordentliche Bewegungsfuge fungieren, als die dünne Silikonschicht bei der Fliesensockellösung, dachte ich mir. Als Dichtstoff habe ich den besten Bodenfugendichtstoff auf Polyurethanbasis (PU) Sikaflex PRO-3 WF von Sika ausgesucht und alles nach seiner Anleitung gemacht. Er kostet übrigens kaum mehr als Silikon, ist aber nicht im Baumarkt erhältlich. Die Seitenstreifen habe ich schon vor der 2K-Beschichtung entfernt, so dass die Fugenflanken jetzt fast durchgängig EP-beschichtet waren. Nach etwas Anschliff haben wir die Fuge gereinigt und eine 13 mm Rundschnur reingelegt, so dass der Fugenraumhöhe von ca. 5-10 mm bleibt. An breiten Stellen ging die Rundschnur sogar mehrfach rein, an engen Stellen musste man sie ordentlich reinpressen. Dann mit Haftreiniger (Isopropanol) gestrichen und trocknen lassen. Dann mit der Druckpistole die Wurst von Sikaflex gelegt, mit dem Glättwerkzeug und Abglättmittel abgezogen und mit dem Finger angedrückt und schön geformt. Es empfiehlt sich den Boden vorher abzukleben und Einweghandschuhe zu nutzen, denn der PU-Dichtstoff, der daneben kommt, hält sonst an allem sehr fest. Die Fuge ist im Ergebnis nicht profimäßig grade und sauber, aber für uns ok. Und die Farbe passt! 🙂 Auch den Anschluss vom Estrich an die Bodenplatte unter dem Garagentor versuchen wir mit Sikaflex dicht zu machen, damit kein Wasser von Außen unter den Estrich kommen kann. Das soll extrem wichtig sein, damit die 2K-Beschichtung lange hält.

    Die Rundschnur wird in die Fuge gepresst Eine Wurst Sikaflex PRO-3 WF wird reingelegt Eine fertige PU-Fuge drinnen in der Garage Die Hohlkehle draußen an der Bodenplatte

    Fußbodenversiegelung in der Garage

    Nachdem die Dachbegrünung auf die Garage gewandert ist, soll nun der Garagenboden endlich fertig für die Autos gemacht werden. Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, den Garagenestrich nachhaltig vor Verschmutzung und Feuchtigkeit zu schützen: Fliesen oder Versiegelung. Verschiedene Bodenfarben etc. sollen in der Garage wegen starker Beanspruchung durch die Reifen eh nicht lange halten. Ich habe mich nach reichlich Recherche für eine Zweikomponenten-Versiegelung auf Epoxidharzbasis entschieden. Sie sollte recht einfach zu verarbeiten sein, also: keine 2000 EUR und mehr für eine Profibeschichtung (ja, ich habe mir Angebote geben lassen!) bezahlen, sondern selbst machen.

    Wir haben unseren Estrich kurz mit einem Kalksandstein angeschliffen, damit sich die kleinen Partikel von der Oberfläche lösen. Ein Anschliff mit einer Tellerschleifmaschine wäre eine fachlich korrekte Alternative, das erschien mir zu aufwändig. Dann muss alles sauber abgesaugt werden, so dass kein Staubkorn mehr bleibt. Danach muss der Staubsauger gründlich gereinigt werden. 🙂

    Anschließend kommt einiges an Materialkosten auf einen zu, denn mit knapp 60 EUR ist eine 5,8 kg Dose von der Swingcolor-2K-Fußbodenversiegelung vermutlich das teuerste, was man an Baustoffen bei Bauhaus kaufen kann. Und eine Dose reicht genau für unsere 26,6 m² Bodenfläche plus 7 cm Sockel. Und man braucht gemäß Anleitung 3 Anstriche – mit jeweils einem neuen Roller waren sie relativ einfach aufzutragen. Beim zweiten Anstrich habe ich einige kleine Stellen an der Wand mit einem selbstgemachten EP-Mörtel, bestehend aus ca. 1 Teil Fußbodenversiegelung und 4 Teile Quarzsand, verspachtelt. Er lässt sich auf den feuchten Anstrich einfach draufschmieren und wird nach dem Aushärten bombenfest.

    Nach drei Durchgängen sah die Fußboden-Oberfläche bei uns dennoch nicht 100% glatt aus, man hat noch viele Estrichkrater und Unebenheiten gesehen, aber wenn’s hält, soll es so passen. Mit den Farbchips, die wir sofort nach dem 3. Anstrich draufgestreut haben, war alles sofort viel bunter und man sieht nicht mehr jeden Pickel – absolut empfehlenswert! Dann haben wir noch eine Schicht 2K-Klarversiegelung mit etwas Antirutschzusatz (alles vom Swingcolor/Bauhaus) draufgemacht. Sie ist noch dickflüssiger als die graue Versiegelung, daher war das Auftragen und Verreiben mit dem Roller ziemlich anstrengend. Sie sieht erstmal milchig aus und wird erst beim Aushärten klar.

    Insgesamt 4 Schichten in 4 Tagen. Gesamtstärke im Schnitt dennoch unter 1 mm. Die professionellen Fußbodenbeschichtungen versprechen 3-4 mm. Also bin ich gespannt, ob das Swingcolog-Fußbodenversiegelung auch wirklich jahrelang hält, so dass ich in ein paar Jahren auch über gute Erfahrungen berichten kann. Ansonsten sieht es für eine Do-It-Yourself-Lösung sehr gut aus und lässt sich hoffentlich auch gut abwischen.

    Zwei kleine Tipps: Zum gründlichen Mischen unbedingt einen Rührstab auf einem Akkuschrauber nehmen. Per Hand macht das überhaupt keinen Spaß. Will man die Reste des Stoffs noch im Raum verteilen oder die Chips in feuchten Belag einstreuen, braucht man Nagelschuhe. Wir haben 10 EUR Nagelschuhe für die Rasenbelüftung genommen, hier taugen sie auch gut.

    Zementestrich mit dem Stein anschleifen Alle Utensilien für die Versiegelung Mit den Farbchips wird's schön bunt Die Klarversiegelung wird angemischt

    Die Garage bekommt Innenputz und Estrich

    Gestern und heute ist es viel passiert in der Garage. Gestern hat sie den Innenputz bekommen und heute den 5 cm Estrich. Somit sind die Wasserleitungen endgültig versteckt. Etwas unklar ist jetzt nur, wie der Estrich an die Garagennebentür angeschlossen wird. Der Raum unter der Tür ist es erstmal leer geblieben. Unter dem Garagentor soll man an Estrich unmittelbar die Zufahrt dranpflastern, wenn ich das richtig verstehe. Erstmal warten wir 2-3 Tage bis der Estrich begehbar ist. Bis zum befahrbaren Zustand muss er noch länger trocknen und dann imprägniert, versiegelt oder befliest werden. Das müssen wir noch entscheiden.

    Innenraum der Garage mit Putz und Estrich Frischer Estrichrand unter dem Garagentor

    Korkboden im Keller

    Für den geplanten Fitnessraum im Keller wurde dort heute in einem Zimmer auf 20 m² der geölte Korkboden als 4 mm Klebekork verlegt. So kriegt man auch im Keller trotz fehlender Fußbodenheizung keine kalten Füße. Korkbelag ist relativ teuer. Dabei ist Klebekork noch das Günstigste. Als Naturstoff ist der Kork dafür sehr angenehm. Und im Keller hat man keine Probleme wegen Ausbleichen im Sonnenlicht.

    Frisch geölter Korkboden im Keller

    Vaillant Wärmepumpe wird angeschlossen

    Es kommt das Leben in den Heizungsraum rein. Gestern und heute wurden der Wasserzähler sowie zwei Stromzähler gesetzt. Die Vaillant geoTherm VWS 61/2Wärmepumpe wurde endlich angeschlossen und hochgefahren. Da die Erdsonden noch nicht ins Haus gelegt wurden, läuft die Wärmepumpe erstmal nur mit dem Strom-Heizstab auf Estrich-Aufheizprogramm. Trotz Wärmepumpentarif wird das teuer!

    Warum haben wir uns im Bauvertrag für Vaillant entschieden? Eine solide Firma, tolle Marke, gute Gerätewerte, beste Testergebnisse. Was jedoch am wichtigsten erscheint, ist die große Nutzergemeinschaft von Vaillant Wärmepumpen. Alle Probleme sind schon längst bekannt und beschrieben.

    Dank der schlechten Planung wird der Vaillant geoStor VIH RW 300 Warmwasserspeicher mit 285 l Volumen im Heizungsraum nicht wie es sich gehört neben der Wärmepumpe aufgestellt, sondern in einer anderen Raumecke. Schade, das hätte besser sein können. Jetzt gilt nur heizen, lüften und beten, dass der Estrich schnell trocken genug für die Fliesen wird.

    Unsere Heizzentrale Marke Vaillant Rohrgeflecht hinter der Wärmepumpe

    Wie lüftet man Estrich?

    Nachdem unser Zementestrich seit Montag begehbar ist, haben wir langsam angefangen zu lüften. Die Estrichleger haben zwar ein paar Fenster auf Kipp gelassen. Es ist jedoch besser, wenn der Estrich die ersten Tage möglichst langsam austrocknet. So vermeidet man die Gefahr von größeren Verformungen und vom Absanden. Es darf auf keinen Fall Zugluft entstehen können. Daher wenn Fenster auf Kipp, dann nur von einer Hausseite. Ansonsten soll möglichst oft das Stoßluften zur Anwendung kommen: Für 10 Minuten alles auf! Mehr zum Thema Estrichtrocknen.

    Glatte Estrichoberfläche im Schlafzimmer Hier kann man bald Teppich legen

    Estrich garage

    möchte in nächster Zeit Estrich in meine Garagen machen lassen.

    Ein Angebot liegt mir ziemlich detailiert vor und die Firma macht

    auch fachlich einen guten Eindruck. Es soll ein Zementestrich mit

    Gefälle, der an der dünnsten Stelle 4,5cm hat, eingebaut werden.

    Diese Firma empfiehlt ein Verbundestrich in Verbindung mit

    eingebaut. Geht das auch in der Garage (wäre wohl billiger. Aber

    was ist besser, bzw. was ist sinnvoll und notwendig.

    Estrich). Sollte aber wahrscheinlich teurer kommen.

    Außerdem muß der Estrich ja 1. befahrbar sein = Belastung

    2. frostsicher sein. Wenn da Wasser drunter kommt, hast Du verloren

    (außer Du wohnst in der Südsee).

    Genau das soll der verbindende Haftgrund leisten.

    Wenn Du die Garage neu erstellst, dann kann man da auch was machen,

    damit Beton und Estrich ohne diese Haftgrundschicht sich ausreichend

    verbinden. Aber das ist bei Dir glaube ich nicht der Fall.

    eigentlich normal die Preise. Für meinen Keller (ca. 90 m2) hatte

    ich vor drei Jahren ein Angebot für 19 DM (ZE 20 4,5 cm incl.

    Fasern), heute soll mich der Estrich (etwas dicker durch Gefälle,

    30 m2 weniger) 20 Euro kosten. Ist das OK?

    Glattstrich nicht einfach selbst? Spart ca. die Hälfte.

    Ist halt eine „Drecksarbeit“.

    before sending to the above email-address:

    replace deadspam.com by foerstergroup.de

    eingebaut. Geht das auch in der Garage (wäre wohl billiger.

    Aber was ist besser, bzw. was ist sinnvoll und notwendig.

    schwimmender Estrich). Sollte aber wahrscheinlich teurer kommen.

    und die kann ich noch selber legen.

    In der Garage hat die Folie eigentlich nichts zu suchen.

    Wenn es jedoch darum geht, darunterliegende Räume abzudichten, dann

    . frage lieber mal einen Spezialisten für Flachdachabdichtungen.

    Außerdem muß der Estrich ja 1. befahrbar sein = Belastung

    Wenn aber Kräfte auf den Estrich wirken, dann wirken Teile davon

    (z.B. beim Beschleunigen/Bremsen, wegen der Neigung, usw.) auch in

    Querrichtung. Und nun kann der Estrich, wenn er fest mit dem

    Untergrund verbunden ist, nicht weg und diese Kräfte also besser

    Merken tut man das meist nach ein paar Jahren, wenn er anfängt, zu

    zerbrechen und zu zerbröseln, vor allem im Bereich der Einfahrt.

    2. frostsicher sein. Wenn da Wasser drunter kommt, hast Du

    verloren (außer Du wohnst in der Südsee).

    Stelle sparen. (Aber auch nicht unnötig Geld ausgeben)

    Genau das soll der verbindende Haftgrund leisten.

    Wenn Du die Garage neu erstellst, dann kann man da auch was

    machen, damit Beton und Estrich ohne diese Haftgrundschicht sich

    ausreichend verbinden. Aber das ist bei Dir glaube ich nicht der

    beim Erstellen der Bodenplatte was tun kann, was das Verbinden

    unterstützt (ich könnte mir vorstellen, gröberes Material an die

    Aber wenn Du in dieser Gruppe postest: warum machst Du den

    Glattstrich nicht einfach selbst? Spart ca. die Hälfte.

    Ist halt eine „Drecksarbeit“.

    zu posten heißt ja nicht automatisch das man alles machen kann,

    oder? Vor allem bräuchte ich bei dieser Größe genug Helfer, und an

    denen fehlt es meistens.

    aber in Etappen machen (Dehnungsfuge = Etappengrenze).

    Ist das in deinem Angebot berücksichtigt.

    Mein Angebot war für eine Waschküche mit Bodenablauf um 2 Euro

    teurer als für einen vergleichbaren Raum mit ebenem Estrich.

    2% Gefälle solltest Du in der Garage jedenfalls haben.

    Источники: http://www.obi.de/ratgeber/bauen/haus-und-dachbau/garagenboden-beschichten-und-versiegeln/, http://baublog.ozerov.de/tag/estrich/, http://de.rec.heimwerken.narkive.com/3Wnpno84/estrich-fur-garage-mit-haftbrucke-oder-trennschicht

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