Estrich fußbodenheizung aufheizen

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    Zementestrich nach Plan aufheizen

    Über Fußbodenheizungen wird in der Regel ein Fließestrich konstruiert, Standard ist hier Calciumsulfat als Bindemittel. CA-Estrich hat in Verbindung mit Fußbodenheizungen eindeutig die besten Wärmeleitungs- und Speicherungseigenschaften und sorgt daher auch für die bestmögliche Wärmeübertragung. Dessen ungeachtet kann ein Heizestrich aber durchaus auch ein herkömmlicher Zementestrich sein. Nach einer initialen Trocknungsphase muss der Estrich mit der Fußbodenheizung nach einem genau festgelegten Plan aufgeheizt und wieder abgekühlt werden. Auch für Zementestrich als Heizestrich gibt es einen solchen Plan, der aber entsprechend der konstruierten Schichtdicke oder bei besonderen Bedingungen entsprechend abgewandelt werden muss. Der nachfolgend angeführte Standard-Heizplan gilt für Schichtdicken von insgesamt bis zu 70 mm und durchschnittliche, unproblematische Temperaturbedingungen

    Der Standard-Heizplan für Trockenestrich

    Die initiale Trockenphase dauert 21 Tage, in dieser Zeit darf die Fußbodenheizung noch nicht benutzt werden. Während der ersten fünf Tage nach dem Einbau sollte der Estrich zusätzlich noch feucht gehalten werden, um spätere Rissbildungen zu vermeiden.

    Ab dem 21. Tag wird die Heizung mit einer Vorlauftemperatur von 25 °C betrieben, die Nachtabsenkung bleibt ausgeschaltet. Diese Temperatur wird für drei Tage beibehalten, danach wird pro Tag um jeweils 5 °C erhöht bis zur Maximaltemperatur von 55 °C. Höhere Vorlauftemperaturen sollten bei Heizestrichen generell nicht eingesetzt werden. Die maximale Vorlauftemperatur wird für drei Tage gehalten, danach wird wieder langsam um 10 °C pro Tag abgesenkt. Eine anschließende Restfeuchte-Messung sollte einen belegreifen Estrich zeigen. Vor dem Belegen sollte aber in jedem Fall noch eine dreitägige Auskühlungsphase erfolgen, um den gesamten Estrich wieder langsam auf Raumtemperatur zu bringen.

    Einsatz von Schnellheizgeräten oder Bautrockenverfahren

    Von erfahrenen Fachleuten kann auch eine Schnelltrocknung eingesetzt werden, um die ersten 21 Tage zu verkürzen. Das kann aber je nach baulichen Gegebenheiten riskant sein und sollte wirklich nur von erfahrenen Estrichlegern gemacht werden, da sonst schwere Schäden am Estrich drohen.

    Neuen Estrich richtig aufheizen

    Bei Estrichen, unter denen eine Fußbodenheizung eingebaut ist, darf diese Heizung nicht von Anfang an in Betrieb genommen werden, um Rissbildungen durch zu schnelles Trocknen zu vermeiden. Je nachdem, ob es sich um einen Fließestrich oder einen Zementestrich handelt, muss bei standardmäßiger Estrichdicke nach einem genau bestimmten Heizplan vorgegangen werden.

    Heizen bei Fließestriche

    Nach dem Einbau muss der Estrich erst einmal drei Tage ruhen, danach wird ausreichend gelüftet. am vierten Tag wird für drei Tage mit einer Kerntemperatur von 25° der Heizung konstant – das heißt ohne Nachtabsenkung – durchgeheizt. Danach wird für drei Tage lang die Temperatur um jeweils 10° pro Tag erhöht – die maximale Vorlauftemperatur von 55° für wassergefüllte Fußbodenheizungen darf hier nicht überschritten werden. Diese maximale Temperatur – bei Elektoheizungen im Fußboden darf sie ausnahmsweise auch 65° betragen – wird dann solange gehalten, bis nach der CM-Messung eine entsprechend angestrebte Restfeuchte gegeben ist, danach wird dann wieder um 10° pro Tag abgesenkt, bis die Estrichfläche eine Temperatur von rund 20° aufweist. Dazwischen muss ausreichend zugfrei gelüftet werden.

    Heizplan für Zementestrich

    Hier ist das Auf- und Abheizen in anderen Intervallen notwendig – hier beginnt die Heizphase erst nach 21 Tagen, wobei die Vorlauftemperatur der Heizung von 25° ausgehend schrittweise täglich um 5° erhöht wird. Die Maximaltemperatur der Heizung bei 55° wird dann für 3 Tage gehalten, danach schrittweise um 10° pro Tag wieder abgesenkt. In der Regel ist bei einem Standardaufbau des Estrichs mit einer Schichtdicke von 70 Millimetern dann die entsprechend notwendige Restfeuchte erreicht, das muss in jedem Fall aber durch eine CM-Messung bestätigt werden. Danach muss der Estrich aber noch 3 Tage auf Raumtemperatur abkühlen, bevor er tatsächlich Belegreife hat. Das zeigt schon, dass bei einem Zementestrich die Trocknungszeit bereits erheblich länger ist, als bei Fließestrichen, insbesondere beim Anhydrit-Fließestrich. Eine Verkürzung der Trockenzeit kann durch einen Einsatz von entsprechenden Schnellheizern verwendet werden, wodurch dann früher mit dem Heizplan begonnen werden kann. Das sollte aber in jeem Fall von einem kundigen Fachmann geplant werden, um Schäden am Estrich zu vermeiden.

    Estrich aufheizen bei Fußbodenheizung

    Wer ein Haus baut, steht häufig unter Zeitdruck. Ein Gewerk sitzt dem anderen im Nacken und kann erst dann an die Arbeit angehen, wenn vorangehende Arbeiten abgeschlossen sind. Aber auch der Bauherr selbst möchte möglichst bald einziehen. Schließlich lastet auf ihn während der Bauzeit eine doppelte Belastung. Ein Hausbau kostet Geld, die Bank möchte erste Raten oder Bereitstellungszinsen und die Miete für die bisherige Wohnung muss zusätzlich beglichen werden. Zeit ist Geld.

    Dennoch sollte man nichts überstürzen oder übers Knie brechen. Gewisse Vorgänge benötigen ihre Zeit. Dazu gehört auch das Trocknen und Aushärten von gegossenen Betonteilen, wie Decken oder Estrich, und das Aufheizen von Heizestrich.

    Wer hier nicht peinlich genau die Vorgaben einhält und dem Estrich Zeit zum Trocknen oder Aufheizen gibt, kann Schäden und vor allem zusätzliche Kosten verursachen. Unsere Hinweise sollen erklären, warum das Estrich Aufheizen notwendig ist und helfen, Fehler zu vermeiden.

    Inhaltsangabe: Estrich aufheizen bei Fußbodenheizung

    Estrichtrocknung mit oder ohne Fußbodenheizung

    Beim Hausbau kommen neben CA-Estriche (Calziumsulfatestriche) hauptsächlich CT-Estriche (Zementestriche) zum Einsatz. Ihr besonderer Vorteil liegt vor allem in der guten Beständigkeit gegen Nässe und ihre Eignung als Heizestrich.

    Bei der "Trocknung" von Zementestrich ist jedoch zu beachten, dass dieser zur Aushärtung gar nicht trocknet, sondern chemisch abbindet. Das bedeutet, dass eingebrachter Estrich die Feuchtigkeit benötigt, um vollständig auszuhärten. Erst, wenn der Estrich begehbar ist, was meist nach 24 Stunden erreicht ist, darf gelüftet und damit das überschüssige Wasser entzogen werden. Wird bereits vorher beim "Trocknen" nachgeholfen, kann der Estrich nicht richtig abbinden, es entstehen Spannungen und Risse.

    Merke: Nach der Estricheinbringung zwei Tage Fenster und Türen geschlossen halten oder den Estrich mit einer Folie abdecken. Anschließend kann gelüftet und getrocknet werden. Erst nach 21 Tagen ist Zementestrich vollständig ausgehärtet und darf aufgeheizt werden.

    Warum muss ich den Estrich aufheizen?

    Aus dem Physikunterricht ist jedem sicher noch bekannt, dass sich Stoffe bei Wärme ausdehnen und bei Kälte wieder zusammenziehen. Wie stark, hängt vom sogenannten Ausdehnungskoeffizienten ab. Aber so tief müssen wir in das Thema nicht eindringen.

    Wie jeder Stoff dehnt sich auch Estrich unter Wärme aus. Im Estrich befindet sich jedoch die Fußbodenheizung, die zwar möglichst flächendeckend im selben Abstand verlegt werden sollte, den Estrich jedoch niemals zu 100 % gleichmäßig erwärmt. Hinzu kommt, dass der Estrich Sand oder Kies in unterschiedlichen Korngrößen beinhaltet, welche sich unterschiedlich schnell ausdehnen. All das sorgt dafür, dass Spannungen entstehen, die den Estrich reißen lassen können.

    Daher ist es es wichtig, den Zementestrich langsam aufzuheizen. Die Inhaltsstoffe bekommen so die Möglichkeit sich langsam und gleichmäßig auszudehnen und dem Umfeld anzupassen. Dadurch können Spannungen ausgeglichen und abgebaut werden. Nachdem der Estrich langsam nach dem Aufheizprotokoll aufgeheizt wurde, hat sich das Material angepasst und kann anschließend auch schneller aufgeheizt werden. Das langsame Aufheizen mittels Fußbodenheizung ist sozusagen eine Eingewöhnungsphase – die "Muskeln" werden gedehnt und aufgewärmt. Erst danach können sie richtig beansprucht werden.

    Wann muss ich den Estrich aufheizen?

    Ein "Wann muss ich den Heizestrich aufheizen?" gibt es nicht! Beim Hausbau oder dem Einbringen von Estrich mit einer Fußbodenheizung, treffen jedoch der Wunsch nach einem raschen Baufortschritt und die zwingende Einhaltung der Heizestrich-Trockenzeit beziehungsweise Aushärtung aufeinander.

    Daher sollte die Frage nicht "Wann muss ich. " sondern "Wann darf ich . " lauten. Die Frage lässt sich relativ einfach beantworten – Wenn der Estrich ausgehärtet ist. Angegeben sind hierfür 21 Tage. Wer nicht unter Zeitdruck steht, kann zur Sicherheit auch 28 Tage warten. Danach darf mit dem Aufheizen des Zementestrichs begonnen werden.

    Wie lange muss ich den Estrich aufheizen?

    Wie die benötigte Zeit zum Aushärten von Estrich, ist auch das Aufheizen des Estrichs bei einer Fußbodenheizung vorgeschrieben. Man spricht vom Funktionsheizen.

    Die Mindestschichtdicken von Estrichen sind in der DIN 18560 festgelegt und unterscheiden sich bei Zementestrichen im Einfamilienhaus mit typischen Beanspruchungen daher kaum. Im Schnitt sollten die Heizungsrohre etwa 45 mm überdeckt, was bei bei bei einem Rohrdurchmesser von 15 bis 20 mm eine Estrichdicke von 60 bis 70 mm ergibt.

    Mit verschiedenen Zusätzen im Estrich können die Herstellerangaben etwas abweichen, grundsätzlich gilt aber folgendes Heizprogramm für Estrich:

    1. Vorlauftemperatur von 25 °C aufheizen
    2. Vorlauftemperatur von 25 °C halten
    3. Vorlauftemperatur von 25 °C halten
    4. Vorlauftemperatur von 30 °C aufheizen
    5. Vorlauftemperatur von 35 °C aufheizen
    6. Vorlauftemperatur von 40 °C aufheizen
    7. Vorlauftemperatur von 45 °C aufheizen
    8. Vorlauftemperatur von 55 °C aufheizen
    9. Vorlauftemperatur von 55 °C halten
    10. Vorlauftemperatur von 55 °C halten
    11. Vorlauftemperatur von 55 °C halten
    12. Vorlauftemperatur von 45 °C absenken
    13. Vorlauftemperatur von 35 °C absenken
    14. Vorlauftemperatur von 25 °C absenken

    Beim Aufheizen des Estrichs ist es notwendig gut zu lüften. Nach den ersten 21 Tagen zum Aushärten entweicht zwar bereits überschüssige Feuchtigkeit, bis jedoch die Belegreife erreicht ist, kann es noch einige Tage bis sogar Wochen dauern. Entscheidend für Heizestrich Trockenzeit ist natürlich das Wetter, die Lüftung und auch die Feuchtigkeit in der Umgebung, die durch weitere Mauer- und Putzarbeiten entsteht.

    Zur Kontrolle der Belegreife, die je nach Bodenbelag fest definiert ist, sollte ein Restfeuchtemessgerät eingesetzt werden. Dieses zeigt eindeutig, wie viel Feuchtigkeit noch im Estrich enthalten ist und ob bereits ein Bodenbelag verlegt werden darf.

    Was macht das Estrich Heizprogramm?

    Da die Estrichdicken stets sehr ähnlich sind, ist auch das Aufheizen des Estrich bei einer Fußbodenheizung fast immer gleich. Viele Heizungshersteller statten ihre Heizungen daher mit einem Heizprogramm für Estrich aus, welches dem aufgezeigten Zeit- und Temperaturplan ähnlich ist oder gar genau so aussieht.

    Das automatische Aufheizen des Heizestrichs bietet den Vorteil, dass einem keine Fehler unterlaufen können und die Heizung auch nicht täglich manuell verstellt werden muss. Wichtig ist jedoch zu prüfen, ob der Ablauf des Heizprogrammes mit den Angaben zum Estrich übereinstimmen. Gegebenenfalls ist eine Rücksprache notwendig.

    Brauche ich ein Heizprotokoll?

    Ob Sie ein Aufheizprotokoll wirklich benötigen, hängt von Ihren Eigenleistungen ab. Führen Sie Estricharbeiten und die Estrichtrocknung mit der Fußbodenheizung in Eigenregie aus, können Sie zwar ein Aufheizprotokoll für sich anfertigen, im Schadensfall können Sie damit jedoch kaum Schadensersatzansprüche oder Garantieleistungen geltend machen.

    Anders sieht es allerdings aus, wenn Firmen an diesen Arbeiten beteiligt sind. Hier ist ein Aufheizprotokoll Ihr Nachweis, dass alle Zeitvorgaben zur Estrichaushärtung und zum Estrich aufheizen (Dauer, Vorlauftemperaturen) oder zur Heizestrich Trockenzeit eingehalten wurden. Es ist daher besonders wichtig, dass zu jedem Arbeitsschritt das Datum eingetragen und bestätigt wird. Nur so können Garantieansprüche geltend machen, falls Risse im Estrich nach dem Aufheizen auftreten.

    Enthalten sollte das Aufheizprotokoll folgende Punkte:

    • Auftraggeber
    • Projektbeschreibung
    • Bauabschnitt (Stockwerg, einzelne Räume oder Gebäudeteil)
    • ausgeführte Estricharbeiten (Beschreibung, Art des Heizestrichs. )
    • Datumprotokoll und Übersicht aller Schritte zu den Estricharbeiten und dem Heizprogramm beziehungsweise einer manuellen Heizungssteuerung
    • besondere Anmerkungen
    • Unterschrift / Stempel des Protokollführers, Kontrolleurs oder der ausführenden Firma

    Das Aufheizprotokoll kann individuell gestaltet sein. Viele Unternehmen besitzen aber bereits eigene Vorlagen und auch das Internet bietet hierzu viele Beispiele, die genutzt und angepasst werden können.

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    Источники: http://www.hausjournal.net/zementestrich-aufheizen, http://www.hausjournal.net/estrich-aufheizen, http://www.heimwerker.de/haus/heizung-energie-solarstrom/fussbodenheizung/estrich-aufheizen-bei-fussbodenheizung.html

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