Estrich flüssig

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    Estrich flüssig

    12.09.2011, 08:19 Uhr | jb (CF)

    Handwerker beim Fließestrich verlegen. (Quelle: imago)

    Zwischen Trockenestrich und Fließestrich gibt es große Unterschiede. Beide Systeme haben jeweils ihre Stärken und Schwächen. In Neubauten kommt vor allem Estrich in flüssiger Form zum Einsatz.

    Der richtige Estrich: Trocken oder flüssig?

    Trockenestrich und Fließestrich haben beide dieselbe Aufgabe: Sie bilden den Untergrund für den Boden in Ihrem Haus. Auf den Estrich legen Sie später Fliesen, Laminat oder Teppich. Die beiden Varianten unterscheiden sich dabei grundsätzlich. Trockenestrich besteht aus fertigen Platten, die Sie im Verbund verlegen. Es handelt sich in der Regel um OSB- oder Gipsfaserplatten. Diese werden miteinander verklebt und manchmal zusätzlich verschraubt. Die Platten können Sie nur auf sehr ebenen Flächen einsetzen. Zudem sind sie nur schlecht mit einer Fußbodenheizung zu kombinieren.

    Das ist beim Fließestrich ganz anders. Er wird nicht trocken, sondern in flüssiger Form eingebracht. Unebene Untergründe gleicht der Estrich ohne Probleme aus. Für Fußbodenheizungen ist Fließestrich geradezu ideal geeignet. Er umfließt die Rohre nämlich und sorgt dadurch später für eine sehr gleichmäßige Verteilung der Wärme.

    So verlegen Sie Trockenestrich

    Wenn Sie Trockenestrich verlegen wollen, müssen Sie zunächst den Untergrund überprüfen. Schon kleinste Unebenheiten können zu Problemen führen. Sie müssen in diesem Fall zunächst eine Ausgleichsschüttung vornehmen. Zum Schutz vor Feuchtigkeit ist das Einbringen einer Dampfsperre ratsam.

    Die Elemente des Trockenestrichs sollten Sie ohne Kontakt zu den Wänden verlegen. Ansonsten überträgt sich der Trittschall später durchs ganze Haus. Für genügend Abstand zur Wand sorgen Randdämmstreifen. Eine Fußbodenheizung können Sie in den Trockenestrich nicht integrieren. Dafür ist er, anders als Fließestrich, sofort begehbar und belastbar. Zudem gelangt mit ihm keine zusätzliche Baufeuchte ins Haus.

    Fließestrich einbringen: So funktioniert’s

    Fließestrich stellt eine Weiterentwicklung der lange bekannten Estricharten dar. Er wird deutlich flüssiger eingebracht als etwas Zementestrich. Das sorgt für eine optimale Verteilung ohne große körperliche Anstrengung. Zudem glättet sich die Oberfläche beinahe von selbst. Heizungsrohre und andere Installationen werden von Fließestrich sehr gut umschlossen. Er ist nach etwa zwei Tagen begehbar. Belastungen hält er nach etwa fünf Tagen stand. Mit dem Estrich kommt allerdings viel Feuchtigkeit ins Haus, die beim Trocknen an die Luft abgegeben wird. Intensives Lüften ist daher während der Trocknungsphase unerlässlich.

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    Estrich als Unterbau für Bodenbeläge

    Als Estrich wird der Untergrund bezeichnet, der für eine geschlossene Nutzschicht und damit für die Möglichkeit der Bodenbelagsverlegung sorgt. Dabei gibt es neben unterschiedlichen Estrichaufbauten auch unterschiedliche Zusammensetzungen.

    Je nach Verwendungszweck und Untergrund, wird Estrich flüssig, erdfeucht oder sogar als Trockenestrich eingebracht.

    Die bekannteste Variante ist der Zementestrich. Er ist günstig in der Herstellung, bietet viele Vorteile und ist mit etwas Übung von jedem Heimwerker zu verlegen.

    Mit entsprechender Oberflächenbehandlung, kann Estrich sogar sichtbar bleiben und benötigt keinen weiteren Bodenbelag. In diesem Fall wird er als Nutz- oder Sichtestrich bezeichnet.

    Inhaltsübersicht zum Thema Estrichboden

    Bindemittel für Estrich

    Spezielle Umstände und Ansprüche erfordern besondere Eigenschaften an den Estrich und seine Verlegung. Diese werden durch verschiedene Bindemittel erreicht.

    Zementestrich

    Der sicherlich grebräuchlichste, ist der Zementestrich. Dieser besteht aus Sand, Zement und Wasser. Wobei der Sand eine etwas größere Korngröße von bis zu 8 mm aufweist. Zementestrich gibt es fertig gemischt und kann auch individuell angemischt werden. Gerade bei größeren Mengen ist die eigene Anmischung oft deutlich günstiger.

    Gussasphaltestrich

    Gussaphaltestrich besteht aus Sand, Steinmehl, Splitt und Bitumen. Da dieser ohne Wasser angemischt wird, ist er sehr schnell begehbar und weist durch seine Zusammensetzung eine hohe Wärme- und Trittschalldämmung auf. Nachteilig ist dagegen die Verarbeitungstemperatur von etwa 230° und die Reaktion mit Weichmachern. Im Zusammenspiel mit einigen Bodenbelägen ist daher eine extra Trennschicht erforderlich.

    Calciumsulfatestrich

    Oft als Anhydritestrich bezeichnet, nutzt der Calciumsulfatestrich Calciumsulfat als Bindemittel und bildet eine gipsartige Schicht mit den entsprechenden Eigenschaften. Schnell trocknend und empfindlich gegen Nässe, kann Calciumsulfatestrich nur in trockenen Räumen verwendet werden und muss in Feuchträumen speziell abgedichtet werden. Aufgrund der feinen Zusammensetzung wird Calciumsulfatestrich hauptsächlich als Fließestrich eingesetzt.

    Kunstharzestrich

    Schnell aushärtend und wasserdicht findet dieser sehr teure Estrich nur in speziellen Bereichen seine Anwendung. Kunstharze sind sehr flexibel, enthalten aber auch Giftstoffe und gelten als Sondermüll.

    Magnesitestrich

    Magnesitestrich besticht durch besondere Eigenschaften. Abriebfest, färbbar, fugenlos verlegbar und gute Ableitfähigkeit von statischen Aufladungen spezialisieren ihn in großen Betriebshallen. Nachteil ist allerdings die Empfindlichkeit gegen Nässe. Hierbei können Stoffe austreten, die Metalle angreifen.

    Arten der Estrichverlegung

    Verbundestrich

    Verbundestrich wird die Verlegeart genannt, bei der der Estrich direkt auf dem Rohbeton aufliegt. Es gibt keine Trennschicht oder Dämmung; der Estrich ist stoffschlüssig mit dem Untergrund verbunden. Wichtig ist hier eine gründliche Untergrundvorbereitung, ansonsten entstehen Hohllagen. Verbundestrich wird häufig für Garagen oder Kellerräume verwendet. Die durchschnittliche Dicke beträgt 20-70mm.

    Estrich auf Trennschicht

    Bei dieser Variante liegt zwischen Estrich und Beton eine Schicht, die eine Verbindung zwischen den beiden Elementen verhindert. Für diese Schicht geeignet sind sowohl Folie und Bitumpapier, als auch Rohglasvliesbahnen. Diese Schicht sollte am besten zweilagig verlegt werden, damit der Estrich sich frei bewegen kann und Risse verhindert werden. Insgesamt gesehen ist dies dennoch die schadenträchtigste Verlegeart. Estrich mit einer Trennschicht wird häufig für Trocken-, Heiz- oder Waschräume verwendet. Die durchschnittliche Dicke beträgt 35mm.

    Schwimmender Estrich

    Estrich auf einer Dämmschicht, oder auch schwimmender Estrich genannt, besteht aus drei Schichten: als Erstes eine Dämmschicht, als Zweites eine Dämmschichtabdeckung und zu guter Letzt der Estrich. Durch die Schichtung verschiedener Materialien hat der Estrich keinerlei Kontakt mehr zum Untergrund. Diese Variante ist gut, um Trittschalldämmung, Wärme- und Schallübertragung im Haus zu verbessern. Die durchschnittliche Dicke beträgt 50 mm.

    Heizestrich

    Heizestrich wird genauso verlegt wie der schwimmende Estrich, außer dass hier in oder auf die obere Schicht der Dämmung die Rohrschlangen für die Fußbodenheizung gelegt werden. Die Estrichhöhe sollte 45 mm über den Heizrohren betragen.

    Trockenestrich

    Der Trockenestrich bildet eine besondere Art der Estrichverlegung. Wie der Name schon sagt, wird dieser trocken eingebracht, ist somit sofort begehbar und bringt keine weitere Feuchtigkeit in den Hausbau. Das erspart Trocknungszeit und kann die Kosten senken.

    Der Einbau kann auf zwei Arten erfolgen. Ist der Untergrund bereits tragfähig und eben, können die Estrichplatten nach eine Dampfsperre direkt aufgelegt, untereinander verklebt und verschraubt werden. Ähnlich der Verlegung von OSB-Platten, wird Trockenestrich in mindestens zwei Schichten in Kreuzlage verlegt. Aufgrund der geringen Ausdehnung bei Temperaturschwankungen, reicht als Dehnungsfuge zu Wänden ein Randdämmstreifen, wie er bei Zementestrich üblich ist. Ebenso werden erst bei Raumlängen von 20 m zusätzliche Dehnungsfugen benötigt.

    Trockenestrich auf Dämmschüttung

    Ist der Boden uneben, muss er mit einer Dämmschüttung ausgeglichen werden. Sie dient zusätzlich als Wärme- und Schalldämmung. Die Verlegung ist relativ einfach und kann von einem versierten Heimwerker ausgeführt werden.

    Im ersten Schritt wird ein Rieselschutz in Form einer entsprechenden Folie oder Papier verlegt. Er verhindert, dass die Schüttung durch Löcher verschwindet. Anschließend wird ein Randdämmstreifen angebracht und Führungsschienen auf dem Boden ausgerichtet. Diese Führungsschienen müssen waagerecht und in einer Höhe liegen. Der Raum zwischen den Führungsschienen wird mit Dämmschüttung verfüllt und auf den Schienen abgezogen. Dabei sollte die Dämmung mindestens 1 cm dick sein, aber 10 cm nicht überschreiten.

    Anschließend können die Führungsschienen entfernt und die entstandenen Lücken mit Dämmschüttung aufgefüllt werden. Ist so eine geschlossen ebene Fläche entstanden, können die Estrich-Platten verlegt werden. Begonnen wird dabei in einer Ecke und fortlaufend im schleppenden Verband. Die Dämmschüttung darf ohne Estrich nicht betreten werden. Daher schaffen lose aufgelegte Estrichplatten sogenannte Laufinseln. Alle Platten müssen untereinander verklebt und verschraubt werden.

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    Belegreife von Estrich

    Im Abbindeprozess trocknet der Estrich, härtet langsam aus und schwindet auch in seinem Gesamtvolumen. All diese Eigenschaften können den neuen Bodenbelag negativ beeinflussen. Während eine zu hohe Restfeuchte Laminat, Parkett und andere weichen Beläge zum Aufquellen, Verformen und Schimmeln bringen kann, können Fliesen und Natursteinbeläge unter einem zu großen Schwindverhalten reißen. Erst, wenn der Estrich genug ausgehärtet ist, nur noch ein minimales Schwindverhalten aufweist und eine geringe Restfeuchte enthält, spricht man von einer Belegreife.

    Um die Belegereife eines neuen Estrichs für den vorgesehenen Bodenbelag beurteilen zu können, benötigen Bodenleger verlässliche Kenndaten über die Qualität und den voraussichtlichen Ausgleichsfeuchtewert eines Estrichs. Damit der Bodenleger das Feuchterisiko für die gesamte Fläche beurteilen kann, müssen die Kenndaten sowie die FeuchteMessmethode sehr genau sein. Dabei darf die Messungenauigkeit maximal 0,5 % des Feuchtegehalts betragen. Ohne derart exakte Informationen über den eingebauten Estrich kann die Belegereife nicht ausreichend genau geprüft werden.

    Messverfahren zur Restfeuchtebestimmung

    Um die Belegreife zu ermitteln, ist es wichtig den Restfeuchtigkeitsgehalt zu prüfen. Erst bei einem maximalen Feuchtigkeitsgehalt von weniger als 2% (Zementestrich / CM-Methode) gilt der Estrich als belegreif. Hierfür gibt es unterschiedliche Messmethoden.

    Kommt Calciumcarbit mit Wasser in Berührung, reagiert es zu Ethin, was aus alten Schweißgasentwicklern bekannt ist. Dieses Verhalten wird genutzt um den Wassergehalt an einer Probe des Estrichs zu prüfen. Je mehr Gas beim Kontakt von Calciumcarbit und der Estrichprobe austritt, um so mehr Druck wird in einem Behälter erzeugt, was auf einen erhöhten Wassergehalt schließen lässt.

    Darr-Methode

    Hierzu wird das Gewicht einer Estrichprobe ermittelt, dieses dann vollständig getrocknet und die Gewichtsdifferenz ermittelt, welche den Restfeuchtegehalt angibt.

    Elektrische Verfahren

    Da Wasser den Strom leitet, kann anhand einer Widerstandsmessung ermittelt werden, wie viel Wasser im Estrich enthalten ist. Das ist die gebräuchliste Variante, welche auch zur Bestimmung der Restfeuchtigkeit im Holz genutzt wird.

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    Источники: http://www.t-online.de/heim-garten/bauen/id_49674488/trockenestrich-und-fliessestrich-unterschiede.html, http://www.heimwerker.de/haus/bodenbelaege/estrich.html, http://www.benny-estrich.de/

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