Estrich ausgleichsmasse

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    Hinweise zur Verwendung von Estrich Ausgleichsmasse

    Unebene Estriche finden sich vielfach in Altbauten, aber auch in Kellerräumen oder anderen Bereichen kann durch unsachgemäßen Einbau der Estrich Höhenunterschiede aufweisen. Vor dem Verlegen von Bodenbelägen oder dem Bedecken mit Fliesen oder Natursteinböden muss der Estrich jedoch erst völlig plan und eben gemacht werden. Wenn die Höhenunterschiede nicht allzu groß sind, verwendet man dazu am besten Ausgleichsmassen. Die weitaus meisten handelsüblichen Ausgleichsmassen lassen ein Ausgleichen von Höhenunterschieden bis zu maximal 1 Zentimeter zu, einige Produkte können auch zum Ausgleich von Höhendifferenzen bis zu 3 Zentimeter insgesamt verwendet werden. Der große Vorteil von Ausgleichsmassen liegt darin, dass sie selbstnivellierend sind – das heißt, es ist kein händisches Abziehen mit der Wasserwaage erforderlich, weshalb die Arbeit mit Ausgleichsmassen auch problemlos vom Heimwerker selbst durchgeführt werden kann.

    Voraussetzungen für die Anwendung von Ausgleichsmassen

    Einerseits muss der Estrichboden, der ausgeglichen werden soll, sauber, völlig trocken und staubfrei, andererseits auch frei von Sprüngen und Rissen sein. Sollten Risse vorhanden sein, müssen diese erst mit einer speziellen Füllmasse auf Harzbasis kraftschlüssig verschlossen werden und völlig abtrocknen. Wie eingangs schon erwähnt sollte man Ausgleichsmasse nur bis zu Höhendifferenzen von maximal 3 Zentimeter einsetzen – bei allem was darüber hinausgeht ist nur noch der Ausgleich mit einer Estrichschicht sinnvoll. Die Temperatur im Raum muss beim Aufbringen der Ausgleichsmasse deutlich über dem Gefrierpunkt liegen, eine ausreichende, zugfreie Belüftung hilft beim Trocknen.

    Wichtige Hinweise für das Arbeiten mit Ausgleichsmassen

    Es darf sich kein Staub auf dem Estrichboden befinden, er muss auch völlig trocken sein. Vor dem Aufbringen der Ausgleichsmasse ist in jedem Fall das Aufbringen einer Grundierung nötig, die sowohl für den Estrichboden als auch für die verwendete Ausgleichsmasse als geeignet ausgewiesen ist. Diese Grundierung kann man mit einem Straßenbesen am leichtesten verteilen. Bevor die Ausgleichsmasse ausgeschüttet wird, muss die Grundierung gerade ein wenig angetrocknet sein, dann werden die besten Ergebnisse erreicht. Ein Randdämmstreifen ist in jedem Fall notwendig, wenn ein schwimmender Estrich ausgeglichen werden soll, nach dem Aufbringen der Ausgleichsmasse muss diese unbedingt mit einem Nagelholz durchlüftet werden, damit keine Blasen unterhalb des Materials entstehen.

    Anleitung: Boden mit Ausgleichsmasse ausgleichen

    Ein unebener Boden ist jedem Hausbesitzer und Mieter ein Dorn im Auge. Zum einen sieht er unschön aus, zum anderen kann er im Laufe der Jahre zu einer gefährlichen Stolperfalle werden. Mit Ausgleichsmasse können Heimwerker ihren unebenen Boden ausgleichen.

    Die Deutschen wohnen laut dem Statistischen Bundesamt überwiegend in Altbauten. Nur etwa jedes zehnte Wohngebäude wurde nach der Jahrtausendwende gebaut. Diese Altbauten besitzen große Ausbaureserven für Heimwerker. Sie können Dachböden und Keller renovieren und ihnen einen neuen Zweck geben:

    Das größte Problem der Altbauten ist ihr Boden. Dieser ist in vielen älteren Immobilien in die Jahre gekommen und nicht eben. Damals gab es auch nicht so raffinierte Techniken und Produkte wie heute. Denn heute kann der Heimwerker mit Ausgleichsmasse Böden ausgleichen.

    Ausgleichsmasse: Wo und wofür?

    Früher oder später muss jeder Heimwerker mit Ausgleichsmasse hantieren. Sei es beim Verlegen von Parkett, wenn der Boden nicht eben ist, oder weil im Laufe der Jahre der Boden nachlässt und so Unebenheit entstanden sind. Ärgerlich ist es allemal, dafür lassen sich diese Problemchen schnell beheben. Zunächst muss klar sein, ob im Innen- oder Außenbereich ausgeglichen wird – das macht nämlich einen großen Unterschied.

    Im Innenbereiche gibt es viele verschiedene Untergrundarten, die Heimwerker ausgleichen können, zum Beispiel:

    • Fließestriche
    • Heizestriche beziehungsweise Böden mit Fußbodenheizung
    • Beton oder Betonfertigteile
    • Trockenunterböden auf Gipsbasis
    • Fliesenbeläge
    • Holzdielen und vieles mehr

    Im Außenbereich gibt es diese typischen Untergründe:

    Im Anschluss gilt es zu klären, zu welchem Zweck Sie ausgleichen möchten:

    1. Die Reparatur von Löchern.
    2. Die Reparatur einer ausgetretenen Treppe.
    3. Die Nutzschicht soll einer höheren Belastung standhalten.
    4. Die Nutzschicht mit normaler Belastung muss erneuert werden.
    5. Es wird ein Untergrund für Fliesen, Parkett oder Ähnliches benötigt.

    Je nachdem, wofür und wo die Ausgleichsmasse zum Einsatz kommt, muss sie eine bestimmte Mindestschichtdicke (3 mm bis 10 mm) besitzen.

    Typische Einsatzgebiete

    Ausgleichsmasse eignet sich nicht nur zum Renovieren der Wohnung, wenn die Böden in Wohnzimmer und Co. nicht mehr eben sind. Viele Keller werden jahrelang als triste Abstellräume genutzt, obwohl sie weit mehr Potenzial besitzen. Möglichkeiten zur Nutzung von Ausgleichsmasse:

    • Alten Keller in einen Fitness-, Hobby- oder Partykeller verwandeln
    • Dachboden für Kinderzuwachs ausbauen
    • Anhebung des Bodens für eine barrierefreie Wohnung

    Neuer Kellerboden: Ausgleichsmasse vs. Estrich

    Sowohl die Ausgleichsmasse als auch der Estrich sieht beliebte Produkte, um den alten Kellerboden zu sanieren oder erstmals zu ebnen. Welches der beiden Produkte infrage kommt, hängt von der späteren Anwendung an. Folgende Kriterien spielen eine Rolle:

    Ein Keller ist häufig feucht, insbesondere dann, wenn sie ihn als Trockenraum verwenden. Die Feuchtigkeit entsteht aber auch durch die Bewegung des Bodens und der Wände. Verwenden Sie deshalb Dämmstreifen am Rand. So entkoppeln Sie die Bodenmasse von der Wand.

    • Ausgleichsmasse: Wir empfehlen die Ausgleichsmasse in Kellern mit niedriger Höhe. Sie können selbst entscheiden, wie dick sie auftragen. Dadurch senken Sie die Gesamthöhe des Kellers nur wenig. Da Ausgleichsmasse nicht ganz günstig ist, lohnt es sich zum Ausgleichen kleinerer Löcher oder Unebenheiten mit Niveauunterschieden bis drei Zentimeter.
    • Estrich: Der Estrich ist eine gute Alternative, die mit ihrer Widerstandsfähigkeit und Festigkeit punktet. Einem geringen Verschleiß steht eine gute Resistenz gegen Nässe und Kälte gegenüber. Die hohe Belastbarkeit ist ein weiterer Pluspunkt. Aufgrund der langen Aushärtungs- und Trockenzeit, die bis zu 30 Tage dauern kann, ist der Boden nichts für Heimwerker, die es eilig haben. Während der Trocknungszeit besteht auch die Gefahr, dass kleine Risse entstehen.

    Die Ausgleichsmasse ist für den klassischen Keller und die meisten Anwendungsfälle die bessere Wahl. Selbst unerfahrene Heimwerker können Ausgleichsmasse einfach verarbeiten.

    Kostenberechnung für Ausgleichsmasse

    Für die nachfolgende Kostenberechnung haben wir zufällig eine selbstverlaufende Zementspachtelmasse verwendet. Das Produkt besitzt folgende Eigenschaften:

    • 25-kg-Papiersack
    • grauer Farbton
    • 20 – 40 Minuten Verarbeitungszeit
    • nach 3 – 4 Stunden begehbar
    • nach 24 – 48 Stunden verlegereif 1

    Der Verbrauch (und somit die Kosten) sind in der nachfolgenden Tabelle einsichtbar:

    Der 25 Kilogramm schwere Papiersack kostet 22,50 Euro. Angenommen man möchte einen 12 Quadratmeter großen Kellerboden mit einer vier Millimeter dicken Spachtelmasse ebnen, dann entstehen folgende Kosten:

    Zu den Kosten kommen 24 Liter Leitungswasser. Da die Kosten so gering sind 2 , haben wir sie in dieser Rechnung ignoriert. Weiterhin benötigen Heimwerker passendes Zubehör:

    Wir gehen davon aus, dass ein Heimwerker bereits ein passendes Rührwerk und sauberes Gefäß zur Vorbereitung der Masse besitzt. Ansonsten kann er sich das Rührwerk ausleihen, wodurch keine großen Kosten entstehen.

    Der Preis für das gesamte Vorhaben beträgt folglich rund 125 Euro.

    Qualitätsunterschiede des Produkts

    Selbstnivellierende Ausgleichsmasse ist ein modernes Produkt, welches im Grunde eine vergütete Zementmischung ist. Nach der Zubereitung bleibt Ausgleichsmasse flüssig, dass es sich praktisch alleine ausrichtet. Innerhalb von Stunden härtet es aus und hinterlässt eine gerade, glatte Oberfläche.

    Qualitätsunterschiede gibt es zwischen den einzelnen Produkten kaum. Beim Kauf sollten Heimwerker viel mehr auf die Verarbeitungskriterien achten:

    Weiterhin haben die Materialien unterschiedliche Anforderung an die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit. Diese beiden Daten sollten Sie vorher messen und die Ausgleichsmasse passend wählen. Dann müssen Sie später die Raumtemperatur oder Luftfeuchtigkeit nicht mehr optimieren.

    Untergrund vorbereiten und Tipps zur Verarbeitung

    Zur Vorbereitung des Untergrunds sollten Heimwerker immer die Angaben des Herstellers beachten. Die meisten Hersteller erfordern eine Untergrundvorbereitung gemäß DIN 18 365.

    Grundsätzlich müssen Sie den Boden so vorbereiten, dass er

    • fest
    • sauber
    • trocken und
    • frei von Stoffen ist, die die Haftung der Ausgleichsmasse beeinträchtigen.

    Einige Hersteller empfehlen eine Grundierung, die man gut trocknen lassen muss. Sie sorgt dafür, dass die Masse besser haftet.

    Umgebungsbedingungen prüfen

    Wie bereits erwähnt (Kostenberechnung für Ausgleichsmasse) definieren die Hersteller einer Ausgleichsmasse eine optimale Umgebungstemperatur und relative Luftfeuchte, die bei den Arbeiten einzuhalten ist, zum Beispiel 20 Grad Celsius und 65 Prozent Luftfeuchte. Diese Umgebungsbedingungen müssen Sie vor Verarbeitungsbeginn schaffen:

    • Zugluftquellen: Mit einer brennenden Kerze findet man relativ schnell eine Zugluftquelle. Undichte Fenster und Türen sind in der Regel die Hauptursache.
    • Temperatur: Die Temperatur im Keller kann man mit einem Thermometer messen. Zur Regulierung der Temperatur sollte er regelmäßig gelüftet werden. Falls der Keller sehr kalt ist, muss er aufgeheizt werden.
    • Luftfeuchtigkeit: Messen Sie die Luftfeuchtigkeit mit einem Haarhygrometer oder elektrischem Hygrometer. Senken Sie die Luftfeuchtigkeit durch richtiges Lüften oder mit Salz (zieht Feuchtigkeit an). Falls die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist, können Sie diese mit Pflanzen (Zyperngras, Grünlilie, Zimmerlinde) erhöhen.

    Das Ignorieren dieser Bedingungen beeinflusst das Material und letztendlich die Qualität der Arbeiten.

    Untergrund vorbereiten

    Der Untergrund muss vorbereitet werden, damit die Spachtelmasse guten Halt findet. Entfernen Sie zunächst lose Bestandteile, alte Klebstoffe sowie ölige Verunreinigungen. Groben Schmutz (Dreck, Staub) kann man zunächst mit einem Staubsauger oder Besen entfernen. Hartnäckige Verschmutzungen kann man schleifen, fräsen oder dampfstrahlen. Welches Verfahren sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab.

    Falls der Untergrund Risse oder Arbeits- beziehungsweise Scheinfugen aufweist, müssen diese gefüllt werden. Eine selbstnivellierende Ausgleichsmasse erfüllt diese Aufgabe nicht.

    Vorsicht bei alten Dielenböden. Hier muss besonders sorgfältig abgedichtet werden. Ansonsten fließt die Ausgleichsmasse in Hohlräume und richtet Schäden an.

    Stark saugende Untergründe sind zunächst mit einer Spezialgrundierung zu bearbeiten. Ansonsten verschlechtern sie die spätere Oberflächenqualität.

    Vorstellung verschiedene Ausgleichsmassen

    Ausgleichsmasse gibt es in verschiedenen Ausführungen. Es wurden verschiedene Produkte konzipiert, die für bestimmte Untergründe geeignet sind. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick:

    Die selbstnivellierende Ausgleichsmasse ist in der Regel einfach zu verarbeiten. Ihr einziger Nachteil sind ihre genauen Bedingungen zur Verarbeitung (Wassergehalt, Raumtemperatur, Luftfeuchte, et cetera). Ein zu geringer Wassergehalt lässt das Material steif wirken. Ist der Wasseranteil zu hoch, treten auf den ersten Blick keine nennenswerten Nachteile auf. Sie machen sich erst später als geringe Festigkeit und Rissneigung bemerkbar.

    Lesen Sie die Packungsbeschreibung für den Wassergehalt genau. Für einen 25 kg schweren Papiersack benötigen Sie rund sechs Liter Wasser.

    Umwelt- und Arbeitsschutz

    Ausgleichsmasse enthält in der Regel Zement, welches mit Feuchtigkeit alkalisch reagiert. Vermeiden Sie aus diesem Grund den Kontakt mit den Augen und der Haut. Sollte Ausgleichsmasse mit Ihren Augen in Kontakt treten, diese sofort mit klarem Wasser ausspülen.

    Verwenden Sie Handschuhe, lange Kleidung und eine Staubschutzmaske, damit die Ausgleichsmasse aus dem Kartonsack nicht mit Ihnen in direkten Kontakt tritt.

    Sollte durch den Kontakt mit der Haut oder den Augen eine Reizung auftreten, suchen Sie bitte sofort den Arzt auf.

    Schützen Sie die Umwelt, indem Sie Produktreste sammeln und verwenden. Ausgleichsmasse darf nicht ins Gewässer, Erdreich oder die Kanalisation gelangen. Alle Produktreste, die Sie nicht mehr benötigen, mischen Sie mit Wasser, lassen sie erhärten und entsorgen sie als Baustellenabfall.

    Den Fußboden Schritt für Schritt ausgleichen

    • Kunststoffbesen/Stachelwalze
    • Eimer
    • Bohrmaschine
    • Rührkorb
    • Glättkelle
    • Randdämmstreifen
    • Handschuhe
    • Atemschutz
    • Arbeitskleidung

    Ist der Einsatzzweck geklärt, geht es ran an die Arbeit. Je nach Zustand des Bodens ist die Arbeit, damit wir den Fußboden ausgleichen können, mehr oder weniger umfangreich. Häufig ist ein Feinausgleich mit wenigen Millimetern ausreichend, in extremen Fällen werden mehrere Zentimeter erforderlich – und das kann durchaus teuer und zeitraubend sein. Die Grundvoraussetzung für die Verwendung von Ausgleichsmasse ist ein stabiler Untergrund, den man zuvor mechanisch vorbereiten und grundieren muss.

    Gewusst? Eine zwei Millimeter dünne Ausgleichsmasse enthält 0,8 Liter Wasser je Quadratmeter. Wenn davon die Hälfte verdunsten muss und der Raum 20 Quadratmeter groß ist, muss man satte acht Liter beseitigen. Die Notwendigkeit einer guten Belüftung sollte somit klar sein.

    Die Hauptaufgaben der Spachtelmasse

    1. Füllen: Zur Füllung von Löchern eignet sich standfeste Spachtelmasse. Das Produkt härtet je nach Konsistenz und Wasserzugabe relativ schnell innerhalb von 30 bis 60 Minuten.
    2. Ausgleichen: Häufig kommt Ausgleichsmasse zum Einsatz, wenn Böden oder Untergründe deutliches Gefälle besitzen. Für den großflächigen Einsatz eignet sich fließende und selbst verlaufende Spachtelmasse.
    3. Glätten: Der häufigste Anwendungsbereich ist die Glättung eines Untergrundes. Auch hier ist die Ausgleichsmasse selbstverlaufend, sie wird allerdings nur wenige Millimeter dünn aufgetragen.

    1. Platzhalter anbringen

    Zwischen Wand und Boden müssen Sie einige Millimeter Platz lassen, damit keine Randeinspannungen entstehen. Als Platzhalter verwenden Sie einen Randdämmstreifen. Dieser wird in die passende Größe zurechtgeschnitten und mit doppelseitigem Klebeband an der Wand befestigt.

    2. Anmischung und Auftragung

    Für die Mischung mineralischer Ausgleichsmasse ist das Mischungsverhältnis auf der Verpackung zu berücksichtigen. Grundsätzlich muss das Wasser immer kalt und sauber sein.

    Die homogene Masse wird mithilfe einer Bohrmaschine sowie einem Rührquirl erzeugt. Auch hier bitte die Informationen des Herstellers beachten.

    Bei der Zumischung von trockenem Sand wird kein zusätzliches Wasser benötigt. Zu hohe Wassermengen führen zu einer verringerten Festigkeit und langen Trocknungszeiten.

    Nach dem Anmischen wird die Masse in benötigter Menge auf dem Untergrund gebracht und mit einem Glättschwert oder einer Glättkelle verteilt. Zahnrakel sind definitiv das günstigere Werkzeug, welche dank der Zahnung bereits die passende Schichtdickte vorgeben. Soll nach dem ersten Ausgleichsmassenauftrag ein Zweiter folgen, muss zunächst die Trocknung der ersten Schicht abgewartet werden.

    Zusammenfassung

    Ausgleichsmasse ist ein wichtiges Produkt zum zuverlässigen Ausgleichen alter, unebener Böden. Die Anwendung des Produkts ist weitestgehend unkompliziert, sodass selbst weniger geübte Heimwerker kein Problem haben sollten. Wichtig ist, dass Heimwerker die Anforderungen der Hersteller genau studieren und erfüllen. Wer die Anforderungen ignoriert, riskiert, dass sich später Risse in der Ausgleichsmasse bilden. Dann wäre die ganze Arbeit umsonst gewesen.

    • 3 mm Schichtdicke; 20 °C Raumtemperatur; 65 % Luftfeuchte
    • Literpreis für Leitungswasser laut GfK-Umfrage: 0,2 Cent je Liter

    Artikelbild: © CSImagemakers / Shutterstock

    1 Kommentar

    1. Thomas 02.06.2017 06:22 Uhr

    Hy. Finde die Anleitung super. Aber was macht man wenn zuviel Wasser genommen wurde? Ich meine Anscheinend. Den bei mir stand 3,2 Liter und ich habe auch diese genommen. Nur der Boden ist weich. Was kann ich jetzt machen?

    Estrich ausgleichen mit Ausgleichsmasse: So gehen Sie vor

    Nicht immer läuft sofort alles auf Anhieb glatt. Das gilt natürlich auch beim Bauen und Renovieren. Bevor Sie die klassischen Bodenbeläge wie Parkett, Laminat oder Fliesen verlegen können, ist zunächst ein Untergrund aus Estrich erforderlich. Dabei kommt es jedoch häufig zu kleineren Unebenheiten und Schieflagen. Insbesondere, wenn Sie in einem eher alten Haus wohnen, ist der Estrich an den Wänden oftmals etwas höher und fällt schließlich in Richtung Tür ab. Bevor Sie den gewünschten Bodenbelag auf dem Estrich verlegen können, müssen Sie größere Unebenheiten auf jeden Fall beseitigen. Das gelingt erfahrenen Heimwerkern mit der folgenden Anleitung und unseren Tipps aber problemlos. Im heutigen Ratgeber zeigen wir Ihnen nämlich Schritt für Schritt, wie Sie Risse und Unebenheiten im Estrich ohne großen Aufwand ausgleichen können.

    Ausgleichsmasse beseitigt lokale Unebenheiten im Boden

    Wer Böden mit Estrich für den späteren Bodenbelag vorbereiten möchte, muss sehr sauber arbeiten. Dann wird er in der Regel sofort eben. Gerade in älteren Häusern lässt es sich aber meist nicht vermeiden, nach dem Auftragen noch einmal nachzuarbeiten, denn in solchen Objekten zeigt der Estrich häufig Unebenheiten.

    Wenn der Boden nur lokale Unebenheiten aufweist, aber der Raum insgesamt gleichmäßig wirkt, kann auf das Nivellieren des gesamten Zimmers verzichtet werden. Solche lokalen Fehlstellen lassen sich mit Ausgleichsmasse beseitigen.

    Es ist viel einfacher, den Estrich mit Ausgleichsmasse zu bearbeiten, als den kompletten Raum auszugleichen. Deshalb sollten Sie wenn möglich immer die Ausgleichsmasse verwenden.

    Welche Werkzeuge und Materialien werden benötigt?

    Sie benötigen weder besonders teure noch sehr viele Werkzeuge, um Estrich auszugleichen.

    Um die Spachtelmasse zum Ausgleichen herzustellen, benötigen Sie außerdem einen Sack Ausgleichsmörtel und einen Eimer Haftbrücke.

    Schritt 1: Vorbereitungen – Reinigen und Grundieren

    Bevor Sie an die Arbeit gehen können, müssen ein paar Vorbereitungen erfolgen: Sämtliche Möbel, die transportiert werden können, tragen Sie aus dem Raum. Die restlichen Möbelstücke sollten abgedeckt werden. Außerdem muss der Fußboden gründlich gereinigt werden, denn Sie können die Ausgleichsmasse nicht auf einer Schicht aus Staub auftragen, weil sie dann keinen Halt findet. Für die Reinigung verwenden sie wahlweise einen Besen oder einen Staubsauger.

    Mit dem Besen wirbeln Sie den Staub immer wieder auf. Besser ist es daher, einen Staubsauger einzusetzen, um Staub und Schmutz effektiv vom Boden zu entfernen.

    Nach der Säuberung ist eine weitere Vorbereitungsmaßnahme erforderlich. Die Flächen, die Sie ausgleichen möchten, benötigen eine Grundierung. Dafür kommt die Haftbrücke zum Einsatz. Sie sorgt dafür, dass für den Ausgleichsmörtel ein optimaler Oberflächenhalt gewährleistet wird. Streichen Sie die Grundierung mit einem Pinsel gleichmäßig und deckend auf die entsprechenden Stellen. Der blaue Farbmarker kennzeichnet, wo Sie die Haftbrücke bereits aufgetragen haben.

    Nachdem Sie mit der Grundierung fertig sind, muss sie eine Stunde lang trocknen. Sobald sich die Trocknungszeit langsam dem Ende entgegen neigt, mischen Sie den Ausgleichsmörtel an. Füllen Sie dafür ausreichend Wasser in den Baukübel und rühren Sie nach und nach das Mörtelpulver ein, bis die Konsistenz sämig ist. Lassen Sie die Masse zwei Minuten ruhen und mischen Sie dann noch einmal mit dem Rührwerk alles gut durch.

    Schritt 2: Spachteln und Abziehen

    Jetzt kann das eigentliche Ausgleichen des Estrichs beginnen. Verteilen Sie dafür den Ausgleichsmörtel in großzügigen Portionen auf die gewünschten Stellen. Mit der Glättkelle verspachteln Sie die Masse in gleichmäßigen und kräftigen Zügen.

    Damit später keine Unebenheiten mehr auftreten, dürfen Sie nicht zu sparsam mit dem Material sein.

    Wenn Sie den Boden einmal verspachtelt haben, tragen Sie weitere Ausgleichsmasse auf und wiederholen den Vorgang solange, bis eine einheitliche und ebene Schicht aus Mörtel entstanden ist. Im Anschluss streichen Sie mit der Abziehlatte über den frisch aufgetragenen Mörtel. Auf diese Weise ziehen Sie das überschüssige Material ab. Langsam aber sicher sollten Sie erkennen, wie der Boden gleichmäßiger und ebener wird. Allerdings werden Sie in der glatten Oberfläche noch ein paar Fehlstellen entdecken, die im nächsten Schritt ausgeglichen werden müssen.

    Schritt 3: Fehlstellen ausgleichen

    Um die übrigen Fehlstellen auszugleichen, gehen Sie nach der folgenden Anleitung vor:

    1. Häufen Sie reichlich Mörtel auf die Fehlstellen auf.
    2. Nun verwenden Sie zum Verteilen des Materials aber die Zahnkelle.
    3. Kämmen Sie mit wenig Druck und in kleinen Zügen über die Fehlstellen, bis die Schichtung einheitlich ist.
    4. Anhand der Stege erkennen Sie, ob Sie genügend Material aufgetragen haben.
    5. Sofern das nicht der Fall ist, arbeiten Sie noch einmal nach, bis der Estrich eben wirkt.

    Nun ziehen Sie ein zweites Mal die Abziehlatte über die gesamte Oberfläche. Dadurch entsteht insgesamt schon ein deutlich harmonischerer Eindruck.

    Schritt 4: Feinarbeiten erledigen

    Da das Ergebnis aber immer noch nicht ganz perfekt ist, müssen nun noch die Feinarbeiten erledigt werden. Mit der Glättkelle beseitigen Sie alle Löcher, Unebenheiten oder Stege. Dabei kommt es auf ein sorgfältiges und vorsichtiges Vorgehen an, damit Sie den ebenen Estrich nicht wieder zerstören. Meist muss insbesondere im Bereich des Türstocks noch einmal nachgearbeitet werden, da die Abziehlatte hier nicht in alle Ecken gelangt. Schieben Sie den Mörtel aber keinesfalls bis an den Türstock heran, sondern lassen Sie ein paar Millimeter Luft. Falls bereits Kontakt besteht, kratzen Sie den Ausgleichsmörtel behutsam wieder etwas heraus. Sobald Sie das erledigt haben, ist das Schlimmste überstanden.

    Schritt 5: Boden trocknen lassen

    Nun müssen Sie die Masse nur noch trocknen lassen. Danach ist Ihr Vorhaben, den Estrich auszugleichen, erfolgreich beendet. Insbesondere der Bereich, der sich vor der Türschwelle befindet, ist jetzt eben und glatt. Im Anschluss können Sie damit fortfahren, den gewünschten Bodenbelag über dem Estrich zu verlegen.

    Zusammenfassend können wir also feststellen, dass das Ausgleichen von Estrich mit Ausgleichsmasse immer die beste Lösung ist, wenn der Boden insgesamt bereits sehr eben ist und ein vollständiges Nivellieren daher unnötige Arbeit bedeuten würde. Die Verwendung von Ausgleichsmasse spart nicht nur Material, sondern auch viel Zeit.

    Zusammenfassung

    Wer beim Auftragen von Estrich sorgfältig und sauber arbeitet, muss in der Regel nur wenig nacharbeiten, da der Estrich dann eben und glatt wird. Allerdings lassen sich Unebenheiten oder Schieflagen gerade in alten Häusern manchmal nicht vermeiden, sodass der Estrich beispielsweise in Richtung der Tür abfällt. Für solche Zwecke ist Ausgleichsmasse ideal, denn sie lässt sich einfach verarbeiten, sodass der Aufwand geringer ist als beim Nivellieren des Estrichs.

    Источники: http://www.hausjournal.net/estrich-ausgleichsmasse, http://www.heimhelden.de/anleitung-boden-mit-ausgleichsmasse-ausgleichen, http://www.heimhelden.de/estrich-ausgleichen

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