Dachsparren aufdoppeln

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    Berechnen und aufdoppeln

    Die Sanierung von Dachflächen erfordert viel Zeit und Arbeit. Mit der richtigen Bemessungssoftware können Zimmerer und Holzbauer die Ertüchtigung von bestehenden Sparren planen. Wir stellen Ihnen eine kostenlose Software vor, mit der das möglich ist.

    Der Bedarf an Wohnraum ist groß. Bisher ungenutzte Dachräume bieten Potenzial: Durch einen Umbau lassen sie sich in Wohnungen umwandeln. Wegen überlasteter und durchhängender Sparren kann der Dachstuhl aber verformt sein. Ein Weg, das unterdimensionierte Tragwerk zu sanieren, ist die Sparrenaufdopplung. Dabei werden Sparren einer Dachkonstruktion ertüchtigt, die früher oftmals mit geringer Höhe eingebaut wurden. Das bedeutet einen hohen Sanierungsaufwand, der vorab genaue Angaben für eine Ausschreibung erfordert.

    Software soll bei der Planung helfen

    Damit die Ertüchtigung richtig kalkuliert werden kann, empfiehlt sich vorab die Berechnung mit einer Bemessungssoftware wie der „HCS 4.0“ von Heco. Sie liefert in wenigen Schritten alle Angaben zu den Schrauben, Belastungswerten und der Montage. Dabei plant das Programm die Doppelgewindeschraube „Heco-Topix-CombiConnect (Heco-Topix-CC)“ mit ein. Das Programm in der vierten Version ist ein Update des Vorgängerprogramms. Für die neue Version wurde das Modul „Dübelbemessung“ vollständig überarbeitet. Durch die Aufdopplung auf der Sparrenoberseite ergibt sich mehr Dämmfläche als bei einer Ertüchtigung mit seitlich angebrachten Bohlen. Dämmstoffe lassen sich so einfacher einbringen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass bestehende Innenverkleidungen unangetastet bleiben.

    Montage der Doppelgewindeschraube

    Mit einem Winkel von 45° zur Dachneigung wird die „Heco-Topix-CC“ eingeschraubt. Die Schraube zieht mit ihren beiden Gewinden die Aufdopplungshölzer fest an die Sparren heran. Die Bemessung der Sparren-Aufdopplung mit der Software klappt in wenigen Schritten. Das Programm berechnet dynamisch, so dass Änderungen sofort berücksichtigt und schlüssig als Ergebnis angezeigt werden. Von Vorteil ist, dass die „HCS 4.0“ auf Basis aller Parameter sowohl die Werte der Überbelastung vor als auch die Belastungswerte nach der Verstärkung ermittelt.

    Im ersten Schritt werden die Parameter für die Gebäudeabmessung eingegeben: Dachform, Dachvorsprünge an Traufe und Giebel und Dachneigung.

    Im zweiten Schritt gibt der Handwerker die Geometrie des bestehenden Dachstuhls an: die Abstände der Sparrenenden zu den Pfetten, Informationen über die geplante Aufdopplung (Holzgüte und -maße) und zur Verschraubungsart.

    Im dritten Schritt werden die Werte der Überbelastung vor und die Belastungswerte nach der Verstärkung ermittelt. Dafür fragt das Tool nach dem Gewicht der Ziegel- und Konterlattung, der Brettschalung und der Wärmedämmung. Über die Postleitzahl wird automatisch die Wind- und Schneelast am Gebäude-standort ermittelt. Regelmäßige Updates der Software gewährleisten Aktualität. Kontrollabfragen des Systems vermeiden Fehler bereits bei der Eingabe.

    Alle Angaben zur Aufdopplung

    In der Ergebnisansicht liefert das Programm nun eine Schraubenempfehlung, bestehend aus Abmessung und Menge, sowie die genaue Anordnung der Verschraubung. So erhält der Nutzer im finalen Schritt alle wichtigen Angaben zur Sparrenaufdopplung. Im Allgemeinen empfiehlt es sich, bei der Ertüchtigung von unterdimensionierten Sparren mit einer Bemessungssoftware zu arbeiten. So können Planer, Zimmerer und Holzbauer nicht nur einfacher planen, sondern noch vor Baubeginn nachweisbare Berechnungen für eine Ausschreibung erbringen. Die zuverlässige Anleitung zur Durchführung der Montagearbeiten garantiert zudem eine präzisere Arbeit, die hohe Kosten und unnötigen Materialaufwand einspart.

    Die Software kann kostenlos unter der Adresse www.heco-schrauben.de herunterladen werden. Der Hersteller empfiehlt, regelmäßig Updates der Software durchzuführen, um immer auf dem aktuellen Stand zu sein.

    Von Monika Andreasch

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    Dachsparren aufdoppeln – heute kaum mehr zu umgehen

    Beim Dachausbau muss heute eine Dämmung verpflichtend angebracht werden. Da sich die meisten Sparren im originalen Zustand für die Dicke der Dämmung nicht mehr eignen, muss aufgedoppelt werden. Das können Sie aber problemlos selbst übernehmen.

    Zwischensparrendämmungen brauchen meist eine Aufdoppelung

    Zwischensparrendämmungen sind heute in den meisten Fällen die Methode der Wahl, wenn es um den Dachausbau geht – der ohnehin meist beschränkte Platz im Dachgeschoss wird so zumindest nicht unnötig verkleinert.

    Problematisch ist allerdings die heute vorgeschriebene Dämmdicke von 18 cm – so dicke Dämmungen passen üblicherweise nicht mehr zwischen die Dachsparren.

    Hier kann man sich aber ganz einfach behelfen – nämlich indem man die Sparren aufdoppelt, damit die Dämmmaterialien auch dazwischen passen.

    Was alles zwischen und an die Sparren muss

    • die Dämmmatten
    • eine Dampfsperrbahn
    • eine Konterlattung
    • eine Plattenverkleidung

    Nicht alle Sparren halten diesem – doch recht hohen – Gewicht auch tatsächlich Stand – hier ist es in jedem Fall ratsam, sich zuvor fachlichen Rat einzuholen. Im Zweifelsfall ist auch ein statisches Gutachten erforderlich.

    Dachsparren aufdoppeln – so machen Sie es richtig

    • Latten
    • geeignete Nägel
    • Hammer

    1. Sparrentiefe messen und Aufdopplungshöhe ermitteln

    Messen Sie an mehreren Punkten die Tiefe zwischen den Sparren, die Sie für die Dämmung und Dampfsperrbahn zur Verfügung haben.

    Aus der Differenz zur Dicke der Dämmmatten können Sie dann ersehen, ob und um wie viel Sie Ihre Dachsparren aufdoppeln müssen.

    2. Latten zuschneiden

    Dieser Schritt lässt sich unter Umständen auch ersparen – wenn Sie die Latten gleich auf Maß geschnitten kaufen. In der Regel ist das, da es sich immer um die gleiche Länge handelt, problemlos möglich.

    3. Latten aufnageln

    Nageln Sie die Latten stabil – das heißt mit ausreichend vielen Nägeln – auf die Sparren, damit ein guter Halt gewährleistet ist.

    Einige Handwerker nageln Aufdoppelungslatten heute immer noch quer zu den Sparren auf – das ist aber eine Unsitte, die das Weiterarbeiten unnötig erschwert, einen wirklichen Vorteil hat es nicht.

    Fachmännisches Aufdoppeln der Sparren

    Insbesondere mit der Verschärfung der Energiegesetze und dem Anstieg der Energiepreise ist die Dachdämmung massiv in den Fokus der Heimwerker geraten. Bei älteren Häusern finden sich aber zumeist sehr dünne Sparren, die nicht für die vorgeschriebene Dämmstärke ausreichend sind. Dann müssen die Sparren aufgedoppelt werden. Dabei gibt es nicht nur mehrere Methoden, auch bei der zumeist damit einhergehenden Dämmung müssen bestimmte Aspekte berücksichtigt werden.

    Gründe für das Aufdoppeln von Dachsparren

    Noch bis in die 1980er hinein wurden verhältnismäßig dünnen Sparren für das Dach verwendet. Die Tragkraft musste einfach für die vorgesehene Dacheindeckung und die zu erwartende Schneelast ausreichen. Doch viele Trends sind heute zu beobachten, bei denen eine Sparrenaufdopplung sinnvoll ist.

    • Dachdämmung
    • Dachausbau
    • Erhöhung der Dachtraglast für andere Dachziegel, Photovoltaik oder Solartherme

    Wie Sie aufdoppeln, hängt auch von den Dämmmaßnahmen ab

    Schon wegen der verschärften Energieeinsparungsgesetze geht die Dachsanierung bzw. Modernisierung zumeist auch mit einer Dämmung einher.

    • Aufsparrendämmung
    • Zwischensparrendämmung
    • Untersparrendämmung

    Sparrenaufdopplung außen

    Daraus lässt sich aber auch wieder schlussfolgern, dass Sie Sparren innen als auch außen aufdoppeln können. Das äußere Aufdoppeln der Sparren geht zumeist mit einer umfänglichen Modernisierung einher. Meist handelt es sich dann um sogenannte Kaltdächer, also Dächer, die über keinerlei Isolierung verfügen. In diesem Fall muss sowieso eine Außendämmung angebracht werden.

    Aufdoppeln und Innendämmen: die Voraussetzungen

    Dabei sind viele Besonderheiten zu berücksichtigen, das Dämmmaterial muss unbedingt diffusionsoffen sein. Andernfalls sammelt sich Kondens- und Schwitzwasser auf und in Ihrer Innendämmung, Schimmel und Schwämme folgen alsbald. Das Aufdoppeln der Sparren im Innenbereich wird also bei Dämmmaßnahmen und dem Innenausbau erforderlich. Folglich muss es sich um ein gedämmtes Warmdach handeln.

    Womit Sie die Dachsparren aufdoppeln können

    Sind diese grundsätzlichen Fragen geklärt, stehen Ihnen unterschiedliche Materialien und auch Aufdopplungstechniken zur Verfügung. Klassisches Arbeitsmaterial zum Aufdoppeln ist und bleibt Holz in Form von Dachlatten. Daneben gibt es noch XPS (Polystyrol-Hartschaum-Dämmstreifen), die sich allerdings keiner großen Beliebtheit erfreuen.

    Aufdopplungstechniken

    Beim Aufdoppeln können Sie folgendermaßen vorgehen.

    • Sie doppeln die Sparren längs auf, befestigen also die neuen Latten auf den Sparren
    • Sie doppeln die Dachlatten quer zu den Sparren

    Sparren der Länge nach aufdoppeln

    Doppeln Sie die Sparren der Laufrichtung nach auf, erhalten Sie damit einen tieferen Zwischenraum, sodass Sie auch sehr starke Dämmmatten verwenden können. Daraus ergibt sich aber auch ein Nachteil, der bei der Beschreibung der queren Aufdopplung ersichtlich wird. Abschließend (nach dem Aufdoppeln und Dämmen) wird eine Dampfbremse, eine Folie, luftdicht auf die gedämmten Sparren verlegt.

    Sparren quer zur Laufrichtung aufdoppeln

    Zunächst füllen Sie die Zwischenräume zwischen den Sparren mit geeigneten Dämmstoffen. Das kann Mineralwolle, aber auch eine Klemmfilzmatte sein. Nun wird, wie auch bei der Längsaufdopplung der Sparren, die Dampfsperre montiert und überall luftdicht abgeschlossen.

    Jetzt schrauben Sie die Dachlatten quer auf die Sparren. Vorzugsweise im selben Abstand wie die Sparren ihn selbst zueinander haben. Jetzt können Sie auch diese Zwischenräume mit Dämmmaterial befüllen. Der bereits zuvor angedeutete Vorteil ergibt sich, weil so keine Kälte- bzw. Wärmebrücken an den Sparren entstehen, schließlich werden diese auch mit Dämmstoff bedeckt.

    Weitere Aufgaben der Sparrenaufdopplung

    In einer quer zu den Sparren befestigten Dopplung können Sie auch die Elektroinstallation bei einem vorgesehenen Innenausbau besser vornehmen. Darüber hinaus helfen die Sparren zusätzlich, den späteren Innenausbau, der zumeist aus Gipskartonplatten besteht, zusätzlich zu stützen.

    Besitzt Ihr Dach keine Dämmung, die es zu einem Warmdach macht, müssen Sie zunächst die diffusionsoffene Außendachdämmung vornehmen. Das ist auch dann zutreffend, wenn mit Bitumenbahnen „gedämmt“ wurde. Bitumenbahnen sind nicht diffusionsoffen, würde hier eine Sparrenaufdopplung mit Zwischensparrendämmung erfolgen, gäbe es Schwitzwasser, das sich auf dem Bitumen sammelt und in die Dämmung eindringt.

    Das äußere Aufdoppeln der Sparren wird oftmals von Dachdeckern angeraten, wenn schwerere Dachziegel verwendet werden sollen oder eine Solaranlage installiert wird. Oftmals ist es aber nur ein kostensparender Kompromiss zu einem neuen Dachstuhl bzw. Dach.

    Selbstverständlich finden Sie im Hausjournal auch eine ausführliche Anleitung zum [Dämmen von Sparren] und Dachstühlen.

    Источники: http://www.bauhandwerk.de/artikel/bhw_Berechnen_und_aufdoppeln_2683658.html, http://www.hausjournal.net/dachsparren-aufdoppeln, http://www.hausjournal.net/sparren-aufdoppeln

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